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  1. #26
    I am the eye in the sky Avatar von M.Skywalker
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    Zitat Zitat von frank2015 Beitrag anzeigen
    2min Apnoe wäre ein Ziel. Allerdings scheitert es aktuell daran, dass kein Trining stattfindet.
    Abgesehen davon, dass ich meine gesundheitliche Eignung noch nicht geprüft habe.

    Aber was spricht gegen Träume?


    Damit hast Du ein Ziel. Es spricht nichts gegen Träume. Weltraumtourismus ist eh nicht gut fürs Klima, aber 2 min als Zwischenziel zu Deinem Traum scheint vernünftig. Vom ersten Marathon, bis zum ersten Ultra hat es bei mir dann nicht mehr lange gedauert...
    Keep smiling, be optimistic, do something good...

  2. #27
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Standard

    Für mich ist der Unterschied zwischen Zielen und Träumen ganz klar ein emotionaler. Ich kann mir jedes Jahr Ziele für diverse Wettkämpfe stellen, auf die ich dann hin trainiere. Das kann unmöglich eine ständige Steigerung der jeweiligen Bestzeit sein. Aber auch für Aufbauwettkämpfe (Marathon als Training für Ultras) hatte ich mitunter Zeitziele und ich hab mich dann gefreut, wenn ich diese erfüllte.

    Gruss Tommi


    Mein Tagebuch: https://forum.runnersworld.de/forum/...er-dicken-Wade

    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  3. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von dicke_Wade:

    ArdnaSino (25.01.2021), ruca (24.01.2021)

  4. #28
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von frank2015 Beitrag anzeigen
    Aber was spricht gegen Träume?
    Nichts. Aber die Frage drehte sich im Ursprung um sportliche Träume. Und das halte ich für Unsinn. Entweder es ist ein Ziel oder eben nix. Klar, ich kann von Marathon sub2 träumen. Aber was soll das? M.E. sind das die Träume von Losern um eine Ausrede zu finden warum sie nicht von der Couch hoch kommen. So auf die Art, ich träume von WR, kann ihn nicht erreichen, also bleibe ich lieber auf der Couch liegen, warum überhaupt quälen? Bringt ja nichts.

    Darum sind solche Träume wie gesagt Unsinn, bzw. einfache Ausreden für die eigenen Nichtleistungen.

    Da dann lieber 10k in 70 Minuten, Hauptsache angestrengt. Da muss man nicht träumen, das kann man sich erarbeiten.

    Oder grob für mich, warum soll ich von 10k in 35 Minuten träumen? Das geht nicht. Da bleib ich lieber bei meinem Ziel 40 Min. Das gibt mir deutlich mehr. Zumal es sich daran zu arbeiten lohnt.

  5. #29
    auch kleine Schritte bringen dich voran :o) Avatar von dkf
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    Standard Ziele & Träume

    Zu;
    Zitat Zitat von frank2015 Beitrag anzeigen
    2min Apnoe wäre ein Ziel

    Zitat Zitat von dkf Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass dkf, mit etwas Übung, ohne Flossen auch ca. 36m weit tauchen kann und es bei Apnea static (d.h. ab unter Wasser, luftanhalten und möglichst lange, möglichst entspannt da rumhängen :o) immerhin auf 2min46s gebracht hat….

    Allerdings, was nützt dir eine anscheinend ziemlich ordentliche Lufu in XL, wenn die Beine mit xs (68cm kurz) dagegenhalten… Hat halt jeder so seine Grenzen und die gilt es auszuloten und nach Möglichkeit immer wieder ein kleines Stückchen zu verschieben. Von daher kann ich nur empfehlen;

    Weiterträumen, hier und dort ein wenig nachhelfen und vor allem; dranbleiben
    naja, long, long ago

    ZU;
    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Den Unterschied zwischen Traum und Ziel merkt man meiner Meinung nach daran, dass man knapp vorm Heulen ist, wenn man ihn erreicht.
    ...
    Zitat Zitat von die kleine frau und der Rennsteig SM Beitrag anzeigen
    ... Je weiter wir uns nun dem heiß ersehnten Ziel nähern, umso mehr Wanderer sind auf der Strecke. Viele bilden kleine Spaliere, klatschen und rufen Zuspruch, es ist herrlich und zugleich werden da bereits wieder die Emotionen hoch geholt, bis die Unterlippe anfängt zu zittern…

    Das Mantra der kleinen Frau, „Ich will es, ich kann es, ich mach es und ich schaff es !!!“ und der Spruch „Lauf, lauf, lauf, gib niemals auf“ wird auf dieser Strecke noch um einen ergänzt „ich hole mir dieses Shirt“….dasistnatürlichnichtganzernstgemeint, dennoch der Gedanke an die, wie Jörg geschrieben hatte, „richtige“ Medaille + das Finishershirt für diesen ersten „richtigen“ Ultra, den Rennsteig SM beim gmrl, ist doch irgendwie speziell aufregend. Auch wenn die Harzquerung bereits ein Ultra war, so war es ein Trainingslauf, der im Kopf der kleinen Frau auch als solches einsortiert wurde. DAS hier ist quasi eine völlig andere Welt.

    Für diesen Lauf hat sie hart und kompromisslos trainiert, wollte die Grenze weiter verschieben, wissen, ob und wie sie es schaffen kann. Auf der Rückseite der Startnummer ist das Gedicht für die „anonymen SUB3h20er“ aufgeklebt, an jeden einzelnen hat sie unterwegs gedacht. An ihre Freundin, die in diesem Moment auf der Marathonstrecke unterwegs ist. Vor allem aber an den imaginären Lauffreund, der irgendwo hinter ihr auf der Strecke ist, um den sie ein bisschen bangt ( tsssst Weiber) für den Sie ebenso hofft, dass er es schafft und auch keinen Augenblick daran zweifelt. Und noch ein Gedanke an diesen winzigen, kleinen, fehlenden Teil von ihr, der vor sehr langer Zeit ein doch so riesiges Loch hinterlassen hat, dass es anscheinend mit nichts gefüllt werden kann. „Lauf, lauf, lauf, gib niemals auf“…

    Mit dem Erreichen des Vorbogens kippen die aufgestauten Emotionen über, es öffnen sich alle Schleusen, während Frau Zwerghase versucht irgendwie weiter zu laufen was die Beinchen noch hergeben. Beschleunigen, wie bei anderen, die sie kurz vorher noch überholt hatte und jetzt noch mal stille Reserven mobilisieren, ist einfach nicht mehr drin und auch nicht wichtig… sie wird es gleich erreicht haben, das schönste Ziel der Welt, in Schmiedefeld!!!
    naja, long, long ago

    Was die aktuelle zielstrebige Tagträumerei einer Unbedarften betrifft

    Die 10km "near 44:xx" geistern noch immer durchs sonnige Gemüt, aufgegeben ist das Ziel noch nicht, auch wenn derzeit die Realität eine andere Sprache spricht, aber kampflos gibt sich die Dame nicht geschlagen

    Zitat Zitat von dkf aka dvh aka Kampfhoppel Beitrag anzeigen
    „Gib niemals auf!
    Ich will es, ich kann es, ich mach es und ich schaff es !!! Unstoppable
    (Train like a beast, win like a Lady :-) & try Everything


    Limerick der Woche...

    Ein Läufer aus … (ich verrat‘ nicht den Ort ;o)
    liebte über die Maßen den Ausdauersport!!!
    Und während er lief,
    seine Frau rief…
    beim Nachbarn kurz an „ER ist wieder fort“

    Die kompletten Limericks und weitere Ungereimtheiten finden sich hier (gut aufbewahrt beim Foot Soldier)

  6. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von dkf:

    voxel (24.01.2021)

  7. #30
    "Der Mantel ist alt - nur die Löcher sind neu" (unb. Sprichwort) Avatar von schauläufer
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    @UDO: Wir haben schon wieder Gemeinsamkeiten. Wüstenetappenläufe wie sie der Fuchsgruber in seinen Büchern beschreibt sind sicher eine tolle Erfahrung die über das reine Laufen hinausgehen. Wäre aber auch so gar nichts für mich aus den gleichen Gründen wie du das schriebst. Und zum Badwater UM habe ich von Jens Vieler's Buch "Der Wüstenläufer" irgendwas von 10.000 $ im Gedächtnis und eine riesigen logistischen Aufwand. Auch von daher für mich real nicht umsetzbar. Aber verfolgen werde ich das Rennen sofern es 2021 stattfinden kann schon, weil mit Michael Ohler einer mitläuft denn ich seit meinem 2018 Sparta kenne und dann mit den Teilnahmen an seinen Backyards schätzen gelernt habe.

    Jetzt fiel mir noch ein bergsteigerischer Traum ein, denn ich vor 13 Jahren zu träumen begonnen hatte. Den Mt. Blanc zu besteigen. Wie so oft bei Träumen von mir begann das mit einem Schlüsselerlebnis. Zufällig gab sich während einer Schweiz Rundreise die Chance einen Abstecher nach Chamonix zu machen und auf die Aiguille du Midi zu gondeln. Im Angesicht des weißen Riesen musste ich an die Berggeschichten meines Vaters denken. Anfang 50 war er auf dem Höhepunkt seiner bergsteigerischen Aktivitäten dort oben bei -20° und Sturm. Ich beschloß ihm nachzueifern und bin 2013 kurz vor meinem 50. Geburtstag auf meinem ersten 4000er gestanden. Danach kamen noch ein paar Hochtouren auf 4000 dazu, allerdings liegt die letzte schon knapp 5 Jahre zurück und ich backe kleinere Brötchen. Denn Traum werde ich wohl aufs nächste Leben verschieben müssen Apropos Mt. Blanc. Zurück zum Laufen. Der UTMB ist auch eine Sache für dich ich mal gebrannt habe, bis mir der Hype um die Qualifikation (Punkte sammeln und trotzdem noch viel Glück haben) einfach zu streßig wurde. Eine autark durchgeführte Nonstopüberquerung der Alpen könnte mich heute eher begeistern. Allerdings traue ich mir so ein Projekt allein durchzuziehen nicht zu. Dafür fehlt mir doch die mentale Stärke bei unvorhergesehen Wetterproblemen oder körperlichen Beschwerden die unterwegs eintreten können.

    Achso, den Kilimandscharo wollte ich auch mal besteigen, das hast du ja schon mal gemacht. Allerdings ist der Run der Gipfelaspiranten zwischenzeitlich so groß, dass ich mir das zwischenzeitlich nicht mehr so wichtig und erstrebenswert erscheint.

    Die Passage mit deiner Roxy hat mich echt gerührt und ich hoffe ihr habt noch einen langen gemeinsamen Weg vor euch, zwar nicht mehr so ausdauernd miteinander zu laufen, aber dafür um so mehr mit ruhigen schönen Momenten.
    Und bevor ich es vergesse. Für meine läuferischen Träume und Ziele habe ich schon oft deine Seite "mißbraucht" und es bis heute noch nie bereut
    M 3:10:47, HM 1:28:04, 10 km 00:40:05, 24 h:176,1 km, 12 h:102,729 km, 6 h:66,524 km, 200 km 27:33:00, 100 Meilen 20:30:08, 100 km 09:29:33, 50 km 4:19:10, Mt. Everest TM 8848m 19:08:23, Vertical Marathon 13:57:03, Spartathlon 35:29:34,
    April: 09.04. Frauenkopf Marathon 05:18:47, 11.04. RuR Runde um Rutesheim 04:42:16, 13.04. Frauenkopf Marathon 04:59:42, 17.04. LIWA Marathon 04:46:59, 25.04. RuR Ultra 63,1 km 07:04:10[
    Mai: 01.05.21, Aboreturm Marathon, Schwalbach/Frankf.04:26:18
    , 05.05.Frauenkopf Marathon, 09.05. RuR Ultra, 12.05.Frauenkopf Marathon, 13.05. Grüntal Ultra 50 km [/COLOR] 21.05. e2h10k 100 km Ultrarace Calw? 23.05. Naabtal Ultra 50 km,
    Juni: 03.06. RuR Ultra 63,1 km, 12.06.-13.06. Harte Mann Bundle oder RuR Ultra, 20.06. RuR Mara, 25.06. Morgenspaziergang BU (Warteliste) 27.06. Losheimer Trailfest 75 km
    Juli: 03.07. Thüringen Ultra 100 km, 16.07.-18.07. Bienwald Backyard Ultra 24.07. Heuchelberg Trail, 31.07. Last wo(man) standing Essen,
    August: 08.08. APU Sonthofen, 14.08. 100 Meilen Berlin, 15.08. HUBUT, Hunsbuckeltrail
    Oktober: 01.10. Schinder Backyard Ultra, 09.10. Traildorado, 17.10. Urmensch Ultra 22.10. , 48 h Lauf Brugg 30.10. Zeitenwendelauf Remscheid 105,5 km
    2022
    09.04. PUM, Piesberg Ultramarathon 62,2 km
    29.05. HOWUT, Hochwald Ultra Trail 65 km

  8. #31
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Klar, die Wahrheit liegt auf der Strecke, nur

    Ich weiß es noch ganz genau: irgendwo auf dem Weg von der Clayalle runter zum Grunewaldsee: "Oh mein Gott! Sie nimmt meine Hand!"
    Nicht mal ein Traum.

    Knippi

  9. #32
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Nichts. Aber die Frage drehte sich im Ursprung um sportliche Träume. Und das halte ich für Unsinn. Entweder es ist ein Ziel oder eben nix.
    Für Dich ist das so - für andere halt nicht.

    Genau sowas sieht man doch auch bei den Profis. Manche nehmen einen Sieg ganz emotionslos hin, bei denen halte ich eine Aussage nach dem Motto: "Es war immer ein Traum, den ich mir jetzt erfüllt habe" eher für eine Floskel. (Fußball-Beispiel: Die Drölfzigste Meisterschaft vom FC Bayern, für den interviewten Spieler die 3., für einen jungen Spieler in seiner ersten Saison für Bayern kann das aber ganz anders aussehen).

    Dann gibt es andere, die komplett aufgelöst sind oder in einer anderen Welt, weil sie von ihren Gefühlen übermannt werden. (Fußball-Beispiel: Der einsame Franz nach dem WM-Finale 90- ist eine Vermutung von mir, ob es so war, kann er nur selbst beantworten, konkrete Beispiele von Tränen-Ausbrüchen finde ich nicht fair und führe sie daher nicht an)

    Ein Ziel kann auch zum Traum werden. Nur kann es sowas meiner Meinung nach nicht zu häufig geben. Genau deshalb ist für viele Elitesportler Olympia auch oder die Fußball-WM DER Traum. Nur alle 4 Jahre, nicht jedes Jahr, wie so viele andere Sportereignisse. Oft nur eine einzige Chance in der Karriere, dort etwas zu reißen und wehe das geht schief....

    Sportliche Ziele werde ich hoffentlich noch einige haben und auch (hoffentlich) einige davon erreichen. Aber nur ein Traum schafft es, dass einem der Kloß ganz tief im Hals sitzt - und einer davon war bei mir halt, einfach nur in Kapstadt an der Promenade zu laufen. Pace-Egal. Distanz-Egal. Einfach nur dort laufen. Genauso mein erster Marathon. Ich habe das Ziel erreicht. Es wurde nicht die erhoffte Zeit -egal. Für mich waren das sportliche Träume. Der Rest, was ich bisher erreicht habe, waren Ziele.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
    PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
    Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)


  10. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    ArdnaSino (25.01.2021), d'Oma joggt (24.01.2021)

  11. #33
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Für Dich ist das so - für andere halt nicht.
    Ich habe damit kein Problem.
    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Genau sowas sieht man doch auch bei den Profis. Manche nehmen einen Sieg ganz emotionslos hin, bei denen halte ich eine Aussage nach dem Motto: "Es war immer ein Traum, den ich mir jetzt erfüllt habe" eher für eine Floskel.
    Und ich sehe darin den Unterschied zwischen einem guten und einem erfolgreichen Sportler. Der erfolgreiche Sportler geht mit der Erwartung/Ziel zu gewinnen in den Wettbewerb, der Gute mit dem Traum. Leider wird das dann als eine Art von Arroganz ausgelegt, was es aber gar nicht ist, sondern Selbstbewusstsein.
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  12. #34
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Aber nur ein Traum schafft es, dass einem der Kloß ganz tief im Hals sitzt...
    Genau so

  13. #35
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Und ich sehe darin den Unterschied zwischen einem guten und einem erfolgreichen Sportler. Der erfolgreiche Sportler geht mit der Erwartung/Ziel zu gewinnen in den Wettbewerb, der Gute mit dem Traum. Leider wird das dann als eine Art von Arroganz ausgelegt, was es aber gar nicht ist, sondern Selbstbewusstsein.
    Ich glaube, wir reden etwas aneinander vorbei oder verstehen es komplett unterschiedlich.

    Ob es ein Ziel oder ein Traum ist, entscheidet nur die innere Einstellung.

    Hör die mal als Beispiel die Funksprüche von Formel1-Fahrern an, wenn sie unerwartet ihr erstes Rennen oder eine Weltmeisterschaft gewonnen haben. Die heulen teilweise so, dass man kein Wort mehr versteht. Für die hat sich ein Traum erfüllt.

    Sie sind aber keinen Tick besser oder schlechter als diejenigen, die abgeklärt über die Ziellinie fahren.

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  14. #36
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wir [..] verstehen es komplett unterschiedlich.
    Offenbar.
    Denn
    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Ob es ein Ziel oder ein Traum ist, entscheidet nur die innere Einstellung.
    das sehe ich komplett anders.

    Bei einem Ziel habe ich die Zügel in der Hand, es liegt fast ausschließlich an mir ob es erreicht wird oder nicht. Bei einem Traum nicht, da ist es genau andersrum, der ist für mich nicht bis kaum beeinflussbar.

    Es wäre z.B. traumhaft den Eurojackpot zu knacken, dann würde ich mir nämlich ein Stück land kaufen und mir dort eine Laufbahn hinbauen. Aber da kann ich lediglich ein Los kaufen und hoffen. Und das ist noch sehr realistisch. Aber eben meine oben genannten Träume sind aktuell physikalische Unmöglichkeiten. Und das ist vielleicht sogar gut so, denn dann muss ich darauf auch keine Energie verschwenden.
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  15. #37
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Bei einem Ziel habe ich die Zügel in der Hand, es liegt fast ausschließlich an mir ob es erreicht wird oder nicht. Bei einem Traum nicht, da ist es genau andersrum, der ist für mich nicht bis kaum beeinflussbar.
    Das was Du meinst, ist für mich eine Träumerei. Noch eine Stufe drüber.

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  16. #38
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Das was Du meinst, ist für mich eine Träumerei. Noch eine Stufe drüber.
    Ich wusste nicht, dass man Traum steigern kann. Interessant.
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  17. #39
    Avatar von ArdnaSino
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen

    Und eine davon habe ich im Hinterkopf, verknüpft mit einem Urlaubstraum: Namibia. Dort soll es Ultras geben, die auch durch die Wüste führen. Davon träume ich und werde versuchen diesen Traum wahr zu machen.
    Die Sehnsucht Wüste, warst du schon mal in einer? Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war zwar nicht zum Laufen da, sondern bin mit einer Gruppe Offroadverrückter 2 Wochen lang abseits des "Standardtourismus" durch die Einsamkeit der Wüste gefahren. Diese Ruhe, diese Weite ... es gibt keine Worte, die das umschreiben. Und sobald Corona es wieder zulässt, werden wir wieder fahren #Fernweh

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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  18. #40
    Avatar von ArdnaSino
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    M.E. sind das die Träume von Losern um eine Ausrede zu finden warum sie nicht von der Couch hoch kommen. So auf die Art, ich träume von WR, kann ihn nicht erreichen, also bleibe ich lieber auf der Couch liegen, warum überhaupt quälen? Bringt ja nichts.

    Darum sind solche Träume wie gesagt Unsinn, bzw. einfache Ausreden für die eigenen Nichtleistungen.
    Da hast du aber eine sehr negative Sicht. Ich zum Beispiel habe sportliche Träume, das schrieb ich ja. Doch nur, weil ich die aktuell als nicht realistisch sehe, heißt das nicht, dass ich faul auf dem Sofa liege. Ich gebe mir Ziele, die realistisch von meinem Leistungsniveau aus sind und träume von dem, wo ich nicht weiß, ob ich je dahin kommen werde.

    Und es ist nicht mein realistisches Ziel, dieses Jahr an meinem ersten Volkslauf teilzunehmen, das mich bei Schnee und kälte in den Wald treibt. Es ist der Traum, vielleicht doch irgendwann das zu schaffen, was ich mir selbst aktuell niemals zutrauen würde.

  19. #41
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von ArdnaSino Beitrag anzeigen
    Da hast du aber eine sehr negative Sicht.
    Eine andere.

    Knippi

  20. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von hardlooper:

    JoelH (25.01.2021)

  21. #42
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von ArdnaSino Beitrag anzeigen
    Da hast du aber eine sehr negative Sicht.
    Was ist daran negativ? Im Gegenteil, m.E. ist das sogar sehr positiv. Ich träume nicht, ich tue etwas.

    Träumen kostet nur unnötig Zeit, von der man aber nur eine begrenzte Menge hat in einem Leben.
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  22. #43
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Was ist daran negativ? Im Gegenteil, m.E. ist das sogar sehr positiv. Ich träume nicht, ich tue etwas.

    Träumen kostet nur unnötig Zeit, von der man aber nur eine begrenzte Menge hat in einem Leben.
    Du verstehst den Begriff Träumen halt anders

    Wenn jemand "seinen Traum verwirklicht" (die Redewendung gibt es ja nicht ohne Grund), dann tut er auch etwas. Aber siehe oben, ich beispielsweise habe Ziele und ich habe (noch) Träume. Beidem gebe ich die Chance auf Verwirklichung.

    Gruss Tommi


    Mein Tagebuch: https://forum.runnersworld.de/forum/...er-dicken-Wade

    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  23. #44
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Träumen kostet nur unnötig Zeit, von der man aber nur eine begrenzte Menge hat in einem Leben.
    In Deinem Alter ist sie weniger vorhanden. Jüngere sehen das evtl. anders
    https://images.booklooker.de/x/00Uvd...ch-Komisch.jpg

    Falls der Text schlecht zu lesen ist: Träumerei eines Kälbchens.

    Knippi

  24. #45
    Avatar von ArdnaSino
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Was ist daran negativ?
    Mit negativ meinte ich deine Erwartung oder vllt Vermutung, dass jemand, der träumt, diese nur als Ausrede zu nutzen, um nichts zu tun. Das ist für mich eine negative Konnotation des Begriffes "Traum". Eine positive Konnotation wäre, dass man eine Motivation hinter dem Begriff erwartet. Aber irgendwie ist das doch ein Teil der Faszination Sprache, dass Begriffe immer unterschiedlich interpretiert und gedeutet werden ;)

  25. #46
    The Last Of The Mohicans Avatar von Santander
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    Zitat Zitat von ArdnaSino Beitrag anzeigen
    Da hast du aber eine sehr negative Sicht. Ich zum Beispiel habe sportliche Träume, das schrieb ich ja. Doch nur, weil ich die aktuell als nicht realistisch sehe, heißt das nicht, dass ich faul auf dem Sofa liege. Ich gebe mir Ziele, die realistisch von meinem Leistungsniveau aus sind und träume von dem, wo ich nicht weiß, ob ich je dahin kommen werde.

    Und es ist nicht mein realistisches Ziel, dieses Jahr an meinem ersten Volkslauf teilzunehmen, das mich bei Schnee und kälte in den Wald treibt. Es ist der Traum, vielleicht doch irgendwann das zu schaffen, was ich mir selbst aktuell niemals zutrauen würde.
    Ich träume von Tagen ohne Verpflichtungen, ohne schlechtes Wetter, ohne alles, was Kacke ist. Halt so ein Sonntag morgen im Mai, knappe 20 ° C, alles grün, leichter Windhauch, nur T-Shirt und kurze Hose an, keine Termine, man muss nicht zum Zeitpunkt x wieder zu Hause sein, also egal, wie lange man läuft, noch mal eine extra Runde runter zum Rhein, weiter Blick.....

    Träume ich aktuell immer von, wenn ich abends durch die eiskalte Dunkelheit stolpere.

    You don´t stop running, when you get old.
    You get old, when you stop running.

  26. #47
    Avatar von Mapuche
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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Ich wusste nicht, dass man Traum steigern kann. Interessant.
    Ob das eine Steigerung ist oder einfach eine andere Gruppe von Träumen weiß ich nicht. Ich differenziere aber auch nach Träumen ("Träumerei") die eher Gedankenspiele oder Wünsche sind, die ich aber nicht wirklich beeinflussen kann und Träumen, die ich durchaus beeinflussen kann und irgendwann vielleicht zu Zielen werden. Aktuell sind diese Träume aber vielleicht noch viel zu weit weg, um konkretisierbar oder realisierbar zu sein.
    Ziele sind für mich dann nochmal eine Stufe konkreter. Nicht umsonst gibt es bei Zielen die smart-Formel "spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert".

    Und gerade da ist es schön zu sehen, wenn nach und nach aus Träumen Ziele werden und diese dann auch erreicht werden.

    Aber jeder geht mit den Begriffen anders um und jeder definiert auch die Träume viel schneller als Ziele um bzw. macht dort größere Sprünge.

  27. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Mapuche:

    ruca (25.01.2021)

  28. #48
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Wer ein Haar spalten möchte, sollte eine schlanke Schneide benutzen - auf Wetzstein scharf gewetzt.

    Knippi

  29. #49
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von ArdnaSino Beitrag anzeigen
    Die Sehnsucht Wüste, warst du schon mal in einer? Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich war zwar nicht zum Laufen da, sondern bin mit einer Gruppe Offroadverrückter 2 Wochen lang abseits des "Standardtourismus" durch die Einsamkeit der Wüste gefahren. Diese Ruhe, diese Weite ... es gibt keine Worte, die das umschreiben. Und sobald Corona es wieder zulässt, werden wir wieder fahren #Fernweh
    Hallo ArdnoSino,

    nein, in einer typischen Wüste war ich noch nicht. Als junger Mann im Rahmen einer Reise mal "am Rand", in Tunisien. Da wir dort allerdings touristisch mit dem Bus rumkurvten, kann es nicht die wirkliche Wüste gewesen sein. Was ich dort "suche", darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich machte mir nie vorher Gedanken über Motive, die mich dazu bringen etwas zu wollen. Was mich schon vorab von Bildberichten fasziniert sind die Landschaften, vor allem natürlich diejenigen, in denen Sanddünen vorherrschen. Und was das Läuferische angeht, würde ich gerne mal die speziellen Herausforderungen eines Wüstenlaufes erleben - auch wenn mir bewusst ist, dass gerade die für mich erstmalig nach hunderten Marathons und Ultras ein Scheitern bedeuten könnten. Es geht ja nicht nur um Hitze und Durst ...

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  30. #50
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von schauläufer Beitrag anzeigen
    Jetzt fiel mir noch ein bergsteigerischer Traum ein, denn ich vor 13 Jahren zu träumen begonnen hatte. Den Mt. Blanc zu besteigen.
    Achso, den Kilimandscharo wollte ich auch mal besteigen, das hast du ja schon mal gemacht. Allerdings ist der Run der Gipfelaspiranten zwischenzeitlich so groß, dass ich mir das zwischenzeitlich nicht mehr so wichtig und erstrebenswert erscheint.
    Hallo dir,

    ich bin ganz froh, dass meine bergsteigerischen Träume, die mich vor den läuferischen anfixten, nicht realisierten. Eistouren in den Alpen habe ich auch gemacht, in Kursen und Seilschaften des DAV, bei dem ich nach wie vor Mitglied bin. Sie führten mich allerdings in den Alpen nie auf über 4.000 Meter, weil diese Berge Mt.Blanc u.a. alle in der Schweiz liegen und um die Schweiz habe ich immer einen Bogen gemacht. Von Biel und Zürich abgesehen übrigens auch läuferisch. Warum ... ich weiß es nicht ... vielleicht, weil ein von allen unabhängiges Bergvolk mir verdächtig vorkommt ?

    Meine Bergsteigerträume gingen allerdings viel höher hinaus und nachdem mir in Südamerika Cotopaxi (knapp unter 6.000, Ecuador) und Huayna Potosí (6.100, Bolivien) im Rahmen von Trekkingreisen gelungen waren, richtete ich meine Aufmerksamkeit auf die höchsten der hohen Berge. Mein Traum war nicht der Mt. Everest, weil Missbrauch von Natur - und nichts anderes geschieht dort - mich abstößt. Auch, weil ich es nicht akzeptieren könnte einen Gipfel mit Sauerstoff zu besteigen. Das ist in meinen Augen Selbstbetrug. Und ich glaube nicht, dass ich meine bergsteigerischen Fähigkeiten so weit hätte entwickeln können, um ohne Sauerstoff auf knapp unter 9.000 m zu steigen. Mein Traum war einer der "leichten" und "niedrigen" 8.000er, nach einem oder zwei Zwischenschritten über 7.000 m. Dann kam der Marathon, bald darauf der Ultra. Eine ebensolche Herausforderung - körperlich. Nur viel preiswerter und - entscheidend - mit größerer Wahrscheinlichkeit zu überleben. Läuferisch war mir der Spartathlon so was wie ein 8000er für einen Bergsteiger. Dass ich auf dem Weg nach Sparta sterben würde stand allerdings nicht zu befürchten. Da wäre ich maximal im Straßengraben entkräftet liegen geblieben und nicht zerschmettert in einer Gletscherspalte oder erfroren im Schneesturm ...

    Ich hoffe du erreichst den Mt.Blanc noch

    Gruß Udo

    PS: Der Kilimandscharo war mir den Trubel dann doch noch wert, da hatte ich schon ein paar Marathons hinter mir und war längst M-süchtig. Allerdings hast du recht: Man braucht gute Nerven und sollte Menschen lieben, wenn man da hoch will ... Und wenn man noch Eis auf fast 6.000 m nahe am Äquator auf dem Kili sehen möchte, dann muss man sich beeilen. Der Kili hat den großen Vorteil, das war für meine Frau und mich mitentscheidend, dass man zwei fette Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: Rings um den Berg gibt es traumhafte Naturreservate und eine atemberaubende Tierwelt zu sehen.
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    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
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