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Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Möchtegern-Kilometerfresser Avatar von nachtzeche
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    Standard Frage an die Frauen: Ausdauersport und Zyklus

    Hallo liebe weibliche Forumsteilnehmer,

    ich hätte da mal eine Frage, die mich selber nicht betrifft, aber meine Frau.

    Frau nachtzeche hat nach Abschluss des Wochenbettes und der Familienplanung begonnen Sport zu treiben. Nicht laufen, das ist nicht ihre Welt, sondern Rudern.

    Das klappt eigentlich ganz gut, Frau nachtzeche braucht aber gute Routinen, um an Dingen dran zu bleiben. Das ist in allen Bereichen des Lebens so (und dieses Bewusstsein und die Umsetzung ist auch ihre große Stärke).

    Im Bereich Sport sind diese Routinen noch wichtiger für sie, da der innere Schweinehund sehr mächtig ist und eigentlich nur auf diese Art an die kette gelegt werden kann.

    Aber jetzt macht die Biologie ihr einen Strich durch die Richtung. Alle vier Wochen ist an Sport nicht zu denken. sie litt vor den Schwangerschaften extrem unter den Begleiterscheinungen ihrer Periode (regelmäßig Schmerzen und Unwohlsein bis zum Übergeben...), nach den Schwangerschaften ist es jetzt deutlich milder, aber trotzdem sind es für sie die anstrengendsten Tage des Monats, sie fühlt sich unwohl in ihrem Körper, hat Schmerzen und die Nerven... sind nicht die Besten.

    Jetzt wirft sie dieses wiederkehrende Problem jeden Monat aufs neue beim Rudern zurück. Denn fast eine Woche Pause lässt ihren Schweinehund oft so sehr erstarken, dass die mühsam erworbenen Routinen nicht mehr greifen. Und das ist so ärgerlich.

    Ich kann Frau nachtzeche ganz gut beraten und weiterhelfen was die allgemeine Trainingstheorie betrifft - aber bei diesem Thema habe ich einfach keine Ahnung.

    Darum meine Frage(n) an die Expertinnen hier: wie geht ihr damit um? Was sind eure Herangehensweisen? Habt ihr Tipps? Was tut sportlich an diesen Tagen gut, oder sollte man wirklich pausieren? Wie plant ihr euer Training?

    Wir sind über jeden Tipp, über jeden Erfahrungsbericht, jeden Denkanstoß dankbar

    Vielen Dank, liebe Grüße,
    nachtzeche

    PS: dieser Post ist natürlich mit dem Einverständnis von Frau nachtzeche verfasst...
    "Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

  2. #2
    Avatar von Isse
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    Standard

    Ich würde dies mit der Gynäkologin besprechen. Eventuell könnte man über eine andere Verhütungsmethode (gemeint hier ggf. Pille, Spirale) nachdenken, welche den Körper ggf. auch weniger angreift und das Unwohlsein minimiert.

    Ich selbst habe immer den Sport durchgezogen. Zyklus ist da, man arrangiert sich damit. Ebenso habe ich auch nie nach Zyklus trainiert.

    Wenn es gar zu heftig ist und Frau Nachtzeche 1 oder 2 Tage frei benötigt, wäre es doch ok. Und dann weiter im Programm. Ich selbst habe immer weiter mein Programm durchgezogen.
    Highlights bisher:
    15.+16. Juni 2018 - 24 h Burginsellauf = 121,74 km
    03.10.2021 SIX STAR Finisher






  3. #3
    Winter is coming Avatar von Bald-Elfe
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    Standard

    Ich habe damals immer pausiert, hatte aber kein Problem wieder in meine Trainingsroutinen zurück zu finden. War ja jeden Monat das Gleiche.
    Für mich war diese Zwangspause wahrscheinlich auch gut. Ich hab's früher nämlich gern übertrieben
    Da ist jede Frau anders.

  4. #4

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    Standard

    Ich hoffe als männlicher Forumsteilnehmer hierzu auch etwas sagen zu dürfen

    Eine Trainerkollegin leidet/litt auch sehr stark an den Begleiterscheinungen während der Periode.
    Besonders Probleme hatte sie mit Migräne. Da war sie dann für Tage kaum Einsatzbereit.

    Sie ist dann in so einem Spezialisten gefahren und bei ihr wurde folgendes empfohlen:
    - regelmäßiges Ausdauertraining, ich glaube 2-3 pro Woche / moderat, nicht "all-out"
    - tägliche Routine: Entspannungsübungen
    - Ernährung

    Alles hilft laut ihren Aussagen nur langfristig. Sie meinte, dass es ca. 3-4 Monate gedauert hat, bis Verbesserungen eingesetzt haben. Danach ist es dann besser, aber nicht vollkommen weg.

    Meine Trainerkollegin ist halt morgens früh immer aufgestanden und hat dann so Atem/Entspannungsübungen gemacht.
    Für mich war es etwas komisch anzuhören, wenn im Trainingslager neben mir im Bett dann jemand anfängt zu schnaufen, aber ich wusste ja, was sie da macht


    Das heißt natürlich nicht , dass das deiner Holden auch hilft, kann also nur als eine Erfahrung einer Betroffenen dienen.

    In Sachen Ernährung weiß ich ehrlich gesagt nicht, was sie da genau umgestellt hat. Aber manchmal ist es ja auch gut, wenn man zumindest Anhaltspunkte hat, die man mal durchleuchten kann.

  5. #5
    Avatar von Catwoman
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    Standard

    Hallo,

    Ich habe die Pille ohne Pause immer so 6 Monate durchgenommen und dann mal 1 Woche Pause gemacht. Hatte absolut keine Probleme und der Gynäkologe hier in NL sah da auch kein Problem mit. Jetzt in den Wechseljahren und Probleme mit Hitzewallungen nehme ich ein Oestrogenspray und es geht mir super damit.

    Vielleicht sollte Frau Nachtzeche dies mal mit dem Frauenarzt besprechen.

  6. #6

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    Regenerationswoche auf diese Zeit legen und statt nicht oder voll einfach etwas reduzieren und angepasst trainieren.

    Wenn sie der Chemie nicht abgeneigt ist: gute Tabletten vom Arzt verschreiben lassen.

    Last but not least: Schweinehund und Schlappheit ignorieren. Und hinterher den Kerl -ob gerechtfertigt oder nicht- vollquaken, wie schlecht man sich fühlt und wie tapfer man trotzdem durchgezogen hat
    Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht. (Walter Bagehot)

    "Ist der Marathon für Frauen etwa auch 42,2 km lang?" (Überraschter Kollege im Büro)

  7. #7
    Avatar von Bernd79
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    Ich kann dazu naturgemäß auch nix beisteuern, weiß aber, dass Laura Philipp (deren Videos ich ab und zu gucke) über die letzten Jahre ein paar Videos diesbezüglich hochgeladen hat, die ich allerdings nicht gesehen habe, da sie mich ja nicht betreffen und ich mir doof vorgekommen wäre, hätte ich sie geguckt, da sie ja nicht für mich bestimmt waren...
    Hier...
    ________________________
    10 km - 37:36 (T - April 2019)
    HM - 1:30:41 (Sorger Halbmarathon/Graz - April 2018)
    M - 3:10:26 (Wien Marathon - April 2019)

  8. #8
    Avatar von Melon
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    Standard

    Mein Schweinhund ist auch groß. Ich habe ihn überlistet mit dem schlichten Satz: alle zwei Tage raus.
    Und selbst wenn ich nur eine „katastrophale Leistung“ abgebe. Ich war draußen, die Routine wurde nicht gebrochen. Und wenn das zeitlich partout nicht klappt, dann eben den Folgetag.
    Früher habe ich den Nuvaring schlicht durchgehend genommen - sprich: ich hatte keine Periode mehr und demnach keinerlei Probleme. Momentan stille ich noch (seit 11 Monaten) und meine Tage kamen noch nicht zurück, aber mir ist klar, dass ich keine Hormone mehr nehmen will, da diese dem Körper schaden. Aber vielleicht ist der Nuvaring durchgehend ja eine Lösung für deine Frau. Mir ging es damit immer sehr gut.

  9. #9
    Avatar von Friemel
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    Zitat Zitat von Tigertier Beitrag anzeigen
    Regenerationswoche auf diese Zeit legen und statt nicht oder voll einfach etwas reduzieren und angepasst trainieren.

    Wenn sie der Chemie nicht abgeneigt ist: gute Tabletten vom Arzt verschreiben lassen.

    Last but not least: Schweinehund und Schlappheit ignorieren. Und hinterher den Kerl -ob gerechtfertigt oder nicht- vollquaken, wie schlecht man sich fühlt und wie tapfer man trotzdem durchgezogen hat

    +1 und die Überlegung, ob diese akute Phase des Unwohlseins die gesamte Zeit so ist oder nur in den ersten 2 Tagen. In dem Fall dann an den extremen Tagen pausieren und an den anderen Tagen in abgeschwächter Form trainieren.
    Läuft bei mir...zwar rückwärts und bergab - aber es läuft

  10. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Friemel:

    Tigertier (17.07.2021)

  11. #10

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    Standard

    Eigentlich sind die ersten zwei Wochen des Zyklus hormonell gesehen ideal für Training. Dass es bei deiner Frau nicht so ist, kann mehrere Gründe haben. Generell würde ich empfehlen nicht nur diese eine Woche isoliert zu betrachten, sondern den ganzen Zyklus optimieren.

    Als erstes rate ich deiner Frau zum Frauenarzt zu gehen und sich mal durchleuchten lassen, ob gegebenenfalls noch andere Faktoren eine Rolle spielen, als nur die typischen Hormone - oder ob die Hormone sich ausserhalb der Norm bewegen. Ausserdem ein Blutbild machen lassen, besonders wegen Eisen.

    Das zweite wäre die Hygieneartikel unter die Lupe zu nehmen: Falls sie Tampons benutzt, kann der Wechsel zur Menstruationstasse, Binden oder Periodenunterwäsche viel Erleichterung bringen.

    Das dritte ist der Zyklus!

    Während der Menstruation sind alle Hormone niedrig, insbesondere Progesteron, was uns so eklig fühlen lässt. Hier sind Frauen hormonell den Männer am ähnlichsten. Bis zum Eisprung steigt das Estrogen, das Hormon, welches uns grandios fühlen lässt, Kohlenhydrate wirkungsvoll umsetzt, Training sich einfacher anfühlt.

    Estrogen sinkt um den Eisprung und steigt dann wieder an - allerdings auch das Progesteron. Und dies macht müde, die Körpertemperatur steigt, Hunger ist grösser und Training wird anstrengender. Der Körper verlangt nach mehr Kalorien, die Kohlenhydrateumsetzung ist nicht mehr so gut und die Lust auf fettigeres Essen ist da.

    Anstelle also eine Woche zu pausieren, würde ich an Stelle deiner Frau versuchen bereits das Pensum in der dritten Woche zu reduzieren und dann erstmals zwei Wochen etwas umsichtiger mit sich selbst im Training zu sein, damit sie es im neuen Zyklus wieder voll aufnehmen kann. Sie darf ein bisschen mehr essen (200 bis 300 Kalorien), ein Teil der Kohlenhydrate mit etwas mehr Fetten ersetzen, damit es zu keinen unbeherrschbaren Verlangen kommt, Proteine etwas erhöhen, womöglich auch Kalzium und vor allem: viel trinken, ausreichend schlafen (7 bis 9 Stunden) und falls Schlaf generell auch ein Schwachpunkt ist, an der Schlafhygiene arbeiten.

    Es scheint zwar auf den ersten Blick ungerecht, aber wir haben nunmal diesen Zyklus und ich denke, ihn gesamthaft zu betrachten und dem Körper auch das zu geben, was er verlangt, kann sich auf das Befinden während der Blutung auswirken, vorausgesetzt es liegen keine gesundheitliche Probleme zugrunde.

    Ich persönlich habe nie hormonell verhütet und habe nun einen roten Mondzyklus (Menstruation im Vollmond, wie ein Uhrwerk). Dreimal darfst du raten, wer heute, eine Woche vor Vollmond ein gesteigertes Verlangen nach Schokolade und fettigem Essen hat? Also kriegt mein Körper das, ein bisschen mehr Joghurt, ein Glas Milch - keine Wissenschaft - und ich bin glücklich. Bei mir hat der Wechsel auf die Menstruationstasse vor 10 Jahren bedeutet, dass ich drei Tage kaum ohne Schmerzmittel schaffe zu einem Tag, wo ich vielleicht eine Schmerztablette brauche und danach vergesse, dass ich blute.

    Bewegung hat immer gut getan und da habe ich mich manchmal einfach durchgeboxt. Einen Tag verschoben ist okay, mehr nicht. Dann muss ich es eben anpassen. Wobei ich mit der jetzigen Intensität (3 Mal Woche Lauftraining, 3 Mal Woche Krafttraining, 2 bis 3 Mal Woche Pferd) erst zwei Perioden hatte und mir nichts besonders aufgefallen ist.

  12. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Little_Endure:

    Bald-Elfe (18.07.2021)

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