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Ab welcher Laufdauer sollte man sich unterwegs versorgen

Ab welcher Laufdauer sollte man sich unterwegs versorgen

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Hallo,

ich kann inzwischen auch Läufe von über 15km durchstehen (Schnitt so um die 6min/km), auch wenn mein 18km-Versuch leider auf den letzten km mit Gehpausen endete. Vor Corona habe ich schon 2 oder 18km-Läufe geschafft. Vor allem wurden die Beine schwach. Ab welcher Laufdauer sollte man nicht nur Wasser mitnehmen sondern vielleicht auch diese Getränke mit Natrium und Kohlenhydraten oder einen extra Riegel?

Hier bei Runnersworld habe ich in einem Artikel gelesen, dass im Grunde erst ab 5h Belastung Natrium während des Laufes nötig ist. Es wäre ausreichend das danach zuzuführen.

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Ich mache es so (Ausnahmen gibt es aber bei großer Hitze o.ä.):

Training:
Bis ca. 2h Laufdauer: Gar nix.
Darüber: Wasser.
Gel & Co nur als Verträglichkeitstest für den Wettkampf (gerne bei harten Intervallen. Wenn man die Gels da drinbehält, hat man große Chancen, dass es auch beim Marathon gutgeht). Ansonsten ohne, denn in den langen Läufen will ich die Fettverbrennung trainieren und das klappt nicht, wenn es ein Überangebot an Kohlehydraten gibt.

Wettkampf:
Bis 10k: Nix.
Bis einschließlich HM: Wasser.
Marathon: 5 Gels im Abstand von 7,5km, ansonsten nur Wasser.
Ultra: Es wird alles mitgenommen, was so geht und der Magen aushält. Ab hier wird bei mir auch Salz wichtig, vorher nicht. Mache ich gerne per lauwarmer Brühe.
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PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

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Fabor hat geschrieben:Hallo,

ich kann inzwischen auch Läufe von über 15km durchstehen (Schnitt so um die 6min/km), auch wenn mein 18km-Versuch leider auf den letzten km mit Gehpausen endete. Vor Corona habe ich schon 2 oder 18km-Läufe geschafft. Vor allem wurden die Beine schwach. Ab welcher Laufdauer sollte man nicht nur Wasser mitnehmen sondern vielleicht auch diese Getränke mit Natrium und Kohlenhydraten oder einen extra Riegel?

Hier bei Runnersworld habe ich in einem Artikel gelesen, dass im Grunde erst ab 5h Belastung Natrium während des Laufes nötig ist. Es wäre ausreichend das danach zuzuführen.
Gels und Riegel bestehen leider zu einem großen Teil aus Zucker und anderen industriell bearbeiteten Dingen. Wenn du das Laufen nicht nur als Selbstzweck siehst, sondern eingebunden in einen gesunden Lebensstil, würde ich auf Gels und Riegel verzichten. Viel wichtiger ist sowieso, was du so ißt und trinkst, wenn du nicht gerade läufst. ALso im tagtäglichen Leben.
Das Ganze ist natürlich kein Dogma, wenn mir danach ist, ziehe ich mir bei Kilometer 35 auch mal eine Cola rein.

"Das Internet ist der dümmste Ort der Welt." Jan Gorkow

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ruca hat geschrieben:Danach sagt Dir der Körper recht gut, was Du brauchst. Wenn Dir nach was Salzigem ist, dann brauchst Du es.
Sorry, aber das sind Aussagen nicht helfen wenig, fallen aber viel zu oft in solchen Zusammenhängen. Nach einem Lauf (auch kürzeren, vor allem bei Hitze) ist mir nach einer großen Cola und ein paar Corny-Riegeln. Ich habe nie das Bedürfnis nach etwas Salzigen.

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Warum bist du denn so sehr auf Salz fixiert? Ich kenne keinen einzigen Läufer, der bei normalen Läufen Salz zu sich nimmt. Manche tun in ihr Wasser Salz rein (bzw. nehmen Mineralwasser mit ausreichend Natrium), aber auch erst bei Läufen über 2,5h.
Heutzutage nehmen wir mit dem Essen schon mehr Salz auf als meist empfohlen wird. Wenn du dich also nicht super gesund ernährst oder keine deutlich längeren Läufe läufst, dann wirst du vermutlich auch kein zusätzliches Salz brauchen.

Ich nehme nur Wasser zu mir, bei Hitze jedoch schon bei Läufen über 1h, Kühlung von außen ist mir jedoch wichtiger. Also mehr Wasser auf den Körper als in den Mund.

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Vor dem Training/Laufen genug trinken und danach die Speicher wieder auffüllen. Gels, Riegel und Salz habe ich nie benutzt. Wasser für unterwegs nur bei langen Läufen über 2 Stunden oder bei großer Hitze.

Zum Thema Salz hat unser Gastgeber folgende Tipps:

https://www.runnersworld.de/gesund-esse ... n-laeufer/
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

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Bei längeren Strecken (Marathon) sollte man durchaus Salz in sinnvoller Dosis zuführen. Es gibt bekannter Weise immer wieder M-Läufer, die wegen Salzmangel zusammenklappen.

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Katz hat geschrieben:Bei längeren Strecken (Marathon) sollte man durchaus Salz in sinnvoller Dosis zuführen. Es gibt bekannter Weise immer wieder M-Läufer, die wegen Salzmangel zusammenklappen.
Ich als Hobbyläufer brauchte das nicht und würde es auch nicht pauschal empfehlen. Marathonläufer die wegen Salzmangel zusammengeklappt sind, sind mir persönlich nicht bekannt.
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

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bones hat geschrieben:Ich als Hobbyläufer brauchte das nicht und würde es auch nicht pauschal empfehlen. Marathonläufer die wegen Salzmangel zusammengeklappt sind, sind mir persönlich nicht bekannt.
Es gibt da natürlich Beispiele wie den Ironman-Teilnehmer in Frankfurt vor ein paar Jahren. Da war es aber extrem heiß und wir sprechen da von mehreren Stunden intensiver Belastung bei gleichzeitig überproportionaler Zuführung von ungesalzenem Wasser.

Mein Kommentar bzgl. mehr Training war nicht sarkastisch gemeint. Anpassungseffekte bei Verlängerung der Distanz sind normal und Teil des Trainingseffekts. Wenn Wasser dabei hilft, dann nimmt man es halt mit. Wenn man zu faul ist, das mitzunehmen (wie ich), dann halt nicht. Bei extremer Hitze hat mir ein Zwischenstopp am Brunnen zur Abkühlung Kopf und Arme (siehe Catch) immer geholfen.

Die große Hitzezeit neigt sich nun aber auch dem Ende zu, da kann man entspannt an längere Distanzen gehen ohne Wasser.

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Steffen42 hat geschrieben:Es gibt da natürlich Beispiele wie den Ironman-Teilnehmer in Frankfurt vor ein paar Jahren. Da war es aber extrem heiß und wir sprechen da von mehreren Stunden intensiver Belastung bei gleichzeitig überproportionaler Zuführung von ungesalzenem Wasser.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/fr ... -1.2557677
https://lauffreunde-naheland.de/rennber ... 02088.html


Da kam aber etliches zusammen:

- Ironman (Irgendwas um >11h Dauerbelastung, wenn er erst um 19 Uhr im Ziel war. )
- Extreme Hitze (bis zu 39°, Wasser 26°),
- In so einem Wettkampf ausschließlich mineralarmes Wasser getrunken.

Davon ist ein Läufer, der im Training vielleicht 3h unterwegs ist und das in einem Zeitfenster, bei dem er garantiert den 39° ausweicht viele Faktoren entfernt.
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bones hat geschrieben:Ich als Hobbyläufer brauchte das nicht und würde es auch nicht pauschal empfehlen. Marathonläufer die wegen Salzmangel zusammengeklappt sind, sind mir persönlich nicht bekannt.
:daumen:

Die Gefahr ist eher, dass man zuviel natriumarmes Wasser am Ende der Belastung trinkt.
Von daher immer drauf achten ordentliches Mineralwasser oder Iso-Getränke/Bier oder Fruchtschorle zu konsumieren.
Extra Salz ist für die meisten Anlässe glaub ich nicht von Nöten.
Bild

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klnonni hat geschrieben: Die Gefahr ist eher, dass man zuviel natriumarmes Wasser am Ende der Belastung trinkt.
Welche "Gefahr"?

Mit etwas zuwenig Salz kommt ein fitter Körper problemlos klar und wenn die Belastung vorbei ist, geht es ja eh in die Erholung. Hätte der Ironman-Mann nach 6-8h "Feierabend" gemacht, wäre ihm sehr wahrscheinlich überhaupt nichts passiert.

Ich bin ein starker Schwitzer und kenne die im Artikel erwähnten Salzkrusten, die wieder zugeführt werden sollten, sehr gut. Wenn ich das nicht schnell genug hinbekomme, habe ich etwas Kopfschmerzen und keine so schöne Nacht. Das war es dann aber auch.

Alles halt eine Frage der Dosis.

Und nix, worum sich ein Läufer, der 15-18km unterwegs ist, irgendwelche Gedanken machen muss.
Extra Salz ist für die meisten Anlässe glaub ich nicht von Nöten.
Jupp.
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Naja, es kommt nicht nur darauf an, wie viel man schwitzt sondern auch wie viel man trinkt. Wenn man bei langer(!) Belastung sehr viel(!) Wasser trinkt kann es zur Wasservergiftung kommen, daher eben auch besser gesalzenes Wasser bzw. Mineralwasser.

Nach meiner Erfahrung merkt man es jedoch, wenn der Körper kein bock mehr auf nur Wasser hat. Mir wird dann flau im Magen. Iso/Cola trinken hilft dann :D Erlebt beim 4,5h Marathon bei über 30°C

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bones hat geschrieben:Ich als Hobbyläufer brauchte das nicht und würde es auch nicht pauschal empfehlen. Marathonläufer die wegen Salzmangel zusammengeklappt sind, sind mir persönlich nicht bekannt.
Ich kenne einen, der ein paar Stunden nach dem M per Rettungswagen in die Klinik gebracht werden musste und als Ursache des Zusammenbruchs einen bedenklich niedrigen Natriumwert aufwies.

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Eine ordentliche Schweinshaxe mit Sauerkraut und Knödel, dazu Hefeweizen - mehr brauchts nicht nach nem Marathon :daumen:

Im Training braucht man nix außer Wasser, wenn man Durst hat. Anschließend kann es natürlich auch ein lecker Schnitzel sein :)

Gruss Tommi

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Und mal ganz am Rande: Die Gels enthalten nicht nur Kohlehydrate sondern auch Salz.

85mg / 40-Gramm-Packung sind es z.B. bei Maurten und 50mg bei High5.

Maximum bei Mineralwasser sind übrigens 96mg pro 100ml, was etwa einem Becher Streckenversorgung entspricht.
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Auch Muskelkrämpfe können eine Folge von Natriummangel sein. Bei Trainingsläufen oder im Wettkampf habe ich das allerdings auch noch nie benötigt, danach esse ich aber gerne mal ein Ei mit etwas Salz oder eine Brezel.

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Katz hat geschrieben:Ich kenne einen, der ein paar Stunden nach dem M per Rettungswagen in die Klinik gebracht werden musste und als Ursache des Zusammenbruchs einen bedenklich niedrigen Natriumwert aufwies.
Wäre spannend, was der zu sich genommen hat.

Einen Marathon nur "auf Wasser" empfielt ja niemand, die Zeiten in denen das als Schwäche ausgelegt wurde und verpönt war, ist ja zum Glück lange vorbei.
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Ich denke es ist einfach für jeden ein wenig anders, man merkt das ja selbst wenn man Durst kriegt. Ganz stark hängt es natürlich von der Temperatur ab, aber bei Läufen >2h schaue ich auch im Winter das ich zwischendurch zu einem Brunnen komme; man verliert schließlich auch einiges an Flüssigkeit über die Atmung.

Generell ist es immer eine gute Idee, gut hydriert den Lauf zu starten, das heißt im Normalfall bei mir, 1h vor einem "langen" Lauf (>2,5h) 1 Liter Flüssigkeit (bei mir meistens in Form von Tee) - vor einem Marathon dito. Feste Nahrung, Gels oder so habe ich noch nie gebraucht (bei meinen ersten Marathons habe ich hin und wieder z.B. bei km20 eine halbe Banane gegessen; ich hatte nie den Eindruck dass es was bringt außer klebriger Finger)

Neulich bin ich aus Neugier ob das geht zwei Tage hintereinander jeweils lockere 4,5h gelaufen; als Proviant hatte ich je eine Packung "Manner Neapolitaner" dabei aber auch eher wegen des Genusses als weil ich es für nötig erachtet hätte (sind für einen Wettkampf vermutlich ohnehin nicht das richtige, zu fett) - als Flüssigkeit hatte ich nur das Wasser aus den Brunnen am Weg. Das war allerdings tatsächlich nötig.
"Only that day dawns to which we are awake." - H.D.Thoreau
Meine Wettkämpfe in der km-Spiel Tabelle
Meine Lauf-Fotoalben (mit vielen Tiroler Laufstrecken)

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GeorgSchoenegger hat geschrieben: Generell ist es immer eine gute Idee, gut hydriert den Lauf zu starten, das heißt im Normalfall bei mir, 1h vor einem "langen" Lauf (>2,5h) 1 Liter Flüssigkeit (bei mir meistens in Form von Tee) - vor einem Marathon dito.
Jupp. Blöd dann nur, wenn der Start spontan um 30 Minuten nach hinten verschoben wird und die ganze - sagen wir mal "Flüssigkeitsplanung" nicht mehr passt und auch die Mobilklos zu weit weg oder überlastet sind...

Ist ja vor ein paar Jahren im Ruhrgebiet passiert - und war für alle Beteiligten (Läufer, Anwohner, Veranstalter) nicht schön...
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Aaalso, ich als Krankenschwester:
Auf Grund der Empfehlungen zur Salzarmen Ernährung + der (idiotischen) Empfehlungen tgl. mind. 1,5 - 2l Wasser zu trinken (also zusätzlich zur Flüssigkeit in den verschiedenen Nahrungsmittel/Mahlzeiten), haben wir im KH leider recht häufig Patienten mit Hyponatriämie - alle Altersstufen, fast alle Fitnessstufen.
Zuviel Flüssigkeitsaufnahme in kurzer Zeit rauscht auch nur durch und kann nicht gespeichert werden, um dann langsam abgebaut/ausgeschwitzt zu werden.
Ich will sagen: die Gefahr besteht - aber sie ist nicht so krass wie häufig dargestellt.
Also die Frage bleibt unbeantwortet :frown:
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

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GeorgSchoenegger hat geschrieben:Ich denke es ist einfach für jeden ein wenig anders, man merkt das ja selbst wenn man Durst kriegt. Ganz stark hängt es natürlich von der Temperatur ab, aber bei Läufen >2h schaue ich auch im Winter das ich zwischendurch zu einem Brunnen komme; man verliert schließlich auch einiges an Flüssigkeit über die Atmung.

Generell ist es immer eine gute Idee, gut hydriert den Lauf zu starten, das heißt im Normalfall bei mir, 1h vor einem "langen" Lauf (>2,5h) 1 Liter Flüssigkeit (bei mir meistens in Form von Tee) - vor einem Marathon dito. Feste Nahrung, Gels oder so habe ich noch nie gebraucht (bei meinen ersten Marathons habe ich hin und wieder z.B. bei km20 eine halbe Banane gegessen; ich hatte nie den Eindruck dass es was bringt außer klebriger Finger)

Neulich bin ich aus Neugier ob das geht zwei Tage hintereinander jeweils lockere 4,5h gelaufen; als Proviant hatte ich je eine Packung "Manner Neapolitaner" dabei aber auch eher wegen des Genusses als weil ich es für nötig erachtet hätte (sind für einen Wettkampf vermutlich ohnehin nicht das richtige, zu fett) - als Flüssigkeit hatte ich nur das Wasser aus den Brunnen am Weg. Das war allerdings tatsächlich nötig.
1 Liter... wenn es nicht gerade 30° ist, würde ich alle 10 Minuten anhalten müssen. Es ist nicht gut "gut hydriert zu starten" sondern "es ist gut passend hydriert zu starten". Und was passend ist, soll jeder im Training austesten.

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GeorgSchoenegger hat geschrieben: Neulich bin ich aus Neugier ob das geht zwei Tage hintereinander jeweils lockere 4,5h gelaufen; als Proviant hatte ich je eine Packung "Manner Neapolitaner" dabei aber auch eher wegen des Genusses als weil ich es für nötig erachtet hätte (sind für einen Wettkampf vermutlich ohnehin nicht das richtige, zu fett) - als Flüssigkeit hatte ich nur das Wasser aus den Brunnen am Weg. Das war allerdings tatsächlich nötig.
Offtopic: Das sind und bleiben einfach die besten!!! :zwinker2:
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Rolli hat geschrieben:1 Liter... wenn es nicht gerade 30° ist, würde ich alle 10 Minuten anhalten müssen. Es ist nicht gut "gut hydriert zu starten" sondern "es ist gut passend hydriert zu starten". Und was passend ist, soll jeder im Training austesten.
Ein Liter 1h vorm Start hat sich für mich immer als gut erwiesen - natürlich gehört dazu aber, knapp vorm Start noch einmal die Blase gründlich zu entleeren, dann muss das passen. Das kann sich bei manchen Veranstaltungen sicher als logistische Herausforderung erweisen :D .
Jedenfalls, bei meinen drei schnellsten Marathons hatte ich jeweils keine einzige Pinkelpause.
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Fabor hat geschrieben:Hallo,

ich kann inzwischen auch Läufe von über 15km durchstehen (Schnitt so um die 6min/km), auch wenn mein 18km-Versuch leider auf den letzten km mit Gehpausen endete. Vor Corona habe ich schon 2 oder 18km-Läufe geschafft. Vor allem wurden die Beine schwach. Ab welcher Laufdauer sollte man nicht nur Wasser mitnehmen sondern vielleicht auch diese Getränke mit Natrium und Kohlenhydraten oder einen extra Riegel?

Hier bei Runnersworld habe ich in einem Artikel gelesen, dass im Grunde erst ab 5h Belastung Natrium während des Laufes nötig ist. Es wäre ausreichend das danach zuzuführen.
Ich ache das nach Gefühl. Beim ersten Halbmarathon Isodrink/ Tee an der Verpflegungsstation. Traubenzucker zwischendurch und banane an der Verpflegungsstation.

Mit zunehmender Ausdauer komme ich mit weniger aus. 10-15km ohne Wasser, bis 20km nur Wasser.
Über 20km Wasser und Müsliriegel.

Bei den aktuell höheren Temperaturen kommt mir das (Leitungs)-Wasser zu "dünn" vor.
Jetzt experimentiere ich 4 Wochen vorm Trail noch mit Isopulver.
Q4 2021 86kg -> Ziel: 83
[img]http://www.kmspiel.de/button/lid18398.png[/img][/url]

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Interessantes Thema. Als ich im März angefangen habe zu laufen, bin ich schon nach einem bis zwei Kilometern gefühlt verdurstet. Mittlerweile laufe ich, auch wenn es warm ist, knapp acht Kilometer ohne Wasser. Man kann das Trinkbedürfnis offenbar trainieren. Wo die persönliche Grenze ist, steht auf einem anderen Blatt. Bisher laufe ich auch ausschließlich morgens und nüchtern. Bin gespannt wann ich mal von Läufen berichten kann, wo ich Verpflegung benötige. Stay tuned - dauert noch ein paar Jahre 😉
Viele Grüße, Melon 🍉
Mein Tagebuch
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ruca hat geschrieben:Würde ich lassen. Das Zeug gibt einen sehr schnellen, kurzzeitigen Push und hinterlässt hinterher ein umso größeres Loch.
Yep....wie ein Streichholz in dunkler Nacht. Lieber eine Taschenlampe nutzen. :D
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

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ruca hat geschrieben:Welche "Gefahr"?

Mit etwas zuwenig Salz kommt ein fitter Körper problemlos klar und wenn die Belastung vorbei ist, geht es ja eh in die Erholung
Da sind wir uns doch einig, der Körper kann sehr gut sein Mineralhaushalt kontrollieren.
Man schwitzt ja nicht nur Salz sonder auch Wasser aus.

Bei Trainierten Menschen hat der Körper gelernt weniger Salz und mehr Wasser beim Schwitzen auszuscheiden.
Dadurch nimmt zwar das Wasservolumen im Körper schneller ab, aber das Verhältnis zu den Mineralien in den Körperflüssigkeiten bleibt länger in einem tolerierbaren Bereich.

Wenn man aber nach einem Lauf mit hohem Schweißverlust, zu schnell natriumarme Getränke zu sich nimmt,
kann es passieren, dass zuviel Wasser aufgenommen und dieses zuvor beschriebenes Gleichgewicht zum kippen gebracht wird.

Dies kann man leicht verhindern, wenn man wie dicke_Wade schrieb, nicht nur trinkt sondern auch ne Haxe verspeist :D
In der Regel isst man ja auch etwas nach einem Lauf oder gönnt sich ein Bier.
Bild

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Catch-22 hat geschrieben:Warum bist du denn so sehr auf Salz fixiert? Ich kenne keinen einzigen Läufer, der bei normalen Läufen Salz zu sich nimmt. Manche tun in ihr Wasser Salz rein (bzw. nehmen Mineralwasser mit ausreichend Natrium), aber auch erst bei Läufen über 2,5h.
Beim Comrades-Marathon werden unterwegs mit Salz bestreute Pellkartoffeln gereicht. Allerdings geht dieser Lauf auch über hügelige 87 km. :D

"Das Internet ist der dümmste Ort der Welt." Jan Gorkow

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Kaum fährt man in Urlaub, taucht sowas auf.

Was die Lancierung von irgendwelchen NEM angeht, das ist Quatsch in meinen Augen. Das braucht man nicht. Wenn man sich nicht freiwillig Mangelernährung unterwirft.

Ansonsten ist die Zufuhr von Flüssigkeit bei mir fast ausschließlich vom Wetter abhängig. Im Winter brauch ich auch bei 30km nix unterwegs. Wird es wärmer habe ich Wasser dabei. Aber auch selten mehr als 200ml.

Zuhause gibt's dann einen refill. Das genügt mir im Training.

Im Wettkampf ist das natürlich etwas anders. Da nehme ich alle fünf Kilometer im Wechsel Hydrogel und Wasser. Aber das ist bei Marathon oder langen Trails. Bis HM braucht man m.E. eigentlich nix, da sollte der Körper immer genug gebunkert haben, von sich aus.
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

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ruca hat geschrieben:
Ich bin ein starker Schwitzer und kenne die im Artikel erwähnten Salzkrusten, die wieder zugeführt werden sollten, sehr gut. Wenn ich das nicht schnell genug hinbekomme, habe ich etwas Kopfschmerzen und keine so schöne Nacht. Das war es dann aber auch.

Jupp.
Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen :klatsch:
Ich hab nach längeren Läufen gerne mal Kopfschmerzen und hab es rein auf Belastung und zu schlechtem Auffüllen des Wasserhaushalt und der Nährstoffe geschoben. Salz als Option ist mir durchgeflutscht.

Außerdem stelle ich bei solchen Diskussionen zum wiederholten Male fest, dass ich in der falschen Region lebe- Brunnen! Kenn ich nur aus Märchen :D . Hier gibt es nur Gräben und da trinkt keiner draus, da kann man höchstens eine Schlammpackung nehmen ..
Läuft bei mir...zwar rückwärts und bergab - aber es läuft

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Friemel hat geschrieben: Außerdem stelle ich bei solchen Diskussionen zum wiederholten Male fest, dass ich in der falschen Region lebe- Brunnen! Kenn ich nur aus Märchen :D . Hier gibt es nur Gräben und da trinkt keiner draus, da kann man höchstens eine Schlammpackung nehmen ..
Bei vielen Sportplätzen gibt es aussen einen Wasserhahn. Friedhöfe haben auch eine Wasserstelle. Beides sollte auch bei Dir in der Gegend zu finden sein. :zwinker5:
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

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@bones :peinlich: Du gönnst mir aber auch nix... Nicht mal Neid :zwinker2:

Allerdings muss ich dazu sagen, dass sowohl Sportplatz als auch Friedhof nur 1 km entfernt sind und das lohnt sich nicht. Aber die Autowaschanlage liegt strategisch günstig :D
Läuft bei mir...zwar rückwärts und bergab - aber es läuft

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Friemel hat geschrieben:Allerdings muss ich dazu sagen, dass sowohl Sportplatz als auch Friedhof nur 1 km entfernt sind und das lohnt sich nicht. Aber die Autowaschanlage liegt strategisch günstig :D
Bei uns hat jedes Dorf/jeder Stadtteil einen Sportplatz und einen Friedhof. :zwinker4: Allerdings mußte ich immer zuhause duschen. Eine Autowaschanlage ist nicht in der Nähe. :D
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Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

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Diese fortschrittlichen Errungenschaften haben wir auch in einigen Orten :daumen: :zwinker2: . Gut,Du hast ja Recht. Mit geschickter Planung könnte man zumindest bei Strecken ab 20km auch hier irgendwie an Wasser kommen. Aber Brunnen und kleine Quellen sind eindeutig schöner. So viel Neid muss sein :prof:

Das mit der fehlenden Autowaschanlage tut mir sehr leid für Dich. Wir haben hier aus irgendeinem Grund 3 davon :haeh:
Läuft bei mir...zwar rückwärts und bergab - aber es läuft
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