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    Standard Laufen mit Cam-Impingement. Tipps und Erfahrungen?

    Liebe Läufer-Freunde,

    ich hoffe ihr könnt mir durch eure Erfahrung ein paar Ratschläge oder Tipps zu meinem Problem geben.

    Ich spiele seit meinem vierten Lebensjahr aktiv Fussball und musste erst durchs Studium eine längere Pause einlegen. Meine letzten zwei Versuche wieder in den Vereinsport einzusteigen musste ich allerdings nach ein paar Einheiten aufgrund von starken Leisten- und Adduktorenschmerzen abbrechen. Die Schmerzen verschwanden erst nach ein paar Wochen ohne Anstrengung. Da ich solche Schmerzen nicht kannte bin ich zu einigen Ärzten. Nach einigen falschen Diagnosen (Leistenbruch, weiche Leiste, nur eine Adduktorenzerrung usw.) bin ich schlussendlich auf Empfehlung bei einem Orthopäden gelandet, der mich ins MRT geschickt hat mit dem Verdacht auf ein CAM-Impingement. Tatsächlich ist dies wohl die Ursache meiner Schmerzen. Sowohl der Radiologe als auch ein auf die Hüfte spezialisierter Orthopäde haben ein mildes Cam-Impingement erkannt.
    Es ist allerdings durch die bildgebenden Verfahren nur eine milde Form zu erkennen. Eine leichte Auswulstung des Schenkelhalses am Übergang zum Hüftkopf ist zu sehen. Das Labrum scheint nur „diskret degenerativ“ verändert und nur einen leichten Einriss zu haben. Und von einer initialen koxarthrotischen Veränderung war die Rede. Also sowohl nur ein mildes Fai-Cam-Impingement als auch „nur“ eine milde Labrumläsion.

    Der auf Hüftathroskopie spezialisierte Experte sah laut den Bildern primär keine OP-Indikation und hat mir nur geraten die Muskeln im Bereich der Hüfte zu stärken und mich in einem Jahr erneut zum MRT und Röntgen vorzustellen. Laut ihm könne ich aber jeden Sport machen, solange ich keine Schmerzen habe. Andere Ärzte haben mir vom Fußball wie als auch vom Laufen abgeraten. Fußball werde ich sowieso nicht mehr aktiv spielen. Aber der Verzicht aufs Laufen fällt mir schwer, deshalb hier meine Fragen:

    - Hat jemand hier im Forum ähnliche Erfahrungen mit einem Cam-Impingement und wenn ja wurdet ihr operiert oder kann man wirklich mit Muskelaufbau die Schmerzen langfristig beseitigen? Und somit auch die Hüfte langfristig schützen und um ein künstliches Hüftgelenk herum kommen?
    Den der ursprüngliche Arzt der mich ins MRT geschickt hat meinte wenn ich so weiter mache (was auch immer das heißt) bräuchte ich mit 50 bereits eine neue Hüfte.

    - Wird laufen meiner Hüfte schaden? Auch hier habe ich sehr unterschiedliche Meinungen gehört und gelesen. Ein Arzt meinte ich soll alles machen was die Muskeln aufbaut und aktiv hält, keinesfalls nix machen. Andere sagten kein Fußball und kein Laufen mehr, nur schwimmen und Rad fahren. Beim Laufen wäre jeder Schritt ein Sprung und das eben schlecht für meine Hüfte. Andere Ärzte meinen gerade der „Stoß“ würde den Knorpel „füttern“. Wie sind eure Erfahrungen?

    Ich würde gerne wieder Laufen gehen da ich damit sowohl mein Gewicht immer halten, mein Asthma „verbessern“, meine Verspannungen lösen konnte und eben ein Gefühl des aktiven Lebens hatte. Rad fahren und schwimmen gefallen mir nicht. Ich war auch nie der Marathon Läufer sondern immer drei mal die Woche der ambitionierte Läufer für die 10K Strecke. Hab schon dran gedacht mir besonders gedämpfte Laufschuhe zu kaufen und nur auf einem (gedämpften) Laufband zu laufen.

    Schmerzen habe ich im Alltag eigentlich nur bei längerem sitzen im 90Grad-Winkel im Leistenknick. Ansonsten nur leichte Schmerzen im Bereich der Adduktoren. Aber ich bewege mich aktuell auch kaum weil ich ein wenig Angst habe mehr „kaputt“ zu machen.


    Bin dankbar für alle Tipps und Erfahrungen.

    Danke im Voraus.

  2. #2

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    Standard

    Hallo!

    Ich habe vor 1,5 Jahren eine ähnliche Diagnose bekommen: geringgradig ausgeprägtes CAM-Impingement, Borderline Hüftdysplasie und stellenweise Knorpelschaden an der Hüfte Grad 3-4. Ich bin durch eine chronische Schleimbeutelentzündung draufgekommen, die nicht und nicht verschwinden wollte bis endlich ein MRT gemacht wurde.

    Ich war bei 4 Orthopäden und mehreren Physiotherapeuten. Kein Orthopäde wollte das operieren, der letzte meinte auch dass Muskelaufbau und Trainingsumstellung der einzig richtige Weg sind. Irgendwann werde ich wohl nicht um ein künstliches Hüftgelenk herumkommen.

    Im Moment laufe ich schmerzfrei, habe meinen Laufumfang aber stark reduziert von früher ca. 55 km/Woche auf jetzt 30 km. Dafür fahre ich jetzt auch am Ergometer und mache 2x/Woche Kraftübungen.

    Gar nicht mehr zu laufen war für mich unvorstellbar (obwohl Orthopäde Nr. 3 auch lieber gesehen hätte dass ich es lasse und nur noch radfahre).

    Mein Physiotherapeut meinte Bewegung ist ganz wichtig und laufen schadet nicht, solange man es im "Hobbybereich" betreibt ist es sogar gut (auch bei schon bestehender Arthrose).

    Darf ich fragen wie alt du bist?

    Alles Gute!

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