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  1. #1

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    Standard Erfahrungen mit Beta Blocker beim Laufen?

    Hallo zusammen!

    Bei mir wurde letzten Sommer eine leichte Myokarditis festgestellt, wobei der Herzmuskel zum Glück keinen Schaden genommen hat (wie die Kontrolluntersuchung zeigte.

    Allerdings habe ich seit einigen Monaten immer wieder mit anfallsartigen Sinus-Tachykardien zu kämpfen, welche nun auch im LZ-EKG dokumentiert wurden. Rauskam, dass mein Herz teilweise zu langsam, aber teilweise auch zu schnell schlägt. Das geht von jetzt auf gleich los. Egal wo: Am Schreibtisch, im Meeting,... so 3x die Woche im Schnitt würde ich sagen. Das geht immer so 20-30 Min, der Puls geht dann runter, aber bleibt noch bestimmt eine Stunde etwas über Normal-Ruhepuls (Bei mir so um die 60-65). Manchmal entgleist er kurz darauf nochmal für wenige Sekunden nach oben.

    Habe lange keinem Arzt davon erzählt, da ich Angst vor der "Psycho-Schiene" hatte. Im Netz ließt man immer wieder von Panikattacken. Während diesen Anfällen verspüre ich aber weder eine starke Angst, noch verliere ich die Kontrolle über mich. Es ist halt sehr unangenehm und es wird meistens erst an der frischen Luft besser. Dazu kommt ein schummrig-schwindliges Gefühl und das Gefühl, dass man ohnmächtig wird. Entweder setze ich mich dann oder vertrete mir an der frischen Luft die Beine. "Wegatmen" bringt auch nichts.

    Meine Kardiologin hat mich auf eine kleine Anomalie im EKG hingewiesen, worauf ich ihr dann von diesen Anfällen erzählte. Diese Anomalie könnte das Auslösen, so richtig erklären, können Sie und der Elektrophysiologe es sich aber nicht, warum das bei mir auftritt.

    Mir wurden nun Beta Blocker verordnet.
    Da ich noch recht jung und Läufer bin, würde mich interessieren, wie die Dinger in der "Sportpraxis" - v.a. beim Laufen - so wirken.

    Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen damit?

    Danke!

  2. #2
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Standard

    Betablocker bremsen beim Sport ziemlich aus. Wenn man sie gegen "bloßen" Bluthochdruck verordnet kriegt, gibt es andere Mittel (mit anderen Wirkungsprinzipien), die auch den Blutdruck senken, aber ohne dich auszubremsen.

    Aber in deinem Fall? Kardiologin nerven!

  3. #3

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    Standard

    Inwiefern Kardiologin nerven?

    Mir wurden die Dinger wegen anfallsartigen Tachykardie verordnet bekommen, nicht wegen Bluthochdruck.

  4. #4
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Standard

    Deswegen sage ich ja: bei Bluthochdruck weiß ich, dass es Alternativen gibt, die den Sport nicht so beeinträchtigen.

    In deinem Fall, dessen Andersartigkeit ich ja durchaus erkannt habe, daher der Rat, nochmal mit dem Arzt/Ärztin sprechen, der dir das Zeugs verordnet hat. Wenn du bei dem Gespräch nichts vom Ausdauersport erwähnt hast, ist klar, dass darauf keine Rücksicht genommen wurde. Vielleicht gibt's für deinen Fall aber auch gar keine Alternative. Deshalb: mit dem behandelnden Arzt sprechen.

    Gut, ich sehe ein, ich habe mal wieder viel zu weit gedacht. Du wolltest ja nicht wissen, ob du was ändern kannst, sondern hattest nur gefragt, wie die Dinger beim Laufen wirken. Bei mir - damals wegen Bluthochdrucks verschrieben bekommen - wirkten sie verheerend. Ich bekam meinen Kreislauf kaum noch über den Sofapuls hinaus, das Laufen machte mir gar keinen Spaß mehr.

  5. #5

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    Wenn ich was ändern kann - gerne!

    Für Ratschläge bin ich sehr dankbar.

    Wie gesagt: Mir geht es um die Vermeidung dieser "Anfälle".

  6. #6
    Avatar von mtbfelix
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    Hallo. Ich habe mal drei Monate lang Betablocker nehmen müssen und bin in der Zeit auch weitergelaufen.
    Außer, dass der Puls ca. 20 Schläger niedriger war als gewohnt und mir Garmin aufgrund dessen einen super Fitnesszustand attestierte, habe ich nicht viel gemerkt.
    Im Gegensatz zur Kartoffel musste ich sogar in die Laufschuhe, weil bei bloßem Sofaliegen der Puls unter 40 rutschte und mir das nicht geheuer war. Das Laufen hat dann gegen die Müdigkeit geholfen.
    Richtiges "Training", also mit Intervall und Tempo und so, habe ich aber nicht gemacht. Die Blocker hatten ja auch ihren Grund.

  7. #7
    Avatar von zimbo68
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    Zitat Zitat von mtbfelix Beitrag anzeigen
    ... weil bei bloßem Sofaliegen der Puls unter 40 rutschte und mir das nicht geheuer war...
    Das geht mir ebenfalls so....allerdings ohne BetaBlocker

  8. #8
    Avatar von U_d_o
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    Hallo Running_123,

    ich nehme einen Betablocker seit meinem Infarkt im Sommer 2021. Ich bin in keiner Hinsicht herzkrank und hatte von jeher einen idealen Blutdruck. Bei mir soll der Betablocker einem neuerlichen Infarkt vorbeugen. Ein alternatives Präparat kommt bei mir nicht infrage. Gäbe es das, hätte es mir mein Sportarzt (zugleich Hausarzt mit enormer kardiologischer Erfahrung) längst verordnet, da er wirklich alles tut, um meine Trainingsfähigkeit zu erhalten, bzw. wiederherzustellen.

    Anfangs nahm ich eine Tablette morgens und abends, dann eine Zeit lang eine halbe morgens und abends. Seit etwa Mitte November nun eine Tablette abends, die ich ggf. ein paar Stunden vorziehe, wenn vormittags ein Wettkampf ansteht. Aus letzterer Bemerkung magst du schließen, dass ich mich wieder aufrappeln und für Marathon und kurze Ultras fit machen konnte. Meine Trainingsfähigkeit war anfangs stark eingeschränkt, nach den diversen Umstellungen sieht es nun besser aus. Trotzdem bremst mich das Medikament, da es Herzfrequenz und Blutdruck senkt bzw. blockt. Langfristig gehe ich davon aus, von diesem "Bremser" erlöst zu werden.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

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