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  1. #1
    Wettkampf-Optimist Avatar von Bruce
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    Standard [H. Steffny] Warum lahmt der "weiße Mann"?

    Hallo @all!

    Hier ein aktueller Artikel (14.06.2006) von H. Steffny zu dem nicht ganz neuen ;-) Thema:

    Das afrikanische Laufwunder oder warum läuft uns Afrika davon? Warum lahmt der weiße Mann hinterher?


    Darin vergleicht Steffny die deutschen und internationalen Marathonleistungen 1985 und 2005 und bennent Gründe, die den drastischen Niveauverlust in der deutschen Spitze erklären können.

    Nichts Neues natürlich, aber m. E. immer wieder spannend.


    Bruce

  2. #2
    Avatar von runnersgirl
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    Blinzeln gut nachvollziehbar

    wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern, deshalb wünsch ich meinen Kindern aber natürlich kein "kenianisches" Lebensniveau...
    Sensibilisieren sollte man sie aber nichtsdestotrotz.
    Und vielleicht findet sich ja auch wieder mal ein "Verrückter" junger Mensch, der es aus lauter innerer Motivation und Ehrgeiz schafft, zu Hoffen wäre es.

  3. #3
    kann Spuren von Nüssen und Weizenbier enthalten Avatar von geniesser
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    Standard

    Den Text hat Steffny schon seit Jahren auf der Festplatte, und hier wird sich keiner animiert fühlen, der Grund fürs update zu werden.
    Liebe Grüsse von Gregor (Bremen)
    ________________________________________ _________________________

  4. #4
    Wettkampf-Optimist Avatar von Bruce
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    Zitat Zitat von gnies
    Den Text hat Steffny schon seit Jahren auf der Festplatte, (...)
    So ähnlich ja. Aber das hier ist eine neuere Version. Deshalb habe ich auch gleich das Datum dazu geschrieben.
    Zitat Zitat von gnies
    (...) und hier wird sich keiner animiert fühlen, der Grund fürs update zu werden.
    Anders herum: Sind wir nicht alle der Grund für das update?

  5. #5

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    Lustiger Text. Selbst wenn der Herr Steffny mit allem Recht haben sollte - warum sollte es uns kümmern, dass unter den Top-Läufern weniger "Weisse" sind? Ich lese da immer "erschreckend" und andere wertende Worte, dabei ist das für mich ein belangloses Thema - mich stört das nicht im Geringsten, wenn die Afrikaner den ganzen Sport dominieren. Welchen Wert hat die Spitzenposition im Sport? Wie schadet es mir/uns, dass "keiner von uns" ganz vorn ist? Warum sollte eine Gesellschaft danach streben? Auf meiner Prioritätenliste steht so etwas ziemlich weit unten. Ich habe nichts dagegen, wenn Steffny das anders sieht, aber wenn er mich überzeugen will, dann sollte er Argumente bringen, anstatt bloss zu behaupten, das sei schlimm.

    Björn

  6. #6
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    Zitat Zitat von Bruce
    Anders herum: Sind wir nicht alle der Grund für das update?
    Sicher nicht! Das muß wirklich jeder selber entscheiden, welches Leistungsniveau er anstrebt und vieviel Zeit und mehr er dafür bereit ist zu opfern. Das ist ganz ähnlich wie im 5h-Thread.

    Da kann Steffny den Sums noch so oft wiederholen. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass man in anderen Sportarten deutlich mehr verdienen kann. Könnte man genauso Fragen: Warum sind die Kenianer in der Formel 1
    nicht vertreten? Oder beim Tennis.

  7. #7
    längst aufgegeben Avatar von Der Hiddestorfer
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    Zitat Zitat von Bruce
    .

    Anders herum: Sind wir nicht alle der Grund für das update?
    Naja, klar doch, wir sind das Publikum, das dem großen Meister lauschen soll
    "Wer eher klein ist, braucht sich nicht so weit zum Schnürsenkel bücken"
    aus Sander L. "Große Worte" 1896, Kapitel 3, Seite 531

  8. #8
    Avatar von Laufsturm
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    genau,
    hier müsste man sich erstmal in den Ruin treiben lassen um am Ende festzustellen, dass man zwar ganz toll trainieren kann ohne arbeiten gehen zu müssen, aber das Klima hier nicht wirklich geeignet ist unter der Brücke zu schlafen, insbesondere mit leerem Bauch und am Ende dann doch von einem besseren Kenianer abgeledert zu werden.

    Steffny hat mit seiner Begründung sicher recht, aber das wissen wir schon lange. Bei seiner Lösung jedoch hakt es. Hier ist es ebenso als erstes entscheidend, dass der Broterwerb gesichert ist (nicht anders als in Kenia). Eltern verlangen immer "mach erst mal die Schule zu Ende, und dann eine Ausbildung". Es ist doch auch hier schon so, dass nur noch Studenten Zeit und Muße zum trainieren haben. Wer sich selbst um seinen Brotwerwerb kümmern muss, der kann das hier eben nicht mit Sport. Anders beim Fussball, dort funktioniert das, was mit dem hohen Stellenwert hier zu tun hat. Hier würden Eltern durchaus sagen: "werde Fussballer"

    Also kann es nicht von den Läufern erwartet werden sich als erstes zu kümmern ("ok, dann schlaf ich in Zukunft eben unter der Brücke, werde aber-vielleicht- ein toller Läufer), sondern die Verbände sind gefordert Rahmenbedingungen zu schaffen um langfristig viele zu motiveren, damit nicht erst auf Weltklasseniveau ein Broterwerb mit Laufen möglich ist.

    Und woraus rekrutieren sich Verbände: Nicht aus ehemaligen Läufern wie Steffny, die auch nur noch Kohle im Kopf haben, die dann aber von den Kindern jetzt erwarten: hilf Dir selbst....? Oder doch aus Eltern, die sich sorgen um den Broterwerb ihrer Kinder...?
    Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Ziels. (Benjamin Disraeli, brit. Politiker)


    Lieber für wenig Geld ein Bier an der Bar,
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  9. #9
    ...YEAH 3:16:12 Std. !!! Avatar von RolandGLA
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    Das Problem ist nicht unbedingt eins der WEIßEN, sondern eher der Deutschen. Denn Spanien und Italien haben gute Marathon-Läufer, die vorne dabei sind !!
    Wenn Du tot bist, dann weißt Du nicht das Du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genau so ist es, wenn Du blöd bist

    24.04.2016: Hermannslauf
    21.05.2016: Rennsteiglauf - Marathon
    05.06.2016: Rhein-Ruhr Marathon "HM"
    16.10.2016: Rhein-City-Lauf Düsseldorf - Duisburg HM
    30.10.2016: Frankfurt-Marathon


    Unsere Homepage:
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  10. #10
    Lizzy
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    Zitat Zitat von Laufsturm
    Bei seiner Lösung jedoch hakt es. Hier ist es ebenso als erstes entscheidend, dass der Broterwerb gesichert ist (nicht anders als in Kenia).
    Wieso Lösung? Man könnte das Thema gleich von der anderen Seite her betrachten. Dann haben wir die Lösung schon erreicht.

    Sprich: Warum geben sich die Bewohner der armen Länder so viel Mühe, Rekorde zu erlaufen? Antwort: um (völlig verständlich) wirtschaftlichen Wohlstand zu erlangen bzw. ein bisschen daran teilhaben zu können.

    Den Wohlstand haben wir hierzulande ja schon - Ziel erreicht

    querdenkend
    Lizzy

  11. #11
    ...YEAH 3:16:12 Std. !!! Avatar von RolandGLA
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    Sprich: Warum geben sich die Bewohner der armen Länder so viel Mühe, Rekorde zu erlaufen? Antwort: um (völlig verständlich) wirtschaftlichen Wohlstand zu erlangen bzw. ein bisschen daran teilhaben zu können.

    Den Wohlstand haben wir hierzulande ja schon - Ziel erreicht
    Ganz meiner Meinung !!!!
    Mit einem Marathon-Sieg hat ein Afrikaner in seinem Land für die nächsten Monate sehr gut ausgesorgt. Verständlich das dort jeder dieses Ziel ebenfalls erreichen möchte.
    Wenn Du tot bist, dann weißt Du nicht das Du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genau so ist es, wenn Du blöd bist

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  12. #12

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    Zitat Zitat von Lizzy
    Wieso Lösung? Man könnte das Thema gleich von der anderen Seite her betrachten. Dann haben wir die Lösung schon erreicht.

    Sprich: Warum geben sich die Bewohner der armen Länder so viel Mühe, Rekorde zu erlaufen? Antwort: um (völlig verständlich) wirtschaftlichen Wohlstand zu erlangen bzw. ein bisschen daran teilhaben zu können.

    Den Wohlstand haben wir hierzulande ja schon - Ziel erreicht

    querdenkend
    Lizzy
    Obwohl, wenn mal ein deutscher Läufer in New York gewinnen sollte, was aus meiner Sicht nicht unmöglich ist, hätte er sicherlich für den Rest seines Lebens
    eine gute Reputation und sicherlich auch keine finanziellen Sorgen mehr.
    Grundsätzlich denke ich auch, dass die Tria-Szene gute Talente abgegrasst hat. Da finden wir keine Weltklasseschwarzen, zumindest nicht in dem Umfang wie bei den Mittel- und Langstrecken.

    Alfa

  13. #13
    Avatar von Laufsturm
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    @lizzy
    genau dass meinte ich....
    also wenn sportliche Leistung gewollt ist, dann nur noch als Event....und dafür muss es dann eben Geld geben von den Zuschauern an der Strecke ;-)))


    Bei den Trias gibt es eine Menge Sponsoren, die nur darauf warten ihr Geld wegzugeben....aber dort gibt es ja auch eine viel stärkere Materialschlacht
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  14. #14
    OnkelUlrich
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    Geld verdienen mit Triathlon? Das ist nicht Dein Ernst? Davon zu leben gelingt den Allerwenigsten. Dass die Deutschen trotzdem zumindest auf der Langstrecke Weltspitze sind, liegt also nicht an den Verdienstmöglichkeiten.
    Ich denke, in Kenia und Äthopien sind die Möglichkeiten, Sport zu treiben sehr begrenzt. Und Laufen ist nun mal die einfachste davon, auf die sich das Sportlervolk stürzt.
    Wenn die Infrastruktur in den Ländern irgendwann mal so ist wie bei uns (ja, ja, ich weiß), dann werden auch dort mehr Leute Fußball, Handball, Volleyball, Tennis spielen oder Schwimmen, Rad oder Rennauto fahren , um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und der Laufboom der schwarzen Läufer wird vielleicht ein wenig abebben.

  15. #15
    Avatar von Laufsturm
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    mmmhhh, mist mein Ava hatte ich mal geändert, da stand mal "doppeldeutig"
    den Trias geht es doch nicht anders als den Läufern....kaum Geld da...welcher Vater würde schon sagen "werde Triathlet"

    Andererseits haben 82 Athleten den Elitepass geordert, ich glaube nicht, dass so viele mit zur Leichtathletik-EM fahren und davon Leben können...
    Nun können das die 82 Trias sicher auch nicht....aber es wird viel Material gestellt.

    Die Materialschlacht stimmt, jaja
    Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Ziels. (Benjamin Disraeli, brit. Politiker)


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  16. #16
    Haispeeder Avatar von einfach-Marcus
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    Zitat Zitat von Bruce
    Warum lahmt der weiße Mann hinterher?
    Weil er's kann...
    Wie viele Dinge gibt es doch, die ich nicht brauche!
    Diogenes von Sinope

    Dem Speed Badminton verfallen...da muss man auch viel laufen!

  17. #17
    Laufschlaffi
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    Zitat Zitat von Lizzy
    Sprich: Warum geben sich die Bewohner der armen Länder so viel Mühe, Rekorde zu erlaufen? Antwort: um (völlig verständlich) wirtschaftlichen Wohlstand zu erlangen bzw. ein bisschen daran teilhaben zu können.
    Hi,

    genau so sehe ich das auch.

    Schön auch, dass es heutzutage einfachen Bauernsöhnen/töchtern noch möglich ist, der Armut durch sportlichen Erfolg einfach davonlaufen zu können. Ist beim Golf schon schwieriger..

    So gesehen sollte es viel mehr Schwarze unter den Läufern geben!

    Was mich an Steffny stört:
    "Super-Power-Sauerstoffläufe" und ähnliche Worthülsen. Igitt!

    Gruß, Dirk

  18. #18
    Avatar von Tell
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    Zitat Zitat von RolandGLA
    Denn Spanien und Italien haben gute Marathon-Läufer, die vorne dabei sind !!
    Wir haben auch einen

  19. #19
    Avatar von U_d_o
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    Standard

    Steffny fasst die Gründe für den Leistungsstand eigener Läufer im Vergleich zur Weltspitze gut zusammen. Insofern eine nützliche Lektüre. Einzig störend der bisweilen elitär überhebliche "Umgangston". Auch "Mittelmaß" verdient Applaus und Anerkennung. Das schöne Gefühl mit 2:30 im Marathon anerkannt zu sein, wird sicher niemand daran hindern - der das kann und wirklich will - auf bessere Zeiten zu trainiern ...
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  20. #20
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    Der Sachverhalt, der da geschildert wird, ist sicherlich richtig. Wenn Herr Steffny diesen allerdings bemängelt mit Hinweis auf die Leistungen seiner Generation ist das halt ein Eigentor. Schließlich ist es diese, die mit der Erfindung und Vermarktung von Trendsportarten und Konsumgütern das große Geld verdient hat, den bemängelten Wohlstand lebt und vergessen hat die fehlende Werte zu vermitteln.
    Der Leistungsabfall betrifft aber nicht nur die Läufergilde, sondern ist weit verbreitet. Dafür treiben aber wesentlich mehr Leute heute Sport. Breitensport und Volkssport sind sicherlich Begriffe, die es in Kenia nicht gibt. Was nutzen da also ein paar international Stars?
    Bedenklicher ist aber, und dies hört man aus einigen Beiträgen heraus, dass sich unsere Gesellschaft mittlerweile auf ihren Lorbeeren ausruht. Und dies nicht nur im Sport sondern auch in der Wirtschaft. So gesehen der Anfang vom Ende. Vielleicht ein Grund, doch etwas schneller zu laufen.

    Peter
    PB 2006: M 3:30:33, HM 1:43:03, 10 KM 44:03


    09.05.2010 Maratona del Custoza 04:01:38
    06.06.2010 Schlössermarahton Potsdam 04:10:28
    26.09.2010 Berlin Marathon

    Kein existentieller Trübsinn, der nicht von einer veritablen Katastrophe im Handumdrehen geheilt würde. Michael Klonovsky

  21. #21
    Avatar von Laufsturm
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    Richtig Udo

    Wenn ich mir vorstelle von meiner (damaligen) 2:30 weiterzukommen, hätte ich sicher meinen Beruf (und meine Familie) aufgeben müssen. Wenn ich dann nach einem Jahr endlich -vielleicht- bei 2:23 angekommen bin und ein Fernziel von 2:15 hätte, na, was hätte es geholfen? Immer noch Nix, ich könnte meinem Sohn kein Eis mehr kaufen und wäre international immer noch eine Null. Also was, außer einer inneren Befriedigung, sollte den 2:30-läufer dazu bewegen ALLES hinter den Sport zu stellen, wie Steffny es sich vorstellt.

    Ich beobachte seit längerem Arne Gabius, der aus den hiesigen Betriebssportreihen kommt. Ich denke, er ist einer, der den Sprung schaffen könnte. Ich bewundere, dass er bis jetzt durchgehalten hat. Sein Vater unterstützt es aber auch sehr und er hat durch Tübingen die Möglichkeit zu studieren und beruflich weiterzukommen.

    Ein Nicht-Student könnte das nicht...Es gibt höchtens Einzelne hierzulande, die morgens, bevor sie auf den Bau gehen noch die Laufschuh schnüren, oder schlauerweise dies abends nach dem Fliesenlegen tun. Die Familie muss dann warten.

    Die Kenianer haben es aber auch nicht leicht. Wieviele trainieren auch dort hart und fallen trotzdem hinten runter? Massig Talente, hartes Training, aber nur wenige werden international Spitze kommen zu Ruhm und Ehre und können damit soviel Geld verdienen, dass sie dauerhaft eine Familie ernähren könnten. Und was mit 45 Jahren mit dem durchschnittlichen Laufkenianer passiert ist auch fraglich, sind sie noch gut situiert oder kennt man sie nicht mehr? Sind sie gesund oder haben sie ihren Körper nur für die Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben geopfert mit ZU hartem Training und ZU langer Wettkampfperiode.

    Zu einem Topläufer gehört halt sehr viel Entbehrung und Individualismus.
    Das Geheimnis des Erfolges ist die Beständigkeit des Ziels. (Benjamin Disraeli, brit. Politiker)


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