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  1. #1
    Wenigstens der Roller ist leicht und schnell.... Avatar von Teffmann
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    Standard Erdbeben in Chile

    Hallo Jo,

    nach Deinen Reiseplänen und einem Nebensatz in einem Posting bist Du gerade in Chile.

    Bist Du oder Deine Familie vom Erdbeben betroffen - oder alles i.O.?

    Laß mal was von Dir hören.

    Wenn Du Hilfe brauchst könnten wir ja ggf. von hier was organisieren.

    Alles Gute.
    Gruß

    Teffmann

  2. #2
    Avatar von jodi2
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    Standard

    Danke fuers an mich/uns denken, Jens hat auch schon gefragt.
    Die Nacht war etwas nervoes und mit wenig Schlaf, wir haben um halb vier zu viert im Tuerrahmen gestanden uns an der Hand gehalten und zugesehen und gehoert wie im Haus Glaeser und Vasen zerdeppert sind und ich dachte, gibt sicher auch Risse in den Waenden, alles in allem dauerte es vielleicht 2min (was scheinbar sehr lang fuer ein Erdbeben ist)... Viel mehr hab ich nicht befuerchtet und im Endeffekt war es hier im Viertel sogar noch harmloser, absolut nix an Leib (bei niemand der Familie hier) oder Haus, nur eben ein paar Scherben und offen Schraenke, Strom war nach einer Stunde wieder da, dafuer ist seit dem Mittag das Wasser, da wohl einige Teilstuecke repariert werden muessen.

    Aber so sieht es bei weitem nicht ueberall aus, wirkliche Schaeden gibt es nicht nur 300-400km suedlich nahe des Epizentrums, sondern schon nur wenig km entfernt bei den Schwiegereltern und anderen Verwandten Risse in den Waenden und im Boden, auch jetzt nach 16h noch kein Strom, kein Gas, kein Wasser, manche alte oder scheinbar weniger gut gebaute Gebaeude in Santiago auch schwerer betroffen oder ganz zerstoert, dazu eben das Chaos in der Infrastruktur durch einige eingestuerzte Bruecken und blockierte Strassen.
    Alles in allem in der Summe nicht viel, aber es laehmt das Land wohl schon enige Tage, an wirklich zerstoerten Stellen auch Monate.
    Hier im Viertel also wie gesagt bisher harmlos, aber schon ein bloedes Gefuehl, im Laufe des Tages uber Radio, TV und Telefon mitzubekommen, dass es das schwerste Beben hier seit 25 Jahren war (und hier gibts im Gegensatz zu D staendig kleinere fuehlbare Beben) und nur ein paar hundert Meter weiter Leute schon groessere Schaeden haben...
    Und es fehlte wohl auch nicht viel, um auch bisher starke und stabile Gebauede zu beschaedigen, es ist wohl nicht nur die Staerke sondern auch die Dauer entscheidend, noch 1-2min laenger und das Haus hier haette es vielleicht auch nicht mehr ganz schadlos ueberstanden.

    Am ekligsten sind die Nachbeben, im Schnitte alle 1-2h ein fuehlbares, real vielleicht sogar noch mehr, in den paar Minuten in denen ich die paar Zeilen hier im obersten Stock schreibe, hats schon zweimal unschoen gewackelt. Und dazu hat man noch "Phantomschmerzen", man schwankt nur mal kurz oder die Muskeln zucken und schon haelt mans fuer noch ein Nachbeben...

    Aber alles in allem sind die Leute hier trotz Nachbeben (die sind wohl noch ein paar Tage lang normal) zuversichtlich, dass damit jetzt wieder fuer eine lange Zeit Ruhe ist, dass sich die Platten jetzt wieder fuer ein paar Jahre entspannt haben, so war es zumindest bisher meist.

    Gruss
    Jo

  3. #3
    Avatar von jodi2
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    Hmm, ist wohl doch ernster fuers Land als wir alle hier in der Familie zuerst dachten, nicht nur im Epizentrum, auch in der Hauptstadt (die das Herz des Landes ist) sind mehr Schaeden als es zunaechst schien, Wasser ist hier im Viertel heute den ganzen Tag weg, die Schlangen im Supermarkt endlos (aber gelassen), das Flughafenterminal innen voellig hin, das Buerogebaeude des Arbeitgebers meines Bruders vermutlich vorerst nicht benutzbar und so wird es morgen vermutlich einigen bis vielen Firmen gehen, die naechste Woche wird sicher recht chaotisch. Morgen weiss man mehr...
    Mal schauen, wie es mit dem Rueckflug in sechs Tagen wird, aber ich denke, bis dahin wird es proviorische Loesungen am Flughafen geben.

  4. #4
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    Gut das Dir/Euch nichts passiert ist und das die Lage bei Dir/Euch relativ ruhig ist.

    Das scheint aber nicht für ganz Chile zu gelten. NTV oder wars N24 - weiß ich nicht mehr - berichtet von Unterversorgung und (daraus resultierenden) Plünderungen.
    Gruß

    Teffmann

  5. #5
    Avatar von jodi2
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    Ja, rund ums Epizentrum 350km suedlich von Santiago herrscht Chaos und Anarchie, da ist der Zerstoerungsgrad hoch und die Grundversorgung der Bevoelkerung noch nicht wieder gesichert.

  6. #6
    Avatar von jodi2
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    Standard Ausgleich...

    Ich moechte den vielen negativen Nachrichten auch mal etwas Positives entgegensetzen, warum bin ich eigentlich hier?

    Heute muss der kleine Bruder leider nochmal operiert werden, wenn alles gut geht, kann er in ein paar Tagen genauso in den Haenden der Papas liegen...

    Gruss
    Jo
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    Zuletzt überarbeitet von jodi2 (01.03.2010 um 17:52 Uhr)

  7. #7
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    Oh wie süß

    ich drücke die aumen das alles gut geht.

    gruß ira und familie

  8. #8
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    Standard

    Update:
    Wie die meisten ja schon wissen, bin ich wieder heil zurück, mein Rückflug am Samstagabend wurde zwar storniert, aber dafür kam ich sogar einen halben Tag früher mit. Und die zwei Flüge dann waren pünktlich wie die Schweizer Eisenbahn!

    Nett war die Improvisation am Flughafen in Santiago, Abfertigung in Zelten, Kioske auf Rollen mit Bonbons und Filerkaffee in Thermoskannen, Abflugpläne handschriftlich auf Whiteboards...

    Gestern dann zwei Neuigkeiten, eine gute, eine schlechte, ich fang mit der schlechten an:
    Die Nachbeben gestern Mittag (nicht nur eines) waren in der Hauptstadt die schlimmsten bisher, fast so stark wie vor 12 Tagen und lang und immer mit 10-15min Pause dazwischen besonders nervenaufreibend. Und weil jeder der Familie ein einem anderen Ort war (Büro, Einkaufen, zuhaus, Krankenhaus, Schule) und danach stundenlang kein Telefon (weder fest noch mobil) ging, war die nervliche Belastung für die Familie sogar größer als beim großen Beben.

    Die gute und im Endeffekt wichtigere Neuigkeit: Beim Kleineren der Zwillinge wurde vorgestern eine neue Untersuchung gemacht, der Infekt ist jetzt überraschend schnell schon weg, die OP könnte beginnen. Also hat der Kardiologe nochmal ein Ultraschallbild gemacht und meinte dann zur Schwägerin: "Junge Frau, sie oder Ihr Sohn hier haben einen guten Draht nach oben. Sowohl der leichte Defekt, den wir jetzt operieren wollten, als auch der kritischere, für den wir in einigen Monaten die OP angedacht hatten, haben sich jetzt von selbst erübrigt (Anm.: bei ersteren wurde uns gesagt, dass das möglich sei, bei letzterem war vermutlich das Ultraschallbild bisher irrefürhend), in wenigen Wochen können sie wohl beide Zwillingen nach Hause holen...".

    Gruß
    Jo

  9. #9
    Avatar von jenss
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    Prima, dann kann das Leben losgehen . Das Bild oben erinnert mich an Nina (meine Tochter). Die war aber anfangs noch kleiner (1130 gr.), wovon man heut nix mehr sieht (größer als die Mama).
    Chile scheint auch in der nächsten Zeit eine kritische Gegend zu sein, da verschieben sich wohl gerade 2 Platten.
    j.
    Meine YouTube-Videos, meine Homepage (Tretrollerbücher, Hobby-Rahmenkonstruktion, Foto-Links)

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