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  1. #1
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Standard Laufsport-Berichterstattung in der Lokalpresse

    Hallo an diejenigen von euch, die neben einer überregionalen Tageszeitung (oder stattdessen) eine regionale Tageszeitung lesen!

    Mich würde mal interessieren, wie die Berichterstattung über Laufsportveranstaltungen in solchen regionalen Blättern ausschaut, und zwar a) was die regionalen Volksläufe, aber auch b) überregionale (Groß-)Veranstaltungen (z.B. die M's in Hamburg, London ...) angeht. Gibt es diese Berichterstattung? Seid ihr zufrieden mit Umfang und Inhalt? Was macht aus eurer Sicht eine gute Berichterstattung aus?

    Meine Erfahrungen: In unserem "Lokalblättchen" hat sich in den letzten Monaten diesbezüglich einiges zum Positiven verändert, was vor allem einem sehr engagierten Redakteur zu verdanken ist, der selbst läuft.

    Schon vorher gab es eigentlich immer ganz brauchbare Nachberichte zu den Volksläufen der Region und zu Meisterschaften mit hiesiger Beteiligung. Nun hat man das ausgebaut, die Vorankündigungen und Nachberichte sind ausführlicher und in der Montagsausgabe finden sich nicht nur die Ergebnisse der Kreisklassenfußballer, sondern gelegentlich auch detaillierte Berichte über Läufe mit internationaler Beteiligung. Dazu in der Online-Ausgabe ein "Special" zum Thema Laufen, in dem diese Berichte und zusätzliche Infos zum Laufsport in der Region zusammengestellt sind, oft sogar Links zu den Ergebnislisten: Laufen | Das Onlineportal der Region Trier | Trierischer Volksfreund | volksfreund.de |

    Also, ich bin zufrieden!

    vg,
    kobold

  2. #2
    Avatar von cpr
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    Dass eine Lokalzeitung das Thema readktionell betreut ist doch eher die Ausnahme. Meist wird Mittwoch oder Donnerstag abgedruckt, was die Pressewarte der Vereine vom Wochenende weitergeben. Ich finde es als Wochenendpendler ganz praktisch, wenn ich alle zwei, drei Monate mal im Lokalsportteil erwähnt bin -- so bleibt man daheim im Gespräch. Auf das Bild vom Trainingslager vorletzte Woche bin ich mehrfach angesprochen worden. Selbst lese ich die Berichte aber nie -- bin ja unter der Woche net vor Ort. Am Arbeitsort ist mir bislang nicht
    eingefallen, eine Lokalzeitung zu abonnieren, da reicht mir eine überregionale vollkommen aus.

    Für Termine und persönliche Wettkampfberichte gibt es aber kompetentere Informationsquellen, finde ich.

    Es ist immer wieder überraschend, wer alles den Sportteil liest und sich noch Wochen später an die Informationen erinnert!

  3. #3
    der mit dem Wind kämpft Avatar von Moorlooper
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    Ähnlich wie im Trierer Raum läuft das auch hier in Ostfriesland ganz gut.

    Die Sportredaktionen der Regionalzeitungen kennen die Verantwortlichen in den Vereinen und schicken zu den Veranstaltungen mindestens einen Fotografen. Vor- und Nachberichte werden entweder von den Veranstaltern selbst geschrieben und von den Zeitungen abgedruckt oder ein Redakteur war anwesend. Z.T. sind dies selber Läufer, die dann auch einen gut fundierten Artikel schreiben.
    Dass montags meist nur die Fußballberichte gebracht werden, die anderen Sportveranstaltungen oft erst am Dienstag, muss man leider akzeptieren (aber diesbezüglich holen die Laufveranstaltungen auf...).
    Crossläufe haben`s da gut, finden sie doch meist in der fußballlosen Zeit statt und werden von den Zeitungen schon montags gedruckt.

    Beim derzeit stattfindenden Ossiloop - ein ostfriesisches Großereignis von 2000 Sportlern, die in 6 Etappen 69 km vom Meer bis nach Leer laufen - ist die Beteiligung der Presse großartig. Da gibt es alles, was das Läuferherz wünscht: Teilnehmerliste, komplette Ergebnisliste, Vorbetrachtungen, Nachbetrachtungen, Interviews, viele Farbbilder usw.

    Zu Großereignissen wie dem Hamburg Marathon wird regional dann gern Bezug genommen, wenn irgendwelche lokalen Sportler mitgelaufen sind. Dann ist es egal, wie weit vorne derjenige war, Hauptsache xy vom TV Dingsda hat in der AK M/W ?? den soundsovielten Platz belegt. Und das finde ich, ist immer eine schöne Würdigung.

  4. #4
    rono
    Gast

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    Im hannoverschen Regionalforum habe ich mich schon des öfteren darüber ausgelassen....

    Die Berichterstattung in den beiden hiesigen Tageszeitungen HAZ und NP ist sehr dürftig. Wenn es um überregionale Meisterschaften und Wettkampfergebnisse in der Leichtathletik geht, werden nur die Ergebnisse der regionalen Teilnehmer genannt, also z.B. Landesmeisterschaft HM: 3.Holger Meier (Hannover 96), 7.Klaus-Bärbel Müller (FC Hannover), 12. Heinz Schulze (VFB Hannover) etc.
    Mich würde nun aber auch interssieren, wie die Zeiten waren, wer in welcher Zeit gewonnen hat usw. Entsprechende Hinweise an die Redaktionen blieben aber bisher folgenlos.
    Ich stelle mir die Meldung beim Fußball vor: Hannover 96 hat gestern verloren und ist jetzt 17. in der Tabelle - keine Angaben über den Gegner, das Ergebnis, die Torschützen und die anderen Bundesligaergebnisse.

    Bei Volksläufen gibt es im Sportteil meist sehr kurze Berichte mit Angaben über Teilnemerzahlen und die Sieger werden auch genannt. Ausführlicher wird es nur in den Reginalbeilagen. Die kann ich dann aber nur lesen, wenn ich in der entsprechenden Region auch wohne und die Beilage bekomme.

    Noch etwas anderes ist die Eventberichterstattung, wie gerade beim Marathon. Da wird viel berichtet, gelobt und gepriesen. Ist halt mehr Produktwerbung als Sportberichterstattung.

    Leichtathletik/Laufen ist halt eine Randsportart und wird auch so behandelt. Wirklich informiert fühle ich mich durch meine Tageszeitung nicht.

    Gruß Rono

  5. #5
    Avatar von cpr
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    Wer hat eigentlich selbst schonmal einen Bericht geschrieben? Find ich voll schwierig!
    a) wenn ich zuviel und Unsinn schreibe, wird der gnadenlos gekürzt (werden müssen)
    b) wenn ich nur aus der Brille des eigenen Vereins schreibe, ist das nicht kameradschaftlich
    c) vergesse ich jemanden zu erwähnen, ist der mit meinem Bericht nicht zufrieden

    Man merkt es ja schon beim Thema Siegerehrung: Ruft man zack-zack nur die 3 Geasmtersten nach vorne, damit sich die Prozedur nicht endlos hinzieht, macht der AK-Dritte einer Seniorenklasse hinterher online die Welle. Ergo muss man für einen Bericht auch penibelst die Ergebnisliste durchforschen, damit man alle heimischen Läufer findet -- in pdf-Form ist das kein Spass.

    Das hier hab ich vor 2 Jahren nach dem Adventsmarathon geschrieben, wir waren mit 3 vom Verein dort und der Bericht für die Lokalzeitung sollte keine Nabelschau sein:

    Zur 28.Austragung des traditionellen Jahresausklangs der Marathonszene
    trafen sich am vergangenen Samstag über 500 Starter am Twistesee.Fester
    Bestandteil der familiär organisierten Veranstaltung ist die Ansprache des
    Organisators Heinrich Kuhaupt, wieder von mahnend ( " übernahmt euch nicht,
    wir haben noch nie den Heilikopter holen müssen ") bis motivierend ( " was
    Deutschland braucht, ist Begeisterung für die Dinge, die man tut" ) vielen
    Anwesendenen aus der Seele sprach. Danach gehen die Teilnehmer in Arolsen
    immer gemeinsam zur Startlinie am Stausee, bevor der Startschuss zur
    hügeligen Waldrunde fällt.

    Im leichten Schneetreiben nahm aus dem heimischen Raum Ute Geiß aus Haiger
    die ersten drei flachen Kilometer unter die Füße, bevor auch für Martin
    Nagel CVJM SG Dillenburg die erste Steigung kurvenreich in die umliegenden
    Hügel führte. Naturgemäß sind wenig Zuschauer an der Strecke, aber zum
    Jahresende verabreden sich viele Läufer für einen gemeinsamen Lauf in der
    Gruppe, Bestzeite sind schon durch das Profil der Strecke bedingt nicht zu
    erwarten. Mit dem Schneematsch auf einem Großteil der Waldwege musste sich
    bei seiner ersten Marathonteilnahme Jörg Braun vom LC Diabü Eschenburg
    arrangieren, die Einteilung der Kräfte auf dem ständigen Bergauf-und
    Bergabverlauf gelang ihm aber ausgezeichnet und er ist nun für zukünftige
    Marathon-Läufe vorbereitet. Vom Start weg in den Top 20 lief Rolf Schüler,
    ebenfalls vom LC Diabü Eschenburg, der sich für das couragierte Rennen nach
    der Wendeschleife von km 21 bis 26 die aufmunternden Zurufe der Läufer
    abholen durfte, die eine knappe halbe Stunde hinter ihm im Rennen lagen ;
    die Strecke verläuft für einen halben Kilometer parallel. Nach einem
    zwischenzeitlichen Tief konnte sein Vereinskamerad Christian Prior wieder
    ins Rennen finden und zeitgleich mit Rolf Schüler in Ziel einlaufen.

    Die Ergebnisse der heimischen Läufer:

    12. Gesamt - 4.Platz M 40 Rolf Schüler , LC Diabü Eschenburg 3:11:04 Std.
    13. Gesamt - 3.Platz M 30 Christian Prior, LC Diabü Eschenburg 3:11:04 Std.
    44. Gesamt -14.Platz M 40 Jörg Braun , LC Diabü Eschenburg 3:26:15 Std.
    51. Gesamt - 9.Platz M 30 Fabian Bietz , TV Herborn 3:27:48 Std.
    386.Gesamt -90.Platz M 40 Karsten Krantz , SV Herborn 4:30:48 Std.
    469.Gesamt -18.Platz W 40 Ute Geiß , TV Haiger 5:03:36 Std.
    474.Gesamt -96.Platz M 45 Martin Nagel , CVJM SG Dillenburg 5:10:40 Std.
    In fünfeinhalb Bildschirmseiten Ergebnisliste die Nachbarvereine rauszufinden, und die Namen der anderen heimischen Läufer halbwegs nicht unelegant in den Bericht einzubauen, ohne die überhaupt vor Ort getroffen zu haben, hat fast soviel Zeit gekostet wie ein Halbmarathon. Auch sollte die Veranstaltung gebührend dargestellt werden und die Bedingungen nicht unerwähnt bleiben…
    Der Zeitaufwand hat meine Motivation für weitere Pressearbeit jedenfalls deutlich verringert. Mich würde daher interessieren, was der aufmerksame Lokalsportteilleser als Bestanddteile eines Wettkampfberichtes wünscht -- quasi als Checkliste für zukünftige Pressearbeit.

    Wettkampfberichte wie im Forum oder persönlichen Blogs gehören vom Gehalt an Berichtenswertem auch nun wirklich in den privaten Bereich und nicht auf Papier gedruckt.

    Selbst wenn ein Reporter vor Ort ist (eine Zeitung also nicht auf Pressearbeit der Vereine angewiesen wäre), kann er keinen authentischen Eindruck gewinnen -- wie jeder weiß, der schonmal als Sieger verstümmelt zitiert worden ist. Ich frag mich immer noch, wie "ich wollte auf jeden Fall 10 Meilen laufen" in der Berichterstattung vom einem Stundenlauf zu "ich wollte auf jeden Fall gewinnen" geworden ist. Besser, man geht den Schreiberlingen aus dem Weg oder erzählt nur Platitüden.


    Was die Leute bei Laufreport.de produzieren, ist aller Achtung wert. Als Pressewart oder Redakteur kann man DAS Niveau nicht erreichen. OK, die haben auch Platz, ob 50kB oder 170kB HTML-Text ist online nicht von Bedeutung. Nicht ohne Grund brauchen die Berichte auch immer einige Tage, bis sie online sind. Deren Niveau kann mMn jedenfalls in Printmedien nicht erreicht werden.

  6. #6
    Devil may care Avatar von SantaCruz
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    Standard

    Ausführliche Berichterstattung gibt es in den Lübecker Nachrichten zu den beiden großen Laufereignissen der Stadt, dem Lübeck-Marathon und dem Lübecker City-Lauf. Zu kleinen Läufen in der näheren Umgebung gibt es mittwochs meist Ergebnislisten (Top 10 oder Top 20) oder manchmal sogar einen Kurzbericht. Nicht viel also, aber wenn dann sachlich richtig (so was wie hier kommt nicht vor: http://forum.runnersworld.de/forum/l...meisterin.html).

    Internationale Großereignisse werden eher stiefmütterlich behandelt. Vom London-Marathon liest man beispielsweise nur die Top-10-Liste im Ergebnisteil. Ausnahme ist der Hamburg-Marathon, wobei sich da aus Lübecker Sicht streiten lässt, ob der als überregional durchgeht.

    Leichtathletik allgemein komt auch recht kurz. Wenn lokale Sportler bei Landesmeisterschaften gut abschneiden, ist das der Zeitung ein paar Zeilen wert. Oder wenn es etwas zu den wenigen Schleswig-Holsteinern von nationaler Klasse (Stefan Schwab, Steffen Ulicka usw.) zu berichten gibt.

    Insgesamt kann ich nicht wirklich meckern. Natürlich wünsche ich mir mehr Raum für Leichtathletik/Laufsport, aber als aktiver Läufer ist man da auch etwas befangen, denke ich. Schließlich richtig sich eine Zeitung beim Umfang ihrer Berichterstattung nach dem Leserinteresse. Da kommt natürlich an erster Stelle Fußball - das ist bei jeder deutschen Zeitung so. Dann norddeutschland-spezifisch vor allem Handball und mit Abstrichen Rudern, Segeln und Reitsport. Da bleibt dann wenig Platz für Laufsport.
    "What do you do, you just go out there and gambol about like a bunny?" - Sheldon Cooper

  7. #7
    Avatar von Voyager
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    Bei uns in den Kieler Nachrichten würde ich die Berichterstattung von Regionalen Läufen auch als gut einstufen. Meistens gibt es Fotos als Titelblatt (z. B. Hochbrückenlauf, Kiellauf) und ausführliche Berichterstattung mit Ergebnislisten (ca. der Top 60 %) im Sportteil.
    Viele Grüße

    Petra
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  8. #8
    Unterwegs in neue Welten Avatar von 19joerg61
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    Jedes Fußballspiel in der 3. Kreisklasse bekommt meist mehr Platz als ein Volkslauf mit 150 Teilnehmern. Wobei es Redakteure gibt, die sich für Laufen interessieren. Dann sind die Berichte ausführlicher und kompetenter. Ansonsten wird gern genommen, was die Veranstalter selbst liefern.
    Ausnahme ist der Rennsteiglauf hier in der Gegend. Allerdings ist die Pressearbeit bei denen auch besonders gut.
    Problem ist auch, dass die kleineren Veranstaltungen (natürlich) nur auf der Sportseite des Kreises auftauchen. Dadurch erfährt man zwar etwas über den Lauf in 50 km Entfernung, weil es Kreisgebiet ist, nichts jedoch vom Lauf in 10 km Entfernung im Nachbarkreis.

    In Thüringen gibt es inzwischen auch ein Laufportal (Laufszene Thüringen: Nachrichten und Reportagen von Läufern für Läufer ) , in dem man kreisübergreifend Berichte findet.

    Da die Schreiber selbst laufen, erfährt man im besten Fall auch noch was über Hintergründe, so dass der Sieger vor 2 Wochen auch dort gewonnen hat, der Zweitplatzierte sich auf den XY-Lauf vorbereitet usw.
    Neue Laufabenteuer im Blog

  9. #9
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von cpr Beitrag anzeigen
    Wer hat eigentlich selbst schonmal einen Bericht geschrieben? Find ich voll schwierig!
    a) wenn ich zuviel und Unsinn schreibe, wird der gnadenlos gekürzt (werden müssen)
    b) wenn ich nur aus der Brille des eigenen Vereins schreibe, ist das nicht kameradschaftlich
    c) vergesse ich jemanden zu erwähnen, ist der mit meinem Bericht nicht zufrieden
    Es ist schwierig und dauert lang, bei mir viel länger als ein HM. Es ist wirklich ein Haufen Arbeit. Aber mit etwas Routine wird es etwas leichter und geht etwas schneller. Aber auf einen erträglichen Stundenlohn kommt man nicht, wenn man sich mühe gibt.

    Zu a) Bericht vorher der Zeitung ankündigen. Fragen, wie viel Platz du bekommst. Kein Unsinn schreiben.

    Zu b) In erster Linie gehe ich nachfolgenden Kriterien: (AK)-Platzierung, absolute Leistung, relative Leistung. Absoulte Leistung kann man ganz gut an (Vorjahres-) Bestenlisten vergleichen, bei Spitzenleistungen natürlich z. B. auch an Streckenrekorden.
    Mit relativer Leistung meine ich z. B.: Wenn die Kreisrekordlerin im 100m Sprint mit ihrer Schnelligkeit mangels Konkurrenz auch das Kugelstoßen gewinnt, aber die Weite nicht so doll war, dann muss das nicht zwingend erwähnt werden.

    Zu c) Es sind immer welche unzufrieden., wenn du Glück hast, bekommst du davon aber nix mit. Wenn du dir Mühe gegeben und keinen groben Fehler gemacht hast, solltest du das nicht überbewerten.

    Zitat Zitat von cpr Beitrag anzeigen

    Der Zeitaufwand hat meine Motivation für weitere Pressearbeit jedenfalls deutlich verringert. Mich würde daher interessieren, was der aufmerksame Lokalsportteilleser als Bestanddteile eines Wettkampfberichtes wünscht -- quasi als Checkliste für zukünftige Pressearbeit.
    Bedingungen, Ablauf, Beteiligung, Sieger aller Strecken, herausragende Leistungen, ein zwei Originalzitate sind nicht verkehrt (mach ich aber ehr nicht, weil ich zu faul bin die aufzuschreiben oder aufzunehmen)... evtl Ergebnisteil. (Gekürzte Gesamtergebnisliste - das ist eine Heidenarbeit, befreit dich aber von der Idee, dass du alle im Text erwähnen musst)

    Zitat Zitat von cpr Beitrag anzeigen
    Selbst wenn ein Reporter vor Ort ist (eine Zeitung also nicht auf Pressearbeit der Vereine angewiesen wäre), kann er keinen authentischen Eindruck gewinnen -- wie jeder weiß, der schonmal als Sieger verstümmelt zitiert worden ist. Ich frag mich immer noch, wie "ich wollte auf jeden Fall 10 Meilen laufen" in der Berichterstattung vom einem Stundenlauf zu "ich wollte auf jeden Fall gewinnen" geworden ist. Besser, man geht den Schreiberlingen aus dem Weg oder erzählt nur Platitüden.
    Nana, nicht vso erallgemeinern. Bei uns kommen schon oft die orginalen Zitate rein. Es gibt auch bei uns Berichte die nach Ergebnisliste geschriben werden ohne dass derjenige Da war. Die Berichte sind aber zum Glück in der Minderheit. Die Leute die schreiben sind fast alle ehemalige oder nch aktive Leichtathleten oder Läufer und haben alle Ahnung von der Materie.

    Zitat Zitat von cpr Beitrag anzeigen
    Was die Leute bei Laufreport.de produzieren, ist aller Achtung wert. Als Pressewart oder Redakteur kann man DAS Niveau nicht erreichen. OK, die haben auch Platz, ob 50kB oder 170kB HTML-Text ist online nicht von Bedeutung. Nicht ohne Grund brauchen die Berichte auch immer einige Tage, bis sie online sind. Deren Niveau kann mMn jedenfalls in Printmedien nicht erreicht werden.
    Kann schon in etwa, aber das sind eben ausnahmen. Ich hab fast ne Seite mit ziemlich netten Fotos bekommen für die Kreis-Cross ... da kamen dann auch entsprechen positive Reaktionen von Läufern. Man muss natürlich auch etwas Glück haben, das der Platz nicht für andere Berichte verbraucht wird.

    An die Aktualität im Netzt kommt man natürlich nicht ran, allerdings muss es nicht Mittwoch oder Do werden, nach Möglichkeiten solten Berichte vom Wochenende schon am Dienstag erscheinen und das klappt hier auch häufiger.

    Dein Bericht geht in Ordnung, ich würde die Struktur im Teil über den Lauf ändern und die Ergebnisse direkt in den Text einfließen lassen. Also z. B. einfach in Reihenfolge des Zieleinlaufs alle erwähnen.

    Gruß
    C.

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
    - Sir Roger Bannister

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