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  1. #1
    Avatar von Scharfineger
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    Standard Tibialis-Anterior-Syndrom - Aus im Leistungssport?

    Auch wenn ich mir diese Thread-Erstellung aus aller Ehrlichkeit heraus hätte ersparen wollen, bin ich durch die wiederkehrenden Beschwerden gezwungen auf Erfahrungswerte, Ratschläge und Hilfestellung von Euch zurückzugreifen.

    Nach entsprechender Diagnose beim Mannschaftsarzt vom VFL Wolfsburg und einer zweiten Untersuchung in der Sporthomedic-Klinik in Köln wurde bei mir ein sog. Tibialis-Anterior-Syndrom diagnostiziert, das mit einer Knochenhautreizung einhergehend durch ein biomechanisches Problem zurückzuführen ist. Durch eine Operation im 6.Lebensmonat, einer plastischen Verlängerung der Achillessehne (-Verdacht auf Klumpfuß) hat sich im Verlauf der Zeit ein kontrakter Knick-Senkfuß entwickelt. Die Dorsalflexion ist demnach eingeschränkt. Durch diese disponierende Fußstatik hat sich laut Diagnose noch ein Vorfuß-Varus entwickelt, sprich beim Laufen rolle ich übermäßig über die Außenkante des Vorfußes auf. Sowas lässt sich auch als Übersupination beschreiben, die durch die Knick-Senkfuß-Problematik noch verstärkt wird. Der dabei gegensteuernde M.Tibialis Anterior (-vorderer Zehenheber) wird durch mein recht intensives Lauftraining enorm beansprucht und eine Überlastung war nur eine Frage der Zeit.

    Als Therapiemaßnahmen wurden ganz konventionelle Mittel eingesetzt (-Wärme-Kälte-Therapie, Tens-Reizstrom-Gerät, Entzündungshemmende Medikamte) sowie ein umfangreiches Kräftigungs-Dehnungs-und Mobilisationssprogramm zur Kräftigung des schwachen Fußgewölbes, der Schienbein-und Wadenmuskeln und des Sprunggelenks. Gepaart mit speziellen, exzentrischen Übungen sollte ich so die Probleme in den Griff bekommen. Nach knapp 6 Wochen Laufpause und einem wirklich sanften Einstieg habe ich jedoch nach der gestrigen Laufeinheit im Schlummer-Schlaf mit Bedauern feststellen müssen, dass mein M.Tibialis Anterior "leicht" verspannt ist und etwas schmerzt.

    Auf Empfehlung von einigen Physiotherapeuten usw. habe ich mir erst einmal konventionelle Laufschuh-Einlagen bei einem orthopädischen Schuhmacher (-nach Fußscreening und Video-Laufband-Analyse) machen lassen, auf sensomotorische Einlagen hingegen habe ich auch aufgrund des saftigen Preises von 100EUR erst einmal verzichtet. Des weiteren wurden mir Leuko-Tapes sowie ein Achillessehnen-Fixierungs-Tape zur dauerhaften Stabilisation (-ausschließlich) während des Laufens empfohlen.

    Wie würdet Ihr in meiner Situation verfahren? Könnt Ihr auf ähnliche Erfahrungswerte zurückgreifen bzw. selber Athleten und Patienten betreut, die mit ähnlichen Beschwerden zu kämpfen hatten? Bedeutet die Diagnose des kontrakten Knick-Senkfuß, dem Vorfuß-Varus und der einhergehenden Überlastung des M.Tibialis Anterior das Aus im Leistungssport? Ich wollte 2011 die Basis schaffen, um mittelfristig auf einen Start in der 2.Bundesliga Triathlon hinzuarbeiten. Aber ohne intensives Lauftraining lässt sich dieses Ziel nun wirklich nicht realisieren, außerdem möchte ich keine chronischen und irreparablen Schädigungen am rechten Fuß riskieren und vorzeitig invalid werden.

    Ein sehr kluger Mensch hat mir außerdem geraten in der akuten Phase Aquajogging zu betreiben.

    Mfg,
    Bolt
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  2. #2
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von Scharfineger Beitrag anzeigen
    auf sensomotorische Einlagen hingegen habe ich auch aufgrund des saftigen Preises von 100EUR erst einmal verzichtet.

    Was sagt denn die Schar der Physiotherapeuten dazu?

    Knippi

  3. #3
    Avatar von Scharfineger
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    Erst einmal versuchen mit konventionellen, stabilisierenden Einlagen versuchen zu trainieren.
    Triathlon Regionalliga Nord

  4. #4
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von Scharfineger Beitrag anzeigen
    Erst einmal versuchen mit konventionellen, stabilisierenden Einlagen versuchen zu trainieren.
    Aha .
    Dann scheint das mit dem Hunnie ja nicht im Vordergrund zu stehen.

    Knippi

  5. #5
    Avatar von Scharfineger
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    Zitat Zitat von hardlooper Beitrag anzeigen
    Aha .
    Dann scheint das mit dem Hunnie ja nicht im Vordergrund zu stehen.

    Knippi
    Der Unterschied zwischen konventionellen und sensomotorischen Einlagen besteht darin, dass Letztere die entsprechenden Sehnen-und Muskelpartien zur eigenen Stabilisierung und Kräftigung aktivieren, wohingegen konventionelle Modelle den kompletten Fuß fixieren bzw. stabilisierend eingreifen. Dadurch werden die Muskeln im Fußgewölbe sowie im Schienbein entlastet, was aber auch zur Folge hat, dass sie sich ggf. zurückbilden und schwächer werden - es fehlt ja der trainingstypische Muskelreiz.
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  6. #6

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    ich habe 2006 daran laboriert, selbst schlichtes Gehen war schmerhaft. Ich habe für einige Monate begleitend zum Dehnprogramm auf Vorfußlauf umgestellt, das hat die Sehne effektiv entlastet, sodaß ein Laufen trotz Reha möglich war. Bin damit sogar einen HM gelaufen, langsam, aber doch. Nach ca. 3 Monaten war der Spuk und damit auch das Vorfußlaufen wieder vorbei, aber die Verletzung meldet sich alle Nase lang wieder, da muss ich dann das Dehnen wieder intensivieren.
    Ich habe allerdings kaum Fehlstellungen, nur ein bischen platte Füße (was man wohl auch als Knick-Senkfuß bezeichnen kann, ich verzichte allerdings seit 20 Jahren auf Einlagen), aber bei mir knallen bei jedem Schritt 100kg auf die Füße, das belastet auch ganz schön. Wenn die Schmerzen innerhalb eines Marathon wiederkommen, dann laufe ich auch heute noch dann und wann mal auf dem Vorfuß. Wenn man nur um alle Verletzungen so leicht herumtrainineren könnte.

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