Banner

Mal wieder Doping.....

2751
leviathan hat geschrieben:Ich finde das völlig irre. Ich verstehe vor allem nicht, was man damit gewinnt. Kann man da überhaupt stolz auf seine Leistung sein? Oder ist das eine völlig irrelevante Betrachtung? Und was ist mit den gesundheitlichen Risiken? Wenn die Jungs und Mädels nicht so scharf auf Fairplay sind, dann doch zumindest auf ihre eigene Gesundheit?

Bei Profis kann ich zumindest in Teilen die Motivation verstehen. Das gelingt mir hier einfach nicht :confused:
Ich muss übe deine Naivität schmunzeln und gleichzeitig ehrt sie dich. Frage: Inwiefern unterscheiden sich Amateursportler die "nur für sich" dopen von denen, die sich mit erlaubten Schmerzmitteln volldrönen was die eigene Gesundheit betrifft? Selbst ohne Schmerzmittel rennt so mancher seiner Gesundheit davon, nur um endlich die neue PB im Marathon oder was weiß ich zu schaffen.

Gruss
Bild


Bild


Mein Tagebuch: forum/threads/96079-Die-dicken-Waden-der-dicken-Wade

"Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

Thorsten Havener

2752
NME hat geschrieben:Ach, nachdem ich hier im Forum eine Weile mitgelesen habe, könnte ich sicher zwei Hände voll Namen nennen, denen ich das ungesehen zutrauen würde. Was ich natürlich nicht machen werde.

Schau Dir mal die klinische Definition von Narzissmus an, dann wird das nachvollziehbarer. Was nicht heißt, dass man das nachvollziehen muss.

Just my 2c.
Das waren aber billige zwei Cent...
Nur eine pauschale Aussage mit wenig Inhalt.

2753
dicke_Wade hat geschrieben:Inwiefern unterscheiden sich Amateursportler die "nur für sich" dopen von denen, die sich mit erlaubten Schmerzmitteln volldrönen was die eigene Gesundheit betrifft? Selbst ohne Schmerzmittel rennt so mancher seiner Gesundheit davon, nur um endlich die neue PB im Marathon oder was weiß ich zu schaffen.
Das würde ich schon unterscheiden. Das eine verstößt gegen ein Regelwerk. Das wiederum sehe ich als den gemeinsamen Kodex, auf den man sich einigt. Wenn es um Regeln geht, bin ich ziemlich spießig.

Was die Schmerzmittel angeht, ist das schon eine andere Liga. Ich habe das früher auch probiert. Das gebe ich (wenn auch nur ungern :P ) zu. Ich musste aber leider erkennen, daß jedes Überbrücken von möglichen Trainingsausfällen mittels Schmerzmitteln (Ibu, Diclo, etc.) in der Regel das Problem deutlich vergrößert oder die Verletzung verschlimmert hatten. Schon deshalb habe ich mir das abgewöhnt. Die Regel ist ganz klar, kein Lauf mit Schmerzmittel. Ausnahmen wären da sicher Zahnschmerzen, Kopfschmerzen oder ähnliches. Da mache ich keinen Unterschied zwischen Trainingsalltag und Arbeitsleben. Wenn ich mal Schmerzmittel nehmen muss, was mir das Körpergefühl bei einer Verletzung nimmt, laufe ich nicht. Das mache ich aber nicht aus Gründen der Fairness, sondern aus Selbstschutz. Das ist eine vollends egoistische Perspektive.

Wer also Schmerzmittel im Rahmen des gewöhnlichen therapeutischen Zwecks konsumiert, um irgendeine Verletzung auszublenden, ist m.E. ziemlich bescheuert. Als unfair würde ich das nicht bezeichnen.
nix is fix

2754
RunSim hat geschrieben: Nur eine pauschale Aussage mit wenig Inhalt.
Das magst Du so sehen.

Es ging um das "warum dopen Amateursportler?". Und ich halte es für denkbar, wenn jemand einen stark ausgeprägten Narzissmus zeigt, dass derjenige einiges dafür tut, um Anerkennung zu bekommen. So wie Leviathan sehe ich das auch, bei einem Profisportler der Schritt zum Doping rational nachvollziehbarer ist als beim Agegrouper. Da geht es Hop oder Top oder der Job ist weg. Beim Agegrouper können also nur in- und extrinsische Faktoren übrigbleiben. Intrinsisch würde ich im Sinne Levis Argument des Selbstbetrugs eher nicht so sehen, also bleiben extrinsische Faktoren. Das spiegelnde Wasser der Narzissten.

Und ich sehe halt wie gesagt beim einfachen Durchzählen bestimmt zwei Hände voll von Kollegen hier, bei denen ich nicht schockiert wäre, würde ich erfahren, dass sie die Grenzen überschreiten da ich sie für stark ausgeprägte Narzissten halte. Wird Dir immer noch zu pauschal sein, ich weiß, aber das kann ich nicht ändern.

2755
NME hat geschrieben:Profisportler [...] Da geht es Hop oder Top oder der Job ist weg.
Das glaube ich trifft nur in den seltensten Fällen zu.

Die Profisportler müssen ja erstmal so gut werden, dass sie davon überhaupt leben können - sprich Profi werden können. Entweder ihr Talent reicht ohne Doping oder sie helfen schon vor der Profikarriere nach. Für "den nächsten Schritt" (wie es der erwischte Langläufer bei Seppelt so schon sagte) kann dann Doping notwendig werden.

Ausnahmen hiervon dürfte häufiger die Rückkehr aus einer Verletzungspause oder einem anderen "Tief" sein...
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

2756
leviathan hat geschrieben:Das würde ich schon unterscheiden. Das eine verstößt gegen ein Regelwerk. Das wiederum sehe ich als den gemeinsamen Kodex, auf den man sich einigt. Wenn es um Regeln geht, bin ich ziemlich spießig.
Ich finde auch, dass das einen Unterschied macht. Wenn also jetzt jemand seinen Körper, ob nun durch Schmerzmittel oder forciertes unangemessenes Training schädigt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, ist das erst mal eine persönliche Entscheidung, die aber innerhalb eines Regelwerkes erfolgt. In der Regel zahlt man für herausragende Erfolge einen Preis (siehe auch bei Profis die schöne schwedische Doku), aber das ist letztlich erst mal die Sache des Athleten und nicht verboten. Das mag man belächeln oder nicht gut heißen, aber es ist legal. Das Regelwerk hat hier bestimmte Grenzen gezogen, auch um die Sportler zu schützen und das ist doch eine andere Nummer.

Ich verstehe aber schon, was gemeint ist: Wer wochenlang mit Schmerzen läuft, bis der Ermüdungsbruch da ist, im Marathon mit Hochdosis Ibuprofen antritt ect., der ist gewöhnt, seinem Körper einiges zuzumuten bzw. zu akzeptieren, dass es Konsequenzen haben kann. Und tatsächlich kann man sich das Risiko beim erstmaligen Gebrauch z.b. von EPO und anabolen Steroiden gut schönreden, das man ja nur "mal" kurz nimmt. Nur dabei bleibt es halt nicht.


Die Frage ist auch, wo fängt Doping an im Amateursport. Wenn mir beispielsweise ein Bekannter erzählt, dass er massive Sehnenprobleme hatte, die der Arzt mit Cortison behandelt hat und dann berichtet, dass er darauf "geil" am Rad und Laufen trainieren konnte und deshalb seinem Arzt die Sehnenprobleme noch weiter als vorhanden beschrieb, um noch länger Cortison zu erhalten. Das spielte dann schon bei der WK-Vorbereitung eine Rolle, in den letzten Wochen vor dem WK hat er aber nix mehr genommen und ein möglicher Test wäre dann auch negativ gewesen. Also ist das überhaupt Doping als Amateur, wenn ich mich dann später bei einem WK anmelde ? Moralisch ist es schon eindeutiger.

Was ich noch krass fand, wofür ich aber leider keine Quelle finden konnte: Ich habe auch von einem ambitionierten Amateurradsportler gehört, dass die im Profibereich gängige Praxis, nämlich die Katheterisierung der eigenen Blase und Auffüllen derselben mit „sauberem“ Fremdurin, der dann bei einer anschließenden Kontrolle als der eigene aus- und abgegeben wird, auch zunehmend von Amateuren durchgeführt wird. Klingt gruselig, ist aber tatsächlich technisch ziemlich unproblematisch, wenn natürlich auch nicht empfehlenswert. Aber eine ziemlich sichere Methode, um sauber zu sein und wieder doch nicht.

2757
Ich persönlich könnte mich nicht über eine Bestzeit freuen, wenn ich wüsste, dass ich das nur mit chemischer Hilfe geschafft hätte. Ich habe früher mal ziemlich intensiv Hanteltraining gemacht (Hantel zwar nur maximal 18 kg schwer wenn ich mich richtig erinnere), aber ich habe viele Wiederholungen gemacht. Hab dann irgendwann bei einer weiteren Steigerung Rückenschmerzen bekommen und Finalgon genommen (eine Wärmesalbe) und als ich dann sah, dass Finalgon eine schmerzlindernde Komponente dabei hatte, ging ich ein wenig in mich und mir wurde klar, dass alles, was ich jetzt noch an "Mehr" Leistung bringe, nicht mehr "echt" ist, weil ich nicht weiß, wieviel nur durch diese Salbe möglich ist. Habe dann die Salbe nicht mehr genommen, und das ist jetzt wirklich kein Dopingmittel und steht höchstwahrscheinlich auch auf keiner Liste.
________________________
10 km - 37:36 (T - April 2019)
HM - 1:30:41 (Sorger Halbmarathon/Graz - April 2018)
M - 3:10:26 (Wien Marathon - April 2019)

2758
ruca hat geschrieben:Das glaube ich trifft nur in den seltensten Fällen zu.

Die Profisportler müssen ja erstmal so gut werden, dass sie davon überhaupt leben können - sprich Profi werden können. Entweder ihr Talent reicht ohne Doping oder sie helfen schon vor der Profikarriere nach. Für "den nächsten Schritt" (wie es der erwischte Langläufer bei Seppelt so schon sagte) kann dann Doping notwendig werden.

Ausnahmen hiervon dürfte häufiger die Rückkehr aus einer Verletzungspause oder einem anderen "Tief" sein...
Da sind wir 100% beieinander. Ab einem gewissen Punkt kann genau diese Entscheidung eben anstehen. Und dann finde ich es zumindest nachvollziehbar, auch wenn ich es natürlichweiser ablehne, dass jemand zu Doping greift. Tyler Hamilton berichtete in seinem Buch z.B. von der konkreten Situation, dass im nahegelegt wurde, dass er ab jetzt mitdope oder aus dem Team fliegen würde. Als ich das gelesen hatte - und ich glaube, dass das sicher kein Einzelfall war - da komme ich schon ins Nachdenken, was ich an dessen Stelle denn gemacht hätte.

Anders ist das beim 45jährigen Agegrouper, der sich auf seine Kona-Teilnahme abfeiern lässt die er mittels Einsatz irgendwelcher Mittel(chen) ergaunert hat. Da fehlt mir wirklich jedes Verständnis und das kann ich nur anhand einer gestörten Persönlichkeitsstruktur nachvollziehen.

2759
Bernd79 hat geschrieben:Ich persönlich könnte mich nicht über eine Bestzeit freuen, wenn ich wüsste, dass ich das nur mit chemischer Hilfe geschafft hätte.
Jupp. Ich habe mal in der Schule im Bio-Test einen Spickzettel genutzt, weil ich mir die blöden Bezeichnungen nicht merken konnte.

Resultat: Ich mit 13 Punkten (1-), die nächstbeste Arbeit war eine 2-, der Rest krebste bei 3 und 4. Und der Lehrer dauernd "dass das nicht zu schwer war, sieht man ja daran, dass es auch eine 1 gab...." :peinlich:

Das war eine Lehre. Nie wieder.
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

2760
Dass es auch unter Amateursportlern doppingwillige Leut gibt, sehe ich ja auch genau so.

Aber ich frage mich, wie du anhand des geschriebenen Wortes in einem Forum nicht-dopingabgeneigte Leute erkennst?
Diese Fähigkeit würde der NADA nämlich sehr helfen. Du wärst quasi schon jetzt als Mitarbeiter auf Lebenszeit eingestellt.
Auch jemanden einen Narzissten zu nennen, den man nicht persönlich kennt, sondern nur durch das geschriebene Wort eine solche Diagnose zu geben, halte ich für sehr gewagt.

2761
leviathan hat geschrieben:Das würde ich schon unterscheiden. Das eine verstößt gegen ein Regelwerk. Das wiederum sehe ich als den gemeinsamen Kodex, auf den man sich einigt. Wenn es um Regeln geht, bin ich ziemlich spießig.
Du hast doch den gesundheitlichen Aspekt rein gebracht
Wenn die Jungs und Mädels nicht so scharf auf Fairplay sind, dann doch zumindest auf ihre eigene Gesundheit?
nur darauf bin ich eingegangen.
leviathan hat geschrieben:Wer also Schmerzmittel im Rahmen des gewöhnlichen therapeutischen Zwecks konsumiert, um irgendeine Verletzung auszublenden, ist m.E. ziemlich bescheuert. Als unfair würde ich das nicht bezeichnen.
Warum ist nur unfair, was offiziell verboten ist? Der eine trainiert mit Schmerzen, der andere betäubt sie mit erlaubten Mitteln. Dass beides bescheuert ist, da stimme ich dir voll zu und auch ich war mal so bescheuert :wink:

Gruss Tommi
Bild


Bild


Mein Tagebuch: forum/threads/96079-Die-dicken-Waden-der-dicken-Wade

"Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

Thorsten Havener

2762
Antracis hat geschrieben: (siehe auch bei Profis die schöne schwedische Doku)
Gibt es die im Netz zu sehen? Wonach müsste ich suchen bzw. könntest du einen Link posten?

Danke!

Gruß,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

2764
dicke_Wade hat geschrieben: Warum ist nur unfair, was offiziell verboten ist? Der eine trainiert mit Schmerzen, der andere betäubt sie mit erlaubten Mitteln. Dass beides bescheuert ist, da stimme ich dir voll zu und auch ich war mal so bescheuert :wink:
Wenn einer eine Verletzung hat, (erlaubte) Schmerzmittel nimmt, damit er weiter trainieren kann, handelt doch nicht unfair. Er hat durch die Verletzung einen Trainingsnachteil, die durch die Medikamente ausgeglichen werden. Würde er die nicht nehmen, hätte doch der Konkurrent, der durchtrainieren konnte, einen Vorteil. DAS wäre unfair. Ob die Medikamenteneinnahme bescheuert ist, klammere ich mal aus (wobei noch zu klären wäre, ob dies gesundheitlich bedenklich wäre) , hier ging es um die Frage der Fairness.

2765
dicke_Wade hat geschrieben:Du hast doch den gesundheitlichen Aspekt rein gebracht
Vom Überspielen der Verletzungssymptome sollten die Schmerzmittel - soweit nicht als morgendlicher Müsliersatz konsumiert - eher überschaubare Risiken tragen. Das sehe ich bei Epo & co. durchaus viel kritischer.
Warum ist nur unfair, was offiziell verboten ist?
Wie sagte Jürgen Fitschen so schön: "Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch richtig." Recht habt ihr. Ich sehe aber durchaus einen Unterschied, ob jemand eine ASS nimmt, weil er Kopf- oder Zahnschmerzen hat oder ob er es nimmt, weil er damit die mögliche Belastung im Wettkampf (auch muskuläre Schmerzen) besser aushalten kann. Letzteres spricht ganz klar für Doping. Doping wurde übrigens mal folgend definiert: "Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch von körperfremden Substanzen in jeder Form oder physiologischen Substanzen in abnormaler Form oder auf abnormalem Wege an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf."
Nun weise das mal nach. Daher hat man es spezifisch auf diverse Substanzen ausgerichtet. Make a long story short… Du hast Recht! Es nützt aber nix :P
nix is fix

2766
leviathan hat geschrieben:Vom Überspielen der Verletzungssymptome sollten die Schmerzmittel - soweit nicht als morgendlicher Müsliersatz konsumiert - eher überschaubare Risiken tragen. Das sehe ich bei Epo & co. durchaus viel kritischer.
Du ahnst vielleicht nicht, was an Schmerzmitteln so konsumiert werden kann :wink: Ich war in meiner späten Jugend in der DDR Leistungssportler und wir haben Schmerzmittel konsumiert! Gesund ist anders aber "es war ja nicht verboten".
leviathan hat geschrieben:Wie sagte Jürgen Fitschen so schön: "Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch richtig." Recht habt ihr.
Das meine ich ja, sind wir uns im Prinzip ja einig :daumen:
Bonno hat geschrieben:Wenn einer eine Verletzung hat, (erlaubte) Schmerzmittel nimmt, damit er weiter trainieren kann, handelt doch nicht unfair. Er hat durch die Verletzung einen Trainingsnachteil, die durch die Medikamente ausgeglichen werden. Würde er die nicht nehmen, hätte doch der Konkurrent, der durchtrainieren konnte, einen Vorteil. DAS wäre unfair. Ob die Medikamenteneinnahme bescheuert ist, klammere ich mal aus (wobei noch zu klären wäre, ob dies gesundheitlich bedenklich wäre) , hier ging es um die Frage der Fairness.
Wie ich schon schrub, der eine erträgt die Schmerzen oder trainiert weniger, macht eventuell sogar ne Pause, weil er auf die Schmerzmittel verzichten will. der andere wirft ein, was er kriegen kann (bewusst überzeichnet, aber auch nicht aus der Luft gegriffen) und kann volle Kanne weiter trainieren. Wer hat nun einen Vorteil? Da könnte man jetzt sagen, soll doch der andere auch einwerfen, selbst schuld. Und schwubbs sind wir beim unerlaubten Doping. Sollen doch die anderen auch einwerfen. Doping, ist nicht per se unfair, aber verboten.

Gruss Tommi
Bild


Bild


Mein Tagebuch: forum/threads/96079-Die-dicken-Waden-der-dicken-Wade

"Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

Thorsten Havener

2767
Bonno hat geschrieben:Wenn einer eine Verletzung hat, (erlaubte) Schmerzmittel nimmt, damit er weiter trainieren kann, handelt doch nicht unfair. Er hat durch die Verletzung einen Trainingsnachteil, die durch die Medikamente ausgeglichen werden. Würde er die nicht nehmen, hätte doch der Konkurrent, der durchtrainieren konnte, einen Vorteil. DAS wäre unfair.
Dein Vergleich hinkt, eine Verletzung hat in der Regel eine Vorgeschichte.
Anders als eine Erkältung wird man nicht einfach beim Einkaufen angesteckt und bekommt eine Verletzung.

Die Kunst richtigen Trainings ist es auch Verletzungen zu vermeiden oder das Risiko einer solchen zu minimieren.
Veranlagungsbedingt neigt mancher eher zu Verletzungen als andere, das mag nicht fair sein, aber das Leben ist selten wirklich fair.

Der eine kann trainieren so hart und lang wie er will und rennt die 100m nicht unter 15 sec.
Der andere rennt die 100m aus dem lockerem Training herraus in 11 sec. oder schneller..
Vielleicht ist der langsamere Läufer von der Natur genetisch benachteiligt worden und aufgrund seines großen Trainingsfleißes muss er nur 80m statt 100m rennen, damit der Wettkampf auch für den genetisch benachteiligten fair wird - schliesslich sind seine Gene nicht sein verschulden! (Ironie)

Es gibt keine Gleichheit zwischen den Menschen und folglich auch keine völlige Fairness.

Ich gebe Dicke Wade recht,
der Übergang von erlaubten Schmerzmittelkonsum zum unerlaubten Doping ist fließend und irgendwann kommt immer das Argument: Die, die nichts nehmen sind doch selbst schuld - auch Doping ersetzt kein Training, also Freigabe aller pharmazeutischen Möglichkeiten!?

Ich finde ein Training, welches nur unter Schmerzmittel erfolgreich durch gezogen werden kann, benachteiligt die Sportler die durch durchdachtes, langfristiges Training ihre Leistung zusammen im Einklang mit ihrem Körper erzielen.
Alles andere würde die Sportler zwingen rücksichtslos mit ihrem Körper umzugehen um nicht benachteiligt zu sein.
Das Problem der Grauzone ist riesig, nicht ohne Grund ist der Verbrauch von legalen Schmerzmitteln, Asthmamedikamente ect. unter Sportlern höher als in der Durchschnittsbevölkerung.

Meine Meinung
Bild

2768
leviathan hat geschrieben:...... Und wenn jemand den Erfolg sucht, muss er eben eine Sportart wählen, wo Talent und Einsatz passen. Ansonsten muss man damit leben. ....
und genau DAS sehen die Doper eben anders

2769
Es ist doch nicht so, dass jemand eine Sportart wählt, für die er kein Talent hat,.mit Doping aber trotzdem an die Spitze kommt. Talent und Trainingsfleiß ist immer noch vonnöten.

Gruss Tommi

2770
klnonni hat geschrieben: der Übergang von erlaubten Schmerzmittelkonsum zum unerlaubten Doping ist fließend und irgendwann kommt immer das Argument: Die, die nichts nehmen sind doch selbst schuld - auch Doping ersetzt kein Training, also Freigabe aller pharmazeutischen Möglichkeiten!?
Nein, keine Freigabe aller pharmazeutischen Möglichkeiten, aber auch kein Verbot "aller" Möglichkeiten. Die Grenze ist in der Tat fließend. Konkretes Beispiel: Wenn mir in der Marathonvorbereitung im HM jemand hinten in die Hacken läuft, ich falle und mir eine Prellung zuziehe würde ich ein Medikament (entzündungshemmende Tablette + Salbe) nehmen, das die Heilung beschleunigt, um schneller wieder ins Training einsteigen zu können (um den Marathon nicht zu verpassen).

2771
Bonno hat geschrieben:Nein, keine Freigabe aller pharmazeutischen Möglichkeiten, aber auch kein Verbot "aller" Möglichkeiten. Die Grenze ist in der Tat fließend. Konkretes Beispiel: Wenn mir in der Marathonvorbereitung im HM jemand hinten in die Hacken läuft, ich falle und mir eine Prellung zuziehe würde ich ein Medikament (entzündungshemmende Tablette + Salbe) nehmen, das die Heilung beschleunigt, um schneller wieder ins Training einsteigen zu können (um den Marathon nicht zu verpassen).
Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Verletzung auskuriert und dazu erlaubte Medikamente verwende um nach der Genesung wieder ins Training einzusteigen oder ob er sie nimmt...
Bonno hat geschrieben:damit er weiter trainieren kann, handelt doch nicht unfair....hier ging es um die Frage der Fairness.
und meiner Meinung handelt er unfair wenn er nur aufgrund seiner Medikamente weiter trainieren kann.
So werden andere Sportler gezwungen mit zuziehen um erfolgreich zu sein.

Sobald Leistungssteigerung oder Leistungskonservierung nur mit Hilfe von Medikamenten möglich ist, finde ich es als unfaires Mittel.
Dabei ist es mir egal ob die Medikamente nur im Training oder auch im Wettkampf genommen werden.

Sicher habe ich auch schon Wärmeanwendungen bei Muskelverhärtungen in der Trainingsphase benutzt.
Auch habe ich bei einer beginnenden Entzündungsreaktion Ingweraufgüsse konsumiert um mit leicht reduzierter Trainingsintensität weiter machen zu können.
Was ich aber schon aus eigenem Interesse nie gemacht habe ist trainiert unter Schmerzmittel Einfluß.

Ich persönlich ziehe für mich da die Grenze wo ich glaube nur durch Selbstbetrug Leistung erbringen zu können.
Ab dem Moment wo ich nicht mehr fähig bin meine Körpersignale zu erkennen, da ich diese medikamentös abgeschaltet habe,
würde ich mich nicht mehr über meine erzielten Leistungen freuen. Egal ob die Mittelchen legal oder illegal gewesen wären.
Bild

2772
klnonni hat geschrieben:Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Verletzung auskuriert und dazu erlaubte Medikamente verwende um nach der Genesung wieder ins Training einzusteigen oder ob er sie nimmt...

Sicher habe ich auch schon Wärmeanwendungen bei Muskelverhärtungen in der Trainingsphase benutzt.
Auch habe ich bei einer beginnenden Entzündungsreaktion Ingweraufgüsse konsumiert um mit leicht reduzierter Trainingsintensität weiter machen zu können.
Was ich aber schon aus eigenem Interesse nie gemacht habe ist trainiert unter Schmerzmittel Einfluß.
Ich sag ja, schwieriges Thema. Du trainierst ja auch leicht reduziert weiter. Wahrscheinlich stört dich der Begriff "Schmerzmittel". Den Schmerz mit Schmerzmittel auszuschalten halte ich auch für problematisch. Aber ob man jetzt den Muskel mit Wärme oder Ingweraufgüsse behandelt oder irgendwelche (erlaubte) Salben oder entzündungshemmende Medikamente nimmt, ist für mich kein Unterschied. Wenn doch, dürfte man konsequenterweise gar nichts machen.

2773
Na ja, das sind ebenfalls fließende Grenzen. Oder mal ein profanes Beispiel das euere Theorien an der Nase herum führt, bzw. alles akademische ad absurdum führt.

Ich hatte eine Nervenenden-Entzündung leicht unterhalb der Achselhöhle vom Rücken zum Brustmuskel hin. Das verursachte beim Laufen (sobald es zu einer ruckhaften Auf- und Abbewegung kam) unsägliche Schmerzen ähnlich einer Zahnwurzelbehandlung. Ganz normales gehen war dagegen kein Problem. Behandelt wurde es mit Ibu 600 gegen die Entzündung, sollte das nicht dauerhaft Linderung bringen hätte ich härtere Hämmer bekommen. Nach ein paar Tagen war es immer noch schmerzhaft aber es gab ein Wundermittel => TAPE. Und da mein Heimrennen vor der Tür stand habe ich mir quasi ein Korsett um die Schulter getapt um die Stelle ruhig zu stellen. Und das hat zum Glück, trotz Hagelschauer und Schweiss 15km gehalten. Ich bin 6 Minuten schneller gerannt als im Jahr zuvor.

Klar, Ibu ist kein Doping, aber selbst wenn es es wäre, das eigentliche Doping war das Tape. Will man nun Tape verbieten? Und ich konnte wirklich nur deshalb laufen, hätte ich zurück ziehen sollen? Ganz ehrlich einen Vorteil hatte ich dadurch nämlich nicht, mal abgesehen davon, dass ich sonst nicht hätte laufen können.

Was ich damit sagen will, grau ist alle Theorie, aber in Fall des Falles muss mal das große Ganze sehen, allen Regeln zum trotz.
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

2774
Sorry, ihr vermischt hier zwei Sachen extrem:

a) Was ist gesund / sinnvoll / fair
b) Was ist verboten.

Über a) kann jeder für sich selbst entscheiden und jeder hat hier andere Maßstäbe. Ich würde mich (genau wie viele andere hier) nie mit Schmerzmitteln für einen Lauf "fitmachen", hierüber gibt es aber geteilte Ansichten und bei den Profis gehören Schmerzmittel oft dazu (ich erinnere an die bereits mehrfach verlinkte Team-Alpecin-Doku, in der die Sportler ihre Medikamentenbeutel in die Kamera hielten, auch in anderen Sportarten sieht es hier nicht anders aus).

b) ist hingegen sehr eindeutig. Es gibt eine abschließende Liste von verbotenen Medikamenten und Methoden.
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

2775
Bonno hat geschrieben:Ich sag ja, schwieriges Thema. Aber ob man jetzt den Muskel mit Wärme oder Ingweraufgüsse behandelt oder irgendwelche (erlaubte) Salben oder entzündungshemmende Medikamente nimmt, ist für mich kein Unterschied. Wenn doch, dürfte man konsequenterweise gar nichts machen.
Ja es ist es gibt eine große Grauzone und wie bei vielem im Leben gibt es kein klares "Richtig" oder "Falsch".
Dafür gibt es ja die Dopingmittelliste, als kleinster gemeinsamer Nenner.

Der Unterschied zwischen Wärmeanwendungen und Ingweraufgüsse gegenüber Arzneimittel ist der, dass Ingwer zwar entzündungshemmend ist und auch leicht schmerzlindernd wirkt, aber ich beim Training weiterhin mit jedem Schritt spüre, verletzt zu sein und meine Körpersignale empfange und reagieren kann - wenn ich spüre das Training belastet zu sehr breche ich ab.
Chemische Substanzen greifen meist direkter bei den Schmerzrezeptoren ein und bewirken ebend eine falsche Körperwarnehmung...

Ob ein Training nach dem Genuss von Ingwer bereits unfair ist, mag jeder selbst entscheiden.
Ich für mich kann es meinem Gewissen gegenüber aus den besagten Gründen verantworten.



Ruca war schneller mit seinem Verweis auf die Dopingliste.. :daumen:
Bild

2776
klnonni hat geschrieben:Es ist ein Unterschied, ob jemand eine Verletzung auskuriert und dazu erlaubte Medikamente verwende um nach der Genesung wieder ins Training einzusteigen oder ob er sie nimmt...
Die Grenzen sind aber doch fließend. Ein Medikament oder auch nur eine medizinische Behandlung kann die Heilung beeinflussen und damit Einfluss auf mein Training nehmen, indem es mich schneller wieder fit bekommt. Wenn ich bei Leistungssportlern, insbesondere Fußballern, höre, dass sie "fit gespritzt" wurden, denke ich einerseits, die würden das nicht machen, wenn es mittel- oder langfristig der Karriere schaden würde, aber andererseits frage ich mich auch, ob das wirklich der Gesundheit dient. Ich sehe da weniger die ethischen Aspekte der Fairness als vielmehr die Frage an mich selbst, wie weit ich gehen würde. Als Freizeitsportler setze ich die Grenze sicher niedriger an als ein Fußballnationalspieler, der das WM-Finale verpassen würde.
klnonni hat geschrieben:und meiner Meinung handelt er unfair wenn er nur aufgrund seiner Medikamente weiter trainieren kann.
So werden andere Sportler gezwungen mit zuziehen um erfolgreich zu sein.
Ich stelle mir hier die Frage, was ist fair und was ist unfair?

Wenn ich regelmäßig Kopfschmerzen habe und eine Aspirin nehme, damit ich trainieren kann, ist das dann unfair? Oder ist es nur unfair, wenn ich damit die Schmerzen in meinem Knie unterdrücke? Über die gesundheitlichen Aspekte will ich gar nicht diskutieren.

Wie sieht es mit homöopathischen Substanzen aus? Sind die nur denen erlaubt, die nicht wirklich daran glauben?

Oder ist es unfair, wenn ich mir einen Physiotherapeuten leiste, der es mir erlaubt, härter zu trainieren? Oder wenn ich es mir leisten kann, in ein Trainingslager in der Höhenluft von Eldoret zu fahren? Wie sieht es aus mit NEMs, die die Erholung beschleunigen?

Mal ein ganz anderer Aspekt: sind die Nike Vaporfly Next% fair?

Ich finde die Fairnessfrage nicht so schwarzweiß, weshalb man beim Doping letztlich auch gezwungen war, eine Liste mit verbotenen Medikamenten zu erstellen. Alles andere ist erlaubt. Ob es fair erscheint, hängt von den Ethikmaßstäben jedes einzelnen ab.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2777
*Frank* hat geschrieben: Wie sieht es mit homöopathischen Substanzen aus? Sind die nur denen erlaubt, die nicht wirklich daran glauben?

Oder ist es unfair, wenn ich mir einen Physiotherapeuten leiste, der es mir erlaubt, härter zu trainieren? Oder wenn ich es mir leisten kann, in ein Trainingslager in der Höhenluft von Eldoret zu fahren? Wie sieht es aus mit NEMs, die die Erholung beschleunigen?

Mal ein ganz anderer Aspekt: sind die Nike Vaporfly Next% fair?
Wie geschrieben:
klnonni hat geschrieben: Es gibt keine Gleichheit zwischen den Menschen und folglich auch keine völlige Fairness.
*Frank* hat geschrieben: Ich finde die Fairnessfrage nicht so schwarzweiß, weshalb man beim Doping letztlich auch gezwungen war, eine Liste mit verbotenen Medikamenten zu erstellen. Alles andere ist erlaubt. Ob es fair erscheint, hängt von den Ethikmaßstäben jedes einzelnen ab.
+1
habe ich ja auch so geschrieben, sehe ich genauso
klnonni hat geschrieben:Ja es ist es gibt eine große Grauzone und wie bei vielem im Leben gibt es kein klares "Richtig" oder "Falsch".
Dafür gibt es ja die Dopingmittelliste, als kleinster gemeinsamer Nenner.
Bild

2778
klnonni hat geschrieben:Der Unterschied zwischen Wärmeanwendungen und Ingweraufgüsse gegenüber Arzneimittel ist der, dass Ingwer zwar entzündungshemmend ist und auch leicht schmerzlindernd wirkt, aber ich beim Training weiterhin mit jedem Schritt spüre, verletzt zu sein und meine Körpersignale empfange und reagieren kann - wenn ich spüre das Training belastet zu sehr breche ich ab.
Chemische Substanzen greifen meist direkter bei den Schmerzrezeptoren ein und bewirken ebend eine falsche Körperwarnehmung...
Sorry, ich kann da nur schlecht (bzw. nicht, wie man sieht) aus meiner Haut: Ingwer ist genauso "chemische Substanz" wie Arzneimittel.

Nach Deiner Logik müsste entweder ein hypothetisches leichtes, d.h. so stark wie Ingwer wirkendes, "chemisches" Arzneimittel auch ok sein, da es genauso stark wirkt wie Ingwer. Oder Ingwer ist auch nicht ok, da es, wie jedes geeignete "chemische" Arzneimittel, den Schmerz lindert.

Die kategorische Unterscheidung ergibt für mich logisch jedenfalls keinen Sinn.

2779
Ja, deswegen hatte ich z.B. nach homöopathischen Mitteln und NEMs nachgefragt. Citrullin (eine Aminosäure, die den aeroben Energiestoffwechsel durch eine Reduktion von Laktat unterstützt) wäre dann als NEM unfair, wenn ich aber Wassermelone esse, ist es OK. Weidenrindenextrakt fair, Aspirin nicht. Kurkumin und Ingwer als entzündungshemmende Mittel fair, aber Voltarencreme nicht.

Ich kann den Standpunkt auch nicht nachvollziehen.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2781
OK, dann ergänze ich noch: Globuli fair, Ibu 600 nicht.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2783
Ich weiß jetzt nicht, warum du hier eine Nebelbombe zündest, aber egal.

Dass es ohne Wirkstoff kein wirksames homöopathisches Mittel ist, dürfte hoffentlich klar sein. Nimm als Beispiel Globuli mit dem Wirkstoff Arnica.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2784
lespeutere hat geschrieben:Sorry, ich kann da nur schlecht (bzw. nicht, wie man sieht) aus meiner Haut: Ingwer ist genauso "chemische Substanz" wie Arzneimittel.

Nach Deiner Logik müsste entweder ein hypothetisches leichtes, d.h. so stark wie Ingwer wirkendes, "chemisches" Arzneimittel auch ok sein, da es genauso stark wirkt wie Ingwer. Oder Ingwer ist auch nicht ok, da es, wie jedes geeignete "chemische" Arzneimittel, den Schmerz lindert.

Die kategorische Unterscheidung ergibt für mich logisch jedenfalls keinen Sinn.
Ich habe doch nie abgestritten, dass Ingwer aus chemische Substanzen besteht.
Alles ist Chemie:
Chemie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und der Umwandlung von Stoffen beschäftigt.
Eines jeden Stoffes auch des Ingwers, darum besteht jeder Stoff aus "Chemischen Substanzen"


Und inhaltlich habe ich doch jeden freigestellt mein Handeln zu kritisieren:
klnonni hat geschrieben:
Ob ein Training nach dem Genuss von Ingwer bereits unfair ist, mag jeder selbst entscheiden.
Ich für mich kann es meinem Gewissen gegenüber aus den besagten Gründen verantworten.
:confused:

Wo ist das Problem ?

Ingwer lindert ein wenig den Schmerz, manche glauben dies wäre nur ein Placeboeffekt.
Bewiesen ist eine leichte entzündungshemmende aber keine entzündungsunterdrückende Eigenschaft.
Wenn es ein Arzneimittel gäb, welches genauso leicht anwendbar, günstig und geschmacklich als Aufgussgetränk zu trinken gäb - warum nicht?
Die meisten Medikamente gegen Entzündungen die ich kenne, sind eher entzündungsunterdrückend und damit nicht wirklich heilfördernd.

Ingwer verdeckt keine Entzündungsschmerzen, ich spüre trotz dessen Konsum immer noch die Signale meines Körpers.

Dies ist kein Widerspruch zu:
klnonni hat geschrieben: Ich persönlich ziehe für mich da die Grenze wo ich glaube nur durch Selbstbetrug Leistung erbringen zu können.
Ab dem Moment wo ich nicht mehr fähig bin meine Körpersignale zu erkennen, da ich diese medikamentös abgeschaltet habe,
würde ich mich nicht mehr über meine erzielten Leistungen freuen. Egal ob die Mittelchen legal oder illegal gewesen wären.
Bild

2785
*Frank* hat geschrieben:Ich weiß jetzt nicht, warum du hier eine Nebelbombe zündest, aber egal.

Dass es ohne Wirkstoff kein wirksames homöopathisches Mittel ist, dürfte hoffentlich klar sein. Nimm als Beispiel Globuli mit dem Wirkstoff Arnica.
Dann ist es per Definition nicht Homöopathie.

2786
klnonni hat geschrieben:Bewiesen ist eine leichte entzündungshemmende aber keine entzündungsunterdrückende Eigenschaft.


Ein Eisbeutel unterdrückt die Entzündung auch :wink:
Der Ansatz ist wahrscheinlich ein Irrweg. Letztendlich geht es darum, was ich bereits weiter oben beschrieben hatte:

leviathan hat geschrieben:Doping wurde übrigens mal folgend definiert: "Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch von körperfremden Substanzen in jeder Form oder physiologischen Substanzen in abnormaler Form oder auf abnormalem Wege an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf."
Nun weise das mal nach. Daher hat man es spezifisch auf diverse Substanzen ausgerichtet. Make a long story short… Du hast Recht! Es nützt aber nix :P


Bei normalen Lebensmitteln ist das doch ein überschaubares Problem. Man dürfte sich nach der alten Definition sogar vor dem Start bekreuzigen, obwohl daß - zumindest Gläubigen - zusätzliche Kraft verleihen soll.

Dennoch war die Definition so unpräzise, daß sie einfach nicht praktikabel war. So hat man sich an der Definition von bestimmten Wirkstoffen festgehalten bzw. an Grenzwerten orientiert. Und selbst das ist gar nicht so einfach wie man denkt. Insbesondere seit Herr Schäuble als Innenminister die Klausel eingeführt hat, daß jeder Athlet selbst dafür verantwortlich ist, was in seinem Körper landet. Ich kann mich noch genau an ein Interview erinnern. Da fragte er einen Spitzensportler, nachdem dieser zustimmte: "Wissen Sie was das bedeutet?" Der Sportler antwortete: "Ja und wir wollen das."
Unglücklicherweise hatte der Sportler keine Ahnung, was er da sagte.
nix is fix

2789
klnonni hat geschrieben:Bewiesen ist eine leichte entzündungshemmende aber keine entzündungsunterdrückende Eigenschaft.
Die Wirkung von Ibu, Diclo usw. gegen Schmerzen und Entzündungen beruht darauf, dass sie die Bildung der Enzyme COX-1 und COX-2 hemmen, die wiederum für die Bildung von entzündungsvermittelnden Stoffen verantwortlich sind.

Jetzt rate mal, worauf die antientzündliche Wirkung von Ingwer beruht!

Richtig, auf der Hemmung der COX-2-Bildung! Es ist also nur eine Frage der Dosis, ob Ingwer den Schmerz bzw. die Entzündung unterdrückt oder nur leicht hemmt.

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass Kurkumin ja auch entzündungshemmend wirkt, aber nicht entzündungsunterdrückend. Leider ist der Wirkmechanismus von Kurkumin dem von Cortison sehr ähnlich. Beide fördern die Bildung eines entzündungshemmenden Proteins.

Ist gar nicht so einfach, wirklich fair zu bleiben.

Aber mal davon abgesehen, ist die Einstellung, auf Schmerzmittel zu verzichten, wenn man trainiert, ja schon sehr vernünftig. Gesundheit geht schließlich vor und bei keinem von uns hängt unser Leben davon ab, ob wir trainieren oder einen Wettkampf bestreiten können.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2790
*Frank* hat geschrieben:Aber mal davon abgesehen, ist die Einstellung, auf Schmerzmittel zu verzichten, wenn man trainiert, ja schon sehr vernünftig. Gesundheit geht schließlich vor und bei keinem von uns hängt unser Leben davon ab, ob wir trainieren oder einen Wettkampf bestreiten können.
Bedeutet also ca. 5 mal die Woche 30min Sport zu betreiben und auf harte Einheiten zu verzichten? Jeder etwas härter trainierende Athlet nimmt eine höhere Verletzungsanfälligkeit in Kauf. Sonst müsste man auch jeden Ballsportler oder Kontaktsportler als Hasardeur bezeichnen. Es ist nicht das Ziel Risiken zu vermeiden, sondern in ein noch vernünftiges Verhältnis zu setzen.

Daß aber nur die Gesundheit im Vordergrund steht, würde ich jedem auch nur in Teilen ambitioniert trainierenden Sportler absprechen. Für mich kann ich das definitiv sagen. Wenn ausschließlich die Gesundheit im Vordergrund stehen würde, könntest Du mich tatsächlich jede Woche 5x auf dem Radergometer finden.
nix is fix

2791
lespeutere hat geschrieben:Sorry, ich kann da nur schlecht (bzw. nicht, wie man sieht) aus meiner Haut: Ingwer ist genauso "chemische Substanz" wie Arzneimittel.

Nach Deiner Logik müsste entweder ein hypothetisches leichtes, d.h. so stark wie Ingwer wirkendes, "chemisches" Arzneimittel auch ok sein, da es genauso stark wirkt wie Ingwer. Oder Ingwer ist auch nicht ok, da es, wie jedes geeignete "chemische" Arzneimittel, den Schmerz lindert.

Die kategorische Unterscheidung ergibt für mich logisch jedenfalls keinen Sinn.
:confused:
leviathan hat geschrieben:Ein Eisbeutel unterdrückt die Entzündung auch :wink:
Was hat jetzt eine physikalische Behandlung mit einer chemischen Substanz zu tun?

leviathan hat geschrieben:Der Ansatz ist wahrscheinlich ein Irrweg.
Ja das sehe ich genauso,
Wenn ich ein chemischen Wirkstoff nehme, egal ob in biologischer Form oder in synthetischer Form so ist dies nicht mit physikalischer Anwendung vergleichbar.
Der chemische Wirkstoff wirkt im Organismus über Stunden direkt auf die Entzündungsprozesse im Körper, bis er abgebaut, ausgeschieden oder beides ist.
Das Kühlkissen wirkt nur Oberflächlich und kurzzeitig und nur indirekt.

leviathan hat geschrieben:Bei normalen Lebensmitteln ist das doch ein überschaubares Problem. Man dürfte sich nach der alten Definition sogar vor dem Start bekreuzigen, obwohl daß - zumindest Gläubigen - zusätzliche Kraft verleihen soll.
Für mich fällt Ingwer unter den "normalen" Lebensmitteln.
leviathan hat geschrieben: Dennoch war die Definition so unpräzise, daß sie einfach nicht praktikabel war. So hat man sich an der Definition von bestimmten Wirkstoffen festgehalten bzw. an Grenzwerten orientiert. Und selbst das ist gar nicht so einfach wie man denkt. Insbesondere seit Herr Schäuble als Innenminister die Klausel eingeführt hat, daß jeder Athlet selbst dafür verantwortlich ist, was in seinem Körper landet. Ich kann mich noch genau an ein Interview erinnern. Da fragte er einen Spitzensportler, nachdem dieser zustimmte: "Wissen Sie was das bedeutet?" Der Sportler antwortete: "Ja und wir wollen das."
Unglücklicherweise hatte der Sportler keine Ahnung, was er da sagte.
Ja, ich habe keine Ahnung was Du mir mit Herrn Schäubles Interview sagen willst,
aber ich sagte für mich klar und präzise:

"Ich persönlich ziehe für mich da die Grenze wo ich glaube nur durch Selbstbetrug Leistung erbringen zu können.
Ab dem Moment wo ich nicht mehr fähig bin meine Körpersignale zu erkennen, da ich diese medikamentös abgeschaltet habe,
würde ich mich nicht mehr über meine erzielten Leistungen freuen. Egal ob die Mittelchen legal oder illegal gewesen wären."

Und damit:
klnonni hat geschrieben: Ja es ist es gibt eine große Grauzone und wie bei vielem im Leben gibt es kein klares "Richtig" oder "Falsch".
Dafür gibt es ja die Dopingmittelliste, als kleinster gemeinsamer Nenner.


Müsste alles gesagt sein.
Bild

2792
klnonni hat geschrieben: Wenn ich ein chemischen Wirkstoff nehme, egal ob in biologischer Form oder in synthetischer Form so ist dies nicht mit physikalischer Anwendung vergleichbar.
Der chemische Wirkstoff wirkt im Organismus über Stunden direkt auf die Entzündungsprozesse im Körper, bis er abgebaut, ausgeschieden oder beides ist.
All das, was Du jetzt schreibst, trifft auch auf die Vitamine A, C und E zu...
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

2793
ruca hat geschrieben:All das, was Du jetzt schreibst, trifft auch auf die Vitamine A, C und E zu...
+1

Ja, ich verstehe jetzt auch nicht wo das Problem liegt.

Ausgangspukt war der Satz:
Bonno hat geschrieben:Wenn einer eine Verletzung hat, (erlaubte) Schmerzmittel nimmt, damit er weiter trainieren kann, handelt doch nicht unfair.
Es ging also nicht juristisch um den Begriff Doping sondern um meine persönliche Meinung zum Thema Fairness.
Was fair ist, bleibt die persönliche Definition eines jeden einzelnen, grundsätzlich gibt es keine absolute Fairness sondern nur feste Grundsätze in Form von einzuhaltende Normen wie zum Beispiel Substanzen, die in der Dopingliste festgeschrieben sind.
Bild

2794
klnonni hat geschrieben:Ich persönlich ziehe für mich da die Grenze wo ich glaube nur durch Selbstbetrug Leistung erbringen zu können.
Das ehrt dich, bringt aber eine Dopingdebatte nicht weiter, denn würden alle so handeln, dann würde es keiner WADA bedürfen. Davon ab, wie sieht es aus mit Eigenblut? Doping? Immerhin hast du es selbst produziert, es ist ein körpereigener Stoff und im Prinzip kann man den Vorgang über ein Höhentraining auch auf natürlichem Wege bis zu einem gewissen Maß nachbilden.

Selbstbetrug oder nur das Höhentraining "abgekürzt"?
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

2795
leviathan hat geschrieben:Mag unappetitlich sein, entspricht aber wohl den Regeln. Zumindest interpretiere ich das so. Was hättest Du dann gemacht? Ihn dennoch gesperrt?
Das einzig sinnvolle wäre hier die Regeln anzupassen oder präziser zu definieren.
Da ich einen Beitrag über die Dopingermittlungen gegen Coleman gepostet hatte, war dies nun der Hinweis auf den Abschluß des Verfahrens. Formal ist dann wohl alles regelkonform gewesen.
"Ich habe es immer geliebt, zu laufen. Es war etwas was man einfach so machen konnte. Du konntest in jede Richtung laufen, schnell oder langsam, gegen den Wind ankämpfen wenn du wolltest, neue Umgebungen kennenlernen mit der Kraft deiner Füße und dem Mut deiner Lungen." (Jesse Owens)

Wichtiger Hinweis: https://joachim-zelter.de/wp-content/up ... /PDF.9.pdf

2796
leviathan hat geschrieben:Bedeutet also ca. 5 mal die Woche 30min Sport zu betreiben und auf harte Einheiten zu verzichten?
Nein, das habe ich auch gar nicht geschrieben. Für mich heißt das, wenn ich solche Schmerzen habe, dass ich ohne Schmerzmittel nicht laufen kann, dann lasse ich es. Ich höre meist auch nicht auf, wenn ich der Meinung bin, dass es nichts Schlimmes ist, musste aber leider auch schon feststellen, dass die Verletzungspause kürzer gewesen wäre, wenn ich aufgehört hätte.
leviathan hat geschrieben:Daß aber nur die Gesundheit im Vordergrund steht, würde ich jedem auch nur in Teilen ambitioniert trainierenden Sportler absprechen. Für mich kann ich das definitiv sagen. Wenn ausschließlich die Gesundheit im Vordergrund stehen würde, könntest Du mich tatsächlich jede Woche 5x auf dem Radergometer finden.
Ich würde auch in Frage stellen, dass ambitionierte Sportler vernünftig sind - und da schließe ich mich ein. Es gibt nur bestimmte Grenzen, die ich trotz aller Ambition nicht überschreiten würde. Mit einer starken Erkältung/Mandelentzündung oder einer Verletzung, die schwerwiegende und/oder langfristige orthopädische Probleme nach sich ziehen könnte, wenn ich sie mit Hilfe von Schmerzmitteln zu ignorieren versuche, würde ich definitiv eine Pause einlegen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich richtig erinnere, aber bei Fahrradfahren mit einer gebrochenen Rippe wäre bei mir die Grenze überschritten.
VG Frank
5km - 19:38 (2009) ~ 10km - 40:02 (2011) ~ 15km - 61:07 (2010) ~ 10M - 67:37 (2009) ~ HM - 1:29:01 (2008) ~ M - 3:14:29 (2012)
Nächster Wettkampf: TBD

2798
klnonni hat geschrieben: Was hat jetzt eine physikalische Behandlung mit einer chemischen Substanz zu tun?
...
Ja das sehe ich genauso,
Wenn ich ein chemischen Wirkstoff nehme, egal ob in biologischer Form oder in synthetischer Form so ist dies nicht mit physikalischer Anwendung vergleichbar.
Da hast Du grundsätzlich Recht und genau darauf wollte ich auch hinaus. Du hast eben nicht in Richtung Medikament argumentiert, sondern in Richtung Grund. Und bei letzterem öffnest Du dann auch diese Tür.

Ich kann übrigens einer therapeutischen Einnahme von Schmerzmitteln nicht in jedem Fall etwas negatives abgewinnen. Das betrifft auch die Vorbereitung auf einen Wettkampf oder das Training. Rein ethisch kann man hier durchaus auseinanderhalten, ob es sich um die therapeutische Einnahme wegen einer Einschränkung handelt oder eben um das vorab geplante Vermeiden oder einer Linderung von Schmerzen im Wettkampf. Damit meine ich aber insbesondere die Erwartung, daß irgendwann die Muskulatur aufgrund der Anstrengung zu brennen bzw. zu schmerzen beginnt. Das ist ein ganz normaler limitierender Vorgang. Diesen chemisch zu unterdrücken, würde ich rein ethisch zu 100% als Doping klassifizieren.

Wenn jemand Kopf-, Zahn- oder was auch immer für Schmerzen hat, sehe ich das als normale therapeutische Anwendung. Da so eine Unterescheidung allerdings nicht nachweisbar ist, unterlässt man diese einfach. So bleibt letztendlich "nur" das verbotene Mittel als Definition stehen.
nix is fix

2799
bones hat geschrieben:Da ich einen Beitrag über die Dopingermittlungen gegen Coleman gepostet hatte, war dies nun der Hinweis auf den Abschluß des Verfahrens. Formal ist dann wohl alles regelkonform gewesen.
Ich hatte das "sauber" als Wertung interpretiert :wink:

Übrigens werte ich es genauso :P
nix is fix

2800
*Frank* hat geschrieben:...einer Verletzung, die schwerwiegende und/oder langfristige orthopädische Probleme nach sich ziehen könnte, wenn ich sie mit Hilfe von Schmerzmitteln zu ignorieren versuche, würde ich definitiv eine Pause einlegen...
Ist aber auch eine relativ neue Einsicht bei dir. Wenn ich mich recht an deinen Boston Bericht erinnere.
Antworten

Zurück zu „Laufsport allgemein“