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  1. #51
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Allein aus Deutschland in den letzten paar Jahren: Breuer, Baumann. Damit hat man so fast alle halbwegs aktuellen deutschen Welt/Olympiasieger der Mittel/Langstrecken erwischt, oder.
    400m zählt man heute meist nicht zur Mittelstrecke, sondern als Langsprint zum Sprint.

    Wenn du sie dazu nehmen willst:
    Über 400 und 400 Hürden waren Harald Schmid, Thomas Schönlebe, Ingo Schultz sehr weit oben. Kein Doping nachgewiesen. Mit Einschränkungen waren auch Leute wie Edgar Itt oder die ganze 4*400 sehr weit oben. Ok ist jetzt teilweise etwas länger her.

    Erwischt hat es damals nur die Leute aus der Springsteingruppe.

    400m Hürden mann Thomas Goller wurde ja positiv getestet, wieder ein typisches Beispiel: Ein alternder Star aus der (international gesehen) 3. Reihe.

    Baumann ist, wie wir alle wissen, ein besonderer Fall. Er hat den Olympiasieg und u. a. den deutschen Rekord über 5000m behalten dürfen. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass er da schon gedopt war. National ist iirc sogar frei gesprochen worden, man konnte sich aber nicht gegen die IAAF durchsetzen.

    Schaut euch die Fälle mal an .... da gab es die slowenische 800m Läuferin, dann wenn ein Kenianer, wurde mal ein drittklassiger erwischt .... bis auf Ramzy oder den schwierigen Fall Baumann fast alles Nonames.

    (Bei strecken bis 400 fallen einem dagegen schnell mehr Namen aus der Spitze ein ... Johnson, Krabbe, Breuer, Pettigrew, Jones, Fraser)

    Dominguez ist die mit Abstand bekannteste LangstreckenLäuferin unter Verdacht seit langem. (Kommt bitte nicht mit der Marathoneuropameisterin, die könnte keinen der wirklich guten Stadtmarathons gewinnen, Marathon EM ist wenig wert). Dominguez ist vom Leistungsvermögen über 5000m aber auch weit von der afrlkanischen Spitze entfernt. Auf der Hindernisstrecke der Frauen ist die Leistungsdichte noch bescheiden, es ist eine sehr junge Disziplin. Wenn ein paar KenianerInnen und Äthiopierinnen die Technik gerlent haben, machen Leute wie Dominguez da bald keinen Stich mehr ...

    Ich bleibe dabei: Im Mittel- Und Langstreckenlauf werden signifikant weniger TopathletInnen positiv getestet als im Sprint oder im Radsport. Ob das wirklich daran liegt, das weniger gedopt wird, ist eine andere Frage.

    Gruß
    C.

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  2. #52
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Baumann ist, wie wir alle wissen, ein besonderer Fall. Er hat den Olympiasieg und u. a. den deutschen Rekord über 5000m behalten dürfen. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass er da schon gedopt war. National ist iirc sogar frei gesprochen worden, man konnte sich aber nicht gegen die IAAF durchsetzen.
    Moin,

    also ich sehe nicht, dass Baumann "ein besonderer Fall" war. Dass der eigene Verband versucht hat, ihn zu schützen, ist normal (und eine Sauerei), und dass er die alten Medaillen behalten durfte, ist auch normal (s. den von dir genannten Ramzi oder Ullrich oder überhaupt alle).

    Letzteres bedauere ich auch sehr - wenn Doper alle Medaillen und Preisgelder zurückgeben müssten und grundsätzlich danach von Wettbewerben ausgeschlossen würden, würden sich das so einige zweimal überlegen. Wenn Wissenschaftler betrügen, kann sogar deren Doktortitel jahrelang nach Anerkennung wieder aberkannt werden.

    Schaut euch die Fälle mal an .... da gab es die slowenische 800m Läuferin, dann wenn ein Kenianer, wurde mal ein drittklassiger erwischt .... bis auf Ramzy oder den schwierigen Fall Baumann fast alles Nonames.

    (Bei strecken bis 400 fallen einem dagegen schnell mehr Namen aus der Spitze ein ... Johnson, Krabbe, Breuer, Pettigrew, Jones, Fraser)
    Zustimmung. Obwohl mir noch Nils Schumann und Regina Jacobs (war in Amerika ein Riesenthema) einfallen, aber zwei mehr Namen machen den Kohl nicht fett. Denn bei den Sprintern fallen uns noch mehr ein als du genannt hast. Alleine aus den USA Lewis (nicht gesperrt da vom Verband geschützt)/Montgomery/Gatlin.

    Bei den 100 m ist das ähnlich wie bei der Tour de France: so ziemlich alle Stars der letzten 15-20 Jahre wurden erwischt (wenn auch nicht alle verurteilt wg. zB fehlender B-Probe bei Armstrong).

    Ich bleibe dabei: Im Mittel- Und Langstreckenlauf werden signifikant weniger TopathletInnen positiv getestet als im Sprint oder im Radsport. Ob das wirklich daran liegt, das weniger gedopt wird, ist eine andere Frage.
    Ja. Das finde ich auch bemerkenswert und sehr interessant.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  3. #53

  4. #54
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Letzteres bedauere ich auch sehr - wenn Doper alle Medaillen und Preisgelder zurückgeben müssten und grundsätzlich danach von Wettbewerben ausgeschlossen würden, würden sich das so einige zweimal überlegen.
    Hallo,

    was für eine Art Sportjustiz soll das denn sein? Straftätern billigt man nach Verbüßung ihrer Strafe auch zu, wieder in die Gesellschaft integriert zu werden und sperrt sie wegen Betrugs oder Diebstahls nicht lebenslang weg.

    Im übrigen ist nicht der (Spitzen-) Sportler alleine Schuld am Phänomen Doping. Da geht es für viele Leute um viel Geld und für Zuschauer um den Thrill immer besserer Leistungen. Wer Doping wirklich anpacken will, darf nicht nur beim Athleten ansetzen.

    Im übrigen stört mich die immer wieder durchschimmernde Idee Doping könnte irgendwann mal kein Problem mehr sein. Als wenn es je so weit käme, dass niemand mehr dopt. Ständig werden neue Methoden und Präparate entwickelt, die nicht nachzuweisen sind. So wie ungesetztliches Handeln allgemein immer geben wird, wird es auch Doping immer geben, so lange Menschen noch um die Wette sporteln.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  5. #55

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    Also deinem letzten Absatz muss ich widersprechen:
    Es gibt Orte/Städte, da werden mehr Menschen erschossen als woanders.

    Oder z.B. in den 70ern war Rauchen super - gilt heute als nicht mehr ganz so cool (und man "muss" nun als Nichtraucher viel seltener rauchen als noch vor ein paar Jahren).

    D.h. menschliches Verhalten lässt sich schon von "moralischen" Werten der Gesellschaft steuern; sicher wird es nie kein Doping geben, aber wieviele Sportler wieviel dopen - _das_ lässt sich steuern. _Wenn_ nur genug viele genug laut sind.

    Das mag mühsam sein; aber als Läufer trainiert man ja auch Wochen/Monate für einen Marathon und ist dann trotzdem langsamer als beim letzten Marathon - und trotzdem würdest du wohl kaum sagen: "Das mit dem Training bringt nichts, das lass ich dann mal."

  6. #56
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    Mal wieder Doping. Mal wieder ein Jahr rum? Dann gestatte ich mir mal wieder (als Ergänzung):

    Wie_Alltagsdrogen_die_Gesellschaft_steue rn.avi

    Knippi
    (Gruß aus dem Glashaus)

  7. #57
    Avatar von Meisterdieb
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    Übrigens sprach Goethe dem Menschen das Recht auf einen ordentlichen Rausch zu. Sprach selbst gern dem Rebensaft zu. Wie viele kulturelle Höchstleistungen auf dem Gebiet der Kunst wurden von Alkoholikern erbracht? Auf Aketismus folgt Nihilismus.
    Täuschen wir uns nicht! Die Laufjacke gehört zu den kulturellen Zwangsjacken.

  8. #58
    Avatar von Scotlandbiker
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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Übrigens sprach Goethe dem Menschen das Recht auf einen ordentlichen Rausch zu. Sprach selbst gern dem Rebensaft zu. Wie viele kulturelle Höchstleistungen auf dem Gebiet der Kunst wurden von Alkoholikern erbracht? Auf Aketismus folgt Nihilismus.
    Es erschließt sich mir jetzt nicht so ganz was Doping mit einem Vollrausch zu tun hat.
    Besoffene Radfahrer bei der Tour de France, oder besoffene Starter bei Leichtathletikwettkämpfen waren - so würde ich meinen wollen - noch nie das Problem.

    Das Problem ist, wie Udo bereits ausgeführt hat, oftmals der Zuschauer der immer wieder besssere Zeiten oder grössere Weiten erwartet und natürlich auch der Sponsor der bei "seinem" Athleten Leistungen einfordert.

    Die Resultate sind bekannt.

    Letztendlich ist es ein Betrug am Besucher im Stadion bzw. am Fernsehgerät. Das betrifft mich persönlich nicht, da wir ein fernsehfreier Haushalt sind und meine Wochenendzeit für die Kinder verplant ist, aber es würde mich schon als Betroffener schon ärgern.

    Peter
    Berlin HM 2010 2.09 Stunden/Füssen HM 2010 1.59 Stunden, Berlin Marathon 2010 4.31 Stunden

    Berlin HM 2011 1.59 Std., BIG 25 Berlin 2:16:39 ( HM 1:54:27 = PB )
    Rostock Marathonnacht 2011 4:16:20 Stunden, Berlin Marathon 2011 4:39 Stunden

    Laufjahr 2012: 10.3. Braveheart Battle ( gefinisched ) / 1.4. Berlin HM 1:55, 29.4. Hamburg M.
    7.10. Bremen M., 28.10 Cross Challenge

  9. #59

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    Zitat Zitat von Scotlandbiker Beitrag anzeigen
    Es erschließt sich mir jetzt nicht so ganz was Doping mit einem Vollrausch zu tun hat.
    Dazu muss man das oben verlinkte video gesehen haben.

    Zitat Zitat von Scotlandbiker Beitrag anzeigen
    aber es würde mich schon als Betroffener schon ärgern.
    Kannst du haben ...
    Es gibt ja - ab und an - so Meldungen, dass x% (x erstaunlich hoch) der Starter (=mehrheitlich Hobbyläufer) bei Marathons "Mittelchen" einwerfen. Also frag dich mal wieviele, die da vor dir laufen, "gedopt" sind ..

    Wenn ich bei Volksläufen in unserer Region starte, dann schaut bei so 400-500 Teilnehmern ein Top-10-Platz für mich raus. Da frage ich mich dann, wieviele von denen vor mir sind sauber? V.a. wenn plötzlich der Vereinspräsident eines lokalen (und lokal sehr erfolgreichen) Triathlon-Vereines von seinem Dienst im Krankenhaus suspendiert wird, weil er dort gleich Mal das EPO - praktischerweise - mitgenommen hat?!?

    Der "Druck" der Zuschauer (und lokaler Gewerbetreibender, die hier mal sponsern) ist hier egal; es sind schon die "Sportler" selber, die hier doof sind ....

  10. #60
    Avatar von Scotlandbiker
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    Wir sind uns hier wahrscheinlich einig darüber, dass es immer ein Problem mit der Einnahme leistungsfördernder Mittel geben wird. Auch die Trucker nehmen die Pillen um wach zu bleiben, was am Ende auf das Gleiche herauskommt. Wer seine Gesundheit ruinieren will um ganz vorne dabei zu sein....bitte schön, meinen Segen hat er oder sie. Problematisch finde ich halt eben nur, dass die Spitzensportler-/innen oft als Vorbilder - auch für Kinder und Jugendliche - herhalten und diesem Anspruch dann nicht mehr gerecht werden ( können ).
    Peter
    Berlin HM 2010 2.09 Stunden/Füssen HM 2010 1.59 Stunden, Berlin Marathon 2010 4.31 Stunden

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    Rostock Marathonnacht 2011 4:16:20 Stunden, Berlin Marathon 2011 4:39 Stunden

    Laufjahr 2012: 10.3. Braveheart Battle ( gefinisched ) / 1.4. Berlin HM 1:55, 29.4. Hamburg M.
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  11. #61
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    was für eine Art Sportjustiz soll das denn sein? Straftätern billigt man nach Verbüßung ihrer Strafe auch zu, wieder in die Gesellschaft integriert zu werden und sperrt sie wegen Betrugs oder Diebstahls nicht lebenslang weg.
    Ich sprach ja nicht von Einsperren, sondern von einem (de facto) Berufsverbot ("grundsätzlich danach von Wettbewerben ausgeschlossen"). Man kann dann ja immer noch in die Politik gehen und reicher und berühmter werden; heutzutage dürfen Betrüger ja sogar Minister sein.

    Ein solches Quasi-Berufsverbot gibt es ja, wie bereits von mir erwähnt, in anderen Berufen auch, wenn der Beruf zu einem Verbrechen benutzt wurde, z. B. in der Wissenschaft (s. H. Schön), bei Anwälten, Richtern, Ärzten, und früher auch bei Politikern.

    Gut, da gibt es auch Gegenbeispiele: wenn zB die Kassiererin in die Kasse greift, wird sie zwar entlassen, aber evtl (von jemand anders) wieder eingestellt. So einfach wie bei den betrügenden Sportlen ist das aber nicht in jedem Beruf.

    Auf jeden Fall sind die derzeitigen Strafen nicht abschreckend genug.
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  12. #62
    Es ist nichts scheißer als Platz vier. Avatar von hardlooper
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall sind die derzeitigen Strafen nicht abschreckend genug.
    Ob härtere Strafen helfen? Bei "Tätern" existiert häufig diese verhängnisvolle Nichterwischtwerdenvermutung (mal rustikal von der Unschuldsvermutung "abgeleitet" ).

    Knippi

  13. #63
    Avatar von Meisterdieb
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    Zitat Zitat von Scotlandbiker Beitrag anzeigen
    Es erschließt sich mir jetzt nicht so ganz was Doping mit einem Vollrausch zu tun hat.
    Peter
    Nun, schlicht eine Leistungssteigerung. Der Autor mit Schreibblockade trinkt eine Flasche Whisky. Der Läufer nimmt eine Spritze Epo.

    Ich habe noch nie gehört, dass sich Eltern bei einem alkoholabhängigen Autor beschwert haben, er sei ein schlechtes Vorbild für ihre Kinder und sie werden seine wunderbaren Kinderbücher jetzt in die Tonne treten. Aber was für ein Aufschrei, wenn der erfolgreiche Trainer der Fußballknaben auch nur zur Zigarette greift.

    Irgendwie scheint der Welt der Gottesglaube abhanden gekommen zu sein. Jetzt wird Gott in dem Menschen gesucht. Im Sport ist es der absolut saubere Olympiasieger mit dem Charakter von Mutter Theresa. Also ein Geist, kein wirklicher Mensch aus Fleisch und Blut und darum fehlbar. Doping ist nun einmal in der Welt. Der Sport wird von Menschen, nicht von Geistern betrieben. Wir wollen alle gewinnen. Um also den Leistungssportler nicht zu kriminalisieren ist allein die vollständige Dopingfreigabe menschlich.
    Täuschen wir uns nicht! Die Laufjacke gehört zu den kulturellen Zwangsjacken.

  14. #64
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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Um also den Leistungssportler nicht zu kriminalisieren ist allein die vollständige Dopingfreigabe menschlich.
    aber völlig verantwortungslos
    Liebe Grüße aus Duisburg


    http://www.heme45.de









  15. #65

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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Um also den Leistungssportler nicht zu kriminalisieren ist allein die vollständige Dopingfreigabe menschlich.
    So ein Schwachsinn.
    Grobe Fakten aus einer Studie (soweit sie mir im Gedächntnis geblieben sind):

    in Wien fahren 40% aller Autofahrer zu schnell, und 20% aus Prinzip auch bei Rot (noch) über

    Logische Konsequenz (bei dir): um eine überdurchschnittliche Kriminalisierung der Autofahrer zu vermeiden müssen Tempolimits und Ampeln abgeschafft werden

  16. #66
    Avatar von Meisterdieb
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    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    So ein Schwachsinn.
    Grobe Fakten aus einer Studie (soweit sie mir im Gedächntnis geblieben sind):
    in Wien fahren 40% aller Autofahrer zu schnell, und 20% aus Prinzip auch bei Rot (noch) über
    Logische Konsequenz (bei dir): um eine überdurchschnittliche Kriminalisierung der Autofahrer zu vermeiden müssen Tempolimits und Ampeln abgeschafft werden
    Finden in Wien Autorennen mit Ampelregelung statt? Dann in der Tat, das wäre eine unmenschliche Kriminalisierung der Rennfahrer.
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  17. #67
    angenehm hart@90% Hf(max) Avatar von runningdodo
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    Sicher nicht, aber auch für Autorennen gibt es Reglements wie Formel 1 - Sportliches und Technisches Reglement ,

    Wer dagegen verstößt, verhält sich unsportlich und wird mit Konsequenzen bestraft.

    Wie Doper eben auch unsportlich handeln, weil sie Verbotenes tun und sich deshalb auch selbst des sportlichen Wettbewerbs unwürdig machen.

    Was ist Folding@home? Mach doch mit in unserem Folding@home-Team!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.
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  18. #68
    Avatar von Meisterdieb
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    Zitat Zitat von runningdodo Beitrag anzeigen
    Sicher nicht, aber auch für Autorennen gibt es Reglements wie Formel 1 - Sportliches und Technisches ReglementWer dagegen verstößt, verhält sich unsportlich und wird mit Konsequenzen bestraft.
    Wie Doper eben auch unsportlich handeln, weil sie Verbotenes tun und sich deshalb auch selbst des sportlichen Wettbewerbs unwürdig machen.
    Das verneine ich eben. Leistungssportler unterwerfen sich ganz dem Leistungsgedanken. Alles an modernen wissenschaftlichen Trainingslehren wird zur Leistungssteigerung herangezogen. Nur zur Chemie darf der Sportler nicht greifen. Der alte Mythos von Gesundheit = Leistung soll unangetastet bleiben. Das stimmt schon ohne Doping nicht (kaputte Hüften von Profifußballern usw.). In diesem Sinne ist der gesamte Leistungssport in hohem Maße unmoralisch, denn er ist die Aufforderung zur Körperschändung. Und schon im Grundgesetz findet sich das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Dann muß sich die Gesellschaft andere Vorbilder suchen. Doch die Stecknadel im Heuhaufen ist klein. Und darum klammern wir uns eben an den Sport.
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  19. #69
    angenehm hart@90% Hf(max) Avatar von runningdodo
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    Zitat Zitat von runningdodo Beitrag anzeigen
    Sicher nicht, aber auch für Autorennen gibt es Reglements wie Formel 1 - Sportliches und Technisches Reglement ,

    Wer dagegen verstößt, verhält sich unsportlich und wird mit Konsequenzen bestraft.

    Wie Doper eben auch unsportlich handeln, weil sie Verbotenes tun und sich deshalb auch selbst des sportlichen Wettbewerbs unwürdig machen.
    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Das verneine ich eben.
    Was verneinst Du? Dass für Leistungssportler sportliche Regeln gelten und sie sich an diese halten müssen?

    Das, Meisterdieb, haben glücklicherweise nicht Leute wie Du zu entscheiden!

    Falls Du oder irgendjemand sonst mit Bezug auf Deine Argumentation dopt wird er genau so bestraft wie jeder andere auch -- und das zurecht.

    Du kannst aus unfairem Leistungsdenken ja auch nicht mit Sprungfedern an den Schuhen gegen die Konkurrenz starten -- ist verboten laut Reglement.
    Zuletzt überarbeitet von runningdodo (09.03.2011 um 08:12 Uhr)

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  20. #70

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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Finden in Wien Autorennen mit Ampelregelung statt?
    Gefühlt ja.

  21. #71
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    Das verneine ich eben. Leistungssportler unterwerfen sich ganz dem Leistungsgedanken. Alles an modernen wissenschaftlichen Trainingslehren wird zur Leistungssteigerung herangezogen. Nur zur Chemie darf der Sportler nicht greifen.
    Natürlich darf er zur Chemie greifen - sie darf eben nur nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen stehen.

    Aber klar, Doping ist am Ende eine ziemlich folgerichtige Konsequenz, aus dem, was Sportpolitiker, Funktionäre, Trainer, Sponsoren Publikum und Fans fordern. Die fordern ja meist nicht "Gesundheit", sondern Leistung. Qualizeiten, Rekorde. Egal wie. Aber ein Teil der Weltrekorde z. B. kann höchstwahrscheinlich ohne Doping gar nicht gebrochen werden.

    Zitat Zitat von runningdodo Beitrag anzeigen
    Was verneinst Du? Dass für Leistungssportler sportliche Regeln gelten und sie sich an diese halten müssen?

    Das, Meisterdieb, haben glücklicherweise nicht Leute wie Du zu entscheiden!
    Und was machen die, die es zu entscheiden haben? Kämpfen die wirklich ernsthaft gegen Doping? Oder stricken die eher eine PR Kampagne, um dem Sport ein saubere(re)s Image zu verpassen? Eine PR-Kampagne, die natürlich Dopingkontrollen und eine ziemlich heftiges Meldesystem beinhaltet, wobei die ehrlichen Dummen unnötig belästigt, aber die Doper meist eh nicht gefunden werden?

    Ich glaube ich habs irgendwo schonmal geschrieben: Solange der DLV die IAAF-Normen ohne Not verschärft, nehme ich denen auch den Antidopingkampf nicht ab.

    Realistisch betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es in den meisten Sportverbänden ein paar korrupte Stellen gibt. Man stelle sich vor, einige Leistungsträger würden wegen Dopingsperren ausfallen, eine Blamage droht, Kürzung von Sponsorengeldern usw. Aber es gäbe die Möglichkeit, den Sportler vor der Kontrolle zu warnen oder die Resultate unter den Tisch fallen zu lassen. Wie viel Prozent der Funktionäre bleiben hart und decken das Doping auf?

    Und die tollen unangemeldete Kontrollen, die Doping ja super verhindern, sind die in einem Land wie z. B. China wirklich möglich? Gibt es mehr Fairness durch Dopingkontrollen, wenn die einen von den Kontrollen wissen, andere aber nicht, oder eher sogar weniger Fairness?

    Und wieviel kontrollen haben viele Doper unendeckt überstanden?

    Eine Regel, deren Einhaltung nicht überprüft werden kann, ist ein großes Problem für den Sport. Das ist das große Problem am Doping, die Gesundheit war im Spitzensport für die meisten schon immer sekundär.

    Einer meiner liebsten Kolumnisten und EX-Doper spricht einen interessanten Fall an:
    Zitat Zitat von gw
    Welches Placebo wirkt bei Claudia Pechstein? Ihr Fall ist für alle diejenigen eine harte Nuss, die nicht nur bedenkenlos niedermachen oder kritiklos hochjubeln. Pechstein läuft im hohen Sportleralter und als bislang wohl gläsernste Athletin überhaupt Zeiten, die mit ihren früheren auf dem gleichen Niveau sind, als sie angeblich gedopt war. Logische Folgerung. Entweder dopt sie auch heute, oder Doping bringt nichts. Beides nach Lage der Dinge nicht vorstellbar. Oder sie hat schon früher nicht gedopt. Na ja. Wer’s glaubt …
    Quelle

    Und warum regen sich die Moralisten furchtbar über Doping auf, aber kaum über andere Regelverstösse?

    Die Fehlentscheidung, die zur Anerkennung des ersten "Tors" des HSV gegen Mainz am Samstag führte, wäre z. B. leicht zu verhindern gewesen - viel leichter als die meisten Dopingfälle aufzudecken. Aber die entsprechenden Regeländerungen gibt es (noch) nicht.
    Und der Fußball hat ja scheinbar ehkein Dopingproblem im Vergleich zu andere Sportarten. Warum nur?

    Der gute GW gibt dann weiter noch eine Anregung - ich wäre froh, wenn einige hier sich die mal zu Herzen nehmen würden
    Zitat Zitat von gw
    In all den Diskussionen über sündhaftes Verhalten von KT bis CP führen die Moralisten das große Wort. Unterschied zwischen Moralismus und Moral: Wer Moralist ist, weiß immer, wie sich andere zu verhalten haben. Wer Moral hat, fragt sich immer: Wie soll ICH mich verhalten?
    Gruß

    C.

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
    - Sir Roger Bannister

  22. #72
    Avatar von fertigen
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    Im 1Live PlanB Talk war kürzlich Stefan Matschiner, ehemaliger österreichischer Mittelstreckler und späterer Dopingdealer (u.a. von Bernhard Kohl) zu Gast. Er hat grad ein Buch ("Grenzwertig") rausgebracht und bringt imo interessante Aspekte zur Verbreitung und möglichem Umgang mit Doping ins Gespräch. Hörenswert.

    Plan B Talk im 1LIVE - Radio zum Mitnehmen

  23. #73
    Avatar von Meisterdieb
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    Cool

    Zitat Zitat von fertigen Beitrag anzeigen
    Im 1Live PlanB Talk war kürzlich Stefan Matschiner, ehemaliger österreichischer Mittelstreckler und späterer Dopingdealer (u.a. von Bernhard Kohl) zu Gast. Er hat grad ein Buch ("Grenzwertig") rausgebracht und bringt imo interessante Aspekte zur Verbreitung und möglichem Umgang mit Doping ins Gespräch. Hörenswert.
    Plan B Talk im 1LIVE - Radio zum Mitnehmen
    Das läßt sich hören: Wir bringen Doping nicht aus der Welt. Richtig. Es gibt eine riesige Dopingindustrie inkl. der Kontrollinstitutionen, die in Wahrheit ein Interesse an der Fortdauer des illegalen Dopings haben. Richtig. Entkriminalisierung von Ärzten, die Doping verabreichen und den Sportler über gesundheitliche Gefahren des Dopings aufklären. Richtig. Lösungsvorschlag: Kontrollierte Freigabe von Doping. Richtig.
    Täuschen wir uns nicht! Die Laufjacke gehört zu den kulturellen Zwangsjacken.

  24. #74
    angenehm hart@90% Hf(max) Avatar von runningdodo
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    Zitat Zitat von Meisterdieb Beitrag anzeigen
    . Entkriminalisierung von Ärzten, die Doping verabreichen und den Sportler über gesundheitliche Gefahren des Dopings aufklären. Richtig. Lösungsvorschlag: Kontrollierte Freigabe von Doping. Richtig.
    Ist ja wohl nicht ernst gemeint, oder?

    Wie sollen die Kontrollen bei einer wie auch immer gearteten "kontrollierten Freigabe" denn aussehen? An welche Art von Kontrollen denkst Du da?

    Was ist Folding@home? Mach doch mit in unserem Folding@home-Team!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.
    14.11.´10 Tenero M: 2:58:06
    13.11.´11 Tenero HM: 1:23:02
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  25. #75
    Trailrunner Avatar von Rupi57
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    Ich kann das Matschiner Buch sehr empfehlen, gibt wirklich einen interessanten Einblick in die Szene.

    Die kontrollierte Frage von Dopingmittel gibt aber zum Teil schon, es sind ja nicht zufällig 3/4 aller Radprofis Athmatiker...
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    -TS Eliot

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