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  1. #76
    angenehm hart@90% Hf(max) Avatar von runningdodo
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    Zitat Zitat von Rupi57 Beitrag anzeigen
    Die kontrollierte Frage von Dopingmittel gibt aber zum Teil schon, es sind ja nicht zufällig 3/4 aller Radprofis Athmatiker...
    Leistungssportler haben auch öfter Asthma als die Normalbevölkerung. Schwimmer ganz besonders, bei denen liegt es hauptsächlich am Chlorreiz auf die Bronchien, die darauf mit immer stärkerer Hyperreagibilität reagieren, aber auch Radfahrer.

    Wenn man bedenkt, wie viel verschmutzte und allergenbelastete Luft ein Viel trainierender Radsportler in seine Lungen schaufelt... .

    Zu Dopingzwecken taugen die Sprays auch nicht, da bei gesunder Lunge diese nicht leistungslimitierend für die Sauerstoffaufnahme ist. Kortison und Betamimetika sind als Dpoingsubstanzen nur systemisch als Tabletten/Spritzen interessant.

    Aber sicher, bei einer diagnostizierten Krankheit kann man eine Ausnahmegenehmigung von NADA/WADA erhalten. Bei synthetischen anabolen Steroiden, Wachstumshormon/IGF1, Amphetaminen etc. ist das jedoch nicht möglich -- und das ist auch gut so und sollte m.E. auch unbedingt so bleiben!
    Zuletzt überarbeitet von runningdodo (10.03.2011 um 10:19 Uhr)

    Was ist Folding@home? Mach doch mit in unserem Folding@home-Team!

    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.
    14.11.´10 Tenero M: 2:58:06
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  2. #77
    Maxwell the Fast
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    Hallo,

    es ist schon lustig zu lesen, wie das Thema Doping diskutiert wird.
    Doping ist Betrug, weil die Regularien einen fairen Wettstreit möglich
    machen sollen. Fairnis ist eine Grundlage für den Sport.
    Viel fordern die Freigabe, weil soviel betrogen wird durch dopende
    Sportler. Es werden auch viele Autos geklaut, legalisiert man deshalb
    Autodiebstahl?
    Aber Faktum ist doch, dass sich das Thema nur marginal auf den Sport
    auswirkt, denn der Mensch ist doch erfinderisch.
    Heroin, Kokain, THC (Canabis) stehen genauso auf der Dopingliste,
    sodass alle Stoffe dieser Art nach Freigabe von Dopingpräparaten,
    sofort frei erhältlich sind!
    Bildlich gesprochen zieht man sich einen Trainingsanzug an und geht
    in die Apotheke: "5 Gramm Heroin bitte."
    Jeder Dealer verliert seinen Job, das ist schon geschäftsschädigend
    für die Jungs, die reichen doch sofort Klage in Karlsruhe ein.
    Sicherlich sollte man das Thema Doping nicht unterschätzen, gerade
    Eltern können sehr fragwürdig auf eine Freigabe reagieren.
    Wenn ein 14 jähriger schon den falschen Hustensaft genommen hat
    und bei der Probe positiv war, was ist, wenn Heroin einen größeren
    Effekt hat, aber freigegeben wurde?
    Also vielleicht mal die Brille absetzen, Doping ist nicht nur auf den
    Sport begrenzt. Eine Freigabe bedeutet, dass es keine Liste von
    Verboten für Arzneimittel mehr gibt und das für alle Menschen,
    denn wer ist ein Sportler?
    Also einfach mal das Denken anfangen!

  3. #78

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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich habs irgendwo schonmal geschrieben: Solange der DLV die IAAF-Normen ohne Not verschärft, nehme ich denen auch den Antidopingkampf nicht ab.
    Die Logik verstehe ich nicht. Wenn jemand (mit Steuergeldern?!?!) gefördert zu Olympia, WM, EM, .. geschickt wird, dann nur jene, die auch halbwegs zur jeweiligen Elite gehören. Wir hatten bei der gerade vergangenen Ski-WM ja auch Exoten aus Haiti im Riesenslalom, oder Schispringer, die grad mal so die Schanze runterkommen. "Lustig" war auch mal ein Beitrag über exotische Schwimmer bei Olympia die "überrundet" wurden. Nichts gegen den olympischen Gedanken, aber Normen machen schon Sinn.

    Und nach deiner eigenen Aussage gibt es durchaus Weltrekorde, die man ohne Doping brechen kann - also kann man sich in diesen Disziplinen auch ohne Doping "nur" qualifizieren.

    Es sind halt immer andere Schuld; so beginnt ja auch gleich das Interview mit Matschiner. Schuld daran, dass er selbst gedopt hat und dann auch "Dealer" wurde war die gute Förderung durch den Staat (seiner Ansicht nach war er so schlecht, dass man ihn nicht fördern hätte dürfen). Also ehrlich, dümmer geht's nümmer ...

  4. #79
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von Maxwell the Fast Beitrag anzeigen
    Also einfach mal das Denken anfangen!
    Wäre schön, wenn du erst einmal mit gutem Beispiel voran gingst und selbst deinen eigenen Ratschlag befolgtest.

    Zitat Zitat von Maxwell the Fast Beitrag anzeigen
    Heroin, Kokain, THC (Canabis) stehen genauso auf der Dopingliste,
    sodass alle Stoffe dieser Art nach Freigabe von Dopingpräparaten,
    sofort frei erhältlich sind!
    Nein, das ist Quatsch. Die Dopingregeln sind keine Gesetze von Staaten, sondern Regeln des Sports.

    Wenn etwas von der Dopingliste gestrichen wird, heißt das noch lange nicht, dass es nach dem Betäubungsmitelgesetz erlaubt ist. Kokain ist außer direkt im Wk z. B. aifaik nicht mehr Doping, aber dennoch eine illegale Droge.

    Anders Beispiel: THC ist illegal, Besitz und Konsum von geringen Mengen werden aber normalerweise nicht strafrechtlich verfolgt. Als Doping gilt es weiterhin.

    Zitat Zitat von Maxwell the Fast Beitrag anzeigen
    Bildlich gesprochen zieht man sich einen Trainingsanzug an und geht
    in die Apotheke: "5 Gramm Heroin bitte."
    Unsinn, siehe oben.

    Zitat Zitat von Maxwell the Fast Beitrag anzeigen
    Jeder Dealer verliert seinen Job, das ist schon geschäftsschädigend
    für die Jungs,
    Ja, eine der wichtigsten Einnahmequellen des organisierten Verbrechens stark einzuschränken, wäre möglicherweise keine schlechte Idee. Deswegen gibt es ja auch einige erfolgreiche Projekte, in denen Fixer Heroin oder Ersatzstoffe bekommen. Selbst CDU-regierte Kommunen mussten sich durch diese Erfolge belehren lassen, dass die Repression alleine das Drogenproblem nicht lösen kann und andere Wege besser funktionieren können.

    Zitat Zitat von Maxwell the Fast Beitrag anzeigen
    Eine Freigabe bedeutet, dass es keine Liste von
    Verboten für Arzneimittel mehr gibt und das für alle Menschen,
    denn wer ist ein Sportler?
    Nein, das ist wieder Quatsch. Das BTM-Gesetz wird von Änderungen der Dopingregeln gar nicht berührt.

    Alles was illegal ist, bleibt illegal.
    Alles was apothekenpflichtig ist bleibt apothekenpflichtig.
    Ganz egal was Wada oder Nada oder die Sportverbände für Dopingregeln aufstellen.

    Über Gesetze entscheiden hierzulande meist Parlamente, nicht Sportverbände.

    Gruß

    C.

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
    - Sir Roger Bannister

  5. #80
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Die Logik verstehe ich nicht. Wenn jemand (mit Steuergeldern?!?!) gefördert zu Olympia, WM, EM, .. geschickt wird, dann nur jene, die auch halbwegs zur jeweiligen Elite gehören. Wir hatten bei der gerade vergangenen Ski-WM ja auch Exoten aus Haiti im Riesenslalom, oder Schispringer, die grad mal so die Schanze runterkommen. "Lustig" war auch mal ein Beitrag über exotische Schwimmer bei Olympia die "überrundet" wurden. Nichts gegen den olympischen Gedanken, aber Normen machen schon Sinn.
    Ja, du hast mich nicht verstanden, vielleicht nicht gründlich genug gelesen?
    Ich habe mich überhaupt nicht gegen Normen im Allgemeinen gewandt. Die Normen der IAAF sind weitgehend ok. Sondern ich bin gegen die unnötige Verschärfung von Normen durch den DLV. Weißt du überhaupt, wie das Nominierungsverfahren in den vergangenen Jahren ablief?

    Wer eine Norm so weit verschärft, dass sie nur noch mithilfe von Doping erreicht werden kann, trägt klar zu der Misere bei. Nach Einschätzung von Experten war das in der Vergangenheit der Fall. ich bin mir nicht sicher, ob und wenn in welchen Disziplinen das heute so ist. Aber halte die Verschärfung von Normen über die IAAF Norm hinaus für absolut unnötig und für einen Schritt in die falsche Richtung.

    Warum nicht immer den ersten der DM hinschicken, wenn er die IAAF Norm hat? Damit würde die Betonung etwas mehr auf den Wettkampf, auf die Meisterschaft gelegt, und etwas weniger auf die absolute körperliche Leistung.

    Mit dem Ende des letzten Jahrtausends hätte man alle alten Rekorde streichen und neue Rekordlisten beginnen sollen. Dann gäbe es jetzt möglicherweise deutlich weniger Dopingrekorde, die immer noch Ziele darstellen können, für die Athleten, Trainer und Funktionäre dopen oder Doping zulassen.

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Und nach deiner eigenen Aussage gibt es durchaus Weltrekorde, die man ohne Doping brechen kann - also kann man sich in diesen Disziplinen auch ohne Doping "nur" qualifizieren.
    Ja natürlich. Dennoch bleibt die unnötige Verschärfung von Normen kontraproduktiv und widerspricht dem olympischen Gedanken.

    und man sollte den Fokus in der Berichterstattung und in der Förderung weniger auf die absolute Leistung und auf Rekorde liegen. Denn das fördert die Dopingbereitschaft.

    Der Wettbewerb mit- bzw. gegeneinander ist auch interessant, wenn die Zeiten weit vom Weltrekord entfernt sind.

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Es sind halt immer andere Schuld; so beginnt ja auch gleich das Interview mit Matschiner. Schuld daran, dass er selbst gedopt hat und dann auch "Dealer" wurde war die gute Förderung durch den Staat (seiner Ansicht nach war er so schlecht, dass man ihn nicht fördern hätte dürfen). Also ehrlich, dümmer geht's nümmer ...
    Wieso wundert mich nicht, dass du Matschiners Interview offensichtlich auch nicht verstanden hast?

    Gruß
    C.
    Zuletzt überarbeitet von DerC (10.03.2011 um 13:08 Uhr)

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  6. #81

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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Ja, du hast mich nicht verstanden, vielleicht nicht gründlich genug gelesen?
    vielleicht schaffen wir es ja sachlich zu bleiben?!?!

    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Warum nicht immer den ersten der DM hinschicken, wenn er die IAAF Norm hat? Damit würde die Betonung etwas mehr auf den Wettkampf, auf die Meisterschaft gelegt, und etwas weniger auf die absolute körperliche Leistung.
    Da fallen mir ja gleich 3 Gründe ein:
    1.) Warum soll im LEISTUNGssport nicht LEISTUNG im Vordergrund stehen?
    2.) DM Bernadette Pichlmaier in 2:40:58 - will jetzt niemandes Leistung schmälern; aber sollte man sie jetzt deswegen zu Olympia schicken
    3.) Um eine Norm zu erbringen kann ich Ort, Zeit, Veranstaltung (frei) wählen, und habe dazu noch mehrere Versuche und bin nicht vom Glück der zufälligen Tagesform abhängig

    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Wieso wundert mich nicht, dass du Matschiners Interview offensichtlich auch nicht verstanden hast?
    Wer hören kann ist klar im Vorteil ...
    Gleich nach dem Vorgeplänkel über Orangensaft ...
    Reporter: "Du warst Lesitungssportler, hast selbst gedopt. Wie hat das angefangen?"
    Stefan Matschiner: "Ja, das ist ein Fehler im System. Man wird, vorallem in Westeuropa, fast zu Tode gefördert."

    Wie ich sagte: Schuld sind die anderen. Hier halt "das System" ....

  7. #82

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    [QUOTE=DerC;1276532]Mit dem Ende des letzten Jahrtausends hätte man alle alten Rekorde streichen und neue Rekordlisten beginnen sollen. Dann gäbe es jetzt möglicherweise deutlich weniger Dopingrekorde, die immer noch Ziele darstellen können, für die Athleten, Trainer und Funktionäre dopen oder Doping zulassen.

    Blödsinn! Der Kreislauf würde ja wieder von vorne beginnen. Außerdem was wäre ein Weltrekord wert, wenn vorher schon 10 Athleten schneller gelaufen sind. Wer sagt, das die Zeiten in diesem Jahrtausend ohne Doping aufgestellt wurden. Beispiel Bolt - Tim Montgomery, Ben Johnson, Carl Lewis etc. waren gedopt und dann ist Bolt gekommen und gleichmal 2 Zehntel ohne Doping schneller gelaufen - Schwachsinn. Weltrekorde ohne Doping hat es in der Leichtathletik seit den 80er Jahren wohl nicht mehr gegeben und wird es auch nicht mehr geben. Wie DerC schon sagt, ist die Spannung des Wettkampfes entscheidend und nicht die Gier nach dem Weltrekord. Und dabei ist es mir persönlich auch egal, ob die Sportler gedopt sind oder nicht, ansonsten dürfte ich mir keine Sportveranstaltung mehr ansehen.
    Schöne Grüße
    Wüstenläufer

  8. #83
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    vielleicht schaffen wir es ja sachlich zu bleiben?!?!
    Wenn du sachlich bleiben kannst, mache ich das auch. Dazu gehört aber, meine Beiträge ordentlich zu lesen. Die grundsätzliche Ablehnung von Normen, die du mir unterstellst hast, stand aber bei mir nicht drin. Auf seltsame Unterstellung folgt auch die verdiente Polemik - wenn du das nicht aushältst, brauchst du ja nicht mit diskutieren. Oder bleibst eben sachlich und arbeitest weniger mit zweifelhaften Unterstellungen ....

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Da fallen mir ja gleich 3 Gründe ein:
    1.) Warum soll im LEISTUNGssport nicht LEISTUNG im Vordergrund stehen?
    Soll sie ja auch. Aber weniger die absolute Leistung, als die Leistung, an einem Tag X der beste des angetretenen Teilnehmerfelds zu sein. Darum geht es nämlich auch bei den internationalen Höhepunkten, und da haben einige deutsche AthletInnen noch Nachholbedarf.

    Wenn die DM zu echten Trials werden, müssen sie die Fähigkeit, die Leistung am Tag X zu bringen, schon mal üben.

    Wenn ein Athlet seine Leistung unter dem Druck bei einer DM nicht bringt, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass er sie unter dem größeren Druck bei einer WM bringt?

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    2.) DM Bernadette Pichlmaier in 2:40:58 - will jetzt niemandes Leistung schmälern; aber sollte man sie jetzt deswegen zu Olympia schicken
    War das ein Olympiajahr? Nein. Und meinst du, der Titel geht noch mit 2:40 weg, wenn vorher klar ist, dass der Sieg die Fahrkarte zu den Spielen der EM oder WM bedeutet? Wohl kaum.

    Im Marathon gäbe es eine ganz einfache Lösung: Beim Frankfurt (oder notfalls Berlin) Marathon die Deutsche Meisterschaft integrieren, die zählt als Qualifikation für den internationalen Höhepunkt im nächsten Jahr. Schnelle Strecke, nicht zu warm. Viel sinnvoller als Mainz oder Hamburg im Mai. Im Moment haben wir immer wieder die Situation, dass die DM Marathon dadurch entwertet wird, das viele der schnellsten nicht mitlaufen.

    Und Prämien (für Platzierungen nicht für Zeiten!) wären auch nicht schlecht. Gäbe es z. B. 15000 Euro für den 1. der DM in HH, 10000 Euro für den 2. - dann liefe Fitschen möglicherweise nicht in DD , sondern in HH.

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    3.) Um eine Norm zu erbringen kann ich Ort, Zeit, Veranstaltung (frei) wählen, und habe dazu noch mehrere Versuche und bin nicht vom Glück der zufälligen Tagesform abhängig
    Das frei in Klammern kannst du gleich streichen Es gibt eine Liste von Veranstaltungen bei denen die DLV Norm erbracht werden kann, frei wählen ist nicht. Auch die möglichen Marathonläufe werden vom IAAF und vom DLV noch weiter begrenzt.

    Wie o. a., informiere dich mal über das Nomininierungsverfahren des DLV. Dann kannst du hier auch besser mitreden.

    Übrigens, wenn du wirklich davon ausgehst, dass beim Leistungssport in erster Linie "das Glück der zufälligen Tagesform" entscheidet, zeigst du damit nur, dass du vom Leistungssport wirklich gar keine Ahnung hast.

    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Wer hören kann ist klar im Vorteil ...
    Gleich nach dem Vorgeplänkel über Orangensaft ...
    Reporter: "Du warst Lesitungssportler, hast selbst gedopt. Wie hat das angefangen?"
    Stefan Matschiner: "Ja, das ist ein Fehler im System. Man wird, vorallem in Westeuropa, fast zu Tode gefördert."

    Wie ich sagte: Schuld sind die anderen. Hier halt "das System" ....
    Dein Fall macht klar: Hören ist leider nicht gleich verstehen ...
    Das ist deine Interpretation. Wenn man das ganze Interview gehört hat, kann man auch zu imo etwas naheliegenderen Interpretationen kommen - natürlich nur, wenn man nicht nur das versteht, was man verstehen will.

    Und wenn man das Förderungssystem kennt, weiß man natürlich, dass das "zu Tode fördern" großer Unsinn ist - jedenfalls auf D bezogen, und ich bezweifle sehr stark, dass Österreich international zweitklassigen LäuferInnen das Geld nur so hinterherwirft. Aber neben vielen klugen Sätzen kommt Matschiner eben manchmal auch etwas ins Dampfplaudern, um sein Buch zu vermarkten ... die wichtigen Sätze sind imo an anderen Stellen zu finden.

    Gruß

    C.
    Zuletzt überarbeitet von DerC (11.03.2011 um 09:04 Uhr)

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
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  9. #84
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von Wüstenläufer Beitrag anzeigen
    Blödsinn! Der Kreislauf würde ja wieder von vorne beginnen. Außerdem was wäre ein Weltrekord wert, wenn vorher schon 10 Athleten schneller gelaufen sind. Wer sagt, das die Zeiten in diesem Jahrtausend ohne Doping aufgestellt wurden. Beispiel Bolt - Tim Montgomery, Ben Johnson, Carl Lewis etc. waren gedopt und dann ist Bolt gekommen und gleichmal 2 Zehntel ohne Doping schneller gelaufen - Schwachsinn. Weltrekorde ohne Doping hat es in der Leichtathletik seit den 80er Jahren wohl nicht mehr gegeben und wird es auch nicht mehr geben.
    Das einen währen die Weltrekorde des 2. Jahrtausends, das andere die des 3. Könnte man doch trennen.
    Und man würde in vielen Disziplinen bei einem deutlich niedrigeren Niveau anfangen, das ohne Doping deutlich realistischer ist. Es ist ein Unterschied, ob der WR im Diskuswerfen bei 74,08 m von Jürgen Schult liegt oder bei 3-5m weniger.

    Dass es seit den 80eren keine WR ohne Doping mehr gegeben hat, glaube ich nicht. Gerade auf der Langstrecke hat sich Entscheidendes in der Methodik geändert. Zudem werden in Ländern wie Kenia heute viel mehr Talente gefunden und besser gefördert als früher. Epo ist nachweisbar, aber die Marathonzeiten gehen bei den Männern weiter nach unten.

    Auch auf der Mittelstrecke hat ein Rudisha heute einige Dopingmöglichkeiten weniger als seine Vorgänger - Coe hätte mangels Trainingskontrollen sehr leicht mit Doping in der Vorbereitung durchkommen können, zu Kipketers Zeiten war Epo nicht nachweisbar.
    Ich sage nicht, dass die gedopt haben, auch nicht dass sie "clean" waren. Aber wenn wir weiter zurückgehen, finden wir erstaunlich gute Leistungen wie Carl Kaufmanns 44,9 auf der Aschenbahn in einem olympischen Finale (mit der entsprechenden Vorbelastung aus den Vorkämpfen) oder Snells 1:44 auf einer Grassbahn, die imo mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit "clean" erzielt wurden.

    Wieso sollte ich dann davon ausgehen, dass ein Rudisha gedopt sein muss? Wieso soll die deutsche Spitze heute für ne 46er Zeit über 400 oder ne 1'46 über 800 dopen müssen, falls über 50 Jahre zuvor schnelleres ohne Doping möglich war?

    Auch wenn es WR gibt, der sehr sicher mit Dopinghilfe erzielt wurden und ohne kaum zu verbesern sind, sollte man sich vor dem Gedanken hüten, dass Doping der Hauptfaktor für einen möglichen WR wäre oder das neue Dopingmittel eine Flut von Rekorden ermöglichen könnten.

    Es gibt so viele andere Faktoren: Talent, Pacemaker, Bedingungen, (nicht vorhandene) Verletzungen. Einen Menschen wie Bolt kannst du nicht durch Doping erzeugen. Da hat Matschiner imo ganz recht: Wenn im Finale von Peking alle mit der exakt gleichen pharmakologischen Unterstützung angetreten wären, dann wäre Bolts Vorsprung sehr ähnlich gewesen.

    Sehr gerne wird das Thema leider auch durch die nationale Brille gesehen. Die armen deutschen Sprinter müssten ja so "langsam" sein, weil sie so stark kontrollierte würden. Und die spitzenmäßig kontrollierten deutschen WerferInnen sind Weltspitze. Hmmm.

    Und die weißen LangstrecklerInnen sind ja genetisch benachteiligt. Aber warum laufen sie hier im Schnitt viel langsamer als ihre ebenfalls weißen Vorgänger vor 30 Jahren? Hmmm.

    Zitat Zitat von Wüstenläufer Beitrag anzeigen
    Wie DerC schon sagt, ist die Spannung des Wettkampfes entscheidend und nicht die Gier nach dem Weltrekord. Und dabei ist es mir persönlich auch egal, ob die Sportler gedopt sind oder nicht, ansonsten dürfte ich mir keine Sportveranstaltung mehr ansehen.
    Ganz egal ist das nicht, aber ich sehe es ähnlich und blende das aus, wenn ich mich nur unterhalten will. U. a. auch deshalb, weil die Doper ja meist mindestens so hart trainieren wie die anderen. Und in manchen Disziplinen nehmen wahrscheinlich eh alle, die wir auf dem Schirm sehen, fast das gleich ein. Ist also wieder ziemlich fair.

    Gruß

    C.

    "If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
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  10. #85

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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Dein Fall macht klar: Hören ist leider nicht gleich verstehen ...
    Das ist deine Interpretation. Wenn man das ganze Interview gehört hat, kann man auch zu imo etwas naheliegenderen Interpretationen kommen - natürlich nur, wenn man nicht nur das versteht, was man verstehen will.
    Das ist immer so, dass jeder nur hört was er hören will. In dem Fall sind wir aber schon 2

    Denn der Titel des Beitrags lautet:
    1LIVE - Plan B Talk: Kein Unrechtsbewusstsein: Talk mit Stefan Matschiner (02.03.2011)

    Klar hat Matschiner kein Unrechtsbewusstsein/Reue; denn dazu gehört im 1.Schritt das Anerkennen der (eigenen) Schuld. Da für ihn aber das System - und natürlich nicht er selbst - schuld ist, gibt's auch kein Unrechtsbewusstsein ....

  11. #86
    Trailrunner Avatar von Rupi57
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    Zitat Zitat von thefrench Beitrag anzeigen
    Klar hat Matschiner kein Unrechtsbewusstsein/Reue; denn dazu gehört im 1.Schritt das Anerkennen der (eigenen) Schuld. Da für ihn aber das System - und natürlich nicht er selbst - schuld ist, gibt's auch kein Unrechtsbewusstsein ....
    Matschiner gibt in seinem Buch mehrmals an, sich seiner Schuld bewußt zu sein.

    Und dass wir im Leistungssport mit einem systematischen Dopingproblem konfrontiert sind, sollte auch der letzte mal erkannt haben.
    "Only those willing to risk going too far can find out how far they can go."
    -TS Eliot

    Trailrunner
    TAR Finisher 2011

  12. #87
    rono
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Und der Fußball hat ja scheinbar ehkein Dopingproblem im Vergleich zu andere Sportarten.

    In Spanien aktuell schon:
    Spanische Clubs wehren sich gegen Doping-Bericht - Yahoo! Eurosport

    Gruß Rono

  13. #88
    Trailrunner Avatar von Rupi57
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    Mit Fuentes wurden haufenweise Fussballer in Verbindung gebracht, nur lässt sich Spanien die heiligen Kühe Real und Barca nicht schlachten.
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  14. #89

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    Zitat Zitat von Rupi57 Beitrag anzeigen
    Matschiner gibt in seinem Buch mehrmals an, sich seiner Schuld bewußt zu sein.
    Kenne nur das Interview; weigere mich das Buch zu kaufen/lesen, da ich den Menschen nicht fördern will. Abgesehen davon, dass ich dem Matschiner maximal 50% von dem glaube, was er erzählt. Der ist als Geschichtenerzähler sicher besser als als Leistungssportler

    Zitat Zitat von Rupi57 Beitrag anzeigen
    Und dass wir im Leistungssport mit einem systematischen Dopingproblem konfrontiert sind, sollte auch der letzte mal erkannt haben.
    Hab ich nie bestritten; eher das Gegenteil (ausser du bezeichnest meinen Leistungsbereich von 36min/10km als Leistungssport ;-) Ich behaupte ja, sogar in diesem Bereich wird gedopt (und praktisch nicht kontrolliert); und da die"Großen" das ja vormachen, hat auch der kleine ein gefühltes "Recht auf Doping"

  15. #90

  16. #91
    rono
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  17. #92
    rono
    Gast

  18. #93

    Im Forum dabei seit
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    Wie sehr sogar auch bei Hobbysportlern nach einer Leistungssteigerung durch Doping gesucht wird, zeigt sich in einer Frage, die man hier findet:
    Was ist das beste legale "Dopingmittel" um beim fußball Topleistung zu erbringen? (gesundheit, ausdauer, fußballtraining)

  19. #94
    Sporthund Avatar von SokoFriedhof
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    HI,

    Wo issen dein Problem? Der Junge fragt nicht nach Doping sondern nach LEGALEN Sachen, da pfeiffen sich aber so einige Zeugs rein was der Markt so anbietet, gerade die auch in deinem Link genannten Aminos sind da sehr beliebt....

    Ich trinke, auch wenn es nicht viel bringt, vor einem Wk ne grosse Dose Red Bull, so what, ich glaub dran, und wenn es etwas legales geben würde was wirklich was bringen würde, ob ich oder die meisten hier wiederstehen könnten???

    lg,

    Chris

  20. #95
    Avatar von sportfan
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    es geht hier um legales Doping wie "Red Bull"
    Bewegung ist Fortschritt - Stillstand ist Rückschritt

    Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!

  21. #96
    Erst einmal nicht mehr dabei.
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    Zitat Zitat von Rupi57 Beitrag anzeigen
    Mit Fuentes wurden haufenweise Fussballer in Verbindung gebracht, nur lässt sich Spanien die heiligen Kühe Real und Barca nicht schlachten.
    Da erinnere ich mich an einen Artikel in der WAZ vom Mannschaftsarzt von Borussia Dortmund zum Thema “Doping im Fußball”: “Doping im Fußball bringt nix – das Zeug muß in die Spieler!”

  22. #97
    rono
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    Studie stützt Verdacht auf Doping zu BRD-Zeiten | kurier.at

    Warten wir mal auf den November......

  23. #98
    Downhill mit Starrggggabel Avatar von VeloC
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    Ein Geheimnis war das doch nicht, das hat der heutige Bundesfinanzminister damals ganz offen rumtrompetet. Zu der Zeit führte man ja auch Schulkindern in der Asse die fortschrittliche Entsorgung von Atommüll in zerbeulten und löchrigen Fässern vor.

  24. #99
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    In den 70er gab es offenbar neben den gesundheitlich hoch bedenklichen auch ausgesprochen skurrile Auswüchse! Die "Süddeutsche" berichtete heute über Experimente an Schwimmern, denen Luft in den A### gepustet wurde, um ihnen mehr Auftrieb zu verleihen. Das Ganze sei allerdings trotz nachgewiesener Wirksamkeit abgebrochen worden, weil im Schwimmstadion von Montreal kein Raum für die Präparation zur Verfügung gestanden habe. So habe man die Prozedur im Athletenquartier erledigen müssen, aber die Luft habe bedauerlicherweise auf dem Weg vom Olympischen Dorf bis in die Schwimmhalle den Darm wieder verlassen ...

  25. #100
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Noch besser wäre Helium gewesen!

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