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  1. #2126
    Alles im Blick. Avatar von bones
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  2. #2127
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Vielleicht bekommt Alinah Reh nachträglich noch Bronze:

    https://www.sportschau.de/doping/Mer...ionen-100.html
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  3. #2128
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Alinah




    Das Reh schreibt man zwar mit h, aber nicht im Vornamen.

  4. #2129
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    So stand es doch im Programm irgendeiner Veranstaltung letztens....

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  5. #2130
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Wenn schon keine Bronze, hat sie wengstens ein h bekommen.....
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  6. #2131

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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Vielleicht bekommt Alinah Reh nachträglich noch Bronze:

    https://www.sportschau.de/doping/Mer...ionen-100.html
    Den Jubel, die Emotionen und die Freudentränen auf dem Podest holt man damit aber niemals mehr nach...

  7. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von RunSim:

    bones (18.02.2019), JoelH (18.02.2019)

  8. #2132
    Jäger der verlorenen Geschwindigkeit Avatar von JoelH
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Den Jubel, die Emotionen und die Freudentränen auf dem Podest holt man damit aber niemals mehr nach...
    Genau. Diese Emotionen sind es ja eigentlich die den Moment unvergesslich machen. Nicht die Medaille.

    Davon ab, vielleicht sollten sie es so machen wie bei der Flowerzeremonie beim Biathlon und die ersten 5 (oder 6?) Plätze ehren. Dann sind die Plätze 4 und 5 wenigstens emotional dabei und eventuell wird die Medaille irgendwann nachgeliefert.

  9. #2133
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Bei der TDF sollte man dann sicherheitshalber die ersten 30 ehren.

    (im Ernst: Beim Biathlon hat man ja immer über 50 Starter und es gibt einen nicht unwichtigen Gesamtweltcup. Wenn bei einem Finallauf bis 400m dann am Ende 5 vor 10 geehrt werden wäre das schon ein wenig komisch)

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  10. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    RunSim (18.02.2019)

  11. #2134

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    Zitat Zitat von JoelH Beitrag anzeigen
    Davon ab, vielleicht sollten sie es so machen wie bei der Flowerzeremonie beim Biathlon und die ersten 5 (oder 6?) Plätze ehren. Dann sind die Plätze 4 und 5 wenigstens emotional dabei und eventuell wird die Medaille irgendwann nachgeliefert.
    Neben dem Podest zu stehen ist aber auch voll Scheiße...
    Das Gefühl auf dem Podest zu stehen und genau an der Stelle, so wie man EHRLICHE Leistung gebracht hat, das ist das, wofür viele Sportler jahrelang hart arbeiten.

    Neben dem Podest stehen auch die Blumenmädchen und der alte Typ, der einem die Medaille überreicht

  12. #2135

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    Sehr lesenswertes Interview mit dem Langläufer Johannes Dürr, leider wohl nicht komplett frei verfügbar ...

    https://www.sueddeutsche.de/sport/do...4?reduced=true

    Für mich gibt es zwei Lehren daraus:

    1. Ich behaupte, dass die absoluten Topleistungen in den meisten Sportarten (insbesondere auch im Laufen) nur mit illegaler Hilfe erzielt werden. Insofern ist es absolut legitim absolute Topleistungen auch unter "Generalverdacht" zu stellen.

    2. Das Bild, dass er so detailliert vom "sauberen" Läufer zeichnet ist schon auch für den Normalo sehr verrückt. Wie viel medizinische Hilfe gerade in Form von Infusionen im legalen Rahmen "dazu gehört" ist schon wirklich brutal und zeichnet ein Bild vom Leistungssport, das nicht unbedingt erstrebenswert ist.

  13. #2136

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    Ich hatte mir die Doku dazu angesehen.
    So richtig verwunderlich fand ich es nicht.
    Sehr ähnliche Erzählungen (zur Normalisierung der Einnahme aller Dinge die gerade noch legal sind) habe ich sogar privat schon von einem früh ausgestiegenen Radsportler mal gehört.

    Wirklich verwunderlich allerdings, dass er (Dürr) wider dieser Beschreibungen und Ausführungen nun eine Comeback plant und dies angeblich sauber durchführen will. Dafür hatte er ja eigentlich das Fernsehen kontaktiert (angeblich).

  14. #2137
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Ohne Zugang ist da nur ein kurzer Teaser zu lesen.

    Wenn ich aber das Interview hier sehe:
    http://www.spiegel.de/sport/wintersp...a-1251087.html
    ist das nicht wirklich überraschend.

    Aber ich würde hieraus nicht zuviel ableiten:

    - Geständige Doper behaupten gerne "so gut wie alle" würden es so machen, sie wurden nur im Gegensatz zu den anderen nur erwischt.

    - Seine Definition von "System" ist interessant. Das System ist laut ihm gerade, dass es kein großangelegtes System gibt sondern die Doper heimlich und allein dopen, also niemand voneinander weiß. Aber irgendwie machen es trotzdem so gut wie alle in der Spitze. Und ab und an wird mal einer erwischt damit man sieht, dass was getan wird...

    - Gleichzeitig kritisiert er Wada und Verband, ist aber selbst nicht bereit, reinen Tisch zu machen und Ross und Reiter zu nennen, denn das würde nix bringen, da eh alle austauschbar sind.

    Kurzgefasst: Er war nur Teil des eigentlich nicht vorhandenen Systems und ein armes Opfer

    Halbwegs interessant finde ich eigentlich nur:

    - Er gibt klar zu, dass er da zwar anfangs irgendwie durch (vermutlich noch legale) Spritzen und Medikamente hineingerutscht ist, dass es dann aber eine bewusste Entscheidung gab, zu dopen (so klar habe ich das noch nie gehört).

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  15. #2138
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Sehr ähnliche Erzählungen (zur Normalisierung der Einnahme aller Dinge die gerade noch legal sind) habe ich sogar privat schon von einem früh ausgestiegenen Radsportler mal gehört.
    Hierzu finde ich die hier schon öfters angesprochene Doku zum Team Alpecin sehr interessant. Wohlgemerkt war die da um zu zeigen, wie sauber der Radsport jetzt ist und denen fiel offensichtlich nicht auf, dass so prall gefüllte Medikamentenbeutel und die vorbeugende Einnahme von Schmerzmitteln nicht ganz so gut ankommen.
    Bei den Fußballern wurde ja hinzugelernt. Früher hieß es oft "Spieler XY wurde fitgespritzt", inzwischen nur noch "er wurde rechtzeitig wieder fit" - auch wenn sich die Vorgänge im Hintergrund garantiert nicht entscheidend geändert haben...

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  16. #2139
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Sehr ähnliche Erzählungen (zur Normalisierung der Einnahme aller Dinge die gerade noch legal sind) habe ich sogar privat schon von einem früh ausgestiegenen Radsportler mal gehört.
    Meine Schwester hatte ihre drei Töchter schon sehr früh zum Schwimmsport ( vom Babyschwimmen angefangen) gebracht.
    Ihre älteste Tochter war auch sehr talentiert und ergeizig 3-4 x Schwimmtraining in der Woche + Wettkämpfe an den Wochenenden.
    Schon recht früh wurde meine Schwester bei WK auf ihre älteste angesprochen und Trainer anderer Vereine versuchten sie ganz offen mit der Möglichkeit "besondere medizinischer Betreuung" abzuwerben.
    Als meine Nichte in die Pubertät kam, hatte sie ein Kreuz, bei dem die meisten der älteren Jungen an ihrer Oberschule neidisch werden konnten.
    Aber es half alles nichts, vielle ihrer früheren chancenlosen Konkurrentinen baute noch wesentlich stärker Muskelmassen auf und ließen sie plötzlich sehr langsam aussehen.
    Ihren damaligen Trainer auf ihr plötzlichen Leistungseinbruch angesprochen, wurde ganz offen gesagt,
    wenn ihre Tochter weiterhin Wettkampfsport im Schwimmen betreiben möchte, muss sie sich einen anderen Verein suchen in dem sie medizinisch optimiert wird, bei uns im Verein wird nicht gedopt!
    Daraufhin beendete meine Nichte ihre "Schwimmkarriere" mit 14 Jahren..
    Das war damals ungefähr um die Jahrtausendwende.

    Man sieht, der Übergang vom Breitensport zum Profisport ist oft fließend und Doping unter den Verantwortlichen auch kein Geheimniss.

  17. #2140

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    Dass es im Fußball praktisch noch nie einen konkreten Dopingfall gab, obwohl spanische Spitzenclubs auch bei Doctor Fuentes Kunden waren, ist sicher hauptsächlich der großen Medienmacht dieser Sportart zu verdanken. Und dass man manchmal Spieler bei Blessuren oder Problemen eher mal etwas schonen kann. Ein Skiläufer oder Leichtathlet muss entweder pausieren oder in Topform sein, sonst kann er es meistens gleich lassen. (Es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall, dass die Stütze einer Mannschaft unbedingt spielen muss, weil sonst die ganze Mannschaft verliert.)

    Andererseits muss man m.E. auch sagen, dass "legales Doping" so etwas ähnliches ist wie "legale Steuertricks". Wenn etwas nicht auf der Liste steht, ist es halt kein Doping. Dass es wegen Ausnahmen wie für die Asthma-Mittel usw. hier natürlich auch Dinge gibt, die man als ähnlich unfair wie verbotenes Doping sehen kann, ist klar, aber die Regeln sind halt so, wie sie sind, und wenn etwas kein Verstoß ist, ist es o.k. Ähnlich "fit spritzen" usw.

    Bzgl. der Topleistung sind die ja in der Leichtathletik gut im Längsschnitt vergleichbar. Von daher muss man eigentlich schon sagen, dass die in vielen Bereichen deutlich schwächeren Leistungen der absoluten (oder der erweiterten) Spitze zumindest darauf hindeuten, dass dezenter oder tatsächlich weniger gedopt wird.
    Klar, dezenter als Mitte der 1970er bis Anfang der 1990er heißt noch nicht viel. Aber es haben sich ja in den letzten 50 Jahren auch Bahnen, Schuhe, Trainingsmethoden verbessert. Wenn Heide Rosendahl 1972 6,80 springen konnte, warum soll nicht heute jemand mit superlativer Biomechanik (nix gegen Rosendahl, aber man vergleiche mal ihre Gestalt mit Mihambo), schnellerer Bahn und 45 Jahren mehr kollektiver Trainererfahrung 7,10 springen? Zugegebenermaßen ist Weitsprung kein so gutes Beispiel, weil die Leistungen stark schwanken und immer mal wieder, Doping oder nicht, einzelne Sprünge gelingen, bei denen "alles passt".
    Mein Schulweg war zu kurz...

  18. #2141
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ihren damaligen Trainer auf ihr plötzlichen Leistungseinbruch angesprochen, wurde ganz offen gesagt,
    wenn ihre Tochter weiterhin Wettkampfsport im Schwimmen betreiben möchte, muss sie sich einen anderen Verein suchen in dem sie medizinisch optimiert wird, bei uns im Verein wird nicht gedopt!
    Daraufhin beendete meine Nichte ihre "Schwimmkarriere" mit 14 Jahren..
    Das war damals ungefähr um die Jahrtausendwende.
    .
    Das glaube ich einfach nicht!
    nix is fix

  19. #2142
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Das glaube ich einfach nicht!
    Und darin liegt das Problem!

  20. #2143

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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Und darin liegt das Problem!
    Problem ist eher einige von uns haben Erfahrung mit Spitzensport sei es Betreuung, eigene Leistung etc und deine Geschichte klingt extrem konstruiert. Nenn doch einfach mal den Verein um den es geht und poste einige Ergebnisse deiner Nichte. Mit 14 war sie als Mädchen im Schwimmsport schon recht weit in der Entwicklung wenn Talent da war und die Ergebnisse spiegeln das dann wieder. Wenn sie auf Leistungssportniveau trainiert hat wird sie auch heute noch alle ihre Zeiten auswendig kennen und Wettkampfergebnisse sind fast alle im Nachhinein recherchierbar.

    Es gibt Doping, selbstverständlich. Aber so wie du das schilderst klingt es , sorry, nach dem klassischen Ammenmärchen von nicht erfolgreichen Sportlern bzw. rückwirkende Ausreden. Gerade im Amateursport nimmt das mittlerweile abstruse Ausmaße an das bei guten Leistungen sofort mit "Doping" gekontert wird. Ist auch einfacher als sich selbst zu hinterfragen.

    Wer in Deutschland erfolgreich dopen will muss richtig Geld in die Hand nehmen da die Kontrollen fast durchgehend sehr gut sind . Staatlich legitimiertes Doping und selbst auf Vereinsebene existierte schon damals quasi nicht mehr. Wenn deine Nichte das Potential zu internationaler Spitze hatte, kann ich mir eventuell einzelne Trainer vorstellen die ein derartiges Risiko eingehen würden, aber nie im Leben Vereine in denen systematisch gedopt wird. Dazu muss deine Nichte aber wie gesagt wirklich ein Ausnahmetalent gewesen sein.

    Für mich klingt es nach Dorfverein mit Dorftrainer der die Konkurrenz madig macht da der Erfolg fehlt. Der Klassiker.

    Doping ist ein Problem aber mittlerweile unterschätzen gerade Amateursportler MASSIV was man clean erreichen kann da lediglich die eigene Leistungsfähigkeit und insbesondere Leistungsbereitschaft damit verglichen wird. Die Vorstellung das es weitaus bessere Sportler gibt die dopingfrei trainieren ist da für viele äußerst unangenehm. Da schwingt eine gehörige Portion Neid mit.

    Im Fall deiner Nichte könnte es auch einfach sein das sie keinen Bock mehr auf Schwimmen hatte, Alter passt perfekt, und das eben ihre Geschichte dazu war. Sie hätte zumindest national definitiv sehr viel erreichen können ohne zu dopen wenn Talent und Motivation gepasst hätten.

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von listrahtes:

    RunSim (26.02.2019)

  22. #2144

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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Als meine Nichte in die Pubertät kam, hatte sie ein Kreuz, bei dem die meisten der älteren Jungen an ihrer Oberschule neidisch werden konnten.
    Aber es half alles nichts, vielle ihrer früheren chancenlosen Konkurrentinen baute noch wesentlich stärker Muskelmassen auf und ließen sie plötzlich sehr langsam aussehen.
    Die Entwicklung in der Pubertät läuft bekanntlicherweise zeitlich sehr unterschiedlich ab.
    Wenn deine Nichte z.B. ein halbes Jahr früher in die Pubertät gekommen ist als andere Sportlerinnen, kommt es oft vor, dass diese sie dann erst später "aufholen" bzw. sogar "überholen".
    Ich will deine Nichte jetzt nicht "schlechtreden", dafür kenn ich die Leistungen und die Geschichte ja nur oberflächlich.

    Diesbzeüglich möchte ich aber auf einen aktuellen Bericht von Lothar Pöhlitz hinweisen:
    http://la-coaching-academy.de/index....rmalentwickler
    Unter anderen schreibt er:
    "Bei Weineck in „Optimales Training" 1996, S. 99-118 findet man ergänzend dazu:
    ....
    Akzelerierte verfügen im konditionellen Bereich (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) über eine wesentlich höhere Belastbarkeit und Leistungs-fähigkeit. Vermeintliche "Talente" sind daher in vielen Fällen nur Frühentwickler"
    Zudem schreibt er, dass "Frühentwickler" entsprechend ihrer Entwicklung trainiert werden müssen. Und in vielen Fällen wird nicht nach Entwicklungsstand sondern nach "nominellem Alter" trainiert. Und wenn Letzteres der Fall ist, dann ist die Leistungsentwicklung laut Pöhlitz nicht optimal und die vermeintlichen "Talente" werden von den Spätentwicklern schnell eingeholt.
    Das führt dann laut Pöhlitz zu Frust/Unzufriedenheit bei den Sportlern (aufgrund des Wegfalls von sportlichen Erfolgen) und sie hören dann oftmals mit dem Soprt auf.

  23. #2145

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    Die Geschichte mit dem Schwimmen klingt für mich auch sehr dubios.

    Ich bin als jugendlicher selber in einem sehr ambitionierten Verein geschwommen. Daher kann ich zumindest auch sagen, dass 3-4x/ Woche für Schwimmer quasi nichts ist. Ich bin selber 6-7x/Woche geschwommen als Schwimmen der Hauptfokus war. Das war auch mit 15, also keine groß andere Altersgruppe (wen wunderts wenn 17/18-jährige bei WM+Olympia ganz vorne mitschwimmen). Unser Trainer hatte immerhin einen A-Lizenz Schein, so ganz ahnungslos kann er also nicht gewesen sein. Wir hatten auch Leute die aus anderen Vereinen zu uns gewechselt sind und erstaunlich weite Anfahrtswege hatte, was für mich jetzt auch nicht für einen so schlechten Verein spricht.
    Kollegen sind später sogar 8-10 Einheiten die Woche geschwommen (plus Athletik mehrfach die Woche).
    Aber medizinische Optimierung gab es nicht.
    Ok, Profi ist niemand von uns geworden, in keiner Sportart.

    Mit Dingen wie Doping sind wir dabei nicht in Kontakt gekommen. Eine Aspirin oder Ibuprofen vor dem WK dagegen war nichts anrüchiges.

  24. #2146
    Avatar von bike_and_run
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Eine Aspirin oder Ibuprofen vor dem WK dagegen war nichts anrüchiges.
    Vielleicht nichts anrüchiges aber aus meiner Sicht durchaus etwas problematisches.

    LG Uwe
    Disziplin bedeutet, dass man Dinge tut, die keinen Spaß machen.
    Für alles, was man gerne tut, braucht man keine Disziplin!
    Lilli Palmer

  25. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von bike_and_run:

    klnonni (26.02.2019)

  26. #2147
    Avatar von klnonni
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Ich will deine Nichte jetzt nicht "schlechtreden", dafür kenn ich die Leistungen und die Geschichte ja nur oberflächlich.
    Ich berichte bloß was meine Schwester mit ihrer Tochter im Schwimmverein erlebt hat zwischen 1999/2002.

    Vielleicht hat sich in den letzten 20 Jahren auch vieles gebessert, aber nicht nicht selten sagen ja auch ehemalige Leistungssportler wie organisiert Doping ablief und eigentlich alle Verantwortlichen hätten Bescheid gewusst haben müssen.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Diesbzeüglich möchte ich aber auf einen aktuellen Bericht von Lothar Pöhlitz hinweisen:
    http://la-coaching-academy.de/index....rmalentwickler
    Unter anderen schreibt er:
    "Bei Weineck in „Optimales Training" 1996, S. 99-118 findet man ergänzend dazu:
    ....
    Akzelerierte verfügen im konditionellen Bereich (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer) über eine wesentlich höhere Belastbarkeit und Leistungs-fähigkeit. Vermeintliche "Talente" sind daher in vielen Fällen nur Frühentwickler"
    Zudem schreibt er, dass "Frühentwickler" entsprechend ihrer Entwicklung trainiert werden müssen. Und in vielen Fällen wird nicht nach Entwicklungsstand sondern nach "nominellem Alter" trainiert. Und wenn Letzteres der Fall ist, dann ist die Leistungsentwicklung laut Pöhlitz nicht optimal und die vermeintlichen "Talente" werden von den Spätentwicklern schnell eingeholt.
    Das führt dann laut Pöhlitz zu Frust/Unzufriedenheit bei den Sportlern (aufgrund des Wegfalls von sportlichen Erfolgen) und sie hören dann oftmals mit dem Soprt auf.
    +1

    Dem kann ich mir durchaus anschliessen, ist ja auch beim Laufsport so, dass viele vermeintliche junge Talente nach der Pubertät nicht mehr gesehen werden.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Die Geschichte mit dem Schwimmen klingt für mich auch sehr dubios.
    Glaube ich gerne, hätte die Geschichte auch nicht geglaubt wenn ich es nicht in der Familie erlebt hätte.

    Im übrigen war auch die Reaktionen des Schwimmverbandes ebend so,
    auf die Meldung meiner Schwester damals über die eindeutig zweideutigen Angebote diverser Trainer,
    wurde ihr bloß geschrieben, so etwas könne man sich nicht vorstellen und auch wenn man einzelne schwarze Schafe nicht gänzlich ausschliessen könnte, wären dem Verband keine Vergehen bekannt...

  27. #2148

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    Zitat Zitat von bike_and_run Beitrag anzeigen
    Vielleicht nichts anrüchiges aber aus meiner Sicht durchaus etwas problematisches.

    LG Uwe
    Ich habe auch nur wiedergegeben wie es gewesen ist. Ich sagte also nicht "ist nichts", sondern "war nichts". Wobei mich durchaus mal interessieren würde wo genau das problematische gesehen wird aus deiner Perspektive? (auch der Satz besagt nicht, dass ich es gut/richtig/unproblematisch finde, aber die Begründung anderer, die offensichtlich noch nie etwas derartiges gemacht haben, finde ich durchaus mal interessant)

  28. #2149
    This is finish but not the end Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von klnonni Beitrag anzeigen
    Ich berichte bloß was meine Schwester mit ihrer Tochter im Schwimmverein erlebt hat zwischen 1999/2002.
    Ich sehe bei Dir "Brandenburg" im Profil, gehe ich Recht in der Annahme, dass sich das im Osten abspielte? Das klingt sehr danach, als hätten ein paar alte Strukturen 10 Jahre überlebt. "Blöderweise" ist das aber auch genau die Zeit, in der die deutschen Schwimmer ziemlich erfolgreich waren...

    Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
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  29. #2150
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    @ Dirk - das Problematische an Ibuprofen und Aspirin vor einem Wettkampf ist, dass
    1. eventuell auftretende Schmerzen unterdrückt werden und somit die Gefahr besteht sich eine ernsthafte Verletzung einzufangen
    2. Aspirin die Gefahr erhöht während eines Wettkampfes Magenblutungen zu bekommen
    3. Ibuprofen die Gefahr erhöht während eines Wettkampfes Nierenversagen zu bekommen
    4. die Gefahr für Kreislaufversagen, Erbrechen und Durchfall durch die Medikamente ansteigt

    Die Wahrscheinlichkeit stiegt je nach Studie um das 2 bis 6-fache an.

    Somit für mich ein problematisches Vorgehen, mit Schmerzmitteln Wettkämpfe zu bestreiten.

    Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Uwe
    Disziplin bedeutet, dass man Dinge tut, die keinen Spaß machen.
    Für alles, was man gerne tut, braucht man keine Disziplin!
    Lilli Palmer

  30. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von bike_and_run:

    klnonni (26.02.2019), ruca (26.02.2019)

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