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  1. #2226

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    Beim Thema „zweite Chsnce“ bin ich grundsätzlich bei Euch. Nur fehlt mir da langsam der Glaube, dass diese auch positiv genutzt wird - im Sinne Läuterung.

    Zitat Zitat von TerraP Beitrag anzeigen
    Es wird vor allem deshalb so extrem intensiv diskutiert, weil es der Öffentlichkeit die Freude an den Spielen nimmt.
    Nein. Erstmal weil es Betrug ist. Und zweitens sind Gaunergeschichten schon immer interessanter als die vom braven Sportler gewesen.

  2. #2227
    Avatar von ruca
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    Ich sehe es extrem zwiespältig. Jemand der "reinen Tisch" macht, hat meiner Meinung nach durchaus eine zweite Chance verdient. Es gibt aber genügend, die durchgehend ihre Unschuld beteuern und überhaupt nicht einsehen, irgendwas falsch gemacht zu haben.Und die, die zwar zugeben, etwas genommen zu haben, dies wurde ihnen aber angeblich untergemischt (Baumann), dazu noch die mit indirektem Beweis, der teilweise auf wackeligen Beinen steht (Pechstein). Und oft genug ändert sich die "Verschwörungsgeschichte" dann später doch noch zu einem Geständnis (Ullrich).

    Ich glaube inzwischen wäre ich aber radikal. Standardmäßig 4 Jahre Sperre (genügt in den meisten Fällen für ein Karriereende). Dazu aber die Option durch gute Kooperation (Nennung von Ross & Reiter, so dass der bisherige Vertriebsweg abgeschaltet werden kann) die Sperre auf 2 Jahre, im Ausnahmefall (sowas in der größenordnung wie der aktuelle Fall) sogar auf 1 Jahr zu verringern...

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  3. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von ruca:

    GeorgSchoenegger (03.03.2019), NME (03.03.2019), runningdodo (03.03.2019)

  4. #2228
    Avatar von Durchbeißerin
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    Es gibt aber genügend, die durchgehend ihre Unschuld beteuern und überhaupt nicht einsehen, irgendwas falsch gemacht zu haben.
    Da wird es auch irgendwie inquisitorisch - wie will man Gesinnung bzw. "Läuterung" überprüfen...

  5. #2229

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    Zitat Zitat von Durchbeißerin Beitrag anzeigen
    Da wird es auch irgendwie inquisitorisch - wie will man Gesinnung bzw. "Läuterung" überprüfen...
    Klar kann man nicht in den Kopf schauen. Sich aber nach abgesessener Sperre wieder in den selben Kreisen rumzutreiben, trägt nicht gerade dazu bei, dass man demjenigen abnimmt, dass er reuig ist, oder?

    Je länger ich darüber nachdenke, um so mehr komme ich von der "zweiten Chance" weg. Einem Arzt, der seine Approbation verliert, gibt man die auch nicht nach zwei Jahren wieder. Oder einem Anwalt, oder ...

  6. #2230
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von ruca Beitrag anzeigen
    Ich sehe es extrem zwiespältig. Jemand der "reinen Tisch" macht, hat meiner Meinung nach durchaus eine zweite Chance verdient.
    Da fällt mir spontan Justin Gatlin ein.
    Der hatte wenig von seiner "zweiten Chance".
    Scheint einer der best- gehassten Sportler der Welt zu sein.


    Es gibt aber genügend, die durchgehend ihre Unschuld beteuern und überhaupt nicht einsehen, irgendwas falsch gemacht zu haben.Und die, die zwar zugeben, etwas genommen zu haben, dies wurde ihnen aber angeblich untergemischt (Baumann), dazu noch die mit indirektem Beweis, der teilweise auf wackeligen Beinen steht (Pechstein). Und oft genug ändert sich die "Verschwörungsgeschichte" dann später doch noch zu einem Geständnis (Ullrich).
    Über diese Typen rege ich schon seit Jahren immer wieder gerne auf.

    Ich glaube inzwischen wäre ich aber radikal. Standardmäßig 4 Jahre Sperre (genügt in den meisten Fällen für ein Karriereende). Dazu aber die Option durch gute Kooperation (Nennung von Ross & Reiter, so dass der bisherige Vertriebsweg abgeschaltet werden kann) die Sperre auf 2 Jahre, im Ausnahmefall (sowas in der größenordnung wie der aktuelle Fall) sogar auf 1 Jahr zu verringern...
    Ich glaube, dass Doping System hat und dass es professionell von Verband, Trainern und Sportlern organisiert wird.
    Fliegt der Sportler dann auf, wird er fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel.
    Alle zeigen mit dem Finger auf den Sündenbock, der beste Weg um nicht selbst erwischt zu werden.

    Ich kann den Dürr schon verstehen, das er nicht einsehen will, warum er jetzt alleine für alles verantwortlich sein soll.
    Zuletzt überarbeitet von 19Markus66 (03.03.2019 um 11:36 Uhr)

  7. #2231
    läuft und läuft und läuft ... Avatar von GeorgSchoenegger
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    es wäre vielleicht auch angebracht einmal grundsätzlich über das Kontrollsystem der WADA und das Thema Eigenblut / Blutpass zu diskutieren ... die jetzt erwischten Sportler sind ja, auch im Vorfeld der WM, mehrfach getestet worden und dabei haben sich offenbar keine Auffälligkeiten gezeigt. Und ich fände es auch notwendig, einmal diese Hämatokritwerte (50% bzw sogar mehr im nordischen Wintersport) zu hinterfragen. Hier tummeln sich ja jede Menge Ausdauersportler und ich denke, praktisch jeder von euch wird meine Beobachtung teilen, dass bei intensivem Training der Wert eher nach unten als nach oben geht.
    Das perfide ist ja, dass teilweise die Mediziner bzw Trainer selbst Druck auf die Sportler ausüben - so nach dem Motto: 50% sind normal im Spitzensport, du hast aber nur 40% - darum rennst du hinterher.
    Dass eben im Ausdauersport die 40% normal sind und nicht 45 oder gar 50, das gehört einmal lautstark kommuniziert.
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  8. #2232
    Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von GeorgSchoenegger Beitrag anzeigen
    Und ich fände es auch notwendig, einmal diese Hämatokritwerte (50% bzw sogar mehr im nordischen Wintersport) zu hinterfragen. Hier tummeln sich ja jede Menge Ausdauersportler und ich denke, praktisch jeder von euch wird meine Beobachtung teilen, dass bei intensivem Training der Wert eher nach unten als nach oben geht.
    Ich kenne meine konkreten Werte nicht, ich merke aber deutlich einen Leistungseinbruch in den Tagen nach einer Blutspende, es werden ja nicht alle Blutbestandteile gleichschnell nachgebildet und das Blutbild dürfte sich deutlich von einem Übertraining/Höhentraining/Infekt oder anderen Leistungseinflüssen unterscheiden. Mindestens eine Woche nach der Blutgabe müsste man eigentlich was erkennen.

    Genauso dürfte es umgekehrt sein, wenn man das Eigenblut bekommen hat, nur habe ich da keine Erfahrungen...

    Mit einer Verschärfung des Blutpasses musste man eigentlich Eigenblutspenden in einem recht großen Zeitfenster gut erkennen können.

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  9. #2233
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Wer dopt (oder - z.B. als Verband - Sportler zum Dopen nötigt), tut das doch, weil er seine Motivation für das Engagement im Leistungsport vor allem daraus bezieht, ganz weit vorn mit dabei zu sein, aber glaubt, dass das ohne Doping nicht zu schaffen ist (jedenfalls nicht mit dem Aufwand, den man zu betreiben bereit ist). Um das Ziel erreichen zu können, ist man also subjektiv auf Doping angewiesen und muss die Regeln brechen, auch wenn das mit Risiko verbunden ist aufzufliegen.

    Diese Motivationslage ändert sich aber nun nicht allein dadurch, dass der Sportler beim Dopen erwischt wird. Es dürfte vergebliche Liebesmüh sein ihn davon überzeugen zu wollen, dass er sein Ziel auch ungedopt mit mehr (Trainings-)Einsatz erreichen kann, auch weil das in den meisten Fällen wohl unrealistisch ist. Den meisten Dopern dürfte auch schwer fallen, ihr Ziel aufzugeben und stattdessen z.B. aus Freunde am Sport selbst Leistungssportler zu bleiben und dabei womöglich Mittelmaß (dafür aber "sauber") zu sein. Das Ziel besser zu sein als alle anderen hat man ja nicht zufällig, sondern es erwächst in einem und ist dann nicht beliebig wählbar bzw. veränderbar.

    Vor dem Hintergrund dieser Argumentation hab ich erhebliche Zweifel, dass jemand, der gezielt gedopt hat oder zu sorglos mit dem Thema Doping umging (egal ob aus eigenem Antrieb oder gedrängt durch "das System"), jemals wieder zuverlässig dopingfrei Leistungen auf hohem Niveau bringen wird. Das würde eher für lebenslängliche Sperren sprechen.

    Eine Art "Gesinnungsprüfung", die zu einer "Begnadigung" führen könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Allenfalls eine Verpflichtung - dann aber für alle Leistungssportler - ihr Training komplett offenzulegen. Das garantiert keine Dopingfreiheit. Wüsste man aber, was die Betreffenden an Einsatz erbringen und welche Veränderungen an der Trainingsmethodik sie vorgenommen haben, hätte man wenigstens Indizien zur Erklärung von (u.U. sprunghaften) Leistungsentwicklungen und würde nicht reflexartig "Doping, Doping" schreien, wenn jemand - der nicht der eigenen Nation angehört wohlgemerkt - sich überraschend verbessert hat.

  10. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von kobold:

    19Markus66 (03.03.2019)

  11. #2234
    Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Durchbeißerin Beitrag anzeigen
    Da wird es auch irgendwie inquisitorisch - wie will man Gesinnung bzw. "Läuterung" überprüfen...
    Das verlange ich ja auch gar nicht. Mich interessiert nicht, ob die Person sich entschuldigt (womöglich noch mit einem vom Anwalt formuliertem Text) oder nicht. Was mich interessiert: Hilft die Person aktiv mit, die Netzwerke zumindest empfindlich zu stören - dann halte ich einen "Bonus" für durchaus verdient.

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  12. #2235
    läuft und läuft und läuft ... Avatar von GeorgSchoenegger
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    Ich gehe regelmäßig Thrombozyten spenden, das verträgt sich gut mit dem Training ... Vollblutspende würde ich nicht machen, das ist für den Körper schon eine Belastung.
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  13. #2236
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, was so einen "Mediziner" treibt.
    https://www.bild.de/sport/2019/sport...7692.bild.html
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  14. #2237
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Wer dopt (oder - z.B. als Verband - Sportler zum Dopen nötigt), tut das doch, weil er seine Motivation für das Engagement im Leistungsport vor allem daraus bezieht, ganz weit vorn mit dabei zu sein, aber glaubt, dass das ohne Doping nicht zu schaffen ist (jedenfalls nicht mit dem Aufwand, den man zu betreiben bereit ist).
    Kann ein Leistungssportler überhaupt noch mehr Trainings- Aufwand betreiben?

    Den meisten Dopern dürfte auch schwer fallen, ihr Ziel aufzugeben und stattdessen z.B. aus Freunde am Sport selbst Leistungssportler zu bleiben und dabei womöglich Mittelmaß (dafür aber "sauber") zu sein. Das Ziel besser zu sein als alle anderen hat man ja nicht zufällig, sondern es erwächst in einem und ist dann nicht beliebig wählbar bzw. veränderbar.
    Wer nicht mehr besser sein will als alle Anderen, kann den Leistungssport gleich aufgeben.
    Mittelmass will keiner sehen, der Zweite ist der erste Verlierer.

    Ich erinnere mich noch gut an Jan Ulrich: Der wurde mehrmals Zweiter hinter Armstrong und wie ein Verlierer behandelt. Wer also nicht mit allen Mitteln gewinnen will, hat im Leistungssport nichts verloren.

    Vor dem Hintergrund dieser Argumentation hab ich erhebliche Zweifel, dass jemand, der gezielt gedopt hat oder zu sorglos mit dem Thema Doping umging (egal ob aus eigenem Antrieb oder gedrängt durch "das System"), jemals wieder zuverlässig dopingfrei Leistungen auf hohem Niveau bringen wird.
    Mittlerweile darf bezweifelt werden, dass überhaupt ein Leistungssportler dopingfrei Spitzenleistungen bringt.

    ….würde nicht reflexartig "Doping, Doping" schreien, wenn jemand - der nicht der eigenen Nation angehört wohlgemerkt - sich überraschend verbessert hat.
    Schuldig ist, wem Vergehen nachgewiesen werden.
    Demnach ist unschuldig, wer sich nicht erwischen lässt.
    Folglich wird reflexartig der erwischte Sündenbock beschimpft und der Rest hofft, unerkannt davonzukommen.

    Manchmal wurden die, welche am Lautesten "Doping Doping!" geschrieen haben selbst erwischt: Carl Lewis, Dieter Baumann, Lance Armstrong....
    Zuletzt überarbeitet von 19Markus66 (03.03.2019 um 13:35 Uhr)

  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von 19Markus66:

    Dirk_H (03.03.2019)

  16. #2238

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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Wer dopt (oder - z.B. als Verband - Sportler zum Dopen nötigt), tut das doch, weil er seine Motivation für das Engagement im Leistungsport vor allem daraus bezieht, ganz weit vorn mit dabei zu sein, aber glaubt, dass das ohne Doping nicht zu schaffen ist (jedenfalls nicht mit dem Aufwand, den man zu betreiben bereit ist). Um das Ziel erreichen zu können, ist man also subjektiv auf Doping angewiesen und muss die Regeln brechen, auch wenn das mit Risiko verbunden ist aufzufliegen.

    Diese Motivationslage ändert sich aber nun nicht allein dadurch, dass der Sportler beim Dopen erwischt wird. Es dürfte vergebliche Liebesmüh sein ihn davon überzeugen zu wollen, dass er sein Ziel auch ungedopt mit mehr (Trainings-)Einsatz erreichen kann, auch weil das in den meisten Fällen wohl unrealistisch ist. Den meisten Dopern dürfte auch schwer fallen, ihr Ziel aufzugeben und stattdessen z.B. aus Freunde am Sport selbst Leistungssportler zu bleiben und dabei womöglich Mittelmaß (dafür aber "sauber") zu sein. Das Ziel besser zu sein als alle anderen hat man ja nicht zufällig, sondern es erwächst in einem und ist dann nicht beliebig wählbar bzw. veränderbar.
    Das ist ein guter Punkt und im Leistungssport habe ich da sogar noch etwas Verständnis dafür. Immerhin verdient man damit auch seinen Lebensunterhalt.

    Das für mit weitaus Erschreckendere ist so etwas im Hobby und Amateurbereich.
    In den Jahren fiel da auch die Hemmschwelle immer weiter nach unten.
    Als ich mit BB und Kraftsport begann (so 95’ ca.) und nach und nach mit den alten Hasen im Studio ins Gespräch kam, wirde natürlich auch über verbotene Substanzen geredet. Da wurde wirklich beinhart trainiert und wenn man nah an seinem naturalem Limit angelangt ist, wurde wenn man auf die nächste Stufe wollte etwas nachgeholfen. Die Dosen waren im Vergleich zu heute eher homöopathischer Natur und die Abeit um ans Ziel zu gelangen noch immer hart.
    Heute fragen Anfänger oft nach einem Monat im Studio nach diversen Mittelchen und ballern sich nach einem halben Jahr bereits Dosen, die jeden Profi erblassen lassen.
    Von harter Arbeit am Eisen brauchen wir gar nicht mehr reden, da ist kaum einer bereit sich Blasen an den Händen zu stemmen.

    Das war jetzt das Beispiel mit BB und Kraftsport, weil ich aus der Szene komme und in knapp 20Jahren viel gesehen habe.
    Was man aber so mitbekommt, ist es in anderen Bereichen des Freizeitsport nicht anders. Und das ohne Aussicht damit jemals Geld zu verdienen.
    Schon verrückt irgendwie!
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  17. #2239
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    Zitat Zitat von GeorgSchoenegger Beitrag anzeigen
    Ich gehe regelmäßig Thrombozyten spenden, das verträgt sich gut mit dem Training ... Vollblutspende würde ich nicht machen, das ist für den Körper schon eine Belastung.
    Ich darf derzeit leider weder das noch das machen, weil ich knapp unter 50kg wiege. Vergangenen Sommer war ich bei der
    Vollblutspende weil ich mal kurz die 50kg geknackt hatte, und habe es super vertragen, also kein Schwindel oder so.
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  18. #2240

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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Den meisten Dopern dürfte auch schwer fallen, ihr Ziel aufzugeben und stattdessen z.B. aus Freunde am Sport selbst Leistungssportler zu bleiben und dabei womöglich Mittelmaß (dafür aber "sauber") zu sein. Das Ziel besser zu sein als alle anderen hat man ja nicht zufällig, sondern es erwächst in einem und ist dann nicht beliebig wählbar bzw. veränderbar.
    Das finde ich eine sehr lebensfremde Sichtweise. Die Leute müßen damit ihr Leben bestreiten in einem Beruf bei dem in den meisten Fällen mit ~35 Jahren das erzwungene Rentenalter erreicht ist. Die Sportler der Spitze werden bis dahin genug Geld verdient haben und haben durch ihre Popularität* danach weiter Aussicht auf guten Verdienst. das Mittelmaß steckt in Schwierigkeiten.

    *Das Hauptproblem, denn am Ende sind wir die Schuldigen der Situation. Wir bejubeln Höchstleistungen, Bestzeiten und Medaillen und kritisieren Formschwächen oder schlechte Platzierungen. Da muß ich nur hier nebenan in den "Leichtathletik Diskussionsthread" schauen und für mich ergibt sich die Frage wieso gedopt wird.
    Für mich persönlich ist die Diskussion um Doping eine sehr scheinheilige Geschichte.

  19. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Dirk_H:

    ruca (03.03.2019)

  20. #2241
    Avatar von ruca
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich ist die Diskussion um Doping eine sehr scheinheilige Geschichte.
    Jupp. Man muss sich nur mal anschauen, was für ein Hass teilweise Hajo Seppelt entgegenschlägt, der ja auch die aktuelle Geschichte mit ins Rollen brachte... Ein Teil davon kam von den "Russlandfreunden", aber auch von anderen wurde es gerne übernommen.
    Und gerade bei ihm glaube ich nicht, dass er deutsche Sportler "schonen" würde, wenn er entsprechende Informationen erhält - und wer weiß, wer mit der aktuellen Geschichte noch so alles enttarnt wird...

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  21. #2242

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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich ist die Diskussion um Doping eine sehr scheinheilige Geschichte.
    Sehr schön gesagt und auch wahr!

    Für mich stellt sich sowieso die Frage warum Spitzensportler heute noch erwischt werden.
    Soganannte „Bauernopfer“, damit WADA/NADA usw. sagen können wir tun eh etwas?
    Bei dem Stand der heutigen „Technik“ der Pharmazeutika und unter ärztlicher Aufsicht müsste das doch gar nicht mehr nötig sein ;)
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  22. #2243

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    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen
    Mittlerweile darf bezweifelt werden, dass überhaupt ein Leistungssportler dopingfrei Spitzenleistungen bringt.

    .
    Genau diese Generalverdächtigungen ärgern mich in Deutschland sehr und sind den dopingfreien Sportlern gegenüber extrem ungerecht.
    Wegen mir kann man erwischte Dopingsünder sofort lebenslang sperren, aber es geht einfach nicht im Vorhinein Athleten abzukanzeln und das ist z.B. in der deutschen Leichtathletik immer noch die überwältigende Mehrheit und wer da anderes von sich gibt hat von der Situation vor Ort einfach keine Einsicht und proletet halt am (FOrums)Stammtisch.

    Z.B. einem Bechmann gegenüber der gerade bei der EM einen klasse Wettkampf absolviert. Ganz toll wenn er dann derartiges lesen muss.

    Illusorisch ist es auf jeden Fall ein weltweites funktionierendes Überwachungssystem zu etablieren. Das wird immer scheitern sobald staatliche Institutionen Dopingstrategien entwickeln und die Situation existiert nun mal.

    Lösung für Deutschland um die Situation zu verbessern:

    Sportförderung rein anhand nationaler Ergebnisse bei DM und anderen Events gegen nationale Konkurrenz. Das wäre der Schritt.

    Die ganze Top Team Klassifikation ist ein einziger Scheisshaufen (sorry aber ist so) Hier ist die Wahrscheinlichkeit weitaus geringer gegen Dopingsünder antreten zu müssen. Ich finde es eine richtiggehende Farce wenn man auf der einen Seite den moralischen bei Doping macht (zu Recht!) und dann eine derartige Unterstützung nach internationalen Wettkämpfen gegen Dopingsünder bemisst bei Sportlern die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

    Die ausgeschütteten Summen sind ja im internationalen Vergleich sowieso beschämend gering und sollen weiter reduziert werden.

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von listrahtes:

    GeorgSchoenegger (03.03.2019)

  24. #2244
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von VIARunner Beitrag anzeigen
    Das ist ein guter Punkt und im Leistungssport habe ich da sogar noch etwas Verständnis dafür. Immerhin verdient man damit auch seinen Lebensunterhalt.
    Was ist das denn für ein Argument: Betrügen darf, wer davon leben muss, und Moral ist somit was für Amateure?

    …. ballern sich nach einem halben Jahr bereits Dosen, die jeden Profi erblassen lassen.
    Von harter Arbeit am Eisen brauchen wir gar nicht mehr reden, da ist kaum einer bereit sich Blasen an den Händen zu stemmen.
    Seit wann kann Doping Training ersetzen?

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Das finde ich eine sehr lebensfremde Sichtweise. Die Leute müßen damit ihr Leben bestreiten in einem Beruf bei dem in den meisten Fällen mit ~35 Jahren das erzwungene Rentenalter erreicht ist. Die Sportler der Spitze werden bis dahin genug Geld verdient haben und haben durch ihre Popularität* danach weiter Aussicht auf guten Verdienst. das Mittelmaß steckt in Schwierigkeiten.
    "Sportler" ist, von Fussball, Tennis u.ä. mal abgesehen, in der Regel kein Beruf zum Broterwerb.
    Leistungssportler sind meistens Soldaten oder Studenten, welche nach Abschluß ihrer Sportlerkarriere in einen anderen Beruf einsteigen. Wer außer Sport nichts kann, geht ein hohes Armutsrisiko ein.

    Zitat Zitat von listrahtes Beitrag anzeigen
    …. es geht einfach nicht im Vorhinein Athleten abzukanzeln und das ist z.B. in der deutschen Leichtathletik immer noch die überwältigende Mehrheit und wer da anderes von sich gibt hat von der Situation vor Ort einfach keine Einsicht und proletet halt am (FOrums)Stammtisch.
    Laut Experten ist die Leichtathletik noch vor dem Bodybuilding und dem Radsport die am meisten mit Doping verseuchte Sportart. Und es haben schon mehrere, des Stammtischpalavers unverdächtige Sportärzte und Journalisten offen geäußert, dass die heutigen Leistungen in manchen Sportarten (Sprint, Werfen) ohne Doping nicht erreichbar sind.

    Die ganze Top Team Klassifikation ist ein einziger Scheisshaufen (sorry aber ist so) …..
    Soviel zum Stammtischniveau!

    Ich finde es eine richtiggehende Farce wenn man auf der einen Seite den moralischen bei Doping macht (zu Recht!) und dann eine derartige Unterstützung nach internationalen Wettkämpfen gegen Dopingsünder bemisst bei Sportlern die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.
    Ich hab diese Doppelmoral immer noch nicht begriffen: für mich ist Betrug immer noch Betrug, egal ob man davon seinen Lebensunterhalt bestreitet. Und wie schon gesagt: wer schlau ist, hat neben dem Sport mindestens ein weiters berufliches Standbein.
    Zuletzt überarbeitet von 19Markus66 (03.03.2019 um 19:57 Uhr)

  25. #2245

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    Zitat Zitat von 19Markus66 Beitrag anzeigen
    Was ist das denn für ein Argument: Betrügen darf, wer davon leben muss, und Moral ist somit was für Amateure?

    Seit wann kann Doping Training ersetzen?
    Zum 1.: Ich hab gesagt das es für mich so noch verständlicher ist, als wenn Amateure dopen, die davon nichts als eine Handvoll Heimaterde haben.

    Ich hab generell kein Problem mit Leuten die dopen. Soll sich jeder ballern was er will, meine Gesundheit ist es ja nicht und da ich auch nicht auf Sportler wette, werde ich auch nicht betrogen.
    Die Sportarten die mich interessieren gehen mit dem Thema großzügiger um. Da weiß jeder was Sache ist und so ist gut.

    Zum 2.: Ich hab nicht gesagt das diese Jungs auch Erfolg haben, sie glauben halt das es die harte Arbeit ersetzt ;)
    Low Carb Kuchen sind wie Low Protein Eier, denk da mal darüber nach!

    Mein Lauftagebuch

    Meine Bestzeiten:
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    7km 30:58 (1.Eisbärlauf Wien 2019)
    10km 43:29 (Lechtturmlauf Podersdorf 2019)
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  26. #2246
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Das finde ich eine sehr lebensfremde Sichtweise. Die Leute müßen damit ihr Leben bestreiten in einem Beruf bei dem in den meisten Fällen mit ~35 Jahren das erzwungene Rentenalter erreicht ist. Die Sportler der Spitze werden bis dahin genug Geld verdient haben und haben durch ihre Popularität* danach weiter Aussicht auf guten Verdienst. das Mittelmaß steckt in Schwierigkeiten.
    .
    Was ist lebensfremd daran? Das Gros der Menschen, die Leistungssport im Bereich von Leichtathletik, Radsport oder Wintersport betreiben, tut doch nichts anderes. Ausgesorgt hat nach der Karriere so gut wie niemand. Trotzdem richten etliche Menschen einen großen Teil ihres jungen Erwachsenenlebens komplett auf den Sport aus.

    Wenn nur Leistungssport betreiben würde, wer eine realistische Chance hat absolute Spitze zu werden - warum nehmen dann an internationalen Meisterschaften so viele Leute teil, die keinerlei Aussichten haben, jemals was zu gewinnen, und das auch längst realisiert haben? Auf etwas niedrigerem Niveau: Warum investiert hier im Forum ein Dedo.C praktisch seine komplette Freizeit und jeden übrigen Cent in Trainingslager, statt Zeit und Geld in seine berufliche Zukunft zu investieren? Die Motive von Sportlern sind ein bisschen komplexer als es ein schnell dahingeschriebenes "Wer nicht mehr besser sein will als alle Anderen, kann den Leistungssport gleich aufgeben." suggeriert. "Vernunft" ist da nicht immer das ausschlaggebende Motiv ...

  27. #2247
    Avatar von 19Markus66
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Wenn nur Leistungssport betreiben würde, wer eine realistische Chance hat absolute Spitze zu werden - warum nehmen dann an internationalen Meisterschaften so viele Leute teil, die keinerlei Aussichten haben, jemals was zu gewinnen, und das auch längst realisiert haben?
    Wer an internationalen Meisterschaften teilnehmen will muss in der Regel schon Einige hinter sich gelassen haben.

    Und wie weit kann, z.B. ein deutscher Sportler international kommen?
    Im Sprint werden die schwarzen Amerikaner und Jamaikaner Sieger.
    Im Langstreckenlauf holen die Kenianer die Medaillen.

    Ganz nach vorne kommst Du da als Europäer sowieso nicht, wieso also dopen, wenn Du maximal Europameister werden kannst?

    Beim Triathlon oder im Radsport oder eben beim Skilanglauf sieht das schon ganz anders aus.
    Und siehe da, hier gibt es Dopingsünder aus Europa: Kraft (Triathlon), Ulrich, Armstrong (Radsport), Dürr (Skilanglauf), Pechstein (Eiskunstlauf).


    Auf etwas niedrigerem Niveau: Warum investiert hier im Forum ein Dedo.C praktisch seine komplette Freizeit und jeden übrigen Cent in Trainingslager, statt Zeit und Geld in seine berufliche Zukunft zu investieren?
    Woher weißt Du, dass er kein Geld in seine berufliche Zukunft investiert?
    Und viele aus meinem Verein investieren im Moment viel Geld und Zeit in Trainingslager, obwohl keiner eine Chance hat, internationaler Meister zu werden.

    Deswegen dopt noch lange keiner.


    Die Motive von Sportlern sind ein bisschen komplexer als es ein schnell dahingeschriebenes "Wer nicht mehr besser sein will als alle Anderen, kann den Leistungssport gleich aufgeben." suggeriert. "Vernunft" ist da nicht immer das ausschlaggebende Motiv ...
    In Einem stimmen alle geständigen Dopingsünder überein:
    Alle waren mal an dem Punkt wo es hieß: "Willst Du ganz nach vorne, oder weiterhin hinterherlaufen (fahren)?"

    Dürr hat das sehr eindrücklich im Interview beschrieben: "Entweder Doping oder Du kommst nie ganz nach vorne!"

    Und von Armstrong über Ben Johnson bis zu Ulrich und wie sie noch alle hießen, war es immer die alles entscheidende Frage: In der zweiten Reihe fair bleiben, oder der Gewinner zu sein.
    Zuletzt überarbeitet von 19Markus66 (03.03.2019 um 22:26 Uhr)

  28. #2248
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Ja, und es gibt etliche, die sich dann für die Fairness und die zweite Reihe entschieden haben. Jeder Sportler hat die Wahl und kann seine Prioritäten selbst bestimmen. Und jede Wahl hat Konsequenzen.

  29. #2249
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Wie heissen die Doper von Seefeld nochmal? War da jemand in der ersten Reihe und hat die fette Kohle gemacht?
    "Seien Sie sich bewußt, dass das, was Sie über Ihr persönliches Wohlbefinden zu wissen glauben, vielfach das Resultat gezielter Manipulation durch Industrien ist, deren primärer Fokus ihr Gewinnstreben und nicht notwendigerweise Ihre Gesundheit und Sicherheit ist. " Prof. Dr. Tim Noakes

  30. #2250
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Ja, und es gibt etliche, die sich dann für die Fairness und die zweite Reihe entschieden haben. Jeder Sportler hat die Wahl und kann seine Prioritäten selbst bestimmen. Und jede Wahl hat Konsequenzen.
    Wie schon gesagt: Ganz vorne ist eben wirklich ganz vorne also Olympiasieger oder Weltmeister.

    Warum seine Gesundheit und seinen Ruf aufs Spiel setzen, wenn man gar nicht das Potential hat da mitzuspielen?

    Ein deutscher Meister im Sprint, oder ein deutscher Europameister im 10km Lauf ist nicht ganz vorne.

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