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  1. #1
    Avatar von MatthiasR
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    Standard night52 - Neuer Kurz-Ultra im Kraichgau

    Hallo Leute,

    hier ein Bericht von einem neuen 'Kurz-Ultra' im Kraichgau.

    Im Rahmen des Brettener Stadtlaufs fand am Samstagabend (Start kurz nach 19:00 Uhr) zum ersten Mal der 'night52' statt. Wie der Name vermuten lässt, waren das 52 km durch das hügelige Kraichgau rund um Bretten. Hauptverantwortlicher war Simon Jung vom Brettener Laufladen 'Endorphin', mit dem ich letztes Jahr einige Zeit beim KuSuH-Ultratrail zusammen gelaufen bin (er wurde Zweiter, ich bin nach 75 km mit Achillessehnenbeschwerden raus).

    Als ich auf die Ausschreibung gestoßen bin war der Lauf schon fast ausgebucht, weshalb ich mich ohne nachzudenken angemeldet habe, obwohl mein Trainingszustand das eigentlich nicht hergab. Aber es war ja noch einige Zeit für lange Läufe…
    Da meine Achillessehne immer noch nicht wirklich okay ist, waren meine längsten Vorbereitungsläufe schließlich einmal 21 km bei der Challenge Kraichgau und einmal 20 km am vergangenen Sonntag. Eigentlich sollte man mit so einer Vorbereitung nicht antreten, aber für ein DNS war ich dann doch zu stolz.

    Kurz nach dem Start des Stadtlaufs ging es auch für uns los – eine Runde durch Bretten und dann wurden wir ausgeleitet und durften gleich mal steil hoch zur Rechbergklinik. Weiter ging es nach Sprantal, Neulingen und über Kleinvillars nach Knittlingen. Am Samstag war es zum Glück trocken und warm (aber nicht heiß) und ich lief zu Beginn die meiste Zeit alleine – bei 40 Einzelstartern und 10 Zweierstaffeln hatte sich das Feld schnell ausgedünnt. Trotz der vielen Hügel war ich nur knapp langsamer als 5er-Schnitt – viel schneller als eigentlich geplant und vermutlich auf dem besten Weg, hinten raus zu platzen.

    In Knittlingen unterlief mir ein fataler Fehler, der sich im Nachhinein aber als Glücksfall heraus stellte. An diese dritte Verpflegungsstelle bei km 24 konnte man sich einen Sack mit Wechselklamotten bringen lassen. Da hatte ich unter anderem meine Stirnlampe reingepackt, damit ich sie nicht die ganze Zeit tragen musste. Ungefähr einen km nach der Verpflegung fiel mir auf, dass die Lampe immer noch in meinem unberührten Sack lag. Zum Zurücklaufen hatte ich verständlicherweise keine Lust. Ich hoffte auf den Vollmond, der sich aber, soviel sei vorweggenommen, hinter den aufgezogenen Wolken versteckte.

    Kurze Zeit später wurde ich von einem Läufer überholt, dessen Tempo ich allerdings nicht mitgehen konnte. Zum Glück kam aber gleich noch ein Läufer, der sich so langsam näherte, dass ich irgendwann auf ihn wartete. Praktischerweise war er vom ausrichtenden TV Bretten und kannte die Strecke gut. Kurz danach schloss noch ein Staffelläufer auf, der sich uns anschloss. So liefen wir zu dritt in die Dunkelheit – die beiden anderen hatten zum Glück ihre Lampen dabei. Der Brettener machte die meiste Zeit das Tempo, das eher etwas höher lag als in der ersten Hälfte. Ich merkte zwar schon längst das fehlende Training, biss mich aber an den Beiden fest, weil ich sonst alleine im Dunkeln gestanden wäre.

    Über Freudenstein ging es zum 'Derdinger Horn' und weiter nach Großvillars, wo es dann endgültig finster war und ich ohne Licht verloren gewesen wäre. Also kämpfen, um dranzubleiben… Nachdem wir seit unserem Zusammenschluss keine anderen Läufer mehr gesehen hatten, überholten wir zwischen den letzten beiden Verpflegungsstellen in Gölshausen und Neibsheim einen Einzelläufer und gleich darauf einen Staffelläufer. So hatte ich die Sicherheit, dass ich im Notfall abreißen lassen und auf den nächsten von hinten kommenden Läufer warten konnte.
    Das war aber zum Glück nicht notwendig. Auf den letzten acht Kilometern kamen noch mal drei heftige Anstiege, an denen ich sogar kurzzeitig die Führung unserer Gruppe übernehmen konnte, nachdem ich bisher fast nur hinterher gelaufen war.

    Im letzten Stück runter nach Bretten sahen wir einige Lampen vor uns und konnten noch drei Staffelläufer überholen, ein Vierter leistete zu viel Widerstand und kam kurz vor uns rein. Der Brettener in unserer Gruppe konnte am Schluss auch noch etwas mehr zulegen als ich und war 10 sec vor mir im Ziel, wo ich nach 4:36:30 Hand in Hand mit dem Staffelläufer von den 'Badener Gummibären' einlief. Dafür dass ich mit einer Zeit zwischen 5 und 6 Stunden oder einem DNF wegen mangelndem Training gerechnet habe, war ich mehr als zufrieden. Radfahren scheint wohl doch nützlich zu sein.

    Die Ergebnisliste enthält im Moment noch einige Fehler. Wenn man die korrigiert, bin ich wohl Gesamtneunter und 7. Mann geworden (40 Einzelstarter).

    Am Sonntag war ich natürlich völlig kaputt und konnte kaum die Treppe runtergehen, vor allem wegen der Schmerzen am Achillessehnenansatz. Heute geht es schon wieder besser, bis Samstag (Römerman Ladenburg) kann ich auch bestimmt wieder laufen ;-)

    Gruß Matthias
    Zuletzt überarbeitet von MatthiasR (18.07.2011 um 17:24 Uhr)
    Pain is temporary, pride is forever (Dave Scott)

  2. #2
    Wanderläufer Avatar von Gutenberg1964
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    Hallo Matthias,

    das hört sich ja wirklich nach einer kleinen und feinen Veranstaltung an.
    Dein Durchkommen zeigt mir wieder mal, das Holle´s Theorie "Training wird total überbewertet" stimmt.

    Alles Gute an die A-Sehnen und viel Erfolg am Sonntag.

    Gruß
    Gutenberg1964

  3. #3
    Avatar von gero
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    Glückwunsch Danke für den Bericht!

    Der Laufe könnte mich auch mal reizen...
    Aber es gibt ja soviele Läufe *seufz*




    Gruß,
    Gero

  4. #4
    Avatar von gero
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    Glückwunsch und Danke für den Bericht!

    Der Laufe könnte mich auch mal reizen...
    Aber es gibt ja soviele lohnenswerte Läufe *seufz*

    Gruß,
    Gero

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