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  1. #1
    Avatar von Jeannette
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    Standard Sportpsychologie

    Hallo zusammen,

    nach vielen Trainingsbüchern möchte ich endlich mal was zum Thema Sportpsychologie lesen. Es gibt einiges, aber ich habe keine Ahnung, was lesbar und fachlich in Ordnung ist und kenne leider auch niemanden persönlich, der mir einen Hinweis geben kann. Hat jemand schon mal was gelesen zum Thema Sportpsychologie und kann mir einen Tipp geben?

    Grüße
    Jeannette

  2. #2
    Avatar von 3fach
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    martin_h kann dir da bestimmt Tipps geben.

    Grüße,
    3fach

    Rheinhessen, jetzt bist du gefragt: Mitmachen beim km-Spiel

    Some say there's no magic formula. I say there is. It's just that the magic is different for everyone. Keith Dowling

  3. #3
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Seriöse Informationen und Literaturtipps gibt es z.B. hier: Sportpsychologie Infoportal . Wenn du schreibst, was dich genauer interessiert, kann ich vielleicht spezifischere Tipps geben. Für den Fall, dass dir ein Lehrbuch nicht zu "dröge" ist - das hier ist "state of the art". Der Erstautor ist übrigens selbst vielfacher Marathoni und Triathlet.

    vg,
    kobold

  4. #4
    Avatar von Domborusse
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    Ja, das Lehrbuch Sportpychologie hätte ich auch aufgeführt
    Auch nicht schlecht ist die Zeitschrift der Sportpsychologie (erscheint im hogrefe Verlag).
    Wenn du es ein bisschen anwendungsbezogener haben möchtest: Thomas Meyer Sportpsychologie - Die 100 Prinzipien
    Gruß
    Domborusse
    Die beliebtesten Diagnosen der Orthopäden:

    "Da ist nix"
    "Das ist nicht schlimm"
    "Das haben viele"
    "Da kann man nix mehr machen"
    "Ja, wir werden alle nicht jünger!"
    "Dat krieje me wieder hin!!!"
    "Das ist in 2 Wochen wieder weg!"
    Von RennFuchs geklaut: "Das dürfte eigentlich garnicht wehtun"
    "...ja wenn das schon so lange weh tut, dann muss das eigentlich operiert werden"
    gefolgt von: ..."aber nehmen sie zur Sicherheit erstmal noch 14 lang Tage die Tabletten"

  5. #5
    Gardasee Avatar von viermaerker
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    Ich frage einfach mal provokativ:

    Für den Profi, der von einem Psychologen betreut wird, werde ich eine mögliche positive Wirkung dieser Werke sicher nicht ausschließen.

    Für die 99,9% von uns die mehr oder weniger aktive Laien und Amateure sind postuliere ich: Jede Stunde die du rausgehst und läufst ist besser/wirksamer für die Leistungsentwicklung als jede Stunde Lesen.

    Domborusse, kobold: Ist das eurer Meinung nach zu vereinfacht ausgedrückt?

    Walter
    You can only fail if you give up too soon


  6. #6
    Avatar von Domborusse
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    Zitat Zitat von viermaerker Beitrag anzeigen
    Ich frage einfach mal provokativ:

    Für den Profi, der von einem Psychologen betreut wird, werde ich eine mögliche positive Wirkung dieser Werke sicher nicht ausschließen.

    Für die 99,9% von uns die mehr oder weniger aktive Laien und Amateure sind postuliere ich: Jede Stunde die du rausgehst und läufst ist besser/wirksamer für die Leistungsentwicklung als jede Stunde Lesen.

    Domborusse, kobold: Ist das eurer Meinung nach zu vereinfacht ausgedrückt?

    Walter
    Prinzipiell liegst du bezüglich des Bereichs Leistungsentwicklung damit richtig!
    Aber Psychologie (und damit Sportpsychologie) ist eigentlich grob gesagt, nicht vielmehr als das Erleben und Verhalten vom Menschen (in einigen Bereichen auch noch mal die Prognose).
    Könnte also schon interessant sein, inwiefern Sport sich auch auf die unterschiedlichen Bereiche des Erlebens und Verhaltens auswirken. z.B ist es in der empirischen Forschung ganz interessant zu schauen, inwieweit Sport auf die Motivation, Einstellung und Heilung diverser Krankheiten (nicht nur, aber auch, psychischer Krankheiten) wirkt. (Bzw. umgekehrt: inwieweit durch Gegebenheiten im Leistungssport bestimmte Dispositionen verstärkt oder ausgelöst werden können - siehe Enke)
    Oder wie entwicklungspsychologische Erkenntnisse im Sport einfließen können....

    Ich stimme dir zu, wenn es um die reine Leistungsentwicklung geht - hier ist z.B. der Sportpsychologe bei der Nationalmannschaft und im Leichtathletikkader nicht mehr weg zu denken. Der Hobbyläufer benötigt diesen aber nicht, weil er 1. selbst noch relativ leicht Leistungszuwachs durch Training evozieren kann und 2. bei Unlust, Durchhänger usw. einfach mal pausieren kann (der Druck ist weniger hoch, das Umfeld sanktioniert eine Pause im Normalfall nicht...)
    Hier im Faden ist der Grund am Interesse für Sportpsychologie nicht angegeben; was also von Seiten der Fadenerstellerin im Mittelpunkt steht...
    LG
    Domborusse
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  7. #7
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Zitat Zitat von viermaerker Beitrag anzeigen
    Ich frage einfach mal provokativ:

    Für den Profi, der von einem Psychologen betreut wird, werde ich eine mögliche positive Wirkung dieser Werke sicher nicht ausschließen.

    Für die 99,9% von uns die mehr oder weniger aktive Laien und Amateure sind postuliere ich: Jede Stunde die du rausgehst und läufst ist besser/wirksamer für die Leistungsentwicklung als jede Stunde Lesen.

    Domborusse, kobold: Ist das eurer Meinung nach zu vereinfacht ausgedrückt?

    Walter
    Im Prinzip gebe ich dir auch recht - erst kommt das Training, dann die Leistungsoptimierung auf Grundlage psychologischer Faktoren.

    Andererseits - mal losgelöst davon, dass auch ich nicht weiß, was Jeannette mit ihrer Lektüre erreichen will - finde ich, dass die Basics der (Sport-)Psychologie zu lesen für viele LäuferInnen sehr anregend sein könnte. Domborusse sprach schon einige Punkte an; andere betreffen Themen wie Motivation und Selbstregulation (wie setze ich mir Ziele, wie halte ich trotz Schwierigkeiten an ihrer Verfolgung fest) oder Lernen (welche Formen des Lernens - auch solche, die auf den ersten Blick wie Hokuspokus wirken - sind mit Blick auf welche Aufgaben besonders wirksam).

    Natürlich beinhaltet die (Sport-)Psychologie vieles, was ein einigermaßen offener und differenziert denkender Mensch "eh schon weiß" (oder zu wissen glaubt). Aber manches scheinbare "psychologische Allgemeinwissen" ist ein Mythos. Und hin und wieder ist es auch ganz angenehm, die verschiedenen Aspekte, die zur Lösung eines Problems hilfreich sein können (z.B. bei der nur all zu vertrauten Ambivalenz: Wie kann ich mich auch dann zu einem Lauf motivieren, wenn ich mal keine Lust habe, aber "eigentlich doch gern laufen will"?), in übersichtlicher Form vor Augen geführt zu bekommen.

    So mancher hat für sich eine Lösung für solche Probleme gefunden, ohne je ein Psychologiebuch gelesen zu haben - wendet aber trotzdem psychologisches Wissen an. Aber anderen gelingt das nicht. Wenn jede/r die Probleme allein in den Griff bekäme, würden sie nicht immer wieder hier im Forum auftauchen. ... und umgekehrt würde mancher, der z.B. von einer Verletzung in die nächste läuft, u.U. von einer psychologischen Reflexion seines sportlichen Verhaltens profitieren (ergänzend zu sportmedizinischen und physiotherapeutischen Maßnahmen und eigenen Präventionsversuchen).

    kobold

  8. #8
    Avatar von Jeannette
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    Hallo Ihr!

    Danke für die Hinweise. Ich werde auch nochmal Martin_H anschreiben, aber das Fachbuch und das Portal, das mir empfohlen wurde, hilft schon einmal weiter.

    Mein Interesse an Sportpsychologie ist übrigens auch beruflicher Natur, ich habe mit Psychologie zu tun. Ich kenne die Methoden von zwei Sportcoaches, fand das aber nicht so überzeugend und möchte mich jetzt etwas mehr mit dem Thema befassen. Wer weiß, vielleicht mache ich dann auch mal konkret beruflich was damit, oder ich entwickele ein Konzept und biete es bei mir im Verein den Mitgliedern an. Wasser z.B. (ich spreche von Triathleten) ist nämlich nicht jedermanns Ding und eher eine psychologische Barriere als eine technisch-sportliche.

    Danke für Eure Tipps und viele Grüße!
    Jeannette

  9. #9
    Avatar von martin_h
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Im Prinzip gebe ich dir auch recht - erst kommt das Training, dann die Leistungsoptimierung auf Grundlage psychologischer Faktoren.
    Ich nehme den Satz nur mal als Aufhänger: auch der Kopf bestimmt das einfache Training. Stimmt der Kopf nicht, stimmt das Training nicht und hier könnten schon erste Stagnationen erfolgen. Dann wird trainiert und trainiert, aber man hat keine Fortschritte. Psyche und Handlung/Bewegung sind nicht voneinander trennbar - weder beim Spitzen- noch beim Hobbysportler. Sie gehören zusammen. Leider erkennen das in der westlichen Welt zu wenige Menschen und trainieren nur das eine. Oder erst das Eine und dann das Andere. Das ist unsere Schulmedizin, das sind unsere klassischen Trainingsmethoden. Genau dort sehe ich die Probleme. Der Mensch als Ganzes wird nicht angenommen und ist einfach zu selten Forschungsgegenstand, weshalb man hier nicht wirklich vorwärts kommt.

    Würde ein Sportler mal genauso viel Zeit in Mental- oder Entspannungstechniken stecken, wie er auf dem Asphalt, der Bahn oder dem Wald verbringt oder Zeit in die Suche nach geeigneten Supplementen (zB für die Regeneration) steckt, wäre Burnout wohl nie ein Thema gewesen. Davon profitieren nicht nur Spitzensportler, sondern auch Patienten, Angestellte, Manager und Kinder. Jeder verbessert seine Leistung - in SEINEM Bereich des Lebens. Nur wird die Sport(Psychologie) ja immer noch als Hokuspokus angesehen - genauso wie Training im luziden Traum oder Training im hypnotischen Zustand. Für Läufer ist da noch nicht wirklich etwas untersucht, glaube ich, aber genau in diesen Entspannungszuständen (Alpha-Zustand, Hirnstrom) hat das Gehirn eine sehr viel höhere Leistungsfähigkeit als im Wachzustand, weshalb gerade motorische Aufgaben in diesem entspannten Zustand wunderbar trainiert werden könnten.

    Ist Training im Stresszustand (der im Kopf beginnt) nicht subjektiv anstrengender als ein Training, das frei von Sorgen durchgeführt wird? Stress beginnt im Kopf bzw. wird er dort angenommen. Was im Körper passiert ist nur die Folge. Untrennbar eben...

    Jeannette hat schon Literaturempfehlungen bekommen, aber falls es noch andere Interessierte gibt:

    • Gabler, Nitsch, Singer - Einführung in die Sportpsychologie: Grundthemen
    • Gabler, Nitsch, Singer - Einführung in die Sportpsychologie: Anwendungsfelder
    • Stoll, Pfeffer, Alfermann - Lehrbuch Sportpsychologie
    • Alfermann, Stoll - Sportpsychologie: Ein Lehrbuch in 12 Lektionen
    • Kogler - Die Kunst der Höchstleistung: Sportpsychologie, Coaching, Selbstmanagement
    • Mayer, Hermann - Mentales Training: Grundlagen und Anwendung in Sport, Rehabilitation, Arbeit und Wirtschaft
    • Bender, Draksal - Das Lexikon der Mentaltechniken. Die besten Methoden von A bis Z
    • Eberspächer - Mentales Training. Das Handbuch für Trainer und Sportler
    • (Edgette & Rowan - Mental gewinnen: Hypnose im Sport)


    Alles Literatur (bis auf das letzte Buch), die in einem Studium in diesem Bereich verwendet wird und Grundlagenwissen vermittelt. Alles nützlich, aber jeder hat andere Erwartungen an solche Bücher.

    Die Tagungsbände der dvs kann man nach Sportpsychologie-Bänden auch mal durchsuchen. Lohnt sich für aktuelle Forschungsergebnisse

    "Often it does not matter so much what we choose, but that we do choose." (Alan Cohen)

  10. #10
    Gardasee Avatar von viermaerker
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    Zitat Zitat von Domborusse Beitrag anzeigen
    Prinzipiell liegst du bezüglich des Bereichs Leistungsentwicklung damit richtig!
    LG
    Domborusse
    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Im Prinzip gebe ich dir auch recht - erst kommt das Training, dann die Leistungsoptimierung auf Grundlage psychologischer Faktoren.

    kobold
    Zitat Zitat von martin_h Beitrag anzeigen
    Ich nehme den Satz nur mal als Aufhänger: auch der Kopf bestimmt das einfache Training.

    Ich bin zwar nicht (primär) der Adressat eurer Kommentare, aber jetzt wo ihr so schön argumentiert habt werde ich mir wohl doch mal das erstzitierte Werk zu Gemüte führen.

    Motivationsprobleme beim Training im Sinne "Schweini" bekämpfen zu müssen kenne ich zwar überhaupt nicht, wo ich aber durchaus schon mal "Unterstützung" brauchen könnte ist entweder beim Vermeiden des "Totpunktes" der meist als Kombination von körperlicher Müdigkeit und mentaler Unfokussiertheit so gut wie immer auf sehr langen Strecken kommt oder beim besseren Umgang damit, also die Motivation zu kreieren weiter zu machen.....

    Walter
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