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  1. #1
    Avatar von Antracis
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    Standard Intervalltraining am Tag vor dem langen Lauf

    Hallo zusammen,

    eine Frage, ich habe bisher bei der Zusammenstellung meines Wochenpensums immer versucht, mich an der Faustregel "schnell vor zügig vor lang" zu orientieren. Also beispielsweise die 10 x 400m am Dienstag, den Tempolauf am Do. oder Fr. und der lange Lauf dann am WE, meist Sonntag.

    Aufgrund beruflicher Zwänge und sozialer (Möglichkeit, zusammen mit einem Freund zu trainieren) Gründe, würde sich für einige Zeit eine Umstellung anbieten für die Schlüsseleinheiten, das Intervalltraining nämlich auf den Samstag zu legen, wobei der lange Lauf terminlich am Sonntag bleiben würde. Ich würde dann natürlich am So. betont ruhig laufen (wie meist eh...) und die Läufe würden auch nur zwischen 20-25km liegen, es geht auch nicht um den Trainingshöhepunkt in diesem Jahr, eher um eine Phase nach 2 -3 ruhigeren Wochen nach dem ersten Jahreshöhepunkt (HM im April)

    Da ich die Individualität als eines der wichtigsten und allgemeingültigsten Trainingsprinzipien akzeptiert habe, werd ichs ausprobieren müssen. Mich würden nur Meinungen interessieren, was ihr methodisch und physiologisch für Unterschiede bzw. Probleme seht. Ich würde jetzt annehmen, dass die Verarbeitung des starken Trainingsreizes Intervall vermutlich nicht so optimal ist wegen der verkürzten Regeneration und sich natürlich auch die orthopädische Belastung summiert. Vielleicht konkrete Trainingsbeispiele:

    Plan A:

    Mo: -
    Di: 6 x 1000 in 3:57
    Mi DL 60min in 5:10 mit 5 Steigerungsläufen
    Do: TL 8km in 4:20
    Fr: -
    Sa: DL 60 min in 5:10 mit 5 Steigerungsläufen
    So LDL 120min in 5:20


    Plan B

    Mo: -
    Di: DL 60min in 5:10 mit 5 Steigerungsläufen
    Mi: TL 8km in 4:20
    Do: DL 60 min in 5:10 mit 5 Steigerungsläufen
    Fr: -
    Sa: 6 x 1000 in 3:57
    So: LDL 120min in 5:20

    Danke und Gruß
    Sascha

  2. #2
    Avatar von HailesEnkel
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    Standard

    Hallo Antracis,
    soweit ich das noch aus meiner Trainingslehre in der Schule weiß (man möge mich berichtigen, wenn was falsch ist), ist dies nicht zu empfehlen. Du setzt hier 2 Trainingsreize direkt hintereinander. Dir fehlt die Erholung, damit eine Superkompensation einetzen kann und sich eine Leistungssteigerung entwickelt.
    Also Plan A sieht wesentlich besser aus, wobei ich dann am Mi allerdings die 5 Steigerungen weglassen würde; einfach um sich nur zu "erholen"

    Gruß
    Daniel Matloddy

  3. #3
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Persönlich habe ich noch nie einen Trainingsplan gesehen, der am Tag vor dem langen Lauf Intervalle vorsieht. Andererseits: Samstags einen 10km- Wettkampf und sonntags dann einen Lauf von 27-30 km - das habe ich schon des öfteren praktiziert. Erst schnell und dann lang hinterher hat sich durchaus bewährt. Warum also nicht auch mal Intervalle vor dem langen Lauf? Muß eben jeder für sich ausprobieren, ob und wie viel er davon verträgt.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  4. #4
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Samstags einen 10km- Wettkampf und sonntags dann einen Lauf von 27-30 km - das habe ich schon des öfteren praktiziert. Erst schnell und dann lang hinterher hat sich durchaus bewährt.
    Genauso ist es! Der 10er und die Intervalle sind belastungsseitig nicht so weit auseinander. Rekom sollte daher ok sein, weil Du zwei unterschiedliche Systeme ansprichts. Ich schliesse mich meinem Vorredner an, einfach probieren. Die Intervalle am Tag nach dem langen Lauf fänd ich kritisch.

    Sascha: Wenn Du aber ansonsten schreibst, dass Du "schnell vor zügig vor lang" machst ist das zumindest für Dein bisheriges Training Blödsinn. Das gilt nur wenn tatsächlich immer Montag die Woche beginnen würde. Dein Laufplan berücksichtigt das aber nicht. Am Dienstag machst Du schnell und das kommt direkt nach lang (am Sonntag). Von daher isses doch eigentlich egal.

    Wenn keine Pause dazwischen ist, sieht die Welt natürlich anders aus.

  5. #5
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Die Intervalle am Tag nach dem langen Lauf fänd ich kritisch.
    Aufgrund eigener Erfahrungen kann ich das im Indikativ formulieren: Die Intervalle am Tag nach dem langen Lauf find ich Sch...
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  6. #6
    Stormbringer
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Persönlich habe ich noch nie einen Trainingsplan gesehen, der am Tag vor dem langen Lauf Intervalle vorsieht. Andererseits: Samstags einen 10km- Wettkampf und sonntags dann einen Lauf von 27-30 km - das habe ich schon des öfteren praktiziert. Erst schnell und dann lang hinterher hat sich durchaus bewährt. Warum also nicht auch mal Intervalle vor dem langen Lauf? Muß eben jeder für sich ausprobieren, ob und wie viel er davon verträgt.
    Richtig. So sieht es Daniels, bei dem es die Abfolge Samstag Tempo, Sonntag Lang gibt. Der Muskelkater braucht halt 36-48 Stunden. Bei Pfitzinger steht das auch als Möglichkeit. Dann empfiehlt er aber den langen Lauf etwas langsamer zu laufen (nicht mehr 20% -> 10% MRT, sondern eher noch langsamer). Den Lauf im MRT sollte man dann aber nicht folgen lassen.

    Das ist sogar von mir altem Schlachtross häufig durchgeführt worden. Die Superkompensation beeinträchtigt das nicht.

  7. #7
    Avatar von Antracis
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    Danke für die vielen Rückmeldungen. Werde es mal ab Mai probieren für ein paar Wochen und dann berichten.

  8. #8
    Avatar von jobu1301
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    Standard

    Hi ihr Läufer,

    bin gerade auf den Thread gestoßen und dadurch tut sich auch bei mir eine Frage auf

    Angenommen ich laufe an Folgenden Tagen:

    Tag 1: Training
    Tag 2: Ruhetag
    Tag 3: Training
    Tag 4: Training
    Tag 5: Ruhetag
    Tag 6: Training

    Ich laufe an Tag 3 oder 4 eine harte Einheit (Wiederholungen, Intervalle, Tampodauerlauf) und am jeweils anderen Tag nur einen lockeren Dauerlauf. Gibt es hier eine sinnvolle Reihenfolge? Erst die harte Einheit um mit der lockeren die Durchblutung und somit die Regeneration zu fördern. Oder vlt erst die lockere, damit die weg ist und man am Ruhetag nach der harten Einhat dann ohne Belastung regenerieren kann

    Wie verhält sich das, wenn ich an den beiden Tagen einen lockeren Dauerlauf und einen langen absolvieren möchte.

    Meistens wird mans vermutlich sowieso so legen wie es einem zeitlich besser passt, oder wie das Wetter besser mit spielt, aber was ist die ideale Lösung?

    Beste Grüße
    jobu1301

  9. #9
    A u s l a u f m o d e l l Avatar von binoho
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    Standard

    passt nicht... schliesslich hat die Woche 7 Tage .
    Ich meine es ist egal ob ich zuerst intensiv und am Folgetag moderat trainiere oder umgekehrt.
    Nach einem wirklich Langen macht man meistens Pause, das wär dann der 7., aber auch eine Vorbelastung für einen Tags darauf folgenden Langen ist nicht unbedingt falsch

    Mit dem siebten Lebensjahrzehnt wird es schwer, sich noch zu steigern, außer man hat erst im sechsten Jahrzehnt begonnen Sport zu treiben

  10. #10
    Avatar von Stützredli
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    @aghamemnun: Du traininerst doch nach Pfitzinger, oder? Wenn ich mich richtig erinnere bringt der einige gute Gründe, 2 harte Einheiten hintereinander zu laufen. Aber das war eher auf Athleten zugeschnitten, die verdammt viel trainieren.

    M.E.: Wenn Du "nur" 5 mal trainierst, sehe ich nicht unbedingt ein, weshalb die beiden Qualitätseinheiten hintereinander absolviert werden sollten (und ja, ich finde 5 viel, keine Angst ). Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass ich Tempo nach dem langen Lauf gar nicht vertrage und es, müssen die beiden Einheiten hintereinander kommen, auch so machen würde.

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