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  1. #101
    Mir scheint das Licht aus dem Allerwertesten Avatar von caramba
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    ...
    D.h. ich orientiere mich weder an einem einheitlichen Durchschnittstempo noch an Tempobereichen für einzelne Abschnitte, sondern an einem Durchschnittstempo für die gesamte Trainingseinheit, das ich zudem nicht vorher, sondern währenddessen formuliere. Kennt oder praktiziert sonst noch jemand solche oder ähnliche merkwürdige Spielchen?
    Versprichst du dir einen Erkenntnisgewinn, wenn jemand anderer bei Crescendoläufe sich an einem Durchschnittstempo für die gesamte Trainingseinheit orientiert oder willst du eine exklusive Bruderschaft (der merkwürdigen Spielchen ) eröffnen?

    Wie der Zufall so will, habe ich heute auch einen Crescendolauf praktiziert mit einlaufen, etwas zügiger, zügig, ballern (alle mit gleichen Abständen bei jeweils gleichem Belastungsgefühl) und etwas weniger als ein km auslaufen.
    Alles nach Gefühl ohne irgendwelche Vorgaben, Rechnerei unterwegs nur insoweit, dass ich mit insgesamt 15km zurückkomme.

    Möchte ich häufiger wiederholen, um Fortschritte in meine Tempoausdauerfähigkeit festzustellen.



    Übrigens, wenn ich mich an jemand orientiere dann an die Erinnerung über mein früheres Training nach Daniels, + Canova mit dem ich mich vor etwas mehr als einem halben Jahr intensiver beschäftigt habe
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  2. #102
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von caramba Beitrag anzeigen
    Versprichst du dir einen Erkenntnisgewinn, wenn jemand anderer bei Crescendoläufe sich an einem Durchschnittstempo für die gesamte Trainingseinheit orientiert oder willst du eine exklusive Bruderschaft (der merkwürdigen Spielchen ) eröffnen?
    Wenn überhaupt, dann ersteres. Ist ja eine Methode, von der ich so noch nie gehört habe. Mich motiviert es jedenfalls dazu, das Tempo immer weiter zu erhöhen, und mich würde einfach mal interessieren, was andere dafür so machen. Dazu kommt, daß das Tempo vorher nicht festliegt. Bevor ich loslaufe, weiß ich nicht, ob ich am Ende im Schnitt im langsameren Teil des E-Bereichs liege oder hart am M-Tempo kratze. Sowas ist ja eigentlich nicht sehr systematisch und hat mit minutiös geplantem Training absolut nichts zu tun.

    Wie der Zufall so will, habe ich heute auch einen Crescendolauf praktiziert mit einlaufen, etwas zügiger, zügig, ballern (alle mit gleichen Abständen bei jeweils gleichem Belastungsgefühl) und etwas weniger als ein km auslaufen.
    Alles nach Gefühl ohne irgendwelche Vorgaben, Rechnerei unterwegs nur insoweit, dass ich mit insgesamt 15km zurückkomme.
    Klingt ja irgendwie so ähnlich
    Möchte ich häufiger wiederholen, um Fortschritte in meine Tempoausdauerfähigkeit festzustellen.
    Von mir aus gern mal wieder unter der besagten Brücke.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  3. #103
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Wenn überhaupt, dann ersteres. Ist ja eine Methode, von der ich so noch nie gehört habe. Mich motiviert es jedenfalls dazu, das Tempo immer weiter zu erhöhen, und mich würde einfach mal interessieren, was andere dafür so machen. Dazu kommt, daß das Tempo vorher nicht festliegt. Bevor ich loslaufe, weiß ich nicht, ob ich am Ende im Schnitt im langsameren Teil des E-Bereichs liege oder hart am M-Tempo kratze. Sowas ist ja eigentlich nicht sehr systematisch und hat mit minutiös geplantem Training absolut nichts zu tun.
    Bei der Methode bzw. mehr Idee entgeht mir die Sinnhaftigkeit der Gesamtpace beim Crescendo und diese immer weiter zu erhöhen.
    Die Pace des Einlaufens und des gemütlichen GA1-Laufen könnte hierbei (Gesamtpace erhöhen) hochgezogen werden und dann ihren Charakter verlieren.

    Wichtiger sollte allein die Pace und der Umgang mit der Belastung/Ermüdung beim zügigen und schnellen Lauf sein. Besonders am Ende eines Wettkampfes ist wegen der Ermüdung der Muskulatur die Verletzungsanfälligkeit höher. Ich achte deswegen auf ein gutes Laufgefühl + jage nicht nur der Pace hinterher (bzw. kenne sie nicht mal, weil ich nur die Uhr abdrücke und erst zu Hause nachschaue).

    Systematisch und minutiös geplantes Training für uns Hobbyläufer?
    Liegen da unsere Prioritäten? Haben wir das Wissen, die Zeit und die Ressourcen dafür?
    Wir haben die Leidenschaft fürs Laufen, manche orientieren sich an die Pläne von Hudson/Fitzgerald/Daniels …, schnappen und probieren viel aus, stellen unsere Ernährung um und was auch immer + haben unseren Spaß beim Laufen.


    Möchte ich häufiger wiederholen, um Fortschritte in meine Tempoausdauerfähigkeit festzustellen.
    Von mir aus gern mal wieder unter der besagten Brücke.
    Können wir gern wiederholen. Lieber für längere gemütliche Läufe. Gestern zum Beispiel beim Crescendo bin ich erst später in meinem Rhythmus hineingekommen. Hätten wir den gemeinsam gemacht wäre er zumindest für mich sehr unrund geworden.
    Dieses Wochenende wird es kaum etwas werden können. Alles weitere können wir per pn gerne verabreden.


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  4. #104
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Dieser Tage ist mir ein interessanter Beitrag von Pete Magill in der US-RW untergekommen. Besonders bemerkenswert fand ich seine Aufstellung über die Involvierung der verschiedenen Muskelfasertypen auf unterschiedlichen Wettkampfdistanzen. Magill ist ja normalerweise nicht bescheuert, und so wird an der Auflistung schon irgendwas dran sein.

    Vielleicht liegt darin ja auch eine Ursache für mein dauerndes Verletzungspech: Anderthalb Jahre lang hatte ich mich fast ununterbrochen an Pfitzingers Marathonplänen abgearbeitet. Danach hatte ich ziemlich unvermittelt ein an Fitzgerald und Hudson orientiertes Unterdistanztraining aufgenommen. Wenn dabei nun vermehrt völlig andere Muskelfasern angesprochen werden (und die Differenzen zwischen 10k und M sind ja wirklich ganz erheblich), darf ich mich über meine Probleme wirklich nicht wundern. Noch ein weiterer Grund also, zumindest bis zum Beginn der nächsten Marathonvorbereitung (nächstes Frühjahr?) auf Traktor-Training zu setzen, also eher TDL als IV.

    Diese Woche lief übrigens mal wieder typisch: Vorgestern IV-Sitzung ziemlich schnell wegen starken Mißempfindens im linken Quadrizeps abgebrochen und stattdessen eine halbe Stunde Fartlek geschoben. Jedesmal gelingt es mir schneller, diese Kalamitäten abzuhaken. Heute dann 18 km inkl. 5 km @ 3:36, 4'30" TP, 3 km @ 3:31. Also ein typischer, hundsgemeiner Hudson-TDL, der mir für diese Woche die Laune gerettet hat. Wer weiß, vielleicht kann man ja auch rein über TDLs und ein paar vereinzelte VO2max-Spitzen zu passablen Resultaten kommen. Irgendwann werde ich das wohl mal versuchen, vielleicht sogar noch vor dem Sommerurlaub.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  5. #105
    Avatar von Zemita
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    Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Du im Training 5km am Stück in 18 min. gelaufen bist und anschließen nach nicht mal fünf Minuten drei weitere noch schneller ?!? Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob wir wirklich zusammen mal nen Läufchen wagen sollten. Das ist nicht hundsgemein, sondern einfach nur brutal !!!

  6. #106
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    @ agha

    Theorie (über verschiedene Muskelfasertypen) hin und her, alles schön und gut. Darüber kann man schön disputieren + man lernt sogar was dabei.
    Leider vergeht dabei einige Zeit und die Antworten werden über diesen Weg nie eindeutig sein, es sei denn du willst eine Muskelbiospie durchführen lassen.

    Irgendwann habe ich mal gelesen, dass Haile alle mögliche Trainingsarten kennen gelernt hat + einige Elemente darin für sein Training für sich ausgeschlossen hat.
    Und? So schlecht ist er auch nicht, oder?

    Vielleicht kannst du über den Fartlek hinaus auch mit Hügelsprints oder mit hohen Geschwindigkeiten beim Crescendo experimentieren + lässt mal Hudson, Hudson sein lassen.



    P.S.: Jetzt, wo ich von Zemita auf deine Zeiten fokussiert wurde, laufen wir auf keinen Fall einen Crescendo. Nachher gehe ich am Stock
    Höchstens einen schönen gemütlichen langen Lauf.
    Jammern auf sehr hohem Niveau. Du spielst gerne den sterbenden Schwan
    Zuletzt überarbeitet von caramba (27.06.2014 um 12:37 Uhr)
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  7. #107
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass Du im Training 5km am Stück in 18 min. gelaufen bist und anschließen nach nicht mal fünf Minuten drei weitere noch schneller ?!?
    Ja, so war's tatsächlich. Ich verstehe das ja auch nicht, aber mir soll's recht sein. Blöd nur, daß ich ausgerechnet jetzt erfahre, daß ich heute abend doch Zeit und Mitfahrgelegenheit gehabt hätte, um einen Zehner hier in der Nähe zu laufen. Hätte bestimmt eine prima Zeit gegeben, aber das kann ich jetzt knicken.

    Diese Tempodauerläufe mit unterschiedlichen Tempi sind eine Spezialität von Hudson und anderen Amis. Ich habe das erst in letzter Zeit ein paarmal ausprobiert und muß sagen, daß mir das bei aller Brutalität viel mehr Spaß macht als Intervalle. Keine Ahnung, woran das liegt. Die Belastung kann es ja nicht sein, denn wenn ich den heutigen Lauf in IVs zerlege, ist der Durchschnitt ja auch dafür noch ganz akzeptabel.

    Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob wir wirklich zusammen mal nen Läufchen wagen sollten.
    Och, das paßt schon. Sowas wie heute kann ich mir ja bloß 1-2x pro Woche leisten, alles andere ist wesentlich kommunikationsfreudiger.

    Zitat Zitat von caramba Beitrag anzeigen
    Leider vergeht dabei einige Zeit und die Antworten werden über diesen Weg nie eindeutig sein, es sei denn du willst eine Muskelbiospie durchführen lassen.
    Schon korrekt. Trial and Error dauert immer seine Zeit. Trotzdem schadet es nicht, ab und zu mal in eine neue Richtung zu denken. Bisher hatte ich meine Beine immer als monolithischen Block betrachtet und Beschwerden höchstens mal bestimmten Muskeln zugeordnet. Die Frage ist, ob man vielleicht noch differenzierter denken muß. Das hat möglicherweise Konsequenzen fürs Training. Wenn das Problem nicht die Muskeln sind, sondern Teile davon, kann man sich z.B. fragen, was herkömmliches Krafttraining mit geringer Belastung und vielen Wiederholungen eigentlich bringt. Wären da nicht explosivere Sachen wie Bergsprints, plyometrische Übungen usw. viel eher zielführend? In diese Richtung denke ich sowieso schon gelegentlich, aber das wäre eben noch ein zusätzlicher Anhaltspunkt dafür. Man muß das nicht ausdiskutieren, aber die Masse der Indizien macht's vielleicht doch.

    Vielleicht kannst du über den Fartlek hinaus auch mit Hügelsprints oder mit hohen Geschwindigkeiten beim Crescendo experimentieren + lässt mal Hudson, Hudson sein lassen.
    Na eben, Du sagst es.

    Jetzt, wo ich von Zemita auf deine Zeiten fokussiert wurde, laufen wir auf keinen Fall einen Crescendo.
    Für Dich gilt das gleiche wie für ihn. Du kennst das ja schon und wirst mir als Laufpartner doch sicher eine exzellente Beleumundung ausstellen.

    Jammern auf sehr hohem Niveau. Du spielst gerne den sterbenden Schwan
    Jein. Das Blöde ist, daß mir kein Trainer sagt, was und wie ich besser machen soll. Also muß ich immer wieder aufs Geratewohl alles mögliche ausprobieren, und manchmal lande ich dabei eben am Stock. Und auch generell kann ich ja leider nicht, wie ich will. So ist das eben, wenn das Hirn nicht funktioniert, wie es soll. Ich habe das Gefühl, die Medikamente bremsen mich aus (tun sie ja tatsächlich; deshalb überkommt mich ja auch immer die kalte Wut, wenn wieder jemand meint, seinem Wohlbefinden beim Sport mit irgendwelchen Schmerzpillen abhelfen zu müssen) und führen dazu, daß der Laufstil schon bei einem Tempo unrund wird, das der Kreislauf noch ganz gut verkraften würde. Dagegen versuche ich irgendwie anzutrainieren, aber eben um den Preis vermehrter Zipperlein.

    Ich weiß nicht, ob man sowas als gesunder Mensch versteht, also komm mir bitte nicht mit Jammern auf hohem Niveau!
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  8. #108
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    Hi agha!
    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    …In diese Richtung denke ich sowieso schon gelegentlich, aber das wäre eben noch ein zusätzlicher Anhaltspunkt dafür. Man muß das nicht ausdiskutieren, aber die Masse der Indizien macht's vielleicht doch…
    Du kennst das doch, was bei dem einen funktioniert, muss bei dem anderen lange nicht funktionieren. Sogar das Training x, was uns letztes Jahr geholfen hat, kann uns ein Jahr später sogar schaden.
    Deswegen finde ich Der C’s Idee der Kategorisierung der verschiedenen Läufertypen sehr interessant.
    Darüber hinaus laufen wir doch lange genug bzw. haben genug Erfahrung, um auch intuitiv an unserem Training heranzugehen. Haile hat in einem Interview zu verstehen gegeben, dass wir Europäer die Neigung haben, vieles unnötig zu theoretisieren.

    Für Dich gilt das gleiche wie für ihn. Du kennst das ja schon und wirst mir als Laufpartner doch sicher eine exzellente Beleumundung ausstellen. ...
    Exzellent läuft schnell Gefahr unglaubwürdig zu wirken, es sei denn du hättest während des Laufens z.B. zeitgleich gesungen, Zaubertricks vorführt und gesteppt. Jedenfalls beim letzten Mal als wir zusammen gelaufen sind, war ich wesentlich untrainierter als Heute, und du hast mich nicht kaputt gelaufen. Wir haben uns die ganze Zeit prima unterhalten.

    Jein. Das Blöde ist, daß mir kein Trainer sagt, was und wie ich besser machen soll. Also muß ich immer wieder aufs Geratewohl alles mögliche ausprobieren, und manchmal lande ich dabei eben am Stock…
    Trainer werden manchmal überbewertet. Meistens fokussieren sie ihre Aufmerksamkeit auf die drei schnellsten Pferdchen im Stall. Die anderen müssen auf die ab und zu fallenden verwertbaren Häppchen achten.

    …Ich habe das Gefühl, die Medikamente bremsen mich aus (tun sie ja tatsächlich…
    Habe ich nicht mitbekommen, dass du auf Medikamente angewiesen bist.

    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    … Ich weiß nicht, ob man sowas als gesunder Mensch versteht, also komm mir bitte nicht mit Jammern auf hohem Niveau!
    Bei dem Hintergrundwissen hätte ich es anders formuliert.


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  9. #109
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    Zitat Zitat von caramba Beitrag anzeigen
    Deswegen finde ich Der C’s Idee der Kategorisierung der verschiedenen Läufertypen sehr interessant.
    Ich auch, auch wenn es natürlich auch eine Art der (typisch europäischen?) Schubladisierung ist.
    Haile hat in einem Interview zu verstehen gegeben, dass wir Europäer die Neigung haben, vieles unnötig zu theoretisieren.
    Tja, was soll ich machen? Ich entstamme nun mal mütterlicherseits einem Geschlecht bedeutender Mathematiker.
    Exzellent läuft schnell Gefahr unglaubwürdig zu wirken, es sei denn du hättest während des Laufens z.B. zeitgleich gesungen
    Während des WK habe ich das tatsächlich schon gebracht, zum Zweck der Demoralisierung.
    Wir haben uns die ganze Zeit prima unterhalten.
    Stimmt. In jedem Wortsinn.
    Trainer werden manchmal überbewertet. Meistens fokussieren sie ihre Aufmerksamkeit auf die drei schnellsten Pferdchen im Stall. Die anderen müssen auf die ab und zu fallenden verwertbaren Häppchen achten.
    Das mag sein, aber - Propriozeption, Lauf-ABC und ähnliche Tugenden hin oder her - allein schon der Blick von außen von jemandem, der Ahnung von der Materie hat, ist schon eine Menge wert. Den habe ich höchstens mal ansatzweise, wenn ich an einer größeren Glasfront vorbeilaufe.
    Habe ich nicht mitbekommen, dass du auf Medikamente angewiesen bist.
    Dochdoch, Antiepileptika. Das ist ja auch ein wesentlicher Grund, weswegen es mit einem Sportverein nicht hinhaut. Mit dem Rad oder ÖPNV zum Training zu kommen wäre von hier aus einfach zu umständlich, Pkw eine extrem unsichere Sache. Ich habe zwar kein Problem damit, bei jedem x-beliebigen Volkslauf ziemlich weit vorn ins Ziel zu kommen, aber ich könnte Dich nicht guten Gewissens mit dem Auto ins übernächste Dorf chauffieren.

    Und jetzt stell Dir bloß mal vor, was ich hier erst alles an Esprit versprühen würde, wenn ich nicht permanent unter Barbituraten stünde!
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  10. #110
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    Hi agha

    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von caramba Beitrag anzeigen
    ...Deswegen finde ich Der C’s Idee der Kategorisierung der verschiedenen Läufertypen sehr interessant
    Ich auch, auch wenn es natürlich auch eine Art der (typisch europäischen?) Schubladisierung ist….
    Was gibt es dann dagegen einzuwenden, wenn sich z.B. herausstellt, dass Intervalle für dich eher ungeeignet sind?
    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    ...Haile hat in einem Interview zu verstehen gegeben, dass wir Europäer die Neigung haben, vieles unnötig zu theoretisieren.
    Tja, was soll ich machen? Ich entstamme nun mal mütterlicherseits einem Geschlecht bedeutender Mathematiker.
    Hoffen, dass dich diese Eigenschaften übersprungen haben.
    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    ..es sei denn du hättest während des Laufens z.B. zeitgleich gesungen, ..
    Während des WK habe ich das tatsächlich schon gebracht, zum Zweck der Demoralisierung.
    Wusste ich doch, dass du ein fieser Hund bist. Hättest du aber nicht nötig, wenn du die Energie fürs schneller Laufen verwenden würdest.

    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    … Das mag sein, aber - Propriozeption, Lauf-ABC und ähnliche Tugenden hin oder her - allein schon der Blick von außen von jemandem, der Ahnung von der Materie hat, ist schon eine Menge wert. Den habe ich höchstens mal ansatzweise, wenn ich an einer größeren Glasfront vorbeilaufe. …
    Ich hab eine Idee, die der einer Glasfront ansatzweise entspricht.
    Es gibt hochauflösende Videokameras (mehr als die üblichen 50-60 Bilder pro Sekunde), die noch zu relativ erschwinglichen Preisen erwerblich (ab 200€ nach oben offen) sind.
    Die Aufnahmen lässt du auf einen Sportplatz machen, bzw. du läufst in Begleitung eines Fahrrads mit der Kamera auf einem am Fahrrad angebrachten Gestell.
    Zu Hause könntest du jedes Detail (Kniehub, Bodenkontaktzeit, Aufprall auf dem Boden, Anfersen, Schrittlänge, Frequenz …) studieren.
    Eine andere Möglichkeit wäre bei der Sporthochschule Köln nachzufragen, ob die so etwas wie eine Laufanalyse speziell nur für dich durchführen mit professioneller Auswertung.

    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    … Und jetzt stell Dir bloß mal vor, was ich hier erst alles an Esprit versprühen würde, wenn ich nicht permanent unter Barbituraten stünde!
    Ich vermute du würdest eine ganze Menge Leute überfordern.

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  11. #111
    Avatar von Zemita
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    Was für ein großartige Unterhaltung, deshalb steh ich auf dieses Forum.

    Hast Du die Nummer mit der Fahrradcam schon mal selbst probiert?

  12. #112
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    Was für ein großartige Unterhaltung, deshalb steh ich auf dieses Forum.

    Hast Du die Nummer mit der Fahrradcam schon mal selbst probiert?
    Nöö.
    Ich hab mich ca. vor 3-4 Monate mit einem recht guten Läufer intensiver darüber unterhalten. Aus irgendwelchen Gründen über die er sich nicht genauer auslassen wollte, ist das Thema mit der Fahrradcam erst mal zu den Akten gelegt worden.

    Momentan stecke ich in einer anderen Zwickmühle.
    Früher bewegte ich viel mehr meine Schultern. Durch meine Konzentration auf einen stabilen Oberkörper wirkt sich jetzt bei mir die Erschöpfung im letzten Drittel eines 5er bzw. 10er WK mehr auf eine verkürzte Schrittlänge.

    Laufstil hin, Laufstil her, Schönheit hin, Schönheit her, wenn du müde wirst, wirkt sich das zwangsläufig immer auf den Laufstil aus. Ich hab die Tempohärte + Tempoausdauer zu sehr vernachlässigt (der Kampfgeist, der früher ein Kennzeichen für mich war, hat leider deswegen gelitten ).
    Deswegen konzentriere ich mich jetzt mehr auf diese beiden Komponenten.
    Der Trainer ruft ja weiter in die Bahn, ich solle meine Schritte länger machen.


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  13. #113
    Avatar von Zemita
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    Man kann halt nicht alle Baustellen gleichzeitig beackern. Deswegen lasse ich meinen "Laufstil" auch wie er ist. Wie so oft eine Frage der Ambitionen.

  14. #114
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    Man kann halt nicht alle Baustellen gleichzeitig beackern. Deswegen lasse ich meinen "Laufstil" auch wie er ist. Wie so oft eine Frage der Ambitionen.
    Wieso bekundest du dann Interesse für die Fahrradcam, wenn du deinen Laufstil so lässt wie er ist? Könnte sie auch etwas anderem dienen als dem Laufstil?

    Für mich liegt die Antwort mehr in die Ausgewogenheit bei der Berücksichtigung der "Baustellen".
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  15. #115
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    Zitat Zitat von caramba Beitrag anzeigen
    Was gibt es dann dagegen einzuwenden, wenn sich z.B. herausstellt, dass Intervalle für dich eher ungeeignet sind?
    Gar nichts. Ich müßte eben nur die passenden Konsequenzen ziehen. Wobei ich dem Problem wahrscheinlich noch nicht so richtig auf den Grund gekommen bin. Sowohl für Hudson als auch für Fitzgerald ist doch eine Grundlagenphase mit jeder Menge Bergsprints, überschnellen Kurzintervallen usw. typisch. Die habe ich auch immer alle brav absolviert, ohne deswegen Probleme zu bekommen.

    Jetzt dagegen ist irgendwie der Wurm drin, und eine gewisse Koinzidenz mit Intervallen fällt mir schon auf. Letzte Woche z.B. hatte ich 4x2k @ 3:33/km, TP 2'. Mensch, was war ich stolz! Ich sah schon wieder die sub 36 in Reichweite. Aber prompt kam der Absturz: Am nächsten Tag zickte die Wade wieder. Ich bin sogar gewohnheitswidrig zum Arzt gegangen. Der Ultraschallbefund ergab nichts Auffälliges. Offenbar eine Dehnung, die einfach etwas Zeit braucht. Ich darf alles machen. Will ich auch. Kann ich aber nicht.

    Ja, so lief's. Dabei war die Einheit doch eigentlich weniger hart gewesen als die vom Freitag davor (zur Erinnerung: 5km @ 3:36, 4:30 TP, 3 km @ 3:31). Okay, diesmal werde ich es noch vorsichtiger mit der Wiederaufnahme des Tempotrainings angehen lassen. Aber wenn dann wieder so etwas passiert, werde ich mir sehr viele Gedanken über Intervalle an sich machen müssen. Wobei es auch daran gelegen haben kann, daß ich an den Tagen, an denen die Wade sich so unschön meldete, jeweils besonders leichte Schuhe ohne Pronationsstütze trug (die Schmerzen sind interessanterweise nicht hinten, sondern eher innen, leicht nach hinten verlagert). Muß ich also mal weiter beobachten. Vielleicht sind es die vielen schnellen Antritte, die momentan das Problem sind. Anders als bei TDL, wo man das einmal macht und dann das Tempo am Stück durchzieht. Oder es ist einfach eine Verletzung, wie sie sich im Prinzip jeder mal zuziehen kann, auch bei bestem Training.

    Wusste ich doch, dass du ein fieser Hund bist. Hättest du aber nicht nötig, wenn du die Energie fürs schneller Laufen verwenden würdest.
    Man muß sich seine Energie eben einteilen. Dazu gehört auch, daß man sie auf die Kanäle verteilt, die gerade dran sind.

    Es gibt hochauflösende Videokameras (mehr als die üblichen 50-60 Bilder pro Sekunde), die noch zu relativ erschwinglichen Preisen erwerblich (ab 200€ nach oben offen) sind.
    Die Aufnahmen lässt du auf einen Sportplatz machen, bzw. du läufst in Begleitung eines Fahrrads mit der Kamera auf einem am Fahrrad angebrachten Gestell.
    Hab ich auch schon alles überlegt, und meine Digitalkamera kann auch ziemlich hoch auflösend mit 50 Bildern/s filmen (was mir für den Anfang genügen würde). Derjenige, der mich filmt (vorzugsweise auf der Bahn, denn Seitenaufnahmen lassen sich am besten in der Kurve vom Fußballtor aus filmen), müßte aber schon ein wenig Ahnung von der Materie haben, damit die Aufnahmen hinterher aussagefähig werden. Meinen Bruder sehe ich so selten. Aber falls Du Dich mal dafür hergeben magst...

    Eine andere Möglichkeit wäre bei der Sporthochschule Köln nachzufragen, ob die so etwas wie eine Laufanalyse speziell nur für dich durchführen mit professioneller Auswertung.
    Hmmm... hört sich nach großer Kanone für kleine Spatzen an. Ist bestimmt auch ziemlich teuer.

    Früher bewegte ich viel mehr meine Schultern.
    Zatopek-Syndrom?

    Durch meine Konzentration auf einen stabilen Oberkörper wirkt sich jetzt bei mir die Erschöpfung im letzten Drittel eines 5er bzw. 10er WK mehr auf eine verkürzte Schrittlänge.
    Die verkürzte Schrittlänge hättest Du wahrscheinlich auch so. Möglicherweise sogar deutlich früher, wegen der fehlenden Konzentration auf den Oberkörper.

    der Kampfgeist, der früher ein Kennzeichen für mich war, hat leider deswegen gelitten ).
    Davon ist hier aber wenig zu sehen, falls Dich das tröstet.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  16. #116
    Avatar von Zemita
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    Mir ging es mehr um die technische Umsetzung. Da ich insgesamt interessiert am Filmen bin und auch zwei ordentliche Cams besitze, denke ich der Radfahrer sollte nicht nur Ahnung vom filmen und laufen haben, sondern besonders das stabilisieren ist bestimmt mit etwas Übung verbunden.

  17. #117
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    sondern besonders das stabilisieren ist bestimmt mit etwas Übung verbunden.
    Da könnte ich mir nun vorstellen, daß das vom Rad aus und auf Asphalt ganz besonders komfortabel machbar wäre. Läufer und Begleiter müssen es v.a. schaffen, ein einheitliches Tempo einzuhalten bzw. der Läufer gibt es vor. Als Radfahrer kann man ja auf Tempowechsel ziemlich flexibel reagieren. Das müßte schon irgendwie klappen.
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  18. #118
    Avatar von Zemita
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    Da gibt es heute auch schon recht preisgünstige technische Möglichkeiten (brushless gimbal), aber Ihr habt wohl recht - wo ein Wille ist, ist auch ...
    Im Übrigen erwische ich mich bei den einzigen drei Metern Schaufenster einer Fahrschule die meine Hausrunde aufweisen, auch dabei wie ich vergeblich versuche einen Blick auf meinen grazilen Laufstil zu werfen.

  19. #119
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    brushless gimbal
    Ach du Vaterland! Dann doch vielleicht lieber eine ganz stinknormale Drohne. Neulich in GÖ hatten die doch so ein Ding im Einsatz, die hat doch wirklich hübsche Aufnahmen gemacht.
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  20. #120
    Mir scheint das Licht aus dem Allerwertesten Avatar von caramba
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    …Sowohl für Hudson als auch für Fitzgerald ist doch eine Grundlagenphase mit jeder Menge Bergsprints, überschnellen Kurzintervallen usw. typisch. Die habe ich auch immer alle brav absolviert, ohne deswegen Probleme zu bekommen.
    … Muß ich also mal weiter beobachten. …
    Manchmal können auch Kleinigkeiten Schmerzen verursachen. Deswegen finde ich es gut, dass du die Propriozeptionsübungen machst. Durch die höher entwickelte körperliche Eigenwahrnehmung könntest du die Ursache selbst (auch unbewusst) abstellen.

    Eine andere Möglichkeit wäre zum Physiotherapeuten zu gehen. Er stellte vor einem Jahr bei mir z.B. eine eingeschränkte Beweglichkeit der Füße fest. Als ich kürzlich beim Laufen auf eine kurze Bodenkontaktzeit achtete, muckte der linke Fuß nach dem Lauf wieder auf. Ich hab wieder mit den speziellen Dehnübungen begonnen und alles ist wieder gut.

    Die Formulierung „brav absolviert“ macht mich etwas stutzig. Du verfügst über eine umfangreiche Trainings- und Lauferfahrung, ziehst du die Pläne brav durch?
    Vielleicht könnten deine Schmerzen auch daher rühren.


    ...Hab ich auch schon alles überlegt, und meine Digitalkamera kann auch ziemlich hoch auflösend mit 50 Bildern/s filmen (was mir für den Anfang genügen würde). Derjenige, der mich filmt (vorzugsweise auf der Bahn, denn Seitenaufnahmen lassen sich am besten in der Kurve vom Fußballtor aus filmen), müßte aber schon ein wenig Ahnung von der Materie haben, damit die Aufnahmen hinterher aussagefähig werden. Meinen Bruder sehe ich so selten. Aber falls Du Dich mal dafür hergeben magst......
    Ich hab auch daran gedacht unseren Laufstil gegenseitig aufzunehmen. Für den Anfang werden 50 Bildern/s ausreichen.
    Allerdings werden sie nicht für solche Details wie den Fußaufsatz (Mittel-, Vorderfuß, Supinierer/Überpropronierer wie ausgeprägt, Fuß gerade oder nach außen, Bodenkontaktzeit, Knie über den Fuß, Körperschwerpunkt beim Aufsetzen ...) ausreichen.

    @Zemita: Vielleicht ließe sich etwas organisieren?

    ...Zatopek-Syndrom?
    Hört sich nach Krankheit an.
    Möglich. Bei Gelegenheit + wenn du möchtest, kann ich dir eine kleine Anekdote erzählen. Hier passt sie nicht so recht rein.

    ...(der Kampfgeist, der früher ein Kennzeichen für mich war, hat leider deswegen gelitten ).
    ...Davon ist hier aber wenig zu sehen, falls Dich das tröstet.
    Nur im Wettkampf ist er angebrachter. Dort schluckte ich im letzten Drittel einen nach dem anderen auf.
    Hier mag er Einigen als uncool, verkrampft und etwas überhitzt erscheinen.

    Success is knowing that you did your best to become the best that you are capable of becoming (John Wooden)

  21. #121
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Hinter mir liegt eine seicht dahingeplätscherte 80km-Woche, leider nun schon seit fast 14 Tagen ohne Tempotraining. Die Wade beruhigt sich zwar allmählich wieder, aber das soll ja nach Möglichkeit auch so bleiben. Außerdem habe ich jetzt das Problem, daß der Urlaub bevorsteht und ich mit möglichst leichtem Gepäck reisen will. Sprich: Ich muß lernen, mit meinen NB Minimus Trail größere Umfänge und vor allem höhere Tempi zu verkraften.

    Teil der dafür erforderlichen Strategie waren vorgestern ein Lauf über 19 km mit ca. 350 hm. Es ließ sich zunächst ganz gut an, aber auf der zweiten Hälfte wurde es immer anstrengender. Die Beine sind längere Strecken in diesen Leichtfußtretern einfach noch nicht so gewohnt. Die zweite Hälfte kostete mich mehr als fünf Minuten mehr als die erste - und dabei verlief der Weg vorwiegend eben oder bergab. OK, zwischendurch mußte ich einen umgestürzten Baum umlaufen und mir vorsichtig den Weg durch ein größeres Brennesseldickicht bahnen, aber das allein erklärt ja nicht den Zeitverlust. Ich werde also noch etwas brauchen, bis ich Distanzen von über 15 km in abwechslungsreichem Gelände klaglos verkrafte.

    Heute dann der Versuch, in den Schuhen mal etwas flotter zu laufen: 18,5 km inkl. 4x2 km @ 3:56/k über Feldwege mit Schlaglöchern, Pfützen, Matschpartien, Kuhfladen und was sonst noch relevant für die Existenzberechtigung der Waschmaschine ist. Die Pausen waren mit je 1 km recht lang bemessen, aber es ging ja nicht um Intervalltraining im eigentlichen Sinn, sondern um die Gewöhnung an die Schuhe. Insofern war die Einheit eine schöne Entschädigung für die anstrengende Sache von vorgestern (was habe ich geflucht, als ich mich durch die Brennesseln tastete!).

    Das Problem wird sein, die Schuhe wieder einigermaßen sauber zu bekommen. Andernfalls riskiere ich, daß sie mir bei der Einreise abgenommen werden, und das fände ich nun wirklich alles andere als lustig. Man hat ja dort noch nie irgendwelche Hemmungen gehabt, von Staats wegen alle möglichen Viecher anzusiedeln, die das ökologische Gleichgewicht gründlich durcheinander gebracht haben, aber wehe, ein Tourist kommt mit dreckigen und folglich seuchengefährdenden Schuhen daher!

    Was die kommende Woche bringt, weiß ich noch nicht genau. Irgendwie spiele ich mit dem Gedanken, noch einen Zehner zu laufen. Für den Kopf bräuchte ich eigentlich dringend mal eine sub 37. Ich weiß aber absolut nicht, ob ich die momentan drauf habe. Das werde ich aber wohl nur herausfinden, wenn ich es mache. Mal sehen.
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  22. #122
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    So, nun ist es also entschieden: Den Zehner am Wochenende werde ich nicht laufen. Jeweils eine Stunde Hin- und Rückweg, nur um mich dann bei 32°C fachgerecht durchbraten zu lassen? Brauche ich nicht. Grillen mit den Nachbarn ist schließlich schon für Freitag angesetzt, das reicht dann fürs ganze Wochenende.

    Noch nie ist es mir so leicht gefallen, auf die Chance zu einer hübschen WK-Zeit zu verzichten. Wahrscheinlich liegt das an den netten Läufen dieser Woche. Gestern war ich auf der Aschenbahn im Nachbarortsteil, um mit der Gewöhnung an größere Minimalschuh-Umfänge fortzufahren. Heute habe ich dann den Fernradweg bei uns hinterm Haus, auf dem man bald bis nach Luxemburg laufen kann (auch wenn mir das persönlich etwas weit ist) für einen lockeren Dauerlauf genutzt. Der Luxus einer solchen Kfz-freien Strecke mit komfortablem Untergrund wird einem außerhalb des Hochgebirges ja sonst leider ziemlich selten geboten. Darum bin ich auch so froh, daß ich sie habe. Der Vorteil liegt auf der Hand: leichte, kontinuierliche und sehr ausgeglichene Steigung wie hier gezeigt. Der Abschnitt zwischen Warm- und Auslaufen ist hervorgehoben. Der Tempo-Graph sieht ziemlich nach Fahrtspiel aus, aber an diesen realitätsfernen Ausschlägen erkennt man, daß die Strecke meist ganz gut bewaldet und deshalb auch im Sommer angenehm zu laufen ist.
    Name:  vennbahnweg.jpg
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    Die Kunst besteht winters darin, das angepeilte Tempo möglichst genau einzuhalten, um am Ziel ungefähr gleichzeitig mit dem Bus an der Haltestelle zu sein, der mich wieder nach Hause bringt, um nicht eingeschwitzt in der Kälte stehen zu müssen. Heute war ich mal wieder zu schnell, aber das machte nichts. Zum einen war es ja sonnig und warm, und zum anderen hielt schon nach einer Minute ein Autofahrer an, mit dem ich direkt nach Hause trampen konnte. Ersparnis gegenüber dem Bus: 12 Minuten und 3,55 €.

    Seit langem habe ich mal wieder Schritte gezählt und festgestellt, daß meine Standardfrequenz im letzten Jahr von ca. 168 auf 180-184 hochgegangen ist. Woran das liegt, weiß ich nicht, und ich kann mich auch nicht erinnern, es darauf angelegt zu haben. Letztes Jahr hatte ich ja mal diese ganzen Propriozeptionsspielchen von Hudson ausprobiert. Auf einige davon komme ich weiterhin gelegentlich zurück. Außerdem habe ich mir insgesamt weniger Schuh am Fuß angewöhnt. Ob das aber was mit der Schritt- oder bloß mit der Verletzungsfrequenz zu tun hat, kann ich nicht sagen.

    Wie es nun für den Rest der Woche weitergeht, weiß ich noch nicht. Das werde ich wahrscheinlich handhaben wie Ryan Hall, der ja auch jeden Tag aufs Geratewohl aus dem Haus tritt und sich dann vom Heiligen Geist sein Trainingsprogramm einflüstern läßt. Zum Glück sind ja Schulferien, so daß ich mich nach dem Frühstück, bevor es richtig warm wird, aus dem Haus stehlen und Stunden später wieder zurückkommen kann, ohne daß das irgendjemand merkt.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  23. #123
    Avatar von Zemita
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    Habe ich überlesen wo der Urlaub mit dem Leichtgepäck verbracht wird? Das letzte mal als ich auf Schmutz in Laufschuhen aufmerksam gemacht wurde, war in Sydney. Im Laufe der anschließenden Reise wurde mir klar, warum dieses sportverrückte Land so wenige Weltklasse Marathonis hervorgebracht hat, oder vielleicht ist mein mitteleuropäisches Blut einfach zu dickflüssig für die dortigen tropischen Temperaturen.

  24. #124
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Zemita Beitrag anzeigen
    Das letzte mal als ich auf Schmutz in Laufschuhen aufmerksam gemacht wurde, war in Sydney.
    Da liegst Du gerade mal um lumpige 3300 km daneben. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß es sich (bei standardmäßigem Abflug in Frankfurt abends gegen 23 Uhr) über Sydney ziemlich suboptimal einreist. Dort wird man morgens um sechs aus dem Flugzeug gespült und wankt den Rest des Tages desorientiert durch die Gegend. Und an den folgenden Tagen ist es kaum besser. In Perth dagegen landet man gegen Mitternacht, fällt ca. 1.30 Uhr völlig k.o. ins Bett, steht dann normal auf - und das war es dann mit dem Jetlag.

    Im Laufe der anschließenden Reise wurde mir klar, warum dieses sportverrückte Land so wenige Weltklasse Marathonis hervorgebracht hat, oder vielleicht ist mein mitteleuropäisches Blut einfach zu dickflüssig für die dortigen tropischen Temperaturen.
    Mit Verlaub, aber das gehört gründlich zurechtgerückt.

    Zunächst mal kommt das sehr drauf an, wo man sich herumtreibt. In Katherine (Du weißt schon, da wo Cadel Evans herkommt) konnt ich mich kaum zum Loslaufen aufraffen. Für die Umrundung des Uluru (gegen Mittag, müssen so 12-13 km gewesen sein) brauchte ich anderthalb Stunden und habe in der Zeit vier Liter Wasser verbraucht. Bei unseren Verwandten in New South Wales zwei Tage später war es winterlich kalt und zugig, während die ganzen Wochenendtouristen aus Canberra mit Skiern auf dem Dach in Richtung Snowy Mountains durch den Ort fuhren. Es ist also schon für jeden Geschmack was dabei.

    Und was die australischen Rekorde über die verschiedenen Langstreckendistanzen betrifft: Über 5000 und 10000 m liegen die deutschen Rekorde darunter, dank einer Tube Zahnpasta. Beim HM und M können wir noch nicht so ganz mithalten.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  25. #125
    Avatar von Zemita
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    Desorientiertes Rumtorkeln trifft es ziemlich genau, was meine erste Laufeinheit in Sydney betrifft. Und wie fast immer hast Du natürlich recht, Australien ist ein Kontinent mit verschiedenen Klimazonen und den unterschiedlichsten regionalen Wetterphänomenen.
    Habe beim laufen am Strand auch verschiedenste Aggregatzustände von Sand kennengelernt, von "brandungsüberspültem trittfest" bis hin zu "treibsandartigem pacekiller". Ach ja welch schöne ... nun will ich aber den Faden nicht vollkommen zum Kaffeekränzchen verkommen lassen und sende zum Abschluss ein neidvolles - viel Spaß da unten im warmen Winter !!!

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