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  1. #1
    Simba1966
    Gast

    Standard Der erste Marathon unter 3:00:00 h - die richtige Strategie während des Rennens

    Eine Frage an die Marathonprofis in diesem Forum: Der Trainingsplan ist erfolgreich absolviert, man ist in einer Top-Verfassung, aber mit welcher Strategie geht man das Rennen an?

    Der Berlin-Marathon 2013 ist erst mein 5. Marathon, drei davon bin ich 1985/1986 gelaufen, nach 1986 habe ich ca. 25 Jahre pausiert und erst 2010 wieder mit dem Sport angefangen. 2011 folgte der 4. Marathon in persönlicher Bestleistung. Nun soll es eine Zeit unter 3 Stunden werden. Für Tipps bin ich sehr dankbar.

    Das ist mein Plan:


    Aufwärmen:
    vorsichtiges Warmlaufen (1km), Lauf-ABC, 3 lockere Steigerungsläufe

    Verpflegung: 8 Kohlenhydrat-Gels (Sqeezy), 0,4 Liter Wasser führe ich mit. Alle 5 km möchte ich einen Becher Wasser und einen Becher mit einem isotonischen Getränk zu mir nehmen.

    geplanter Zeitverlust: ca. 2:30 min

    Startphase: Den Start möchte ich langsam angehen, um möglichst schnell meinen Rhytmus zu finden und um nicht so viel Energie beim Start zu verpulvern, wenn man noch unrund läuft.

    Km 1 in 4:50 bis 5:00min
    Km 2 in 4:30min

    geplanter Zeitverlust: ca. 1:30 min

    1. Hälfte des Rennens: plane ich langsamer als die 2. Hälfte: 4:10min/km

    2. Hälfte des Rennens:
    4:05min/km

    Zielzeit: 2:55:00 bis 2:59:59h

    Das läßt sich bestimmt noch optimieren, oder was meinen die Profis?

    Einen lieben Gruß

    Simba1966
    Zuletzt überarbeitet von Simba1966 (02.07.2013 um 08:01 Uhr)

  2. #2
    Avatar von cantullus
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    Guten Morgen Simba,
    das Rennen in 3 Phasen einzuteilen, finde auch ich eine gute Idee, allerdings kommt mir das Anfangstempo viel zu langsam und das Tempo in der zweiten und dritten Phase entsprechend zu schnell vor.
    Um sicher unter 3h zu kommen, würde ich anfangs etwa 4:20-4:30 zu laufen versuchen.

    Die Gels würde ich mir sparen, höchstens vielleicht Eines als Psycho-Rettungsring mitnehmen.

    Gutes Gelingen,
    cantullus

  3. #3
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Aufwärmen:[/B] vorsichtiges Warmlaufen (1km), Lauf-ABC, 3 lockere Steigerungsläufe
    Bin kein Profi, aber:

    Lauf ABC streichen, kostet unnötig Kraft. Vor dem Marathon unnötig.

    Erste km nicht langsamer als 4'20.

    So viel trinken wie du planst muss man im Oktober normalerweise nicht.

    Negativen Split eher nicht einplanen. Ist für dich wahrscheinlich noch zu schwierig.

    Gruß

    C

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  4. #4
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Aufwärmen: vorsichtiges Warmlaufen (1km), Lauf-ABC, 3 lockere Steigerungsläufe
    ABC und Steigerungen sind überflüssig. Aufwärmen gern, aber 1 km muß es auch nicht unbedingt sein. Ein paar lockere dynamische Dehnungen (mal ein bißchen ausladend mit den Beinen schlenkern, ein paar nicht zu weite Ausfallschritte und so Krams) sind auch ganz gut und kosten keine Kraft.

    Verpflegung: 8 Kohlenhydrat-Gels (Sqeezy), 0,4 Liter Wasser führe ich mit.
    Huch, kriegt man in Berlin neuerdings nichts mehr zu trinken?!

    Alle 5 km möchte ich einen Becher Wasser und einen Becher mit einem isotonischen Getränk zu mir nehmen.
    Ach so, kriegt man also doch. Dann reicht das auch. Ist aber viel zu viel. Ein Becher ist vollauf genug. Nimm das, wonach Dir spontan ist. Wobei Iso möglicherweise einen psychisch wirksamen Aufbaueffekt hat. Probier es aus, wenn Du willst.

    8 Gels sind völlig überflüssig. Nimm dir drei Stück mit als beruhigende Reserve. Aber geh nicht von vornherein davon aus, daß Du sie brauchen wirst.

    geplanter Zeitverlust: ca. 2:30 min
    Sowas darf nicht passieren! Du gehst an Deine Leistungsgrenze, und da darfst Du Dir Fahrtspiele dieser Art auf keinen Fall erlauben. Gleichmäßiges Tempo ist ein absolutes Muß, gerade wenn man sich unsicher fühlt.

    Gels drückt man sich bei unvermindertem Tempo rein, sofern man welche nimmt. Üb das beim nächsten Intervalltraining oder TDL. Getränke kann man bei einem Tempo von 4:15 auch problemlos im Vorbeilaufen mitnehmen. Ich greife dazu immer mit Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger von oben um den Rand (meistens Daumen außen, Finger innen). Der Versuch, einen Plastikbecher in vollem Tempo von außen zu umgreifen, mißlingt häufig. Wenn man Glück hat, schüttet man sich die Brühe dann über, so daß sie wenigstens noch einen Kühleffekt hat.

    Km 1 in 4:50 bis 5:00min
    Km 2 in 4:30min
    Von solchen Plänen bleibt erfahrungsgemäß im Eifer des Gefechts wenig übrig. Der erste km könnte etwas langsamer werden, weil sich die Massen erst sortieren müssen. Aber spätestens dann solltest Du Dein Tempo von ca. 4:10-4:15 gefunden haben.

    1. Hälfte des Rennens: plane ich langsamer als die 2. Hälfte: 4:10min/km

    2. Hälfte des Rennens:
    4:05min/km
    Vergiß es lieber. Verlaß Dich nicht darauf, daß Du das mit der schnelleren 2. Hälfte hinbekommst.

    Zielzeit: 2:55:00 bis 2:59:59h
    Das ist eine ziemlich breite Marge. Lauf die erste Hälfte kontinuierlich mit 4:10-4:12 an und guck mal, wie weit das trägt.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  5. #5
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von aghamemnun Beitrag anzeigen
    Huch, kriegt man in Berlin neuerdings nichts mehr zu trinken?!
    Wasser mit schleppen würde ich auch nicht, hatte ich völlig übersehen.

    Und statt der Gels könnte man auch testen, wie man das angebotene Isozeug verträgt. Da sollte ja auch KH drin sein. Es könnte möglicherweise ja sogar nur mit Wasser funktionieren.

    Gruß

    C

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  6. #6
    Simba1966
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    Vielen Dank für die teilweise humorvoll verpackten Tipps. Die Tipps werde ich im Rennen umsetzen. Jetzt muss nur noch die Form stimmen., dann klappt es auch mit den 2:55.

    LG Simba

  7. #7
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zusätzlich noch ein paar Tipps:
    Wichtigste Nacht ist die von Freitag auf Samstag. Also Nutzen und min. 8h schlaffen.
    Samstag stressfrei gestalten. Keine Besichtigungen, keine Museumsbesuche oder gleiche Events. Marathonmesse auf das Minimum begrenzen.
    Ordentlich, kohlenhydratenreich und leicht verdaulich bis 16 Uhr am Samstag essen.
    Um 19:00 Uhr 4km langsam laufen.
    Leichtes Abendbrot in der Kneipe (etwas festlicher, als psychische Unterstützung eines besonderes Momentes) Glas Wein, oder Ouzo, oder Grappa oder was man so mag ist Pflicht.
    Abends Laufkleider, Startnummer, Schuhe und Chip vorbereiten.
    23:00 Uhr Bett.
    Um 4:30 Uhr (im Ernst) aus dem Bett und 20-25' nach Draußen spazieren gehen, um den Kreislauf auf die Touren zu bringen.
    Duschen.
    Leichtes Frühstück.
    Rechtzeitig anreisen.
    Beutel abgeben.
    Vor dem Start 300-400m laufen, um prüfen, ob alles sitzt und nichts drückt.
    Toilette ist klar...
    Nicht früher als 15' vor dem Start sich aufstellen. Defensiv aufstellen.
    Start locker. KEINEN überholen. Kein Druck. Erste 2 KM mitschwimmen und als Einlaufen nutzen (ich bin immer mit 4:15-4:20 angefangen beim 3:48 Schnitt)
    Erst bei 5km gewünschte Tempo erreichen und von Gruppe zu Gruppe nach Vorne laufen.

    Aber jeder macht etwas anders...

    Viel Spaß
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  8. #8

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    Den Ouzo bzw Grappa würde ICH weglassen.
    Und 15min vor dem Start zur Startaufstellung ist für Berlin zu knapp. Da riskierst Du unnötige Hektik. 25min sind besser.

    Ansonsten volle Zustimmung zu Rollis Empfehlung, inklusive des Morgenspaziergangs . Der ist aber nicht anstrengend, deswegen hinterher keine Dusche erforderlich .

  9. #9
    Simba1966
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    Standard Gels als Hilfe gegen die Angst, einen Einbruch bei km 30 zu erleben.

    Bei meinem Marathon vor 2 Jahren hatte ich das erste Mal keinen Einbruch erlebt und führe das auf die Einnahme von 7 Kohlenhydratgels und reichlich Flüssigkeit in Form von isotonischen Getränken und Wasser zurück (ca 3 Liter).

    Heute bin ich deutlich besser trainiert und habe 6000 km mehr in den Beinen als im Oktober 2011. Vielleicht benötigt man die Gels wirklich nicht (nur als Krückstock gegen die Angst einzubrechen). 80 kg Lebendgewicht müssen allerdings auch bei Laune gehalten werden.

    Was meinen die Experten?

    LG Simba
    Zuletzt überarbeitet von Simba1966 (03.07.2013 um 07:11 Uhr)

  10. #10
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Was meinen die Experten?
    Alles Psycho. Wenn es Deiner Beruhigung dient, mach es. Vor allem aber versuch, Dich nicht unnötig unter Druck zu setzen. Von einer sub 3 hängt nicht ab, ob Petrus an der Himmelspforte Dich eines schönen Tages reinläßt oder nicht.

    Wenn es mit der sub 3 klappt, dann wegen des Trainings in den Monaten, der richtigen Ernährung in den Tagen vor dem Wettkampf und der nicht allzu ungünstigen äußeren Umstände am Wettkampftag. Aber es gibt keine Götter, die Du Dir mit Speise- und/oder Trankopfern gewogen machen könntest.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  11. #11
    Simba1966
    Gast

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    Jetzt muss ich mal herzhaft lachen!

    LG Simba

  12. #12
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Bei meinem Marathon vor 2 Jahren hatte ich das erste Mal keinen Einbruch erlebt und führe das auf die Einnahme von 7 Kohlenhydratgels und reichlich Flüssigkeit in Form von isotonischen Getränken und Wasser zurück (ca 3 Liter).
    Mir wären der Zeitverlust und das Risiko für den Magen zu groß. Ich denke, dass ich bei meinen 2h58 irgendwas zwischen 0,5 und 1l getrunken habe, mehr nicht. Ein Stückchen Banane, keine Gels.

    Im Herbst will ich nochmal Sub3 versuchen ohne KH-Zufuhr im Rennen, nur Wasser unterwegs.

    gruß

    C

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  13. #13
    Avatar von Unwucht
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    Zitat Zitat von jamo Beitrag anzeigen
    Den Ouzo bzw Grappa würde ICH weglassen.
    +1
    Zitat Zitat von jamo Beitrag anzeigen
    ... keine Dusche erforderlich .
    Ich mag Duschen vor dem Wettkampf auch nicht, das entspannt irgendwie, und dann fühle ich mich eher schlapp. Lieber gehe ich mit dem Gefühl "geladen" zu sein zum Start.

    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Im Herbst will ich nochmal Sub3 versuchen ohne KH-Zufuhr im Rennen, nur Wasser unterwegs.
    Gibt es dafür einen besonderen Grund, oder willst du es einfach nur ausprobieren?

  14. #14
    Avatar von Kaya90
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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Mir wären der Zeitverlust und das Risiko für den Magen zu groß. Ich denke, dass ich bei meinen 2h58 irgendwas zwischen 0,5 und 1l getrunken habe, mehr nicht. Ein Stückchen Banane, keine Gels.

    Im Herbst will ich nochmal Sub3 versuchen ohne KH-Zufuhr im Rennen, nur Wasser unterwegs.

    gruß

    C
    Musst mal berichten. Klingt spannend. Bei meinen 2:59 in FF 2012, habe ich mich auch an Minimalverpflegung gehalten, wo ich im Nachhinein denke, dass ich mir die 3 Krümel auch hätte sparen können. Habe eher das Gefühl, zu wenig getrunken zu haben. Mit 0 Gard zum Start, war das Wetter aber auch trügerisch.

    In MZ im Mai, bin ich die 2:56h auch nur mit nem 55gr Riegel gelaufen......man darf gespannt sein, möchte das allerdings noch nicht riskieren.

  15. #15

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    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Ein Stückchen Banane, keine Gels.
    Letztes Jahr bin ich 89 km mit in Summe vielleicht 2 Bananen gelaufen. (Und das Tempo war sogar noch etwas höher als für einen 3:28-Marathon).


    Zitat Zitat von DerC Beitrag anzeigen
    Im Herbst will ich nochmal Sub3 versuchen ohne KH-Zufuhr im Rennen, nur Wasser unterwegs.
    Zitat Zitat von gatschhupfer Beitrag anzeigen
    Gibt es dafür einen besonderen Grund, oder willst du es einfach nur ausprobieren?
    KH-Zufuhr ist Placebo (es sei denn bei ziemlich schweren Läufern). Bei den letzten Läufen habe ich auch fast nur noch Wasser getrunken. Reicht völlig!

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

    Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh.de

  16. #16

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    Zitat Zitat von gatschhupfer Beitrag anzeigen
    Lieber gehe ich mit dem Gefühl "geladen" zu sein zum Start.
    Das wiederum ist mir zu riskant.
    Da renne ich lieber vorher ein paar mal aufs Klo.


    (Das war einfach zu verlockend. )

    Bernd
    Das Remake in Text und Bild.

    Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh.de

  17. #17
    C Avatar von DerC
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    Zitat Zitat von gatschhupfer Beitrag anzeigen
    Gibt es dafür einen besonderen Grund, oder willst du es einfach nur ausprobieren?
    Ein Grund ist einfach, dass ich nicht besonders gut im Laufen trinken kann, und auch nicht die Zeit zum stehenbleiben nehmen will, außerdem finde ich das wieder anlaufen nicht sehr toll. Trinken im Laufen üben habe ich auch keine Lust drauf, das müsste ich wieder vorbereiten etc.
    Und dann bleibt nur Wasser, wenn man keine Lust hat, relativ verklebt mit dem Zuckerzeug im Ziel anzukommen.

    Ein weiterer Grund ist der Magen, der ist die letzten Jahre tendenziell etwas empfindlicher geworden. Da möchte ich nix riskieren. Wasser vertrage ich.

    Der dritte Grund ist, dass ich denke das die KH-Zufuhr von vielen eher überbewertet wird und das viele das nicht unbedingt brauchen. Ich sehe den Energiemangel für mich nicht als Problem. Wenn ich das muskulär und mental hinkriege, ist der Rest nach meiner Erfahrung kein Problem. Ich nehme eben auch auf den lange Läufen keine Nahrung zu mir, nur manchmal etwas Wasser.

    In den 70ern und 80ern sind viele völlig ohne Nahrungsaufnahme bzw nur mit Wasser den Marathon ziemlich gut gelaufen.

    Als letztes hoffe ich, dass ich im Herbst wieder so gut in Form bin, dass ich für Sub3 nicht auf Anschlag laufen muss, was es natürlch noch leichter machen sollte, mit dem Energievorrat im Körper klar zu kommen. Ich würde es aber auch probieren, wenn ich mehr auf Kante laufen wollte.

    Gruß
    C

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  18. #18
    Avatar von leviathan
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    Beim Rennsteigmarathon habe ich unterwegs weder gegessen noch getrunken. Das war auch ok. Wenn die Temperaturen über 15/20 Grad lägen, würde ich aber auch Wasser trinken. Allerdings nicht prophylaktisch, sondern eher nach Durstgefühl. Vor ein 2 bis 3 Jahren war ich mir nicht sicher, ob KH sinnvoll sind oder nicht, heute glaube ich es nicht mehr. Ich weiss aber nicht, bei welcher Belastungsdauer der break even liegt. Das ist bei dem einen vielleicht tatsächlich unter 180min, beim nächsten eher höher.

    Rolli´s Tipps fand ich total klasse, wobei ich den Grappa auch weglassen würde. Und obwohl ich leidenschaftlicher Weintrinker bin (ist mein Hobby) trinke ich vor einem Marathon lieber Bier. Da habe ich das Gefühl, dass es weniger dehydriert. Und is ja auch lecker

    Aber 4:30 aufstehen??? Oh mein Gott...

    Ein Grund ist einfach, dass ich nicht besonders gut im Laufen trinken kann, und auch nicht die Zeit zum stehenbleiben nehmen will, außerdem finde ich das wieder anlaufen nicht sehr toll. Trinken im Laufen üben habe ich auch keine Lust drauf, das müsste ich wieder vorbereiten etc.
    Und dann bleibt nur Wasser, wenn man keine Lust hat, relativ verklebt mit dem Zuckerzeug im Ziel anzukommen.
    Das kommt mir bekannt vor. Da hilft eigentlich nur eine Trinkflasche. Das ist für uns Amateure aber eher Wunsch als Wirklichkeit, daher habe ich ähnlich entschieden.

  19. #19
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von jamo Beitrag anzeigen
    Den Ouzo bzw Grappa würde ICH weglassen.
    Und 15min vor dem Start zur Startaufstellung ist für Berlin zu knapp. Da riskierst Du unnötige Hektik. 25min sind besser.

    Ansonsten volle Zustimmung zu Rollis Empfehlung, inklusive des Morgenspaziergangs . Der ist aber nicht anstrengend, deswegen hinterher keine Dusche erforderlich .
    Ob man sich ein Ouzo oder Grappa oder einfach ein Glas Wein oder Bier am Abend vor dem Marathon gönnt, ist jedem selbst überlassen. Das schadet auf jedem Fall keinem, entspannt, hilft beim Einschlafen und unterstreicht die Vorfreude.

    Was soll ich 25' vor dem Start im Startblock machen? Fingernägel kauen und nach Dixi suchen? 15' vor dem Start ist früh genug, weil man sowieso noch einmal pinkeln gehen muss. Vor 4 Jahren bin ich über die (10... 9... 8...) Absperrung der B-Zone gesprungen (7... 6... 5...) Wegwerfschirt ausgezogen (4... 3... 2...) wurde nach Vorne gedrückt (1... Start!!) und danach bin ich Bestzeit gelaufen. Also?

    Und die Dusche... Mein Ritual. Wettkampf ist was Besonderes. Ein Feiertag. Auch nach 350 Starts. Da will ich geduscht auftreten.

    Thema Getränke:
    Ich nehme nichts mit, trinke aber an jeder Versorgungsstelle ein Schluck, weil mehr mein angespanntes Magen nicht verträgt. Ich werde dabei nicht eine Sekunde langsamer. Etwas trinken ist für mich schon wichtig, weil Entwässerung durch Schwitzen die Leistung deutlich mindern kann. Bei 37-38km wartet immer der Trainer und überreicht mir "abgeschütteltes" (wenig Kohlesäure) Belohnungs-Cola. Bei meinem PB haben wir uns leider verpasst... Also keine Belohnung und trotzdem PB.

    Gels: Ein Gel direkt vom Start, ein bei 15km und ein bei 28km. Mehr brauche ich nicht. Ob ich überhaupt welche brauche? Keine Ahnung.

    Noch ein, hier nicht angesprochenes Thema: Salz. Packung Salztabletten in der Apotheke kostet 4 Euro (100 Stück) 2 Tabletten nehme ich vor dem Start und alle 10km versuche ich 3 Stück vor einem Getränkestand zu mich zu nehmen. Ich nehme immer ein Beutelchen mit 25-30 Stück mit, weil ich die Hälfte unterwegs verliere.
    Warum Salz? Hilft gegen Krämpfe. Wer nicht glaubt, der nimmt keine mit.

    Gruß
    Rolli
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  20. #20
    Simba1966
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Gels: Ein Gel direkt vom Start, ein bei 15km und ein bei 28km. Mehr brauche ich nicht. Ob ich überhaupt welche brauche? Keine Ahnung.

    Noch ein, hier nicht angesprochenes Thema: Salz. Packung Salztabletten in der Apotheke kostet 4 Euro (100 Stück) 2 Tabletten nehme ich vor dem Start und alle 10km versuche ich 3 Stück vor einem Getränkestand zu mich zu nehmen. Ich nehme immer ein Beutelchen mit 25-30 Stück mit, weil ich die Hälfte unterwegs verliere.
    Warum Salz? Hilft gegen Krämpfe. Wer nicht glaubt, der nimmt keine mit.

    Gruß
    Rolli
    Ein Super-Tipp (der mit dem Salz), vielen Dank.

    Zu den Gels: wenn ich die unterschiedlichen Erfahrungen vergleiche, sind sie bei einigen (auch bei mir) für den Kopf unverzichtbar. Solange man keine Zeit verliert, schaden sie auch nicht.

    LG Simba

  21. #21
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Ein Super-Tipp (der mit dem Salz), vielen Dank.

    Zu den Gels: wenn ich die unterschiedlichen Erfahrungen vergleiche, sind sie bei einigen (auch bei mir) für den Kopf unverzichtbar. Solange man keine Zeit verliert, schaden sie auch nicht.
    Zu beiden Themen kann man geteilter Meinung sein. Folgend ein sehr interessanter Artikel von Tim Noakes. Sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber lesenswert. Und die Perspektive ist etwas verschoben ggü. unserer Betrachtungsweise

    Drinking during excercise – by Tim Noakes | Journey of a Thousand Kilometers

  22. #22
    sub-4 Avatar von D-Bus
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    Zitat Zitat von Simba1966 Beitrag anzeigen
    Ein Super-Tipp (der mit dem Salz), vielen Dank.

    Zu den Gels: wenn ich die unterschiedlichen Erfahrungen vergleiche, sind sie bei einigen (auch bei mir) für den Kopf unverzichtbar. Solange man keine Zeit verliert, schaden sie auch nicht.
    Aber man verliert doch Zeit (Energie), wenn man unnötigen Ballast mitschleppt, und diesen dann auch noch öffnet und schluckt etc.
    "If you want to become a better runner, you have to run more often. It is that easy." - Tom Fleming

  23. #23
    Wirtschaftsflüchtling Avatar von aghamemnun
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Aber man verliert doch Zeit (Energie), wenn man unnötigen Ballast mitschleppt, und diesen dann auch noch öffnet und schluckt etc.
    Vor allem letzteres sollte man nicht unterschätzen. Beim letzten Marathon hätte ich schlicht nicht die Kraft gehabt, ein Gel aus der Tasche zu ziehen, es aufzureißen und mir reinzudrücken. Das Laufen hat sämtliche Reserven absorbiert. Hätte ich nie gedacht, daß sowas möglich ist.
    Дуа кинум йах иди, ту пуц ца бофт тар ту-хез йатов̌!

  24. #24

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    Zu dem Thema hat Noakes in Lore... auch ein eigenes Kapitel (Energy Systems). Da schreibt er das Gleiche: es gibt nur eine placebo-kontrollierte Studie, zum Zusammenhang zwischen Kohlenhydrataufnahme und Laufleistung. Nach dieser Studie hat Carboloading in den Tagen vor dem Wettkampf keinen Einfluss auf die Laufleistung, nur KH-Aufnahmne während des WK. Alle anderen Studien dazu seien wissenschaftlich nicht korrekt durchgeführt.

    Ob Fett oder KH verbrannt werden hängt neben dem Trainingszustand und der Laufintensität auch von der Verfügbarkeit von beiden ab. Isst man viele KH, dann wird der Körper sie auch bei gut trainierter Fettverbrennung verbrennen. Nimmt man mehr Fett zu sich, verbrennt der Körper auch mehr Fett. Auch wenn man einiges an Speck auf den Hüften hat, ist das nicht leicht verfügbar. An Fett wird hauptsächlich das Blutfett und das in den Muskeln gespeicherte Fett verbrannt. Und das kann irgendwann auch eng werden. Ein Fett-Carboloading vor dem WK wäre dann wohl besser als reines Carboloading. Das widerspricht eher Steffny, der in den Rezepten auf seiner Site sehr auf fettarme Gerichte vor dem M achtet.
    Ist so die Quintessenz dessen, was dazu bei Noakes steht. (Ich arbeite mich grad durch den Schinken, daher das Interesse).

  25. #25
    Simba1966
    Gast

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    Zitat Zitat von BitterLemon Beitrag anzeigen
    Zu dem Thema hat Noakes in Lore... auch ein eigenes Kapitel (Energy Systems). (...) Nach dieser Studie hat Carboloading in den Tagen vor dem Wettkampf keinen Einfluss auf die Laufleistung, nur KH-Aufnahmne während des WK.
    Habe ich Dich richtig verstanden, dass Noakes die Sinnhaftigkeit der Kohlenhydrataufnahme während des Wettkampfs nicht anzweifelt?

    LG Simba

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