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  1. #1

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    Standard Tough Mudder Berlin Erfahrungsbericht - Das Spiel mit der Angst. Hell Yeah!

    Dieser Erfahrungsbericht widmet sich dem Tough Mudder, einem der weltweit größten und populärsten Hindernisläufe überhaupt. Ob wir beim Tough Mudder Berlin 2013 im Schlamm steckengeblieben sind, erfahrt ihr im folgenden Erfahrungsbericht.

    Ein echtes Spektakel

    Der Tough Mudder ist mehr als ein reiner Hindernislauf, Tough Mudder ist ein perfekt inszenierter Event mit Gänsehautfaktor bei dem die Zuschauer und die Teilnehmer voll auf ihre Kosten kommen. Schon bei der Ankunft auf dem Gelände lag eine ganz besondere Stimmung in der Luft. Überall sind uns gut gelaunte Teams entgegengekommen, die alle samt nur ein Ziel hatten - den Tough Mudder zu finishen.

    Der Tough Mudder ist jedoch keine reine Spaßveranstaltung, sondern ein echter Hardcore-Hindernislauf. Dies wurde uns spätestens dann bewusst, als wir einen Blick auf den Zieleinlauf mit dem letzten Hindernis, der Electroschock Therapy werfen konnten. 10.000 Volt haben hier für ordentlich Spannung gesorgt!

    Bevor es losgehen konnte haben wir uns noch schnell registriert, unsere Mud Bags bei der Gepäckabgabe hinterlegt und unsere Startnummern auf die Stirn schreiben lassen.

    Als unsere Startwelle dann um 12.00 Uhr aufgerufen wurde, haben sich weitere 317 tapfere Teilnehmer auf den Weg in den Startbereich gemacht. Bei einem gemeinsamen Warm-up haben wir uns dann erst einmal auf Betriebstemperatur gebracht. Im Anschluss galt es dann zwei Holzwände zu überwinden, die quasi als Zutrittsschranke zum Tough Mudder zu verstehen waren.

    Wer hier schon Probleme hatte, sollte im späteren Verlauf des Rennens noch so richtig ins Schwitzen kommen. Nachdem dann alle Teilnehmer die Holzwand überwunden hatten, konnte das Spektakel beginnen. Nun stand das berühmte Tough Mudder Ritual an. Alle Teilnehmer wurden darauf eingeschworen was es heißt ein Tough Mudder zu sein. Ein wahrhaft epischer Moment, der nur schwer in Worte zu fassen ist. Hier muss man einfach einmal dabei gewesen sein.

    Nur im Team bist du stark genug


    Als der Startschuss fiel konnten wir uns nach langer Vorbereitungszeit endlich dem Tough Mudder stellen. Die ersten Kilometer gingen, wie der größte Teil der Strecke querfeldein. Acker, Hügel und tiefe Schlammspuren haben die Strecke dabei im Wesentlichen geprägt. Asphaltläufer mussten daher gleich zu Beginn erst mal durchschnaufen.

    Bald haben wir dann auch die ersten echten Hindernisse erreicht, die man als Einzelkämpfer nicht hätte bezwingen können. Die Berlin Walls sind den meisten wohl am stärksten in Erinnerung geblieben. Bei diesem Hindernis musste man zweimal eine 4 Meter hohe Holzwand überwinden. Hier war echtes Teamwork angesagt! Während einer von oben gezogen hat, musste ein anderer von unten drücken. Nur so war es möglich die Berlin Walls zu bezwingen. So manch eine Überraschung hat der Tough Mudder dann auch noch parat gehalten, wie dem Huckepack tragen des eigenen Teamkollegen. Abwechselnd musste man seinen Mitstreiter jeweils über eine Distanz von ca. 60 Metern tragen. Das nicht etwa auf einem ebenen Boden, sondern durch eine rutschige Pampe, die so manches Team ins Wanken gebracht hat.

    Popeye lässt grüßen

    Es gab auch diverse Hindernisse bei denen viel Kraft aufgebracht werden musste. Sei es bei einem ewig langen Streckenabschnitt, den man mit einem Baumstamm auf den Schultern zurücklegen musste, der ca. 20 kg gewogen hat oder den Hängehindernissen wie dem Funky Monkey, bei denen man im Falle des Versagens ein schönes Bad im kalten Nass nehmen musste.

    40.000 kg Eis bringen viel Freud und Leid

    Natürlich gab es auch noch die echten Brocken unter den Hindernissen vor denen sich die meisten Teilnehmer gefürchtet haben. Tough Mudder hat dabei mit allen erdenklichen Ängsten gespielt die ein Mensch so haben kann. Ganz gleich ob Platzangst, Höhenangst oder der Angst von einem Stromschlag getroffen zu werden.

    Arctic Enema hat sich bei den meisten sicher ins Gehirn eingefroren. Hier musste man in ein Becken springen, das bis zur Oberkante mit Eiswürfeln vollgestopft war. Die fleißigen Helfer waren auch unermüdlich damit beschäftigt Eiswürfel nachzukippen, damit das Wasser auch ja nicht zu warm wurde. Nach dem Sprung in das Eisbad musste ich erst einmal versuchen einen klaren Gedanken zu fassen und die Schnappatmung unter Kontrolle zu bringen, bevor ich zum nächsten Tauchgang ansetzen konnte, um dieser Hölle aus Eis zu entkommen. Der Kälteschock stand den meisten ins Gesicht geschrieben.

    Die Angst schwimmt mit

    Daneben gab es noch viele weitere aufregende Hindernisse. Dazu gehört der Cage Crawl, bei dem man sich Rückwärts an einem Absperrzaun durch sehr kaltes Wasser ziehen musste. Das Problem war nicht das Wasser sondern die ca. 15 Zentimeter Platz, die uns zum Atmen geblieben sind. Platzangst geplagte sind hier sicher an ihre Grenzen gestoßen.

    Auch der Electric Eel, bei dem man durch einen Wassergraben kriechen musste, während man von Stromschlägen attackiert wurde hat es in sich gehabt. Kaum hat man einen Stromschlag weggesteckt und den Blick wieder nach vorn gerichtet, hat man auch schon den nächsten Stromschlag einkassiert. Entkommen war unmöglich, denn umzingelt vom heißen Draht blieb einem nichts anderes übrig als den Weg mit dem geringsten Wiederstand zu finden.

    Beim Walk the Plank wurden dann auch all diejenigen mit Höhenangst auf eine harte Probe gestellt. Von einer 5 Meter hohen Plattform springt man schließlich nicht jeden Tag.

    Den ausführlichen Bericht mit dem Finale und den Bildern & Videos zum Lauf ihr hier nachlesen.

  2. #2
    Klein, sehr fett & gemein Avatar von kobold
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    Wer wirklich "tough" ist, macht irgendwas Nützliches mit seinem Streben nach physischen und psychischen Herausforderungen - wenn's unbedingt sein muss und ihm nichts anderes einfällt, geht er von mir aus auch zur Armee.

    Solche Veranstaltungen sind was für Typen mit zu viel Geld und zu wenig "Eiern".

  3. #3
    Alles im Blick. Avatar von bones
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    Wenn die Hindernisse deutsche Bezeichnungen hätte, würde alles genauso albern klingen, wie es tatsächlich ist!



  4. #4
    Moselsteig km 330 Avatar von Siegfried
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    Zitat Zitat von kobold Beitrag anzeigen
    Wer wirklich "tough" ist, macht irgendwas Nützliches mit seinem Streben nach physischen und psychischen Herausforderungen - wenn's unbedingt sein muss und ihm nichts anderes einfällt, geht er von mir aus auch zur Armee.

    Solche Veranstaltungen sind was für Typen mit zu viel Geld und zu wenig "Eiern".
    Kann ich nur zustimmen. Der Schwachsinn lässt sich anscheinend immer noch steigern. Stromschläge? Was kommt als nächstes? Schwimmen durch einen Säuresee bevor sich das Fleisch von den Knochen löst? Sorry - physische und psychische Herausforderungen sind für mich Events vom Keufelskopf bis zum TDG - aber nicht so ein schwachsinniges Tralala.


  5. #5
    peselnd Avatar von Irisanna
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    Danke für den Bericht, ich habe ihn gerne gelesen.

    Ich sehe das etwas anders als meine Vorredner. Da es eine Veranstaltung ist, die auf Teamgeist abzielt, kann ich mir vorstellen, dass es in der richtigen Gruppe enorm viel Spaß machen kann- wenn man darauf steht, sich zu quälen. Schlamm und Matsche, Hindernisse überwinden, klettern und kraxeln, sich gegenseitig pushen und ziehen .... hat was, wie ich finde. Ist ja nicht so, dass man sich beim Laufen nicht auch hier und da quält.

    Was mir aber überhaupt gar nicht gefällt, sind Spielchen mit Eiswasser und insbesondere Strom. Da würde ich aussteigen. Da fehlt mir der Sinn, da es aus meiner Sicht nichts mit sportlicher Herausforderung zu tun hat, sondern nur mit Schmerzen zufügen lassen. Und da stehe ich so gar nicht drauf. Quäle ich mich beim Laufen oder Radfahren, so tue ich dies aktiv und selbstbestimmt, um eine bestimmte Leistung aus mir heraus zu holen bzw. einen Trainingsreiz zu setzen oder was auch immer. Hier aber wird Schmerz zugefügt und die Leistung besteht im Aushalten.

    Als Sportveranstaltung sehe ich das nicht, eher als Kindergeburtstag für Große. In mir steckt durchaus noch ein Kind, darum kann ich auch den Spaß darin sehen, Hindernisse zu überwinden, mir was auf die Stirn kritzeln zu lassen und mich richtig zuzusauen- zusammen mit meinem Team. Ohne Eiswasser und insbesondere ohne Strom könnte ich mir das, als reine Spaßveranstaltung, vorstellen, so aber definitiv nicht. Darum gehört es imho nicht zu den Laufberichten.

    Trotzdem: Jeder wie er mag und ihr habt ja offenbar euren Spaß gehabt.
    Lauftagebuch




    "Herr Ringel meint, dass Max schlechter gerungen hat, als im Training und befürchtet Wettkampfangst."

  6. #6
    Avatar von rakete393
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    war ein riesen spass!
    nächstes jahr gerne wieder!

    die stromschläge zum schluss waren schon recht heftig, haben aber das taubheutsgefühl aus den fingern getrieben xD
    das ganze is wie ein riesiger abenteuerspielplatz für erwachense, quasi wie geschaffen für mich...

    man kann sowas von die sau raus lassen und die stimmung is richtig genial.

    quält euch und habt spass dabei!

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