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  1. #51
    Avatar von jenss
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    Ja, ein Bruch ist schon sehr unwahrscheinlich, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass da noch etwas "Mechanisches" pisackt als nur ein verspannter Muskel. Bin mir aber auch sehr unsicher. Morgens sind die Schmerzen vor allem großflächig im Po, nachmittags und abends eher in der Hüftknochengegend, beides rechts. Die beiden bisherigen Physios hatten das Wort Piriformis auch nicht erwähnt, aber die Übungen gingen schon in diese Richtung. Vom Druck mit dem schwarzen Ball (habe ich mir auch gekauft) her fühlt es sich wie ein Muskelproblem an.

    Was haltet ihr von guten Masseuren beim Piriformis-Syndrom? Eigentlich denke ich, dass 30 Minuten Massage doch nicht viel ändern können, weil es 1 Std. danach wie vorher ist, oder?
    Und kann Magnesium gegen Verkrampfung Sinn machen? Oder Essen gegen Entzündung? (mehr Brokkoli und so)
    j.
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  2. #52
    hat sich stets bemüht Avatar von RunningPotatoe
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    Zitat Zitat von jenss Beitrag anzeigen
    Die beiden bisherigen Physios hatten das Wort Piriformis auch nicht erwähnt
    Vermutlich, weil sie es öfter mit Nichtläufern zu tun haben, als mit Läufern ?

    Meine Frau hat seit langem mit Arthrose in der Wirbelsäule zu tun und wurde infolgedessen auch überwiegend in diese Richtung behandelt. Irgendwann fing der (in meinen Augen begnadete) Physio an, ohne Worte Übungen für den Piriformis mit ihr zu machen, die mir doch sehr bekannt vorkamen. Mein Schnellschuss ins Blaue "Aha, Piriformis ?" erntete einen sehr erstaunten Blick, wurde dann aber bejaht. Es war zusätzlich auch der Piriformis, der nach Knie- und Bandscheiben-OP erst völlig geschwächt und dann mit wachsender Mobilität sofort überlastet war. Hier musste beide Baustellen behandelt werden, weil beide Ursachen zutrafen.

  3. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunningPotatoe:

    jenss (25.06.2018)

  4. #53
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Zitat Zitat von AndreasLauf Beitrag anzeigen
    Was ich mich nur frage und ich keine Antwort drauf finde ist, wo ursächlich der Auslöser lag.
    Das finde ich auch rätselhaft.
    Ich konnte auch keinen Auslöser festmachen.
    Es ist "einfach so" gekommen.

    Und es war auch langwierig.
    Schonen hat nicht wirklich was gebracht. Mal war es besser, dann wieder schlimmer. Mal links, mal rechts, mal eher im Po, mal eher im Oberschenkel.
    Etwas Muskuläres kann es eigentlich nicht sein, denn der Muskel sollte sich ja nach einer Weile wieder erholt haben.
    Insofern tippe ich auf was Neuronales.
    Man sagt ja, dass der Piriformis auf den Ischias drücken soll. Aber warum erholt er sich nicht in der Pause?

    Vermutlich muss man es einfach aushalten und weitermachen, so gut es geht.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
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  5. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von blende8:

    jenss (06.07.2018)

  6. #54
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Das finde ich auch rätselhaft.
    Ich konnte auch keinen Auslöser festmachen.
    Es ist "einfach so" gekommen.

    Und es war auch langwierig.
    Schonen hat nicht wirklich was gebracht. Mal war es besser, dann wieder schlimmer. Mal links, mal rechts, mal eher im Po, mal eher im Oberschenkel.
    Etwas Muskuläres kann es eigentlich nicht sein, denn der Muskel sollte sich ja nach einer Weile wieder erholt haben.
    Insofern tippe ich auf was Neuronales.
    Man sagt ja, dass der Piriformis auf den Ischias drücken soll. Aber warum erholt er sich nicht in der Pause?

    Vermutlich muss man es einfach aushalten und weitermachen, so gut es geht.
    Ja ganz genau so kenne ich das auch, es kam schleichend und wurde schlimmer. Allerdings hatte ich immer das Glück, dass der Ischias-Nerv nur sehr wenig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich erkläre mir das laienhaft so, dass ein dermaßen verspannter Muskel sich von allein und nur durch Pause sehr schwer "erholt". Meine damalige Physio hat mir mal das Problem mit Verspannungen und Triggerpunkten in etwa so erklärt. Durch die Verspannung, deren Ursache oft eine Überlastung des Muskelbereiches, wodurch auch immer ist, wird die Nährstoffzufuhr gestört. Die Kapilaren werden stark verengt. Das wird dann zum Teufelskreis, der nur von außen durchbrochen werden kann. Der Muskel kann sich von allein nicht mehr erholen. Dehnungen bringen da auch wenig. Die zwei wichtigsten Dinge sind dann Wärme und Massagen. Und viel Geduld. Und je länger der Nerv gequetscht und damit durchaus auch beschädigt wird, desto länger braucht der dann zur Heilung.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  7. #55
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    Ich war gestern nochmal beim Orthopäden. Es wurde nochmal geröntgt, was aber keinen Aufschluss brachte. Nächsten Freitag wird ein MRT gemacht. Hoffe, das bringt Klarheit. Der Arzt sagte vor dem Röntgen, er glaube nicht, dass es bei mir das Piriformis-Syndrom ist.
    Wenn der Nerv oder Muskel nun entzündet sein sollte (wie erkennt man das?), wären dann Übungen nicht kontraproduktiv?
    j.
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  8. #56
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    Was ich nicht verstehe ist, dass das durch Pausieren nicht besser wird.

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  9. #57
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    Ich weiß es auch nicht. Vielleicht ist die Ursache noch da.
    j.
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  10. #58

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    Hatte dieses und letztes Frühjahr Schmerzen im Kreuzdarmbeingelenk rechts bzw. links, offenbar jeweils sogenanntes Iliosakralgelenk (iSG)-Syndrom. Nicht ärztlich diagnostizieren lassen, Schmerzen haben sich innerhalb ca. 1 Monats weitgehend gelegt. Daß musculus priformis eine Rolle spielt ist möglich, kann ich aber nicht sicher angeben.

    Winter 2016/2017 wieder regelmäßiges Laufen angefangen. Im Frühjahr lockerte sich bei einem längeren Lauf spürbar bereits irgendetwas im Becken. Dann nach Monaten Liegestütz-Pause auch wieder einige Liegestütze versucht, am gleichen Tag noch gelaufen, am nächsten Morgen mit ISG-Beschwerden links aufgewacht. Schmerzen klangen in den folgenden Wochen wieder ab, bzw. das Gefühl war, als ob sich die Schmerzen umwandeln in Sauerstoffhunger und Bewegungsdrang der Beckenmuskulatur.

    Frühjahr 2018 an einem Tag schwere Kisten geschleppt, danach abends noch gelaufen, nach 2 schnelleren Kilometern lockerte sich schon etwas im Becken, am folgenden Morgen mit ISG-Beschwerden rechts aufgewacht. Der Verlauf war ähnlich, es kam innerhalb von mehreren Wochen zu einem schrittweisen Rückgang der Schmerzen.

    Ich versuche, den Laufstil zu verändern und zu optimieren: in der Phase beim Abstützen des linken Fußes am Boden das rechte Becken nach vorne oben drehen, so daß eine bessere Durchstreckung und Aufrichtung der Körperachse zustande kommt von linkem Vorderfuß, über Gesäß, über die Rückendiagonale bis hin zur rechten Schulter, wobei sich der Schultergürtel gegenläufig zum Becken dreht, die Schultern möglichst seitlich-unten und der Kopf stabil hinten in "Doppelkinn"-Haltung getragen werden; bzw. dann in der Phase beim Abstützen des rechten Fußes spiegelbildlich umgekehrt. Bei Durchhalten einer annähernd korrekten Ausführung treten keine ISG-Schmerzen mehr auf.

    Meine theoretische Vermutung zu Ursache der ISG-Beschwerden ist: der Körper lagert über den Winter aufgrund niedrigerer Umgebungstemperatur verstärkt Viszeralfett, also inneres Bauchfett ein. Dies geschieht ziemlich unabhängig von der zu sich genommenen Nahrungsmenge, sondern es werden vom Körper automatisch mehr Nährstoffe, vor allem Kohlenhydrate verwertet. Z.B. wiege ich im Winter stets ca. 5-6 kg mehr als im Sommer. Infolge des vermehrten Viszeralfettes kommte es zu einer Unbeweglichkeit des Becken, man läuft dann unwillkürlich nur noch "aus den Beinen" und vernachlässigt die Drehung des Beckens und die entsprechende gegenläufige Drehung des Schultergürtels. Entsprechend bildet sich die entsprechende innere Muskulatur im Becken zurück. Insofern ist das ISG-Syndrom nicht nur etwas "Schlimmes", sondern zugleich im Gegenteil ein erster Schritt, sich die Beckenbeweglichkeit wieder anzueignen.

    Einnahme von Schmerzmitteln vermeide ich nach Möglichkeit um eine Abhängigkeit zu vermeiden, ebenso habe ich Angst vor Strahlenschäden durch Röntgen und Computertomographie.

    In dieser Diskussion anscheinend kaum angesprochen, was aber m.E. bei ISG-Beschwerden große Möglichkeiten bietet ist Ernährungsumstellung auf "Low-carb", um eine Verminderung des Viszeralfettes zu ermöglichen; d.h. Vermeiden von Alkohol, Zucker, Weißmehlgebäck, auch auf Vermeidung von verstecktem Zucker z.B. in Fruchtsaft, Trockenfrüchten, Vollmilch etc. zu achten. Stattdessen als Grundnahrungsmittel möglichst ballastoffreiche Vollkornprodukte, viel grünes Gemüse, Yoghurt, pflanzliche Öle etc. Eine Abnahme des Körpergewichtes ist dann eine Folgewirkung und Indikator des verringerten Körperfettes - gleichwohl für das Laufen entscheident ist die Wiederherstellung der Hüftbeweglichkeit.

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