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  1. #59726
    Avatar von Vögelchen
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    Zitat Zitat von todmirror Beitrag anzeigen
    Eis im Bart??? Es gibt schon schräge Typen.

    Schön war das! Einer der kurzweiligsten lange Läufe, die ich je gemacht habe.

    Auch von mir viel Spaß, Vögelchen!
    Ok mit Eis im bart rechne ich bei dem Wetter nicht (in Ermangelung des Bartes). Aber so ein Eis danach wäre schon nice..
    Außerdem findet es in Sichtweite eines badesees statt.

  2. #59727
    Avatar von Christoph83
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    Heute 15km bei 31° in der Nachmittagshitze.
    Früh morgens Handwerker im Haus, dann noch einiges an Arbeit vorm Urlaub erledigt und für Abends Gewitter angekündigt. Da blieb kein anderes Zeitfenster übrig.
    Fast die gleiche Runde wie Montag, Puls nur geringfügig niedriger, dafür gute 30s/km langsamer
    Wenigstens schon mal ein bisschen ans spanische Wetter adaptiert.

  3. Folgenden 5 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Christoph83:

    Antracis (23.06.2022), Dartan (24.06.2022), dkf (24.06.2022), movingdet65 (23.06.2022), Steffen42 (23.06.2022)

  4. #59728
    Avatar von Antracis
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    Malle ohne Rad ist ja irgendwie schade...aber Familie muss auch zu ihren Rechten kommen!


    Bei mir gerade 2420m Freiwasserschwimmen locker-zügig. War ganz nett! Jetzt noch länger und etwas flotter!

  5. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    dkf (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  6. #59729
    Avatar von Antracis
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    Guten Morgen!

    Heute aus dem Bett gefallen und 50 Minuten @4:47 abgespult mit 4 x 2 Minuten @3:50. Immerhin also fast mal kurz meine 10km-Pace aus dem März erreicht. Fühlte sich an, wie Fliegen!

    Heute Abend lockere Rad-Feierabendrunde, falls die Gewitter mich lassen. Sonst Zwift.

    Und Ihr so ?

  7. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    Dartan (24.06.2022), dkf (24.06.2022), leviathan (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  8. #59730
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Und Ihr so ?
    Alles eher ernüchternd gerade. Dienstag das erste mal seit C zumindest mal wieder ein wenig flotter gelaufen (6.5km @4.35/km), was eigentlich noch ganz gut funktioniert hat. Mittwoch dann endlich wieder auf die Laufbahn zum Gruppentraining. Mit einem 5k-Timetrial stand aber leider das wohl denkbar unpassendste Programm zum Wiedereinstieg ein. Aber gut, Plan war einfach "kontrolliert flott" zu laufen und mal schauen was so geht. Realität war dann: Nach 3km @~4:05/km mit 93% HFMax vorsichtshalber abgebrochen. Schon ernüchternd, wenn man bedenkt dass ich 3.5 Wochen vorher noch einen HM nur unwesentlich langsamer gelaufen bin. Gestern Abend dann theoretisch lockere 9.7km @5:15, mit Beinen die sich so kraftlos anfühlten, als wäre ich am Vortag einen Marathon gelaufen. Dazu kommen die letzten paar Tage noch latente Magenprobleme und seit heute früh spüre ich auch noch - ohne ersichtliche Ursache - einen leichten Schmerz vorne seitlich auf Hüfthöhe.

    Ich will mich ja eigentlich echt nicht beschweren, das alles hätte deutlich schlimmer verlaufen können. Aber trotzdem irgendwie alles gerade nur sehr bedingt motivierend... Und nach ursprünglicher Planung hätte nächste Woche dann die Vorbereitung für den Berlin Marathon angefangen. Nun ja, gibt wohl erneut eine stark verkürzte Vorbereitung.

  9. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dartan:

    Antracis (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  10. #59731
    Avatar von Antracis
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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Schon ernüchternd, wenn man bedenkt dass ich 3.5 Wochen vorher noch einen HM nur unwesentlich langsamer gelaufen bin. Gestern Abend dann theoretisch lockere 9.7km @5:15, mit Beinen die sich so kraftlos anfühlten, als wäre ich am Vortag einen Marathon gelaufen.
    Das kenne ich ja auch sehr gut, gerade auch mit dem Benchmark Halbmarathon-Pace, die ich in den letzten Wochen schon für 90 Sekunden hart fand!

    Tatsächlich sinkt die Form schon erstaulich schnell in einer Laufpause. Der Coach erinnert mich dann allerdings auch gerne daran, dass sie bei mir ja auch schnell steigt. Und zwar teilweise schneller, als uns lieb ist!

    Trotzdem ist die Zeit, wo sich das alles nicht gut anfühlt und noch nicht objektivierbar (und vor allem deutlich...) besser wird, keine schöne Zeit. Passend zu meiner Einheit heute Morgen war aber auch die Playlist, und hat mich wieder darin bestärkt, dass die Rocky-Soundtracks eigentlich die Antworten auf alle wesentlichen sportlichen Fragen liefern!

    "… There's no easy way out
    There's no shortcut home"


    Ich will mich ja eigentlich echt nicht beschweren, das alles hätte deutlich schlimmer verlaufen können. Aber trotzdem irgendwie alles gerade nur sehr bedingt motivierend... Und nach ursprünglicher Planung hätte nächste Woche dann die Vorbereitung für den Berlin Marathon angefangen. Nun ja, gibt wohl erneut eine stark verkürzte Vorbereitung.
    Ich finde das ja irgendwie Quark. Natürlich hätte es schlimmer kommen können, ich hätte nach meinem Unfall auch im Rollstuhl landen können. Ich hätte aber auch nicht stürzen und Du auch gar nicht erkranken können. Und wenn man sich darüber freuen dürfte, darf man sich über das andere auch ärgern. Man muss es halt nur bald abhaken und weitermachen!



    Viel Erfolg bei der Vorbereitung....


    PS: Nochmal die steile Formkurve der Lauf-VO2-Max im Frühahr...im Februar nur gedieselt und dann eigentlich nur minimal das DL-Lauftempo um 10-20s angezogen und ein paar Nadelstiche (+ natürlich 2 WK mit 2 x 4km und 1 x 10km All-Out) ...






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    Zuletzt überarbeitet von Antracis (24.06.2022 um 09:54 Uhr)

  11. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    Dartan (24.06.2022), Fjodoro (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  12. #59732
    Avatar von schneapfla
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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen

    Und Ihr so ?

    Ich habe mich zu einem 400m-WK am 16.07. entschieden und bin heute den ersten Teil der Vorbereitung (so gut's halt in der Kürze der Zeit geht) gelaufen:
    5x150 4' GP

    22,4/22,0/24,3/25,7/23,9

    War ich ganz zufrieden damit!
    Grüße

    schneapfla

    I was running so fast - it was like the trees were standing still!

  13. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von schneapfla:

    Dartan (24.06.2022), Fjodoro (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  14. #59733

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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen

    Ich will mich ja eigentlich echt nicht beschweren, das alles hätte deutlich schlimmer verlaufen können. Aber trotzdem irgendwie alles gerade nur sehr bedingt motivierend... Und nach ursprünglicher Planung hätte nächste Woche dann die Vorbereitung für den Berlin Marathon angefangen. Nun ja, gibt wohl erneut eine stark verkürzte Vorbereitung.
    Die Probleme kenne ich, aber das wird. Nimms positiv: wenn ich mich recht erinnere, warst du in den meisten Vorbereitungen in Frühform. Vielleicht passt es ja diesmal
    Btw: lese ich da wirklich Vorbereitung? So richtig nach Plan? Das soll nicht böse gemeint sein, ich dachte nur du würdest weiterhin nach Lust und Laufe trainieren. Ansonsten sollten doch längere Läufe am Wochenende und dein Lauftreff-Programm doch als Grobstruktur reichen und auch kurzfristig machbar sein, oder?

  15. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Fjodoro:

    Dartan (24.06.2022), dkf (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  16. #59734

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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen

    PS: Nochmal die steile Formkurve der Lauf-VO2-Max im Frühahr...im Februar nur gedieselt und dann eigentlich nur minimal das DL-Lauftempo um 10-20s angezogen und ein paar Nadelstiche (+ natürlich 2 WK mit 2 x 4km und 1 x 10km All-Out) ...


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    Was waren denn das für schwache Läufe Anfang Februar? Erkältung? Ich will den Anstieg keinesfalls schmälern, aber ich sehe v.a. ein Absacken in der ersten Februarwoche aufgrund von 4-5 schlechteren Läufen. Danach bist du dann mit Anlauf wieder auf das alte Niveau zurückgekommen (das du viel schlechter eingeschätzt hattest) und hast noch ein klein wenig zugelegt. Aber nicht so drastisch, wie es zunächst scheint.
    Genauso wirst du vermutlich auch jetzt das alte Niveau wieder schnell erreichen, wenn sich der Körper wieder an die hohen Belastungen gewöhnt hat

  17. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Fjodoro:

    Antracis (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  18. #59735
    Dart Vader Avatar von Dartan
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    wenn ich mich recht erinnere, warst du in den meisten Vorbereitungen in Frühform. Vielleicht passt es ja diesmal
    Zumindest wurde mir hier meist eine Frühform unterstellt, auch wenn ich selbst das meist anders gesehen habe. Ich hatte meist den Eindruck, dass meine Form im Laufe der Vorbereitung relativ ähnlich geblieben ist, also keine deutliche Formsteigerung, aber auch kein krasser Formeinbruch. (Bzw. wenn Formeinbruch, dann durch 'externe' Faktoren wie Krankheit oder Urlaub verursacht.) Hängt natürlich stark damit zusammen, dass ich noch nie wirklich periodisiert habe und schon am Anfang der Vorbereitung auf einem recht hohen Niveau war. Die Vorbereitung selbst war dann eher dazu dar, diese Form auch auf die lange Distanz umsetzen zu können.


    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Btw: lese ich da wirklich Vorbereitung? So richtig nach Plan? Das soll nicht böse gemeint sein, ich dachte nur du würdest weiterhin nach Lust und Laufe trainieren. Ansonsten sollten doch längere Läufe am Wochenende und dein Lauftreff-Programm doch als Grobstruktur reichen und auch kurzfristig machbar sein, oder?
    Wir werden sehen. Wirklich strikt nach Plan bestimmt nicht, aber zumindest hatte ich mir diesmal vorgenommen das ganze zumindest wieder etwas strukturierter anzugehen. Also u.a. Mittwochs-Lauftreff Programm trotzdem wie bisher, aber an den restlichen Tagen zumindest grob an Pfitzinger o.ä. orientieren. Ist dann am Ende natürlich auch nichts groß anderes als "Mittwoch Intervalle, Sonntag lang, Rest der Woche irgendwie auffüllen".

  19. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Dartan:

    Antracis (24.06.2022), Fjodoro (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  20. #59736
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    Zitat Zitat von Dartan Beitrag anzeigen
    Ist dann am Ende natürlich auch nichts groß anderes als "Mittwoch Intervalle, Sonntag lang, Rest der Woche irgendwie auffüllen".
    Ich hab zwar keine Ahnung von Trainingslehre, lehne mich aber trotzdem mal weit aus dem Fenster.

    Das „irgendwie“ könnte eventuell entscheidender sein, als Du vermuten lässt.

  21. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Steffen42:

    dkf (24.06.2022), leviathan (24.06.2022), schneapfla (24.06.2022)

  22. #59737
    Avatar von Antracis
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Was waren denn das für schwache Läufe Anfang Februar? Erkältung? Ich will den Anstieg keinesfalls schmälern, aber ich sehe v.a. ein Absacken in der ersten Februarwoche aufgrund von 4-5 schlechteren Läufen.
    Vorab: Ich pflege Runalyze nicht und schaue da auch nicht oft rein. Allein das kann ein Bias sein. Ich hab jetzt auch nicht die Zeit, mir alle Läufe nochmal detailliert anzuschauen, erinnere mich allerdings sehr genau, Anfang Februar mit dem Coach besprochen zu haben, dass ich schon jetzt merke, dass die Laufform langsam gut ist und ich die DLs leicht unter 5 drücken kann und wir haben vereinbahrt, im Februar die Läufe einfach sehr easy zu laufen, damit die Laufform nicht zu steil geht. D.h. ich bin öfters auch mal 5:20 bis 5:30 gejogged. Wobei ich jetzt dachte, Runalyze berücksichtigt auch die HF, insofern sollte es also nicht so drastisch sein. Erkältet war ich nicht.


    Danach bist du dann mit Anlauf wieder auf das alte Niveau zurückgekommen (das du viel schlechter eingeschätzt hattest) und hast noch ein klein wenig zugelegt. Aber nicht so drastisch, wie es zunächst scheint.
    Immerhin von Peak 17.01 = 53,5 bis Peak 03.04 = 55,8. Das sind schon fast 2 1/2 VO2max-Punkte und damit sehr ordentlich, sicher spielt aber auch eine Rolle, das die Ermüdung weniger war aufgrund gezielten Taperings. Aber auch Subjektiv hat sich aber die Form aber im März schon gut entwickelt. Fragt sich aber halt, was man unter "viel" versteht. Wenn ich mich jetzt keineswegs in Form fühle, ist mir schon klar, dass ich dennoch mit etwas Tapern ordentlich Leistung bringen könnte. Aber es geht ja hier gerade um die 2-3 VDOTs entscheidenden VDOTs zumindest beim Laufen. Auf dem Rad reden wir ja auch nicht von 50 oder 60W im Unterscheid zwischen Winter- und Sommerform, sondern das sind vielleicht 10-20W und somit auch gar nicht so viel. Aktuell fehlen noch fast 3 VO2-Max Zähler für den Stand April, das ist schon fast der Unterschied zwischen Winter und Sommerform.

    Genauso wirst du vermutlich auch jetzt das alte Niveau wieder schnell erreichen, wenn sich der Körper wieder an die hohen Belastungen gewöhnt hat
    Was meinst Du mit hohen Belastungen ? Intensive Belastungen ? Das Belastungsniveau vom Umfang her ist ja schon sehr hoch. Meine Sorge war (und ist teilweise noch), dass die aktuelle Form mit ziemlichen Müdigkeitsgefühl und eher dem Gefühl von Leistungsabfall statt Aufbau der schon lange dauernden Vorbereitung geschuldet ist. Wir mussten durch die Verletzung nun mal 8 Wochen dranhängen und meine Erfahrungen in langen Marathonvorbereitungen sind da nicht gut. Da gab es dann eine Abwärtsspirale mit Leistungsverlust, Gewichtszunahme und sinkender Motivation. Das ändert sich zwar gerade und der Coach ist optimistisch, aber so ganz beruhigt bin ich noch nicht.

    Aber im Zweifel ist es, wie es ist und ich werd das Ding trotzdem irgendwie ins Ziel bringen, auch ohne sehr gute Form. Die Grundlagenausdauer für die Distanz bei moderatem Pacing hab ich auf jeden Fall. Und wenns doch noch mehr wird, dann kann ich halt vorsichtig was drauflegen.

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    Steffen42 (24.06.2022)

  24. #59738

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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Vorab: Ich pflege Runalyze nicht und schaue da auch nicht oft rein. Allein das kann ein Bias sein. Ich hab jetzt auch nicht die Zeit, mir alle Läufe nochmal detailliert anzuschauen, erinnere mich allerdings sehr genau, Anfang Februar mit dem Coach besprochen zu haben, dass ich schon jetzt merke, dass die Laufform langsam gut ist und ich die DLs leicht unter 5 drücken kann und wir haben vereinbahrt, im Februar die Läufe einfach sehr easy zu laufen, damit die Laufform nicht zu steil geht. D.h. ich bin öfters auch mal 5:20 bis 5:30 gejogged. Wobei ich jetzt dachte, Runalyze berücksichtigt auch die HF, insofern sollte es also nicht so drastisch sein. Erkältet war ich nicht.
    Meines Wissens berücksichtigt es die HF sehr wohl. Evtl. waren die 5:20-5:30 Läufe einfach nicht in deinem Sweet-Spot. Ich kacke auch bei langsamen Paces in der Vo2max-Bewertung ab während TDLs eher zu gut vom Wert her sind.

    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Immerhin von Peak 17.01 = 53,5 bis Peak 03.04 = 55,8. Das sind schon fast 2 1/2 VO2max-Punkte und damit sehr ordentlich, sicher spielt aber auch eine Rolle, das die Ermüdung weniger war aufgrund gezielten Taperings.
    Sorry, ich dachte du spielst auf den extremen Anstieg Anfang März an, von etwa 50 auf ca. 55 (der Bereich war eingekreist). Dass es Mitte Januar bis Anfang April so stark hochging, konnte ich der Grafik auch nicht so ganz entnehmen. 2-3 VDOTs sind mehr als viel.


    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit hohen Belastungen ? Intensive Belastungen ? Das Belastungsniveau vom Umfang her ist ja schon sehr hoch. Meine Sorge war (und ist teilweise noch), dass die aktuelle Form mit ziemlichen Müdigkeitsgefühl und eher dem Gefühl von Leistungsabfall statt Aufbau der schon lange dauernden Vorbereitung geschuldet ist. Wir mussten durch die Verletzung nun mal 8 Wochen dranhängen und meine Erfahrungen in langen Marathonvorbereitungen sind da nicht gut. Da gab es dann eine Abwärtsspirale mit Leistungsverlust, Gewichtszunahme und sinkender Motivation. Das ändert sich zwar gerade und der Coach ist optimistisch, aber so ganz beruhigt bin ich noch nicht.
    Nach deinem Unfall war das Gesamt-Belastungsniveau erstmal für deine Verhältnisse niedriger - denke ich zumindest. Ich habe das Gefühl, dass der Körper einfach noch ein wenig braucht, um sich daran zu gewöhnen (=weniger Müdigkeit). Und dann eben wieder ein stärkerer Anstieg kommt. Im Grunde genommen also ähnlich wie dein Coach


    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Aber im Zweifel ist es, wie es ist und ich werd das Ding trotzdem irgendwie ins Ziel bringen, auch ohne sehr gute Form. Die Grundlagenausdauer für die Distanz bei moderatem Pacing hab ich auf jeden Fall. Und wenns doch noch mehr wird, dann kann ich halt vorsichtig was drauflegen.
    [/QUOTE]

    ich glaube einfach weiter an dich

  25. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Fjodoro:

    Antracis (24.06.2022), leviathan (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022), todmirror (24.06.2022)

  26. #59739
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Meines Wissens berücksichtigt es die HF sehr wohl. Evtl. waren die 5:20-5:30 Läufe einfach nicht in deinem Sweet-Spot. Ich kacke auch bei langsamen Paces in der Vo2max-Bewertung ab während TDLs eher zu gut vom Wert her sind.
    Wird auch berücksichtigt. Auf der Temposeite kann machen 3s/km ungefähr einen VDOT Punkt aus. Ein Schlag HF nach oben oder unten machen ca. 0,7 aus. Ich kann Anti aber durchaus verstehen. Du verweist auf die Durchschnittswerte. Da ist wirklich kaum ein Unterschied zu sehen. Wenn Du aber die Peaks anschaust, sieht das anders aus. Da lag Anti sicher nochmal 6 oder 7s besser als jetzt und das macht in Bezug auf die Bewertung der einzelnen Einheit einen riesigen Sprung. Im Durchschnitt geht der aber unter. Ich kenne dieses Gefühl und die damit einhergehende Frustration sehr gut. Nach ein zwei Monaten sieht man das in der Kurve kaum noch, weil es im Durchschnitt verloren geht. Bei Anti werden die Bremsspuren schon weiter sichtbar sein, weil die Dauer des Ausfalls länger war. Ich finde es aber erstaunlich wie schnell er wieder fast auf dem höchsten Level angekommen ist. Das nun wieder verblasst bei ihm ein wenig.

    Das ist wie in der Finanzwelt. Entgangene Gewinne wiegen viel schwerer als reale Verluste. Und da sage nochmal jemand, daß die Seele des Menschen nicht in Geld ausgedrückt werden kann

    ich glaube einfach weiter an dich
    Wenn der olle Berliner das auch mal selber machen würde
    nix is fix

  27. Folgenden 5 Foris gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Antracis (24.06.2022), dkf (24.06.2022), Fjodoro (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022), todmirror (24.06.2022)

  28. #59740

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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Wird auch berücksichtigt. Auf der Temposeite kann machen 3s/km ungefähr einen VDOT Punkt aus. Ein Schlag HF nach oben oder unten machen ca. 0,7 aus. Ich kann Anti aber durchaus verstehen. Du verweist auf die Durchschnittswerte. Da ist wirklich kaum ein Unterschied zu sehen. Wenn Du aber die Peaks anschaust, sieht das anders aus. Da lag Anti sicher nochmal 6 oder 7s besser als jetzt und das macht in Bezug auf die Bewertung der einzelnen Einheit einen riesigen Sprung. Im Durchschnitt geht der aber unter. Ich kenne dieses Gefühl und die damit einhergehende Frustration sehr gut. Nach ein zwei Monaten sieht man das in der Kurve kaum noch, weil es im Durchschnitt verloren geht. Bei Anti werden die Bremsspuren schon weiter sichtbar sein, weil die Dauer des Ausfalls länger war. Ich finde es aber erstaunlich wie schnell er wieder fast auf dem höchsten Level angekommen ist. Das nun wieder verblasst bei ihm ein wenig.
    Ich wollte ja auch nicht schlecht machen, hatte nur den falschen Fokus gesehen (5 Vdots). Die VDOT-Punkte im Vgl. zu Pace/HF sehen bei mir anders aus, da kommen vermutlich noch Ruhepuls und Maxpuls mit rein. Aber hier auch nicht wichtig.
    Ja, ich sehe den Durchschnittswert als sogar relevanter an. Peaks können durch soviele Dinge beeinflusst werden. Momentan z.B. durch das Wetter. Wenn ich vier Wochen nur DLs mache, dann zeigen sich da auch Peaks, die etwas 2 VDOTs niedriger sind, wie wenn ich in den Wochen je einen TDL einstreue. Da zuckt die durchschnittl. Kurve kaum.

    Wichtiger aber: ich bezog mich doch nur auf den Anstieg im März, den ich relativierte - kein Vergleich mit heute. Und auch nichts bzgl. des damit einhergehenden Gemütszustands.

  29. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Fjodoro:

    Antracis (24.06.2022), leviathan (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022)

  30. #59741
    Avatar von Antracis
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen



    Wenn der olle Berliner das auch mal selber machen würde
    Das tut er schon prinzipiell, aber er hat halt schlechte Erfahrungen mit langen Vorbereitungen und überschrittenen Formhöhepunkten. Das es nun eine andere Situation ist, auch wenn sie sich ähnlich anfühlte, ist hilfreich für den Kopf, der emotionale Zugriff ist aber mühsamer. Und er ist sicher unnötig erschwert angesichts negativer Eindrücke. Sebi Kienle hat ja auch mal nach seinem Hawaii-Sieg gesagt, er habe jetzt hoffentlich gelernt, dass eine einzige negative Trainingseinheit nicht gleich das Ende bedeutet. Also People do...

    Aber ich registriere schon, dass sich die Werte langsam (halt unter starker Trainingslast...) wieder nach oben krümeln. Und ich weiß, dass acht Wochen viel Zeit sein können (manchmal zuviel...) und das sicher ab Montag alles noch besser wird, weil dann dieser nervige usrprünglich geplante Saisonhöhepunkt vorbei ist. Dir gings ja am Tag des Rennsteiglaufs verständlicherweise auch nicht so prrickelnd, auch wenn ich da in der Luxussituation bin, dass ich ein attraktives zeitnahes Ersatztarget habe und mittlerweile eine sehr gute Ausgangsbasis zum Durchstarten.

    Insofern wie gesagt:

    There's no easy way out
    There's no shortcut home


    aber

    Givin' in can't be wrong

    Kein Grund dazu!


    In diesem Sinne gleich Feierabendrunde locker 2h!

  31. Folgenden 5 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    dkf (24.06.2022), Fjodoro (24.06.2022), leviathan (24.06.2022), Steffen42 (24.06.2022), todmirror (24.06.2022)

  32. #59742

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    Zitat Zitat von Fjodoro Beitrag anzeigen
    Die VDOT-Punkte im Vgl. zu Pace/HF sehen bei mir anders aus, da kommen vermutlich noch Ruhepuls und Maxpuls mit rein. Aber hier auch nicht wichtig.
    Wichtig ist es vielleicht nicht, aber nur zur Klarstellung: Der effektive VO2max von runalyze hängt nur von der Durchnittspace, der durchschnittlichen relativen HF (also in % vom Maximalpuls) und dem individuellen Korrekturfaktor ab. Der Ruhepuls spielt hier keine Rolle. In der Berechnung des TRIMP Wertes ist der Ruhepuls aber relevant.


    Persönliche Bestzeiten: 5k - 21:42 (01/2021), 10k - 43:40 (02/2022), HM - 1:38:04 (10/2019), M - 3:32:48 (04/2022)

  33. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Dude_CL:

    Fjodoro (24.06.2022)

  34. #59743

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    Zitat Zitat von Dude_CL Beitrag anzeigen
    Wichtig ist es vielleicht nicht, aber nur zur Klarstellung: Der effektive VO2max von runalyze hängt nur von der Durchnittspace, der durchschnittlichen relativen HF (also in % vom Maximalpuls) und dem individuellen Korrekturfaktor ab. Der Ruhepuls spielt hier keine Rolle. In der Berechnung des TRIMP Wertes ist der Ruhepuls aber relevant.
    Danke @Dude_CL! Den Korrekturfaktor hatte ich garnicht auf dem Schirm.

  35. #59744
    Avatar von Christoph83
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    Standard Unverhofft kommt oft; Rhein-Ruhr-Marathon 2022

    So, dann möchte ich mal meinen Bericht zum Rhein-Ruhr-Marathon 2022 zum Besten geben.
    Ich habe es etwas unterteilt, für alle die nur das Rennen an sich interessiert. Ist doch länger geraten als gedacht. Es waren aber auch viele Eindrücke an diesem Tag.
    Daher zunächst…

    Das Vorgeplänkel:

    Ich beginne einfach mal am Vortag. Die Kniebeschwerden der Vorwoche waren fast vergessen. Letzte Zweifel blieben aber, da ich seit dem nur kurze Läufe von maximal 10km absolviert hatte.
    Die kamen einfach oben auf den Stapel mit Zweifeln bezüglich meiner grundlegenden Fähigkeit mit 8 Wochen Laufpause und lediglich einem wirklichen LaLa in der Vorbereitung einen schnellen Marathon zu laufen.
    Der Samstag verging dank Geburtstag des Juniors und somit Familienbesuch recht zügig.
    Beim Kuchen beschränkte ich mich auf Streusel- und Schokokuchen und ließ die Sahnetorte links liegen. Abends verzichtete ich sogar komplett auf die Grillwürste und belegte mein Brötchen einfach mit veganem Mett (selbstgemacht auf Reiswaffelbasis).
    Der Besuch blieb auch nicht allzu lange und so konnte ich dann noch in Ruhe alle Sachen zusammenpacken und für morgen soweit alles vorbereiten. Dann ging es gegen 21Uhr mit einer Flasche Maurten Drink und ner halben Tüte Haribo vor den Fernsehen. Konnte dann auch erstaunlicherweise kurz nach 22Uhr einschlafen und schlief wie ein Stein bis zum Wecker, der mich um 4:30Uhr aus dem Schlaf holte. Noch (vermeintlich) 4 Stunden bis zum Start.
    Zum Frühstück 3 Scheiben Toast mit Rübenkraut und 1 Tasse Kaffee.
    Nochmal gecheckt ob alle Sachen im Auto sind und zur Sicherheit noch ein zweites Paar Schuhe eingepackt, falls ich mich beim Warmlaufen mit den Nike Vaporfly aus irgendwelchen Gründen nicht wohl fühlen sollte. War im Nachhinein unnötig. Aber besser haben als brauchen.
    Pünktlich um 5:30Uhr ging es dann los Richtung Sportpark Wedau. Der Wetterbericht versprach Sonne pur und warme, aber nicht heiße, Temperaturen von 17-20 Grad während des Rennens.
    Für die ca. 1h Fahrt hatte ich mir noch eine Flasche Maurten Drink gemixt, die ich allerdings nur gut zur Hälfte trank.
    Gegen 6:30Uhr erreichte ich mein Ziel und konnte noch fast ganz vorne am Stadion parken.
    Die Handbiker und Inliner waren schon in ihren ersten Vorbereitungen und ich ging zur Startunterlagenausgabe. Da war auch noch alles ruhig und ich konnte ohne jegliche Wartezeit die Startnummer holen.
    Von da 2-300 Meter rüber zum Schwimmstadion, wo die Umkleiden waren und in Ruhe umgezogen, Startnummer fixiert und mir zu Testzwecken für den Geltransport den Flipbelt übergestreift.
    Den werde ich auch wieder nutzen, die Gels „schlackern“ dann nicht so in der Tasche der Shorts.
    Für unterwegs hatte ich mir 4 Maurten-Gels eingesteckt.
    So langsam machte ich mich dann auf Richtung Startbereich, wo auch die Kleiderbeutelaufbewahrung zu finden war.
    Noch eine Stunde bis zum Start, etwas früh zum warmlaufen, also erstmal zum Dixie und danach Startaufstellung inspiziert, um etwas Zeit totzuschlagen.
    Mein Warmup bestand dann aus etwas Jogging und ein paar Steigerungen auf Marathontempo.
    Dann wollte ich mir den Start der Handbiker um 8Uhr und der Inliner kurz danach anschauen.
    Aber daraus wurde erstmal nichts. Paar Experten hatten wohl Nachts noch in schmalen Strassen ihre Autos abgestellt, die erstmal beseitigt werden mussten. Waren wohl ein paar mehr, denn das Ganze führte zu fast einer Stunde Verzögerung.
    Angekündigt wurde dann auch, dass sich dadurch der Abstand zwischen Marathon- und Halbmarathonstart von 90min auf 60min verkürzt. Hört sich erstmal nicht tragisch an, sorgt aber bei der Streckenführung dazu, dass ich mit meiner Zielzeit nicht mehr vor allen Halbmarathonis auf die letzten, wieder gemeinsam von Marathonis & Halbmarathonis gelaufenen 14,7km gehen würde, sondern auf das komplette Halbmarathonfeld von hinten auflaufen würde. Das machte mir zu dem Zeitpunkt etwas Sorge, aber da wusste ich ja auch noch nicht, dass ich das Führungsfahrzeug zum Freiräumen der Strecke zur Verfügung haben sollte.
    Die Zeit der Verzögerung stand ich, abgesehen von einem ziemlich unnötigen Dixiebesuch im Bereich des Startbogens und wartete darauf, dass es endlich losgeht, denn nach Handbiker und Inlinern sollte es dann auch recht schnell für die Marathonis losgehen und nicht der geplante 30min Abstand eingehalten werden.
    Die Temperatur war zum einen doch etwas höher als angekündigt und die Startverzögerung tat ihr Übriges dazu und so herrschten dann doch knapp 20° zum Start.
    Nachdem dann endlich Handbiker und Inliner unterwegs waren, stieg die Anspannung sprunghaft an. Ich sortierte mich einfach mal selbstbewusst in der ersten Reihe der Startaufstellung ein, was ehrlich gesagt fast gar nicht anders ging, da in Reihe 3 schon der 3:00h Pacer stand. Dahinter wäre ich wohl doch falsch gewesen. Die Warterei beschränkte sich dann, aufgrund des gestrafften Zeitplans, auf ein Minimum und nach bereits 2-3min ertönte der Startschuss und das Feld stürmte los.

    Das Rennen:

    Der Start auf der recht breiten Kruppstraße ist bei dem kleinen Läuferfeld von gut 550 Teilnehmern für den Marathon natürlich höchst komfortabel. Ich lief eher auf der rechten Straßenseite und hatte keinen Läufer vor mir, nur neben mir ging es im gleichen Tempo los. Ich rechnete aber jeden Moment damit, dass sich ein mehr oder weniger großes Grüppchen ziemlich schnell nach vorne absetzen würde. Nach 100-150m schaute ich zur Tempokontrolle auf die Uhr: 3:4xmin/km, flott und am oberen Ende dessen, was ich laufen wollte, aber nicht so schnell, dass man reguliert eingreifen müsste. Das Gleiche taten wohl auch meine Mitstreiter, schätzten ihr Tempo dann aber wohl als zu schnell ein, denn auf einmal merkte ich wie sich die neben mir befindlichen Läufer hinter mir einreihten. Schon ein komisches Gefühl vorne weg zu laufen. Das waren tatsächlich die ersten Führungsmeter bei einem Wettkampf in meiner Läuferkarriere. Hätte mir zu dem Zeitpunkt einer gesagt, dass sich dieser Umstand bis ins Ziel nicht mehr ändert, hätte ich wahrscheinlich vor lauter Lachen anhalten müssen.
    Inzwischen war ich auf das Führungsauto und die zwei Radfahrer, die für die Begleitung der beiden Gesamtführenden (Männer/Frauen) zuständig waren, aufgelaufen und mit jedem Schritt wurden die Geräusche der Konkurrenz etwas leiser. Nochmal ein Blick auf die Uhr, der offenbarte, dass ich nach wie vor im gleichen Tempo wie zuvor unterwegs war, also einfach weiter so. Fühlte sich für den Beginn eines Marathons richtig an, nämlich viel zu locker. Die Pulsanzeige bestätigte das Gefühl und zeigte einen Wert noch deutlich unter normalem MRT-Puls an.
    Kilometerschild 1 verpasste ich natürlich, aber bei km 2 standen 7:27min zu Buche und vom restlichen Feld war nichts mehr zu sehen oder hören. Einer der Radfahrer setze sich neben mich und begann ein kleines Gespräch. Er wollte wohl abchecken, ob ich da wirklich im richtigen Tempo unterwegs bin, oder mir gleich schon die Luft ausgeht.
    Nachdem geklärt war, dass ich vorhatte das Tempo möglichst bis zum Ende zu laufen, folgte noch etwas läuferischer Smalltalk und es wurde meine „Versorgungsstrategie“ besprochen. Er wirkte etwas überrascht, dass ich weder Support an der Strecke, noch Eigenverpflegung deponiert hatte..
    Mein redseliger Begleiter musste sich dann zurückfallen lassen, da er für die führende Frau zuständig war, gab seinem Kollegen aber noch ein paar Instruktionen mit auf den Weg.
    Ich war ja ein recht pflegeleichter Fall. An jeder Station holte er mir einen Becher Wasser und später auch mal einen Wasserschwamm. Schon ein netter Service an den man sich gewöhnen kann.
    Es ging vorbei an der Innenstadt und dem Stadt-Theater. Es folgte der Innenhafen und bei km 5 standen 18:25 (3:41min/km) auf der Uhr
    Kurz vor km 7 ging es vorbei an unserem Büro und über die Ruhr.
    Ich horchte in mich hinein, aber alles war unverändert im grünen Bereich. Gefühl gut, das vor 2 Wochen noch zickende Knie gab auch keine besorgniserregenden Signale von sich. Also einfach immer weiter. Das Tempo pendelte sich im Bereich 3:45-3:50 ein. Puls immer so bei 84% Hfmax.
    Ich überlegte das Tempo vielleicht etwas anzuziehen, aber die Zweifel über meine „Tempohärte“ jenseits km30 hielten mich davon ab. Rückblickend betrachtet war das sicher eine sehr gute Entscheidung. Ich beschloss also das gefundene Tempo zu halten und einfach jeden Führungsmeter zu genießen. Ich rechnete noch fest damit, dass sich dieser Zustand früher oder später noch ändern würde.
    Richtung km 10 verläuft die Strecke durch den Hafen und somit praktisch ohne Zuschauer am Rand.
    Das Führungsauto spielte daher etwas Musik zur Motivation.
    An der 10km Marke zeigte die Zeitmessung 37:24min, die zweiten 5km waren mit einer Pace von 3:48 somit etwas gediegener.
    Nach zwei weiteren km endete die „Hafen-Tristesse“ und in Meiderich waren wieder Zuschauer in ordentlicher Zahl an den Straßenrändern. Dort musste ich dann noch ein paar Extra-Meter laufen, um eine Reihe von ausgestreckten Kinderhänden abzuklatschen.
    Extra-Motivation gaben dann auch die fortwährenden Durchsagen aus dem Führungsfahrzeug, die den ersten Läufer des Marathons ankündigten. Da kam mir jedes Mal eine leichte Gänsehaut.
    Ich näherte mich so langsam der Distanz bei der ich vor genau 10 Tagen einen einfach Dauerlauf wegen Knieschmerzen abbrechen musste, um 6km nach Hause zu gehen. Mental war das Überwinden dieses Punktes ohne etwas vom Knie zu merken nochmal sehr wichtig. Ich redete mir ein, dass nach 14km MRT das Knie genug Zeit hatte, irgendwelche Blessuren zu melden und jetzt einfach ruhig seine Arbeit zu verrichten hatte.
    Das Rennen war jetzt 1 Stunde alt und nur wenige Sekunden später war ich bei km16 angelangt. Der Kopf rechnete unbewusst hoch: 32km dann bei 2h… für sub 2:40 dann nur noch 10km in ca.39min…
    Solche Zahlenspiele so früh im Marathon sind natürlich ziemlicher Blödsinn.
    Es ging durch Ruhrort und Richtung erster „Steigung“ Es ging zum ersten Mal über den Rhein und es galt auf der Brücke (und dem Weg dazu) ca.20HM auf gut 1km zu überwinden (Nicolas kringelt sich gerade vor Lachen, dass ich euch das als Steigung verkaufen möchte).
    Allerdings war dies dann der erste km mit einer 4er pace, was mich innerlich doch irgendwie beunruhigte. Auch, wenn einige der „verlorenen“ Sekunden natürlich auf dem Weg die Brücke runter Richtung Homberg wieder aufgeholt wurden.
    Homberg war dann emotional wieder sehr bewegend. Dort ist immer ein Zuschauer-Hotspot in der kleinen Fußgängerzone mit super Stimmung und nur wenige Meter davon entfernt, bin ich 9 Jahre zur Schule gegangen. Dort als führender des Marathon durchzulaufen war einfach was Besonderes.
    Die Strecke biegt dann Richtung Süden ab und führt am Rhein entlang, ein kurzes Stück über den Deich und man passiert die HM-Marke praktisch genau unter der A40-Rheinbrücke, bzw. der Großbaustelle des Brückenneubaus. Sonst kenne ich nur die Perspektive von oben, wenn es ins Büro geht. Die Zeittafel beim HM zeigte 1:19:50 und die Erkenntnis reifte, dass sub 2:40 heute wohl eine schwierige Angelegenheit wird. Ich fühlte mich nicht mehr so frisch und die Temperaturen jenseits der 20° in Verbindung mit überwiegend Sonnenschein, versprachen eine anspruchsvolle zweite Rennhälfte. Irgendwo auf den nächsten 2-3km nahm ich dann eines der vier mitgeführten Maurten-Gels ein. Das Zeug ist echt optimal, wenn man die Konsistenz mag. Es klebt nix, man braucht kein Wasser zum nachspülen, es ist nicht so penetrant süß. Ich werde wohl nichts anderes mehr zur Wettkampfverpflegung nehmen. Überdenken sollte ich vielleicht die Häufigkeit der Einnahme. Dieses Gel sollte nämlich das erste und letzte sein. Von den Verpflegungsstellen nahm ich auch keine Kohlenhydrate (Iso/Cola), sondern immer nur Wasser, von dem ein Großteil über den Kopf geschüttet wurde und anschließend 1-2 Schlucke den Weg in den Magen fanden.
    Weiter ging es am Rhein entlang und mit einem kleinen Abstecher durch Rheinhausen Richtung Brücke der Solidarität (Die dieses Jahr auch das Finishershirt ziert) und somit zum zweiten Mal über den Rhein. Diesmal etwas langgezogener mit nur wenig Steigung, bei schon 26/27 km in den Beinen dann aber doch irgendwie zermürbend. Naja, zum Bergläufer werde ich dieses Läuferleben wahrscheinlich nicht mehr.
    Kurz nach der Brücke in Hochfeld kommt es dann wieder zum Zusammenschluss der Marathon- und Halbmarathonstrecke (km 27,5 für den M, bzw. km 6,4 für den HM)
    Durch die Startverzögerung und die dadurch nötige Änderung des Zeitabstandes, traf ich dort dann auf die Halbmarathonis mit ca. 7er pace. Unter normalen Umständen wäre ich dort vor dem HM-Sieger durch. Durch das Führungsfahrzeug und eine dauerklingelnde Radbegleitung kam ich natürlich ohne irgendwelche Zwischenfälle/Behinderungen durch das Halbmarathonfeld hindurch.
    An den Versorgungsstellen wurde es für meinen treuen Radbegleiter natürlich jetzt etwas hektischer Wasser zu besorgen, aber er meisterte das jedes Mal.
    Erfreulich und gleichermaßen motivierend waren auch die Anfeuerungen der Läuferkollegen und durch die schnell wachsende Läuferdichte kam dann doch noch etwas „klassisches Wettkampffeeling“ auf nach fast 30km Solo-Lauf. Die 30er Marke bei 1:54:09 (3:48min/km) sollte dann auch sowas wie der Wendepunkt des Rennens werden.
    Denn fast wie zu erwarten/befürchten war, offenbarten sich doch die Defizite der Vorbereitung: Die fehlenden LaLas und marathonspezifischen QTE.
    Es ging hinein in den Duisburger Süden und die pace rutschte in den Bereich 3:55-4:00. Und es waren noch 10km zu bewältigen. Vom Herz-Kreislaufsystem wäre noch Luft gewesen, aber die Muskulatur war am Anschlag. Zweifel kamen auf. Sollte es das gewesen sein? Über 30km an der Spitze und dann der Einbruch? Was mit „einfach ein paar Führungskilometer mitnehmen“ begann, war jetzt doch in scheinbar greifbarer Nähe. Der Gesamtsieg beim Marathon in der Heimatstadt. Ich verfluchte mich nochmal innerlich für meine eigene Blödheit, die zum Zehenbruch führte. „Ohne den wärst du jetzt wahrscheinlich deutlich fitter“. Aber was tun? Weiter pushen und Krämpfe riskieren? Dann wäre eh alles vorbei. Der Zuruf eines Halbmarathonis riss mich aus den Überlegungen: „Zieh durch, hol dir das Ding.“ Eigentlich ganz einfach und auch gar nicht so verkehrt. Ich beschloss die Situation zu akzeptieren wie sie war und einfach nach Gefühl eine pace zu laufen, von der ich dachte, dass sie mich zumindest laufend ins Ziel bringt. Was dann am Ende für eine Platzierung dabei rausspringen sollte, lag nicht in meiner Hand. Irgendwie war dieser Gedanke befreiend und das Kopfkino war damit beendet.
    Km 35 war dann bei 2:13:49 erreicht. Die letzten 5km gingen nur noch in knapp sub20 weg und der nächste und letzte kleine Anstieg warteten. Wieder nur lächerliche 12HM einer Autobahnbrücke, aber die Oberschenkel brannten und die pace sackte in den 4er Bereich ab. Das sollte sich auch bis zum Ziel nicht mehr ändern. Die Strecke führte jetzt wieder Richtung Norden und dem Sportpark Wedau entgegen. Es war warm, die Oberschenkel wollten nicht mehr. Erste Anzeichen von Krämpfen machten sich bemerkbar. Ich hatte den Sieg schon ein Stück weit aufgegeben. Jeden Moment würde von hinten der nächste Marathoni angerauscht kommen und sich kurz vor Schluss den Triumph sichern. Es ging vorbei an der Sechs-Seen-Platte. 40km waren geschafft. Gleich im Ziel. Der letzte 5km Split: 20:17. Die Stimmung wurde besser. „Diese letzten verdammten Meter schaffst du jetzt auch noch.“ Rauf auf den Kalkweg, das Stadion schon fast in Sichtweite. Km41, Abzweig in den Sportpark, vorbei an Sportplätzen und Wassersportanlagen. Vor mir das Stadion, nur noch einmal quer über den Parkplatz. Man hört schon die Musik/Moderation im Innenraum. Führungsauto und Radfahrer halten sich links, ich biege nach rechts in den Tunnel ab. Laute Musik, Beleuchtung. Es geht 1-2HM bergab, ich nutze dies um nochmal etwas Schwung zu holen. 2-300m noch. Auf der anderen Seite des Spielfeldes steht der Zielbogen. Aber ich muss den „langen“ Weg außen rum. Ich beschleunige nochmals, wenigstens in angemessener pace ins Ziel einlaufen und nicht riskieren doch noch überholt zu werden. Und falls doch, muss ich mir keine Vorwürfe machen, auf den letzten Metern nicht alles gegeben zu haben. Keine Idee wieviel Vorsprung ich auf den Zweitplatzierten habe. Gefühlt sitzt er mir seit km30 im Nacken. Die letzten zwei Kurven, Slalom um ein paar Halbmarathonis. Noch 50m, dann darf ich stehen bleiben. Das Zielband wird ausgerollt, einen letzten kleinen Zielsprint in 3:30er pace quetsche ich aus den malträtierten Beinen. Ich reiße die Arme nach oben und bin im Ziel. Als Erster Marathoni am heutigen Tag. Dann fast noch langgemacht, weil sich die Füße irgendwie im Zielband verhedderten. Ging dann aber noch soeben gut. Irgendwer warf mir ein Handtuch über die Schultern. Und ich ging mit zitternden Beinen erstmal an die Bande und lehnte mich an, um nicht zu Boden zu gehen. Erstmal wieder zu Atem kommen.
    Und dann ging der komplett surreale Teil des Tages los:

    Das Nachspiel:

    Schon standen 4-5 Fotografen um mich rum und knipsten was das Zeug hielt. Von der Seite kam der Moderator an und fragte, ob ich schon ein paar Worte sprechen könnte. Ich schaute durchs Stadion und mir kamen erstmal die Tränen. Sämtliche Anspannung, die sich das Rennen über aufgebaut hatte, fiel mit einem Mal von mir ab.
    Der Moderator stellte 2-3 Fragen. Ich weiß gar nicht mehr genau was. Wie das Rennen war und das mich ja keiner auf dem Zettel hatte und wo ich überhaupt her komme. Eine Duisburger Zeitung sollte am Montag den Lokalsport mit der Schlagzeile: „Der Überraschungssieger aus Kalkar“ versehen. Und das trifft es. Überraschend für alle, vor allem mich selbst.
    Knapp 4 Minuten nach mir kam der Zweite ins Ziel und ich war ehrlich gesagt froh, dass sich Moderator und Fotografen sogleich auf ihn stürzten und ich meine Ruhe hatte.
    Ich ging den Nachzielbereich weiter durch, erhielt meine Finishermedaille und jemand vom Orga-Team nannte mir den Zeitpunkt der Siegerehrung. Es galt knapp 45min zu überbrücken. Also erstmal zur Verpflegung und ein paar Cola genehmigen. Auf dem Weg dahin fing mich schon der erste Journalist ab, für ein kurzes Interview. Dann waren aber erstmal sämtliche Pflichten erledigt und ich setzte mich mit einem Getränk auf den Rasen, den sonst mein geliebter MSV (in letzter Zeit leider wenig erfolgreich) bespielt. Ich bekam das Grinsen glaube ich gar nicht mehr aus dem Gesicht.
    Ich erinnerte mich an meinen ersten Marathon. 2016, kam ich an gleicher Stelle nach knapp 3h ins Ziel und verfolgte nur wenig später die damalige Siegerehrung mit dem Gedanken: „Das wäre ein Traum, einmal hier auf dem Treppchen zu stehen. Aber dafür bist du eh zu langsam und so schnell wirst du auch nie werden“ Und schon war der „Tagtraum“ vorbei.
    Jetzt, 6 Jahre später sollte ich gleich das oberste Podest betreten. Ich konnte es einfach nicht fassen. Wieder kullerten Freudentränen. Kurz vor der Siegerehrung wechselte ich noch ein paar Worte mit dem Drittplatzierten, der aus der Schweiz kam. Und dann ging es auch schon los.
    Erster Gedanke beim Blick auf das Podest mit der 1: Sch… ist das hoch, wie kommst du da mit deinen lahmen Beinen eigentlich rauf? Habe mich dann für die Variante mit Umweg über die 2 entschieden, sicher ist sicher.
    Ich nahm Urkunde, Blumenstrauß, ein weiteres Handtuch und natürlich den Siegerpokal entgegen. Zum Glück gab es nicht noch mehr, so langsam gingen mir die Hände aus.
    Nach der Siegerehrung machte mich der Organisator dann noch auf eine Pressekonferenz aufmerksam, die in ca. 45min im VIP-Bereich des Stadions stattfinden sollte.
    Genug Zeit den ganzen Kram zum Auto zu bringen und auf dem Weg Finishershirt und Kleiderbeutel einzusammeln. Mit dem ganzen Gepäck ums Stadion rum zum Parkplatz, kurz umgezogen und Sachen sortiert. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass ich mich dann so langsam auf den Rückweg machen sollte. Wer will schon zu spät zur Pressekonferenz kommen?
    Auf dem Weg noch einen alten Schulfreund getroffen, der heute bei einer Staffel gestartet ist und bisschen gequatscht. Jetzt musste ich mich aber sputen. Am Eingang zum Nachzielbereich wollte man natürlich die Startnummer sehen, ohne diese kein Einlass. Startnummer war noch sicher befestigt am Laufshirt… im Auto.
    Also nochmal schnell (ja, ihr wisst wie schnell man nach einem Marathon durch die Gegend flitzt…) ums Stadion, Nummer holen und wieder zurück.
    Das Ganze fand im 2.OG statt, zum Glück gab es einen Aufzug und ich kam auch nur knapp 10min zu spät. Kurz entschuldigt und das gut funktionierende Sicherheitskonzept gelobt.
    Das Pressegespräch war dann relativ uninteressant, ihr kennt den Bericht ja, wenn ihr bis hier durchgehalten habt.
    Die Frage, ob ich nächstes Jahr zur „Titelverteidigung“ antreten würde, musste ich mit Verweis auf das Austragungsdatum (11.06., also genau am Geburtstag des Juniors) erstmal offen lassen.
    Das darf in letzter Instanz mein Sohn entscheiden, ob er den Vormittag auf mich verzichtet mag.

    Die Analyse:

    Tja, was bleibt zu sagen bei einem Gesamtsieg. Ich sollte ja rundum zufrieden sein.
    Aber als selbstkritischer Mensch muss man auch den Finger in die (kleinen) Wunden legen. Gerade mit etwas Abstand und auch, wenn die positiven Seiten bei Weitem überwiegen.
    Und da muss man natürlich zugeben, dass der Sieg mit dieser Zeit einfach dem (in der Spitze) schwach besetzten Lauf geschuldet war. Auf der anderen Seite: Wer nicht startet, kann nicht gewinnen und ich war an dem Tag der schnellste Mann an der Startlinie.
    Mit der Zeit bin ich, aufgrund der Umstände, zufrieden. Bestzeit um 57s verbessert, allerdings zum ersten Mal mit Carbonschuhen. Dafür war es mit gut 20 Grad auch 10 Grad wärmer und deutlich sonniger. Was da jetzt welchen Effekt hat wäre reine Spekulation.
    Die Vorbereitung war alles andere als optimal. Auf den Tag genau 20 Wochen vor Wettkampf kam der Zehenbruch und 8 Wochen Laufpause, danach 4 Wochen langsamer Umfangsaufbau (40, 50, 55, 66WKM) und dann 6 Wochen richtiges Training(100-130WKM), bevor 2 Wochen Tapering extrem (wegen Knieproblemen) folgten (34 & 82WKM inkl. Marathon). In dieser Zeit machte ich einen 30er LaLa und 3x24km MLR.
    Längster Abschnitt MRT im Training: 2,4km und knapp 12km in der gesamten Einheit.
    Man darf das Training ruhig spartanisch nennen und das habe ich auf den letzten 10km zu spüren bekommen. Dafür war der Split (1:19:50 – 1:23:17) noch einigermaßen im Rahmen. Natürlich weit weg von gleichmäßig oder gar leicht negativ, aber ein richtiger Einbruch sieht auch anders aus.
    Die Hf war den ganzen Lauf über relativ konstant bei um die 84% (164bpm). So gesehen gab es also ab km30 einen Drift, der sich in langsamerer pace niederschlug. Insgesamt war der Puls im Schnitt auch 4-6bpm niedriger als bei vergangenen Bestzeit-Marathons. Könnte auch auf das noch vorhandene Potenzial hindeuten.
    Ich denke, dass mit einer normalen Vorbereitung eine deutliche sub 2:40h auf jeden Fall machbar ist.
    Und das ist auch das Ziel für den Herbstmarathon. Denn da (egal wo ich jetzt starte) werde ich definitiv nicht nochmal um den Sieg mitlaufen. Das wird wohl eine einmalige Geschichte bleiben, was es umso schöner und besonders macht.

    Zum Schluss noch ein paar Impressionen: https://photos.app.goo.gl/roWtsdQtdm65D4w4A

  36. Folgenden 24 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Christoph83:

    Antracis (24.06.2022), bastig (27.06.2022), Bewapo (26.06.2022), Catch-22 (30.06.2022), Dartan (25.06.2022), dkf (24.06.2022), Dude_CL (25.06.2022), feu92 (27.06.2022), Fjodoro (25.06.2022), Fusio (27.06.2022), Hagenthor (27.06.2022), JBl (25.06.2022), Jogging-Rookie (25.06.2022), jonny68 (27.06.2022), kobold (25.06.2022), LongLeg (24.06.2022), movingdet65 (26.06.2022), RedDesire (24.06.2022), Rolli (25.06.2022), schneapfla (27.06.2022), Steffen42 (24.06.2022), todmirror (25.06.2022), tram-love (25.06.2022), voxel (27.06.2022)

  37. #59745
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Glückwunsch zum Sieg!!
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  38. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    Christoph83 (25.06.2022)

  39. #59746
    Über 40 und nicht hart Avatar von Unwucht
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    Einfach unglaublich, Gratulation!!

  40. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Unwucht:

    Christoph83 (25.06.2022)

  41. #59747
    Avatar von Steffen42
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    Nochmals Gratulation, Christoph83. Und danke für den erstklassigen Bericht.

  42. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Steffen42:

    Christoph83 (25.06.2022)

  43. #59748
    Avatar von todmirror
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    Großartiger Bericht! Danke Christoph! Und natürlich auch noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Sieg.

    Dein Antwort auf die Frage, ob Du im nächsten Jahr Deinen Titel verteidigen willst, gefällt mir auch ganz ausgesprochen gut!


  44. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von todmirror:

    Christoph83 (25.06.2022), dkf (25.06.2022)

  45. #59749
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    Toller Bericht, Christoph, vielen Dank fürs Mitnehmen und nochmal Glückwunsch!

    Paar Gedanken zu Deiner Analyse:

    Wie Du richtig festgestellt hast: Gewinnen kann man nur, wenn man an der Startlinie steht und von denen warst Du der schnellste. Period! Auch an die Startlinie zu kommen, ist eine Leistung, wie Du ja schmerzhaft erfahren musstest. Manchmal ist ein DNS einfach Pech, oft aber auch die Folge vieler kleiner „Fehler“. DIe hast Du in der Summe nicht gemacht und warst an dem Tag der Schnellste. Geil!

    Ich würde auch eher den Spieß umdrehen und konstatieren, wie weit Du mit der „spartanischen“ Vorbereitung gekommen bist und wie gut die Zeit trotz kaum langer Läufe war. Klar geht da noch mehr, aber ob dieses mal mehr gegangen wäre, würde ich angesichts der Knieprobleme am Ende sogar bezweifeln. Also weitermachen und das Selbstvertrauen haben, das manchmal auch weniger mehr ist.

    Viel Erfolg und das notwendige Quentchen Glück für den Herbstmarathon wünsche ich Dir schon mal und genieße jetzt erstmal Deinen Urlaub.

  46. Folgenden 7 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    Christoph83 (25.06.2022), dkf (25.06.2022), movingdet65 (26.06.2022), RedDesire (25.06.2022), schneapfla (27.06.2022), Steffen42 (25.06.2022), voxel (27.06.2022)

  47. #59750
    Avatar von JBl
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    Christoph, Herzlichen Glückwunsch auch von mir, einfach sagenhaft und ein unvergessliches Erlebnis

    Allen Kranken und Verletzten weiter gute und schnelle Besserung

    und allen mit Rückschlägen, das wird noch was

    -------------------------------------

    Bei mir bin ich mir nicht sicher, wohin es grad geht. Nach dem Marathon und den ersten Läufen hab ich an den A-Sehnen gar nix mehr gespürt. Dann doch wieder ein bisschen schwankend, mal bisschen mehr, bisschen weniger, nie schlimm.
    Hätte gern am 11.09. bei einem 10er nochmal versucht anzugreifen.
    Längere Temposachen sind mir in den letzten Wochen nicht gelungen und hab sie nach ca. 4-6km abgebrochen.
    Das maximale Tempo hab ich aber noch drauf. Als die Frau Fenix S. mal wieder Sprints in 2:40/15Sek. vorgeschlagen hat, war der Schnellste tatsächlich 2:40, bin aber auch ein paar mal nicht in die Gänge gekommen und lag auch mal bei 3:00-3:17 aber auch um die 2:45 und drunter.

    Letzte Woche sehr früh morgens bei sehr kühlen Temperaturen konnte ich 1km in 3:43 (ca. 5m abw.), 3:47 (Gegenrichtung), 3:42, dann war aber Luft raus bei 740m/3:54 erstmal abgebrochen und nach 1km Trabpause (sonst so560-650m) wenigstens nochmal 3:51. Hinterher hab ich die A-Sehne ein bisschen mehr gemerkt, war aber schnell weg und am Folgetag besser als vorher.

    Ansonsten mache ich eher kürzere, langsamere Sachen zw. ca. 8-13km. Aber momentan lasse ich mir alles offen … probier halt aus was so geht ...
    Viele Grüße

    Jürgen

    "... its aint over till
    it's over ..."
    "... es ist nicht vorbei,
    bevor es vorbei ist ..."

    -Zitat: Rocky Balboa-

  48. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von JBl:

    Christoph83 (26.06.2022), movingdet65 (26.06.2022), Steffen42 (25.06.2022)

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