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  1. #42976
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    In anderen Worten: eine eigene Meinung wird im Sport als etwas Negatives angesehen und den Jugendlichen abgewöhnt?
    Nein! Ich glaube nicht, daß dies forciert wird. Es passiert einfach. Du hast einfach als Jugendlicher noch keine stark ausgeprägte Meinung. Wenn Du dann beim Trainer Fortschritte machst, vertraust Du ihm. Wenn Du keine Fortschritte machst, wechselst Du den Trainer oder hörst auf.

    Es ist ja auch absolut im Interesse des Trainers, dass (kritisches) Feedback kommt, denn wie soll er sich sonst verbessern, wenn er nicht weiß, was eventuell noch verändert werden sollte/könnte?
    Das wird auch so funktionieren. Allerdings viel langsamer als Du erhoffst. Es rücken natürlich neue Trainer nach und diese bringen auch eine eigene DNA ins System. Die Chance auf ein vollumfängliches Umdenken sehe ich aber erst, wenn die alte Garde in Rente gegangen ist. Das bedeutet keinesfalls, daß diese Trainer schlecht wären oder nicht umdenken wollen. Es ist einfach sehr schwer aus einer Prägung rauszukommen.
    nix is fix

  2. #42977
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Zitat Zitat von D-Bus Beitrag anzeigen
    Nein, jede Woche 800er sind mir zu eintönig, und zu marathonunspezifisch.
    +1

    Als ich im McMillan-Plan war, kamen die Yassos nur zum Ende hin, und waren nur indirekt durch 60 - 90 s Hügelwiederholungen und 60 - 120 s Wiederholungen und längeres wie 4x 1600 + 3x 200 vorbereitet. Es wurden dann 9x 800 in 3:01 (Vorgabe war 8 - 10), und der Marathon ging in 3:04 wech.
    Kam ja gut hin, wenn man den McMillan-Malus berücksichtigt.

    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Man soll halt aufhören, wenn´s am schönsten ist. Dann ist die Gefahr über die Klippe zu springen am größten. Das war gestern Abend definitiv der Fall und daher heute die Umkehr.
    +1 Find ich gut.

    Habs auch lieber gelassen. Der mögliche Ertrag steht in keinem Verhältnis zum Risiko. Bei mir läuft es mit einer Einheit am Tag sehr gut. Die gesparte Zeit nutze ich für Pflege. Vllt. läuft es aber gerade so gut, weil ich die gesparte Zeit für Pflege nutze. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung (hab viel gelesen in letzter Zeit), dass eine zweite Einheit/Tag eine gute Stellschraube ist. Ich will mir in keinster Weise anmaßen dein Training zu hinterfragen, aber ich sehe das ähnlich wie alcona (der es wie McMillan sieht): Warum gleich so extrem (wie du es gemacht hast)? Jogge am Abend nach QTEs doch 30 bis max. 40 Minuten. Oder ab und an mal eine kurze Joggingrunde.

    @Holger: das Doppeln mittels Crosstraining Einheiten ist in der Tat in vielen Bereichen einfacher zu bewerkstelligen
    +1

    Zitat Zitat von tt-bazille Beitrag anzeigen
    Ich bin auch sehr gespannt, wo die Reise hingeht. Hoffentlich erstmal an die Startlinie…
    Das wollen wir doch hoffen. Hast du denn aktuell Wehwehchen?

    Ich werde auch insgesamt 3x 800er laufen (auch in Woche 2, 5 und 8). Die „Speed“ 800er zu Beginn stehen mit 6-8 Wiederholungen drin. Wobei die ersten 800er im Grunde genommen durch das Fartlek (12-15x 1' (<5k) mit 1' TP) zwei Tage zuvor zumindest nach meinem Gefühl "vorbereitet" werden. Die beiden Yassos stehen jeweils mit 8-10 drin. Daher hatte ich das für mich wie folgt geplant:

    6x 800er (Soll: 02:47 – 02:55; Ist: 02:51 – 02:54) mit 400 m TP
    8x Yasso 800 (Soll: 02:59; Ist: 02:54 – 03:00) mit 02:59 TP
    10x Yasso 800 (Soll: ?)
    Sieht gut aus. Und ist bei mir genauso geplant.

    So habe ich da noch eine kleine Steigerung drin. Die letzten Yasso stehen in 3 Wochen an (also 31 Tage vor dem Marathon). Da bin ich noch im Urlaub und habe die Möglichkeit, mich vernünftig warmzulaufen. Die 2 km gestern waren zu wenig, aber der Mittagspause geschuldet. Eventuell werde ich da die Zeit von 02:59 auf 02:55 ändern. Muss ich mal schauen, wie ich mich fühle. Denke aber, dass das im Bereich des Machbaren liegen sollte.
    Hab mal 2:55 als Zielzeit (mit deinem 5-er als Referenz) in den Calculator geworfen. Danach müssten die 800er in 2:47-2:54 weggehen.

    Schön, dass wir beide die Yassos 31 Tage vorm MRT laufen. Hinterher sind wir dann schlauer.

    P.S. @me:
    Heute Morgen gab's ne gemütliche Joggingrunde: 14 km @5:24. Langsam macht Spaß, da es mir guttut.
    „Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben." (Robert Musil)

  3. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Ethan:

    Antracis (19.07.2019), hepp78 (19.07.2019), leviathan (19.07.2019), tt-bazille (19.07.2019)

  4. #42978

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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    In anderen Worten: eine eigene Meinung wird im Sport als etwas Negatives angesehen und den Jugendlichen abgewöhnt? Ist das wirklich immer noch so? Ich hätte gehofft, dass sich das langsam aber sicher verändert und die Athlet*innen nicht mehr als im Optimalfall kopflose Körper, die einfach nur blind gehorchen, sondern als eigenständige Persönlichkeiten behandelt werden.
    Ein gesunder Mittelweg hat sicherlich noch keinem geschadet. Dass Athleten/innen auch kritisch hinterfragen sollten, steht für mich außer Frage.

    Der "willenlose" Sportler, der einfach das macht, was der Trainer sagt, wird jedoch häufig als negativ dargestellt.
    Tatsächlich soll es aber auch noch Sportler/innen geben, die dem Trainer vertrauen und daher nicht jede Nichtigkeit hinterfragen ;-)
    In der heutigen Gesellschaft strebt ein Großteil der Menschen nach mehr Individualität. Und da wird "ich gehorche dem Trainer willenlos" vielleicht manchmal auch mit "ich vertraue dem Trainer" verwechselt.

    Wenn eine Vertrauensbasis zwischen Trainer und Sportler hergestellt ist, funktionieren manche Sachen einfach auch sehr gut nach dem "Befehl-Gehorsam-Prinzip". Und daran finde ich persönlich absolut nichts Verwerfliches. Der Sportler vertraut dem Trainer, dass das, was er trainieren soll, entsprechend wirksam ist und ihn leistungsmäßig weiterbringt. Er vertraut auf die Erfahrung des Trainers.
    Ich kann nur von meinem Mikrokosmos sprechen ;-) aber im Leistunggssport-Nachwuchsbereich gibt es einige selbstzweifelnde Talente. Die brauchen stellenweise auch eine klare Linie - sowas ist heutzutage leider bei vielen Menschen negativ behaftet - das hört sich für viele nach "Bundeswehr" an. Ich meine aber, dass Vorgaben diesen selbstzweifelnden Sportlern eine gewisse (positive) Struktur bieten und diese Struktur ihnen eine gewisse Sicherheit gibt. Und wenn dann die Leistungen besser werden, steigt automatisch auch das Selbstbewusstsein bei diesen Sportlern.

    Etwas kritisch zu hinterfragen und nicht einfach nur alles zu glauben ist eine gute Charaktereigenschaft, absolut. Einge Eltern scheinen da aber etwas verwechselt zu haben. Sie haben ihren Kindern wohl eher beigebracht, dass sie nur das tun sollen, wozu sie Bock haben.
    Im Leistungssport führt das dazu, dass diese Kinder immer genau die Trainingseinheiten machen, auf die sie gerade Bock haben. Und das "kritische hinterfragen" besteht dann darin, dass sie z.B. langweilige Ausdauereinheiten einfach weglassen, weil diese ja "sinnlos" seien.
    Ja, es stimmt, diese Sportler entwickeln sich dann wirklich "individuell", aber oben ankommen werden sie nie.

  5. Folgenden 3 Foris gefällt oben stehender Beitrag von RunSim:

    Antracis (19.07.2019), D.edoC (19.07.2019), Peters (19.07.2019)

  6. #42979
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Nein! Ich glaube nicht, daß dies forciert wird. Es passiert einfach. Du hast einfach als Jugendlicher noch keine stark ausgeprägte Meinung. Wenn Du dann beim Trainer Fortschritte machst, vertraust Du ihm. Wenn Du keine Fortschritte machst, wechselst Du den Trainer oder hörst auf.
    Gerade mal nachgeschaut. Dieser Studie (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4201634/) zu Folge sind die wichtigsten Punkte, wenn es darum geht, ob der Sport (in diesem Fall Fußball) den Kindern und Jugendlichen Spaß macht (nach Wichtigkeit sortiert, wichtigster zuoberst, in Klammern jeweils die wichtigsten Faktoren):

    Being a Good Sport (Playing well together as a team, Being supported by my teammates)
    Trying Hard (Trying your best, Exercising and being active)
    Positive Coaching (When a coach treats players with respect, When a coach encourages the team)
    Learning and Improving (Being challenged to improve and get better at your sport, Learning from mistakes)
    Games
    Practice
    Team Friendships
    Mental Bonuses
    Team Rituals
    Swag

    Ist natürlich nur eine Studie, die Resultate sind aber oft relativ ähnlich. Auf die meisten Faktoren kann man als Trainer relativ starken Einfluss nehmen. Aktuell ist das Thema "Kultur" (im Sinne von Teamkultur) eines, das relativ oft erwähnt und besprochen wird. Dinge wie Umgangston (zwischen Athleten, Trainer und Athlet, aber auch wie verhält man sich anderen Athleten gegenüber) oder auch ganz allgemein das Klima im Team werden da näher angeschaut. Ein berühmtes Beispiel sind ja die All Blacks (https://www.telegraph.co.uk/men/acti...the-field.html).

    Und auch wenn ich den Spruch eigentlich nicht mehr lesen kann, weil der im englischsprachigen Raum ständig verwendet wird, wenn es um Coaching geht, so hat er meiner Meinung nach doch viel Wahres: "They don't care how much you know until they know how much you care."
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently."
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  7. #42980
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Tatsächlich soll es aber auch noch Sportler/innen geben, die dem Trainer vertrauen und daher nicht jede Nichtigkeit hinterfragen ;-)
    Ich glaube das steht außer Diskussion, dass man es in beide Richtungen übertreiben kann. Falls ich solche völlig übertriebenen Schwarz/Weiss-Bilder gemalt haben sollte, tut mir das leid, das war definitiv nicht meine Absicht, da das eine Diskussion auch selten weiterbringt.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    In der heutigen Gesellschaft strebt ein Großteil der Menschen nach mehr Individualität. Und da wird "ich gehorche dem Trainer willenlos" vielleicht manchmal auch mit "ich vertraue dem Trainer" verwechselt.
    Ich hatte es so verstanden, dass der "bedingungslose Gehorsam" von vielen Trainern als etwas Positives angesehen wird. Das hat dann für mich aber wenig mit Vertrauen zu tun. Und dass Vertrauen in den Trainer wohl mit das Wichtigste überhaupt ist, wenn eine Athlet-Trainer-Beziehung funktionieren soll, dürfte außer Frage stehen. Wobei ein wenig Vertrauen von Trainerseite her manchmal auch nicht schaden würde.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von meinem Mikrokosmos sprechen ;-) aber im Leistunggssport-Nachwuchsbereich gibt es einige selbstzweifelnde Talente. Die brauchen stellenweise auch eine klare Linie - sowas ist heutzutage leider bei vielen Menschen negativ behaftet - das hört sich für viele nach "Bundeswehr" an. Ich meine aber, dass Vorgaben diesen selbstzweifelnden Sportlern eine gewisse (positive) Struktur bieten und diese Struktur ihnen eine gewisse Sicherheit gibt.
    Von welchem Altersbereich sprechen wir hier? Ich glaube auch, dass Struktur Sicherheit geben kann. Für mich gehört dann aber eigentlich trotzdem mit dazu, dass man das eigene Vorgehen den jungen Athleten gegenüber begründet. Das mag einigen von ihnen komplett egal sein. Anderen wird es aber sicherlich auch das Gefühl geben, als "gleichberechtigt" akzeptiert zu werden. Und gerade bei Selbstzweiflern kann (muss nicht) es durchaus auch förderlich sein, nach deren Input zu fragen.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Und wenn dann die Leistungen besser werden, steigt automatisch auch das Selbstbewusstsein bei diesen Sportlern.
    Das sehe ich zumindest teilweise etwas kritischer, da ich das einfach auch aus (sport-)psychologischer Sicht betrachte und eine (zu) starke Definition des Selbst über den Sport früher oder später oftmals zu Problemen führen kann. Da gibt es aber natürlich keine allgemeingültigen Regeln.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Etwas kritisch zu hinterfragen und nicht einfach nur alles zu glauben ist eine gute Charaktereigenschaft, absolut. Einge Eltern scheinen da aber etwas verwechselt zu haben. Sie haben ihren Kindern wohl eher beigebracht, dass sie nur das tun sollen, wozu sie Bock haben.
    Was ja wiederum nichts mit kritischem Hinterfragen zu tun hat, da gebe ich dir absolut Recht.

    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Im Leistungssport führt das dazu, dass diese Kinder immer genau die Trainingseinheiten machen, auf die sie gerade Bock haben. Und das "kritische hinterfragen" besteht dann darin, dass sie z.B. langweilige Ausdauereinheiten einfach weglassen, weil diese ja "sinnlos" seien.
    Ja, es stimmt, diese Sportler entwickeln sich dann wirklich "individuell", aber oben ankommen werden sie nie.
    Dass ich das nicht unter mehr Individualität verstehe dürfte hoffentlich klar geworden sein. Was das "oben ankommen" und allgemein "Leistungssport" bei Kindern angeht ist nochmal ein ganz anderes Thema, das hier aber wirklich den Rahmen sprengen würde.
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  8. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von alcano:

    RunSim (19.07.2019)

  9. #42981
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Ich überlege gerade mit der Pausenlänge zu experimentieren. Heißt, an QTE-Tagen (Di/Do) würde ich von der Arbeit nach Hause laufen und am nächsten Morgen locker/recovery zurück. Dann hätte ~10h Erholung nach einer QTE, dafür aber 35-36 h bis zur nächsten QTE - und wäre somit (vermutlich) ausgeruhter.
    Probiers aus. Manchen wären die 36 h ohne laufen vermutlich schon zu lang, andere laufen die besten QTEs und Wettkämpfe nach einem kompletten Ruhetag.

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Hast du jetzt schon gedoppelt?
    Nein. Ich bin froh, dass ich es diese Woche geschafft habe, jeden Tag zumindest ein Mal (kurz) laufen zu gehen. Eventuell nächste Woche, vielleicht aber auch erst in der nächsten Vorbereitung. Ich kann die Belastung der Lydiard-Phasen noch nicht so richtig einschätzen, von daher werde ich das relativ spontan entscheiden.
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  10. #42982
    Coxarthrose Avatar von tt-bazille
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Wenn Du irgendwie die Chance hast, solche wichtigen Einheiten ohne Zeitdruck zu laufen, solltest Du ausweichen. Die 800er sind wirklich sehr schnell. Wenn dann Kreislauf und Muskulatur nicht vollständig hochgefahren sind, sagt Dir die Einheit wenig über Deinen Zustand aus. Zum einen wirst Du zu Beginn weit mehr als notwendig in den anaeroben Bereich rutschen, was Dir im Verlauf der Einheit noch auf die Füße fallen kann. Zum anderen ist die Muskulatur ggf. noch nicht so weit und mögliche fehlende Spannung raubt Dir weitere Prozent Leistungsvermögen auf der Bahn oder Strecke.
    Das sind so Erfahrungen, die ich selber gerade erst mache. Ich habe ja auch schon solche Einheiten um einen Tag (Do -> Fr) verschoben, weil ich dann mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung hatte. Das hatte aber dann zur Folge, dass wie letzte Woche das Wochenende ziemlich voll ist.
    Diese Work-/Life-/Sport-Balance ist nicht einfach.

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Das wollen wir doch hoffen. Hast du denn aktuell Wehwehchen?
    Die Hüfte zwickt halt ab und zu. Allerdings wie immer nicht beim Laufen. Ansonsten stehe ich gerade vor der Herausforderung, selber für Kraft- und Dehnübungen zu sorgen, da meine Kurse Sommerpause haben. Daher gibt es heute am Ruhetag eine ausgedehnte Blackroll- und Coreeinheit.

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Hab mal 2:55 als Zielzeit (mit deinem 5-er als Referenz) in den Calculator geworfen. Danach müssten die 800er in 2:47-2:54 weggehen.
    Ja, und mit meiner aktuellen 10er-Zeit in 02:45-2:52.
    Allerdings gilt das ja nicht für die Yasso (hier wäre es 02:55) sondern nur für die erste (Speed) 800er Einheit. Da passten die von mir gelaufenen Zeiten vor 3 Wochen mit 02:51-02:54 zu der 5er-Zeit als Referenz.

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Schön, dass wir beide die Yassos 31 Tage vorm MRT laufen. Hinterher sind wir dann schlauer.
    Genau. Ich muss echt zugeben, dass ich mich auf diese Einheit bisher jedes Mal gefreut habe.

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Heute Morgen gab's ne gemütliche Joggingrunde: 14 km @5:24. Langsam macht Spaß, da es mir guttut.
    Und darauf freue ich mich mittlerweile auch, weil ich genauso merke, dass die langsamen Läufe echt guttun. Hinterher sind die Beine gleich viel frischer.

    5km (2019): 18:21 || 10km (2013): 37:35 || HM (2019): 01:22:06 || M (2018): 03:17:28 || Hermannslauf (31,1km; +568m/-774m) (2013): 02:14:40

  11. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von tt-bazille:

    Ethan (19.07.2019), leviathan (19.07.2019)

  12. #42983
    Avatar von leviathan
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    Ich wollte eigentlich nur sagen, daß der Ansatz der Profis in der Realität nicht immer so professionell ist wie erwartet

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Habs auch lieber gelassen. Der mögliche Ertrag steht in keinem Verhältnis zum Risiko. Bei mir läuft es mit einer Einheit am Tag sehr gut. Die gesparte Zeit nutze ich für Pflege. Vllt. läuft es aber gerade so gut, weil ich die gesparte Zeit für Pflege nutze.
    Was machst Du denn an Pflege? Meine Erfahrung ist die, daß es drei Hauptfaktoren gibt, die wichtig sind. Genügend Schlaf, vernünftiges und ausreichendes Essen und limitierten Alkoholgenuss.

    Ich will mir in keinster Weise anmaßen dein Training zu hinterfragen, aber ich sehe das ähnlich wie alcona (der es wie McMillan sieht): Warum gleich so extrem (wie du es gemacht hast)? Jogge am Abend nach QTEs doch 30 bis max. 40 Minuten. Oder ab und an mal eine kurze Joggingrunde.
    Das ist nicht anmaßend, sondern sagt der gesunde Menschenverstand. Über einen längeren Zeitraum wäre das auch das Mittel der Wahl. Dennoch hatte mich interessiert wie der Körper auf einen ungewohnten Volumenblock reagiert. Es war aber von Beginn an klar, daß dieser temporär begrenzt sein wird. Interessanterweise hat der Körper von Einheit zu Einheit ein wenig nachgelassen. Nur bei den etwas schnelleren Sachen war er voll dabei. Das war aber nach vier Tagen. Das war dennoch ziemlich cool und euphorisierend. Wahrscheinlich wäre ich spätestens beim langen Lauf am Wochenende völlig abgekackt
    Jetzt bin ich einfach gespannt, wann sich die Form normalisiert. Ich tippe mal auf zwei Tage. Und in vielleicht einer Woche würde man auch realisieren können, ob es einen Benefit hatte, gar keine Auswirkungen oder ein Eigentor.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich kann die Belastung der Lydiard-Phasen noch nicht so richtig einschätzen, von daher werde ich das relativ spontan entscheiden.
    Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Aber benötigt diese Zeit auch. Und der Begriff best Aerobic Effort verführt einfach zum Überziehen. Das merkt man aber erst nach ein paar Wochen. Das ist zumindest meine Erfahrung.
    nix is fix

  13. #42984
    Avatar von RennFuchs
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    Zitat Zitat von RunSim Beitrag anzeigen
    Wenn eine Vertrauensbasis zwischen Trainer und Sportler hergestellt ist, funktionieren manche Sachen einfach auch sehr gut nach dem "Befehl-Gehorsam-Prinzip". Und daran finde ich persönlich absolut nichts Verwerfliches. Der Sportler vertraut dem Trainer, dass das, was er trainieren soll, entsprechend wirksam ist und ihn leistungsmäßig weiterbringt. Er vertraut auf die Erfahrung des Trainers.
    Ich kann nur von meinem Mikrokosmos sprechen ;-) aber im Leistunggssport-Nachwuchsbereich gibt es einige selbstzweifelnde Talente. Die brauchen stellenweise auch eine klare Linie - sowas ist heutzutage leider bei vielen Menschen negativ behaftet - das hört sich für viele nach "Bundeswehr" an. Ich meine aber, dass Vorgaben diesen selbstzweifelnden Sportlern eine gewisse (positive) Struktur bieten und diese Struktur ihnen eine gewisse Sicherheit gibt. Und wenn dann die Leistungen besser werden, steigt automatisch auch das Selbstbewusstsein bei diesen Sportlern.

    Etwas kritisch zu hinterfragen und nicht einfach nur alles zu glauben ist eine gute Charaktereigenschaft, absolut. Einge Eltern scheinen da aber etwas verwechselt zu haben. Sie haben ihren Kindern wohl eher beigebracht, dass sie nur das tun sollen, wozu sie Bock haben.
    Im Leistungssport führt das dazu, dass diese Kinder immer genau die Trainingseinheiten machen, auf die sie gerade Bock haben. Und das "kritische hinterfragen" besteht dann darin, dass sie z.B. langweilige Ausdauereinheiten einfach weglassen, weil diese ja "sinnlos" seien.
    Ja, es stimmt, diese Sportler entwickeln sich dann wirklich "individuell", aber oben ankommen werden sie nie.
    +1

    Voll auf den Punkt

    Nochmal was zu Yassos:
    Die in meinem letzten Post beschriebenen 800er sind sicher kein Paradebeispiel da ich nicht die typischen MRT Umfänge habe wie der durchschnittlich ambitionierte Läufer den Yasso wahrscheinlich m Auge hatte.
    Mir fehlt da trotzdem die Logik.
    Mag sein der Herr hat das empirisch ermittelt. Aber müsste nicht zur richtigen Einschätzung z.B. eine aktuelle 800 Zeit (also All-Out) mit in die Gleichung einfließen.
    Wenn jemand von der Bahn kommt wird er sich z.B. bei Daniel's R-Pace Vorgaben auch unterfordern bzw könnte daraus in der Pacetabelle nicht einfach nach links seine möglichen HM und MRT ableiten.

    Kommt mir alles halt ein bisschen wie bei der umstrittenen Maffetone Heartrate-Formel vor: ala: "bei den Meisten passt es halbwegs".

  14. #42985
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Man gewöhnt sich sehr schnell daran. Aber benötigt diese Zeit auch. Und der Begriff best Aerobic Effort verführt einfach zum Überziehen. Das merkt man aber erst nach ein paar Wochen. Das ist zumindest meine Erfahrung.
    Da habe ich mich unklar ausgedrückt: ich bezog mich auf die kommenden Phasen, also Hill Resistance, Anaerobic Development und Co-ordination Training.
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  15. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von alcano:

    leviathan (19.07.2019)

  16. #42986
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich hatte es so verstanden, dass der "bedingungslose Gehorsam" von vielen Trainern als etwas Positives angesehen wird. Das hat dann für mich aber wenig mit Vertrauen zu tun. Und dass Vertrauen in den Trainer wohl mit das Wichtigste überhaupt ist, wenn eine Athlet-Trainer-Beziehung funktionieren soll, dürfte außer Frage stehen. Wobei ein wenig Vertrauen von Trainerseite her manchmal auch nicht schaden würde.
    Es ist eher anders rum.
    Man hat das Gefühl das bei einigen Sportlern bewusst im Training das Gehirn einfach abgeschaltet wird.

    Man bekommt Anrufe im Urlaub: "Roland, was soll ich jetzt machen? Im Plan steht 6x2' schnell mit reichlich Pausen (einfaches Fartlek) wie schnell sollen die 2 Minuten sein... acha... und wie weit... achso! Und die Pausen? Kann ich dabei traben?"
    oder
    "Bei mir steht 6x200m in 28s. Ich finde hier aber keine Bahn!!!!... Dann soll ich dabei keine Spikes tragen?"
    Noch besser:
    "Roland, darf ich in der Pause auf Toilette?"

    Oder so was...
    "Roland, der alter Trainer hat nie was gesagt... Du schreist mich an, wenn ich was falsch mache!!! Das ist richtig gut und motivierend!!"
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  17. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Rolli:

    RunSim (19.07.2019), Tvaellen (19.07.2019)

  18. #42987

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    Alcano, ich hatte dich zwar zitiert, aber viele meiner Aussagen stehen nicht im Widerspruch mit deinen. Das habe ich wohl falsch rübergebracht. Es waren von mir eher allgemeine Aussagen zu dem Thema.
    Zu einer deiner Fragen: ich kann nur von Sportlern bis 18 Jahren sprechen. Ältere habe ich fast nie trainiert.

    Ich wollte klarstellen, dass man bei aller berechtigten Kritik hinsichtlich der Trainer der "alten Garde" man mMn auch mögliche Gründe an anderen Stellen suchen sollte.
    Für ausbleibende Höchstleistungen im Nachwuchssport in Deutschland sind mMn nicht nur die alten Trainer Schuld sondern bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen tragen hier auch einen Teil bei.
    Auf der einen Seite ist es gesellschaftlich gesehen natürlich positiv, wenn Eltern ihren Kindern beibringen sich zu wehren, auch gegen andere Erwachsene, und dass sie nicht so "obrigkeitsgläubig" sein sollen. Aber wie gesagt, nach meinen Erfahrungen haben ein paar Eltern nicht kapiert, wie sie das ihren Kindern richtig beibringen können.
    Kinder und Jugendliche sollen gelobt und motiviert werden, ganz klar. Aber auch hier haben einige Eltern nicht verstanden, dass man nicht jeden "Mist" zum Himmel loben muss. Natürlich sollte man das jetzt nicht generalisieren, aber was meinst du, wie viele Eltern zu mir als Trainer gekommen sind und mir gesagt haben "mein Kind ist doch so talentiert, das muss gefördert werden" ;-)
    Und genau so haben sich diese Kinder und Jugendlichen dann meistens auch beim Training verhalten.
    Es fehlte besonders bei diesen Jugendlichen (leider) an der außerordentlichen Bereitschaft wirklich alles für den Sport zu geben. Ja, sie sind regelmäßig zum Training gekommen und ja, sie haben sich auch angestrengt und ja, sie waren auf nationaler Ebene erfolgreich. Aber das ist im Nachwuchsleistungssport einfach nicht genug. Hier muss man sich schon mit 15 Jahren an Gleichaltrigen aus der ganzen Welt messen. Nicht sofort, aber irgendwann halt schon.
    Klar, zunächst muss man national nach oben kommen, aber dann darf man sich nicht ausruhen. Dann kommt ein ganz neuer Hoizont, eine ganz neue Erfahrung: Die Konkurrenz aus andern Ländern. Und da gibt es verdammt viele, die saugut sind. Und auch da gibt es viele "ach so talentierte" Sportler/innen ;-)
    Man darf natürlich nicht die wichtige Aufgabe des Trainers vergessen. Er/sie muss die Sportler/innen langsam auf diese "harte" Welt des Leistungssports vorbereiten und darf sie natürlich nicht sofort an der Weltspitze messen.
    Dieser Prozess dauert sehr lange, er zieht sich über etliche Jahre. Aber es lässt sich mMn nicht völlig ausschließen, dass dadurch die Individualität des einzelnen Sportlers auch an der ein oder anderen Stelle eingeschränkt wird.
    Persönliche Entbehrungen durch den Leistungssport sind mMn völlig normal und jedem Sportler sollte das auch klar sein.
    Ein Trainer sollte dies auch allen Sportler offen aufzeigen. Entscheidet sich der Sportler für den Leistungsweg, so muss ihm auch klar sein, wleche Konsequenzen das für sein Leben hat.
    Und der Lohn für diese Entbehrungen? Möglicherweise wird dies gar nicht belohnt, der Sportler musste andere Sachen im Leben hinten anstellen und wird dennoch nicht so erfolgreich wie erhofft. Das ist (leider) bei vielen Sportler/innen der Fall. Hier muss der Trainer dann trösten und und und..

    oh, ich schweife mal wieder vom Thema ab ;-)

  19. #42988
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Oder so was...
    "Roland, der alter Trainer hat nie was gesagt... Du schreist mich an, wenn ich was falsch mache!!! Das ist richtig gut und motivierend!!"
    ist doch eine tolle Bestätigung von:

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    "They don't care how much you know until they know how much you care."
    Mehr Care geht doch kaum mit Hingabe und Emotion
    nix is fix

  20. #42989

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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Oder so was...
    "Roland, der alter Trainer hat nie was gesagt... Du schreist mich an, wenn ich was falsch mache!!! Das ist richtig gut und motivierend!!"
    Den Spruch finde ich überragend!

  21. #42990
    Avatar von alcano
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    Ich finde das traurig (weil ich mich dann natürlich immer gleich frage warum jemand bei einem Fehler angeschrien werden will: kriegt diese Person sonst so wenig Aufmerksamkeit im Leben, dass sie Aufmerksamkeit als etwas Positives empfindet, egal wie diese aussieht?). Aber vermutlich stehe ich mit der Meinung eher alleine da und mache mir einfach viel zu viele Gedanken.

    Oder ich verstehe einfach den Humor nicht, das ist auch möglich.
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently."
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    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent."
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  22. #42991
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich finde das traurig (weil ich mich dann natürlich immer gleich frage warum jemand bei einem Fehler angeschrien werden will: kriegt diese Person sonst so wenig Aufmerksamkeit im Leben, dass sie Aufmerksamkeit als etwas Positives empfindet, egal wie diese aussieht?). Aber vermutlich stehe ich mit der Meinung eher alleine da und mache mir einfach viel zu viele Gedanken.

    Oder ich verstehe einfach den Humor nicht, das ist auch möglich.
    Wahrscheinlich interpretierst Du den Begriff "Trainer anderes oder realitätsfern.

    Wenn jemand einen Trainer sucht, der will trainiert werde... also geführt werden. Auch wenn das manchmal "an den Hand-Führen" bedeutet. Wer Trainer ständig hinterfrägt, der trennt sich ganz schnell von der Zusammenarbeit, was gar nicht negativ ist oder negativ klingen soll.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  23. #42992
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich interpretierst Du den Begriff "Trainer anderes oder realitätsfern.

    Wenn jemand einen Trainer sucht, der will trainiert werde... also geführt werden. Auch wenn das manchmal "an den Hand-Führen" bedeutet.
    Ja. Ziemlich sicher interpretiere ich das anders. Ich sehe einen Trainer eigentlich eher als Lehrer und bin der Meinung, dass ein Trainer durchaus auch einen pädagogischen Auftrag hat. Das mag realitätsfern sein, ich halte es aber nunmal für wichtig. Das schließt aber nicht aus, dass manchmal "an der Hand-Führen" nötig ist.

    Bei einem Lehrer würde übrigens niemand akzeptieren, wenn dieser Schüler*innen "anschreit", wenn sie einen Fehler machen. Ich frage mich, warum das im Sport als normal angesehen wird.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Wer Trainer ständig hinterfrägt, der trennt sich ganz schnell von der Zusammenarbeit, was gar nicht negativ ist oder negativ klingen soll.
    Falls ich irgendwo etwas von "Trainer ständig hinterfragen" geschrieben haben sollte, dann war das sehr unglücklich von mir formuliert.
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  24. #42993
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    Aktuell kreuzen im Training ständig Prominenzen meinen Weg. Gestern auf Zwift habe ich (kurz ) Lionel Sanders an mir vorbeirauschen sehen. Heute morgen hat mich beim lockeren Joggen Lisa Hahner überholt. Und dann hab ich gestern noch den bekannten Bergläufer und zukünftigen Triathleten Wolfgang in London getroffen.

    Zitat Zitat von Tvaellen Beitrag anzeigen
    @anti
    ich sehe dein Radtraining ja bei Strava. Das sieht wirklich gut aus. Hast du schon mal einen FTP Test bei Zwift gemacht?
    Die Kombi aus Rad und Laufen funktioniert auch bei mir ziemlich gut momentan. Wenn man das ordentlich mixed bei den Belastungen, kann das sportliche Gesamtleistungsvermögen schon richtig gut werden.
    War schön, Dich mal kurz virtuell zu treffen auf Zwift. Du hast ja nach der Essenspause noch gut reingehauen.

    Und ja, Danke, das Radtraining läuft aktuell ganz gut. FTP-Test habe ich noch keinen gemacht, passt auch aktuell nicht wirklich, weil ich da schon gut ausgeruht reingehen wollen würde und dann ist es ja doch eine Q-Einheit. Ich schätze mal, dass ich schon über 200W kommen würde, andererseits wäre es vermutlich weniger als erwartet, weil ich genau im Bereich um die FTP herum eigentlich fast nix längeres mache.

    In den mehrstündigen Fahrten fahre ich die Berge natürlich deutlich drunter und deutlich drüber fahre ich nur kurze Rampen, die meist unter 5 Minuten liegen oder Sprints. In diesen Sachen hab ich mich schon deutlich verbessert, die HF sinkt beim Radfahren (und auch beim Laufen) seit Wochen kontinuierlich und die Wattwerte bei den kurzen bis sehr kurzen Sachen werden höher und fallen leichter.

    Mein Zwift-Bestwert für 20min ist glaube ich fast 8 Wochen alt mit 205W und war quasi ein Nebenprodukt auch im Rahmen einer längeren Fahrt, glaube dass war erstes mal Epic KOM oder so. . Ich vermute mal, wenn ich jetzt 4-6 Wochen gezielt 5-15 Minuten-IV Sweetspot oder leicht über FTP trainieren würde, könnte ich da nochmal einen deutlichen Schritt nach vorne machen, weil es gerade an der radspezifischen Kraftausdauer krankt. Ich hab aber beschlossen, den Q-Einheiten Schwerpunkt im Spätsommer aufs Laufen zu legen, um vielleicht im Herbst doch noch Spontan 1-2 WK zu laufen. Somit geht's auf dem Rad erstmal weiter wie bisher d.h. entweder lang - leicht bis moderat oder kurz und knackig.

    Zuletzt überarbeitet von Antracis (19.07.2019 um 14:19 Uhr)

  25. Folgenden 6 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    bastig (21.07.2019), Ethan (19.07.2019), hepp78 (19.07.2019), kappel1719 (23.07.2019), leviathan (19.07.2019), Tvaellen (19.07.2019)

  26. #42994

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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ja. Ziemlich sicher interpretiere ich das anders. Ich sehe einen Trainer eigentlich eher als Lehrer und bin der Meinung, dass ein Trainer durchaus auch einen pädagogischen Auftrag hat. Das mag realitätsfern sein, ich halte es aber nunmal für wichtig. Das schließt aber nicht aus, dass manchmal "an der Hand-Führen" nötig ist.

    Bei einem Lehrer würde übrigens niemand akzeptieren, wenn dieser Schüler*innen "anschreit", wenn sie einen Fehler machen. Ich frage mich, warum das im Sport als normal angesehen wird.
    Ein Trainer sollte aber auch motivieren und jemandem mal in den A... treten. Das ist mMn etwas ganz anderes als ein Lehrer. Sport ist eng verknüpft mit Motivation.
    Wenn ein Trainer sieht, dass der Schützling so halb Bock hat sich zu quälen, was soll er dann sagen: "Nee du, ich verstehe dich. Komm wir gehen lieber ein Eis essen. Die Intervalle sind nicht so wichtig. Das machen wir vielleicht nächste Woche oder Übernächste."
    Und manche brauchen die Peitsche eben mehr als das Zuckerbrot. Das ist ganz normal. Ein Trainer, der nie laut wird, ist glaube ich kein guter Trainer.
    PB:
    10km 43:16 (42:51 Trainingslauf)
    HM 1:35:15
    M 3:26:33




    https://forum.runnersworld.de/forum/...Lauferlebnisse

  27. #42995

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    Alcano: Rolli schrieb:
    "Du schreist mich an, wenn ich was falsch mache!!!"

    Ich hatte es nicht so verstanden, dass er die Sportler einfach grundlos anmeckert, sondern halt auch mal bei Ansagen/Korrekturen laut wird.
    Ich glaube, der Sportler hat sich eher darüber gefreut, dass sein Trainer Emotionen gezeigt hat und es hat dem Sportler gezeigt, dass es seinem Trainer nicht egal ist, wenn er Fehler macht.
    Ignoranz ist doch viel schlimmer. Der Sportler läuft am Trainer vorbei und der sagt: gar nichts....
    Oder der Trainer ist einfach nur emotionslos, gibt dir nach dem Training die gelaufene Zeit durch und mehr passiert nicht.

    Und wenn Sportler ihre Trainer gut kennen, können sie garantiert unterscheiden, ob es ein "anmeckern" oder "anfeuern, motivieren, mitfiebern" war, wenn der Trainer mal laut wurde. Als Trainer fieberst du doch auch bei deinen Sportlern mit.

  28. #42996
    Avatar von Biene77
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    Kleiner Beitrag von mir:
    Vor 2 - 3 Jahren habe ich mir mal bei uns den Verein angeschaut und war auch 2 -3 x dort. Den Trainer habe ich dann mal gefragt wie es denn so mit dem Tempo bei den IVs ausschaut. Wie schnell soll ich laufen? Bekomme ich einen Plan.
    Die Antwort war ganz kurz und knapp: ich müsste doch selber wissen wie schnell ich laufen soll
    Mein Gedanke war dann nur: dann kann ich auch einen Plan von der Stange nehmen und für mich laufen. Ich muss im Stadion niemand hinterher hecheln und mich dieser Peinlichkeit aussetzen.

    War das jetzt von mir zu naiv gedacht dass da jemand da ist der mich unterstützt oder ist das die Regel?
    Viele Grüße Biene




  29. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Biene77:

    Tvaellen (19.07.2019)

  30. #42997
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ja. Ziemlich sicher interpretiere ich das anders. Ich sehe einen Trainer eigentlich eher als Lehrer und bin der Meinung, dass ein Trainer durchaus auch einen pädagogischen Auftrag hat. Das mag realitätsfern sein, ich halte es aber nunmal für wichtig. Das schließt aber nicht aus, dass manchmal "an der Hand-Führen" nötig ist.

    Bei einem Lehrer würde übrigens niemand akzeptieren, wenn dieser Schüler*innen "anschreit", wenn sie einen Fehler machen. Ich frage mich, warum das im Sport als normal angesehen wird.
    Die Frage wäre für mich tatsächlich, warum der Trainer schreit. Von einem guten Trainer erwarte ich, dass er in einer angemessenen Zeit u.a. herausfindet, was meine Defizite sind und wie man diese am besten beheben kann. Das dazu mal eine "verbale Verstärkung" sinnvoll sein kann, schließe ich gar nicht aus, vor allem wenn man ein sehr verkopfter Typ ist. Das ist allerdings etwas anderes, als seinen Frust an anderen rauszulassen (nur zur Klarheit, das unterstelle ich natürlich dem Roland nicht, gibt es aber sicher auch, bei Lehrern wie bei Trainern...).

    Ein Eindrucksvolles Beispiel, wohin so eine diktatorische Trainermacht führen kann, kann man anekdotisches z.B. hier Nachlesen. Das Argument, der Erfolg rechtfertigt die Mittel, ist da nur bedingt tauglich, denke ich. Das sportliche Ergebnis war allerdings einzigartig.

    https://www.tagesspiegel.de/sport/zu.../11022784.html

    Interessant fand ich in diesem Zusammenhang mal die Erläuterungen eines Pädagogen eines ganz anderen Metiers, nämlich Heinrich Neuhaus, einer der größten Klavierlehrer des letzten Jahrhunderts, der u.a. Svjiatoslav Richter, Emil Giles und Radu Lupu ausgebildet hat, falls das jemanden hier etwas sagt.

    Neuhaus beschrieb, dass er normalerweise nie die Stimme erhob im Unterricht (Chopin hat ja bekanntlich nach Schülern mit dem Klavierhocker geworfen ). Anekdotisch beschrieb er dann die Stunden mit einer Schülerin, die musikalisch wie auch technisch höchst begabt war, der aber irgendwie jeder Funke Temperament fehlte. Neuhaus litt furchtbar unter dieser Diskrepanz und machte ihr irgendwann eine echte "Szene" und beschrieb dann erstaunt, dass die Schülerin die nächsten Stunden tatsächlich lebhafter und emotionaler musizierte, bis das ganze irgendwann wieder vor sich hin plätscherte und dann der nächste große Knall folgte. In der Biographie wird dann deutlich, dass er sich einerseits für sein Verhalten schämte, anderseits aber fasziniert davon war, dass man den zumindest temporären Erfolg als pädagogisches Mittel nicht leugnen konnte.

  31. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    movingdet65 (19.07.2019), RunSim (19.07.2019)

  32. #42998
    Avatar von hepp78
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    @Wolfgang: DMSO (Dimethylsulfoxid) ist anorganischer Schwefel welcher in Sportlerspraymischungen bei Verletzungen zum Einsatz kommt. Eine gängige Mischung ist 60% DMSO, 4,8% Magnesiumchlorid und 35,2% Wasser. Des weiteren kann DMSO auch oral als Wirkverstärker eingenommen werden. Kurkuma zum Beispiel wird häufig in der alternativen Krebstherapie eingesetzt. Bei Kurkuma ist nur das Problem, dass dies schwer in die Zellen kommt. Mit Piperin, ein bisschen Fett funktioniert das dann eher. Ein paar Tropfen DMSO verstärkt die Wirkung zusätzlich.

    @Jan und Jens: Starke Einheiten. Meine Yassos Herbst 2015. 8x800 2:56, 8x800 2:55 --> Marathon 2:56:31. So einfach wie Jens seine Yassos beschreibt sind die mir aber nicht gefallen.

    5000 m - 18min59s VDOT 52,9 (20.04.2018)
    10 km - 37min19s VDOT 56,3 (19.03.2017)
    Stundenlauf - 15480 m - VDOT 55,6 (03.06.2016)
    Halbmarathon - 1h22min58s VDOT 56,0 (22.10.2017)
    Marathon - 2h56min31s - VDOT 54,8 (18.10.2015)


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  33. Folgenden 2 Foris gefällt oben stehender Beitrag von hepp78:

    Ethan (19.07.2019), tt-bazille (19.07.2019)

  34. #42999
    Avatar von Catch-22
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    Zitat Zitat von Biene77 Beitrag anzeigen
    War das jetzt von mir zu naiv gedacht dass da jemand da ist der mich unterstützt oder ist das die Regel?
    Das kommt wohl ganz auf den Verein an. Hier, also bei ehr kleineren Vereinen, ist es üblich, dass es eine Leistungsgruppe und eine Anfängergruppe gibt, die werden jeweils betreut. Alles dazwischen kümmert sich um sich selber bzw. untereinander umeinander.
    (wie gut das funktioniert sieht man dann an der Tatsche, dass sie es so gut wie nie schaffen auch nur eine Frau gesund durch ihre Laufserie zu bringen)

  35. #43000

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    Zitat Zitat von Biene77 Beitrag anzeigen
    Kleiner Beitrag von mir:
    Vor 2 - 3 Jahren habe ich mir mal bei uns den Verein angeschaut und war auch 2 -3 x dort. Den Trainer habe ich dann mal gefragt wie es denn so mit dem Tempo bei den IVs ausschaut. Wie schnell soll ich laufen? Bekomme ich einen Plan.
    Die Antwort war ganz kurz und knapp: ich müsste doch selber wissen wie schnell ich laufen soll
    Mein Gedanke war dann nur: dann kann ich auch einen Plan von der Stange nehmen und für mich laufen. Ich muss im Stadion niemand hinterher hecheln und mich dieser Peinlichkeit aussetzen.

    War das jetzt von mir zu naiv gedacht dass da jemand da ist der mich unterstützt oder ist das die Regel?
    Ohne in der Situation dabei gewesen zu sein ist es schwer zu beurteilen, was bei dir falsch gelaufen ist.

    Bei uns im Verein kommen pro Jahr nur zwei, drei "komische" Leute zum reinzuschnuppern (alle anderen sind ganz normal). Die verlangen von erster Sekunde an ein hohes Maß an persönlicher Betreuung und Aufmerksamtkeit des Trainers und meinen dann, dass sich der Trainer in der ersten Stunde nur um sie kümmern würde und die 10 anderen Sportler sich auch gut selbst beschäftigen können.
    Ein Trainer, der die IV-Zeiten eines neuen Sportlers nach nur 2 Trainingseinheiten vorgibt, ist entweder ein Magier oder ein Scharlatan ;-)
    Mein Trainer gibt neuen Leuten zunächst NIE Zeiten vor, die sie laufen sollen. Die Vorgaben bleiben zunächst alles etwas "vage" (lauf mal x Meter schnell und x Meter langsam, versuch mal mit 6 Wiederholungen zu beginnen etc....), aber das ist auch gewollt so. Wie soll man das als Trainer von Anfang an genau vorgeben können...

    Nach einem Trainingsplan fragen eigentlich fast alle neuen Leute, ist ja auch voll okay. Mein Trainer erklärt dann, dass man sich das erstmal in Ruhe einen Monat anschauen und mitmachen soll. Und dass in der Gruppe die einen auf Halbmarathon trainieren und die anderen auf 10km etc. und dass man dann einfach schauen kann, worauf man so Bock hat. Sie bekommen aber nicht sofort einen persönlichen Trainingsplan, das ist denen vorbehalten, die wirklich ambitioniert trainieren und bei denen sich dieser Zeitaufwand lohnt. Das haut er den neuen Leuten natürlich nicht so direkt vor den Kopf. Jeder bekommt bei uns ja einen Trainingsplan. Es dreht sich halt nur nicht von Anfang an alles um die neuen Leute. Ich denke, dass das Vorgehen fair gegenüber der Gruppe und den neuen Leuten ist.

    Bei dir kann ich nicht abschätzen, ob der Trainer falsch vermittelt hat, was er damit meint oder ob er schlichtweg eine patzige, unqualifizierte Antwort gegeben hat. wenn du vernünftig gefragt hast (wovon ich ausgehe), kannst du prinzipiell auch eine vernünftige Antwort erwarten

  36. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von RunSim:

    Biene77 (19.07.2019)

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