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  1. #9676
    Avatar von farhadsun
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    Lieber Markus,
    in der ersten Fassung stand noch dies:
    @Markus: Ich bin doch nicht so bescheuert (OK, darüber könnte man geteilter Meinung sein) und erzähle meiner Frau ein einziges Wort über Schmerzen, sie weiß voneinander erfolgreichen, schmerzfreien Marathon, das habe ich ihr schon telefonisch gesagt, und vor sie wird mich auch nur gesund erleben, ich will dich mit dir in Hamburg starten dürfen.
    @Det_isse: Lieber Kerstin, herzlichen Glückwunsch zu deiner tollen Leistung, es hat mich sehr gefreut, dich kennen zu lernen.
    Liebe Grüße
    Farhad

  2. #9677
    AUM..... Shanti Avatar von Dromeus
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    Krasses Wochenende. Super Zeit, Simba. Hart erkämpfte PBs, Gratulation! Und ja, zeigt mal wieder deutlich, für optimale Ergebnisse braucht es Gesundheit, konsistentes Training, gutes Pacing und einen guten Kopf am Renntag. Wo es nicht so ganz geklappt hat: jetzt ist nicht die Zeit für Selbstkritik. Immer nach vorne schauen, sobald der nächste lange Kanten in Planung ist, kann man sich fragen, was will ich dieses Mal besser machen.

    @Voxel: Wahnsinniger, schaufelst du vor dem Training öfter so Massen rein oder war das das erste Mal? So ein Fiasko wundert mich nicht. Manfred Steffny: "der hungrige Wolf läuft am schnellsten".
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  3. #9678
    Einer der Normalen Avatar von mvm
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine große Spaghetti Carbonara mit viel Sahnesosse sowie die Reste des Schnitzels meiner Frau mit Pommes. Danach zu Hause noch Nussecken und Kaffee. 2 Stunden später machte ich mich auf die Runde,...
    Zitat Zitat von Dromeus Beitrag anzeigen
    @Voxel: Wahnsinniger, schaufelst du vor dem Training öfter so Massen rein oder war das das erste Mal? So ein Fiasko wundert mich nicht. Manfred Steffny: "der hungrige Wolf läuft am schnellsten".
    War mir auch nicht sicher, wie ich das kommentieren soll. Niemals könnte ich mit vollem Magen laufen. Voxel, der Körper braucht auch Energie zur Verdauung - und nicht zu zu knapp. Bei so einem Familienprogramm muss ich einfach früher aufstehen und vorher laufen - dann schmeckt der Kuchen auch doppelt so gut.

  4. #9679

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    Zitat Zitat von mvm Beitrag anzeigen
    War mir auch nicht sicher, wie ich das kommentieren soll. Niemals könnte ich mit vollem Magen laufen. Voxel, der Körper braucht auch Energie zur Verdauung - und nicht zu zu knapp. Bei so einem Familienprogramm muss ich einfach früher aufstehen und vorher laufen - dann schmeckt der Kuchen auch doppelt so gut.
    Ihr habt ja recht. Ja was soll man dazu kommentieren? Seht es als abschreckendes Beispiel. Es ging mir so schlecht, das will ich garantiert nicht mehr erleben.

  5. #9680
    Nein, ich jogge nicht! Avatar von Rumlaeufer
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    Hallo Wolfgang,

    es tut mir leid, dass es gestern in Frankfurt nicht so gelaufen ist, wie Du es Dir eigentlich gewünscht hattest. Aber manchmal steckt einfach der Wurm drin, und dann muss man es auch so akzeptieren. Entsprechend wünsche ich Dir eine gute Regeneration, damit Du den gestrigen Marathon möglichst schnell ad acta legen kannst!

    @Dennis,

    auch für Dich war es ja gestern ein zwiespältiger Marathon, bei Dem Du ziemlich leiden musstest, aber dafür wenigstens mit einer neuen PB belohnt wurdest. Noch mal meinen Glückwunsch und auch Dir eine gute Erholung!

    @Jürgen,

    meinen Glückwunsch zu Deinem mustergültig gelaufenen Marathon in Frankfurt, bei dem verdientermaßen eine neue PB herausgekommen ist!

    @Farhad,

    Danke für Deinen wieder einmal lesenswerten Bericht zum Frankfurt Marathon, der Dir gestern einmal mehr die volle Palette geboten hat: ein Treffen mit den Bekannten, ein gemeinsamer Start mit einem guten Einstiegstempo, dann erneut Schmerzen am Knie sowie der Achillessehne und dazu passend ein Durchkämpfen im wahrsten Sinne des Wortes, das mit einer neuen PB belohnt wurde! Meinen Glückwunsch und meinen Respekt zu Deiner enormen Willenskraft, die Du gestern erneut sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt hast! Nun wünsche ich Dir eine gute Erholung.

    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Ihr habt ja recht. Ja was soll man dazu kommentieren? Seht es als abschreckendes Beispiel. Es ging mir so schlecht, das will ich garantiert nicht mehr erleben.
    Danke für Deine offene und selbstkritische Rückmeldung, die allein beim Lesen schon abschreckend wirkt!
    Tschüss, sportliche Grüße aus dem Bergischen Land

    Eckhard

    "Radsport ist Mannschaftssport, 60 km/h und 30 cm Abstand zum Vordermann" (Robert Bartko)

    Auch 2014 und danach wird weitergelaufen!

  6. #9681
    Avatar von farhadsun
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    Zitat Zitat von kappel1719 Beitrag anzeigen
    Ich wusste ja schon von der Zeit her, dass du ein klasse Rennen gelaufen bist, Jürgen. Aber jetzt wo man die Splits nochmal sieht. Bombe. Wie gesagt, es tut mir leid, dass ich nicht so gesprächig war. Aber ich war echt zu fertig. Aber jetzt gehts wieder. Ein riesen Rumpsteak und drei Weizen können Wunder wirken.

    Übrigens, Farhad hat mich gleich mal verhaftet für Hamburg. Selbstverständlich habe ich zugesagt.

    Danke euch allen für die netten Worte. Tut wirklich gut. Ist halt ein toller und zugleich einzigartiger Haufen hier.
    Ich weiß doch, wann man so etwas fragen soll, als wir auf den Start gewartet haben, voll gepumpt mit Endodorphin und Adrenalin, habe ich Dennis überrumpelt und freue mich sehr, dass er zugesagt hat, das ist für ihn und für die anderen schnellen eine tolle Sache, tolle Zeiten werden dabei rausspringen.
    PS. Als ich jetzt die Rundenzeiten auf GC gesehen habe, war ich schon geschockt, ich habe einige km mitten drin mit Pace 4:00 und sogar darunter, und habe es gar nicht gemerkt, und muss unbedingt an mein Tempogefühl arbeiten.

  7. #9682
    Avatar von JBl
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    Nochmal herzlichen Glückwunsch an alle anderen, vor allem Simba, Wahnsinn, Eckhard, und wen ich noch alles vergessen hab

    Schade Wolfgang, kann ich mich gut rein versetzen. Es wird wahrscheinlich immer mal wieder schief gehen, dafür klappt es dann nächstes oder spätestens übernächstes Mal wieder umso besser

    Vielen Dank für die ganzen Glückwünsche, das tut gut
    Hey Dennis, wir haben uns doch noch ganz gut unterhalten, das passt schon

    Hallo Voxel, ja, das hab ich auch gedacht. Endlich passen die 10, 21,1 und 42,195km recht gut zusammen. Das ist mir auch schon viel wert.

    Hallo Farhad, vielen Dank für den schönen, ausführlichen Bericht, ich war nochmal mit dabei, super


    Paar Kleinigkeiten, die mir noch eingefallen sind:

    Die Nacht vorher konnte ich keine Minute schlafen....

    Ich startete ein Stück nach den 3:14er Pacemakern, war aber recht schnell an den 2:59ern dran. Die waren am Anfang sehr defensiv unterwegs. Als sie anzogen, war mir das Tempo vom Gefühl her zu unsicher und ich lies sie ziehen.

    Meine Epson hat eine Distanz von 42,158 angezeigt, genauer geht’s ja bei einem Marathon nicht mehr. Wobei die Pace zwischen den Hochhausschluchten teilweise Amok lief. Da war die Ambit S soweit ich mich erinnern kann wiederum ruhiger...

    ----

    Rückblickend gesehen ist das Laufjahr super gelaufen. Zwar konnte ich die 10er Zeit nicht verbessern, das stört mich momentan aber nicht (mehr). Insgesamt war es wahrscheinlich das beste Jahr bisher

    ...
    Viele Grüße

    Jürgen

    "... its aint over till
    it's over ..."
    "... es ist nicht vorbei,
    bevor es vorbei ist ..."

    -Zitat: Rocky Balboa-

  8. #9683
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Ich gratuliere allen, die mit ihrer Leistung zufrieden sind, und wünsche denen, die es nicht sind, dass sie es nicht allzu schwer nehmen, denn: Der nächste Marathon kommt bestimmt
    „Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben." (Robert Musil)

  9. #9684
    Avatar von JBl
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    Zitat Zitat von Tvaellen Beitrag anzeigen
    aber die Vorbereitung war eben wg Arbeitgeberwechsel murks.
    Hey, alleine das ist doch ein sehr verständlicher Grund. Es ist halt immer noch unser Hobby, und da gibt es dann auch andere, (leider) wichtigere Faktoren. Wir sind doch nur Menschen ... das passt schon
    Viele Grüße

    Jürgen

    "... its aint over till
    it's over ..."
    "... es ist nicht vorbei,
    bevor es vorbei ist ..."

    -Zitat: Rocky Balboa-

  10. #9685
    Nein, ich jogge nicht! Avatar von Rumlaeufer
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    Hallo,

    Frankfurt ist gelaufen, bei dem einen besser, bei dem anderen noch mit Luft nach oben. Aber unabhängig davon gilt: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon!

    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Der nächste Marathon kommt bestimmt
    Ja, aber bis Hamburg sind es noch 6 Monate, was mir so ganz ohne Marathon ein bisschen zu lang ist. Entsprechend möchte ich noch einmal die Werbetrommel für den Twistesee Adventmarathon am 28.11.2015 rühren, einen schönen Landschaftsmarathon im Waldecker Land, der sich - zumal mitten in Deutschland - für einen Treff zum Abschluss der Marathonsaison anbieten würde.
    Tschüss, sportliche Grüße aus dem Bergischen Land

    Eckhard

    "Radsport ist Mannschaftssport, 60 km/h und 30 cm Abstand zum Vordermann" (Robert Bartko)

    Auch 2014 und danach wird weitergelaufen!

  11. #9686
    Avatar von bastig
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    @ Farhad Meiner Meinung nach bist du zu schnell angegangen. Deine HM-Durchganzgszeit lag bei unter 1:30. Ich hatte bei meinem 3:00 Marathon dort eine 1:31:35. Es fällt am Anfang zwar etwas schwer so defensiv zu laufen, nachher aber km 25 überholst du jedoch Reihenweise die anderen. Das ist psychologisch echt was wert, wenn man da noch zulegen kann, wo der Rest meist langsamer wird.

    Zum Thema Pacegefühl: Ich habe immer (bisher zweimal) 2 Armbändchen mit Zeitangaben für jeden einzelnen Kilometer. Ein Bändchen mit der Mindestanforderung von mir und eines mit der Risikovariante. So kontrolliere ich an jedem Kilometer ob ich auf Kurs bin. Beim Bottwartalmarathon habe ich mir sogar die Kilometer mit Anstiegen rot markiert und die Bergabpassagen grün. Dann wusste ich auch was mich noch anstiegsmässig erwartet und wo ich mich "erholen" bzw Gas geben kann.

    @Voxel na das war vielleicht ein Experiment von dir! Meine 35km-Runden drehe ich immer früh morgens und nur mit 2 Toasts oder einer Banane im Magen. Das wird dir so wohl nicht mehr passieren. Ich bin gespannt auf Nizza.

  12. #9687
    Avatar von kappel1719
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    Frankfurt Marathon 2015


    Vorbereitung:
    Wie hier bereits zu vernehmen war, lief die Vorbereitung keineswegs so wie es sich für einen vernünftigen Marathon gehört. Anbei mal die Monatskilometer bis zur direkten Vorbereitung:
    Mai: 136 km
    Juni: 144 km
    Juli: 225 km
    August: 103 km

    Das ist eindeutig zu wenig, war aber aufgrund der bekannten Umstände nicht anders möglich. Während dem Brasilien-Aufenthalt habe ich beschlossen mich in Frankfurt anzumelden, ohne groß zu definieren, was ich mir vornehmen kann. So habe ich meine Laufbandeinheiten in Brasilien so gut es ging abgespult. Danach drei Wochen lang einigermaßen gut trainieren können im Juli, bevor es für drei weitere Wochen in den USA-Urlaub ging. Dort war Laufen bewusst nicht an oberster Stelle angesiedelt. Etwas bitter war dann, dass ich mir ausgerechnet nach einem tollen Lauf bei 32°C durch den Central Park eine Infektion geholt habe. Diese habe ich dann mit nach Deutschland genommen und hat mir länger zu schaffen gemacht als ich gedacht habe. Ich habe mich zwar fit gefühlt, aber hatte erhebliche Probleme mit meinem Puls, der bereits nach 5 lockeren km über 170 Schlägen war. Somit ging mir eine weitere Woche Vorbereitung flöten.
    Ab da an ging es dann aber stetig bergauf. Zur Einordnung dann die Vorbereitungswochen mit Kerneinheiten:

    Woche 1: 63 km: 5,9 km @ 03:50 | 28,7 km @ 04:58
    Woche 2: 67 km: 7 km @ 04:10 | 3 km WK @ 03:41
    Woche 3: 78 km: 12 km @ 04:29 | 33 km @ 04:44
    Woche 4: 71 km: 3*3km @ 03:57 | 34,3 km @ 04:43
    Woche 5: 88 km: 8 km TWL 03:47/04:10 | 33,6 km @ 04:47
    Woche 6: 81 km: 4*2 km @ 03:47 | 27 km @ 04:33
    Woche 7: 66 km: 8 km TWL 03:55/04:17 | 12 km @ 04:20
    Woche 8: 10 km @ 04:15, verteilt auf 2 Einheiten | 42,195 km @ 04:34

    Auf Grundlage dieser Voraussetzungen, vor allem was die KM-Basis angeht, war es eigentlich Wahnsinn auf 04:15 anzulaufen. Aber ich wollte es einfach versuchen. Dass es eine neue PB werden MUSSTE, war klar. Ansonsten war es eigentlich eine große Unbekannte. Zu der unkonstanten Vorbereitung kommt noch hinzu, dass es erst mein 2. Mal über die volle Distanz war. Also man kann immer noch von einem gewissen Grünschnabel-Modus sprechen.

    Der Renntag:
    Ich war in der letzten Woche sehr entspannt und hatte einen super Schlaf und war ebenfalls dankbar für die zusätzliche Stunde Schlaf. Das ist ein sehr netter Nebeneffekt des Frankfurt-Marathons. Dann gut gefrühstückt und ab gings.
    Kurz vor 08:00 Uhr ging es in den Zug, leider dieses Mal ohne voxel (Danke noch für deine Wünsche per pn, die ich leider erst heute Morgen gelesen habe...). Dann nochmal mit Farhad kurz getextet und versucht die letzten Details für den Treffpunkt klar zu machen. Die Taktik war klar, das Band war mit Durchschnittspace von konstanten 04:15 ausgedruckt. Locker rein kommen in den ersten 5 km und dann schauen wie lange man es hält.

    Angekommen an der Messe, ging ich direkt zur Kleiderabgabe und wollte mich dann auf den Weg zum Treffpunkt zum Hammermann machen. Als ich dann die Tür raus wollte in Richtung Start/Ziel kommt läuft mir Farhad direkt in die Arme. Wir haben uns dann noch einige Minuten wirklich sehr nett unterhalten. Und auch ich muss jetzt nochmal explizit erwähnen, dass sich der sehr nette Eindruck von hier im Forum mehr als bestätigt hatte. Wir sind dann gemeinsam raus und dann ging es zu Wolfgang. Ärgerlich, dass er nicht mit uns zusammen in den Block durfte. Dann eben mit Farhad los und es war wieder einmal sehr eng. Irgendwann ging es dann wieder und das Feld hat sich leicht auseinander gezogen.

    KM 0-5: 21:32
    Die ersten 5 km waren geprägt von Tempo finden, ausweichen und langsam in den Flow gleiten. Farhad bescheinigte mir, kurz bevor ich weiter bin, dass es von hinten gut aussieht. Das hat mir Mut gemacht.

    KM 6-10: 20:48
    So langsam kam ich dann auf Touren. Ich habe angefangen, mir ein kleines Polster rauszulaufen. Im Nachgang hätte ich mich wohl besser etwas bremsen müssen. Denn die Euphorie hat dazu geführt, dass ich in den folgenden Abschnitten nicht unbedingt viel langsamer wurde. Ich hatte den 02:59-Pacer immer in Sichtweite und bin sehr dicht an ihn rangelaufen.

    KM 11-15: 20:51
    Auch hier noch alles gut, es rollte und ich fühlte mich sehr gut. Allerdings merkte ich hier schon, dass ich wohl noch eine Pinkelpause werde einlegen müssen. Obwohl ich vor dem Lauf zwei Mal die Blase entleerte, musste ich wohl irgendwann mal kurz anhalten. Nichts desto trotz musste ich bei km 15 mal zum Wasser greifen. Die Bedingungen waren zwar wirklich klasse, aber Durst hatte ich dann trotzdem mal. War natürlich dem Pipi-Problem nicht gerade zuträglich, aber wat mut, dat mut.

    KM 16-20: 21:14 | HM: 01:29:08
    Bei der HM-Marke war mir klar, für Sub-3 muss alles passen, trotz vermeintlich gutem Polster. Zudem habe ich hier langsam gemerkt, dass meine Schnürung am linken Schuh zu stramm war. Aber es war alles soweit noch ok. Kleine Anekdote am Rande, was Marathon bedeutet: Ich bin gerade an einer sehbehinderten Läuferin am Wegesrand vorbei, die ihren Begleiter angeschrien hat mit üblen Schimpfworten klar gemacht hat, dass sie nicht mehr kann. @ Farhad vielleicht erinnerst du dich, wir haben die dann um km 30 nochmal gesehen. Sie wollte mindestens zwei Mal aussteigen und ich meine, dass sie trotzdem ins Ziel gekommen ist.

    HM-KM 25: 17:11
    Ab diesem Abschnitt ging es dann bergab und dass rapide. Um KM 24 konnte ich das Wasser lassen dann nicht mehr hinausziehen. Und der Ort war natürlich mehr als unglücklich, direkt vor der Schwanheimer Brücke, dem einzigen Anstieg im Rennen. Danach habe ich versucht wieder auf Kurs zu kommen und die Beine wieder in Wallung zu bringen. Die Pace ging auf 04:25 runter. Den 02:59-Ballon habe ich nicht mehr gesehen, dann bekam ich aber einen kleinen Schock, denn ein weiterer Ballon ging an mir vorbei. Ebenfalls 02:59. Der Kollege meinte, er kam zu spät in den Startblock und ist dann an mir vorbei geflogen. Diese Szene hatte Symbolcharakter, denn spätestens hier wurde mir klar, dass ich die Sub-3 heute nicht schaffen werde.

    KM 26-30: 23:17
    Ab jetzt brannte es mächtig im Gebälk und das Drama nahm seinen Lauf. Ich habe bereits nach 26 km mein erstes Gel genommen, was mich noch ein paar km gepusht hat und das nächste dann um km 30. Es schlichen sich an beiden Oberschenkeln heftigste Schmerzen ein, die Meter um Meter extremer wurden. Der hintere Oberschenkel links war dabei als ständiger Begleiter am präsentesten. Es tat sehr weh und das waren nicht die besten Voraussetzungen, bevor es auf die berüchtigte Mainzer Landstraße ging.

    KM 31-35: 25:22
    Die beiden km 31 und 32 gingen dann nochmal in je 04:40 weg. Und das lag nur an einem Mann: Farhad. Ich musste eine kurze Gehpause einlegen und habe mich ernsthaft mit der Frage auseinander gesetzt, eventuell auszusteigen. Aber dieser Gedanke wurde sofort verworfen. Erst recht, als ich dann Farhad von hinten kommen sah. Ich bin sehr dankbar, dass er mich diese beiden km begleitet habe. Es ist auch bei weitem nicht selbstverständlich, dass sich jemand dann noch so sehr um einen Mitstreiter kümmert, wenn man selbst ungeheure Probleme hat. Farhad hatte alle paar 100m Schreie durch seinen Knieschmerzen rausgelassen. Ich habe wirklich großen Respekt vor diesem tollen Sportsmann und freue mich auf das Projekt Hamburg 2016. Denn das wird dein Rennen!
    Zurück zum Rennen: Ich musste Farhad dann gehen lassen, sein Kampfgeist war einfach größer und ich habe ihm gesagt, dass ich nur noch ankommen möchte. Auf mich konnte und sollte er keine Rücksicht mehr nehmen. So habe ich mir wirklich nur Minimalziele gesetzt. Km um km wurde angepeilt und ich freute mich über jede Verpflegungsstelle. Habe mich mit Gels, Cola und Isodrinks irgendwie am Leben gehalten und musste beißen.
    Die Zeiten waren wirklich zweitrangig und ich wollte nur noch in die Festhalle einlaufen.

    KM 36-40: 26:59
    Jo, was soll man da sagen. Das Leiden nahm überproportional zu. Das Geschlängel um die Wolkenkratzer nahm ich teilweise nur noch verschwommen wahr, ich musste zusehen, dass mein Wahrnehmungsapparat noch einigermaßen funktioniert. Ich hatte dann noch zwei Mal eine gute Freundin meiner Freundin gesehen, die meinen Namen rief und ihren Papa angefeuert hat, was mich auch nochmal leicht gepusht hat. Die letzte Verpflegungsstelle (an den letzten beiden bin ich gegangen beim Trinken) genoss ich nochmal und ich wusste, jetzt schaffst du das Stück auch noch irgendwie.

    Finish: 03:13:46
    Der Einlauf war wieder einmal absolut genial. Nach dem Einbiegen nach der langen Gerade in Richtung Festhalle habe ich dann gleich meine Freundin mit Eltern gesehen und habe gestrahlt. Sie haben auch sehr gebangt, weil sie meine Pläne kannten und meinen Lauf getrackt haben. Meine Freundin machte sich dann Sorgen, weil es wirklich sehr lange dauerte bis ich bei km 40 durch war. Dann rief mir mein Schwiegervater in spe zu: "Freu dich!" Und das tat ich auch, sie meinten, ich sah sehr gut aus, was ich mir so überhaupt nicht erklären konnte, aber ok. Dann ging es rein in die Halle und ich war wieder mal völlig überwältigt. Mit Überqueren der Ziellinie bin ich ebenfalls komplett zusammen gebrochen, sowohl körperlich als auch emotional. Auch mir sind ein paar Tränen gelaufen, weil ich einfach nur komplett fertig war.

    Dann liefen mir auch direkt Jürgen und Farhad in die Arme, die meinen kümmerlichen Kadaver irgendwie in den Verpflegungsbereich karrten. Jürgen hätte vermutlich begonnen in der Festhalle die ganze Strecke noch einmal laufen können. Unfassbar wie locker der Mann drauf war. Ich war kaum ansprechbar und konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. Völlig entkräftet habe ich mich auf meinen Poncho auf den kalten Boden (In der Tat eine überdachte Zielverpflegung wäre schon nicht verkehrt) gesetzt und versucht irgendwie meine Speicher aufzufüllen. Dann sind wir irgendwie diese lange Strecke in die Messe gehumpelt, Farhad hatte auch so seine Problemchen, und haben uns bei den Beuteln verabschiedet. Als ich meinen Beutel holte, bin ich von Krämpfen in beiden Beinen geplagt, zusammen gebrochen und zwei andere Läufer haben mir geholfen, indem sie mir ihre Beutel unter Kopf und Füße gelegt hatten. Einfach ein toller Zusammenhalt unter den Läufern.

    Beim Duschen hat mich dann noch Wolfgang ausgemacht und wir haben uns gegenseitig erkundigt wie es lief. Es tut mir leid, dass es bei dir mit der Quali nicht geklappt hat. Aber freue dich über deinen tollen Lauf.

    Während ich jetzt diese Zeilen schreibe, habe ich mir die Übertragung des gestrigen Tages angeschaut. Was die Deutschen um Arne Gabius und Lisa Hahner gestern abgezogen haben, ist nicht von dieser Welt. Wahnsinn! Und zum Ende, halte ich es ganz mit Arne:

    "Ich weiß jetzt, was Marathon ist."
    Zuletzt überarbeitet von kappel1719 (26.10.2015 um 12:48 Uhr)
    PB's:

    10 km: 36:57 min (März 2018: Hördt)
    Halbmarathon: 01:19:47 (März 2016: Kandel)
    Marathon: 02:58:54 (Oktober 2016: Frankfurt)


  13. #9688

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    Danke für eure dramatischen Berichte Dennis und Farhad! Marathon ist eine Grenzerfahrung.
    Der bekannte 4malige Boston Gewinner Bill Rodgers pflegte zu sagen: The marathon can humble you.

    Diese Erfahrung macht einen manchmal demütig oder bescheiden. Nicht die schlechteste Schule fürs Leben ;-)

  14. #9689
    Avatar von bastig
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    Danke Farhad und Kappel für eure mitreißenden Berichte. Da leidet man ja richtig mit! Wahnsinn was ihr da geleistet habt.
    So gesehen muss ich sagen: Ich weiß noch nicht was Marathon ist

  15. #9690
    Einer der Normalen Avatar von mvm
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    Ich bin immer noch überwältigt, wie Ihr über Euch hinausgewachsen seid. Wahnsinn und nochmal meinen Glückwunsch.

    Erholt Euch, lasst Euch feiern, leckt Eure Wunden und dann? Dann geht's weiter!
    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen
    Der nächste Marathon kommt bestimmt
    So ist es, und der nächste Marathon wird für mich, wie für viele andere auch, Hamburg 2016 sein, wenn ich mir bis dahin nicht beide Beine breche...

    Zitat Zitat von Rumlaeufer Beitrag anzeigen
    ...aber bis Hamburg sind es noch 6 Monate, was mir so ganz ohne Marathon ein bisschen zu lang ist.
    Wie schon gesagt, ich bin raus. HH reicht mir als Fernziel. Werde noch einen 10km-Adventslauf ohne Ambitionen mitmachen, weil der hier im Ort und immer so nett ist, aber das war's für dieses Jahr. Trotzdem natürlich viel Spaß dabei.

    Markus

  16. #9691
    Avatar von kappel1719
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    Eckhard auch dir nochmals Glückwunsch zu deinem tollen Halbmarathon und dem damit verbundenen AK-Sieg.
    Auch ich muss passen. Für dich mögen die 6 Monate zu lange sein, für mich sind sie einen Tag nach Frankfurt eher zu kurz 😄

  17. #9692
    Avatar von farhadsun
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    Hallo,
    ich habe jetzt Mittagspause und war, nicht laufen, das ist ja Wahnsinn, dafür habe ich anderes Dinge erledigt.
    @Dennis: Toller Bericht, und ich bin wieder mitgelaufen, ja der Marathon ist sehr speziell, aber solche Erfahrungen machen einen stark. Mein 4 Stunden 30 Minuten Leiden beim Berlin-Matathon hat mich für Hamburg gestärkt, so dass ich dort mich 40 km mit Schmerzen durchkämpfen konnte, und Berlin und HH haben mich gestern in Frankfurt weiter gebracht. Du hast nicht aufgegeben und dich trotz Schmerzen durchgebissen, ich beweundere dich dafür. Du wirst durch diesen Marathon stärker werden, und mit einer längeren Vorbereitung und mehr km wirst du Hamburg rocken. Apropos sehbehinderte Läuferin, ja ich habe auch mitbekommen, wie sie das erste mal ging, sie wwar ja so dürr und ich fragte mich, wie sie überhaupt laufen kann. Ich lief quasi mit ihr weiter und als sein Begleiter rausgewunken wurde, 400m vorm Ziel, war ich bei ihr und wir müssen kurz nacheinander durchs Ziel gegangen sein, mehr weiß ich nicht, ich war ja so überwältigt von dem Einlauf in die Festhalle und hatte auch endbeschleunigt und nichts mehr um mich herum wahrgenommen, aber eine Kleinigkeit ist mir eingefallen, im Ziel, bevor ich zu Boden ging, hielt ich mich kurz an dem Hinterteil einer Läuferin, die kurz vor mir durchs Ziel gegangen war in sich nach vorne gebeugt hatte, aber auch das hat nicht geholfen.
    @Basti: Sicher doch, aber das gehörte zum Plan, ich habe bei jedem Schild schon gewusst, wie schnell ich im Durchschnitt unterwegs bin (die aktuelle Pace abzuschätzen wäre gut, dafür müsste ich häufiger die MRT-Pace üben), und habe es wie gesagt laufen lassen, ich hatte aber nicht mehr mit dem rechten Knie gerechnet, konditionell und muskulär war ja alles OK und ich hatte bewusst mit einem Aufschlag von 4 bis 6 Minuten auf der zweiten Hälfte gerechnet, was bestenfalls zu einem 3:05 geführt hätte, das war die Risikovariante, mehr war nicht geplant, Dennis habe ich am Start gesagt, das ich frühestens 5 Minuten nach ihm ankommen würde, wenn er sub 3 hinkriegt. Mein defensiver Plan war auf 3:07-3:09 ausgerichtet, mit konstant ca. 4:25-4.30. Deswegen bin ich am Ende mit 3:08 sehr zufrieden, weil es an sich ziemlich genau die angestrebte realistische Zeit ist. Aber die Tatsache, dass ich fast 28 km so schnell laufen konnte, und am Ende auch nicht irgendwie die Müdigkeit oder der Mann mit dem Hammer mich gestoppt haben, ist konditionell eine Bestätigung, allerdings habe ich wieder Angst vor meinem Dämon, dem rechten Knie bekommen, das ist die einzige negative Geschichte von Frankfurt.
    Jetzt wird ausgeruht, was bitter notwendig ist, und ich habe sehr viele andere Baustellen, die zu bewältigen sind, so dass ich in den nächsten Wochen mich auf diese fokussieren muss. Ab Dezember werde ich strukturierter laufen und ab dem 28.12. fange ich mit einem 16 Wochen Plan für Hamburg. Die Hamburg-Liste wird immer schöner und länger, unser Sven (hepp) wird auch wieder dabei sein, somit sind alle Starter von 2015 dabei und es kommen weitere tolle leute dazu, ist das nicht herrlich?
    Viele Grüße
    Farhad

  18. #9693
    Avatar von farhadsun
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    Zitat Zitat von mvm Beitrag anzeigen
    So ist es, und der nächste Marathon wird für mich, wie für viele andere auch, Hamburg 2016 sein, wenn ich mir bis dahin nicht beide Beine breche...
    Bei mir ist es genauso, meine Knochen mussten bis jetzt immer nur einmal im Jahr einen Marathon verkraften, 2015 waren es nun zwei, dank euch, somit werde ich vielleicht im Dezember irgendwo einen 10-er laufen, zum Einstieg in den HH-Plan, aber sonst wird geruht und regeneriert.
    Das Jahr 2015 ist mit zwei mal PB auf HM Distanz und zwei mal PB auf der Königsstrecke ein fantastisches Laufjahr gewesen, und ich kann noch gehen, also was will man denn mehr.
    PS. Mir ist noch was eingefallen, nach dem HM in Wandsbek habe ich auf Facebook bei Arne Gebius geschrieben, dass ich sehr glücklich wäre, wenn ich in Frankfurt genau eine Stunde nach ihm ins Ziel kommen würde, und ich stelle fest, dass es nun so gekommen ist.
    Zuletzt überarbeitet von farhadsun (26.10.2015 um 14:42 Uhr)

  19. #9694
    Avatar von Commanche27
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Danke für eure dramatischen Berichte Dennis und Farhad! Marathon ist eine Grenzerfahrung.
    Der bekannte 4malige Boston Gewinner Bill Rodgers pflegte zu sagen: The marathon can humble you.

    Diese Erfahrung macht einen manchmal demütig oder bescheiden. Nicht die schlechteste Schule fürs Leben ;-)
    +1
    Toll gekämpft Dennis.

    Eure Berichte sind so authentisch, dass ich fast glaube mitgelaufen zu sein. Wir haben eure Zeiten ja auch mit verfolgt und haben mitgefiebert....wirklich klasse ge/beschrieben.

    @Voxel: Hab erst beim nochmaligen Lesen kapiert was da mit deiner Essschlacht los war....lieber Himmel, sei froh das du es noch nach Hause geschafft hast...
    Also das ist definitiv nicht zum nachahmen geeignet.

    Jetzt gehts nach hause und ab aufs Rad. Das ist ja ein Wetterchen heute.

    Sport Frei!

    Jan

  20. #9695

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    Zitat Zitat von farhadsun Beitrag anzeigen
    und habe es wie gesagt laufen lassen, ich hatte aber nicht mehr mit dem rechten Knie gerechnet, konditionell und muskulär war ja alles OK und ich hatte bewusst mit einem Aufschlag von 4 bis 6 Minuten auf der zweiten Hälfte gerechnet, was bestenfalls zu einem 3:05 geführt hätte, das war die Risikovariante, mehr war nicht geplant,
    Hey Farhad, wirklich Respekt vor Deinem Kampf und Deiner Zeit.
    Ich kanns mir aber nicht verkneifen festzustellen, dass das eine ganz schön risikoreiche Variante war. Eine gleichmäßigere und langsamere Pace zu Anfang wäre wahrscheinlich einfacher gewesen.

    Ich will die Erfahrung mal als Anlass nehmen das Thema Pacing und negativer Split anzudiskutieren.
    Interessanterweise hat es Gabius auch so ähnlich gemacht wie Du. Nämlich etwas schneller angehen und die volle Erfahrung mitnehmen.
    Canova schreibt auf letsrun:
    "We spoke two weeks before the race about the tactic to use.
    Arne had two options : to run for the best possible time, using two personal pacers at a right pace of 3'02" per km, going at HM in 64' and trying a negative split increasing his pace after 35 km (this was the easier choice, and also the best looking at time), or to use the race for a total and full experience, staying "inside the race" for learning how a top Marathon is managed by Adfrican runners.

    We chose the second option, thinking that, in spite of the risk, the main goal (German Record) could be achieved."
    Read more: Arne Gabius German Record 2:08:32

    Gabius hat im Interview Podcast das auch bestätigt: Frankfurt-Marathon 2015: Arne Gabius im Podcast - RUNNER’S WORLD.
    Er hat sich dafür entschieden die erste Hälfte sehr schnell anzugehen. Diese Variante hat aber zu vielen Schmerzen und zum obligatorischen Zeitverlust auf der zweiten Hälfte geührt.

    Insgesamt habe ich mir jetzt vorgenommen, mich die erste Hälfte doch stärker zu bremsen um dann eine schnellere zweite Hälfte zu probieren. Was meint ihr?

  21. #9696
    Avatar von farhadsun
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    Hallo voxel,
    man muss eben genau wissen, was man will. In Frankfurt wollte ich ganz bewusst antesten, wie schnell und wie lange ich es durchziehen kann, es war ein Experiment, das aus meiner Sicht gut aufgegangen ist, bis auf die Knieschmerzen, eine 3:0x war geplant und mehr nicht, das Risiko lief ganz bewusst mit. Wenn ich aber ernsthaft das Maximum rausholen will, würde ich es eher wie beim HM machen und gleichmäßig laufen. Ich wollte mich in Farnkfurt mental auf Hamburg einstimmen, und deswegen diese Startegie, jetzt weiß ich, dass ich solch eine hohe Pace laufen kann, und das bringt mich persönlich weiter, als wenn ich sagen wir mal in 4:25 durchgelaufen wäre, und immer noch nicht wüßte, ob eine Pace zwische 4:10 und 4:15 möglich wäre. Das ist so meine spezielle verquerte Sicht der Dinge. Als Arne biem HM in Berlin kollabiert ist, hatte er bestimmt bewußt Risiko gewählt.
    Grüße
    Farhad
    Zuletzt überarbeitet von farhadsun (26.10.2015 um 16:44 Uhr)

  22. #9697

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    Hallo ihr Helden,

    Glückwunsch, man kann sich nur vor euren Leistungen verneigen.
    Bei Farhads Bericht habe ich fast eine Gänsehaut bekommen und Dennis braucht sich überhaupt nicht zu ärgern. Suboptimale Vorbereitung, schon nach der Hälfte gemerkt, dass sich der sub3h Traum nicht realisieren lässt und trotzdem durchgebissen. Hut ab!!!

    Und Mensch Farhad: musst du denn immer Schmerzen haben? Erst wirst du von Kilometer zu Kilometer schneller, dass man denkt wenn es so weitergeht, muss sich der Gabius umschauen und dann wieder die gleiche Sch****. Das hast du nicht verdient, Und trotzdem sich durchzubeißen - dein Wille ist unglaublich stark.

    Bin beeindruckt. Glaube die Vorfreude auf Hamburg wird jetzt von Tag zu Tag größer.

    Wolfang wird sicher noch genügend Möglichkeiten haben den für ihn perfekten Marathon hinzulegen und Eckhard, Jürgen und simba spulen sowieso ersklassige Leistungen am laufenden Band ab.

    Ach wie ist das schön hier!

    PB: HM: 1:27:40(04/2017; mit Dixie)
    M: 2:58:58 (4/2017)
    5k: 19:45 (02/2015) Training
    10k: 40:36 (06/2015)
    Aktuell: 10k: 54:50

  23. #9698
    AUM..... Shanti Avatar von Dromeus
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    Danke für den ausführlichen Bericht, Dennis. Ich gestehe, ich komme schon etwas ins Grübeln. Ich weiss, dass hier die Langen gerne schnell gelaufen werden, und will euch das ja gar nicht ausreden. Es ist auch super, dass ihr euch gegenseitig pusht und motiviert. Aber manchmal denke ich, der eine oder andere lässt sich so zu überzogenen Tempi mitreissen. Z.B. weiss ich wirklich nicht, ob 27 km @ 04:33 gut war.

    Zitat Zitat von kappel1719 Beitrag anzeigen
    Woche 1: 63 km: 5,9 km @ 03:50 | 28,7 km @ 04:58
    Woche 2: 67 km: 7 km @ 04:10 | 3 km WK @ 03:41
    Woche 3: 78 km: 12 km @ 04:29 | 33 km @ 04:44
    Woche 4: 71 km: 3*3km @ 03:57 | 34,3 km @ 04:43
    Woche 5: 88 km: 8 km TWL 03:47/04:10 | 33,6 km @ 04:47
    Woche 6: 81 km: 4*2 km @ 03:47 | 27 km @ 04:33
    Woche 7: 66 km: 8 km TWL 03:55/04:17 | 12 km @ 04:20
    Woche 8: 10 km @ 04:15, verteilt auf 2 Einheiten | 42,195 km @ 04:34

    Auf Grundlage dieser Voraussetzungen, vor allem was die KM-Basis angeht, war es eigentlich Wahnsinn auf 04:15 anzulaufen. ... Also man kann immer noch von einem gewissen Grünschnabel-Modus sprechen.
    Ich stelle dem mal mein Training entgegen, als ich erstmals versucht habe, "leistungsorientierter" zu trainieren. PB war derzeit 3h21:47. Grundgedanke war möglichst zwei Qualitätseinheiten in der Woche (tempi nach Daniels, 1000 @ IV, 5k @ SL, später 5k @ MRT) und am Wochenende WK oder Langer Lauf (um die 5:15/km !) und mit EB nach Greif.

    Wo1 82 km : 3x1000 @ 3:57 - 24k + 3k EB @ 4:30
    Wo2 55 km : 5x1000 @ 3:53 - WK 10k in 40:41 (Schlussanstieg + Seitenstechen)
    Wo3 87 km : 6x1000 @ 3:45 - 5k @ 4:04 - 27k + 6k EB @ 4:26
    Wo4 99 km : 8x1000 @ 3:46 - 5k @ 4:07 - 26k + 9k EB @ 4:25
    Wo5 80 km : 6x1000 @ 3:43 - 3x2000 @ 4:13 - WK 21.1k in 1:28:22 (4:11/km) PB
    Wo6 90 km : 6x1000 @ 3:43 - 29k @ 6:43 - WK 10k in 39:36
    Wo7 104 km : 2x5000 @ 4:22 - 5k @ 4:06 - 25k + 12k EB @ 4:24
    Wo8 104 km : 3x5000 @ 4:24 - 5k @ 4:03 - 29k + 10k EB @ 4:28 (Katastrophe, geplant waren 15k EB, aber Ofen aus)
    Wo9 71 km : 3x3000 @ 4:24 - 25K
    Wo10 63 km : 3x1500 @ 4:27 - 4x500 @ 3:56 - WK 42.2k in 3:05:10 (4:23/km) PB

    Splits
    0k-10k - 43:54 (4:23/km)
    10k-20k - 44:56 (4:30/km)
    20k-30k - 43:05 (4:18/km)
    30k-40k - 43:35 (4:21/km)
    40k-42.2k - 0:09:40 (4:24/km)

    1. Hälfte 1:33:27 50.5%
    2. Hälfte 1:31:43 49.5%

    Obwohl nicht alles in der Vorbereitung glatt lief (ist eigentlich normal), fühlte ich mich gut vorbereitet. Vielleicht habe ich zu wenig riskiert, der erste 10k Split kam mir zu schnell vor und ich nahm etwas das Tempo raus. Im Ziel sehr geiles Feeling , vermutlich wäre mehr drin gewesen.
    There are no answers. Only choices.

  24. #9699
    Avatar von farhadsun
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    Hallo Michael,
    schön, dass du hier deine Erfahrungen teilst. Es gibt wie immer viele Wege, die nach Rom führen, deine überlangen Läufe nötigen mir großen Respekt ab. Ich denke, wenn ich es mal schaffen sollte, mehrere richtig lange Läufe zu machen, wäre meine Orthopädie stabiler und würde bei WK Belastung länger durchhalten. Allerdings bevorzuge ich den Weg über schnellere nicht ganz lange Läufe, da diese weniger zeitintensiv sind und mehr Spaß machen. Und modernere Trainingsmethoden gehen auch in diese Richtung, also lang und langsam könnte ich definitiv nicht.
    Dein Training vor deinem sub 3 würde mich ebenfalls interessieren.
    Grüße
    Farhad

  25. #9700
    Avatar von Steffen42
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    Sehr schön, jetzt geht die Trainingsplandiskussion los. Warte ja schon gespannt darauf, was Eckhard nun vor hat, er hatte ja als erster gefragt.

    Und natürlich auch, was Markus so plant. Pfitzinger darf er ja nicht mehr, oder?

    Ich selbst schwanke noch zwischen ganz viel Extremen. Alles noch sehr unausgegoren, daher bin ich mal stiller Mitleser.

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