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Ergebnis 42.651 bis 42.675 von 44251
  1. #42651

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    Was ich noch ergänzen würde, ist eine Erkenntnis, die ich vor einiger Zeit aus einem Buch o.ä. gewonnen habe. Die gilt völlig unabhängig von Trainingsplänen:

    Es gibt unheimlich viele Fähigkeiten, Fertigkeiten und Fortschritte, die wir Menschen uns aneignen und dann an einem bestimmten Punkt stehen bleiben. Das nennt man den OK-Level. Bestes Beispiel "Schreibmaschine schreiben". An alle Büromenschen unter uns: Wer kann 10Finger blind System? Kaum jemand. Wir haben irgendwann einen Level an der Tastatur erreicht und uns damit abgefunden und streben nicht weiter nach Perfektion. Wahrscheinlich reicht das Level einfach aus und wir scheuen den Aufwand mehr reinzustecken. Vielleicht lohnt es sich auch nicht... Und das trifft auf alles Mögliche zu, auch auf das Laufen.

    Wie wichtig ist mir eine weitere Verbesserung? Wie sehr strebe ich nach der Optimierung und der Steigerung?
    Oder finde ich mich mit dem erreichten ab und bin ich zufrieden mit der sub40, sub3 oder ähnlich?

    Nur wenn ich diesen unersättlichen inneren Drang nach Verbesserung spüre und alles daran setze schneller zu werden, kann der Fortschritt kommen.
    Und dazu brauche ich wahrscheinlich ein Trainingssystem. Dieses ist aber nur Mittel und Zweck.

    Soweit meine Gedanken.
    Ich pausiere heute, weil ich einen Rückschlag mit der Rippe hatte. Gestern mittag bin ich relativ problemlos gelaufen, später noch etwas Rad gefahren und geschwommen. Die Rippe hat echt gut mitgemacht. Dann habe ich noch Getränke gekauft und beim Heben der Kisten ins Auto muss ich wohl etwas falsch gemacht haben.
    Jetzt hat die Rippe schon ein paar Mal geknackt und die Schmerzen sind größer als zuvor.
    Vom Trainingssystem werde ich weiter versuchen den Lydiard Grundlagenblock durchzuziehen, auch wenn ich mit dem Radeln etwas schummele, aber ich sehe die Radeinheiten mit Puls bis 150 einfach gleichwertig als 3/4 effort Laufeinheit an. Der Hintergedanke ist, dass das Herzkreislaufsystem ja gar nicht weiß ob ich laufe oder fahre. Die Mitochondrien werden produziert, die Ausdauer aufgebaut.

  2. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von voxel:

    Antracis (26.06.2019), kappel1719 (26.06.2019), RunSim (26.06.2019), Zemita (27.06.2019)

  3. #42652
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Wie wichtig ist mir eine weitere Verbesserung? Wie sehr strebe ich nach der Optimierung und der Steigerung?
    Oder finde ich mich mit dem erreichten ab und bin ich zufrieden mit der sub40, sub3 oder ähnlich?

    Nur wenn ich diesen unersättlichen inneren Drang nach Verbesserung spüre und alles daran setze schneller zu werden, kann der Fortschritt kommen.
    Und dazu brauche ich wahrscheinlich ein Trainingssystem. Dieses ist aber nur Mittel und Zweck.
    Das reicht aber leider nicht. Du musst schon schauen, wo Du Verbesserungspotential hast. Was musst Du tun, um dieses zu heben? Was ist der Preis dafür? Bin ich bereit, diesen zu bezahlen? Und dann kann man auch nicht alles auf einmal haben, sondern muss sich fokussieren. Ist halt Teil der Preisbestimmung, wohlwissend, daß diese ein best guess darstellt.

    Daher finde ich es durchaus attraktiv von der Baseline auszugehen und dann eben mal zu testen, was funktioniert. Wo hast Du denn Deines Erachtens die größten Möglichkeiten noch einen draufzusetzen? Und bist Du wirklich bereit, den Preis zu zahlen?

    Vom Trainingssystem werde ich weiter versuchen den Lydiard Grundlagenblock durchzuziehen, auch wenn ich mit dem Radeln etwas schummele, aber ich sehe die Radeinheiten mit Puls bis 150 einfach gleichwertig als 3/4 effort Laufeinheit an. Der Hintergedanke ist, dass das Herzkreislaufsystem ja gar nicht weiß ob ich laufe oder fahre. Die Mitochondrien werden produziert, die Ausdauer aufgebaut.
    Oder eben nicht
    nix is fix

  4. #42653
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Ich pausiere heute, weil ich einen Rückschlag mit der Rippe hatte. Gestern mittag bin ich relativ problemlos gelaufen, später noch etwas Rad gefahren und geschwommen. Die Rippe hat echt gut mitgemacht. Dann habe ich noch Getränke gekauft und beim Heben der Kisten ins Auto muss ich wohl etwas falsch gemacht haben.
    Jetzt hat die Rippe schon ein paar Mal geknackt und die Schmerzen sind größer als zuvor.
    Ich habe das irgendwie nicht so richtig in Erinnerung. Hast Du die Probleme vorn oder hinten? Ggf. ist es auch einfach eine Blockade der Rippe und/oder BWS. Wenn es doch ein Bruch sein sollte, wäre ich etwas vorsichtig. Da könnte einiges schief gehen. Lass das lieber mal checken. So ein Rippchen in der Lunge lässt einem ganz schön die Luft raus.
    nix is fix

  5. #42654
    Avatar von Antracis
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    @voxel: Gute Besserung. Klingt schon nach Bruch und das kann einen auch mal die nächsten Wochen Training versauen.

    @viel Laufen: Bei mir ist es tatsächlich so, dass mir das Laufen irgendwann zu viel wird. Ich hab kein Problem langsam zu laufen, ich hab auch kein Problem lang und viel zu laufen. Ich habe aber ein Problem damit, dies über viele Monate zu tun, weil es mir einfach zu eintönig ist. Ich vermisse dann Krafttraining, Fitnesskurse, Spinning, neuerdings Radfahren ect und mir wird es irgendwann langweilig. Das hab ich eine Zeitlang ignoriert und aufgrund der unbestrittenen Wirksamkeit bin ich auch Umfänge über 100 Wochenkilometern und jeden Tag gelaufen, aber das hätte ich nie ohne ein konkretes Ziel gemacht. Halt so, wie bestimmte Läufer ins Fitnessstudio gehen, weil es sinnvoll sein kann, obwohl es Ihnen keinen Spaß macht.
    Insofern ist die aktuelle Vorgabe, nicht mehr als 4 mal die Woche zu laufen und damit fahre ich aktuell sehr gut. Bäume kann man damit natürlich nicht ausreißen, aber Spaß macht es trotzdem. Und ich habe Raum für Abwechslung. Nicht zuletzt passt es irgendwie in diesen Thread.

    Ansonsten ist zwar klar, dass Kontinuität der wichtigste Faktor im Ausdauertraining ist, dennoch ist halt die Realität, dass es nur sehr wenige Läufer schaffen, das so umzusetzen. Also wirklich konstant auf hohem Trainingsniveau zu bleiben, nicht zu weit von den Umfängen weg ect. Verletzungen, Erkrankungen, Saisonpausen, Privates und berufliches, ect...insofern stellt sich die Frage, was man nun aus der verbliebenen Form und der endlichen Zeit bis zum nächsten WK macht in der Praxis doch häufiger, als es in der Theorie sein sollte. Insofern finde ich sie auch nicht weniger faszinierend.

  6. #42655
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Aber auch das Laufen selber wird sich zwischen einzelnen Personen massiv unterscheiden: empfindet man es als lästige Pflicht, ist mit den Gedanken ganz woanders (z.B. indem man einen Podcast hört oder den Tag verarbeitet) oder konzentriert man sich voll und ganz aufs Laufen (ist man sich z.B. seiner Bewegungen/Technik bewusst)? Es würde mich sehr überraschen, wenn das mittel- bis langfristig keine Auswirkungen hätte (Stichwort "deliberate practice").
    Relativ...
    Manchmal ist eben so eine Pflichtbewusstsein viel wert. Beim Schneeregen zum Beispiel, geht kaum einer gerne raus, und dann hilft gerade die Zielstrebigkeit, egal was um Dich herum passiert. Nur so ist Leistung möglich.

    Beim Fokussierung im Training bin ich voll bei Dir. Nur so kann der Körper die Trainingsreize verarbeiten und die Anpassung "speichern". Aber auch hier... es gibt Trainingseinheiten, wo das Abschalten des Kopfes von Vorteil ist. Dazu gehören die DL und LDL's. Erst wenn Du bei 27km merkst: "ooooh... schon fertig?" weißt Du, dass Du mit der Strecke keine Probleme mehr hast.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  7. #42656
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Insofern ist die aktuelle Vorgabe, nicht mehr als 4 mal die Woche zu laufen und damit fahre ich aktuell sehr gut. Bäume kann man damit natürlich nicht ausreißen, aber Spaß macht es trotzdem. Und ich habe Raum für Abwechslung. Nicht zuletzt passt es irgendwie in diesen Thread.
    Du bist aber auch damit happy und nimmst in Kauf, daß dann ein paar Minuten im Marathon fehlen. Du bist aber irre fit und zwar ziemlich vielseitig. Das klingt nach einem attraktiven Paket. Am Ende geht es doch darum, daß man einen Weg findet möglichst lange gesund zu bleiben und Lebensqualität auch in ein höheres Alter mitzunehmen. Da ist Bewegung ein wesentlicher Bestandteil. Langfristig muss man sich da etwas suchen, daß einem persönlich zusagt. Nur besser zu werden, ist irgendwie eine langfristig schwache Motivation. Von daher finde ich Deinen Weg wirklich super (das ist ernst gemeint)

    Insofern ist die aktuelle Vorgabe, nicht mehr als 4 mal die Woche zu laufen und damit fahre ich aktuell sehr gut.
    Nene, da geht es um 3 bis 4 mal die Woche Training pro Woche. Da ist nicht von Lauftraining die Rede

    Halt so, wie bestimmte Läufer ins Fitnessstudio gehen, weil es sinnvoll sein kann, obwohl es Ihnen keinen Spaß macht.
    Das kann ich in Teilen schon nachvollziehen. Wenn Du irgendetwas wirklich gern tust, bist Du vielleicht auch eher bereit etwas anderes zu machen, um das aufrecht zu halten. Das kann Verletzungsprophylaxe oder was auch immer sein.

    @voxel: Gute Besserung. Klingt schon nach Bruch und das kann einen auch mal die nächsten Wochen Training versauen.
    @voxel: lass das wirklich mal abklären. Wenn die Rippe gebrochen sein sollte und Du stürzt mit dem Rad, kann das wirklich ein echtes Problem werden. Daß Dein Training da gerade nur bedingt Spaß macht, kann ich gerade nur zu gut nachvollziehen. Das ist aber eher ein untergeordnetes Thema.
    nix is fix

  8. #42657

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    Voxel, erstmal gute Besserung für dich! Hoffe du bist schnell wieder fit!

    Hab mal ne Frage, wie kommst du darauf, dass der Körper Mitochondrien in den Laufmuskeln aufbaut, wenn du radfährst?
    Klar, die Radfahrbewegung ist in Teilen dem Laufen ähnlich, aber mir ist nicht bekannt, dass sich die Mitochondrien auch in den Muskeln bilden, die nicht trainiert wurden. Daher werden sich doch nur neue Mitochondrien in den Muskeln bilden, die du beim Radfahren trainierst, oder?

  9. #42658
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Relativ...
    Manchmal ist eben so eine Pflichtbewusstsein viel wert. Beim Schneeregen zum Beispiel, geht kaum einer gerne raus, und dann hilft gerade die Zielstrebigkeit, egal was um Dich herum passiert. Nur so ist Leistung möglich.
    Die Betonung sollte auf "lästig" liegen. Dass manche Einheiten aufgrund der Umstände weniger Spaß machen als andere ist klar. Da muss man dann halt einfach für sich selber entscheiden, wie wichtig einem das Training und die letztendliche Leistung ist.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Beim Fokussierung im Training bin ich voll bei Dir. Nur so kann der Körper die Trainingsreize verarbeiten und die Anpassung "speichern". Aber auch hier... es gibt Trainingseinheiten, wo das Abschalten des Kopfes von Vorteil ist. Dazu gehören die DL und LDL's. Erst wenn Du bei 27km merkst: "ooooh... schon fertig?" weißt Du, dass Du mit der Strecke keine Probleme mehr hast.
    Inwiefern ist das Abschalten bei DL und LDL von Vorteil gegenüber "bewussterem" Laufen?
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent." Charlie Munger

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  10. #42659
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Das kann ich Dir ziemlich genau sagen. Ungefähr bis auf die Baseline, vielleicht ein wenig darunter. Dann müsste man sich aber schon böse überfordert haben.
    Wo liegt für dich die "Baseline"?

    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Unterm Strich bin ich immer noch der Meinung, daß man zu jeder Zeit in der Lage sein sollte, den Zielwettkampf ca. 5% langsamer als geplant zu laufen. Der Rest ist dann spezifisches Training. Die 5% sind nun nicht in Stein gemeiselt. Das können sicher bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger sein.
    Kommt auf den Zielwettkampf an. Bei 10 km stimme ich dir zu. Bei einem Marathon bin ich mir aufgrund der verstärkten Ausdauerkomponente nicht sicher, ob das nicht etwas mehr ist (vermutlich auch abhängig von Lebenslaufkilometern). Mittelstrecke dürfte das spezifische Training vermutlich auch etwas mehr ausmachen (je kürzer desto mehr). Grundsätzlich sehe ich das aber auch so wie du.
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  11. #42660
    Avatar von farhadsun
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Ich pausiere heute, weil ich einen Rückschlag mit der Rippe hatte. Gestern mittag bin ich relativ problemlos gelaufen, später noch etwas Rad gefahren und geschwommen. Die Rippe hat echt gut mitgemacht. Dann habe ich noch Getränke gekauft und beim Heben der Kisten ins Auto muss ich wohl etwas falsch gemacht haben.
    Jetzt hat die Rippe schon ein paar Mal geknackt und die Schmerzen sind größer als zuvor.
    Zum Glück halten die Pflastersteine bei deiner Auffahrt sonst hättest du noch mit der Rippe noch mehr machen wollen. ich schlage in die gleiche Kerbe wie Levi und anti und bitte um Vorsicht. Die Rippe war eventuell instabil und beim Heben hat die arbeitende Muskulatur zu viel Druck ausgeübt. Therapeutisch wird man wohl nichts machen (können), von daher bitte deutlich mehr aufpassen und das Radfahren trotz optimalen Bedingungen einstellen, bis die Rippe sich besser anfühlt. Eine Abklärung wäre sicher hilfreich, um das Training anzupassen.
    Gute Besserung.

  12. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von farhadsun:

    Peters (27.06.2019)

  13. #42661

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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Ich pausiere heute, weil ich einen Rückschlag mit der Rippe hatte. Gestern mittag bin ich relativ problemlos gelaufen, später noch etwas Rad gefahren und geschwommen. Die Rippe hat echt gut mitgemacht. Dann habe ich noch Getränke gekauft und beim Heben der Kisten ins Auto muss ich wohl etwas falsch gemacht haben.
    Jetzt hat die Rippe schon ein paar Mal geknackt und die Schmerzen sind größer als zuvor.
    Vom Trainingssystem werde ich weiter versuchen den Lydiard Grundlagenblock durchzuziehen, auch wenn ich mit dem Radeln etwas schummele, aber ich sehe die Radeinheiten mit Puls bis 150 einfach gleichwertig als 3/4 effort Laufeinheit an. Der Hintergedanke ist, dass das Herzkreislaufsystem ja gar nicht weiß ob ich laufe oder fahre. Die Mitochondrien werden produziert, die Ausdauer aufgebaut.
    Wenn das noch nicht geröntgt ist würde ich es umgehend machen. Oft sieht man eine Rippenfraktur auch nur indirekt über Flüssigkeitsansammlung im Ultraschall. macht leider fast kein Orthopäde mehr heutzutage.

    Mit einer gebrochenen / angebrochenen Rippe Sport zu machen oder Kisten zu heben ist ein großer Fehler der nicht selten mit einer Chronifizierung der Schmerzen einhergeht (permanente Nervenverletzung) . Abgesehen vom Risiko das die Rippe komplett frakturiert und evtl. die Lunge perforiert.

    Und kein Tape in Rippenverlängerung kleben lassen wo die Verletzung ist Wird leider immer noch ab und zu gemacht und behindert die Heilung. das muss frei beweglich sein.

  14. #42662

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    Danke euch für die Wünsche und Hinweise. Mal schauen wie es morgen geht. Dann muss evtl. ein Termin gemacht werden.

  15. #42663
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Inwiefern ist das Abschalten bei DL und LDL von Vorteil gegenüber "bewussterem" Laufen?
    Es geht gar nicht um das "bewusste" Laufen, sondern um "Abschalten können".
    Um bewusst zu Laufen gibt es bestimmte DL, wo man sich das als Ziel setzt: "bewusst Laufen".
    Wenn man jedoch in der MRT-Vorbereitung das bewusste abschalten kann, ist das für mich ein Anzeichen, dass die Strecke "in der Tasche" ist. Dass man einfach nicht mehr auf das Verlängern sonder andere Aufgaben planen kann.

    Das schlimmste ist, wenn man bei einem LDL anfängt alles zu erzwingen: Laufstil, Technik, Schrittlänge, Frequenz, und dabei die Kilometer zählt.

    Übrigens, die Fähigkeit im Marathon abschalten zu können und nicht die Kilometer zu zählen, ist eine der wichtigsten positiven Eigenschaften um gute Zeiten zu rennen. Und das muss man auch trainieren.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  16. #42664
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Zitat Zitat von tt-bazille Beitrag anzeigen
    Das Ausmaß des Sprungs und das so im Training abzuliefern fand ich schon überraschend und beeindruckend.
    +1

    Heiko, für uns Normalsterbliche ist 37:30 ne Hausnummer - da beißen sich schon einige mit gezieltem Training die Zähne aus. Und dann noch als TDL. Und es ist ja nicht so, dass Bernd sich hinter einem Kenianer verstecken kann, ohne gesehen zu werden.
    „Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben." (Robert Musil)

  17. #42665
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    Was ich noch ergänzen würde, ist eine Erkenntnis, die ich vor einiger Zeit aus einem Buch o.ä. gewonnen habe. Die gilt völlig unabhängig von Trainingsplänen:

    Es gibt unheimlich viele Fähigkeiten, Fertigkeiten und Fortschritte, die wir Menschen uns aneignen und dann an einem bestimmten Punkt stehen bleiben. Das nennt man den OK-Level. .....
    Sehe ich genau so. Letztlich wird man nur richtig fordernd trainieren, wenn man es auch will. Über eine bestimmte Anstrengungsgrenze geht man nicht mal so "nebenbei" drüber, das muss man wirklich wollen. Das Leben ist letztlich nix anderes als "Rocky 3". In diesem Teil ist Rocky "zivilisiert" und zufrieden und muss das "Auge des Tigers" wieder finden, sonst wird in Mr. T zermalmen.
    Marvin Hagler hat mal so schön gesagt "It's hard to get up at 6 am when you are wearing silk pyjamas".


    Hab übrigens grad gesehen, dass ich hier kurz erwähnt wurde, was mich sehr ehrt, denn ich bin hier nur stiller Mitleser und versuche hier von den Besten der Besten (das seid ihr für mich) zu lernen.
    Will nur kurz zu Ethan noch sagen, dass ich nicht "Aus dem Nichts" eine 37:36 gelaufen bin. Ich bin nur 1 Jahr lang keinen 10er gelaufen. Bereits ein halbes Jahr zuvor hatte ich definitiv eine sub39 drauf, als ich für meinen 3. Halbmarathon trainierte, aber 2 Wochen vorher krank wurde und absagen musste. Ich bin damals alle Intervalle inklusive Langintervalle (Greiftreppe) deutlich schneller gelaufen, als ein halbes Jahr zuvor, als ich einen 10er in 40:13 lief. Für diesen 10er lief ich die Greiftreppe im Tempo 4:05 und ein halbes Jahr später lief ich die Greiftreppe (bis auf ein paar mal, als ich es nicht packte) im Tempo 3:50, also war da schon abzusehen, dass ich zumindest eine Sub39 laufen kann. Bin dann krank geworden, und ein halbes Jahr später bin ich die Greiftreppe teilweise im Tempo 3:46 herum gelaufen und da wusste ich schon, dass wenn alles klappt könnte sogar eine Sub38 drin sein. Also aus dem "Nichts" war das keinesfalls, war nur Ergebnis eines langen, zielgerichteten Trainings.
    Und der Grund, warum ich 5 Tage vor dem Marathon die 37:36 laufen konnte (und wusste, dass es meine Beine nicht negativ für den Marathon beeinflussen würde) war der, dass meine Beine zu dem Zeitpunkt praktisch jede Woche Langintervalle im Tempo 3:45 bis 3:50 gelaufen sind (also 4, dann 3, dann 2 km in dem Tempo). Daher wusste, ich dass meine Beine sowas gewohnt sind und sich schnell regenerieren.
    Zuletzt überarbeitet von Bernd79 (26.06.2019 um 21:14 Uhr)
    ________________________
    10 km - 37:36 (T - April 2019)
    HM - 1:30:41 (Sorger Halbmarathon/Graz - April 2018)
    M - 3:10:26 (Wien Marathon - April 2019)

  18. Folgenden 4 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Bernd79:

    hepp78 (27.06.2019), leviathan (26.06.2019), movingdet65 (26.06.2019), tt-bazille (27.06.2019)

  19. #42666
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Will nur kurz zu Ethan noch sagen, dass ich nicht "Aus dem Nichts" eine 37:36 gelaufen bin. Ich bin nur 1 Jahr lang keinen 10er gelaufen. Bereits ein halbes Jahr zuvor hatte ich definitiv eine sub39 drauf, als ich für meinen 3. Halbmarathon trainierte, aber 2 Wochen vorher krank wurde und absagen musste. Ich bin damals alle Intervalle inklusive Langintervalle (Greiftreppe) deutlich schneller gelaufen, als ein halbes Jahr zuvor, als ich einen 10er in 40:13 lief.
    Schön, daß Du Dich zu Wort meldest. Ich hatte das auch (still mitlesend ) verfolgt. Ich war aber keineswegs überrascht. Beeindruckt schon

    Mir ging es ähnlich wie Dir beim Laufeinstieg. Wobei mein erster Wettkampf kürzer als Marathon wohl erst nach 2 Jahren kam (war ein HM).
    Marathon 1 lag bei 3:32, ein halbes Jahr später 3:29. Ein weiteres Jahr später waren es 3:00:50, etc.

    Sicher kann ich sagen, daß ich da niemals in der Lage gewesen wäre die 10k so schnell zu laufen wie Du jetzt. Ein weiteres Jahr später kamen dann 2:47. Erst dann wäre das wahrscheinlich realisierbar gewesen. Am Ende hat das kontinuierliche (ziemlich lockere) Training Jahr für Jahr die Verbesserung gebracht. Meine ersten Intervalle bin ich gelaufen da standen schon 2:32 im Marathon. Schade eigentlich, daß mich zu dem Zeitpunkt keiner eingebremst hat und ich sofort in die Vollen gegangen bin und nicht das Intervalltraining ganz behutsam aufgebaut habe.

    Im Winter war ich dann immer wieder nur Joggen. Im Frühjahr kam ich dann zurück und die ersten TDLs gingen immer bei 3:24/25 weg. Und dann kam das Tempotraining und jedes mal reduzierte sich die Pace zwischen 5s und 10s je km.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Wo liegt für dich die "Baseline"?
    Na genau bei den 3:24 HM Pace. Ich war über viele Jahr zu jedem Zeitpunkt im Jahr in der Lage einen HM so um die 1:11/12 zu laufen. Das war die Baseline. Das war das, was irgendwann mit 100km bis 120km die Woche joggen inkl. vielleicht einem gelegentlichem moderatem Lauf immer übrig geblieben ist.
    nix is fix

  20. #42667
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Das Leben ist letztlich nix anderes als "Rocky 3". In diesem Teil ist Rocky "zivilisiert" und zufrieden und muss das "Auge des Tigers" wieder finden, sonst wird in Mr. T zermalmen.
    Marvin Hagler hat mal so schön gesagt "It's hard to get up at 6 am when you are wearing silk pyjamas".
    Das sehe ich übrigens völlig anders. Die Läufe bis zu Besinnungslosigkeit wie z.B. im Daniels Elite Plan sind zwar fürs Ego und für die Zufriedenheit sensationell. Mit zu viel Ehrgeiz gelaufen, killen die einen. Da denke ich immer gern an Gordo Byrne und Joe Friel: "It´s intensity what kills you!" Das wollte ich lange nicht wahrhaben, ist aber so.

    Nicht nur deshalb kann ich an diesem Punkt nur unterstreichen, was alcano diesbezüglich geschrieben hat.
    nix is fix

  21. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    Kerkermeister (28.06.2019)

  22. #42668
    Avatar von Bernd79
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Das sehe ich übrigens völlig anders. Die Läufe bis zu Besinnungslosigkeit wie z.B. im Daniels Elite Plan sind zwar fürs Ego und für die Zufriedenheit sensationell. Mit zu viel Ehrgeiz gelaufen, killen die einen. Da denke ich immer gern an Gordo Byrne und Joe Friel: "It´s intensity what kills you!" Das wollte ich lange nicht wahrhaben, ist aber so.

    Nicht nur deshalb kann ich an diesem Punkt nur unterstreichen, was alcano diesbezüglich geschrieben hat.
    Unglaublich, dass du erst so spät Intervalle gelaufen bist, aber du hast ja von anderen Sportarten schon eine unglaubliche aerobe Basis mitgebracht, bist ja ein Spitzenradfahrer, wie ich hier gelesen habe. Fast nicht zu glauben, dass selbst du einmal einen Marathon in einer Zeit über 3 Stunden gelaufen bist, die meisten, die das nicht wussten, hätten wohl gedacht, dass du immer schon bei Sub 2:40 unterwegs warst. - Ist aber für uns langsameren wohl einfacher zu sagen "jaja, die superschnellen, die sind so geboren, da kommen wir sowieso nie hin, die haben die Genetik etc etc".
    Ich hab das mit Rocky 3 auch nicht so gemeint, wie es sich vielleicht anhört. Bis zur Besinnungslosigkeit kann ich gar nicht trainieren, da hab ich eine innere Schranke, die ich wohl nicht überschreiten kann und auch will. Ganz selten hab ich mal Brechreiz bei Intervallen verspürt, aber auch das kann ich an einer Hand abzählen. Mich reizt es nicht, so hart zu trainieren, dass ich umfalle, ich respektiere Leute, die das können und tun, würde aber nicht sagen, dass das erstrebenswert ist. Lieber die letzten paar Prozent bei sich behalten, dann freut man sich eher auf das nächste Training, sonst überwiegt wohl eine negative Erwartungshaltung vor der nächsten Intervalleinheit, oder aber es kommt überhaupt eine Zeit, in der man ganz mit dem Laufen aufhört (ohne wirklichen Grund) oder 2 Jahre Pause braucht, einfach weil das alles zu viel war. Finde es super, dass quasi unser allerschnellstes "(Renn-)Pferd" (= Du ) [im positiven Sinne natürlich gemeint] so einen vernünftigen Zugang zum Sport vertritt und uns allen ein so positives Vorbild ist.
    ________________________
    10 km - 37:36 (T - April 2019)
    HM - 1:30:41 (Sorger Halbmarathon/Graz - April 2018)
    M - 3:10:26 (Wien Marathon - April 2019)

  23. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von Bernd79:

    hepp78 (27.06.2019)

  24. #42669
    Avatar von Tvaellen
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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Nils (Schuhmann) hat früher gern einige seiner Ausdauereinheiten auf der Schwimmbahn absolviert. War und ist auch ein super Schwimmer. Für das Herz-/Kreislaufsystem ist das keine schlechte Alternative.
    Ausdauer? der lief doch nur 800 m!

  25. #42670
    Avatar von Tvaellen
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    Zitat Zitat von Ethan Beitrag anzeigen

    ....

    Das hat bei mir 1,5 Jahre gedauert, aber ich hatte auch schwimmfreie Phasen dazwischen. Wichtig ist das Training außerhalb des Wasser (Dehnen/Kraft). Da hat Roy Hinnen ganz gute Videos bei youtube. Auch wichtig finde ich das Training zu blocken - das macht im Schwimmen / beim Erlernen neuer Bewegungen viel aus. Am zweiten Tag hat man beispielsweise ein viel besseres Wassergefühl - das schreibt auch Hinnen. 3 Tage infolge zu schwimmen, ist echt hilfreich.

    Mir helfen auch Metaphern extrem (da bin ich von meinem alten Prof. "Metapher"-Bernd vorgeschädigt). Z.B. war ich zu blöd, vernünftig Wasser zu fassen (den Catch halt). Durch "nach unten schwimmen" hab ich das hingekriegt. Oder: Ich sage mir bei jedem Zug: "Ich will nach vorne, ich will nach vorne..." Klingt blöd, klappt aber.

    Bleib einfach dran, Wolfgang. Irgendwann macht es klick.
    Tausend Dank, bin gerade auf dem Sprung ins Bad, die Schwimmhalle öffnet um 0600.

  26. #42671
    Friesisch herb Avatar von Ethan
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    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Will nur kurz zu Ethan noch sagen, dass ich nicht "Aus dem Nichts" eine 37:36 gelaufen bin.
    Bernd, du hast beim Zitieren das entscheidene Adjektiv unterschlagen: scheinbar.

    Natürlich bist du nicht aus dem Nichts 37:36 gelaufen; aber die Umfangerhöhung (in Kombination mit Tempotraining) im Marathontraining hat dir einen gewaltigen Schub gegeben. Mehr wollte ich nicht sagen. Nichtsdestotrotz: Tolle Leistung. Hoffe, deine Achillessehne erholt sich bald. #Leidensgenosse a. D.

    Zitat Zitat von Tvaellen Beitrag anzeigen
    Tausend Dank, bin gerade auf dem Sprung ins Bad, die Schwimmhalle öffnet um 0600.
    Ganz vergessen: Wenig Züge ist auch sehr hilfreich. Also versuchen, mit möglichst wenig Zügen die 25 oder 50 m zurückzulegen. Hab ich mind. 1x/W gemacht.
    „Wenn man gut durch geöffnete Türen kommen will, muß man die Tatsache achten, daß sie einen festen Rahmen haben." (Robert Musil)

  27. #42672
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von Tvaellen Beitrag anzeigen
    Ausdauer? der lief doch nur 800 m!
    Dieter Hermann hat alle seine Athleten relativ hohe Umfänge laufen lassen. Die normalen Dauerläufe haben sich eigentlich gar nicht unterschieden.

    Zitat Zitat von Bernd79 Beitrag anzeigen
    Unglaublich, dass du erst so spät Intervalle gelaufen bist, aber du hast ja von anderen Sportarten schon eine unglaubliche aerobe Basis mitgebracht, bist ja ein Spitzenradfahrer, wie ich hier gelesen habe.
    Das war auch über die Dauer. Ich habe ca. ein Jahr vor meinem ersten Marathon mit Ausdauersport begonnen. Da war der Fokus aber eher in Richtung Mountainbiken. Allerdings bin ich da auch nur am Wochenende auf dem Fahrrad gewesen. Ich hatte vor den oben beschriebenen Marathon Läufen keine aeroben Sportarten betrieben.

    Lieber die letzten paar Prozent bei sich behalten, dann freut man sich eher auf das nächste Training, sonst überwiegt wohl eine negative Erwartungshaltung vor der nächsten Intervalleinheit, oder aber es kommt überhaupt eine Zeit, in der man ganz mit dem Laufen aufhört (ohne wirklichen Grund) oder 2 Jahre Pause braucht, einfach weil das alles zu viel war. Finde es super, dass quasi unser allerschnellstes "(Renn-)Pferd" (= Du ) [im positiven Sinne natürlich gemeint] so einen vernünftigen Zugang zum Sport vertritt und uns allen ein so positives Vorbild ist.
    Das mag sich jetzt so lesen. Aber schau mal spaßeshalber in den Daniels Elite Faden. Gerade von 2009 bis 2015 bin ich extrem hart gelaufen. Da gab es genau das wie oben beschrieben. Ich wollte das und bin Einheiten gelaufen, die einfach viel zu hart waren. Daher konnte ich eben nicht bestätigen, daß man sich noch zusätzlich motivieren muss. Ganz im Gegenteil, da muss man etwas oder jemanden finden, daß/der einen ausbremst. Und von außen auf anderer Läufer Training geschaut, sieht man so etwas auch relativ schnell. Bei sich selbst ist immer alles erklärbar
    nix is fix

  28. #42673

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    Hallo zusammen,
    ich hab momentan extrem viel um die Ohren. Da konnte ich mich an der interessanten Diskussion nicht so intensiv beteiligen.

    @RunSim: Zu Deiner Frage zum Aufbau der Mitochondrien: Da muss ich offen zugeben, dass ich von Biologie allgemein wenig Ahnung habe. Ich bin davon ausgegangen, dass die über das Radfahren erworbene Ausdauer in großen Teilen auf das Laufen übertragbar ist. Ich dachte an Adaptionen im Herzkreislaufsystem, im Stoffwechsel, den Kapillaren, im Blut etc. Dazu gehört die Leistung der Pumpe (cardiac stroke volume,) und eben die Anzahl und Größe der Mitochondrien. Evtl. könnte es aber sein, dass die in den Muskeln fürs Radfahren gebildeten Mitochondrien nicht gleich fürs Laufen nutzbar sind, aber nach einer gewissen Transitionsphase evtl.. schon. Gerne lasse ich ich mich hier aufschlauen...


    @zur Rippe: Ich bin letzte Woche bei einer Vollbremsung auf / über den Lenker geflogen und habe mir den Lenker unterhalb der Brust in die Rippe gerammt. Ich bin von einer Prellung ausgegangen, bis es vorgestern beim Wasser schleppen schlimmer geworden ist. Die Schmerzen ziehen in die gesamte Seite und sind am schlimmsten im Liegen. Das ist heute nacht auch nicht besser geworden,
    Wie ich das verstanden habe, gibt es aber sowieso keine besondere Behandlung für Rippenbrüche. Man muss warten bis es heilt und kann dabei den Sport machen, der möglich ist. Von daher weiß ich gar nicht ob mir eine gesicherte Diagnose so viel bringt. Einen Bruch kann ich mir auch gar nicht so recht vorstellen, weil ich mir noch nie was gebrochen habe und in meinem Leben doch schon einige Stürze überstanden habe. Ein Röntgenbild ist bestimmt trotzdem nicht verkehrt.. Mal schauen ob ich das noch irgendwo in den Tag packen kann...

  29. #42674
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    zur Rippe: Ich bin letzte Woche bei einer Vollbremsung auf / über den Lenker geflogen und habe mir den Lenker unterhalb der Brust in die Rippe gerammt. Ich bin von einer Prellung ausgegangen, bis es vorgestern beim Wasser schleppen schlimmer geworden ist. Die Schmerzen ziehen in die gesamte Seite und sind am schlimmsten im Liegen. Das ist heute nacht auch nicht besser geworden,
    Wie ich das verstanden habe, gibt es aber sowieso keine besondere Behandlung für Rippenbrüche. Man muss warten bis es heilt und kann dabei den Sport machen, der möglich ist. Von daher weiß ich gar nicht ob mir eine gesicherte Diagnose so viel bringt.
    Ja. Eine gesicherte Diagnose ist für Dich unbedingt notwendig. Von der Therapie unterscheidet sich die Prellung nicht vom Bruch. Das ist richtig. Wenn die Rippe aber durch ist, hast Du einfach eine erhöhte Gefahr, daß diese je nach Lage innere Organe verletzen kann. Da Du das Problem weiter unten hast, sind wahrscheinlich eher Leber und Milz gefährdet und die Lunge sollte nicht im Fokus stehen. Wenn Du weiter so Radfahren möchtest wie bisher, würde ich auf jeden Fall abklären, daß es kein Bruch ist. Wenn Du das nicht tun willst, solltest Du Dich so verhalten als ob die Rippe gebrochen wäre. Das bedeutet, daß Du alle Sportarten mit Sturzgefahr ausklammerst oder extrem vorausschauend unterwegs bist. Dann hättest Du lediglich das Risiko, daß die Rippe nicht so ganz gerade liegt. Das kommt selten vor, aber es kommt vor.
    nix is fix

  30. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von leviathan:

    voxel (27.06.2019)

  31. #42675
    Avatar von Antracis
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    Zitat Zitat von voxel Beitrag anzeigen
    @RunSim: Zu Deiner Frage zum Aufbau der Mitochondrien: Da muss ich offen zugeben, dass ich von Biologie allgemein wenig Ahnung habe. Ich bin davon ausgegangen, dass die über das Radfahren erworbene Ausdauer in großen Teilen auf das Laufen übertragbar ist. Ich dachte an Adaptionen im Herzkreislaufsystem, im Stoffwechsel, den Kapillaren, im Blut etc. Dazu gehört die Leistung der Pumpe (cardiac stroke volume,) und eben die Anzahl und Größe der Mitochondrien. Evtl. könnte es aber sein, dass die in den Muskeln fürs Radfahren gebildeten Mitochondrien nicht gleich fürs Laufen nutzbar sind, aber nach einer gewissen Transitionsphase evtl.. schon. Gerne lasse ich ich mich hier aufschlauen...
    Die Mitochondrien stellen ja die Energie in der jeweiligen Zelle bereit. Muskelfasern sind nun spezielle Zellverbände (sogenannte Synzytien), die aus Verschmelzung von Einzelzellen hervorgehen. Die kontraktilen Elemente, also dass was sich letztlich zusammenzieht, ist darin in mehreren Strängen angeordnet, die Mitochondrien liegen als Energieversorger dazwischen. Man muss also die Mitochondrien immer als Einheit mit der Muskelfaser betrachten.

    Das nun die rekrutierten Muskelfasern bei Radfahren und Laufen unterschiedlich sind, ist ja bekannt. Allerdings fehlen mir da biomechanische Detailkenntnisse, wie unterschiedlich. Ein großer Unterschied ist ja auch die Art der Belastung (Konzentrisch/Exzentrisch), was für die Mitochondrien keine Rolle spielen wird. Ich gehe aber davon aus, dass es auch einen beträchtlichen Anteil Überschneidungen gibt, dass merkt man spätestens dann, wenn man mal nach einem schnellen Radtraining versucht, schnell zu laufen. Andererseits wird beim Triathlon ja immer wieder darauf hingewiesen, dass die kombinierten Leistungen gerade auf längeren Distanzen vor allem deswegen möglich sind, weil das Glykogen sportartspezifisch entleert wird. Auch hier gehe ich aber davon aus, dass man es mit einer vereinfachten Betrachtung zu tun hat, d.h. das heisst, es wird wieder Überschneidungen geben. Ist ja schwer vorstellbar, dass man von Quadriceps, Wade, Gluteus und Hamstrings nur jeweils einen anderen Teil nutzt.

    Insofern würde ich annehmen, dass man durch das Radfahren auch Prozesse in den Mitochondrien anregt, die für das Laufen genutzt werden können. Nicht zuletzt benötigen ja Triathleten auch weniger Laufkilometer als reine Läufer für die Laufleistungen. Aber halt nicht so effektiv, wie mit einem laufspezifischen Training.

    Es gibt, wie schon mal erwähnt, eine interessante Untersuchung aus den 90er Jahren, wo leistungsstarke Triathleten und Läufer auf ähnlichem Niveau verglichen wurden anhand biomechanischer und anderer Parameter. Unter anderem hatten die Läufer eine größere Schrittlänge, die Triathleten haben bei gleichem Tempo ca. 1 mmol mehr Laktat gebildet und hatten insgesamt eine deutlich höhere VO2-Max.
    Zuletzt überarbeitet von Antracis (27.06.2019 um 10:53 Uhr)

  32. Folgenden 5 Foris gefällt oben stehender Beitrag von Antracis:

    bastig (27.06.2019), RunSim (27.06.2019), todmirror (27.06.2019), Tvaellen (29.06.2019), voxel (27.06.2019)

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