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  1. #6901

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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Das Tempo ist schon OK. Es ging nur um die, von Dirk zitierte, Aussage.
    Das war tatsächlich etwas der Punkt. Hier treffen natürlich Realität und Theorie aufeinander. In der Realität ist das so vermutlich eine gute Lösung. Die gegebene Aussage aber in der Theorie diplomatisch ausgedrückt schwierig, wenn man sich die molekularen Adaptionsmechanismen bei verschiedenen Intensitäten anschaut.
    Zumindest kann man das im Hinterkopf behalten, wenn mal mehr Zeit/Volumen ein Thema ist.

  2. #6902
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Das war tatsächlich etwas der Punkt. Hier treffen natürlich Realität und Theorie aufeinander. In der Realität ist das so vermutlich eine gute Lösung.
    Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Studien wie diese (https://www.researchgate.net/profile...399a000000.pdf) deuten zumindest darauf hin, dass auch niedrige Trainingsintensitäten wichtig sind. Ein Grund dafür könnten die Anpassungen in den Mitochondrien sein (siehe unten). Ich meine, David Bishop (viele der Studien zu mitochondrialer Biogenese im Sport stammen von seiner Gruppe) hätte das auch schon in Präsentationen erwähnt, dass er davon ausgeht, dass sowohl niedrige als auch hohe Intensitäten notwendig seien für eine optimale Entwicklung, insbesondere längerfristig.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Die gegebene Aussage aber in der Theorie diplomatisch ausgedrückt schwierig, wenn man sich die molekularen Adaptionsmechanismen bei verschiedenen Intensitäten anschaut.
    Zumindest kann man das im Hinterkopf behalten, wenn mal mehr Zeit/Volumen ein Thema ist.
    Das Problem bei den ganzen Studien ist auch oftmals, dass die Versuchspersonen selten ausdauertrainiert und die Zeiträume einfach zu kurz (<= 10 Wochen) sind, um wirklich fundierte Erkenntnisse zu gewinnen. Zu den Anpassungen in den Mitochondrien, offene Fragen und methodologische Probleme wurde vor kurzem diese Übersichtsarbeit veröffentlicht: https://www.physiology.org/doi/full/...iol.00038.2018
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  3. #6903

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    Ohje, irgendwie arbeitet wohl mein Kopf gerade nicht so. Die POL bei Hobbyläufern Studie habe ich ja selber einige Male Leuten vorgelegt, die behauptet haben, dass das nur mit hohen Volumina (100km+) funktionieren würde.
    Schon etwas schade, dass die Compliance nicht gut war.

    Hier auch nochmal eine recht aktuelle Übersichtsarbeit zu dem Thema:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29182410

    Den Review zur mitochondrialen Biogenese schaue ich mir mal an, danke.

  4. #6904

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    Es gibt halt im Profi-Bereich einige Fälle sehr erfolgreichen Trainings mit "schnellen" Dauerläufen, zB Canova oder Gabius "Durchbruch" mit über 30. Das hatten wir auch schon mal und die berechtigte Frage war, ob das in diesen Fällen fast der einzige Reiz war, den man noch sinnvoll steigern konnte, wenn man nicht 400km die Woche laufen wollte. Sozusagen der umgekehrte Fall der typischen Vergleichsstudien mit vergleichsweise wenig trainierenden Hobbyläufern.
    Bei hbefs Dauerläufen handelt es sich fraglos um Einheiten die noch deutlich von der Schwelle entfernt sind, tatsächlich entspricht seine pace ungefähr dem (schnelleren) Daniels-Vorschlag für den "mittleren DL" eines 35-36min-Läufers. D.h. er ist jedenfalls grob im Rahmen üblicher Trainingspläne.
    Mein Schulweg war zu kurz...

  5. #6905
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    Zitat Zitat von mountaineer Beitrag anzeigen
    Bei hbefs Dauerläufen handelt es sich fraglos um Einheiten die noch deutlich von der Schwelle entfernt sind, tatsächlich entspricht seine pace ungefähr dem (schnelleren) Daniels-Vorschlag für den "mittleren DL" eines 35-36min-Läufers. D.h. er ist jedenfalls grob im Rahmen üblicher Trainingspläne.
    Nicht "übliche" sondern "danielsche".
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  6. #6906
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Studien wie diese (https://www.researchgate.net/profile...399a000000.pdf) deuten zumindest darauf hin, dass auch niedrige Trainingsintensitäten wichtig sind. Ein Grund dafür könnten die Anpassungen in den Mitochondrien sein (siehe unten). Ich meine, David Bishop (viele der Studien zu mitochondrialer Biogenese im Sport stammen von seiner Gruppe) hätte das auch schon in Präsentationen erwähnt, dass er davon ausgeht, dass sowohl niedrige als auch hohe Intensitäten notwendig seien für eine optimale Entwicklung, insbesondere längerfristig.
    So habe ich auch vor 4-5 Jahren argumentiert. Jetzt bin ich mir aber nicht so sicher, weil es gibt viel Studien dass AMPK bei mittleren DL deutlich schneller und mit höheren Werten die mitochondriale Biogenese stimulieren können. Der einzige (?) jedoch sehr wichtiger Vorteil ist die CaMK, die von der Dauer der Belastung stimuliert wird.
    Dazu kommt, dass man mit LDLL fast ausschließlich die ST anspricht, was vorteilhaft für die Läufer ist, die da so ihre Schwäche haben
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  7. #6907

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    Danielsche sind eine Teilmenge der Üblichen. Wenn es populäre Lydiard- oder Canova-Pläne für Hobbyläufer gäbe, wären die DL vermutlich eher noch schneller als hbef sie läuft.
    Mein Schulweg war zu kurz...

  8. #6908
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von mountaineer Beitrag anzeigen
    Danielsche sind eine Teilmenge der Üblichen. Wenn es populäre Lydiard- oder Canova-Pläne für Hobbyläufer gäbe, wären die DL vermutlich eher noch schneller als hbef sie läuft.
    Meines Erachtens deutet keine der Einheiten der Woche von hbef darauf hin, dass er aktuell einen 10er unter 36 Minuten laufen könnte. Und für 36 min liegt bei Daniels die Easy Pace bei 04:29 - 04:46 min/km.

    Was führt dich zu der Vermutung, dass bei Lydiard die Dauerläufe noch schneller gelaufen würden? Canova ist meines Erachtens für Hobbyläufer übrigens ganz einfach irrelevant, da sich seine Aussagen auf Profis beziehen, die den maximalen Umfang so ziemlich ausgereizt haben dürften, wie du oben selbst geschrieben hast.

    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    So habe ich auch vor 4-5 Jahren argumentiert. Jetzt bin ich mir aber nicht so sicher, weil es gibt viel Studien dass AMPK bei mittleren DL deutlich schneller und mit höheren Werten die mitochondriale Biogenese stimulieren können. Der einzige (?) jedoch sehr wichtiger Vorteil ist die CaMK, die von der Dauer der Belastung stimuliert wird.
    Dazu kommt, dass man mit LDLL fast ausschließlich die ST anspricht, was vorteilhaft für die Läufer ist, die da so ihre Schwäche haben
    Man könnte auch argumentieren, dass jemand, der nicht mehr als ca. 50 km/Woche laufen kann (oder will) vielleicht besser daran täte, eher noch stärker zu polarisieren, anstatt alle Einheiten weder besonders schnell noch besonders langsam zu laufen.
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  9. #6909
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Man könnte auch argumentieren, dass jemand, der nicht mehr als ca. 50 km/Woche laufen kann (oder will) vielleicht besser daran täte, eher noch stärker zu polarisieren, anstatt alle Einheiten weder besonders schnell noch besonders langsam zu laufen.
    Für mich erreicht man mit 50kmW nicht die erforderliche Trainingsdauer, um die positive POL-Effekte zu erzielen.

    Übertrieben, können man auch argumentieren, dass auch bei 10kmW POL vorteile bringen müsste. Kaum vorstellbar.
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  10. #6910
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von mountaineer Beitrag anzeigen
    Danielsche sind eine Teilmenge der Üblichen. Wenn es populäre Lydiard- oder Canova-Pläne für Hobbyläufer gäbe, wären die DL vermutlich eher noch schneller als hbef sie läuft.
    Das hatte ich auch immer so interpretiert. Und es stimmt einfach nicht. Die typischen Lydiard Wochen in der Aufbauphase beinhalten einen langen Lauf von ca. 2,5h und zwei mittellange Läufe von ca. 90min Länge. Lydiard gab keine Pace vor. Es waren keine ganz langsamen Läufe. Sie waren aber auch nicht schnell. Daniels E Pace trifft es wohl ganz gut. Dazu kommen zwei zügigere Dauerläufe von ca. 60min. Diese werden zu Beginn der Vorbereitung eher moderat gelaufen und entwickeln sich gegen Ende Richtung MRT. Das von Lydiard eingesetzte Fartlek in dieser Phase ist nichts anderes als ein lockerer Dauerlauf mit ein paar Strides oder später vielleicht ein paar lockeren 5k oder 10k Abschnitten. Diese sind relativ kurz und eingebettet in unendlich viel Erholung. Dann kommen noch zwei lockere Läufe dazu. Das ´Tempo entspricht auch eher Daniels E Pace. Die Mythen um die ganz schnellen Dauerläufe kommen wohl daher, daß am Ende der Base sich die Tempi tatsächlich ordentlich entwickelt haben. Aber auch hier waren die dann zu MRT Läufen entwickelten schnelleren Dauerläufe das höchste der Gefühle. Der Rest war immer noch sehr locker. Mit wachsender Leistungsfähigkeit sollten sich auch die Tempi entwickelt haben. Die Intensität ändert sich aber kaum.

    Man kann natürlich alle Läufe bedeutend schneller laufen. Ich kann Dir aus Erfahrung sagen, daß dies nichts bringt. Man strengt sich bedeutend mehr an. Die Gefahr des Ausbrennens ist enorm. Die Leistungsfähigkeit wird aber nicht besser. Ich habe das selbst zweimal probiert und auch Protagonisten aus der Lydiard Zeit geben das zu Protokoll. Man kann das gut bei McGee oder Livingstone nachlesen. Das schließt natürlich nicht aus, daß es bei einzelnen Läufern funktionieren kann oder zumindest temporär einen Schub geben könnte.

    Du solltest das Lydiard Training mal ausprobieren. Ist wirklich cool
    nix is fix

  11. #6911
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Für mich erreicht man mit 50kmW nicht die erforderliche Trainingsdauer, um die positive POL-Effekte zu erzielen.

    Übertrieben, können man auch argumentieren, dass auch bei 10kmW POL vorteile bringen müsste. Kaum vorstellbar.
    Mir ging es dabei auch vor allem um den Anteil an intensivem Training, der in so einem Fall vielleicht sogar Richtung Sprinttraining gehen sollte, zumindest 1x pro Woche. Wobei bei der Beurteilung der 50 km/Woche natürlich auch mit reinspielt, wie viel man gewohnt ist.

    Ich glaube aber ehrlich gesagt mittlerweile tatsächlich nicht mehr, dass es mittel- bis langfristig einen Vorteil bringt, die "langsamen" Einheiten schneller zu laufen (wobei man sie vermutlich auch nicht ausschließlich regenerativ joggend absolvieren sollte), auch wenn die Erholung kein Problem darstellt. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür habe ich jedoch auch nicht.
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  12. #6912
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber ehrlich gesagt mittlerweile tatsächlich nicht mehr, dass es mittel- bis langfristig einen Vorteil bringt, die "langsamen" Einheiten schneller zu laufen (wobei man sie vermutlich auch nicht ausschließlich regenerativ joggend absolvieren sollte), auch wenn die Erholung kein Problem darstellt. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür habe ich jedoch auch nicht.
    Interessanterweise gibt es genug Läufer, die immer (immer!!!) sehr schnell laufen. Typischer Beispiel El Guerrouj mit seinen lockeren 10km Dauerläufen in 30 Minuten!!!

    Ich selbst habe mit beiden Trainingsformen Bestzeiten geschafft.
    ...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau)

  13. #6913

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    Erstmal danke für euren Input. Ich bin tatsächlich hinsichtlich der biologisch-chemischen Prozesse und der zugehörigen Studienlage nicht wirklich vertraut. Unter anderem weil ich auch nicht wirklich die Motivation habe, mich damit zu beschäftigen (was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ich studienbedingt schon genug mit Studien zu habe), bin ich hier im Forum aktiv geworden. Meine Aussage über die schnelleren Läufe habe ich aus einem der älteren Threads hier entnommen. Der.C hatte sich da wiederholt für schnellere Dauerläufe stark gemacht und ich fand das ganz plausibel.

    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Meines Erachtens deutet keine der Einheiten der Woche von hbef darauf hin, dass er aktuell einen 10er unter 36 Minuten laufen könnte.
    Das ist wohl richtig. Ich sehe mich aktuell etwas auf dem Niveau vom Dezember, was einer 36:hoch entspricht. In den nächsten drei Wochen möchte ich das noch etwas anheben und Mitte April 36:30 laufen.


    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Man könnte auch argumentieren, dass jemand, der nicht mehr als ca. 50 km/Woche laufen kann (oder will) vielleicht besser daran täte, eher noch stärker zu polarisieren, anstatt alle Einheiten weder besonders schnell noch besonders langsam zu laufen.
    Da sowohl du als auch Rolli es angesprochen haben...ich habe mich tatsächlich über POL eingelesen und sehe durchaus den Sinn dahinter. Nur wüsste ich nicht, wie ich das bei meinen Umfängen sinnvoll anwenden sollte.
    Nochmal zur Übersicht, wie mein Training die letzten vier Wochen ungefähr aussah: 50-60KM in vier oder fünf Einheiten. Davon 1x TDL im 10K-Tempo, 1x Intervalle mit Tempi zwischen 1500m und 5K, 1x DL ca. 12KM zwischen 4:20 und 4:30 und einmal ein langer Lauf um die 18KM mit 200-300HM in 4:25-4:45. Die fünfte Einheit war dann ein weiterer DL. Dazu kamen 2x die Woche Kraft/Stabi und einmal alternativer Sport.

    Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich da polarisieren sollte.

  14. #6914

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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Interessanterweise gibt es genug Läufer, die immer (immer!!!) sehr schnell laufen. Typischer Beispiel El Guerrouj mit seinen lockeren 10km Dauerläufen in 30 Minuten!!!

    Ich selbst habe mit beiden Trainingsformen Bestzeiten geschafft.
    Dazu noch kurz. Ich glaube sowieso, dass ich aufgrund meines jungen Trainingsalters momentan Fortschritte erziele - egal welche Trainingsform ich wähle. Einzige Voraussetzung dürfte Kontinuität sein. Und da mein Eindruck momentan ist, dass die Kontinuität (Verletzungsfreiheit) eher durch Umfang als durch Tempo gefährdet wird, laufe ich halt schneller.

  15. #6915
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Interessanterweise gibt es genug Läufer, die immer (immer!!!) sehr schnell laufen. Typischer Beispiel El Guerrouj mit seinen lockeren 10km Dauerläufen in 30 Minuten!!!
    Ich bin mir nicht sicher, wie verallgemeinerbar Schlüsse aus dem Training eines (vielleicht/vermutlich gedopten?) Weltrekordlers sind.
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  16. #6916
    Auf der Jagd nach 2:02,27 Avatar von Rolli
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht sicher, wie verallgemeinerbar Schlüsse aus dem Training eines (vielleicht/vermutlich gedopten?) Weltrekordlers sind.
    OK. Bei diesen Argumenten bin ich leider raus.
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  17. #6917
    Avatar von leviathan
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    Zitat Zitat von alcano Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber ehrlich gesagt mittlerweile tatsächlich nicht mehr, dass es mittel- bis langfristig einen Vorteil bringt, die "langsamen" Einheiten schneller zu laufen (wobei man sie vermutlich auch nicht ausschließlich regenerativ joggend absolvieren sollte), auch wenn die Erholung kein Problem darstellt. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür habe ich jedoch auch nicht.
    Das sehe ich auch so. Wahrscheinlich ist das auch individuell unterschiedlich. Aber auch zu langsam finde ich nicht zielführend. Die Bewegung sollte zumindest so nah am Laufen liegen, daß es den Bewegungsablauf nicht völlig verändert.

    Zitat Zitat von hbef Beitrag anzeigen
    Mein DL-Tempo hat sich über die letzten Wochen um mindestens 15 Sekunden verschoben.
    Es hat sich nicht verschoben. Du hast es verschoben

    Es gibt aber meines Wissens nach bei langsameren Läufen keine Effekte, die bei schnelleren Läufen nicht ebenfalls und sogar im gleichen Maße mittrainiert werden.
    Umgekehrt könnte man das auch argumentieren. Ich habe in den letzten Monaten einen Wiedereinstieg ins Laufen gemacht. Da waren die ersten Monate ausschließlich lockeres Dauerlaufen. Du hast so schön von Deiner Einheit im Steiger geschrieben und kennst das Profil und den Untergrund. Auf Basis allein dieser Dauerläufe war ich nach ein paar Wochen in der Lage erste lockere TDLs durch den Steiger zu machen. Das war sehr profiliert und um die 17km. Der Schnitt lag da bereits bei unter 3:50/km. Natürlich ist die Entwicklung dann abgeflacht. Aber das diese Läufe nichts bringen, kann ich wirklich nicht bestätigen. Das einzige was Mist war, war der Umstand, daß man niemanden von grandiosen Trainingseinheiten erzählen konnte. Aber der Effekt war mehr als überraschend. Irgendwann muss dann natürlich mehr kommen, aber warum diese low hanging fruits nicht pflücken wollen?

    Edit:

    Zitat Zitat von hbef Beitrag anzeigen
    Dazu noch kurz. Ich glaube sowieso, dass ich aufgrund meines jungen Trainingsalters momentan Fortschritte erziele - egal welche Trainingsform ich wähle. Einzige Voraussetzung dürfte Kontinuität sein. Und da mein Eindruck momentan ist, dass die Kontinuität (Verletzungsfreiheit) eher durch Umfang als durch Tempo gefährdet wird, laufe ich halt schneller.
    Das war eine Überschneidung. Wenn Du so argumentierst, passt das natürlich. Für Dich sind die low hanging fruits eben nicht die selben. So verstehe ich Deinen Ansatz aber besser. Bei mir ist es genau umgekehrt.
    nix is fix

  18. #6918

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    Zitat Zitat von leviathan Beitrag anzeigen
    Aber das diese Läufe nichts bringen, kann ich wirklich nicht bestätigen. Das einzige was Mist war, war der Umstand, daß man niemanden von grandiosen Trainingseinheiten erzählen konnte. Aber der Effekt war mehr als überraschend. Irgendwann muss dann natürlich mehr kommen, aber warum diese low hanging fruits nicht pflücken wollen?


    Das war dann ein Missverständnis. Ich würde niemals bestreiten, dass auch langsame Läufe was bringen. Ich hatte nur dahingehend argumentiert, dass man deren Effekte auch bei schnellerem Tempo mitnehmen kann. Und so ganz verkehrt scheint das ja auch nicht zu sein. Es ist ja auch nicht so, dass ich Ende Januar nach Verletzung und Saisonpause direkt sehr schnell eingestiegen bin. Es stimmt schon, dass mir die Grundlagenphase etwas fehlt. Aber ich habe Anfang Februar schon langfristig geplant und bin am Anfang sowohl Tempoeinheiten als auch DL langsamer gelaufen. Die Früchte von unten habe ich also auch mitgenommen ;) Desti schlechter die Form, desto weniger stark muss der Reiz für eine Verbesserung sein. Von Daniels glaube ich und würde ich jederzeit unterschreiben.

    Edit: Sehe jetzt deinen Edit

  19. #6919

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    Ich möchte auch kurz was dazu schreiben. Meine wochen km betragen auch um die 50-60 bei 5-6 Läufen. Davon 1xIV, 1xlala und 3-4DL, wobei meine DL um die 5:00 und der lala bei 5:10 liegt, wenn ich keine EB einbaue. In letzter Zeit sind die paces um etwa 10" gefallen, also schneller geworden, dennoch würde ich sie als relativ langsam ansehen. Ich fahre damit ziemlich gut, v.a. Weil ich das Gefühl habe, immer genug Power und Kraft zu haben, trotz 3x1h rollentrainer auf dem Rad die Woche, die noch dazukommen und meist auch IV-mäßig verlaufen...

  20. #6920

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    Hier auch noch meine Woche, Woche 7/10.

    Insgesamt: 141 km

    Montag: 16 km in 4:19/km
    Dienstag: 15 km in 3:47/km ; 11 km in 4:26/km
    Mittwoch: 8 km in 3:32/km
    Donnerstag: 20 km in 4:23/km
    Freitag: 6 x 2000 m in 3:22/km
    Samstag: 16 km in 4:21/km ; 12 km in 3:55/km
    Sonntag: 30 km in 4:17/km

    Bei den beiden Tempoeinheiten hat der Wind mich etwas ausgebremst, am Dienstag war es teilweise als würde ich gegen eine Wand laufen, war dann auch etwa 10 s/km langsamer als angestrebt. Die Beinen waren zudem auch nicht ganz locker, den zweiten Lauf am Tag davor hätte ich vlt. weglassen sollen, aber ganz unzufrieden bin ich nicht. Am Donnerstag war dann schon deutlich weniger Wind und die Einheit ging ziemlich gut! Hätte wohl noch die eine oder andere Runde ranhängen können.

    Eigentlich wollte ich diese Woche noch auf 10-20 km mehr kommen, weil ich die Woche davor "nur" auf 100 km gekommen bin. Hat dann aber aus verschiedenen Gründen nicht gepasst. Wahrscheinlich ist es eh nicht allzu vernünftig versäumtes aus der vorigen Woche einfach oben drauf zu packen. Insgesamt ist das für meine aktuellen Ziele wohl eh schon ein sehr ordentliches Pensum, ich will mich ja evtl. auch noch mal steigern können.

    Nächste Woche sind dann noch mal so 100-110 km vorgesehen, und dann sind es ja auch nur noch 2 Wochen bis zum Wettkampf, heißt da ist dann Tapering angesagt.

  21. #6921

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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    OK. Bei diesen Argumenten bin ich leider raus.
    Vielleicht interessant für dich. Ein Bericht über Alex Yees der beim Laufen meißt niedrige Intensitäten läuft im Verhältnis zu seinem Renntempo.

    https://tri-mag.de/szene/alex-yees-t...analyse-147230

    Tempo 4.20-4.50 + 1 schnellen Intervalllauf be 90WKM

  22. #6922

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    Zitat Zitat von V-Runner Beitrag anzeigen

    Montag: 16 km in 4:19/km
    Dienstag: 15 km in 3:47/km ; 11 km in 4:26/km
    Mittwoch: 8 km in 3:32/km
    Donnerstag: 20 km in 4:23/km
    Freitag: 6 x 2000 m in 3:22/km
    Samstag: 16 km in 4:21/km ; 12 km in 3:55/km
    Sonntag: 30 km in 4:17/km
    Sehr stark, du bist auf einem richtig guten Weg. Wenn du die 6x2000m nicht gerade mit 5'GP gelaufen bist, würde ich dir auf 10K definitiv schon eine 32er-Zeit zutrauen.

  23. #6923

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    Zitat Zitat von Rolli Beitrag anzeigen
    Interessanterweise gibt es genug Läufer, die immer (immer!!!) sehr schnell laufen. Typischer Beispiel El Guerrouj mit seinen lockeren 10km Dauerläufen in 30 Minuten!!!

    Ich selbst habe mit beiden Trainingsformen Bestzeiten geschafft.
    Womit man wohl wie so oft bei dem Punkt wäre: Es gibt wohl nicht das Universalrezept. Wir sind halt keine Klone.

    (Ob der nun gedopt war oder nicht ist mir gleich, weil a) die anderen es vielleicht/vermutlich auch haben; b) ich mit keinem bekannten Doping 10km locker in 30 min laufen würde.)

  24. #6924

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    Zitat Zitat von hbef Beitrag anzeigen
    Sehr stark, du bist auf einem richtig guten Weg. Wenn du die 6x2000m nicht gerade mit 5'GP gelaufen bist, würde ich dir auf 10K definitiv schon eine 32er-Zeit zutrauen.
    Die Pausen dazwischen waren so um die 50-75 m Gehpause und den Rest der Runde bin ich dann getrabt, was ungefähr so 4:40-4:50/km bedeutet. Ich habe nicht auf die Uhr geguckt, aber werden wohl so 3 Minuten gewesen sein an Pause. Ob man von den 2000ern schon eine Sub 33 ableiten kann, weiß ich jetzt nicht so, das würde ja schon 3:17/km bedeuten. Die 2000er waren allerdings gefühlt schon noch ganz gut vom Maximum entfernt. Nächste Woche stehen dann noch mal 10 x 1000 m, da bin ich mal gespannt was geht. Bei meinem letzten 10er entsprach diese Einheit ziemlich genau dem was ich im Wettkampf laufen konnte, bzw. waren die Intervalle sogar ein Ticken langsamer.

    Aber zumindest eine tiefe 33 traue ich mir auf jeden Fall zu.

  25. Folgendem Fori gefällt oben stehender Beitrag von V-Runner:

    Rolli (18.03.2019)

  26. #6925
    Avatar von alcano
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    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    Womit man wohl wie so oft bei dem Punkt wäre: Es gibt wohl nicht das Universalrezept. Wir sind halt keine Klone.
    Das stimmt natürlich. Und "optimal" (was ja auch immer von der Zielsetzung abhängig ist) wird von uns sowieso niemand trainieren.

    Zitat Zitat von Dirk_H Beitrag anzeigen
    (Ob der nun gedopt war oder nicht ist mir gleich, weil a) die anderen es vielleicht/vermutlich auch haben; b) ich mit keinem bekannten Doping 10km locker in 30 min laufen würde.)
    Warum ich das erwähnt habe: Doping kann nun mal dabei helfen, dass man ein Trainingsprogramm absolvieren kann, das ohne so nicht möglich wäre. Aber auch falls er nicht gedopt gewesen sein sollte: jemand, der einen Weltrekord gelaufen ist, der seit 20 Jahren Bestand hat, ist ein extremer Outlier (auch unter Profis). Deshalb tue ich mir besonders schwer damit, solche Läufer als "typisches Beispiel" zu sehen.
    "The idea that the harder you work, the better you're going to be is just garbage. The greatest improvement is made by the man or woman who works most intelligently." Bill Bowerman

    "It is remarkable how much long-term advantage people like us have gotten by trying to be consistently not stupid, instead of trying to be very intelligent." Charlie Munger

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