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  1. #1
    Avatar von juschne
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    Standard 24h Lauf wie angehen

    Hallo allerseits

    Ich hab mich spontan für den 24h Lauf in Brugg (CH) vom 21./22. Sept. angemeldet

    Mein Trainingsstand ist auch soweit in Ordnung.
    Ich hab dieses Jahr den 100er in Biel und den E101 EigerUltraTrail gefinisht.
    Trainingsumfang momentan 100-130km/Woche

    Meine Frage an die erfahrenen "Rundendreher":
    Wie teilt ihr euch so ein Rennen ein?
    Macht ihr stündlich eine kurze Pause, oder nach längerer Laufzeit eine grössere Pause?
    Macht ihr Schlafpausen?
    Versucht ihr konstant durchzulaufen oder macht ihr gehpausen?

    vielen dank für eure Tips

  2. #2
    Rennsteig nonstopper Avatar von schrambo
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    Standard

    Ich habe erst einen 24er gemacht, antworte aber dennoch:
    Beim ersten Mal kann man kaum einen Plan dafür haben, weil du nicht weißt, wie du reagierst.
    Pausen würde ich generell keine planen, die ergeben sich von selbst.
    Auf Schlafpausen sollte man generell verzichten, weil man in der Zeit keine Strecke machen kann.
    Gehpausen kommen dann mit der Zeit automatisch, es sei denn du bist ein 24h-Spitzenläufer oder exzellent vorbereitet.

    Mit deinem Trainingsumfang müsstest du eine gute Grundlage für ein solides Ergebnis haben. Locker angehen und immer auf der Strecke bleiben. Essen nicht vernachlässigen und immer vorwärts!

  3. #3
    Rennrum
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    Standard

    Hallo,
    gute Idee, sich in Brugg anzumelden. Sehr schöne Veranstaltung!
    Durch die Insellage der Strecke hat man Ruhe vor Autoverkehr und dergleichen.

    Ich kann Schrambo nur zustimmen. Ganz locker angehen und schön sachte und gleichmäßig laufen. Ich neige dazu, mir die Sache gedanklich in "Häppchen" aufzuteilen. So etwa: die ersten 6 Stunden; bis es Abend/dunkel wird; bis Mitternacht (=12 h); bis es wieder dämmert ... ). Bei Pausen, vor allem im letzten Drittel, ist Vorsicht geboten. Es kann hart werden, wieder ins Rollen zu kommen. Daher lieber nur kurze Ess- oder Pinkelpausen machen.

    Gehen würde ich dann, wenn ein klares Bedürfnis danach auftritt und erstmal nur für ganz kurze Stücke. Das ist aber sicher individuell verschieden.

    Als ich in Brugg gelaufen bin, gab es übrigens in der Nacht recht dichten Nebel. Der stieg von der Aare auf und sorgte für reichlich Feuchtigkeit - auch auf dem Zelt und im Inneren. War aber eine recht märchenhafte Stimmung.

    Viel Spaß und gutes Gelingen

  4. #4
    Avatar von holli1
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    Standard

    Schließe mich meinen Vorredner vorbehaltslos an.
    Schlafpausen würde ich nur dann machen, wenn es wirklich notwendig ist. Bei meinem ersten 24er musste ich mich zwei Mal kurz aufs Ohr hauen, weil ich dermaßen Kreislaufprobleme bekam. War/ist halt doch was anderes so ein 24 Stundenlauf. Beim Ersten gilt halt die Devise ausprobieren und studieren.
    Wünsche einen tollen Lauf
    Gruß
    Tom


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  5. #5
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Mich auch anschließe. Essen ist ungemein wichtig, regelmäßig immer kleine Häppchen. Pack dir genügend Wechselsachen ein, lieber etwas zuviel als dann keine trockenen Sachen mehr zu haben, wenn man durchnässt ist. Nachts kann es empfindlich kalt werden, wenn das Tempo sinkt und die körpereigene Heizung nachlässt. An Schlafen lieber nicht denken. Wenn du zu müde wirst, dann hast du eh keine andere Wahl, aber versuche, ohne durch zu kommen. Siehe Vorschreiber, Gehen wirst du wahrscheinlich irgendwann von alleine müssen. Das gehört dann dazu und ist nichts Schlimmes. Hauptsache auf der Strecke bleiben denn mit Gehen sammelst du weiterhin Kilometer. Nach dem Motto: "So lange laufen bis es nicht mehr geht, dann so lange gehen, bis es wieder läuft."

    Wünsche dir viel Erfolg und Spaß

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  6. #6
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von juschne Beitrag anzeigen
    Hallo allerseits

    Ich hab mich spontan für den 24h Lauf in Brugg (CH) vom 21./22. Sept. angemeldet

    Mein Trainingsstand ist auch soweit in Ordnung.
    Ich hab dieses Jahr den 100er in Biel und den E101 EigerUltraTrail gefinisht.
    Trainingsumfang momentan 100-130km/Woche

    Meine Frage an die erfahrenen "Rundendreher":
    Wie teilt ihr euch so ein Rennen ein?
    Macht ihr stündlich eine kurze Pause, oder nach längerer Laufzeit eine grössere Pause?
    Macht ihr Schlafpausen?
    Versucht ihr konstant durchzulaufen oder macht ihr gehpausen?

    vielen dank für eure Tips
    Hallo juschne,

    mein Selbstverständnis als Läufer sieht keine Laufpausen vor. Aus welchem Grund sollte ich 24h laufen wollen, wenn ich dazu gar nicht in der Lage bin? Dann melde ich mich lieber für 12h an, oder 100 km, oder eine kürzere Strecke, die ich mutmaßlich bewältigen kann. Selbstverständlich kann das jeder für sich halten wie er will und nach meiner Beobachtung läuft immer nur ein recht begrenzter Kreis an Teilnehmern die komplette Zeit (oder Distanz) durch.

    Für mich wäre Pausieren während eines 24h-Laufes oder auch kürzer absolut keine Alternative. Mein Organismus fährt nach kurzer Zeit in den Regenerationsmodus und danach wieder in Schwung zu kommen ist mir zu schwierig, bzw. mit zu viel "Schmerzen" verbunden. Mach mal vormittags einen anstrengenden langen Lauf und versuch dann nachmittags oder abends noch ein paar Kilometer anzuhängen ...

    Ich hatte mir beim 24h-Lauf vorgenommen dem Grundsatz nach über die komplette Zeit gleichmäßiges Tempo zu laufen. Also das, was den wirtschaftlichsten Einsatz der Vorräte gewährleistet. Das setzt natürlich voraus, dass man ungefähr weiß, welches Tempo man durchstehen kann. Mein Ziel waren 200 km und ich war mir einigermaßen "sicher", dass ich das an einem normalen Tag auch drauf habe. Der weit größere Teil eines 24h-Laufes ist allerding die mentale Leistung. Der Kopf ist wichtiger als die Beine! Das hatte ich auf kürzeren Strecken mehrfach erlebt und gelernt und ich denke, dessen ist sich jeder Ultraläufer bewusst. Aus diesem Grund ging ich den Lauf etwas schneller an. Mein Ziel war nach 12h etwa 120 km geschafft zu haben, um dann für die restlichen 80 km weitere 12h Zeit zu haben. Tatsächlich lag ich nach 12h knapp unter 120 km und hatte beständig ein gutes Gefühl, weil mein "Vorsprung" auf das was ich dann pro Stunde noch laufen "musste" immer gegeben war. Nicht zuletzt damit habe ich mich bei guter Laune gehalten, obwohl die Kraft natürlich schwand.

    Falls du nicht in der Lage bist die 24h komplett zu laufen, halte ich Gehpausen für die sinnvollste Alternative. Die menschliche Physis kommt locker mal 24 h ohne Schlaf und in ständiger Bewegung aus. Und beim Gehen fährt das vegetative Nervensystem den Organismus nicht in die Regeneration. Ich bin übrigens auch danach nicht zusammengebrochen. Und eingeschlafen erst recht nicht, obwohl ich mich hingelegt habe. Erst in der folgenden Nacht habe ich geschlafen. Nicht gut, weil natürlich jeder Faser im Körper schmerzte. Aber zumindest so gut, dass ich mich erholen konnte.

    Wünsche dir einen erfolgreichen Start und ein tolles Erlebnis.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  7. #7
    Avatar von juschne
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    Standard

    Vielen Dank Euch allen für die Tips und Tricks...
    Ich bin locker losgelaufen, hab regelmässig getrunken und gegessen und mich auch mit meiner geplanten Pace von ca 6:30
    fortbewegt.
    Nach 12 Stunden war ich bei 101km und alles lief gut, bis auf Magenkrämpfe die ich nicht richtig einschätzen kann da ich nicht weiss
    woher sie kamen, aber mit diesen konnte ich auch weiterlaufen.

    Bei Km 120 begann mein linkes Knie beim laufen zu schmerzen und beim gehen verkrampfte sich meine rechte Wade, auch das hielt mich noch nicht vom laufen ab wobei ich schon deutlich mehr Pausen machen musste.
    Als nach 4 Uhr ein Gewitter aufzog und es aus Kübeln schüttete machte ich unter dem Dach eine Pause was keine gute Idee war, da durch die kalte Muskulatur gar nix mehr ging, ich konnte kaum mehr gehen und musste pausieren.
    Nach 4 Stunden schlaf hab ich mich nochmals aufgerafft und mich nochmals 10km um die Runde gequält.
    1 1/2 Std vor Schluss hab ich dann endgültig die Segel gestrichen da ich wohl mehr kaputtgemacht als gewonnen hätte.

    Die Erfahrung war super, tolle Läufer und neue Grenzen kennengelernt und einigen neue Erkenntnisse für meinen nächsten
    24Std Lauf gemacht.

    Am Schluss kamen 141km zusammen.....

    Gruss Juschne

  8. #8
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    Standard

    Glückwunsch! Das war doch schon mal ein prima Einstieg. Selten, dass gleich der erste 24er ein voller Erfolg wird. Es ist ja auch Neuland nicht nur für den Körper sondern auch für den Kopf. Und auch durch dir Nacht laufen ist für viele nicht so einfach. Die Erfahrungen, die du gesammelt hast, sind Gold wert und werden dir bei deinen nächsten 24er gut helfen.

    Gruss Tommi


    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  9. #9
    Avatar von holli1
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    Ja Glückwunsch für den ersten 24er finde ich, hast Du dich richtig gut geschlagen..
    Tolle Leistungen
    Gruß
    Tom


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  10. #10
    Rennrum
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    Hallo Juschne,

    freut mich, dass es dir gefallen hat.
    Es ist ja schon ein bischen eine Abenteuerexpedition, auch wenn man sich auf relativ engem Raum bewegt.

    Meine Erfahrung ist auch, dass man ab einem bestimmten Punkt möglichst nicht mehr länger pausieren sollte, da sonst der Wiedereinstieg sehr sehr mühselig ist. Wenn es gewittert sollte man aber schon in Deckung gehen. Blitzschlag ist eine durchaus reale Gefahr.

    Dem Laufen durch die Nacht kann man aber durchaus Positives abgewinnen, finde ich. Und wenn es nur das Erlebnis ist, wieder in den neuen Tag reinzulaufen mit ersten Vogelstimmen, Dämmerung und schließlich Sonnenaufgang.

    Schöne Grüße
    Rennrum
    (der vielleicht nächstes Jahr wieder in Brugg laufen wird... ???)

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