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  1. #1

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    Standard Bitte um Einschätzung der Laufgemeinde

    Liebe Gleichgesinnte!

    Bin neu hier. Hallllooo erstmal…
    Obwohl ich bislang alle Themen in diesem Forum durchgelesen und Dutzende Bücher übers (Ultra-)Laufen verschlungen habe, wäre froh um viele Meinungen von euch.
    Ich bezeichne mich als Hobbyläufer. Mein Ziel ist es nicht, so schnell wie möglich zu laufen, sondern eine so lange Strecke wie möglich mit Spass und in Würde zurückzulegen.
    Ich hatte dieses Jahr den Irontrail T81 geplant. Nachdem dieser nicht mehr im Angebot ist, überlege ich mir den neuen T121. Nun bin ich mir das erste Mal nicht sicher, ob aufgrund meiner bisherigen Lauferfahrung eine solche Herausforderung vernünftig ist.

    Und zwar aus folgendem Grund: Ich laufe zwar seit 2009, trainiere allerdings unregelmässig übers Jahr. Nur jeweils auf einen bevorstehenden Lauf hin habe ich mich noch so grade recht vorbereitet. Ausser dem K78, den musste ich auf dem Zahnfleisch fertig machen... Andererseits ist das aber auch meine grosse Stärke, dass ich eine m.E. hohe Leidensfähigkeit besitze. UUAAAAARRGGHHHH

    Meine bisherige Erfahrung:

    2010 Berlin Marathon (Zeit: ca. 4:30)
    2011 New York Marathon (Zeit: ca. 4:10)
    2012 Venedig Marathon (Zeit: ca. 3:50)
    2013 100km Etappenlauf in Senegal (Tag 1: 13km; Tag 2: 42km; Tag 3: 24km; Tag 4: 21km)
    2013 K42 Davos (Zeit: ca. 6:30)
    2014 100km Etappenlauf in Sahara (Tag 1: 30km morgens plus 7km nachts; Tag 2: 21km; Tag 3: 42km)
    2014 K78 Davos (Zeit: ca. 12:30)

    Was meint ihr dazu? Ich hätte noch acht Monate Zeit…..
    Wenn ich allerdings nun meine bisherige Erfahrung nochmals durchlese, habe ich die Befürchtung, dass ich mir die Antwort gleich selber geben kann: Den T121 auf 2016 verschieben und bis dahin noch viele (Höhen-)Kilometer fressen. Oder?

    Sportliche Grüsse
    Micha

  2. #2
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Standard

    Vom Iron-Trail hab ich keine Ahnung. Aber eines frag ich mich. Wenn du so viel Wert auf Ultralaufen mit Anstand und Würde (was auch immer du darunter verstehst) legst, warum läufst du nicht das ganze Jahr über halbwegs "ultragerecht" und bereitest dich dann aufgrund dieser Grundlage gezielt auf die von dir geplanten Wettkämpfe vor? Das schont vielleicht dann auch dein Zahnfleisch. Eine mehr oder weniger hoch ausgeprägte Leidensfähigkeit haben wohl alle Ultraläufer, ist also nichts besonderes. Das soll aber nicht heißen, dass man es darauf ankommen lassen muss. Ein Ultra, auch ein sehr langer, muss nicht in Leiden ausarten. Das kann man auch einfacher haben, dazu muss man nicht lange laufen

    Gruss Tommi


    Mein Tagebuch: https://forum.runnersworld.de/forum/...er-dicken-Wade

    "Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

    Thorsten Havener

  3. #3
    Avatar von Snitro
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    Ob die Wahl mit dem T121, mit deiner Vorgeschichte eine vernünftig Entscheidung ist wage ich zu bezweifeln. Dich wird beim T121 nicht die Länge, sondern die Höhenmeter zermürben, welche mit 7000 fast 3x so viel sind wie diejenigen des K78.
    Aber wieso muss der Nächste unbedingt der T121 sein? Der SIT findet erst Mitte August statt, bis dahin sind einige Ultras mit geringeren Distanzen im Angebot wo du deine Form testen kannst, z.b ZUT, Eiger Ultra Trail, Trail Maniak, Trail Ticino etc. Lauf dort über eine Distanz zwischen 80-100k und entscheide später ob du den SIT wirklich laufen willst/kannst. Die Anmeldung des SIT schliesst erst Ende Juli und die max. Teilnehmerzahl von 600 wird eh nicht erreicht, somit hast du keinen Stress dich für oder gegen eine Teilnahme am T121 zu entscheiden.

    Stefan

  4. #4

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    Zitat Zitat von Snitro Beitrag anzeigen
    Ob die Wahl mit dem T121, mit deiner Vorgeschichte eine vernünftig Entscheidung ist wage ich zu bezweifeln. Dich wird beim T121 nicht die Länge, sondern die Höhenmeter zermürben, welche mit 7000 fast 3x so viel sind wie diejenigen des K78.
    Aber wieso muss der Nächste unbedingt der T121 sein? Der SIT findet erst Mitte August statt, bis dahin sind einige Ultras mit geringeren Distanzen im Angebot wo du deine Form testen kannst, z.b ZUT, Eiger Ultra Trail, Trail Maniak, Trail Ticino etc. Lauf dort über eine Distanz zwischen 80-100k und entscheide später ob du den SIT wirklich laufen willst/kannst. Die Anmeldung des SIT schliesst erst Ende Juli und die max. Teilnehmerzahl von 600 wird eh nicht erreicht, somit hast du keinen Stress dich für oder gegen eine Teilnahme am T121 zu entscheiden.

    Stefan

    Kann mich dem eigentlich nur anschliessen.

    Zusätzlich zu dem von Stefan erwähnten kommt dazu, dass das Zeitlimit für den T121 bei 40 Stunden liegt. Bei einer Zeit von ca. 12:30 für den K78 wirst Du nicht umhin kommen, am T121 in der Nacht längere Distanzen zu laufen. Ueberlege Dir im voraus, ob es realistisch ist, am Freitag bis 21 Uhr zumindest auf den Orghels-Pass zu gelangen - der soll schon tagsüber nicht einfach zu belaufen sein.
    Wenn ja, läufst Du dann in der Nacht zwischen Savognin und Lenzerheide; dort sind 90% der Strecke als leicht zu taxieren (= ähnlich wie am K78).

    Zwischen den Strecken des K78 und denen des Irontrail liegen "Welten". Im Vergleich mit dem Irontrail ist der K78 vom Ausbaustandard eine sehr gut ausgebaute "Landstrasse".


    Fazit: ich würde bei den gegebenen Voraussetzungen einen Start am T121 erst 2016 ins Auge fassen.

    Und so verrückt es jetzt vielleicht scheinen mag: Wenn schon Irontrail, dann gleich am T201 an den Start gehen.
    Dort hast Du wenigstens die Option, nach 96 Kilometern das Rennen zu beenden und trotzdem in einer Wertung aufgeführt zu werden. Am T121 gibt es nur "Fertiglaufen" oder DNF.
    Momentan ist allerdings noch kein Zeitplan für den T201 vorhanden; eventuell stellt sich dann auch hier die Frage, wie lange Du für die 96 Kilometer maximal unterwegs sein darfst.

    Gruss
    Bruno

  5. #5
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von Blind_Guardian Beitrag anzeigen
    Liebe Gleichgesinnte!

    Ich bezeichne mich als Hobbyläufer. Mein Ziel ist es nicht, so schnell wie möglich zu laufen, sondern eine so lange Strecke wie möglich mit Spass und in Würde zurückzulegen.

    Und zwar aus folgendem Grund: Ich laufe zwar seit 2009, trainiere allerdings unregelmässig übers Jahr.
    Hallo Micha,

    zunächst: Deine Anrede betrachte ich als Irrtum. Obwohl du läufst und gelegentlich auch sehr lange Distanzen zurücklegst, haben zumindest wir beide eine ziemlich abweichende "Gesinnung". Ich stelle mich beispielsweise einer Ultraherausforderung nur, wenn ich sicher bin sie auf der Basis von ausreichend Training auch zu meistern. Meinen speziellen Anspruch an mich selbst, jeden Meter laufen zu wollen, habe ich nie auf andere übertragen, schließlich muss die Zielsetzung jeder mit sich selbst abmachen. Aber Ultralaufen und unregelmäßiges Training passen überhaupt nicht zusammen. Bei Ultraläufern handelt es sich doch gemeinhin um solche Typen, die schon unruhig werden, wenn sie ausnahmsweise zwei Tage nicht gelaufen sind und Laufpausen - egal aus welchen Gründen - fast nicht ertragen können ... Aber lassen wir das.

    122,3 km und 6970 Hm ... wie jemand in deiner Verfassung und auf deiner läuferischen Entwicklungsstufe auf die Idee verfallen kann sich für eine solche Laufveranstaltung anzumelden verstehe ich nicht. Da ist doch schon vorher absehbar, dass du den überwiegenden Teil der Strecke mit Gehen verbringen wirst. Im Übrigen ist dein Körper in all seinen Organsystemen doch gar nicht auf eine solche Strapaze vorbereitet. Was du als hohe Leidensfähigkeit bezeichnest, scheint mir nichts anderes zu sein als mutwilliges Eingehen körperlicher Risiken.

    Bereite dich ausreichend vor. Oder: Starte bei solchen Bewerben, für die deine Ausdauer reicht.

    Alles Gute

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  6. #6

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    Hallo Laufkollegen
    Vielen Dank für eure wertvollen Einschätzungen. Eure Ansichten sind für mich sehr hilfreich!
    Nun geht's wieder ab in den Denkteich; ich denke, ich nehme trailmässig erstmal den T41 in Angriff.

    Beste Grüsse, Micha

  7. #7
    Avatar von florianb
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    Hi Blind_Guardian,

    1. ist Ultralauf überhaupt NIE vernünftig, deshalb macht's ja so viel Spaß.
    2. teste doch einfach Deine Grenzen aus. Wenn Du's schaffst: super. Wenn nicht DNF und nächstes Jahr. War der Lauf nicht Dein Freund, war er Dein Lehrer. Mach's einfach, volles Programm, lebe Deine Träume!
    3. Und schau in der zwischenzeit mal nach geilen Ultras in der Nähe (von Köln aus ist das z.B. Belgien): preiswert, lang, hart, schlammig, schwer.. alles dabeil

    LG

    Flo

  8. #8

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    Zitat Zitat von BugsBunny Beitrag anzeigen
    Kann mich dem eigentlich nur anschliessen.

    Zusätzlich zu dem von Stefan erwähnten kommt dazu, dass das Zeitlimit für den T121 bei 40 Stunden liegt. Bei einer Zeit von ca. 12:30 für den K78 wirst Du nicht umhin kommen, am T121 in der Nacht längere Distanzen zu laufen. Ueberlege Dir im voraus, ob es realistisch ist, am Freitag bis 21 Uhr zumindest auf den Orghels-Pass zu gelangen - der soll schon tagsüber nicht einfach zu belaufen sein.
    Wenn ja, läufst Du dann in der Nacht zwischen Savognin und Lenzerheide; dort sind 90% der Strecke als leicht zu taxieren (= ähnlich wie am K78).

    Gruss
    Bruno

    Nachtrag:

    Heute wurde bekannt, dass es neu auch einen T91 mit ca. 5'400 Höhenmetern geben wird.
    Start am Freitag um 13 Uhr in Bergün/Bravuogn - Zielschluss am Samstag um 24 Uhr in Davos (= 35 Stunden Zeitlimit).

    Strecke ist ab Bergün offenbar mit der des T121 identisch. Bei Start um 13 Uhr heisst das, dass es realistisch sein sollte, den Orghels-Pass und ein Teil des Abstiegs nach Savognin noch bei Tageslicht bewältigen zu können.

    Könnte das eventuell eine Option sein?

    Falls Du schon für den T41 angemeldet bist, kannst Du mit Frau Liebermann (Telefon 0041 81 258 40 26) wegen einer allfälligen Ummeldung Kontakt aufnehmen.

    Gruss Bruno

  9. #9

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    Boa, cool Bruno, danke dir!
    Habe mich noch nicht angemeldet, aber der T41 oder T91 wird's im 2015 sein. Im April den Hamburg Marathon, und für's spezifische Training geht's dann ab in den Alpstein.
    Gruss, Micha

  10. #10
    Avatar von Cheilinus
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    Ich hab 2013 den T41 mitgemacht und ich denke, es gibt zahlreiche Veranstaltungen der Art, die man vorziehen kann. Dass das Kontingent nie voll wird und keine Spitzenläufer an den Start gehen, sagt wohl auch viel aus. Am meisten hat es mich damals gestört, dass das Ganze ja fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfand, sprich kaum Zuschauer unterwegs waren.

    Immerhin gibt es dieses Jahr Rundkurse, die es für Einzelstarter ohne Begleitung nicht mehr ganz so kompliziert macht.
    Pfreimdtaltrail am 6. Mai 2018 - Trailhalbmarathon rund um Trausnitz (Oberpfalz) mit 450 HM
    Organisiert von https://www.istdochallesnursport.de

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