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  1. #26
    Avatar von U_d_o
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    Zitat Zitat von PescheMAX Beitrag anzeigen
    Ich bin jetzt vielleicht ein wenig anmassend, wenn ich Anfänger dich extrem erfahrenen Läufer kritisiere, aber ich teile deine Meinung wirklich nicht.
    Hallo PescheMax,

    anmaßend bist du nicht, nur weil du eine andere Meinung hast. Du liegst nur falsch. Vielleicht hattest du von Natur aus tatsächlich einen höchst merkwürdigen Laufstil. Das mag in Einzelfällen vorkommen. Wenn mir einer aber erzählt als Einsteiger "Vorfuß, Mittelfuß und Fersenlauf" ausprobiert zu haben, um rauszufinden, was ihm "liegt", dann fällt es mir schwer ihn weiter ernst zu nehmen. Zunächst beginnt man damit sich Ausdauer anzueignen. Und so lange nichts zwickt, gibt es absolut keine Veranlassung am Laufstil rumzudoktern. Grob fahrlässig ist das und hat nach Erfahrung eines Physiotherapeuten, der mich mal eine Zeit lang behandelt hat, schon etliche mit Beschwerden oder gar Verletzungen in orthopädische Praxen gezwungen. Wenn überhaupt WESENTLICHE Eingriffe in den Laufstil, dann nur unter Aufsicht und Kontrolle von Trainern/Therapeuten. Woher willst du als Anfänger eigentlich wissen, wie man auf dem Vorfuß richtig läuft? Von Bildern? Und wer garantiert, dass die Versuche mit den Bildern übereinstimmen. Und wer bestätigt, dass eine volle Übereinstimmung tatsächlich rund aussieht und ausfällt? Mit dem, was ein Mensch gemäß seiner genetischen Programmierung als Laufen erlernt hat, kommen die meisten Freizeitläufer aus. Das war schon so, als es noch kein Internet gab, wo jeder jeden mit allem verunsichern kann, das ist so und das wird so bleiben. Denn im Grundsatz ist Laufen eine der einfachsten Sachen der Welt. Das kann jeder Mensch, weil es ihm genetisch vererbt wurde. Anders als etwa Schwimmen, was wir erst lernen müssen.

    Welcher Läufer achtet auf seinen Daumen? Zumal wenn er anfängt zu laufen. Ich rede hier nicht vom letzten Prozent an dem Trainer an leistungsortientierten Läufern noch rumfeilen, weil an Umfängen und Intensitäten, Ernährung und anderen Dingen schon alles ausgeschöpft ist. Wenn ich so etwas lese, kann ich nur den Kopf schütteln. Kopf nicht hängen lassen. Keiner lässt normalerweise seinen Kopf hängen oder spreizt den Daumen extrem ab. Das sind Erscheinungen, die ich noch an keinem Einsteiger beobachtet habe, den ich betreut habe. Ich selbst lasse zuweilen den Kopf hängen. Bei sehr langen Läufen, in der Endphase, weil ich dann todmüde bin. Ich hatte auch schon einen Tag nach einem Lauf einen Muskelkater in den Armen, nach meinem ersten 100 km-Lauf. Danach nie mehr, weil mein Körper entsprechend vorgesorgt hat.

    Ich habe mir vor Jahren mal eine komplette Übertragung des Berlin Marathon im Fernsehen angesehen. Da lief eine Japanerin in der Spitzengruppe der Frauen mit, die mit einem ihrer Arme wild vor der Brust herum fuchtelte. Das sah aus, als hätte sie nach einer Schlaganfallerkrankung irgendeine Behinderung zurück behalten, was höchst wahrscheinlich nicht so war. Es war ihre Eigenheit. Nur der eine Arm, der andere schwang "normal" hin und her. Ich dachte mir damals - am Anfang meiner eigenen Marathon"karriere" -, wie kann ein Mensch so laufen. Das muss sie doch behindern und langsam machen. Na ja, was soll ich sagen: Am Ende hat sie die Frauenkonkurrenz in einer Weltklassezeit gewonnen. Das ist selbstverständlich ein Einzelfall und vielleicht wäre diese Japanerin noch 0,05 % schneller, wenn sie mit dem "blöden" Arm nicht zu rumfuchteln würde. Man kann daraus aber ableiten, wie bedeutend dergleichen Erscheinungen für Freizeitläufer sind. Mehr gibt es für mich zu diesem Thema nicht zu sagen.

    Gruß Udo
    "Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger.
    Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

    PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
    Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

  2. #27
    Pfützen machen glücklich! Avatar von dicke_Wade
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    Zitat Zitat von bones Beitrag anzeigen
    Sonst kam doch immer noch das Angebot eines persönlichen Trainingsplans per mail. Oder gilt das nur für die weiblichen Laufanfänger?

  3. #28
    Jogger & Ukulelespieler Avatar von PescheMAX
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    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    anmaßend bist du nicht, nur weil du eine andere Meinung hast. Du liegst nur falsch.
    Ach so, eine andere Meinung ist eine falsche Meinung ...
    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Wenn mir einer aber erzählt als Einsteiger "Vorfuß, Mittelfuß und Fersenlauf" ausprobiert zu haben, um rauszufinden, was ihm "liegt", dann fällt es mir schwer ihn weiter ernst zu nehmen. Zunächst beginnt man damit sich Ausdauer anzueignen. Und so lange nichts zwickt, gibt es absolut keine Veranlassung am Laufstil rumzudoktern. Grob fahrlässig ist das und hat nach Erfahrung eines Physiotherapeuten, der mich mal eine Zeit lang behandelt hat, schon etliche mit Beschwerden oder gar Verletzungen in orthopädische Praxen gezwungen. Wenn überhaupt WESENTLICHE Eingriffe in den Laufstil, dann nur unter Aufsicht und Kontrolle von Trainern/Therapeuten. Woher willst du als Anfänger eigentlich wissen, wie man auf dem Vorfuß richtig läuft? Von Bildern? Und wer garantiert, dass die Versuche mit den Bildern übereinstimmen. Und wer bestätigt, dass eine volle Übereinstimmung tatsächlich rund aussieht und ausfällt?
    Selbstverständlich kann ich nicht beurteilen, ob ich den einen oder anderen Laufstil "korrekt" ausgeführt habe. Im speziellen haben ich sicherlich keinen "korrekten" Fersenlauf ausprobiert, das hat sich für mich nie gut angefühlt. Aber ich habe versucht, mal mehr in der Mitte, mal mehr vorne "aufzutreffen". Und bei diesen Versuchen herausgefunden, dass sich die eine Art für mich besser anfühlt als die andere.
    Dass du mich deswegen nicht weiter ernst nimmst, ist natürlich dein gutes Recht, aber mir hat es, wie gesagt, sehr geholfen.
    Übrigens: Ich bin überhaupt auf die Idee gekommen, da etwas auszuprobieren, weil mir meine Physiotherapeutin den Tipp gegeben hat.
    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Welcher Läufer achtet auf seinen Daumen? Zumal wenn er anfängt zu laufen. Ich rede hier nicht vom letzten Prozent an dem Trainer an leistungsortientierten Läufern noch rumfeilen, weil an Umfängen und Intensitäten, Ernährung und anderen Dingen schon alles ausgeschöpft ist. Wenn ich so etwas lese, kann ich nur den Kopf schütteln.
    Das habe ich auf Richtig laufen, gute Schrittfrequenz, korrekte Armhaltung*- lauftipps.ch gelesen. Ja, das richtet sich an Anfänger, nicht an Profis. Dort standen einige Tipps, die für mich sehr nützlich waren. Auch wenn du das alles für Humbug hälst.
    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Kopf nicht hängen lassen. Keiner lässt normalerweise seinen Kopf hängen oder spreizt den Daumen extrem ab. Das sind Erscheinungen, die ich noch an keinem Einsteiger beobachtet habe, den ich betreut habe.
    Auf meinen Joggingrunden sehe ich immer wieder mal Leute, die mit hängendem Kopf laufen. Auch Leute, die mit einem Buckel laufen, sehe ich.
    Zum Daumen: Es gibt Leute, die mit geballter Faust laufen und sich dabei verkrampfen. Was ich nicht für vorteilhaft halte. Du magst das anders sehen.
    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Ich selbst lasse zuweilen den Kopf hängen.
    Metaphorisch tun wir das alle mal ;-)
    Zitat Zitat von U_d_o Beitrag anzeigen
    Mehr gibt es für mich zu diesem Thema nicht zu sagen.
    Ich denke auch, wir haben unsere unterschiedlichen Meinungen (und ich meine falsche Meinung) hinreichend geäussert.

    Letzlich muss jeder, auch der TE, für sich selbst entscheiden, ob er mal etwas neues ausprobieren will oder blind darauf vertraut, dass er eh bereits von Natur aus alles optimal macht.

    Gruss
    Pesche
    19. April 2015: Zürich Marathon

  4. #29

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    Zitat Zitat von PescheMAX Beitrag anzeigen
    Letzlich muss jeder, auch der TE, für sich selbst entscheiden, ob er mal etwas neues ausprobieren will oder blind darauf vertraut, dass er eh bereits von Natur aus alles optimal macht.
    Ich bin inzwischen soweit, das ich verschiedene Sachen ausprobieren möchte und ich vertraue auch nicht blind drauf, alles optimal zu machen. Ich laufe momentan aus Zeitgründen nur zweimal die Woche. Habe jetzt in den 6 Läufen dieses Jahr schon ein wenig experimentiert und Spass dabei gehabt. Besonders die morgentlichen Läufe zum Sonnenaufgang machen mir Spass. Da ich nun ein wenig Regelmäßigkeit in meinem Ablauf reinbekommen haben, will ich in naher Zukunft so weiter machen:

    - nach Lauffschuhen schauen -> laufe momentan mit adidas Kanadia 6 Trail -> diese habe ich mir wegen Fussball gekauft, da laufen wir viel im Gelände und dafür sind sie recht gut, finde ich. Aber nun laufe ich viel auf Asphalt und will mich mal beraten lassen.
    - Aktivität erhöhen -> 3x die Woche Laufen
    - Strecken langsam erhöhen. Momentan 7-9 km -> Ziel 10-12 km in unterschiedlichen Variationen
    - Ernährung habe ich schon umgestellt - ich hoffe ich halte es durch (im Alltag als LKW-Fahrer schon ganz schön hart)

    Letztes Jahr bin ich nur sporadisch gelaufen. Dieses Jahr bisher regelmäßig, wenn auch nicht viel (40 km) - aber ich habe wirklich Spass daran gefunden und bin auch bei starken Wind und bei Minungsgraden raus und habe es nicht bereut.

  5. #30
    Jogger & Ukulelespieler Avatar von PescheMAX
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    @SenSeo: Das klingt doch sehr gut! Wind und Minusgrade sind ja nicht so schlimm, wie man es sich vielleicht vorstellt. Wünsche dir weiterhin viel Spass!
    19. April 2015: Zürich Marathon

  6. #31
    Deichfesttreter Avatar von blende8
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    Zitat Zitat von SenSeo Beitrag anzeigen
    - Ernährung habe ich schon umgestellt - ich hoffe ich halte es durch (im Alltag als LKW-Fahrer schon ganz schön hart)
    Kann ich mir gut vorstellen.
    Evtl. isst man da auch manchmal aus Langeweile?
    Ich würde mir da einen ganzen Beutel Möhren einpacken und die unterwegs aufknabbern.

    Homo cursor, M50, Bestzeitenjäger 2011-15 (19:11, 39:22, 61:45, 1:29), seitdem Spaßläufer
    "Training ist wie ein Medikament. Wenn ich es überdosiere, habe ich irgendwann auch die Nebenwirkungen." (R. Hambrecht, Kardiologe)

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