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Erfahrungen Mikrofrakturierung im linken Knie als Hilfe und Tagebuch

Erfahrungen Mikrofrakturierung im linken Knie als Hilfe und Tagebuch

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Hallo Mein Name ist Silvio,

ich bin Stand jetzt 39Jahre alt, 1,97m groß, 114kg schwer (aktuell). Ich gehe gerne Wandern, habe früher viel Fußball gespielt und habe seit 2015 im linken Knie kein Kreuzband mehr, was im Alltag kein Problem darstellt, da bei den ärztlichen Tests immer gesagt wurde und wird, dass es stabil ist und manche es gar nicht gemerkt hätten ;)

Und nun ich bin Juli 2023 in ein Loch getreten, knacks und ein Knirschen mit großen Schmerzen war da. 1 Woche später sind wir nach Norwegen gefahren und ich habe 3 Wochen Wanderurlaub gemacht mit Ibuprofen und die Schmerzen wurden während dessen besser. Allerdings hatte ich im Laufe der Zeit das Gefühl, dass etwas nicht ok ist und auch, dass etwas im Knie umherwandert...

Hausarzt meinte, dass sich das wieder gibt - ich bestand auf ein MRT - September 2023 gemacht - Mitte Oktober das Ergebnis:

Knorpelschaden linkes Knie, mediale Femurchondyle mit freiem Gelenkkörper im Knie...

Leider Recht gehabt :(

So bin ich zum Orthopäden und der meinte: Gelenkkörper raus, Mikrofrakturierung.

Dies Geschah am 09.02.2024, vor aktuell etwas mehr als 12 Wochen.

2 tage Krankenhaus, dann nach Hause und 6 Wochen durfte ich überhaupt nicht belasten. Kontrolltermin 1 Woche später fiel aus, daher hatte ich nach der OP den 1. Kontrolltermin nach 2 Wochen. Bein sah wohl gut aus, Nähte kamen raus und ich bekam von da an für 4 Wochen eine Bewegungsschiene.

Die Bewegungsschiene habe ich täglich mehrere Stunden gemacht und auch Physio.

Nach 5 Wochen meinte meine Physio, dass ich etwas abrollen soll beim Laufen.

Nach 6 Wochen, bin ich innerhalb von anderthalb Wochen von Teilbelastung zur Vollbelastung gegangen.

Hatte zwischendurch Schmerzen am Innenband. Diese gingen weg und in den letzten 4 Wochen nach dem Beginn der Vollbelastung ist es schon insgesamt besser geworden, nur machen mir 2 Sachen noch etwas Sorgen:

1. ich habe beim Treppensteigen (hoch, wie runter, wobei bei runter, wenn das linke Bein noch auf der Stufe steht) einen stechenden (nicht wirklich schlimmen Schmerz) - der ist allerdings mal da ist und mal nicht. Nach Kniebeugen oder Ausfallschritt ist er weg, sonst mal ja mal nein - das ist echt komisch
2. Ich habe beim normalen Gehen egtl gar keine Schmerzen nur Druck auf der Innenseite, allerdings in Ruhe, bei angewinkeltem Knie ein Gefühl von Muskelkater im Bein und Knie, sowie ein leichtes Pochen

Beispiel: Am Samstag, 04.05.24 waren wir im Garten und auch recht anstrengende Gartenarbeit gemacht (mit Bandage), Wenig Probleme, Gestern am Sonntag, 05.05.2024 hatte ich so gut, wie keine Probleme und heute zieht es wieder mehr...

Hat jemand Ideen? 2 Ärzte meinten, dass das besser wird, wenn die Muskeln wieder aufgebaut sind..

Am Schlimmsten in der Ganzen Zeit war immer, dass ich gar nicht wirklich wusste, mache ich gerade alles richtig, oder nicht...

Ich werde euch versuchen wöchentlich zu berichten, wie es weitergeht.

So mein Kurzbericht ;)

Re: Erfahrungen Mikrofrakturierung im linken Knie als Hilfe und Tagebuch

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Hallo Zusammen,

ich möchte mal einen Zwischenbericht abgeben es sind nun 13 Wochen seit der Operation. ich habe vor 2 Wochen einen anderen Orthopäden gefragt und der meinte, dass ich sehr zufrieden sein kann und Menschen teilweise viel mehr Probleme haben. Er meinte, dass ich nach 6 Monaten (26 Wochen) schauen soll, wie die Beschwerden sind - da habe ich also Teilzeit :)

Ich kann das Bein komplett strecken und ein beugen.

Es ist mit den Schmerzen beim Treppensteigen insgesamt besser geworden - es gibt Momente da schmerzt es gar nicht, wenn es schmerzt ist es besser und weniger geworden - obwohl mich wundert, warum es mal wehtut und mal nicht.

Ich bewege mich viel: Spazierengehen, kleine Wanderungen, Fahrradfahren, Kniebeugen und Ausfallschritte (ohne Schmerzen).

Es zieht mal hier und da, was aber erträglich ist und ich dennoch hoffe, dass es sich noch verbessert. Ab und an nehme ich Ibuprofen.

Wir waren Samstag (11.05.2024) in Erfurt auf einem Gartenmarkt und dann in der Stadt bummeln - das ging sehr gut, da hatte ich auch keine Ibu genommen. Nach 5 Stunden habe ich das Knie schon gemerkt, aber das ist normal, denke ich - Sonntag hatte ich dann etwas mehr Probleme.

Alles in allem, hat sich das Knie (klopf auf Holz) in den letzten Wochen verbessert - mit Potential der weiteren Verbesserung - aber bin ganz zufrieden.

Gruß Silvio

Re: Erfahrungen Mikrofrakturierung im linken Knie als Hilfe und Tagebuch

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Hallo Zusammen,

ich möchte mal einen weiteren Zwischenbericht abgeben:

Also ich kann ganz gut, nur mit einem kleinem Druckgefühl, die Treppen und auch höhere Stufen hoch und runter. Doof ist nur, dass ich in Ruhr ein zeihen habe und bei kleinen Bewegungen ohne Bodenkontakt ein ziehen rechts neben der Kniescheibe. Ich hatte das bereits vor zwei Wochen und da war ich bei meinem Arzt: ich habe jetzt eine 10Tägige Ibuprofenkur hinter mir, aber es ist immer noch so oder so ähnlich. Auch hab ich leichte Schmerzen im Gelenkspalt bei normalen gehen.

Arzt meint, dass es 9 oder 12Monate dauern kann, bis das noch besser wird...

So das kleine Update

Re: Erfahrungen Mikrofrakturierung im linken Knie als Hilfe und Tagebuch

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Silvio1984 hat geschrieben: 06.05.2024, 14:03 Am Schlimmsten in der Ganzen Zeit war immer, dass ich gar nicht wirklich wusste, mache ich gerade alles richtig, oder nicht...
Hallo Silvio,

auch ich habe "Knie" und musste mich einer minimalinvasiven OP - Teilresektion Innenmeniskus - unterziehen. Ich war als Läufer schon an vielem lädiert, aber nie am Knie. Mit bekanntem Zwicken und Zwacken weiß ich umzugehen, kann einschätzen, wann ich noch auf der sicheren und wann auf der Risikoseite liege ... äh mich bewege. Nun nach der OP am Knie, in der Rekonvaleszenz, hänge ich genauso in der Luft und "löchere" Ärzte wie auch Physios: Wann darf ich was tun, dazu in welcher Intensität, Dauer, Häufigkeit. Dabei bleibe ich vorsichtig, um den Heilungserfolg nicht durch falschen Ehrgeiz infrage zu stellen. Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass das Knie bewegt werden muss, damit sich die nicht durchbluteten Anteile, Knochen, Knorpel, Bänder "ernähren" und wo "kaputt" regenerieren können. Zudem muss die nach der OP verbliebene Flüssigkeit im Gewebe rings ums Knie abgebaut/verdrängt werden (Knie wird während OP "geflutet", damit zwischen den Knorpeln "Raum zum Arbeiten entsteht").

Ich fände es "unnatürlich", wenn sich das Knie nicht dann und wann während des Heilungsprozesses, bei bzw. nach manueller Therapie oder auch bei wachsender Wiederbelastung in Form leichter Beschwerden "melden" würde. Also zwickt es da drin dann und wann, was jedoch nie wirklich schmerzhaft wird. Dazu bin ich dann doch zu vorsichtig. Mir ist auch bewusst, dass orthopädische Heilungsprozesse nicht gleichförmig verlaufen. Das musste ich oft genug am eigenen Leib erfahren. An manchen Tagen fühlt sich das operierte Knie "supergut" an, an anderen nicht. Entsprechend verhält es sich mit meiner "Verunsicherungskurve". An den guten Tagen herrscht Zuversicht vor bald in den Laufzirkus zurückkehren zu können, an schlechteren frage ich mich, ob das überhaupt nochmal was wird mit dem Laufen.

Ob ich alles richtig mache? Woher soll ich das wissen? Ich verhalte mich defensiv, befrage medizinische Fachleute, traue mich nach und nach die Belastung zu erhöhen. Ob ich damit den "Königsweg" beschreite oder doch teilweise daneben unterwegs bin, werde ich in einigen Wochen wissen.

Gruß Udo
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