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Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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Nachdem ich über ein Jahr mit z.T. massiven Knieschmerzen zu kämpfen und aufgrund wenig aussagekräftiger MRT-Ergebnisse so einige Orthopäden aufgesucht hatte, wurde nun vor 4 Wochen eine diagnositische Arthroskopie durchgeführt, und bei dieser ein Riss im Innenmeniskus und eine gereizte Plica mediopatellaris festgestellt.
Der Riss wurde genäht, die Plica entfernt.
Seit wenigen Tagen darf ich das Knie wieder bis zu 90 Grad beugen (Teilbelastung weiterhin auf max.15kg beschränkt), was doch ziemlich schmerzhaft ist. Auch ist das Kniegelenk nach wie vor geschwollen.
Mir ist durchaus bewusst, dass Verläufe immer sehr individuell sind, und ich halte mich natürlich an das Behandlungsschema meines behandelnden Arztes.
Trotzdem wollte ich in die Runde fragen, ob und was hier für Erfahrungen bei solchen Eingriffen gemacht wurden, wie lange Schmerzen und Schwellungen vorhanden waren, wann eine eingermaßen schmerzfreie Vollbelastung und zumindest Alltagsaktivität wieder erreicht werden konnte. Die erzwungene Ruhe schlägt mir doch teilweise ganz schön aufs Gemüt, und teilweise schaffe ich es nicht gut, Sorgen bzgl. des weiteren Verlaufs zu unterdrücken.
Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust und Zeit, ein wenig von seinen Erfahrungen zu berichten.

Einen schönen Sonntag wünsche ich!

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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Hatte auch einen Meniskusriss, weiß, wovon du sprichst. Es dauerte bei mir 6 Monate, bis ich wieder meine ersten Laufschritte vornehmen konnte, war aber zum Glück ( laufe schon viele Jahre !) ganz schnell wieder drin. Stattdessen bin ich viel mit dem Rad gefahren, das hat mir in dieser Zeit sehr geholfen. Es ist schon über 10 Jahre her - und der Eingriff ist quasi abgehakt. Man muss Geduld haben und vorsichtig sein, dann wird alles gut !

Was die Alltagsbelastung angeht, lief bei mir alles relativ schnell und gut ab, nur beim Laufen musste ich geduldig sein !

Halte durch !

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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ultraistgut hat geschrieben: Hatte auch einen Meniskusriss, weiß, wovon du sprichst. Es dauerte bei mir 6 Monate, bis ich wieder meine ersten Laufschritte vornehmen konnte, war aber zum Glück ( laufe schon viele Jahre !) ganz schnell wieder drin. Stattdessen bin ich viel mit dem Rad gefahren, das hat mir in dieser Zeit sehr geholfen. Es ist schon über 10 Jahre her - und der Eingriff ist quasi abgehakt. Man muss Geduld haben und vorsichtig sein, dann wird alles gut !

Was die Alltagsbelastung angeht, lief bei mir alles relativ schnell und gut ab, nur beim Laufen musste ich geduldig sein !

Halte durch !
Vielen lieben Dank für den Zuspruch, es tut gut, solche Berichte zu lesen!
Schön, dass bei dir alles so gut verlaufen ist.
Gerade fühlt sich das Knie noch ziemlich bescheiden an, beim leichten Beugen "springt" bzw. "ruckelt" es und schmerzt, ich bin mir nicht sicher, ob da die Quadriceps-Sehne irgendwo reibt (das war davor nicht der Fall)- sowas beunruhigt mich dann immer gleich ziemlich.

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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tc88 hat geschrieben: 07.07.2024, 13:08Trotzdem wollte ich in die Runde fragen, ob und was hier für Erfahrungen bei solchen Eingriffen gemacht wurden, wie lange Schmerzen und Schwellungen vorhanden waren, wann eine eingermaßen schmerzfreie Vollbelastung und zumindest Alltagsaktivität wieder erreicht werden konnte. Die erzwungene Ruhe schlägt mir doch teilweise ganz schön aufs Gemüt, und teilweise schaffe ich es nicht gut, Sorgen bzgl. des weiteren Verlaufs zu unterdrücken.
Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust und Zeit, ein wenig von seinen Erfahrungen zu berichten.
Hallo tc88,

genau genommen habe ich überhaupt keine Lust von meinen Erfahrungen zu berichten. Was daran liegt, dass meine Arthroskopie mit Teilresektion des Innenmeniskus, links erst 7 Wochen her ist und ich natürlich jetzt und bis auf weiteres nicht laufen darf. Im Übrigen auch noch nicht laufen will, weil mir jede Belastung durch längeres Gehen oder Fahrradfahren oder ... oder ... oder ... spätestens am darauffolgenden Tag eine heftige Rüge meines Knies einträgt. Dabei tue ich nichts, was ich gemäß operierenden Arztes oder Physiotherapeut nicht dürfte.

Die so genannte Vollbelastung des Knies durfte ich bereits 10 Tage nach der OP vornehmen und dank sofortiger Lymphdrainage Behandlungen des Physio ging auch die Schwellung rasch zurück, die ja hauptsächlich durch anlässlich der OP ins Knie und die Knieumgebung diffundierendes Wasser entsteht. Zurückzuführen auf die Flüssigkeit, die während der OP das Knie "aufbläht", damit Zwischenräume entstehen, in denen der Operateur "arbeiten" kann.

Je normaler mein Knie von außen aussah, umso mehr durfte ich "tun". So kams, dass das anfänglich weitgehend beschwerdefreie Knie mehr und mehr protestierte. Natürlich war die Beweglichkeit, sowohl beim Strecken als auch beim Anfersen lange massiv eingeschränkt. Und auch hier mache ich die unschöne Erfahrung, dass mit wachsender Beweglichkeit offenbar auch der Protest des Knies beim Ausnutzen dieser Beweglichkeit zunimmt.

Es ist für mich völlig natürlich und klar (auch weil ich das von anderen Verletzungs-/Rekonvaleszenzverläufen her genauso kenne), dass mein mentales Befinden zu einhundert Prozent mit den täglichen, stündlichen, minütlichen guten oder unguten Äußerungen meines Knies einhergeht. Es gab Tage, da war ich fast sicher "bald" wieder mit dem Laufen beginnen zu können. Dann kamen die Rückschläge, insbesondere an einem Tag, als ich fünf Kilometer nicht allzu schnell mit dem Hund spazierenging, die mich absolut in die Finsternis warfen: Laufen? Wie soll es je wieder dazu kommen, wenn schon ein bisschen Gehen von meinem Knie im Bereich des operierten Meniskus dermaßen übelgenommen wird.

Eines meiner hauptsächlichen Handicaps ist mein Alter. Mit 70 dauert eben jede positive körperliche Veränderung, wie für den Heilungsprozess erforderlich, viel länger. Im Moment gehe ich davon aus selbst nach den vom Operateur zuletzt veranschlagten etwa 12 - 14 Wochen Laufabstinenz noch nicht wieder Laufschritte wagen zu dürfen. Allerdings habe ich keine Ahnung davon, was in den kommenden Wochen mit dem Knie passieren wird. Und, ob es je wieder völlig beschwerdefrei seinen Laufdienst versehen wird, ist ohnehin fraglich.

Nichts tun, stillhalten, wenig bewegen ist aber definitiv auch keine Option. Im Allgemeinen schon und im Falle eines Knorpels oder knorpeligen Gewebes zweimal nicht. Denn nur durch Bewegung kann sich das Gelenk ernähren. Also versuche ich durch den Wechsel von moderater Belastung und Ruhe voranzukommen. Wie sonst im Training beim Aufbau von Ausdauer. Nur dass ich auf - was Kraft- und Ausdauereinsatz angeht - so niedrigem Niveau offensichtlich zu leicht überziehe ... Oder eben auch nicht. Vielleicht muss das ja so sein!?

Ich kann dir also weder Hoffnungen machen, noch beabsichtige ich dir den Mut zu nehmen. Was ich aber ganz bestimmt ausdrücken will, ist, dass du unendlich viel Geduld brauchen wirst. Immerhin muss das Knie entsetzlich hohe Belastungen aushalten, jahrzehntelang schon und nun beim Gesunden wieder mehr und mehr. Wie hoch die Belastung tatsächlich ist, wird einem erst bewusst, wenn das Knie verletzt ist und revoltiert.

Ich wünsche dir (und mir) baldige Heilung.

Gruß Udo

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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U_d_o hat geschrieben: 09.07.2024, 14:45
tc88 hat geschrieben: 07.07.2024, 13:08Trotzdem wollte ich in die Runde fragen, ob und was hier für Erfahrungen bei solchen Eingriffen gemacht wurden, wie lange Schmerzen und Schwellungen vorhanden waren, wann eine eingermaßen schmerzfreie Vollbelastung und zumindest Alltagsaktivität wieder erreicht werden konnte. Die erzwungene Ruhe schlägt mir doch teilweise ganz schön aufs Gemüt, und teilweise schaffe ich es nicht gut, Sorgen bzgl. des weiteren Verlaufs zu unterdrücken.
Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust und Zeit, ein wenig von seinen Erfahrungen zu berichten.
Hallo tc88,

genau genommen habe ich überhaupt keine Lust von meinen Erfahrungen zu berichten. Was daran liegt, dass meine Arthroskopie mit Teilresektion des Innenmeniskus, links erst 7 Wochen her ist und ich natürlich jetzt und bis auf weiteres nicht laufen darf. Im Übrigen auch noch nicht laufen will, weil mir jede Belastung durch längeres Gehen oder Fahrradfahren oder ... oder ... oder ... spätestens am darauffolgenden Tag eine heftige Rüge meines Knies einträgt. Dabei tue ich nichts, was ich gemäß operierenden Arztes oder Physiotherapeut nicht dürfte.

Die so genannte Vollbelastung des Knies durfte ich bereits 10 Tage nach der OP vornehmen und dank sofortiger Lymphdrainage Behandlungen des Physio ging auch die Schwellung rasch zurück, die ja hauptsächlich durch anlässlich der OP ins Knie und die Knieumgebung diffundierendes Wasser entsteht. Zurückzuführen auf die Flüssigkeit, die während der OP das Knie "aufbläht", damit Zwischenräume entstehen, in denen der Operateur "arbeiten" kann.

Je normaler mein Knie von außen aussah, umso mehr durfte ich "tun". So kams, dass das anfänglich weitgehend beschwerdefreie Knie mehr und mehr protestierte. Natürlich war die Beweglichkeit, sowohl beim Strecken als auch beim Anfersen lange massiv eingeschränkt. Und auch hier mache ich die unschöne Erfahrung, dass mit wachsender Beweglichkeit offenbar auch der Protest des Knies beim Ausnutzen dieser Beweglichkeit zunimmt.

Es ist für mich völlig natürlich und klar (auch weil ich das von anderen Verletzungs-/Rekonvaleszenzverläufen her genauso kenne), dass mein mentales Befinden zu einhundert Prozent mit den täglichen, stündlichen, minütlichen guten oder unguten Äußerungen meines Knies einhergeht. Es gab Tage, da war ich fast sicher "bald" wieder mit dem Laufen beginnen zu können. Dann kamen die Rückschläge, insbesondere an einem Tag, als ich fünf Kilometer nicht allzu schnell mit dem Hund spazierenging, die mich absolut in die Finsternis warfen: Laufen? Wie soll es je wieder dazu kommen, wenn schon ein bisschen Gehen von meinem Knie im Bereich des operierten Meniskus dermaßen übelgenommen wird.

Eines meiner hauptsächlichen Handicaps ist mein Alter. Mit 70 dauert eben jede positive körperliche Veränderung, wie für den Heilungsprozess erforderlich, viel länger. Im Moment gehe ich davon aus selbst nach den vom Operateur zuletzt veranschlagten etwa 12 - 14 Wochen Laufabstinenz noch nicht wieder Laufschritte wagen zu dürfen. Allerdings habe ich keine Ahnung davon, was in den kommenden Wochen mit dem Knie passieren wird. Und, ob es je wieder völlig beschwerdefrei seinen Laufdienst versehen wird, ist ohnehin fraglich.

Nichts tun, stillhalten, wenig bewegen ist aber definitiv auch keine Option. Im Allgemeinen schon und im Falle eines Knorpels oder knorpeligen Gewebes zweimal nicht. Denn nur durch Bewegung kann sich das Gelenk ernähren. Also versuche ich durch den Wechsel von moderater Belastung und Ruhe voranzukommen. Wie sonst im Training beim Aufbau von Ausdauer. Nur dass ich auf - was Kraft- und Ausdauereinsatz angeht - so niedrigem Niveau offensichtlich zu leicht überziehe ... Oder eben auch nicht. Vielleicht muss das ja so sein!?

Ich kann dir also weder Hoffnungen machen, noch beabsichtige ich dir den Mut zu nehmen. Was ich aber ganz bestimmt ausdrücken will, ist, dass du unendlich viel Geduld brauchen wirst. Immerhin muss das Knie entsetzlich hohe Belastungen aushalten, jahrzehntelang schon und nun beim Gesunden wieder mehr und mehr. Wie hoch die Belastung tatsächlich ist, wird einem erst bewusst, wenn das Knie verletzt ist und revoltiert.

Ich wünsche dir (und mir) baldige Heilung.

Gruß Udo

Hallo Udo,

habe Dank für deine Antwort, und umso mehr deshalb, dass du diese trotz mir absolut nachvollziehbarer Lustlosigkeit verfasst hast.
Ich hatte von deiner aktuelle Situation schon in ein paar anderen Fäden gelesen.
Wie auch bei dir hängt mein allgemeines Befinden zu sehr großen Teilen vom Zustand meines Knies ab, und ist deshalb momentan ( bzw. eigentlich schon seit über einem Jahr) entsprechend düster.
Wie hältst du dich irgendwie "bei Laune"?
Mir ist momentan komplett schleierhaft, wie ich in gut einer Woche, wenn ich wohl wieder ohne UAGs und Orthese unter Vollbelastung und ohne Bewegungseinschränkung gehen darf, wieder einsteigen soll. Natürlich werde ich den Empfehlungen von Ärzten und Physio folgen, aber auch diese sind ja immer basierend auf "Durchschnittswerten". Ich weiß, dass ich eher zum Zu- Viel- Tun neige, andererseits habe ich wirklich Angst, dass die Naht, die nun hoffentlich nach 6 Wochen fast kompletter Ruhestellung eingermaßen zusammengewachsen ist, wieder aufgeht. Und nach dem, was ich so im letzten Jahr an "Empfehlungen" von Ärzten zu meinem Knie gehört habe, ist es doch um mein Vertrauen in deren Kompetenz aktuell nicht allzu gut bestellt, und meine Geduld...nun ja, was bleibt einem auch anderes übrig...
Ich werde, wie du, austesten müssen, und entsprechend reagieren... Kannst du radfahren, und wenn ja, in welchem Umfang?

Alles Gute wünsche ich dir!

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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Ich hatte kurz vor Udo meine Teilmeniskusentfernung (aber keine Naht wie du). Meine Physio hat mir das Radfahren direkt empfohlen. Am Anfang langsam und ohne Druck und dann nach empfinden im Knie steigern. Ihr ging es um die Beweglichkeit des Knies.
Meinem Knie tat es sehr gut, allerdings durfte ich mich nicht in die Pedale einklicken, das schmerzte doch schnell. Lag aber evtl. an einer schlechten Einstellung des Schuhs

PS: Ich habe kein Problem mit dem langsamen Neueinstieg ins Laufen.
Ich war immer nur Freudeläuferin und Laufen gegen Depression, immer ohne Ambitionen.
Vor der OP half mir dann Gehen gegen Depression, Zeit habe ich als Rentnerin ja.
Aber die OP hat mein Knie so massiv verbessert, ich freue mich einfach so sehr darüber, dass ich gerne die Geduld aufbringe, die ich für den Wiederaufbau benötige
Jetzt erst merke ich WIE stark mich der Dauerschmerz psychisch belastet hat
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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Hallo,

das ist alles so furchtbar individuell und subjektiv. Dazu ein Beispiel: Der Zufall treibt manchmal solchen Schabernack, dass ich versucht bin doch an überirdische Eingriffe in menschliche Schicksale zu glauben. Ich habe einen guten Freund, früher einer der besten Ultraläufer Österreichs - bis eine Serie von Missgeschicken ihn sukzessive lahmlegte. Irgendwann war der "Gummi" im rechten Knie runter. Mit gezüchteten Knorpelimplantaten (und sehr viel Zeit) wurde das Knie so belastbar, dass er wieder zu laufen begann. Vor einiger Zeit begann das andere Knie, das linke, zu zicken. Anders als zuvor das rechte. Nachdem er bei der Arbeit übel gestolpert war, musste er sich einer sofortigen Arthroskopie unterziehen. Ergebnis: Einriss Innenmeniskus links. Wie bei mir, zur selben Zeit. Wenn ich den erwische, der solche Koinzidenzen unter Freunden in Szene setzt, dann würge ich ihn!

Meinem Freund wurde auch am Meniskus "rumgeschnippelt", er hatte jedoch bei weitem weniger Schwierigkeiten nach der OP als ich. Und er durfte praktisch vom ersten Tag an das Knie mit vollem Gewicht belasten. Auch Radfahren war erlaubt. Du siehst daran, wie unterschiedlich die Verletzung und "Instandsetzung" verlaufen kann. Mein Freund hat auch den Vorteil 20 Jahre jünger zu sein als ich. Es bringt also wenig sich mit anderen in der Hinsicht vergleichen zu wollen, was man wann und in welcher Intensität wieder tun darf.

Was mich angeht belaste ich mein Knie mit drei sportlichen Disziplinen. Ich fahre Rad, bislang nicht mehr als etwa 16 km und ohne Ambition, was das Tempo angeht. Disziplin zwei ist Gehen. Ich habe es mit zügigem Gehen versucht, bis zu 6 km und musste feststellen, dass das zu heftig war. Ich werde mich künftig zurücknehmen, zum Beispiel langsamer Gehen. Dritte Disziplin ist Krafttraining. Insoweit die Übungen zu "Lasten" des Knies gehen halte ich mich an die Vorgabe des Arztes: wenig Gewicht, viele Wiederholungen, also irgendwas zwischen Kraftausdauer und Ausdauer. Zum Beispiel die Beinpresse mit 3 x 50 Wiederholungen. Gewicht erwähne ich hier nicht, weil es absolut individuell ist. Diese drei Bewegungs-/Belastungsformen wende ich wechselweise und kombiniert an. Achte auf Erholung zwischendrin. Nach der Belastung packe ich Eis aufs Knie, auch das eine dringende Empfehlung meiner Behandler. Darüber hinaus massiere ich das Knie, versuche die Kniescheibe beweglicher zu machen, das will mein Physio von mir. Noch ist die Beweglichkeit beim Anfersen eingeschränkt. Beim Strecken so gut wie nicht mehr. Und wie schon geschrieben: Das Knie protestiert nach jeder Belastung. Der Physio hält das für normal. Okay, glaube ich ihm mal und bleibe dran.

Nichts tun ist keine Alternative, zu wenig tun auch nicht. Nur welche Dosis ist die richtige?

Musst du für dich rausfinden.

Gruß Udo

Re: Erfahrungen nach Meniskus -OP mit Naht

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d'Oma joggt hat geschrieben: 11.07.2024, 16:56 Ich hatte kurz vor Udo meine Teilmeniskusentfernung (aber keine Naht wie du). Meine Physio hat mir das Radfahren direkt empfohlen. Am Anfang langsam und ohne Druck und dann nach empfinden im Knie steigern. Ihr ging es um die Beweglichkeit des Knies.
Meinem Knie tat es sehr gut, allerdings durfte ich mich nicht in die Pedale einklicken, das schmerzte doch schnell. Lag aber evtl. an einer schlechten Einstellung des Schuhs

PS: Ich habe kein Problem mit dem langsamen Neueinstieg ins Laufen.
Ich war immer nur Freudeläuferin und Laufen gegen Depression, immer ohne Ambitionen.
Vor der OP half mir dann Gehen gegen Depression, Zeit habe ich als Rentnerin ja.
Aber die OP hat mein Knie so massiv verbessert, ich freue mich einfach so sehr darüber, dass ich gerne die Geduld aufbringe, die ich für den Wiederaufbau benötige
Jetzt erst merke ich WIE stark mich der Dauerschmerz psychisch belastet hat
Vielen Dank auch dir für deine Antwort! Ja, die psychische Belastung durch den Dauerschmerz und die damit verbundenen Einschränkungen sind nicht ohne, gerade, wenn die Bewegung als Bewältigungsstrategie dient...Schön, dass es bei dir aufwärts zu gehen scheint!

Ich wäre erst einmal auch wirklich froh, wenn ich wieder uneingeschränkt gehen und hoffentlich auch radfahren könnte. Das Laufen ist momentan in ziemlich ferne Zukunft gerückt. Ich denke, dass auch ich, so wie du, gut und gerne weiterhin Geduld aufbringen kann, wenn ich den Eindruck habe, dass die OP nachhaltig etwas verbessert hat. Gerade fühlt es sich allerdings alles noch ziemlich schmerzhaft wund, steif, holpgig und zerrig an.

Dir weiterhin gute Besserung und alles Gute!
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