12. Berliner Ostermarathon 04.04.2026
Es ist schon eine liebgewonnene Tradition:
Am Karfreitag fahre ich mit dem Zug nach Berlin um dort am Folgetag beim
Oster-MA teilzunehmen. Auch schon mehrmals dabei gewesen meine Lauf-
freunde aus München
Mit Andreas (Bettingen) und seiner Frau Judith auch Läuferin/Teilnehmerin
habe ich mich schon verabredet. Wir fahren gemeinsam im ICE nach Berlin -
Sie sitzen ab München drin, ich steige in Nürnberg zu. Dann laufen wir in unser
Hotel: Abion am Spreebogen. Es in einer früheren Molkerei (herrlich umgebaut/
renoviert) untergebracht und Sie kennen es bereits von einem früheren Aufenthalt.
Es ist eine sehr gute Wahl, stelle ich fest - nachdem wir uns am Abend zuvor in
einer Pizzeria gemeinsam gestärkt haben, frühstücken wir am Morgen.
Mit den Öffis geht es anschließend nach Spandau.
Der Start ist wie immer in der Kleingartenkolonie HOKA IV an der Tegeler
Brücke direkt an der Laube von Ulrich "Etze" Etzrod, den ich seit vielen
Jahren kenne, mit samt seiner Frau hat Er über viele Jahre diesen Lauf
aufgebaut und organisiert - nun macht dies Jörn Künster mit den alten
Recken um Etze und einigen neuen fleißigen Helfern. Viele "Stammgäste"
sind da, man kennt sich und doch gibt es auch immer neue Gesichter, so
lerne ich einen jungen Läufer kennen, der heute seinen 1.Marathon laufen
will und entsprechend aufgeregt ist. Zu den Stammgästen zähle nicht nur
ich (mit meiner 6.Teilnahme), auch meine Münchner Lauffreunde und auch
Udo aus Augsburg gehört unter anderen dazu. Ein weiteres "Urgestein" ist
bereits als Frühstarterin seit 8Uhr auf der Strecke: Sigrid Eichner. Mit 2.425
MA/Ultras (zum Jahreswechsel) ist Sie mit Abstand die Frau mit den Meisten!
Kurz vorm Start um 10Uhr das Briefing:
4 VP's wird es wieder geben und wie immer der Hinweis. Das Wasser muss
bis auf wenige Ausnahmen links von Euch liegen. Zur hervorragenden
Markierung kommt in diesem Jahr noch die KM-Angaben dazu... eine wirk-
lich tolle Idee.
Ca. 70 Starter(innen) versammeln sich am Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal
und unter dem Gebell von Bruno (dem Hund von Etze) geht es los.
Da es kurz zuvor noch etwas geregnet hat und ein eher durchwachsenes
Wetter angekündigt ist, laufe ich doch lieber mit langen Shirt, die kurze Hose
passt aber gut dazu. Nach knapp einem KM biegen wir ab vom Kanal und
nach einem kurzen Waldstück erreichen wir auch schon den Tegeler See.
Genauere Wegbeschreibungen werde ich mir ersparen, das habe ich schon
mehrfach bei vergangenen Laufberichten zum Oster-MA hier gemacht.
Immer wieder kommt die Sonne heraus und erfreut mein Lauferlebnis und
die Frühlingsfreude. Hat es doch erst vor wenigen Tag bei uns noch einen
kleinen Wintereinbruch mit Schneefall gegeben... umso mehr ist es einfach
herzerwärmend zu sehen wie alles sprießt und blüht und die Sonnenstrahlen
willkommen geheißen werden.
Wie immer (mal mehr, mal weniger) werden hier am See Vorbereitungen für
die Bootssaison getroffen, da werden Planen von Schiffen entfernt. frische Farbe
aufgetragen, kleinere Boote zu Wasser gebracht und andere Seebesucher gehen
einfach nur mit oder ohne Hund spazieren oder drehen eine kleine Joggingrunde.
Wir mit unseren Startnummern fallen da schon etwas aus den Rahmen und so
stellt immer wieder mal ein Passant sich die Frage: "was ist den hier los?"
Das Läuferfeld hat sich schnell entzerrt und ich bin meinen Bekannten doch ein
wenig enteilt. Mir geht es soweit gut und etwas Zwicken hier und da ist bald
herausgelaufen und es kann relativ flüssig (für meine Verhältnisse) vorangehen.
Auf dem Weg nach Norden laufen wir alsbald auf die beeindruckende Tegeler
Hafenbrücke auch Sechserbrücke genannt zu (siehe Foto). Beim Überlaufen
haben wir auch noch die Humboldtinsel unter uns gelassen. Vorbei an Boots-
vermietungen umlaufen wir die Nordspitze, auch Großer Malchsee genannt, um
auf der Westseite wieder nach Süden zu laufen. Immer am See entlang haben
wir vorbei am Strandbad und den 1.VP erreicht.
Am Tegelort haben wir die Havel erreicht und laufen direkt am Wasser wieder
nordwärts. Herrliche Wege, ab und zu Sonnenschein und gut laufbarer Unter-
grund, dazu beste Markierung... als das erfreut mein Läuferherz und macht gute
Laune. Vorbei an Konradshöhe erreichen wir Alt-Heiligensee, hier geht's durchs
Wohngebiet. Post- und Paketzusteller kreuzen des öftern unseren Weg, Anwohner
sind mit Einkäufen beschäftigt, wir laufen zielstrebig unseren Wegweisungen hinter-
her. Rechts uns uns nun Heiligensee, links Anlegestellen und direkte Anwohner des
Nieder-Neuendorfer-See. Über die Hennigsdorfer Str. und die Ruppiner Chaussee
gelangen wir zum 2.VP nahe Hennigsdorf und wieder geht es auf der anderen Seite
des See's bzw. Havel (auch Kanal) wieder nach Süden. Rechts von uns Gewerbe-
gebiete und unzählige Bahnschienen die Alstom-Konzern gehören.
Irgendwo hier (ca. KM22)läuft ein "zierliches Persönchen" vor mir, nicht so ganz
rund... das kann doch nur die Sigrid sein - ja klar da habe ich Sie richtig erkannt.
Mehr gehend als laufend... aber wer will es Ihr mit 85 Jahren verdenken?
Ich wäre froh wenn ich dieses Alter erreiche... und noch laufen kann. Unzählige
Male bin ich schon mit Ihr unterwegs gewesen. Ich grüße Sie herzlich und wie so
oft, Sie kennt meinen Namen nicht, aber an mein Gesicht kann Sie sich sicherlich
erinnern. Sie lächelt und winkt, Sie ist ja schon über 4Std. unterwegs - nach 8:25
wird Sie wieder mal im Ziel ankommen.
Über die Spandauer Allee erreiche ich Nieder-Neuendorf mit dem gleichnamigen,
ehemaligen Grenzturm - das erweckt Erinnerungen an meine 5 Teilnahmen beim
Mauerweglauf. Mit viel Grün und Wald geht es weiter an der Havel entlang zum
3.VP, ich habe kurz zuvor ein Gel genommen, spüle hier mit reichlich Iso und
Wasser hinterher. Bald versperrt uns der Aalemannkanal (als Ausbuchtung der
Havel) den Weg - wir dürfen nicht den kurzen Weg über die Brücke nehmen, wir
müssen um ihn herum laufen. Endlose Anlegestellen links von uns, die Markierung
führt uns für 1,5KM weg vom Wasser. Durch eine große Baustelle hindurch werden
wir zur Wasserstadtbrücke gelotst, auch die Spandauer Seebrücke überqueren wir
nicht. Weiter westwärts zum letzten VP, erst bei Eiswerder (Insel in der Spandauer
See) überqueren wir die Havel und laufen am Ostufer Richtung Berlin-Spandauer-
Schifffahrtskanal, der wird bei KM41 überlaufen und dann geht es den letzten KM
auf unser Ziel zu. Kurz vor der Kleingartenkolonie jubelt mir schon Etze zu, nun noch
nach links abbiegen, dort steht das Ziel in der Laube.
Ich komme mit 4:37 Std an - eine Zeit, da bin ich äußerst zufrieden, kriege die Medaille
umgehängt. Sofort gehe ich zum Finish-VP, ein alkfreies Bierchen muss schon sein - zum
Anstoßen kommt gleich der Marathon-Neuling der überglücklich gefinisht hat, seine Partnerin
ist mächtig stolz auf Ihn und Sie wollen gleich noch ein paar Tipps haben für den Folgetag
und überhaupt wie das so weitergehen kann. Nun ich erzähle ein wenig von meinem Werde-
gang.... und das es Jeder selbst finden muss, was sein Weg ist...
Schnell finden sich die Anderen ein, Judith ist bald auch da, dann kommt auch Andreas. Bevor
Udo ankommt muss ich schon weg, ich fahre nochmals mit Ihnen zum Hotel und kann bei Ihnen
im Zimmer duschen, da ich bereits ausgecheckt habe. Dann verabschiede ich mich schnell - wir
werden uns in 2 Wochen wiedersehen, da laufe ich den 5. Munich Urban Trail bei Andreas.
Über den Berliner Hauptbahnhof geht's mit dem ICE nach Hause - das Osterfest hat gut begonnen!
Gruß Roland
Zu den Fotos:
1. Mit meinen Münchner Lauffreunden: Judith und Andreas am Hotel
2. Hotel am Spreebogen - der hintere Teil ist die ehemalige Molkerei
3. Herrliche Fassaden gegenüber an der Spree
Re: Immer wieder am Ostersamstag... an den Tegeler Seen
2Weitere Fotos:
1. Hier bei Etze's Laube geht es los
2. Briefing durch Jörn Künster kurz vorm Start
3. Laufimpressionen am Tegeler See
1. Hier bei Etze's Laube geht es los
2. Briefing durch Jörn Künster kurz vorm Start
3. Laufimpressionen am Tegeler See
runners.high - Nomen est omen 
Re: Immer wieder am Ostersamstag... an den Tegeler Seen
3Weitere Fotos:
1. Eine von vielen Brücken: Tegeler Hafenbrücke (auch Sechserbrücke genannt)
2. Läuferversammlung am VP
3. Tolle Fuß-/Radbrücke über die Havel
1. Eine von vielen Brücken: Tegeler Hafenbrücke (auch Sechserbrücke genannt)
2. Läuferversammlung am VP
3. Tolle Fuß-/Radbrücke über die Havel
runners.high - Nomen est omen 
Re: Immer wieder am Ostersamstag... an den Tegeler Seen
4Weitere Fotos:
1. Boot auf der Havel - im Hintergrund die Eiswerder Brücke
2. Herzliche Begrüßung am letzten VP (kurz vor Eiswerder Brücke)
3. Hier geht's ins Ziel
1. Boot auf der Havel - im Hintergrund die Eiswerder Brücke
2. Herzliche Begrüßung am letzten VP (kurz vor Eiswerder Brücke)
3. Hier geht's ins Ziel
runners.high - Nomen est omen 
Re: Immer wieder am Ostersamstag... an den Tegeler Seen
5Weitere Fotos:
1. Finisherfoto mit dem Marathonneuling
2. Mitbringsel: Start-Nr., Urkunde und Medaille
3. Garmindaten zum Ostermarathon
1. Finisherfoto mit dem Marathonneuling
2. Mitbringsel: Start-Nr., Urkunde und Medaille
3. Garmindaten zum Ostermarathon
runners.high - Nomen est omen 