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Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8203
Dirk_H hat geschrieben: 23.11.2022, 12:16
Am Ende ist so ein Forum eine beidseitige Geschichte. Ohne Plattform kein Forum, aber ohne Nutzer und deren Beiträge ebenfalls nicht.
Für mich überspannt das den Bogen von Seiten der Plattform.
Ich habe Tim jetzt um Löschung des Accounts gebeten. Selber kann man das ja anscheinend nicht.
Das unterschreibe ich zu 100%.

Ich finde es einfach unübersichtlich, anstrengend zu lesen und habe eigentlich gar keine Lust die Themen zu lesen wo einem das Bild beim selben Beitrag dreimal durch die Werbung verschoben wird.

Schade war eigentlich das einzig brauchbare Laufforum.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8206
Steffen42 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:31 Bei Nike gibt es zum Black Friday mit Code GOBIG22 25%.
Sollte auch für reduzierte Sachen gelten.

Ich probiere mal aus, ob ich den Tempo next statt für 120€ (was schon ok ist) auch für 90€ bekomme.

Edit: yup. Geht. Man muss sich nur anmelden.
Super Tipp! Danke!

Die Forensoftware stört mich weniger, noscript haut alles weg. Aber beim Kauf-Checkout habe ich 3 Anläufe gebraucht.

Wahnsinn auch die Preise für Vaporfly und Alphafly, die schon reduziert sind. Aber die brauchen andere eher wie ich. Vielleicht liest Dirk ja doch noch mit :frown:

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8207
Den schwarz-roten TN% gab/gibt es sogar für 74,97€ inklusive des Gutscheins, das ist wohl ganz ok, wenn auch nicht alle Größen. Der Checkout bei NIKE ist dafür ein Abenteuer der besonderen Art, teilweise erhielt ich die Fehlermeldung, dass die PLZ in der Rechnungsadresse zu lang sei... :tocktock:
Zum Forum: Adguard unter Android sieht auch gut aus, da taucht dann ab und zu mal eine kleine weiße Fläche auf, aber ohne den Lesefluss groß zu stören.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8208
Für Dirk ist doch Weihnachten und Ostern und Geburtstag gleichzeitig. :D

Hab bei den hellgrünen Tempo Next auch zugeschlagen. Bei 90€ wäre es auch verwerflich, die stehen zu lassen.

Morgen halten wir mal die Augen bei den Shops der Hersteller offen. Ich glaube, Saucony hatte letztes Jahr ziemlich gute Deals zu BF. Bei New Balance waren auch wenige gute dabei. An mehr erinnere ich mich nicht. :peinlich:

Apropos: falls jemand ein gutes Angebot für einen On Cloud 5 sieht -> ping me. Suche den als Freizeitschuh. Bisher nix signifikant unter 130€.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8209
Heute angekommen:
download/file.php?mode=view&id=89162

2 x Fastwitch 9 um in Summe €153,--, ein echtes Schnäppchen! Einmal in Größe 43, einmal in 44.
Hintergrund ist, dass ich bereits einen Fastwitch 9 laufe (Gr.44), der aber doch schon einige km drauf hat - und man weiß ja nie wie lange die Dinger noch produziert werden! Der 44er ist also als Reserve für flotte Trainingsläufe gedacht, den 43er habe ich als Wettkampfschuh geplant.
(Meine normale Größe - auch bei Saucony - ist übrigens 42,5 - aber der Fastwitch 9 ist extrem eng geschnitten)

Wenn man bedenkt, dass ich vor ein paar Wochen € 190,-- für einen Saucony Tempus bezahlt habe ... naja, man gönnt sich ja sonst nichts! Bei den beiden billigen Fastwitch waren sogar jeweils passende Ersatz-Schuhbänder dabei!
Dateianhänge

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8210
Steffen42 hat geschrieben: 24.11.2022, 22:42 Morgen halten wir mal die Augen bei den Shops der Hersteller offen. Ich glaube, Saucony hatte letztes Jahr ziemlich gute Deals zu BF. Bei New Balance waren auch wenige gute dabei. An mehr erinnere ich mich nicht. :peinlich:

Apropos: falls jemand ein gutes Angebot für einen On Cloud 5 sieht -> ping me. Suche den als Freizeitschuh. Bisher nix signifikant unter 130€.
New Balance sieht ganz nett aus, Aber nichts für mich dabei bzw. da bin ich zu unentschieden im Moment
Saucony: Kinvara wollte ich schon schreiben für 84€, habe aber gerade gesehen, dass er bei keller-sports sogar für 65,90 zu haben ist - natürlich meine Größe wieder vergriffen :motz: ich dachte ja immer, ich wäre klein, aber irgendwie sind die Schuhe trotzdem immer als erstes weg

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8216
Steffen42 hat geschrieben: 23.11.2022, 12:42
Dirk_H hat geschrieben: 23.11.2022, 12:36 Wie auch immer: PN wegen Löschung ist raus.
Schade, schade. Aber nachvollziehbar. Wir bleiben in Kontakt, mindestens über Zwift. Vielleicht bauen wir uns ja was eigenes mit den Sub 3:20ern. Die Kosten sind vernachlässigbar, wenn wir das hinter geschlossenem Rollladen machen. :nick:

So habe ich es vor einigen Jahren auch mit einer Truppe Foto-Heinis gemacht, als uns das große Forum mit Bezug zu einem japanischen Kamerahersteller vergrault hat. So richtig vernachlässigbar sind die Kosten allerdings nicht. Wir hätten vielleicht nicht aus Haftungsgründen eine Gesellschaft als Betreiberin des Forums gründen sollen. Nun haben wir jährlich Steuerberater-Kosten an der Backe. Das geht ganz sicher auch schlanker …

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8218
Steffen42 hat geschrieben: 04.12.2022, 11:04
Der Kinvara Pro könnte sehr spannend werden.
Vor allem bei der Frage, warum sich das Ding Kinvara nennen darf. Sieht für mich aus wie ein Endo Speed / Shift - Hybride.

Funfact, bei den Sketchers, der als nächstes Video angeteasert wird, dachte ich zuerst das ist ein neuer Endo Speed 😂
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Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8219
JoelH hat geschrieben: 04.12.2022, 11:43
Vor allem bei der Frage, warum sich das Ding Kinvara nennen darf. Sieht für mich aus wie ein Endo Speed / Shift - Hybride.
Der wird so viel Kinvara sein, wie ein Boston 10 ein Boston. Wäre aber vermutlich nicht verkehrt, wenn Saucony mal unterhalb Endorphin ein wenig aufräumt, das wird langsam unübersichtlich.

Wenn das ein Tempus ohne Stütze werden sollte, können wir uns auf einen tollen Schuh freuen. Der läuft sich wirklich sehr gut und in dem Segment um die 250g ist auf jeden Fall Platz für den Kinvara Pro.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8227
Ich hatte ja den Speed 2 zu meinem neuen Lieblingsschuh gekürt. Zumindest zum besten Allrounder. Nun habe ich mir nach Dirks Lobhudelei mal den 3er gegönnt. Beim Anziehen war ich etwas enttäuscht, weil der sehr breit ist. Das kann man aber gut über die Schnürung kompensieren. Bisher bin ich nur sehr locker damit gelaufen. Was mir aber sofort aufgefallen war, ist der wirklich gute Grip auf nassem Asphalt. Das ist deutlich besser als beim 2er. Und ansonsten fühlt er sich super bequem und dennoch sehr dynamisch an. Ich merke beim Laufen tatsächlich kaum Unterschiede zum 2er. Scheint eine echte Verbesserung zu sein.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8229
Das stimmt. Gerade im Winter oder wenn es mal etwas feucht auf der Straße ist, könnte ich mir den 3er auch als echte Alternative für schnelle Einheiten vorstellen. Ich bin mir sicher, daß er den TN hier nicht ersetzen wird. Aber bei nicht optimalen Bedingungen könnte er einfach geeigneter sein. Allrounder eben...

Ich stimme Dir aber voll und ganz zu. Auch das ist wieder sehr individuell.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8230
Welche Mehrheit? So viele haben die 3er Endos doch gar nicht 🤷🏼‍♂️

Aber ich gebe zu, ich finde der 3pro hat auf nassem Asphalt kaum Grip.

Aber sicher kommt das oft auch auf den Asphalt an. Wenn der vorher schmutzig war, dann bildet sich oft so ein Schmierfilm und darauf sehen die meisten Schuhe schlecht aus.
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Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8231
Die Strecken, wo ich jetzt damit gelaufen bin, waren teilweise mit Lauf übersäht und auch ordentlich verschmutzt. Auch da haben die einen guten Job gemacht. Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob auf dem Niveau vom Liberate oder vom Boston. Es war aber so, daß ich auch QTEs oder TDLs bei Nässen dort absolvieren würde. Und durch meinen eigenartigen Laufstil lebe ich vom Abdruck. Wenn ich den nicht setzen kann, wird es wirklich unangenehm. Dann rutsche ich immer nach hinten durch. Durch enge Kurven hatte ich auch keine wahrnehmbaren Probleme. Ich beobachte das mal weiter. Von den Pro kenne ich keinen. Von daher kann ich das nicht vergleichen.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8232
Die gut gedämpften, trotzdem leichten und schnellen Laufschuhe sind schon eine großartige Innovation. Hab jedes Mal richtig Spaß darin, meine bescheidenen Tempoeinheiten zu machen. Die alten, brettharten, Racingflats vermisse ich null.

Wie sieht es bei Euch, die viel mehr harte Tempoeinheiten in den neuen Schuhen machen, jetzt mit Verletzungen aus? Mehr/gleich/weniger als früher? Ist natürlich rein anekdotisch und nicht repräsentativ. Vielleicht gibt es auch Studien?

Mein Bauchgefühl sagt: das werden nicht mehr sein, eher weniger.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8233
Tatsächlich laufe ich aktuell nur sehr wenig und wenn, dann meist mit den soften Carboniden, in der Tat. Auch heute wieder, eigentlich hatte ich mir vorgenommen mal wieder meine Newton aus zu führen, aber dann wurde es der Endo Pro 1. Eigentlich gar nicht so mein Schuh, aber irgendwie hat er mich doch angelacht.
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Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8234
Ich laufe relativ wenige harte Einheiten und war früher schon nicht oft verletzt, ich kann daher die Frage nicht beantworten. Zu dem haben sich bei mir auch einige andere Dinge geändert, da ist schwer zu sagen, was an den Schuhen liegt und was nicht.
Trotzdem würde ich deiner Einschätzung, @Steffen42 zustimmen, das es weniger Verletzungen gibt. Wobei es natürlich auch vom Läufer abhängt. Nur noch QTE würde ich auch mit den Schuhen nicht empfehlen, denn dann gibt es auch eine Überlastung. Die Grenzen verschieben sich, aber auch das wird sich irgendwann einpendeln und dann auch mit den Schuhen wieder mehr Verletzungen geben, da es weniger an den Schuhen sondern mehr am Läufer und seinem Training liegt.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8235
Catch-22 hat geschrieben: 09.12.2022, 23:40Die Grenzen verschieben sich, aber auch das wird sich irgendwann einpendeln und dann auch mit den Schuhen wieder mehr Verletzungen geben, da es weniger an den Schuhen sondern mehr am Läufer und seinem Training liegt.
So sehe ich das auch. Bessere Regeneration werden viele dazu nutzen "noch mehr" zu trainieren und dann sind sie irgendwann wieder an dem Punkt wo sie vorher schon waren.
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Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8236
Catch-22 hat geschrieben: 09.12.2022, 23:40Nur noch QTE würde ich auch mit den Schuhen nicht empfehlen, denn dann gibt es auch eine Überlastung. Die Grenzen verschieben sich, aber auch das wird sich irgendwann einpendeln und dann auch mit den Schuhen wieder mehr Verletzungen geben, da es weniger an den Schuhen sondern mehr am Läufer und seinem Training liegt.
Gibt es denn hier Läufer, bei denen sich die Grenzen verschoben haben und die mehr QTE machen?

@Dartan vielleicht, aber der hat schon mit Flats jede Menge gemacht. :wink:

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8237
Steffen42 hat geschrieben: 10.12.2022, 08:59 Gibt es denn hier Läufer, bei denen sich die Grenzen verschoben haben und die mehr QTE machen?
Ich mache nach wie vor ein bis maximal zwei Einheiten, die über Jogging hinausgehen. Die verdaue ich aber deutlich besser und bin am Tag nach einer intensiveren Einheit muskulär nicht völlig am A... Auch längere Läufe sind deutlich leichter zu verdauen. In der Vergangenheit konnte ich mich ziemlich gut von langen Läufen im Gelände erholen. Klar, da war Abwechslung, Be- und Entlastung, aber auch weicher Boden. Heute kann ich auch einen Lala auf Asphalt ganz passabel vertragen. Und für einen Senior ist mein Laufvolumen ganz ordentlich. Auch das macht keine Probleme. Nun kann man nicht alles auf die Schuhe schieben. Es gibt ja auch andere Veränderungen. Aber das muskuläre Gefühl am Tag bzw. den Tagen nach intensiveren Einheiten lässt die Vermutung aufkommen, daß Impact deutlich an Bedrohlichkeit verloren hat.

Ob man nun deswegen mehr QTEs benötigt oder laufen sollte, bezweifle ich. Muskuläre Themen sind halt nur ein Thema. Ich bin ja immer noch überzeugt, daß Kilometer nur durch Kilometer ersetzt werden können. Und an zweiter Stelle das regelmäßig und sachte Einfügen von intensiveren Geschichten. Und ich würde behaupten, daß die Schuhe mehr Raum für Priorität eins schaffen und Priorität zwei besser verdaulich machen. Und zweitens begünstigt erstens.

Was noch dazu kommt... die Schuhe machen wirklich Spaß und das schafft Motivation. Das wiederum ist eine super Zutat, um überhaupt am Ball zu bleiben. Man könnte das auch als Priorität Null oder einfach Hygienefaktor betrachten :wink:

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8238
leviathan hat geschrieben: 10.12.2022, 10:37 Ich mache nach wie vor ein bis maximal zwei Einheiten, die über Jogging hinausgehen. Die verdaue ich aber deutlich besser und bin am Tag nach einer intensiveren Einheit muskulär nicht völlig am A... Auch längere Läufe sind deutlich leichter zu verdauen. In der Vergangenheit konnte ich mich ziemlich gut von langen Läufen im Gelände erholen. Klar, da war Abwechslung, Be- und Entlastung, aber auch weicher Boden. Heute kann ich auch einen Lala auf Asphalt ganz passabel vertragen. Und für einen Senior ist mein Laufvolumen ganz ordentlich. Auch das macht keine Probleme. Nun kann man nicht alles auf die Schuhe schieben. Es gibt ja auch andere Veränderungen. Aber das muskuläre Gefühl am Tag bzw. den Tagen nach intensiveren Einheiten lässt die Vermutung aufkommen, daß Impact deutlich an Bedrohlichkeit verloren hat.

Ob man nun deswegen mehr QTEs benötigt oder laufen sollte, bezweifle ich. Muskuläre Themen sind halt nur ein Thema. Ich bin ja immer noch überzeugt, daß Kilometer nur durch Kilometer ersetzt werden können. Und an zweiter Stelle das regelmäßig und sachte Einfügen von intensiveren Geschichten. Und ich würde behaupten, daß die Schuhe mehr Raum für Priorität eins schaffen und Priorität zwei besser verdaulich machen. Und zweitens begünstigt erstens.

Was noch dazu kommt... die Schuhe machen wirklich Spaß und das schafft Motivation. Das wiederum ist eine super Zutat, um überhaupt am Ball zu bleiben. Man könnte das auch als Priorität Null oder einfach Hygienefaktor betrachten :wink:
👍 +1 , der "Gefällt mir"-Button fehlt ausserordentlich
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Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8239
Steffen42 hat geschrieben: 10.12.2022, 08:59 Gibt es denn hier Läufer, bei denen sich die Grenzen verschoben haben und die mehr QTE machen?

@Dartan vielleicht, aber der hat schon mit Flats jede Menge gemacht. :wink:
Hier, also den Thread, würde ich da gar nicht als Maßstab nehmen. War den die Verletzungsrate hier so hoch? Hatte ich nicht den Eindruck. Von vernünftiger Trainingsgestaltung haben die meisten auch Ahnung.

Interessant wird es, wenn die breite Masse anfängt hauptsächlich in den Schuhen zu laufen. Da sind sie noch nicht so ganz angekommen, auch wenn einige schon die Schuhe im Schrank haben. Beim HM in Essen hatten erstaunlich wenige die neuen Schuhe an, damit trainieren werden dann noch weniger. Das hat mich wirklich sehr überrascht. Insbesondere Verletzungsanfällige werden da sicher auch zögerlich sein. Ich höre immer noch die Argumente, dass die Schuhe eine Waffe seien, nicht lange haltbar und nur für Läufer, die schneller als 4min/km laufen. Hier muss noch ein gewaltiges Umdenken stattfinden. Ähnliche Argumente kommen auch zum Invincible Run, der sei ein Dauerlaufschuh für schnell Läufer und nicht für normalos gedacht, das ZoomX sei nichts für unsereiner.
Schau dir einfach Mal an wie lang Levi gebraucht hat um umzusteigen und er gehört zu den aufgeklärt Läufern.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8240
Catch-22 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:23
Steffen42 hat geschrieben: 10.12.2022, 08:59 Gibt es denn hier Läufer, bei denen sich die Grenzen verschoben haben und die mehr QTE machen?

@Dartan vielleicht, aber der hat schon mit Flats jede Menge gemacht. :wink:
[…]
Beim HM in Essen hatten erstaunlich wenige die neuen Schuhe an, damit trainieren werden dann noch weniger. Das hat mich wirklich sehr überrascht.
Hm, natürlich keine Ahnung wie das in Essen jetzt war, aber ich vermute das wird tatsächlich primär eine Frage der Leistungsklasse sein? Beim Berlin Marathon z.B. um mich herum im Startblock (also Zielzeit etwas über 3:00h) hatte ich den Eindruck das bestimmt >50% mit Carbon unterwegs waren.

Ansonsten, „Grenze verschoben“ finde ich schwer zu sagen, bewusst wohl nicht? Aber indirekt wohl schon, da mit besser regenerierten Beinen und Schuhen die zum flott laufen verleiten, die Gefahr groß ist gerade das mittel-intensive Zeugs schneller als sonst zu laufen und die Gesamtintensität somit zunimmt.

In der diesjährigen Marathon-Vorbereitung bin ich geschätzt 50% der Kilometer in Carbon-Modellen unterwegs gewesen, und es war meine orthopädisch / muskulär wohl beschwerdefreiste Vorbereitung aller Zeiten. Das wird sicher nicht nur an den Schuhen liegen, aber die werden garantiert einen großen Anteil daran haben. Und gerade nach Tempoeinheiten war der gefühlte Regenerationsbedarf schon fast erschreckend gering. Der Gipfel war eine Vorbereitungs-HM (mit PB!) im Alphafly, wo ich schon zwei Tage später keinerlei Nachwirkungen mehr hatte.

(Fairerweise sollte man noch sagen, das ich auch früher schon fast nie „echte“ Racing-Flats gelaufen bin, sonder primär Modelle wie den Adios/Boston-Boost, die zumindest für damalige Maßstäbe such schon eher weich waren.)

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8241
Catch-22 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:23 Schau dir einfach Mal an wie lang Levi gebraucht hat um umzusteigen und er gehört zu den aufgeklärt Läufern.
Aber eben auch zu den Läufern oder Menschen, die gern und lange an Bewährtem festhalten. Also sicher bin ich kein Early Adopter. Und wenn Adidas den Boston nicht so verändert hätte und mich Dirk nicht über die Klippe geschubst hätte, würde ich die Dinger heute noch nicht laufen :wink:
Ich höre immer noch die Argumente, dass die Schuhe eine Waffe seien, nicht lange haltbar und nur für Läufer, die schneller als 4min/km laufen.
Hier sollte man klar auseinanderhalten, ob man über die Dickschiffe oder die Dickschiffe mit Carbon spricht. Meine Ausführungen bezogen sich auf die Varianten ohne Carbon. Für Wettkämpfe trifft das Argument Waffe sicher zu. Mittlerweile sind sie eher ein Muss, weil der Kompetitive Nachteil ansonsten kaum aufholbar scheint. Ansonsten habe ich meiner Frau jetzt einfach mal ein paar Speed zum Geburtstag geschenkt. Mal schauen, ob sie die Begeisterung teilt. Auch sie hätte von allein sicher auf neue Schuhe verzichtet.

In Bezug auf die Haltbarkeit hatten wir uns hier mehrfach ausgetauscht. Hier hat sich die Realität erfreulicherweise ganz anders dargestellt als die (proklamierte) Erwartung.

Edit wegen Überschneidung:
Dartan hat geschrieben: 10.12.2022, 11:48 (Fairerweise sollte man noch sagen, das ich auch früher schon fast nie „echte“ Racing-Flats gelaufen bin, sonder primär Modelle wie den Adios/Boston-Boost, die zumindest für damalige Maßstäbe such schon eher weich waren.)
Ist bei mir ganz genauso. Den Unterschied merkt man aber dann sehr deutlich, wenn man mal wieder in die geliebten Boston zurückverirrt. Klar, immer noch eine geiler Schuh. Aber eben kein Speed. Und letzterer oder auch der TN ist das neue normal.
Zuletzt geändert von leviathan am 10.12.2022, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8242
Catch-22 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:23War den die Verletzungsrate hier so hoch? Hatte ich nicht den Eindruck. Von vernünftiger Trainingsgestaltung haben die meisten auch Ahnung.
"Hier" ist ja in Teilen deckungsgleich mit dem Sub 3:20 Faden. Hohes Trainingsvolumen, einigermaßen Ahnung von Trainingsplanung und lange Jahre Lauferfahrung in den Beinen. Es fällt mir jetzt schwer, abzuleiten, ob es mehr oder weniger Verletzungen geworden sind. Mal abgesehen von Unfällen, davon hatten wir ja einige, würde ich vom Bauchgefühl sagen: es sind weniger "klassische" Laufverletzungen durch Überlastung geworden. Ist aber, wie gesagt, nur Bauchgefühl. Deshalb frage ich ja hier auch.
Catch-22 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:23 Schau dir einfach Mal an wie lang Levi gebraucht hat um umzusteigen und er gehört zu den aufgeklärt Läufern.
@leviathan hat es meines Erachtens sehr gut zusammengefasst. :daumen:

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8243
Dartan hat geschrieben: 10.12.2022, 11:48 Hm, natürlich keine Ahnung wie das in Essen jetzt war, aber ich vermute das wird tatsächlich primär eine Frage der Leistungsklasse sein? Beim Berlin Marathon z.B. um mich herum im Startblock (also Zielzeit etwas über 3:00h) hatte ich den Eindruck das bestimmt >50% mit Carbon unterwegs waren.
Ich denke nicht, dass es an der Leistungsklasse liegt. Das Feld war bei weitem nicht so groß wie in Berlin, also vielleicht um die 500 Teilnehmer. Vor dem Lauf standen eigentlich alle durchmischt im Sportheim und auf der Strecke ist mir jeder mehrfach entgegen gelaufen.
Ich denke, es liegt mehr an der Bedeutung des Laufs für den einzelnen. Nach meinem Eindruck, werden die Carboner hinter der Spitze eher für die "besonderen" Rennen aufgespart. Was natürlich nicht auf alle zutrifft, ich bin ja auch mit gelaufen. Ein paar andere gab es auch, aber im Vergleich zu einem Stadtmarathon deutlich weniger als erwartet.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8245
leviathan hat geschrieben: 10.12.2022, 11:51 Aber eben auch zu den Läufern oder Menschen, die gern und lange an Bewährtem festhalten. Also sicher bin ich kein Early Adopter. Und wenn Adidas den Boston nicht so verändert hätte und mich Dirk nicht über die Klippe geschubst hätte, würde ich die Dinger heute noch nicht laufen :wink:
Trifft das aber nicht auf die große Masse der Läufer zu? Klar, halten wir uns mit unseren Marotten gerne für etwas besonders. Aber schau mal wie viele Läufer auf Asics und Brooks Dämpfungsmonster fixiert sind und es ihnen nie in den Sinn kommen würde, was anderes zu tragen. Warum auch immer. Ich finde es immer wieder lustig, wenn wir im Sportscheck sind.und ein Kunde von den Verkäufern beraten werden will. Vom ersten bis zum letzten Satz hört man heraus, dass der Kunde wieder mit dem gleichen Modell (bzw. Nachfolger) herausspazieren wird. Gar nicht mal weil die Verkäufer schlecht sind, sondern weil die Käufer gar nicht wirklich beraten werden wollen und nur vom alten Schuh schwärmen und nicht loslassen wollen.
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Hier sollte man klar auseinanderhalten, ob man über die Dickschiffe oder die Dickschiffe mit Carbon spricht. Meine Ausführungen bezogen sich auf die Varianten ohne Carbon. Für Wettkämpfe trifft das Argument Waffe sicher zu. Mittlerweile sind sie eher ein Muss, weil der Kompetitive Nachteil ansonsten kaum aufholbar scheint. Ansonsten habe ich meiner Frau jetzt einfach mal ein paar Speed zum Geburtstag geschenkt. Mal schauen, ob sie die Begeisterung teilt. Auch sie hätte von allein sicher auf neue Schuhe verzichtet.
Würde ich nicht so eingrenzen. Hast du deine Carboner schon ausgepackt?
In Bezug auf die Haltbarkeit hatten wir uns hier mehrfach ausgetauscht. Hier hat sich die Realität erfreulicherweise ganz anders dargestellt als die (proklamierte) Erwartung.
Das ist aber eben noch nicht überall angekommen. Soll ja genug Leute geben, die einen Schuh 2000 km laufen, die werden sich vermutlich nie wirklich dran trauen. (erstaunlicherweise greifen trotzdem viele zu Hokas trotz kurzer Haltbarkeit, da wird wohl ein Auge zu gedrückt, wirklich günstig im UVP sind die dabei auch nicht)

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8246
Steffen42 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:59
Catch-22 hat geschrieben: 10.12.2022, 11:57Nach meinem Eindruck, werden die Carboner hinter der Spitze eher für die "besonderen" Rennen aufgespart.
Klingt für mich nicht nach einer nachvollziehbaren Erklärung. Was sollte man denn "sparen"? (Verschleiß mal außen vor, das wäre ja albern),
Ich sage ja nicht, dass es rational ist. War aber so mein Eindruck in Essen. Vielleicht Geld, die "Schuhe sind nicht langlebig und halten nur 100-200km?" geistert noch in den Köpfen herum, würde ich tippen.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8247
Ich habe übrigens auch schon sehr skurrile Argumente gegen die Plattenschuhe gehört, keine Ahnung ob ich das hier schon mal erzählt habe. Einer meinte mal tatsächlich, er würde auf die Plattenschuhe verzichten, weil Carbon Sondermüll sei und nicht recycelbar wäre. (die meisten anderen Laufschuhe landen zwar auch in der Verbrennung als beim Recycling aber ignorieren wir das mal) Der Herr hat dabei mehrere Carbonräder in der Garage und an den Autos natürlich auch Carbonteile. Das sein aber vertretbar, schließlich seien es keine Verbrauchsteile und langlebig. Ich meinte nur, ich besitze weder Carbonräder noch Auto. Mit dem gesparten Carbon habe ich Carbonschuhe für mehr als nur ein Leben gut.

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8248
Der Laufschuhmarkt 2022

"Laut der Leserumfrage geben die deutschen Lauffans durchschnittlich 377 Euro jährlich für Laufschuhe aus. Im Schnitt besitzen die Befragten sechs Paar Laufschuhe – und das trotz des für den Laufmarkt schwierigen Hitzesommer 2022 und steigender Preise. 2022 lag der Durchschnittspreis für ein Paar Laufschuhe mit ca. 98 Euro etwa vier Euro über dem Niveau von 2019.

Vor allem der Straßenlaufschuhe sind gefragt. Sie konnten den Umsatz-Abwärtstrend der vergangenen zwei Jahre umkehren. Auch Track & Field-Schuhe konnten beim Umsatz wieder deutlich zulegen. Rückläufig ist der Umsatz 2022 hingegen in den Teilbereichen, die während der Corona-Pandemie noch besonders profitiert hatten: Road-Entry-Level-Schuhe und Trailrunning-Schuhe."

https://www.ispo.com/trends/trends-der- ... orona-boom

Re: Laufschuhholics Selbsthilfegruppe

8250
bones hat geschrieben: 13.12.2022, 11:38 "Laut der Leserumfrage geben die deutschen Lauffans durchschnittlich 377 Euro jährlich für Laufschuhe aus. Im Schnitt besitzen die Befragten sechs Paar Laufschuhe – und das trotz des für den Laufmarkt schwierigen Hitzesommer 2022 und steigender Preise. 2022 lag der Durchschnittspreis für ein Paar Laufschuhe mit ca. 98 Euro etwa vier Euro über dem Niveau von 2019.
:haeh: Hier kommen mir irgendwie starke Zweifel daran auf, wie repräsentativ die runners world Leserumfrage tatsächlich ist? :gruebel:

Auch wenn es sicher etliche Ausnahmen wie mich oder den durchschnittlichen Fadenteilnehmer hier gibt :wink:, tue ich mir verdammt schwer damit zu glauben dass der durchschnittliche Sportler sechs Paar Laufschuhe besitzt und fast vier neue Paare pro Jahr kauft? In meiner beobachteten Realität sieht das bei den meisten nicht ganz so ambitionierten Läufern eher so aus, dass sie exakt ein paar Laufschuhe besitzen, in Ausnahmefällen vielleicht mal noch ein zweites, und dass dann einfach so alle 6-12 Monate durch in neues ersetzen.

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