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Der Leichtathletik Diskussionthread

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5051
DoktorAlbern hat geschrieben: 08.11.2023, 08:33
Wie gesagt: Meine persönliche Meinung. Allerdings würde ich "Regionalfürst" durch Bezirksbaron ersetzen. Und zum Thema Rationalität: Das Budget von so manchem 6.Ligisten mit einem Zuschauerschnitt von 400 liegt mit Sicherheit >100.000€ pro Saison. Für die Kohle bekommt man in der LA 10 Athlet*innen auf DM-Podiumsniveau, evtl sogar den ein oder anderen Kaderatlethen. Jetzt mal ganz holzschnittartigartig die Relationen gezeichnet.
Finde den Unterschied.

Alle zwei Wochen 400 Leute vs. ?? Ja, wann sind denn überhaupt Sportfeste?

Auch für den Bezirksbaron geht es um Return of Invest. Und wenn es nur dazu dient in der Region im Gespräch (Zeitung) zu bleiben. Neben dem Fakt, dass das meist auch ein Hobby und damit sonntäglicher Zeitverteib ist.

Es benötigt einen regulären, kontinuierlichen Ligabetrieb, um zu funktionieren. Und selbst dann muss das erst etabliert werden durch einen gewissen Eventcharakter.

Ansonsten hast du eben einen Flickenteppich an Mini-Jobber-Ich-AGs die mehr oder weniger am Existenzminimum nagen, weil sie auch noch Presse/Marketing etc. neben dem Leistungssport leisten müssen.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5052
ruca hat geschrieben: 07.11.2023, 16:56
Santander hat geschrieben: 07.11.2023, 16:25 Anfang der 1990ziger kamen die LA Funktionäre auf die tolle Idee, die Fernsehrechte an das DSF (Deutsches Sportfernsehen, heißt heute Sport1) zu verkaufen. Die Reichweite dieses Sendes war damals gleich null. Keiner konnte mehr LA im Fernsehen schauen.
Tja, da trübt die Erinnerung.

Das DSF wurde erst 1993 gegründet. Ok, grad noch Anfang der 90er.
1995 hatten 65% der Haushalte Kabelanschluss (und damit DSF)*
Vom Rest hatte ein Großteil Sat (Astra analog).
Und hier und da gab es das DSF sogar über Antenne (analog), denn es war ja der Nachfolger von Tele5.

Die Reichweite dürfte über 90% gelegen haben. Aber halt zu weit hinten in der üblichen Kanalliste.
* https://de.wikipedia.org/wiki/Kabelfernsehnetz
ChatGPT sieht das auch so negativ wie ich. :-)
Zitat:
-----------------------
Der Verkauf der Fernsehrechte für Leichtathletik-Events des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) an das deutsche Sportfernsehen in den neunziger Jahren mag auf den ersten Blick wie eine positive Entwicklung erscheinen, hat jedoch im Laufe der Zeit einige nachteilige Auswirkungen auf die Sportart gezeigt.

Zunächst einmal führte die Konzentration der Leichtathletik-Berichterstattung auf ein einzelnes Fernsehnetzwerk dazu, dass andere Sender und Plattformen nur begrenzten Zugang zu dieser Sportart hatten. Dies führte zu einer eingeschränkten Vielfalt und Sichtbarkeit im Fernsehen, da die meisten Leichtathletik-Events nur auf einem einzigen Sender gezeigt wurden. Dies führte dazu, dass viele Menschen, die nicht regelmäßig dieses Netzwerk verfolgten, von der Leichtathletik abgeschnitten waren.

Des Weiteren führte die Kommerzialisierung und der Fokus auf Profitabilität dazu, dass einige Leichtathletik-Events und Disziplinen vernachlässigt wurden, während andere bevorzugt behandelt wurden. Dies führte zu einer Ungleichgewicht in der Darstellung der Sportart und machte es schwieriger für Fans, sich für weniger populäre Disziplinen zu interessieren.

Die Konzentration der Ressourcen auf Fernsehübertragungen führte auch dazu, dass die Basisentwicklung und die Förderung des Leichtathletik-Nachwuchses vernachlässigt wurden. Die Vereine und Schulen erhielten weniger Unterstützung, was letztendlich zu einem Mangel an Talenten und Nachwuchssportlern führte.

Schließlich kann argumentiert werden, dass die exklusive Fernsehübertragung der Leichtathletik zu einer gewissen Entfremdung der Sportart von der breiten Öffentlichkeit geführt hat. Der Sport wurde für viele Menschen weniger zugänglich und weniger relevant, was letztendlich zu einem Rückgang der Interesse und der Beteiligung an Leichtathletik-Veranstaltungen führte.

Insgesamt zeigt der Verkauf der Fernsehrechte für Leichtathletik-Events an das deutsche Sportfernsehen in den neunziger Jahren, dass die Kommerzialisierung und die Exklusivität der Fernsehübertragungen nicht immer positive Auswirkungen auf eine Sportart haben. Dieser Schritt führte zu einigen negativen Entwicklungen, die die Leichtathletik in Deutschland beeinflussten und ihre Position in der Sportlandschaft schwächten.
-----------------------
Zitat Ende

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5053
DoktorAlbern hat geschrieben: 08.11.2023, 08:33 Ich finde es einfach total Schade (wie oft hier diskutiert) wie sich die Sportlandschaft im professionelen Bereich zunehmend verengt. Mit den Eingangs genannten Förderprinzipien wird das eben auch sicher nicht besser.
Ich kann sehr wohl nachvollziehen, was Du schreibst. Persönlich teile ich diese Meinung. ich habe schon immer gern Leichtathletik geschaut und liebe den Sport.

Es gibt grundsätzlich zwei Formen der Finanzierung. Öffentlich und privat. Bei letzterem hast Du entweder jemanden, der ein Hobby pfegt und sein Geld dafür ausgibt oder Du hast ein breites Publikum, dass eine Leidenschaft für das Thema mitbringt. Ist letztere nicht gegeben, wird es schwer Geldgeber mit kommerziellen Antrieb zu bekommen. Und Santander hat hier schon einen Punkt. Die Zahl derer, die LA aktiv verfolgen, ist überschaubar.

Dann bleibt noch die öffentliche Finanzierung. Auch diese Diskussion ist hinlänglich geführt. Es ist aber nicht nur das Geld. Schau mal nach Norwegen. Da sitzt das Geld auch nicht locker. Dennoch performen die ohne Ende in diversen Sportarten. Achtung Übertreibung: wenn Du dort etwas reisst, bist Du ein Volksheld. In Deutschland bist Du erstmal ein potentieller Dopingsünder.

Ich habe leider keine Lösung für das Dilemma. Was ich aber deutlich sehe, ist die fehlende Attraktivität aus verschiedenen Perspektiven.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5054
Santander hat geschrieben: 08.11.2023, 09:02 ChatGPT sieht das auch so negativ wie ich. :-)
was soll uns das nun sagen? Wenn man nicht mehr weiter weiss, nutzt man ChatGPT, weil das ja sowieso immer die richtigen Antworten liefert?

By the way: 1988 (an RTL) und 1992 (an Sat 1) wurden die TV-Rechte an der Bundesliga auch verkauft. Damals gab es Bundesliga dann erstmal nur auf Sat1 (später am Abend auch in der ARD) zu sehen. Hat jetzt nicht gerade zum Todesstoss des Fussballs geführt. Ich bezweifel stark, dass es wirklich ein Reichweitenproblem ist/war.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5055
leviathan hat geschrieben: 08.11.2023, 10:12 Schau mal nach Norwegen. Da sitzt das Geld auch nicht locker. Dennoch performen die ohne Ende in diversen Sportarten. Achtung Übertreibung: wenn Du dort etwas reisst, bist Du ein Volksheld. In Deutschland bist Du erstmal ein potentieller Dopingsünder.
Na ja, man muß sich seine Volkshelden nehmen, wo und wenn da sie sind. Bei uns halt eher im Fußball.....und da wird bekanntlich nicht gedopt. Norwegen war im Wintersport immer schon führend. Bei uns reicht es im Bob- und Rodelsport trotz großer Erfolge nicht zu Volkshelden.
Volkshelden kommen und gehen.....manchmal sogar in den Knast (der Boris). Mit ihnen dann auch die Sportart. Ohne Schummi will keiner mehr die Formel 1 übertragen.

Apropos Doping und Norwegen (gemeint ist Asthma-Spray):
"Die Norweger hatten 6.000 Dosen für 121 Sportler dabei. Allein die Menge macht stutzig."
https://www.deutschlandfunk.de/wintersp ... t-100.html

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5057
Fjodoro hat geschrieben: 08.11.2023, 10:22
By the way: 1988 (an RTL) und 1992 (an Sat 1) wurden die TV-Rechte an der Bundesliga auch verkauft. Damals gab es Bundesliga dann erstmal nur auf Sat1 (später am Abend auch in der ARD) zu sehen. Hat jetzt nicht gerade zum Todesstoss des Fussballs geführt. Ich bezweifel stark, dass es wirklich ein Reichweitenproblem ist/war.
Ich halte Vergleiche anderer Sportartarten mit dem Fussball für sinnfrei. Fussball in D völlig übermächtig ist. Er ist wie Unkraut, es gibt zu viel davon, es gibt es überall und zu jeder Zeit, keiner mag es und trotzdem ist es das Einzige, was beständig wächst. Und das jeden Tag.

Ich erinnere mich noch gut an den Aufschrei damals, denn wir auf dem Land saßen zunächst auf dem trockenen, da kein Kabel und kein Sat. Ja, das gab es bis Anfang der 90er noch, einfach weil Sat-Anlagen damals noch sehr teuer waren und die privaten Programme - na ja - noch nicht wirklich wertvoll, wahrscheinlich sind Hella von Sinnen, Hugo Egon Balder und Co deshalb auch Kult.

Das "Kulturgut" Fussball wurde den öffentlich Rechtlichen entrissen. Mein Gott, was ein Tumult. Heute völlig normaler Alltag.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5058
Santander hat geschrieben: 08.11.2023, 09:02 ChatGPT sieht das auch so negativ wie ich. :-)
ChatGPT hat auch schon erzählt, dass der Hamburg-Marathon über den Rathausmarkt und um den Maschsee führt.

Als Spielerei nett, als Quelle um irgendwas zu beweisen unbrauchbar.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5061
Der Sohn von Nils Schumann, der den interessanten Vornamen Andor Rik trägt, macht seinem Vater alle Ehre. Er ist heute in Erfurt eine 1:56/800m gelaufen. Jahrgang 2008. Vor ein paar Wochen ist er 51:tief auf 400 gelaufen. Beides in der Halle natürlich. Von den Fabelrekorden aus DDR-Zeiten ist das weit weg, aber aktuell wird es wohl höchstens ein oder zwei andere Leute in dem Alter geben, die das laufen können.
200m: 25,38 (Juli 2022)
400m: 53,70 (Juni 2022)
800m: 1:58,93 (Juli 2021)
1500m: 4:05,48 (August 2023)
3000m: 8:54,25 (August 2023)
5000M: 15:55,36 (Juni 2024)
10KM: 33:59 (März 2022)
HM: 1:15:03 (März 2024)
M: 2:47:44 (April 2024)

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5062
Ob das mehr als eine "verrückte" Idee wird: https://www.kicker.de/zone-statt-balken ... 59/artikel

Wobei ich mir das ganz konkret auf Profniveau nicht ganz vorstellen kann. Also wie groß ist die Zone dann. Irgendwie gehört es zum Weitsprung ja dazu das Brett zu treffen, aber das Argument mit den vielen ungültigen Versuchen kann ich nachvollziehen. Wenn man die Zone eng genug wählt, dann könnte da evtl ein Schuh drauß werden.

Daneben wollte ich noch die für mich bemerkenswerteste Leistung der Hallen-DM hervorheben: Johanne Martin. Mit 17 deutsche Meisterin über 400m ist schon ein Wort. Ich bin mal gespannt wie sie sich weiterentwickelt. Die "Jungmeisterin" vom vergangenen Jahr Jolana Kallabis hatte danach erstmal nur Seuche am Schuh. Ich drücke ihr fest die Daumen, dass sie wieder in Fahrt kommt.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5063
DoktorAlbern hat geschrieben: 23.02.2024, 09:12 Ob das mehr als eine "verrückte" Idee wird: https://www.kicker.de/zone-statt-balken ... 59/artikel
Was ein Schwachsinn. Sagen offensichtlich auch alle, die sich wirklich ernsthaft mit Weitsprung beschäftigen. Die WA mag dadurch wohl größere Weiten erzielen. Carl Lewis scheint dagegen getwittert zu haben, dass dadurch nur mehr schlechte Versuche gemessen werden.

Und wie das auf kleinen Meetings gehabt werden soll, ganz zu schweigen von den nötigen Umbauarbeiten in Stadien und deren Finanzierung. Unausgegorener Schwachsinn aus dem Thinktank der Büroetage, die Sport nur aus dem Fernsehen kennt.
DoktorAlbern hat geschrieben: 23.02.2024, 09:12 Daneben wollte ich noch die für mich bemerkenswerteste Leistung der Hallen-DM hervorheben: Johanne Martin. Mit 17 deutsche Meisterin über 400m ist schon ein Wort. Ich bin mal gespannt wie sie sich weiterentwickelt. Die "Jungmeisterin" vom vergangenen Jahr Jolana Kallabis hatte danach erstmal nur Seuche am Schuh. Ich drücke ihr fest die Daumen, dass sie wieder in Fahrt kommt.
Schauen wir mal, Hauptsache sie wird jetzt nicht verheizt. Auf der anderen Seite, Femke Bol ist 3 Sekunden schneller gelaufen das Wochenende, da ist also auch noch (deutlich) Luft nach oben, wenn man über den Tellerrand hinausblickt.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5065
Um eine gerechte, einfache Messung zu erreichen. Du musst ja nicht auf dem Balken abspringen, du darfst ja gerne auch 2 Meter vorher abspringen, das wird aber eben nicht gemessen, sondern erst ab dem Balken.

Und um keinen Videobeweis zu benötigen, zumal es den nicht gab als das System ersonnen wurde, ist das die praktikabelste Lösung.

Und es gehört einfach dazu, das mögliche Drama. Das, sich auf den Punkt zu konzentrieren. Ist m.E. auch ein Teil des Weitsprungs. Mit der neuen Regelung kann jetzt jeder halbwegs talentierte Sprinter auch Weitsprung machen, oder Stabhochspringer, die sind im Anlauf auch sauschnell. Und wenn die keinen Balken treffen müssen, dann kann das plötzlich jeder.

Back to Kinderleichtathletik.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5066
JoelH hat geschrieben: 23.02.2024, 09:28
DoktorAlbern hat geschrieben: 23.02.2024, 09:12 Ob das mehr als eine "verrückte" Idee wird: https://www.kicker.de/zone-statt-balken ... 59/artikel
Was ein Schwachsinn. Sagen offensichtlich auch alle, die sich wirklich ernsthaft mit Weitsprung beschäftigen. Die WA mag dadurch wohl größere Weiten erzielen. Carl Lewis scheint dagegen getwittert zu haben, dass dadurch nur mehr schlechte Versuche gemessen werden.

Und wie das auf kleinen Meetings gehabt werden soll, ganz zu schweigen von den nötigen Umbauarbeiten in Stadien und deren Finanzierung. Unausgegorener Schwachsinn aus dem Thinktank der Büroetage, die Sport nur aus dem Fernsehen kennt.
Haben wir damals (1960 / 1970ziger Jahre) im Schulsport immer so gemacht. Der Bereich um den Balken (Anlauf war Aschebahn) wurde geharkt, der Abstand zwischen dem Abdruck der Fussspitze und dem "Einschlag" im Sandkasten wurde gemessen.
=> 5 gültige Versuche, der Beste kam in die Wertung.

Und nein, ich war auf keiner Waldorf Schule und nein, unser Sportlehrer war kein Achtundsechziger, sondern ein ehemaliger Zehnkämpfer. :D

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5067
JoelH hat geschrieben: 23.02.2024, 09:58 Um eine gerechte, einfache Messung zu erreichen.
Ein Balken ist weder gerechter, noch einfacher.
Im Gegenteil:
Gerecht ist, wenn der gewinnt, der am weitesten springen kann und nicht der, der zufällig den Balken voll getroffen hat.
Einfacher ist es auch nicht. Man misst vom Absprungabdruck bis Einschlag.
Dunkel, nass, windig, kalt. - "Yeah, let's go!!!"
Never stop.
No.Status.Quo.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5068
Ist es nicht ein Teil des besonderen Reizes beim Weitsprung, dass eben auch Technik/Timing dahin trainiert werden muss, den optimalen Absprungpunkt zu treffen?
Man denke mal quer in Richtung anderer Sportarten, wenn man teile des Regelwerks einfach in Frage stellen würde. Abseits beim Fussball? Warum nur? Geht ja nur darum, den Ball ins Tor zu bekommen...

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5069
76er hat geschrieben: 23.02.2024, 15:22 Ist es nicht ein Teil des besonderen Reizes beim Weitsprung, dass eben auch Technik/Timing dahin trainiert werden muss, den optimalen Absprungpunkt zu treffen?
Ok, das könnte man als Argument gelten lassen.
Aber genauso wie über die Abseitsregel diskutiert wird, kann man ja auch mal über die Balkenregel diskutieren.
Ich frage mich, ob man durch Training/Technik den Balken wirklich signifikant besser treffen kann?

Balkengegner, seit der Grundschule. 😜
Dunkel, nass, windig, kalt. - "Yeah, let's go!!!"
Never stop.
No.Status.Quo.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5070
76er hat geschrieben: 23.02.2024, 15:22 Man denke mal quer in Richtung anderer Sportarten, wenn man teile des Regelwerks einfach in Frage stellen würde.
Wird doch eh praktiziert, sprich darüber diskutiert! Wie eben Abseits beim Fußball...
Oder Elfmeterschießen, in den USA haben die das mit Dribbling aufs Tor..

Es gibt im Sport laufend Änderungen bei den Regeln!

Siehe z.B. Overtime-Regelung im American Football vor 2( oder3?) Jahren
Früher hat die Mannschaft gewonnen, die in der Overtime die ersten Punkte erzielt hat.
Da man bemerkt hat, dass das unfair ist (Losglück beim Münzwurf) wurde die Regel dahingehend geändert, dass jedes Team zumindest 1 mal den Ball gehabt haben muss, ehe ein Sieger feststehen kann.

Warum also nicht auch beim Weitsprung über Änderungen diskutieren?

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5071
blende8 hat geschrieben: 23.02.2024, 15:04
JoelH hat geschrieben: 23.02.2024, 09:58 Um eine gerechte, einfache Messung zu erreichen.
Ein Balken ist weder gerechter, noch einfacher.
Im Gegenteil:
Gerecht ist, wenn der gewinnt, der am weitesten springen kann und nicht der, der zufällig den Balken voll getroffen hat.
Einfacher ist es auch nicht. Man misst vom Absprungabdruck bis Einschlag.
Gerecht im Sinne, es wird für jeden ab dem gleichen Punkt gemessen, es benötigt dazu keine. videoassiste ten. Und wie die so drauf sind, na ja, besser ohne.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5072
Santander hat geschrieben: 23.02.2024, 10:00
JoelH hat geschrieben: 23.02.2024, 09:28
DoktorAlbern hat geschrieben: 23.02.2024, 09:12 Ob das mehr als eine "verrückte" Idee wird: https://www.kicker.de/zone-statt-balken ... 59/artikel
Haben wir damals (1960 / 1970ziger Jahre) im Schulsport immer so gemacht. Der Bereich um den Balken (Anlauf war Aschebahn) wurde geharkt, der Abstand zwischen dem Abdruck der Fussspitze und dem "Einschlag" im Sandkasten wurde gemessen.
=> 5 gültige Versuche, der Beste kam in die Wertung.

Und nein, ich war auf keiner Waldorf Schule und nein, unser Sportlehrer war kein Achtundsechziger, sondern ein ehemaliger Zehnkämpfer. :D
Ich war in den 90-ern auf einer Waldorfschule, wir haben tatsächlich Weitsprung gemacht in der ehrwürdigen Helmut-Körnig Halle Dortmund und mussten auf dem balken abspringen. Das konnte ich sogar halbwegs, im Gegensatz zu den anderen Leichtathletik-Disziplinen :wink:

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5074
blende8 hat geschrieben: 23.02.2024, 18:55
Wozu bräuchte man Video?
Wie ermittelst du den Absprungpunkt sonst? Ab dort wird gemessen. Den musst du also auf den Zentimeter genau ermitteln. Da bleibt nur Kamera und Standbildcheck.

Des Weiteren, wie vermittelt man das ganze einem Publikum vor Ort?
Aktuell ist das relativ gut ersichtlich für die Zuschauer, sie sehen wo in der Grube das Loch ist und wo der aktuelle Führende liegt. So kann man sehr leicht vergleichen ob es knapp ist oder, oder, oder. Einfach weil der Absprungpunkt immer der gleiche ist, eben der Balken.

Wenn jetzt aber nicht ab diesem Punkt gemessen wird, sondern ab dem tatsächlichen Absprungpunkt, dann kann der Sprung in der Grube ein Meter kürzer sein, aber weil der Springer 1,5m "vor dem Balken" abgesprungen ist, liegt er trotzdem einen halben Meter in Führung. Wie willst du das vermitteln für die Zuschauer vor Ort? Stadionzuschauer brauchst du dann nicht mehr, nur noch die vor der Glotze mit 100 Computergrafiken.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5075
JoelH hat geschrieben: 23.02.2024, 19:06
blende8 hat geschrieben: 23.02.2024, 18:55
Wozu bräuchte man Video?
Wie ermittelst du den Absprungpunkt sonst? Ab dort wird gemessen. Den musst du also auf den Zentimeter genau ermitteln. Da bleibt nur Kamera und Standbildcheck.

Des Weiteren, wie vermittelt man das ganze einem Publikum vor Ort?
Aktuell ist das relativ gut ersichtlich für die Zuschauer, sie sehen wo in der Grube das Loch ist und wo der aktuelle Führende liegt. So kann man sehr leicht vergleichen ob es knapp ist oder, oder, oder. Einfach weil der Absprungpunkt immer der gleiche ist, eben der Balken.

Wenn jetzt aber nicht ab diesem Punkt gemessen wird, sondern ab dem tatsächlichen Absprungpunkt, dann kann der Sprung in der Grube ein Meter kürzer sein, aber weil der Springer 1,5m "vor dem Balken" abgesprungen ist, liegt er trotzdem einen halben Meter in Führung. Wie willst du das vermitteln für die Zuschauer vor Ort? Stadionzuschauer brauchst du dann nicht mehr, nur noch die vor der Glotze mit 100 Computergrafiken.
Betrifft aber nur die Zuschauer, die direkt an der Weitsprunganlage sitzen. Auf der Gegenseite siehst du auch nicht viel mehr, als was auf der Videoleinwand gezeigt wird.

Ansonsten: Der Absprungbalken wurde 1886 das erste Mal eingeführt. Also zu einer Zeit, als es viele technische / elektronische Hilfsmittel noch nicht gab. Nach knapp 140 Jahren kann man schon mal über eine Regeländerung nachdenken. Die Zeit bleibt halt nicht stehen.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5077
blende8 hat geschrieben: 24.02.2024, 10:25 Man könnte Kreidepulver verstreuen und damit den Abdruck messen.
Erstaunlich.....da mißt jeder Sesselpupser die kleinste Körperbewegung, den minimalsten Bewegungsablauf, die unrelevantesten Gesundheitsdaten, die Strecke, die Pace, die Schlafqualität usw. mit Hilfe modernster Technik und bei großen Wettkämpfen wird Kreide verstreut und das alte Maßband entstaubt. :hihi:

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5079
Ich finde das mit dem Weitsprung einen Versuch wert - aber nicht als Regeländerung sondern als nicht-olympischen Zusatzbewerb, so als "Freistil-Weitsprung" oder so. So gibt es z.B. beim Kunstbahnrodeln seit einigen Jahren den "Sprint"-Wettbewerb, der mit fliegendem Start auf verkürzter Bahn gefahren wird. Ist nicht olympisch aber zählt zum Weltcup und gibt Athleten einen Vorteil, die beim "normalen" Start nicht so gut sind aber gut rodeln können. So was könnte ich mir auch beim Weitsprung vorstellen; die entsprechenden "Rekorde" wären dann halt auch inoffiziell, so wie der Sub-2h Marathon vom Kipchoge in Wien.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5081
GeorgSchoenegger hat geschrieben: 24.02.2024, 17:46 Ich finde das mit dem Weitsprung einen Versuch wert - aber nicht als Regeländerung sondern als nicht-olympischen Zusatzbewerb, so als "Freistil-Weitsprung" oder so. So gibt es z.B. beim Kunstbahnrodeln seit einigen Jahren den "Sprint"-Wettbewerb, der mit fliegendem Start auf verkürzter Bahn gefahren wird. Ist nicht olympisch aber zählt zum Weltcup und gibt Athleten einen Vorteil, die beim "normalen" Start nicht so gut sind aber gut rodeln können. So was könnte ich mir auch beim Weitsprung vorstellen; die entsprechenden "Rekorde" wären dann halt auch inoffiziell, so wie der Sub-2h Marathon vom Kipchoge in Wien.
Je mehr sowas gemacht wird, desto mehr werden die "echten Rekorde" verwässert.

Kipchoges Sub2 war eine absolute Show-Ausnahme und wäre auch einmalig geblieben, wenn es beim ersten Versuch geklappt hätte. Hier kommt auch niemand auf die Idee, das offiziell zu nennen.
Beim Kuntbahnrodeln gibt es naturgemäß keine Weltrekorde, da jede Bahn anders ist, zudem wird ja die Zeit und nicht die Höchstgeschwindigkeit gemessen, also hat man keine Problem, dass man so Rekorde kaputtmacht.

Beim Weitsprung wird die Show-Nummer aber am Ende tatsächlich entweder den "normalen" Weitsprung massiv verwässern oder ablösen. Ich tippe eher auf letzteres, weil es schlichtweg mehr Weite geben wird.
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PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5082
DoktorAlbern hat geschrieben: 26.02.2024, 11:29 Noch eine absolut bemerkenswerte Leistung:

https://www.leichtathletik.de/aktuelles ... entfesselt
Hoffen wir mal, dass er dadurch nicht verkrampft. Gerade bei diesen technischen Disziplinen kann das ja auch zum Problem werden, wenn du weisst, dass es geht, aber eben dafür der Bewegungsablauf absolut Sahne sein muss.

Gibts ja ab und an bei Biathleten die alles treffen und im Jahr darauf geht gar nix und vor lauter tüfteln vertüftelt man sich erst so richtig.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5085
DoktorAlbern hat geschrieben: 23.02.2024, 09:12 Ob das mehr als eine "verrückte" Idee wird: https://www.kicker.de/zone-statt-balken ... 59/artikel

Wobei ich mir das ganz konkret auf Profniveau nicht ganz vorstellen kann. Also wie groß ist die Zone dann. Irgendwie gehört es zum Weitsprung ja dazu das Brett zu treffen, aber das Argument mit den vielen ungültigen Versuchen kann ich nachvollziehen. Wenn man die Zone eng genug wählt, dann könnte da evtl ein Schuh drauß werden.

Daneben wollte ich noch die für mich bemerkenswerteste Leistung der Hallen-DM hervorheben: Johanne Martin. Mit 17 deutsche Meisterin über 400m ist schon ein Wort. Ich bin mal gespannt wie sie sich weiterentwickelt. Die "Jungmeisterin" vom vergangenen Jahr Jolana Kallabis hatte danach erstmal nur Seuche am Schuh. Ich drücke ihr fest die Daumen, dass sie wieder in Fahrt kommt.
Das sehe ich auch eher skeptisch. V.a. wie groß soll diese Zone denn sein? Falls diese nicht sehr groß ist, verlagert sich damit das Problem der Fehlversuche doch auf die beiden Enden der Zone. Die Springer treten also nicht mehr über beim Brett sondern am Eingang und Ausgang der Zone oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?
10km: 35:41 (Deulux-Lauf, Langsur 2022)
HM: 1:19:08 (Route du Vin 2023)
M: 2:55:45 (Bienwaldmarathon 2023)

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5087
JoelH hat geschrieben: 08.03.2024, 14:11
Spiridon08 hat geschrieben: 08.03.2024, 13:49 [..] oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?
Ja. In der Zone ist es egal wo du abspringst, dieser genaue Punkt wird ermittelt und ab da wird gemessen. Du musst also einfach nur die Zone irgendwo treffen.
Das habe ich schon so verstanden, aber meine Gedanke war nur, dass damit ungültige Versuche trotzdem nicht ganz ausgeschlossen sind. Die Linien am Eingang und Ausgang der Zone müssen genau so von Kameras/Sensoren überwacht werden wie jetzt das Brett.
10km: 35:41 (Deulux-Lauf, Langsur 2022)
HM: 1:19:08 (Route du Vin 2023)
M: 2:55:45 (Bienwaldmarathon 2023)

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5088
Spiridon08 hat geschrieben: 08.03.2024, 14:38
JoelH hat geschrieben: 08.03.2024, 14:11
Spiridon08 hat geschrieben: 08.03.2024, 13:49 [..] oder stelle ich mir das jetzt falsch vor?
Ja. In der Zone ist es egal wo du abspringst, dieser genaue Punkt wird ermittelt und ab da wird gemessen. Du musst also einfach nur die Zone irgendwo treffen.
Das habe ich schon so verstanden, aber meine Gedanke war nur, dass damit ungültige Versuche trotzdem nicht ganz ausgeschlossen sind. Die Linien am Eingang und Ausgang der Zone müssen genau so von Kameras/Sensoren überwacht werden wie jetzt das Brett.
Natürlich, aber eine Zone zu treffen, egal wo, ist für jeden machbar. Damit wird jeder gute Sprinter zum Weitspringer, weil das Element Absprung treffen entfernt wird.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

5089
JoelH hat geschrieben: 08.03.2024, 14:42
Spiridon08 hat geschrieben: 08.03.2024, 14:38
JoelH hat geschrieben: 08.03.2024, 14:11

Ja. In der Zone ist es egal wo du abspringst, dieser genaue Punkt wird ermittelt und ab da wird gemessen. Du musst also einfach nur die Zone irgendwo treffen.
Das habe ich schon so verstanden, aber meine Gedanke war nur, dass damit ungültige Versuche trotzdem nicht ganz ausgeschlossen sind. Die Linien am Eingang und Ausgang der Zone müssen genau so von Kameras/Sensoren überwacht werden wie jetzt das Brett.
Natürlich, aber eine Zone zu treffen, egal wo, ist für jeden machbar. Damit wird jeder gute Sprinter zum Weitspringer, weil das Element Absprung treffen entfernt wird.
Klar, das stimmt. Die Zone sollte jeder treffen.
10km: 35:41 (Deulux-Lauf, Langsur 2022)
HM: 1:19:08 (Route du Vin 2023)
M: 2:55:45 (Bienwaldmarathon 2023)

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

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Wollte hier schon länger die leider sehr schwachen Leistungen von Koko zuletzt ansprechen. Jetzt gibt es bei Sport1 auch einen enstprechenden Artikel dazu. Das hört sich leider nicht so richtig gut an.

https://www.sport1.de/news/leichtathlet ... erlauferin

So toll die Entwicklung im Marathon zuletzt war, auf der Bahn hängen die deutsche Athletinnen gerade wieder etwas durch. Alina Reh war länger außer Betrieb, Hanna Klein ist gerade am "anstarten" (immerhin EM-Norm) und Jolanda Kallabis war zuletzt auch weit weg, von dem was ich mir erhofft hätte. Miriam Dattke ist auch von ihrem vormaligen Niveau noch entfernt. Mal sehen was sie in London über 10.000m anbieten kann. Olympianorm auf 10.000m wäre aber eine echte Sensation. Wirkt gerade so, als hätten einige den Peak schon überschritten.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

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DoktorAlbern hat geschrieben: 14.05.2024, 09:30 Wollte hier schon länger die leider sehr schwachen Leistungen von Koko zuletzt ansprechen. Jetzt gibt es bei Sport1 auch einen enstprechenden Artikel dazu. Das hört sich leider nicht so richtig gut an.

https://www.sport1.de/news/leichtathlet ... erlauferin

So toll die Entwicklung im Marathon zuletzt war, auf der Bahn hängen die deutsche Athletinnen gerade wieder etwas durch. Alina Reh war länger außer Betrieb, Hanna Klein ist gerade am "anstarten" (immerhin EM-Norm) und Jolanda Kallabis war zuletzt auch weit weg, von dem was ich mir erhofft hätte. Miriam Dattke ist auch von ihrem vormaligen Niveau noch entfernt. Mal sehen was sie in London über 10.000m anbieten kann. Olympianorm auf 10.000m wäre aber eine echte Sensation. Wirkt gerade so, als hätten einige den Peak schon überschritten.
Reh und Dattke laufen doch eigentlich gar keine Bahn mehr.

Dattke läuft das wohl als Plan B, da es über die Marathondistanz nicht funktioniert hat für Paris.

Und Reh hat doch schon vor einer geraumen Weile bekannt gegeben, dass die schnellen Dinger ihrem Körper nicht mehr zuträglich sind und sie sich auch auf die Langstrecke verabschieden will. Wobei es da aber wohl auch nicht reibungslos funktioniert, hat sie doch den HM in Mainz letzte Woche auch schon wieder abgesagt gehabt.

Klein war seit der DM verletzt, wie Lea Meyer auch.

Und Koko wird leider auch nicht jünger.

Vielleicht können sich Olivia Gürth und Gesa Krause gegenseitig pushen, dann könnte da echt was gehen, vielleicht keine Medaille, aber Endlauf könnte für beide drin sein in Paris.
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Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

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Bei fast allen genannten spielen Verletzungen eine große Rolle. Reh hat im Prinzip doch seit der EM in München keinen ernstzunehmenden Wettkamp ins Ziel gebracht. Dass sie vom Typ eher eine Straßenläuferin ist, war schon länger ersichtlich nur groß zeigen konnte sie das bisher nicht.

Bei Dattke habe ich den sehr schnellen Aufstieg zum Marathon eher so interpretiert, dass es generell einfacher ist dort eine Quali für WM/Olympia zu bewerkstelligen. Leider (für sie) sind einige mehr auf die Idee gekommen, so dass es jetzt ein internes hauen und stechen gibt. Ich denke sie hätte eigentlich schon auch das Potenzial an die 31Min auf 10.000m zu laufen. Und jetzt wo man sich auch über die Straße für die Bahn qualifizieren könnte, gibt es auch nicht mehr so das große problem mit den fehlenden Wettkämpfen. Aber so richtig in den Flow kommt sie seit Müchen einfach auch nicht mehr.

Gefühlt sind die Deutschen schon überproportional von Verletzungen betroffen. Ich habe dafür aber keine statistische Analyse.

Re: Der Leichtathletik Diskussionthread

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DoktorAlbern hat geschrieben: 14.05.2024, 10:24 Gefühlt sind die Deutschen schon überproportional von Verletzungen betroffen. Ich habe dafür aber keine statistische Analyse.
Könnte schlicht daran liegen, dass du hier "näher dran" bist als bei anderen Nationen.

Es gibt hier eben nur ganz wenige Kokurrenzfähige, Wenn die dann auf einen Schlag ausfallen, dann bemerkt man das.
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