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Intervalltraining mal anders

Intervalltraining mal anders

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Hallo zusammen,

in den meisten Trainingsplänen sehen die Intervalltrainings ja eher "gleichförmig" aus, z.B. 5x1000m oder 15x400m oder ähnlich. Selten gibt es mal ein Pyramidentraining, aber auch das hat ja eine klare Form.

Hat jemand hier Erfahrung mit eher "verspielten" Intervalltrainings? Hab's vor ein paar Wochen mal ausprobiert und mache es seither viel öfters, einfach, weil es irgendwie bisschen mehr Spass macht :)
Beispiel: Ich bin heute 3000m in 3:40, danach 5x400m in 1:18 und dann 5x200m (zwischen 31:06 und 32.60) gelaufen mit je 2 Minuten Pause. Am Ende wollte ich eigentlich noch einmal einen 2000m in 3:40 anhängen, aber habs dann sein gelassen :)

Bringt eine solche Einheit etwas für 5km in sub17 oder fahre ich besser mit den oben beschriebenen eher starren Intervallformen?

Re: Intervalltraining mal anders

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Klar bringt das was. Die Einheit sieht auch ganz vernünftig aus. Auf Sub17 deuten die Werte jetzt noch nicht unbedingt hin, aber anhand einer Einheit lässt sich das natürlich schwierig sagen.
200m: 25,38 (Juli 2022)
400m: 53,70 (Juni 2022)
800m: 1:58,93 (Juli 2021)
1500m: 4:05,48 (August 2023)
3000m: 8:54,25 (August 2023)
5000M: 15:55,36 (Juni 2024)
10KM: 33:59 (März 2022)
HM: 1:15:03 (März 2024)
M: 2:47:44 (April 2024)

Re: Intervalltraining mal anders

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Intervalltraininig => Laufen finde ich gut.
Das mache ich auch mit viel Spaß daran ...

Was verstehst du unter "verspieltem" Training genau?

Ich hoffe, mit Pausen ist damit mnicht gemeint, dass man komplett auf einem Punkt/Stelle steht, sondern weiter "geht"!?
Wenn nicht, ist das von dir beschriebene ok.
Auch sonst ist alles ok - kann man machen ... und ja, das bringt was ...

(Auch) diese Info ist interessant:
a) www. coach-dave .de/blog/intervalltraining-laufen/
b) laufvernarrt .de/intervalltraining-fuer-anfaenger-trainingsplan-guide/
Zuletzt geändert von Tim am 10.06.2024, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Direktverlinkungen entfernt

Re: Intervalltraining mal anders

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hardlooper hat geschrieben: 08.06.2024, 14:46 Auch wenn fast überall mit Intervall der Tempoanteil in einem Intervalltraining gemeint ist, wird es nich richtiger. Das Intervall ist die Pause.

Nur noch mmal zu Erinnerung.

Knippi (gerade wieder von seinem Zossen namens "Prinzip" abgestiegen ;-)) )
Er hat von Intervalltraining bsw 5x1000 gesprochen. Wenn du daraus automatisch interpretierst, daß damit die schnellen Abschnitte gemeint sind, nun ja😇
Er hätte auch sagen können ich mache 5x400 (Trabpause) Intervalltraining, ob es dadurch richtiger wird.
Klugscheißermodus aus😀

Re: Intervalltraining mal anders

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Die Wahrnehmung von Hardlooper ist so verkehrt nicht. Wenn hier von Intervalltraining erzählt wird, dann impliziert die Art und Weise der Beschreibung das Intervall als Phase der Belastung, und die der Erholung wird als "Trabpause" und nicht als Intervall bezeichnet. Ein Läuferzwä... äh Slang.

Jeck! :teufel:

Re: Intervalltraining mal anders

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Ob es jetzt speziell etwas für deine Anforderungen bringt kann ich nicht sagen aber es ist sicher effektiver nach langen Intervallen am Ende noch kürzere anzuhängen als einfach auszulaufen (wurde auch mal von Michael Arendt so gesagt)

Ich mache z.B. gerne 4-5x 2000m/Pause 500m -> danach 1000m/500m/250/125m mit jeweils der halben Distanz Pause


(die Diskussion das der Intervall eigentlich richtigerweise die Pause ist lasse ich einfacherhalber außenvor)

Re: Intervalltraining mal anders

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Gavril hat geschrieben: 09.05.2024, 17:37 Hat jemand hier Erfahrung mit eher "verspielten" Intervalltrainings?
Ja, habe ich.

Prinzipiell trainiere ich zweimal pro Woche Intervalle, eine Intervalleinheit zur Entwicklung der V02max, zum Beispiel 6*1000m und eine Intervalleinheit zur Entwicklung des Tempos. Als Mittelstreckler geht es für mich auch um das ganz hohe Tempo. Statt 20*400m mit einer Minute Pause trainiere ich 3-5*400 mit 6min Pause, nur um ein Beispiel zu nennen. Solche Einheiten sollte man natürlich durch Vorbereitungstrainings vorbereiten und nicht aus der kalten Hose laufen.

Nun zu deiner Frage: ich selbst mag auch die Intervalle, die etwas abwechslungsreicher gestaltet sind. Ich trainiere lieber 10*400 + 10*300m als 20*400m. Bei einer für den Kopf mühsamen Einheit wie 10*1000m kann man die einzelnen Intervalle als Steigerungsläufe gestalten im Sinne von Peter Greifs Tempoflex-Intervallen.

https://www.greif.de/nl-tempoflex-training.html

Zur Vorbereitung eines Doppelwettkampfes, Samstag 800m umd Sonntag 1500m bekam ich kürzlich diesen Tipp:

1000-800-600-400-200m mit Vollgas und 6min Pause, die Pause zwischen den beiden letzten Intervallen beträgt nur eine Minute. Zum Beispiel in 3:20-2:40-1:50-1:12-0:33min. Mit abnehmender Intervalldistanz innerhalb dieser Einheit wird das Tempo entsprechend höher. Das werde ich demnächst ausprobieren.

Ein Klassiker: 600-500-400m, 6min Pause mit Vollgas, zum Beispiel in 1:50-1:37-1:12min.

Oder: 100-200-300-300-300-200-100m, 4min Pause als Sprints evt. in Spikes.

Oder: 3*(300+150m) in Spikes, 1min Pause, 6min Serienpause, zum Beispiel in 50+24sek.

Hast du solche hart gelaufenen Intervalle schon mal ausprobiert? Du benötigst allerdings ein gutes Muskelkorsett, aber das setze ich bei dir einfach mal bei deinen gelaufenen Zeiten voraus. Ich laufe dieser Intervalle und auch die Zeiten mit fast 60 Jahren und das seit mehreren Jahren.
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