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Corona und der Sport

13201
leviathan hat geschrieben:Mein "wissenschaftlich fundiertes" Bauchgefühl sagt eher nein.
Meins sagt eher: "weiß nicht". An und für sich finde ich die Entscheidung gut. Ich kann aber nicht mit Gewissheit sagen, was das eigentlich bedeutet. Die Klarheit sollte jetzt mal endlich hergestellt werden. Eine einfache Tabelle mit den verschiedenen Szenarien würde ja schon mal ausreichen: also was ist mit den bereits geimpften (aufgeschlüsselt nach Alter und Geschlecht), was ist mit der Zweitimpfung für die?, für wen ist das jetzt freigegeben und was ist bei denen mit Zweitimpfung? Etc.

13202
Steffen42 hat geschrieben:Meins sagt eher: "weiß nicht". An und für sich finde ich die Entscheidung gut. Ich kann aber nicht mit Gewissheit sagen, was das eigentlich bedeutet.
Genau so geht es mir auch. Ich kann es schlicht nicht einschätzen. Ich denke ja durchaus, daß man diesen Weg nur dann öffnet, wenn das damit verbundene Risiko eher in die Hahnemannsche Liga fällt :wink:
Und vielleicht ist es wirklich ein guter Weg.
Dirk_H hat geschrieben:Na hoffentlich machen sie dann wenigsten Low-Dose/High-Dose. Kombi mit mRNA-Zweitimpfung wäre auch eine Option.

Prinzipiell schon nicht schlecht. Jetzt bieten sie den Anreiz und damit ist die Chance auch die Vektorimpfstoffe wieder besser unters Volk zu bekommen doch deutlich höher.
Das wäre natürlich der Königsweg. Bin mal gespannt, ob die so flexibel sind.
Ansonsten hatte ich heut Morgen irgendwo (ich meine n-tv) gelesen, dass bei Frauen >60 das Thromboserisiko nicht geringer ist. Das könnte wieder neuen Spaß bringen.
Das habe ich auch gelesen, konnte es aber wirklich nicht nachvollziehen. Da hätte doch bei den Briten schon längst auffallen müssen.
nix is fix

13203
leviathan hat geschrieben:Keine Ahnung, ob das eine gute Entscheidung ist. Mein "wissenschaftlich fundiertes" Bauchgefühl sagt eher nein.
Meine Plauze meint, dass vier Wochen recht kurz sind. Aber auch die relativ frühe Entscheidung in Großbritannien, den Abstand zwischen den beiden AstraZeneca-Dosen auf zwölf Wochen zu strecken, war ja vor allem der gesundheitspolitischen Überlegung geschuldet, erst einmal möglichst schnell möglichst viele mit einer Dosis zu versorgen. Das hat man z.B. in Deutschland dann später aufgegriffen, nicht zuletzt weil Vakzinen Mangelware sind oder zumindest waren. Hätte man Impfstoff im Überfluss, dann wäre der Abstand vermutlich kürzer.

AZ hat bei den Studien (soweit ich weiß; da gab's ja Kuddelmuddel ...) einen zeitlichen Abstand von vier Wochen gewählt. Die WHO empfiehlt die zwei Dosen im Abstand von acht bis zwölf Wochen. Die Frist nur der Reisefreiheit wegen sehr stark verkürzen zu wollen, ist zwar irgendwo verständlich, aber vermutlich keine brillante Idee.

Ach ja, ausgerechnet die US-Regierung, die sich bislang ja dem Export von Impfstoffen und sogar von Substanzen, die zur Impfstoffproduktion dringend benötigt werden, hartnäckig entgegengestellt hat, hat sich nun ins Lager derer begeben, die - bezogen auf die spezielle Situation dieser Pandemie - den Patentschutz aufgeben wollen. Ist zwar nachvollziehbar, aber nicht unbedingt ein Anreiz für künftige Forschung und Entwicklung. Schwierig.

13205
leviathan hat geschrieben:Diese Klasseneinteilung ist hier nur noch in Teilen gegeben.
Wir haben Klassen, die vertikale Durchlässigkeit ist deutlich besser als vor 100 Jahren, aber es gibt keine Auflösung von Klassen oder Schichten. Das war eine Fehldiagnose, die jetzt auch schon über 30 Jahre überholt ist. Wie fein man jetzt die Klassen einteilt ist eine andere Frage, da war Marx halt etwas zugespitzt oder auch zu simpel.
leviathan hat geschrieben: Die Ungleichverteilung von Vermögen ist natürlich ein riesiges Thema. Ansonsten verändert sich auch gerade einiges. So sind durch zunehmende Digitalisierung bei einigen Menschen Produktionsmittel und Arbeit in eine Person verschmolzen. Aber das ist zugegeben ein weites Feld. Relevant ist Deine Bemerkung der Zweiklassengesellschaft im Marxschen Sinne im Kontext der Impfungen. Hier wirst Du wohl keine Unterscheidung arm/reich finden. Ich kenne mehr wohlhabende Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen.
Es geht nicht so eher ums Wollen, sondern um das Können. Und da sind die Reichen natürlich im Vorteil, international gesehen noch deutlicher als national. Marx würde dir bei den Produktionsmitteln widersprechen, der war da sehr strikt. Bourdieu würde sagen, das das in der Person verschmolzene Wissen und Können kulturelles Kapital ist, und diese Kapitaltheorie ist eine recht sinnvolle Ergänzung zu Marx' Verständnis, mit diesem Kapitalmodell lässt sich auch im 21. Jhdt. gut arbeiten.
leviathan hat geschrieben: Hier hat sich Sarah Wagenknecht sehr treffend geäußert: "Privilegien sind keine Tugenden." Du weißt, was ich damit meine.
Das ist klar, natürlich stimme ich da zu. Wagenknecht ist eh eine kluge Frau, leider macht sie zu vielen Leuten auch deshalb Angst.
leviathan hat geschrieben: Hier stimme ich Dir zu. Da kann man durchaus ein unterschiedliches Gerechtigkeitsempfinden haben. Aber das wäre die Konsequenz. Du argumentierst hier übrigens eher wie Kubicki und nicht wie Marx :wink:
Bin ja auch kein Stalinist. Man auch Freiheit und Gleichheit lieben, man kann liberal sein ohne den Markt anzubeten. Und auch wenn ich kein Fan der FDP bin: In einer schwarz-gelben Koalition wäre womöglich einiges ein wenig anders verlaufen.
leviathan hat geschrieben: In wenigen Wochen haben alle ihr Impfangebot. Und lass uns ehrlich sein. Es gab ein Fenster von zwei Tagen. Da hat jeder sofort einen Termin bekommen. Als AZ so in der Kritik stand, wollte einfach niemand mehr impfen. Da musste man nur zuschlagen.
Ja, jeder der das wusste und nicht zu viel Angst davor hatte und der überhaupt in seinem Leben die Möglichkeit hat, sich aktuell darum zu kümmern. Diese Leute findest du vermutlich massenhaft bei Tönnies und auf dem Spargelfeld ...

Aber ja, in wenigen Wochen haben alle ein Impfangebot, deswegen ist es ja auch unnötig, jetzt noch Sonderregelungen einzuführen.

"If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
- Sir Roger Bannister

13206
Antracis hat geschrieben:Ob das verfassungsrechtlich auch logisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich fand aber die in einem Podcast dargelegte richterliche Meinung, dass Grundrechte nur vorübergehend eingeschränkt werden können und das nur verhältnismäßig ist, wenn auch entsprechende gewichtige Gründe vorliegen und dass, sobald dann diese Gründe wegfallen, die Einschränkung wieder aufgehoben werden müssen, nachvollziehbar. Solange die Infektionslage noch so ist, dass die Gründe weiterhin vorliegen, gibt es halt aus der Situation heraus eine Ungleichheit. Den darf man doch jetzt nicht künstlich aufrecht erhalten, nur um einem Gleichheitsgrundsatz zu genügen.
Die Gründe liegen nicht (mehr) vor. Das ist ja das Problem. Man könnte sogar sagen, sie lagen nie vor, auch dafür gibt es gute Argumente. Aber so weit müssen wir ja gar nicht gehen. Die Inzidenzen sinken, die Belegung der Intensivstationen sinkt. Das alles war schon im Gange, bevor die Ausgangssperren etc da was hätten bewirken können. Bei so extremen Maßnahmen muss der Gesetzgeber nachweisen, dass diese nötig sind. Das kann er hier nicht überzeugend tun, die Faktenlage macht das unmöglich.

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes ging es darum, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren und den Eindruck zu erwecken, der Rückgang der Zahlen läge an diesen beschlossenen Maßnahmen. Was wir gerade erleben, ist Wahlkampf auf Kosten der Freiheiten der Bürger, auf Kosten der Grundlagen unseres Staates. Es geht gegen Verfassungsgrundsätze, die unter der Ewigkeitsklausel stehen. Das ist beispiellos in der Geschichte der BRD. Die Tragweite ist vielen hier offensichtlich überhaupt nicht bewusst.

Die Infektionslage alleine ist überhaupt kein schlagkräftiges Argument, mit Impfungen erst recht nicht.. Man hätte die Auslastung der Intensivstationen nehmen können, das wäre ein Maß für die Überlastung des Gesundheitssystems gewesen. Das ist aber weder mit 6000 noch mit 5000 Covid-19 Patienten auf den Intensivstationen zusammengebrochen. Ich hätte aber 5000 als ein erträgliches Maß akzeptabel gefunden. Dann würden die Maßnahmen jetzt aber auch aufgehoben werden.

Oder eben eine echte Inzidenz ermitteln mit verdachtsunabhängigen repräsentativen Testungen. Gut organisiert, hätte man da noch ein paar Tage Vorsprung gegenüber der Methode mit den Intensivzahlen.

Was jetzt gemacht wird, ist vollkommen untauglich. Eine Inzidenz von 100 ist mit über 24 mio Geimpften nicht die Bedrohungslage wie mit 0 Impfungen. Eine Inzidenz von 100 bedeutet bei einer Dunkelziffer von 2 nicht dasselbe wie bei einer Dunkelziffer von 5.

Man kann bei solchen Unsicherheiten nicht mal im Zweifelsfall die bürgerlichen Freiheiten massiv beschneiden.
Antracis hat geschrieben: Das ein Freiheits- und gleichheitsliebender Staat erstmal wartet, bis Impfstoff für alle da verfügbar ist und sie dann am gleichen Tag impft, mag ein ideologisches Ideal sein, ist aber doch kompletter Humbug.
Wer hat das denn vorgeschlagen? Ich nicht. Das ist wirklich Geschwurbel. :D

Es geht darum, die Einschränkungen für alle aufzuheben, weil die Gefahr durch die Impfungen ausreichend klein ist. Das ist jetzt schon gegeben.
Antracis hat geschrieben: Wenn man die wirklich dämlichen, aus meiner Sicht nur einer grundsätzlichen Neiddebatte und Verschwörungsgeschwurbel entspringenden Argumente gegen eine risikogruppenspezifische Aufhebung konsequent zuende denkt, müsste man auch alle 80 Millionen Einwohner solidarisch in Quarantäne schicken, sobald ein einziger z.B. wegen Ebola oder ähnlichem in "Zwangsquarantäne" muss, um dem Gleichheitsgrundsatz zu genügen. Aber das ist sicher schon in einer Telegrammgruppe vorgeschlagen worden.
Naja, im wesentlichen hat das unser Staat so gemacht, nur nicht ganz so hart. Er hat 83 mio Einwohner wie Kranke behandelt und ihnen entsprechende Vorschriften wie die Maskenpflicht gemacht. Das war schon extrem problematisch.

Mit der letzten Gesetzesänderung geht es dann richtig zur Sache, der Förderalismus angegriffen, Unverletzlichkeit der Wohnung aufgehoben ... das alles zu einem Zeitpunkt, als die Wende schon absehbar und das Impftempo hoch war.

"If a man coaches himself, then he has only himself to blame when he is beaten."
- Sir Roger Bannister

13207
DerC hat geschrieben:Die Gründe liegen nicht (mehr) vor. Das ist ja das Problem.
Das Bundesverfassungsgericht konnte das zumindest nicht so schnell entscheiden.

Naja, im wesentlichen hat das unser Staat so gemacht, nur nicht ganz so hart. Er hat 83 mio Einwohner wie Kranke behandelt und ihnen entsprechende Vorschriften wie die Maskenpflicht gemacht. Das war schon extrem problematisch.
Zumindest ist unser Staat damit weltweit alles andere als isoliert.
Mit der letzten Gesetzesänderung geht es dann richtig zur Sache, der Förderalismus angegriffen, Unverletzlichkeit der Wohnung aufgehoben ... das alles zu einem Zeitpunkt, als die Wende schon absehbar und das Impftempo hoch war.
Na dann NWO, freie Bahn! :D

13208
vinchris hat geschrieben:AZ hat bei den Studien (soweit ich weiß; da gab's ja Kuddelmuddel ...) einen zeitlichen Abstand von vier Wochen gewählt. Die WHO empfiehlt die zwei Dosen im Abstand von acht bis zwölf Wochen. Die Frist nur der Reisefreiheit wegen sehr stark verkürzen zu wollen, ist zwar irgendwo verständlich, aber vermutlich keine brillante Idee.
Ob die Studie parallel zu den bereits bestehenden Verlängerungen oder davor oder danach war bekomme ich nichtmehr auf den Schirm (und keine Lust zu suchen), aber es gab eine Studie zu verlängertem Abstand, was zu erhöhter Effizienz geführt hat.
Verkürzen hat also durchaus auch Implikation auf die Wirkung. Daher mein Kommentar weiter oben.

vinchris hat geschrieben:Ach ja, ausgerechnet die US-Regierung, die sich bislang ja dem Export von Impfstoffen und sogar von Substanzen, die zur Impfstoffproduktion dringend benötigt werden, hartnäckig entgegengestellt hat, hat sich nun ins Lager derer begeben, die - bezogen auf die spezielle Situation dieser Pandemie - den Patentschutz aufgeben wollen. Ist zwar nachvollziehbar, aber nicht unbedingt ein Anreiz für künftige Forschung und Entwicklung. Schwierig.
Finde ich mehr als nur schwierig.

13209
DerC hat geschrieben:Man könnte sogar sagen, sie lagen nie vor,
...
Es geht gegen Verfassungsgrundsätze, die unter der Ewigkeitsklausel stehen. Das ist beispiellos in der Geschichte der BRD.
Vorgestern habe ich Alice Weidel in einer Sendung mit Markus Lanz gesehen. Die hat genau das gleiche gesagt. Merkwürdig!

Bernd
Das Remake
Infos zum Laufen und Vereinsgedöns gibt's auf www.sgnh.de

13210
Steffen42 hat geschrieben:Re: Astra



Nach Spahns Ankündigung gestern, dass sowohl Priorisierung als auch Abstand zwischen den Impfungen aufgehoben werden sollen, wird das Chaos perfekt werden. Keiner weiß mehr irgendwas. :D
Meine laienhafte Meinung dazu, die Mediziner haben mittlerweile einen hohen Druck die Dosen unters Volk zu bringen. Die Vorbehalte in der breiten Maße sind schon groß, dann wird er für Personen unter 60 nicht5 empfohlen und auch viele ältere Personen wollen lieber mRNA Dosen erhalten. Im Redaktionsnetzwerk war ein Interview einer Berliner Ärztin, ich finde es auf die Schnelle gerade nicht, da fand ich eine Aussage bemerkenswert. Laut Aussage ruft die Praxis im Schnitt 50 Patienten für eine Dosis Astrazeneca an, dafür erhält man zeitnah einen Termin. Für Biontech ist die Warteliste schon über 4 Wochen und die Praxen erhalten kaum bis gar keinen Biontech Impfstoff.
Dieser Effekt hat sich nochmal durch die Lockerungsankündigungen verstärkt. Wer jetzt erst seine Erstimpfung bekommt, zählt ja erst Ende August als Geimpfter.
Nach Freigabe für Jedermann hat man eventuell wieder genug Freiwillige, um die Dosen auch zeitnahund ohne großen Arbeitsaufwand ( Priolisten abzutelefonieren) zu verteilen. Um den Leuten hier entgegenzukommen, lockert man dann einfach wieder den zeitlichen Abstand der Zweitimpfung. Wobei hier ja auch schon erwähnt wurde, ursprünglich war das ja auch nicht auf 12 Wochen Abstand angelegt.

Hier scheinen ja einige Teilnehmer nicht fachfremd zu sein. Ich wurde mit J&J geimpft und gehe davon aus, sobald irgendwann mRNA Impfstoff im Ãœberfluss vorhanden ist, dass Leute mit diesem Impfstoff eine Booster - Impfung damit erhalten. Dies dann auch als Auffrischung des Impfschutzes. Oder bin ich mit der Meinung absolut auf dem Holzweg?

13211
tmo83 hat geschrieben: Hier scheinen ja einige Teilnehmer nicht fachfremd zu sein. Ich wurde mit J&J geimpft und gehe davon aus, sobald irgendwann mRNA Impfstoff im Ãœberfluss vorhanden ist, dass Leute mit diesem Impfstoff eine Booster - Impfung damit erhalten. Dies dann auch als Auffrischung des Impfschutzes. Oder bin ich mit der Meinung absolut auf dem Holzweg?
Ich bin zwar an der Stelle fachfremd, aber ich glaube nicht, dass du eine Auffrischung erhalten wirst. Der J&J Impfstoff wurde ja gerade für Einmalgabe entwickelt und freigegeben.

13212
tmo83 hat geschrieben: Hier scheinen ja einige Teilnehmer nicht fachfremd zu sein. Ich wurde mit J&J geimpft und gehe davon aus, sobald irgendwann mRNA Impfstoff im Ãœberfluss vorhanden ist, dass Leute mit diesem Impfstoff eine Booster - Impfung damit erhalten. Dies dann auch als Auffrischung des Impfschutzes. Oder bin ich mit der Meinung absolut auf dem Holzweg?
ALso ich bin fachfremd, aber ich glaube nicht, dass eine generelle Überlegung gibt für die Vektorimpfstoffe eine zusätzliche Impfung anzustreben.
Ich glaube aber, dass wir da alle fachfremd sind, denn solche Dinge können sich zügig ändern.
J&J hatte bereits bei Vorabveröffentlichung der Daten angekündigt die Doppelimpfung zu testen. Vermutlich werden da irgendwann Ergebnisse kommen.

ANsonsten gehe ich aktuell davon aus, dass wir alle irgendwann eine Auffrischung brauchen werden. Die Frage ist nur, ob dies dann nicht bereits mit einem Update des Impfstoffs erfolgen wird.

13213
Ja sicher wurde er als Einmalimpfstoff zugelassen. Keiner weiß aber aktuell, wie lange die Wirkung vorhält und ob eine Auffrischung nötig ist.
Das was ich dazu an Information finden kann ist, dass man davon ausgeht auch 2022 einen Picks bekommen zu müssen.

Dann hört man, die mRNA Impfstoffe können flexibler auf Mutanten reagieren. Gerade Biontech arbeitet an einem Verfahren, dass man innerhalb von 6 Wochen den abgeänderten Impfstoff freigeben kann. Dies ist mit einem Vektorimpfstoff in der Zeit nicht machbar.
Dazu kann ich immer nur lesen, dass die EU massiv für die weitere Zukunft mRNA Impfstoffe aufkauft. Alleine mit Biontech gibt es einen Folgevertrag bis 2023 über 1,8 Mrd. Impfdosen. Solche Meldungen habe ich bei den "anderen" noch nicht lesen können!?!

Das verleitet mich zu der Annahme, meine Auffrischung wird nicht mit J&J sein. Aber abwarten, ich bin da ja nicht wählerisch :)

13215
Für die Querdenker/Covidioten/Corona-Leugner/Impfgegner gibt es jetzt - nach deren Logik - doch einen einfach Weg in die "Freiheit", oder nicht?
Fasse mal deren zentrale Thesen zusammen:

(1) Covid-19 existiert nicht, bzw. ist aufgebauscht
(2) Die Impfung ist gefährlich und bringt viele Menschen um
(3) PCR-Tests sind Mummenschanz und produzieren reihenweise "false positives".

Also kann es ja nur ohne Impfung (2) einen Weg als "Genesene/r" geben. Nichts leichter als das: Symptome vortäuschen, ein paar wenige PCR-Tests durchführen lassen bis das "false Positive" da ist (3) und dann nach kurzer Isolation (muss man ja nicht einhalten), das Freifahrtticket in ein risikofreies Leben (1) holen.

Denkfehler? :D

13216
tmo83 hat geschrieben:J
Das verleitet mich zu der Annahme, meine Auffrischung wird nicht mit J&J sein. Aber abwarten, ich bin da ja nicht wählerisch :)
Würde ich auch vermuten. Allerdings klang es erst so, als würdest du explizit wegen des J&J mit einer Auffrischung rechnen, welche bei anderen (inkl. Biontech/Moderna) nicht stattfindet.
Davon gehe ich halt nicht aus, sondern denke, dass irgendwann alle -egal welche Initialimpfung- eine Auffrischung bekommen werden, welche nach aktuellen Zeichen dann mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit mRNA-basiert sein wird.

13217
Und so Sport: n-tv Ticker sagt gerade, dass Biontech mit dem IOC irgendwas ausgemacht hat, dass sie Impfstoff für die Olympia-Athleten stellen und das wohl Ende Mai anlaufen soll.

13218
Steffen42 hat geschrieben: Denkfehler? :D
Der absurdeste Widerspruch ist meiner Meinung nach immer noch, dass ausgerechnet viele Impfgegner, die der Meinung sind, dass die erhältlichen Impfstoffe viel zu schnell entwickelt und zu wenig getestet wurden überhaupt kein Problem mit dem "Stöcker-Impfstoff" hätten, bei dem defacto alle Testphasen ausgelassen wurden weil sie laut Stöckers Meinung ja nicht notwendig sind.
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

13219
DerC hat geschrieben: Es geht gegen Verfassungsgrundsätze, die unter der Ewigkeitsklausel stehen. Das ist beispiellos in der Geschichte der BRD. Die Tragweite ist vielen hier offensichtlich überhaupt nicht bewusst.
Die Ewigkeitsgarantie nach Art. 79 Abs. 3 GG stellt inhaltliche Schranken für eine Änderung des Grundgesetzes auf. Das ist aber nicht geändert worden. Deshalb ist Art 79 hier völlig uninteressant. Ewigkeitsgarantie hört sich aber gut an.
DerC hat geschrieben: Mit der letzten Gesetzesänderung geht es dann richtig zur Sache, der Förderalismus angegriffen, Unverletzlichkeit der Wohnung aufgehoben ... das alles zu einem Zeitpunkt, als die Wende schon absehbar und das Impftempo hoch war.
Wo wurde die Unverletzlichkeit der Wohnung aufgehoben? Auch hier: Im Grundgesetz wurde nichts geändert. Vermutlich meinst du, dass das InfSchG das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung verletzt. Dann wird es dazu ja vermutlich mal Gerichtsentscheidungen geben. Denn insoweit sind wir ja dadurch, dass es das Grundrecht gibt, geschützt. Welche Stelle im InfSchG meinst du denn konkret? Für die angebliche Abschaffung des Föderalismus gilt das Gleiche.

13220
ruca hat geschrieben: ....... überhaupt kein Problem mit dem "Stöcker-Impfstoff" hätten, bei dem defacto alle Testphasen ausgelassen wurden weil sie laut Stöckers Meinung ja nicht notwendig sind.
:hihi:

Zu diesem Moment beim Lesen dachte ich an die "Migränestifte" der Polizei. Schade, den Stöcker gibt's - man kann nicht alles haben :wink: .

Knippi

13222
SPIEGEL berichtet, dass sich Spahn mit den MPs auf die Herausnahme von AstraZeneca aus der Priorisierung geeinigt hat. Bisher sind noch keine weiteren Details da.

Lauterbach hat schon zwei gute Punkte dazu:

- beste Wirkung ist bei 12 Wochen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung (mit AZ). Bei Zweitimpfung mit mRNA ist ja noch nicht wirklich klar, was den optimalen Abstand ausmacht

- Verkürzung des Abstands bedeutet auch eine Verringerung der verfügbaren Kapazitäten für die, die noch keine Erstimpfung haben und bremst erstmal den Gesamtfortschritt

13223
Steffen42 hat geschrieben:SPIEGEL berichtet, dass sich Spahn mit den MPs auf die Herausnahme von AstraZeneca aus der Priorisierung geeinigt hat. Bisher sind noch keine weiteren Details da.
Na ja, AZ für jeden ab 18 halt. :zwinker5: Impflinge unter 60 werden sich entscheiden müssen, ob sie Vaxzevria wollen oder nicht. Der Stoff soll offenbar vor allem über die Arztpraxen verimpft werden.

Ach ja ... Keine Ahnung, wie groß der Markt für T-Shirts wie dieses ist, aber das gibt's wirklich. :D

13224
Infratest dimap für Tagesschau zur Bereitschaft zur Impfung gegen Corona (in Klammer Veränderung zu Februar):

Auf jeden Fall / bereits geimpft: 75% (+15)
Wahrscheinlich: 11% (-6)
Wahrscheinlich nicht: 6% (-3)
Auf keinen Fall: 7% (-5)


Offenbar werden die Skeptiker entgegen ihrer eigenen Wahrnehmung doch nicht "immer mehr". :zwinker5:

13225
vinchris hat geschrieben:Na ja, AZ für jeden ab 18 halt. :zwinker5: Impflinge unter 60 werden sich entscheiden müssen, ob sie Vaxzevria wollen oder nicht. Der Stoff soll offenbar vor allem über die Arztpraxen verimpft werden.
Jetzt gibt es ein bisschen mehr Details, aber so richtig griffig ist das noch nicht.
Dauer zwischen Erst- und Zweitimpfung wird mit dem Arzt besprochen. Alles ist möglich von 4-12 Wochen. Heißt was? Was wären denn die Kriterien wonach man sich auf 4 oder auf 12 einigt? Wann der geplante Urlaub beginnt? :zwinker5:

Was ist mit der Zweitimpfung für U60? Bleibt es da bei mRNA? Was ist mit Ü60, können die auch auswählen? Was ist mit Frauen Ü60, dürfen die auch?
...
vinchris hat geschrieben: Ach ja ... Keine Ahnung, wie groß der Markt für T-Shirts wie dieses ist, aber das gibt's wirklich. :D
Ist was für den Zuckerfaden. :D

13226
Steffen42 hat geschrieben:
Was ist mit der Zweitimpfung für U60? Bleibt es da bei mRNA? Was ist mit Ü60, können die auch auswählen? Was ist mit Frauen Ü60, dürfen die auch?
...
Wie ist das überhaupt bisher geregelt? Ich weiss, dass die U60, die zunächst mit AZ geimpft wurden, ein Anrecht auf mRNA haben. Aber gibt es dieses eigentlich offiziell auch für die "Freiwilligen" so wie du? Ist zwar eine eher theoretische Frage, weil das sowieso keiner überprüfen kann/wird, aber würde mich trotzdem mal interessieren wie hier die offizielle Regelung ist.

13228
Steffen42 hat geschrieben:Ich kenne nur die Empfehlung der Stiko: U60 -> Zweitimpfung mRNA.
hier mal die Mail die Mann (Auszugsweise) bekommen hat: gültig jetzt mal für BW




Mit welchem Impfstoff erfolgt meine Zweitimpfung?
Hier ist Ihr Alter maßgebend.
- Personen über 60 Jahren werden ausschließlich mit AstraZeneca geimpft. Es besteht kein Wahlrecht.
- Personen unter 60 Jahren haben entsprechend dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz und Empfehlung der Ständigen Impfkommission ein Wahlrecht zwischen dem Impfstoff von Biontech (das KIZ Heidelberg verfügt nicht über den Wirkstoff von Moderna) oder eine Folgeimpfung mit AstraZeneca.

Hier eine Bitte unsererseits:
Wenn Sie unter 60 Jahre alt sind und eine Zweitimpfung mit AstraZeneca wünschen, teilen Sie uns dies bitte kurz per E-Mail mit. Sie helfen uns damit, die am Impftag benötigten Impfdosen leichter kalkulieren zu können.
Wenn Sie eine Impfung mit Biontech wünschen, benötigen wir keine Rückmeldung.

Ändern sich die Zeitabstände zwischen Erst- und Zweitimpfung?
Die vergebenen Zweitimpfungstermine behalten alle ihre Gültigkeit.
Viele Grüße Biene

Es ist völlig egal, wie langsam du vorankommst. Du überholst immer noch jeden der gar nichts tut.

13229
Danke ihr zwei. Wobei die STIKO Empfehlung sich ja auf so Fälle wie von Biene's Mann bezieht. Zu dem Zeitpunkt war ja - sofern ich mich richtig erinnere - AZ für U60 sogar verboten. Vermutlich einfach gewollt oder ungewollt nichtangepasst worden. Mir ist das prinzipell auch egal (nicht dass das hier falsch rüberkommt). Ich hatte nur den Eindruck, dass da mal wieder eine Gruppe in den Empfehlungen/Regelungen vergessen wurde.

13230
Zum Thema Vaxzevria (AZ) für Leute unter 60: Der General :zwinker5: (Carsten Watzl, Immunologe und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie) hat heute erklärt, dass der Impfstoff auch für Jüngere - ab ca. 35 aufwärts - sinnvoll sei (Audio-Datei, DLF von heute, gut 5 min). Von einer Verkürzung des Abstands zwischen zwei Vaxzevria-Impfterminen rät auch er übrigens ab ...

13231
Fjodoro, ich wüsste keinen Zeitpunkt, zu dem AstraZeneca für U60 verboten gewesen wäre. Vielleicht die drei Tage mal, als der Stopp war.
Zum Zeitpunkt als ich geimpft wurde, hatten den mehrere Bundesländer für U60 freigegeben.
Aber so langsam wird die Chronologie bei AstraZeneca schwer nachzuhalten. Beinahe jeden Tag eine andere Entwicklung.

Biene, danke!

13232
Steffen42 hat geschrieben:Fjodoro, ich wüsste keinen Zeitpunkt, zu dem AstraZeneca für U60 verboten gewesen wäre. Vielleicht die drei Tage mal, als der Stopp war.
Zum Zeitpunkt als ich geimpft wurde, hatten den mehrere Bundesländer für U60 freigegeben.
Aber so langsam wird die Chronologie bei AstraZeneca schwer nachzuhalten. Beinahe jeden Tag eine andere Entwicklung.
Ok, das scheint mein Hirn mittlerweile auch überfordert zu haben. Ich dachte, es wären mehrere Wochen gewesen und erst dann für U60 nach eingehender Beratung erlaubt worden. Aber habe gerade nochmal nachgeschaut, du hast natürlich Recht. Trotz alledem glaube ich, dass die STIKO Empfehlung für diese "Altlasten" gedacht war und man sich über die "Neufälle" noch gar keine Gedanken gemacht hat, dass die evtl. Mischen wollen. Beim Hausarzt mag das problemlos laufen, beim Impfzentrum bin ich mir nicht so sicher. Werden aber auch nur Einzelfälle sein.

13233
Wenn sich nichts geändert hat sollte man wohl folgendes berücksichtigen:
[h=1]Sind Impfungen, die nicht von der STIKO empfohlen werden, kontraindiziert?[/h]Neben den von der STIKO empfohlenen Impfungen sind auf der Basis der existierenden Impfstoff-Zulassungen weitere "Impfindikationen" möglich, auf die in den Empfehlungen der STIKO nicht eingegangen wird, die aber für den Einzelnen seiner individuellen (gesundheitlichen) Situation entsprechend sinnvoll sein können.
Es liegt in der Verantwortung des Arztes, seine Patienten auf diese weiteren Schutzmöglichkeiten hinzuweisen. Insofern hindert auch eine fehlende STIKO Empfehlung den Arzt nicht an einer begründeten Impfung. Wenn die individuell gestellte Impfindikation jedoch nicht Bestandteil einer für Deutschland gültigen Zulassung und der Fachinformation des entsprechenden Impfstoffes ist, erfolgt die Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikation. Das hat im Schadensfall Folgen für Haftung und Entschädigung und bedingt besondere Dokumentations- und Aufklärungspflichten des impfenden Arztes.
Versorgungsansprüche wegen eines Impfschadens gemäß § 60IfSGwerden nur bei den von den Landesgesundheitsbehörden öffentlich empfohlenen Impfungen gewährt.
[h=1]Stellungnahme der Ständigen Impfkommission zum Zeitpunkt der Gabe eines mRNA-Impfstoffs nach Erstimpfung mit AstraZeneca Vaccine (Vaxzevria) bei <60-Jährigen[/h]Stand: 14.04.2021
Die STIKO hat am 1. April 2021 ihre COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert. Sie empfiehlt Personen unter 60 Jahren, die bereits eine 1. Impfstoffdosis mit der COVID-19 Vaccine AstraZeneca (Vaxzevria) erhalten haben, anstelle der 2. AstraZeneca-Impfstoffdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs zu verabreichen (heterologes Impfschema). Diese Entscheidung beruht auf dem erhöhten Risiko für thromboembolische Ereignisse nach der AstraZeneca-Impfung bei Personen im Alter <60 Jahren und einem in dieser Altersgruppe niedrigeren Risiko für schwere COVID-19-Verläufe.
Die STIKO empfiehlt, die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff grundsätzlich in einem Abstand von 12 Wochen zur Erstimpfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu verabreichen. Für den empfohlenen Impfabstand gibt es folgende Gründe:
  • Daten aus den Zulassungsstudien ergaben, dass die Wirksamkeit der ersten AstraZeneca-Impfstoffdosis über einen Zeitraum von 3 bis 12 Wochen nach der Impfung konstant bestehen bleibt ohne nachzulassen.
  • Weiterhin hat sich gezeigt, dass bei der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff die Schutzwirkung nach zwei Impfstoffdosen bei einer Verlängerung des Impfabstands von < 6 Wochen auf 12 Wochen sehr deutlich zunimmt. Dass ein längeres Impfintervall auch die Effektivität des heterologen Impfschemas positiv beeinflusst, ist bisher formal noch nicht gezeigt, erscheint aber aus immunologischen Gründen plausibel.
Sollte es aus logistischen Gründen erforderlich sein, die Impfung in einem kürzeren Impfintervall durchzuführen, kann in der Übergangsphase auch an bereits vereinbarten Terminen in kürzerem Abstand festgehalten werden.
Es ist sicher bzgl. Sommerurlaub ein Vorteil, wenn Impfungen nun zeitnah grundsätzlich von allen in Angriff genommen werden können. Wenn es extrem wenige Probleme gibt, ist mir nicht klar, warum sich später Ärzte und Patienten um die finanziellen Folgen kümmern müssen und nicht der Staat einspringt?
Keep smiling, be optimistic, do something good...

13235
Fjodoro hat geschrieben:Ok, das scheint mein Hirn mittlerweile auch überfordert zu haben.
Wessen nicht? :zwinker5:

Aber mach die (nicht vorhandene) Entscheidungsmatrix mal nicht komplexer, als sie es schon ist... Das was Du schreibst, kann man auch nicht aus der Empfehlung der Stiko rauslesen. Da steht nur: wer als U60 als Erstimpfung AstraZeneca bekommen hat, bekommt als Zweitimpfung mRNA. Außer Arzt und Impfling entscheiden sich anders.
Denke, das reicht ja auch erstmal aus.

@ruca: Beratungsgespräch. Also meine rein anekdotische Evidenz aus mittlerweile vier Fällen dauert das nicht sehr lange: "Guten Morgen", "Welcher Arm?", "Auf Wiedersehen". Was bei aufgeklärten Impflingen auch keine Problem ist, soll keine Klage sein.

13236
Jupp. Aber wenn da der U60-Patient aufschlägt, der die zweite AZ nach 4 Wochen haben will (weil es danach in den Urlaub geht) sollte das Beratungsgespräch schon länger dauern bzw. abgewogen werden. Das ist ja genau einer der Vorteile, mit denen die Hausärzte für sich werben.
Runalyze-Profil
Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

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Steffen42 hat geschrieben:@ruca: Beratungsgespräch. Also meine rein anekdotische Evidenz aus mittlerweile vier Fällen dauert das nicht sehr lange: "Guten Morgen", "Welcher Arm?", "Auf Wiedersehen". Was bei aufgeklärten Impflingen auch keine Problem ist, soll keine Klage sein.
Ein paar wenige Worte mehr waren es bei mir zwar schon, aber im Großen und Ganzen auch so :daumen: Und den vierseitigen Schriebs zu AZ hab ich gaaanz kurz überflogen. Im Grunde wusste ich doch alles bereits :wink: Ich hab übrigens freiwillig den Zweittermin von 9 auf 11 Wochen verlegen lassen. Des Urlaubs wegen :wink: Wäre aber auch extra von der Ostssee nach Berlin gedüst für den Pieks, wenn es nicht möglich gewesen wäre.

Gruss Tommi
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Mein Tagebuch: forum/threads/96079-Die-dicken-Waden-der-dicken-Wade

"Unser Denken bestimmt unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was uns missfällt, werden wir auch viel Schlechtes sehen, dementsprechend über die Welt denken und unser Verhalten danach ausrichten. Menschen, die sich auf das Schöne konzentrieren, sind folglich zweifelsfrei glücklicher."

Thorsten Havener

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ruca hat geschrieben:Jupp. Aber wenn da der U60-Patient aufschlägt, der die zweite AZ nach 4 Wochen haben will (weil es danach in den Urlaub geht) sollte das Beratungsgespräch schon länger dauern bzw. abgewogen werden. Das ist ja genau einer der Vorteile, mit denen die Hausärzte für sich werben.
Ja, wir sind uns einig, dass der Vorschlag von Spahn ohne Not Komplexität in die Sache bringt. Ich hatte ja mal meine Prognose für den Sommer geschrieben. Irgendwann sind wir an einem Punkt, an dem sehr viele die Erstimpfung haben, die Inzidenzen sehr niedrig sind und ITS- und Todeszahlen nichtmehr kritisch sind.
Da wird der Druck (ob wahrgenommen durch Politiker oder real) so groß nach Öffnungen sein, dass dann Impfpässe, Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfungen, Genesen oder Ungenesen, Luca-App, Masken egal sein werden.

Bin guter Dinge, dass das im Juli/August bereits so weit sein wird.

Und dann juckt es auch niemanden, ob jemand gar nicht zum zweiten Impftermin kommt (wird es geben), oder nach 4 Wochen oder 8 oder 12. Erstmal ist wichtig, dass die erste Impfung da war, der Rest ist dann i.W. persönliches Risiko bzw. persönliche Optimierung.

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Steffen42 hat geschrieben:Bin guter Dinge, dass das im Juli/August bereits so weit sein wird.

Und dann juckt es auch niemanden, ob jemand gar nicht zum zweiten Impftermin kommt (wird es geben), oder nach 4 Wochen oder 8 oder 12. Erstmal ist wichtig, dass die erste Impfung da war, der Rest ist dann i.W. persönliches Risiko bzw. persönliche Optimierung.
Jupp.

Dann sind wir auf dem Stand, der von einigen ja längst behauptet wird: Dann ist Covid-19 tatsächlich mit der Grippe vergleichbar. Die Bevölkerung hat eine gewisse Immunität und bei den Risikogruppen muss aufgepasst werden. Gewisse Zahlen müssen akzeptabel sein, ansonsten müssten wir wirklich bei jeder Grippewelle einen Lockdown verhängen.

Es gibt aber einen großen Unterschied: Für die Grippe haben wir keinen Impfstoff mit auch nur annähernd dieser Wirksamkeit.
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Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

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ruca hat geschrieben: Dann sind wir auf dem Stand, der von einigen ja längst behauptet wird: Dann ist Covid-19 tatsächlich mit der Grippe vergleichbar.
Die Kasper wird es natürlich zuhauf geben, aber da sollten wir einfach weitermachen und das ignorieren. Zwischen "längst" und "dann" lagen 1,5 Jahre in denen eine sagenhafte Leistung durch unsere Wissenschaftler vollbracht wurde. Die kehren die Dullis natürlich unter den Teppich. :zwinker5:

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Steffen42 hat geschrieben:Die Kasper wird es natürlich zuhauf geben, aber da sollten wir einfach weitermachen und das ignorieren. Zwischen "längst" und "dann" lagen 1,5 Jahre in denen eine sagenhafte Leistung durch unsere Wissenschaftler vollbracht wurde. Die kehren die Dullis natürlich unter den Teppich. :zwinker5:
Wo es keinen Virus, also auch keine Pandemie gab, können Wissenschaftler auch nichts vollbracht haben :teufel:

Gruss Tommi

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Steffen42 hat geschrieben:Die Kasper wird es natürlich zuhauf geben, aber da sollten wir einfach weitermachen und das ignorieren. Zwischen "längst" und "dann" lagen 1,5 Jahre in denen eine sagenhafte Leistung durch unsere Wissenschaftler vollbracht wurde. Die kehren die Dullis natürlich unter den Teppich. :zwinker5:
In der Retrospektive sieht man vieles verklärt. Interessant finde ich wie selektiv hier die Lupe zur Vergrößerung und zur Verkleinerung von Themen genutzt wird.
dicke_Wade hat geschrieben:Wo es keinen Virus, also auch keine Pandemie gab, können Wissenschaftler auch nichts vollbracht haben :teufel:
Wenn das die Wahrnehmung ist, müsste man der kollektiven Wissenschaft den Nobelpreis verleihen :wink:
nix is fix

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Ich bin sehr gespannt, was am Ende von diesen außergewönlichen ca. 1,5 Jahren übrig bleiben wird.

Ganz vorweg und positiv: Die mRNA-Impfstoffe. Bisher gab es keinen ausreichenden "Leidensdruck" um diese (obwohl lange entwickelt) in den Markt zu bringen, zudem wären die bei üblichen Abnahmengen wohl aufgrund hoher Anlaufkosten anfangs exorbitant teuer geworden (Bei Milliarden bestellten Dosen sind diese Kosten fast vernachlässigbar).
Jetzt sieht man in der Praxis wie gut sie sind, man kann wohl recht einfach auf andere Bereiche anpassen. Es wäre doch toll, z.B. bei den Grippeimpfungen von den bisherigen 40-70% Wirksamkeit wegzukommen.

Dazu welche Infektionskrankheiten durch die Maßnahmen erstmal ein wenig zurückgedrängt wurden... und ob sie wieder in alter Stärke zurückkehren.

Und dann die ganzen gesellschaftlichen Sachen:

- Maskenträger z.B. im OEPNV wird es garantiert weiter geben - wie bisher schon in Asien.

- Für uns Läufer glaube ich, dass das Abklatschen der Kinder am Streckenrand nicht zurückkehrt.

- Händeschütteln

- Mehr Homeoffice als bisher

- Werden die "komischen Koalitionen" der Protestbewegungejn erhalten bleiben (Esotheriker demonstrieren gemeinsam mit Rechtsradikalen, vorher ja undenkbar)?

Und politisch und wirtschaftlich wird ja etliches an "Wiederaufbau" zu leisten sein. Wenn man überlegt, was für (vergleichsweise) Kleinigkeiten die letzte große Wirtschaftskrise ausgelöst haben und die Maßnahmen dagegen (allen voran Schuldenbremse) jetzt einfach ausgesetzt wurden kann einem Angst und Bange werden. Das ist schon für Deutschland eine Riesenanstrengung, was ist es erst für Länder wie Griechenland, Italien und Irland - ganz zu Schweigen von den den weltweit abgehängten Ländern...
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ruca hat geschrieben:Ich bin sehr gespannt, was am Ende von diesen außergewönlichen ca. 1,5 Jahren übrig bleiben wird.

- Werden die "komischen Koalitionen" der Protestbewegungejn erhalten bleiben (Esotheriker demonstrieren gemeinsam mit Rechtsradikalen, vorher ja undenkbar)?
...
Hatten die Rechten nicht schon immer so einen Eso-Touch? Der ganze Germanenkult, feiern der Sommersonnenwende, etc. ist schon ziemlich crazy.

Vertrauen sie mir. Ich weiß, was ich tue.

13246
ruca hat geschrieben: - Maskenträger z.B. im OEPNV wird es garantiert weiter geben - wie bisher schon in Asien.
Da und auch in Wartezimmern bei Ärzten.

ruca hat geschrieben:
- Für uns Läufer glaube ich, dass das Abklatschen der Kinder am Streckenrand nicht zurückkehrt.

- Händeschütteln
Das wird schon wiederkehren. Wir Menschen sind da viel zu körperbetont, als dass wir sowas aufgeben.

ruca hat geschrieben: - Mehr Homeoffice als bisher
Das und erheblich weniger Dienstreisen.
ruca hat geschrieben: - Werden die "komischen Koalitionen" der Protestbewegungejn erhalten bleiben (Esotheriker demonstrieren gemeinsam mit Rechtsradikalen, vorher ja undenkbar)?
Ja, die verschwinden ja nicht. Werden sich dann an Klimamaßnahmen abarbeiten oder sonstige Dinge finden.

13247
Für die "Lockerungen" ist ja die Frage, ob Geimpfte weiter andere infizieren können, nicht ganz unwichtig. Vor ein paar Tagen (also einer gefühlten mittleren Ewigkeit) hatten wir mal neue Erkenntnisse des RKI zu diesem Thema angesprochen. Das Institut hat nun das entsprechende Epidemiologische Bulletin veröffentlicht.

13248
Santander hat geschrieben:Hatten die Rechten nicht schon immer so einen Eso-Touch? Der ganze Germanenkult, feiern der Sommersonnenwende, etc. ist schon ziemlich crazy.
Nicht zu vergessen, dass die Nazis "Schulmedizin" als Kampfbegriff geführt haben. Alternativmedizin, Steiner, starker Körper, etc. die Dinge hängen alle zusammen.

13249
ruca hat geschrieben:Ich bin sehr gespannt, was am Ende von diesen außergewönlichen ca. 1,5 Jahren übrig bleiben wird.

Ganz vorweg und positiv: Die mRNA-Impfstoffe. Bisher gab es keinen ausreichenden "Leidensdruck" um diese (obwohl lange entwickelt) in den Markt zu bringen, zudem wären die bei üblichen Abnahmengen wohl aufgrund hoher Anlaufkosten anfangs exorbitant teuer geworden (Bei Milliarden bestellten Dosen sind diese Kosten fast vernachlässigbar).
Jetzt sieht man in der Praxis wie gut sie sind, man kann wohl recht einfach auf andere Bereiche anpassen. Es wäre doch toll, z.B. bei den Grippeimpfungen von den bisherigen 40-70% Wirksamkeit wegzukommen.

Ich glaube bei der Grippeimpfstoff-Herstellung ist das größte Problem abzuschätzen, welche Grippeviren-Mutation sich von der Südhalbkugel ausgehend bis zu uns durchsetzt. Dementsprechend war die Wirksamkeit der Grippeimpfstoffe immer eingeschränkt, da sie meist nur für 3 - 4 Suptypen entwickelt wurden.
Wäre zu wünschen, dass durch mRNA-Impfstoffe ein Universalimpfstoff für eine möglichst große Gruppe von Grippeviren entwickelt werden kann.
ruca hat geschrieben:Dazu welche Infektionskrankheiten durch die Maßnahmen erstmal ein wenig zurückgedrängt wurden... und ob sie wieder in alter Stärke zurückkehren.
Ja, dass fängt ja schon mit der Grippe an, die aufgrund von den Corona-Maßnahmen sich weltweit kaum Opfer gefunden hat.
Aber was auch interessant wird, wie werden die gesundheitlichen Folgen der ausgefallenen Vorsorgeuntersuchungen und entsprechend ausgefallenen Behandlungen sein?
Experten aus der Onkologie, fürchten ja eine Zunahme von Tumorerkrankungen durch ausgefallene Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen.
Werden die Folgen wirklich so dramatisch sein ?
ruca hat geschrieben: Und dann die ganzen gesellschaftlichen Sachen:

- Maskenträger z.B. im OEPNV wird es garantiert weiter geben - wie bisher schon in Asien.

- Für uns Läufer glaube ich, dass das Abklatschen der Kinder am Streckenrand nicht zurückkehrt.

- Händeschütteln

- Mehr Homeoffice als bisher
Ich glaube gesellschaftlich wird es bereits 1-2 Jahre nach der Pandemie, wieder zu den gewohnten Verhaltenmuster zurück gehen.
Alle Filme die vor der Pandemie gedreht wurden - und auch wärend der Pandemie, zeigen die alten Traditionen und werden als die "normale" Zeit war genommen, von daher werden die Leute mit der Zeit wieder in die "normale" Zeit zurück kehren.

Einzige Ausnahme:
Es werden bestimmt mehr Menschen darauf achten, bei eigener Erkältung, andere mehr zu schützen. Dies wird eventuell auch gesellschaftlich zur neuen Norm werden.

Und was das Homeoffice angeht, so werden auch nicht alle Jobs in Homeoffice bleiben, wenn der Druck weg ist.
Meine Frau arbeitet ja tageweise auch in Homeoffice und sagt über ihre Kolleginnen, dass diese im Homeoffice überwiegend eine geringere Effektivität haben als bei ihrer Arbeit im Großraumbüro.
Aus ihrer Tätigkeit im Betriebsrat, weiß sie auch, dass es dem Arbeitgeber nicht entgangen ist, dass Homeoffice eine Effektivitätsbremse ist.
Vermutlich werden in einigen Bereichen Homeoffice-Arbeitsplätze erhalten bleiben, aber ob dauerhaft das Einkommen im Homeoffice, dem der Büroarbeitsplätze entsprechen wird, bleibt doch fraglich - zumindest in einigen Bereichen.

ruca hat geschrieben: Und politisch und wirtschaftlich wird ja etliches an "Wiederaufbau" zu leisten sein. Wenn man überlegt, was für (vergleichsweise) Kleinigkeiten die letzte große Wirtschaftskrise ausgelöst haben und die Maßnahmen dagegen (allen voran Schuldenbremse) jetzt einfach ausgesetzt wurden kann einem Angst und Bange werden. Das ist schon für Deutschland eine Riesenanstrengung, was ist es erst für Länder wie Griechenland, Italien und Irland - ganz zu Schweigen von den den weltweit abgehängten Ländern...
Ich vermute ganz stark, dass wir alle viele Jahre lang dafür bluten müssen.
Bereits jetzt wird ernsthaft über die Erhöhung der Lebensarbeitszeit auf 69 Jahren gesprochen, was nichts anderes ist als eine Rentenkürzung, weil viele es nicht schaffen werden diese Altersgrenze zu erreichen.
Weitere Einschnitte werden folgen.
Mein Kurzarbeitergeld vom letzten Jahr werde ich in den kommenden Jahren um ein vielfaches indirekt zurückzahlen müssen.
Im Leben gibt es nichts geschenkt - sogar der Tod kostet das Leben.
Bild

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klnonni hat geschrieben: Und was das Homeoffice angeht, so werden auch nicht alle Jobs in Homeoffice bleiben, wenn der Druck weg ist.
Meine Frau arbeitet ja tageweise auch in Homeoffice und sagt über ihre Kolleginnen, dass diese im Homeoffice überwiegend eine geringere Effektivität haben als bei ihrer Arbeit im Großraumbüro.
Aus ihrer Tätigkeit im Betriebsrat, weiß sie auch, dass es dem Arbeitgeber nicht entgangen ist, dass Homeoffice eine Effektivitätsbremse ist.
Vermutlich werden in einigen Bereichen Homeoffice-Arbeitsplätze erhalten bleiben, aber ob dauerhaft das Einkommen im Homeoffice, dem der Büroarbeitsplätze entsprechen wird, bleibt doch fraglich - zumindest in einigen Bereichen.
Hhhhmmm, das kann ich von mir selber und meinen Kolleginnen nicht sagen. Unsere Arbeitstage im Homeoffice sind im Schnitt effektiver als die im Büro. Die Ablenkungen vor Ort im Büro sind doch größer als ich es z.B. selber eingeschätzt hätte.

Daher hoffe ich, auch zukünftig ("nach Corona") weiterhin mindestens meine 2 Tage Homeoffice machen zu können.
5 km - 22:23 (16.10.2022 - The Great 10K)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:39:18 (28.08.2022 - Die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25 Berlin)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - Berlin Marathon)

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