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Die Jagd auf die "2"

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Von meiner Seite aus sind auch alle Daumen fest gedrückt.

Es war aber auch ein Auf und Ab der Gefühle für Dich.

Bin gespannt auf Deinen Bericht und hoffe, dass das alles eine richtig tolle Generalprobe war und der Lauf dementsprechend bombastisch gut wird. :daumen:
Läuft bei mir...zwar rückwärts und bergab - aber es läuft

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Frei nach Forrest Gump: Lauf Chris, lauf...... :headbang:
18.05. Grüntalultra 52 km 1000 hm 6:17:00
30.06. TÜ 100 Meilen
08.07. Heuchelberg
15.07. Maintal UT, 64k1700
30.07. SW Throphy47k1300
12.08. 100 M. Berlin
26.08. Karwendelauf 52k2300
24.09, Remstal M.

304
Du wirst das Ding schon schaukeln!
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

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Fred128 hat geschrieben:Darf man einem Christen einen Heidenspaß wünschen? Ich mach es einfach mal. Und gutes Durchkommen. :)
Wo ist das Problem! Er läuft doch durch die Heide und das n ist die SprachVerbindung zum Spaß :nick:
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
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BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

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d'Oma joggt hat geschrieben:Wo ist das Problem! Er läuft doch durch die Heide und das n ist die SprachVerbindung zum Spaß :nick:
:hihi: :daumen: Und weißt du, was mich am meisten amüsiert? Dass der Meister des Wortwitzes, Fred himself, nicht auf diese Idee gekommen ist... :D
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Ich bin unterwegs. Mit dem Zug in (hoffentlich) 8 Stunden vom Bodensee nach Celle. Das Abenteuer beginnt!

Da ich sonst nicht so viel reise, gehört dieser Teil auch zu den Sachen, auf die ich mich immer so freue.
Das Abenteuer beginnt. In genau 24 h laufe ich los. Fühlt sich... surreal an!
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Ich bin gut in Celle angekommen, habe den ersten km des Weges inspiziert und werde jetzt gleich noch mitCornelius und seiner Frau essen gehen.

Wer den Lauf morgen mitverfolgen möchte, kann das hier tun!

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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So, dann tauche ich auch mal wieder aus der Versenkung auf.

Nach dem Lauf war ich eine Woche auf Stillen Tagen und habe das Forum daher sehr bewusst gemieden. Jetzt mal ein kleines Update von mir.

Ich kann mich mittlerweile wieder ganz normal bewegen. Die ersten Tage waren echt übel.

Die tiefe Enttäuschung ist mittlerweile weg. Aber als Erfolg kann ich meine 132 km (noch) nicht werten. Klar, ist die viertlängste Distanz, die ich je gelaufen bin. Und trotzdem, wenn man 223 km ankündigt und 90 am Ende fehlen, ist es nicht so einfach, das als Erfolg zu werten. Aber das kommt schon noch!

Und natürlich ist gerade DIe große Frage, die mich bewegt, die mich wohl auch die nächsten Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre bewegen wird: war der Abbruch richtig? War er unvermeidbar? Oder hätte ich weiterbeißen müssen?

Im Moment lautet meine Antwort: ja, er war richtig. Ich hätte wohl sehr wahrscheinlich keine Chance gehabt, die letzten 90 km in einer halbwegs vertretbaren Zeit zu schaffen. Dafür waren meine Beine zu kaputt. Und ich meine wirklich kaputt. Nicht nur "leer".

Ich versuche es mal in Worte zu fassen: ich kenne das Gefühl, dass man immer langsamer wird und irgendwann ins gehen wechselt. Weil der Kopf leer ist, weil der Körper leer ist, weil man einfach mit jeder Faser seines Körpers nicht mehr kenn und will. Diese Art von "am Ende sein" kenne ich und weiß: so unvorstellbar es sich in diesem Moment anfühlt, das kann vorbei gehen. Das hatte ich schon mehrfach, auch bei den 100 Meilen von Berlin.

Dieses Mal war es nicht diese Art von Leere. Meine Oberschenkel haben so weh getan wie noch nie in meinem Leben. Ich konnte nicht mehr laufen, weil die Flugphase, vor allem das Aufkommen, so schmerzhaft war, dass es mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Ja, ich war auch platt, leer und müde. Aber das hätte ich überstanden. Aber diese Schmerzen, noch weitere 12-18 Stunden? Und, ganz wichtig und ausschlaggebend: das wäre auch nicht mehr weg gegangen. Das war nicht mental, das war muskulär.
Vielleicht eine Fehleinschätzung. Aber auch jetzt kann ich mir nicht vorstellen, wie ich in diesem körperlichen Zustand hätte weitermachen können.

Woher kam das? Ist immer so ein bisschen "Kristallkugel", aber ich vermute zwei Ursachen:

1. Der Weg war so ganz anders als gedacht - und trainiert. Das war SO viel härter, so viel sandiger, wurzeliger, trailiger, schwerer zu laufen als ich mir in den schlimmsten Albträumen vorgestellt habe. Ja, ich bin viel Feld- und Wiesenwege gelaufen. Aber bei weitem nicht genug Trail! Unfassbar. Und das waren meine Beine einfach nicht gewohnt.

ABER - das alleine erklärt es in meinen Augen nicht. Da gibt es noch eine weitere Sache, die ich mir jetzt eingestehen muss:

2. Die Leiste hatte eine größere Auswirkung als ich dachte. Ich hatte beim Lauf keine, gar keine Probleme mit der Leite. Am Anfang leicht spürbar, dann ganz weg. ABER: ich bin jetzt überzeugt, dass sie ursächlich für meine Oberschenkelprobleme war. Warum? Mein letzter Testlauf, die 73 km drei Wochen vor dem Lauf, gingen ausschließlich über flachen Asphalt. Und haben mir, schon nach 20 km, die Oberschenkel zerschossen wie nie ein Lauf zuvor. Genau so wie jetzt im Wettkampf. Anscheinend habe ich durch meine Leiste doch eine Schonhaltung eingenommen. Meine Supporter haben mir auch von Anfang an einen miserablen Laufstil attestiert. Habe ich den immer? Oder bin ich so schief gelaufen? Anscheinend war das doch gravierender, als ich gedacht habe.

Wirklich krass fand ich, dass der lauf nie wirklich Freude gemacht hat. Die ersten 27 km waren okay, aber spätestens ab km 29 fing der Kampf an. Km 29!!! D.h, ich habe über 100 km nur gekämpft. as ist viel, viel zu früh und nicht mit Tagesform zu erklären. Denn ich war gut vorbereitet.

Egal. Ich bin gescheitert. Das tut immer noch ein bisschen weh, aber, hey: es ist ein Hobby. Und damit wirklich kein Weltuntergang!

Wie geht es jetzt weiter? Jetzt werde ich erstmal meine Leiste vollständig auskurieren. Tank auffüllen. Mehr Zeit mit der Familie genießen. Vielleicht, wenn es die Leiste mitmacht, ein wenig rudern. Und ansonsten einfach pause machen.

Und danach? Was mache ich dann? Ich weiß es nicht. wirklich noch nicht. Ich habe mir bisher verboten darüber nachzudenken. Will ich wirklich in dieser Lebensphase solche Mammutaufgaben angehen? Oder jetzt erst mal die nächsten Jahre langsam machen? Keine Ahnung. ist jetzt auch noch nicht wichtig. Jetzt steht erstmal Pause auf dem Programm. Und das ist gut so!

Liebe Grüße,
nachtzeche

PS: was mir dieser Lauf auf jeden Fall gebracht hat ist der (neue oder intensivere) Kontakt zu drei ganz tollen Männern! Danke, Jungs, dass ihr dabei wart! Es war mir eine Freude und eine Ehre!
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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nachtzeche hat geschrieben:Meine Supporter haben mir auch von Anfang an einen miserablen Laufstil attestiert. Habe ich den immer? Oder bin ich so schief gelaufen? Anscheinend war das doch gravierender, als ich gedacht habe.
Nur zur Sicherheit, falls hier einige denken: „Mit was für Idioten warst Du denn unterwegs, dass die gleich zu Beginn eines 223km-Laufs Deinen Laufstil kritisiert haben!“

So war das nicht!!! Wir haben natürlich erst nach dem Lauf gesagt, dass auf uns schon am Anfang des Rennens am ersten Verpflegungspunkt Dein Laufstil etwas ineffektiv und unrund wirkte (später wurde es übrigens besser, oder vielleicht haben wir uns auch nur daran gewöhnt).

nachtzeche hat geschrieben: PS: was mir dieser Lauf auf jeden Fall gebracht hat ist der (neue oder intensivere) Kontakt zu drei ganz tollen Männern! Danke, Jungs, dass ihr dabei wart! Es war mir eine Freude und eine Ehre!
Das unterschreibe ich so zu 100%.

@nachtzeche Wenn es Dir recht ist, schreibe ich hier im Faden im Laufe der Woche auch noch ein paar Gedanken dazu nieder, wie sich dieses besondere Wochenende für mich dargestellt und angefühlt hat.

314
Nachtzeche schrieb:" Nur zur Sicherheit, falls hier einige denken: „Mit was für Idioten warst Du denn unterwegs, dass die gleich zu Beginn eines 223km-Laufs Deinen Laufstil kritisiert haben!“

So war das nicht!!! Wir haben natürlich erst nach dem Lauf gesagt, dass auf uns schon am Anfang des Rennens am ersten Verpflegungspunkt Dein Laufstil etwas ineffektiv und unrund wirkte (später wurde es übrigens besser, oder vielleicht haben wir uns auch nur daran gewöhnt)"



Todmirror:
"Das unterschreibe ich so zu 100%."

Samesame
Bestzeiten: 17.08.2019 Mauerweglauf 100 Meilen 19.36.35 Stunden. 08.09.2018 RUNWINSCHOTEN (Holland) 100 km 9:33.30. 16.06.2018 Karlsruher Nachtlauf 80 km 7:55:45. Marathon 3:22.10. HM 1:34:32. 10 KM 43:37
Laufberichte: www.corneliusrennt.de

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Eine schöpferische Pause wird dir sicher guttun und die Zeit ist nicht verloren sich die Laufreude langsam wieder zu holen bevor man sich wieder in den - nicht immer nur positiven - Streß bringt mit der ausgewogenen Koordination von Trainingszeit/Familienzeit in der Vorbereitung neuer läuferischer Großtaten. Ãœbrige Zeit hat man bekanntlich nie, man muss sie sich immer irgendwo hernehmen. Wenn man sie nicht nur als wissenschaftliche Größe betrachtet wie Einstein: "Zeit ist das, was man an der Uhr abliest."
Warum ich jetzt auf den ollen Physikus komme. Liegt vielleicht an meinem nähsten Wettkampf am kommenden Sonntag, der in Ulm stattfindet.
18.05. Grüntalultra 52 km 1000 hm 6:17:00
30.06. TÜ 100 Meilen
08.07. Heuchelberg
15.07. Maintal UT, 64k1700
30.07. SW Throphy47k1300
12.08. 100 M. Berlin
26.08. Karwendelauf 52k2300
24.09, Remstal M.

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nachtzeche hat geschrieben:So, dann tauche ich auch mal wieder aus der Versenkung auf.




Wie geht es jetzt weiter?
Und danach?
Alles hat seine Zeit!

diese Verse gingen beim Lesen durch den Kopf.
Lass es auf dich zukommen, habe Geduld.
Alles hat seine Zeit!
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
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BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

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todmirror hat geschrieben:Nur zur Sicherheit, falls hier einige denken: „Mit was für Idioten warst Du denn unterwegs, dass die gleich zu Beginn eines 223km-Laufs Deinen Laufstil kritisiert haben!“
So war das nicht!!! Wir haben natürlich erst nach dem Lauf gesagt, dass auf uns schon am Anfang des Rennens am ersten Verpflegungspunkt Dein Laufstil etwas ineffektiv und unrund wirkte (später wurde es übrigens besser, oder vielleicht haben wir uns auch nur daran gewöhnt).
Da habt ihr natürlich recht, da habe ich mich ungünstig ausgedrückt. Ihr habt da alles richtig gemacht! Die Rückmeldung kam erst danach! :daumen:

todmirror hat geschrieben:@nachtzeche Wenn es Dir recht ist, schreibe ich hier im Faden im Laufe der Woche auch noch ein paar Gedanken dazu nieder, wie sich dieses besondere Wochenende für mich dargestellt und angefühlt hat.
Auf jeden Fall! Ich bitte sogar darum!!!
d'Oma joggt hat geschrieben:Alles hat seine Zeit!

diese Verse gingen beim Lesen durch den Kopf.
Lass es auf dich zukommen, habe Geduld.
Alles hat seine Zeit!
Prediger 3 ist mir gut bekannt! :wink: Die Frage ist nur immer : für wa sist jetzt gerade die Zeit?

Aber auf mich bezogen: da hast du mich falsch verstanden. Ich habe überhaupt keine drängende Not die Frage nach dem "Was kommt dann" zu beantworten. Denn: jetzt ist die Zeit für was anderes. Erholen. Auskurieren. Loslassen. Und dann schauen wir weiter.

Ach ja, was echt doof isT: rudern geht gerade auch nicht. Spüre ich auch (wenn auch nur ganz leicht) im Bein. Also auskurieren ohne jeden Sport. Das finde ich doof. Aber naja.

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Dann ist jetzt die Zeit für: kein Sport - evtl außer für spielen mit den Kindern
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
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BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

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Meine 5 cents, ja der Abbruch war richtig und unvermeidbar, denn:
1. Der Weg war so ganz anders als gedacht - und trainiert. Das war SO viel härter, so viel sandiger, wurzeliger, trailiger, schwerer zu laufen als ich mir in den schlimmsten Albträumen vorgestellt habe
das war mutmaßlich noch die einfachere Hälfte der Stecke, jedenfalls wenn man sich die Höhenmeter anguckt. Und so wurzelig, trailig ist es in den harburger Bergen erst recht.

Sehe das man so. Du hast dir, auch für dich, ein sehr, sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, bei dem von Vorneherein ein Scheitern möglich war. Beeindruckt mich mehr, als sich für das erreichen einfacher Ziele feiern zu lassen.

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osso hat geschrieben: das war mutmaßlich noch die einfachere Hälfte der Stecke, jedenfalls wenn man sich die Höhenmeter anguckt. Und so wurzelig, trailig ist es in den harburger Bergen erst recht.
Stimmt, das befürchte ich auch. Es wären noch viele Heideflächen gekommen (die ich meist recht anstrengend fand), die beiden Abschnitte mit den meisten Höhenmetern (bei km 145 und 190) und auch das Ende hat es in sich. Ich bin am Montag noch mal zum Ende des Heidschnuckenwegs (Trauerarbeit) und bin die letzten drei km hin- und her gewandert. Und auf diesen knapp 6 km zeigte meine Uhr 150 Hm! Sehr geröllig, sehr sandig, das wäre brutal geworden.
osso hat geschrieben: Sehe das man so. Du hast dir, auch für dich, ein sehr, sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, bei dem von Vorneherein ein Scheitern möglich war. Beeindruckt mich mehr, als sich für das erreichen einfacher Ziele feiern zu lassen.
Auch hier hast du recht. Bei solchen Abenteuern und Vorhaben ist Scheitern immer eine reale Möglichkeit. Damit habe ich im Vorfeld auch gerechnet. Schwieriger Spagat: es nicht als Selbstläufer sehen, aber zeitgleich auch nicht das Scheitern herbei reden!

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Heute ist es auf den Tag genau einen Monat her, dass ich die Jagd auf die 2 erfolglos abbrechen musste. Zeit für ein kleines Update, wie es bei mir so läuft - wobei, wie es mir geht ist treffender! :zwinker5:

Mental geht es mir richtig gut. Ich habe einige Tage gebraucht, um das alles zu verdauen, aber mittlerweile kann ich ganz gelassen auf den HEIDI zurückschauen. Mir war schon als ich den Gedanken gefasst habe auszusteigen klar, dass mich die Fragen "war es richtig? Bin ich vorzeitig, leichtfertig ausgestiegen? Hätte ich weitermachen müssen" einige Zeit begleiten werden - vielleicht sogar Monate oder Jahre. Und so ist es. die Fragen ploppen immer wieder hoch. Und im Moment kann ich sagen: ich sehe, auch mit einem Monat abstand, keine Chance, dass ich an diesem Tag hätte finishen können. Und ganz, ganz langsam kann ich die 132 km, die ich gelaufen bin auch als (kleinen) Erfolg werten.

Körperlich sieht es leider anders aus. Die direkten Folgen des Laufs sind weg und die Laufpause tut mir körperlich richtig, richtig gut. Auch wenn der Muskelkater weg ist merke ich, dass mein Körper noch einige Zeit brauchen wird, bis dieses Jahr wirklich verdaut und erholt ist. Es ist gut, Pause zu machen.
Meine Leiste (es ist wohl nicht wirklich die Leiste, auch wenn ich das hier immer schreibe, es ist eher der innere Oberschenkel) ist leider immer noch nicht besser. Es ist über 2 Monate her, dass die Beschwerden das erste Mal auftraten, heute bin ich auf den Tag einen Monat lauffrei - und es hat sich noch kein bisschen gebessert. Ich späte es schon im Alltag immer wieder. An Laufen, rudern oder anderen Sport ist beschwerdefrei nicht zu denken. Das nervt mich gewaltig, weil mir dadurch auch meine "Psychohygiene" fehlt. Ich gehe viel spazieren, das geht beschwerdefrei, wenn ich langsam gehe. Am Freitag habe ich meinen Routinecheck bei meiner Hausärztin, da werde ich die Thematik auch noch mal ansprechen.
Natürlich gibt es keinen besseren Zeitpunkt um das ausheilen zu lassen als jetzt, nichts treibt und drängt mich. Aber die Vorstellung, wie lange das jetzt wohl dauern könnte, deprimiert mich immer wieder mal.

Wie geht es läuferisch weiter? Wie immer nutze ich das kleine mentale Loch nach so einem Highlight, um zu reflektieren, wie ich weiter machen möchte. Ich musste mir, auch durch sehr offene und ehrliche Gespräche mit Frau nachtzeche, eingestehen, dass es dieses Jahr zu viel war. Auch und vor allem für meine Frau. Sie wusste eigentlich schon im April, dass es ihr zu viel wird. Aber sie hat aus Liebe zu mir nix gesagt. Und auch ich merke selber, was mich dieses Jahr gekostet hat. ich hatte (und habe!) deutliche Burn-out-Symptome, die sich in den letzten drei Wochen deutlich verbessert haben, obwohl ich da sehr viel gearbeitet habe. Das Laufen war in den letzten 10 Monaten keine Kraftquelle mehr, sondern Krafträuber. Das kann ich mir in der nächsten Zeit nicht mehr leisten.
Von daher habe ich mich entschlossen, mich nicht auf die Liste der Tortur de Ruhr 2024 setzen zu lassen. Ich werde nächstes Jahr, wenn meine Verletzung rechtzeitig ausheilen sollte, beim LaufSPECKtakel mitlaufen und vielleicht im Herbst noch ein Fun-Event bis max. 60 km mitnehmen. Ohne jede Ambition, einfach nur aus dem normalen Training hinaus. Und selbst hier bin ich mir noch nicht sicher ob das sein muss oder ob ich nicht einfach mal einen freien Tag nehme und hier in der Gegend 50 oder 60 km renne. Bloß keinen Drucken, keinen Aufwand, keinen Stress. Laufen, weil ich laufen liebe.

Und was ist mit meiner Jagd auf die 2? 200 km am Stück laufen? Auch das habe ich hinterfragt. Ist es das wert? Muss das sein? Es war dieses Jahr nicht nur die Zeit zum Training, mit der ich mich und meine Familie strapaziert habe, sondern auch der Aufwand außenrum: die mentale Kapazität, die das alles gebunden hat. Die Planungen. Die Kosten für Hotels, Fahrt und Ausrüstung haben unser schmales Familienbudget arg strapaziert. Will ich das alles wirklich? Oder sollte ich nicht einfach wie oben beschrieben aus Spaß an der Freude unaufwendig Kurzultras laufen?
Ich bin zum Ergebnis gekommen: ich will weiterjagen. Dafür schlägt mein Herz. Ich glaube, ich kann das, ich glaube, das steckt in mir drin - und ich will das schaffen. Aber nicht jetzt. Nicht in dieser Familienphase. Nicht 2023. Vielleicht 2024. Unwahrscheinlich. Vielleicht später. Und wenn, dann anders als bisher. Unaufwendiger. Ich habe da eine Idee im Kopf. Die immer mehr Form annimmt und mir hervorragend gefällt. Aber die verrate ich nicht nicht. Alles zu seiner Zeit.

Dieses Tagebuch wird also weiterlaufen. Wahrscheinlich erst mal auf Sparflamme. Aber meine Jagd ist noch nicht beendet. Und es wäre doch gelacht, wenn ich die "2" nicht irgendwann erlege.

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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nachtzeche hat geschrieben:

Wie geht es läuferisch weiter? Wie immer nutze ich das kleine mentale Loch nach so einem Highlight, um zu reflektieren, wie ich weiter machen möchte. Ich musste mir, auch durch sehr offene und ehrliche Gespräche mit Frau nachtzeche, eingestehen, dass es dieses Jahr zu viel war. Auch und vor allem für meine Frau. Sie wusste eigentlich schon im April, dass es ihr zu viel wird. Aber sie hat aus Liebe zu mir nix gesagt. Und auch ich merke selber, was mich dieses Jahr gekostet hat. ich hatte (und habe!) deutliche Burn-out-Symptome, die sich in den letzten drei Wochen deutlich verbessert haben, obwohl ich da sehr viel gearbeitet habe. Das Laufen war in den letzten 10 Monaten keine Kraftquelle mehr, sondern Krafträuber. Das kann ich mir in der nächsten Zeit nicht mehr leisten.
Genau das war schon länger mein Eindruck. Deine Leiste bzw deinen Oberschenkel sehe ich auch in diesem Zusammenhang. von daher finde ich deine Entscheidung in jeglicher Hinsicht genau richtig, du bist jung und hast Zeit und die benötigt derzeit deine Familie.
Alles Gute dir bis irgendwann irgendwo...

Liebe Grüße
Cornelius
Bestzeiten: 17.08.2019 Mauerweglauf 100 Meilen 19.36.35 Stunden. 08.09.2018 RUNWINSCHOTEN (Holland) 100 km 9:33.30. 16.06.2018 Karlsruher Nachtlauf 80 km 7:55:45. Marathon 3:22.10. HM 1:34:32. 10 KM 43:37
Laufberichte: www.corneliusrennt.de

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Chris, nicht vergessen, du bist doch noch total jung. Du hast noch alle Zeit der Welt für lange Läufe. Du kannst es zwischendurch auch mal ein paar Monate ganz ruhig laufen lassen und dabei weiter reifen. Und dann fokusierst du dich wieder auf eine neue läuferische Herausforerung. :daumen:
2022: erledigt: G1-Grüngürtel, Kölnpfad 100k, Burginsellauf Delmenhorst 24h Staffel(!), Mega Marsch Köln (63k) ... geplant: nix

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Fred128 hat geschrieben:Chris, nicht vergessen, du bist doch noch total jung. Du hast noch alle Zeit der Welt für lange Läufe. Du kannst es zwischendurch auch mal ein paar Monate ganz ruhig laufen lassen und dabei weiter reifen. Und dann fokusierst du dich wieder auf eine neue läuferische Herausforerung. :daumen:
Das mit dem "so jung" sag mal meinen Kindern oder den Teenagern in meiner Gemeinde... :hihi:

Und wirklich empfinde ich das als zweischneidiges Schwert. Klar, ich bin "erst" 40, aber ich werde, auch wenn die Kinder größer sind, nie jemand werden, der jedes Jahr mehrere Ultras laufen kann. Das weiß ich schon jetzt.
Von daher, soooo jung bin ich gar nicht mehr. Aber es stimmt natürlich: es drängt mich jetzt nichts, und ich genieß0e es gerade auch, nicht schon wieder an geordneten Aufbau denken zu müssen!

Zum Thema Verletzung: am Sonntag waren wir bei Freunden zu besuch, die beide Ärzte sind (sie Hausarzt, er Anästhesist). Sie wollte sich meine Velretzung mal anschauen, das ging dann aber im Kinderchaos unter. Aber eine Aussage blieb mir hängen: Muskelverletzungen schmerzen nur im angespannten Zustand. Wenn der Schmerz auch passiv (also durch Bewegung von außen, von jemand anderem, bei völlig entspannten Muskeln) auftritt, dann spricht es für so etwas wie eine Schambeinentzündung. Das bekomme ich aber nicht hin. Der Schmerz kommt nur bei muskulärer Aktivität oder (Über-)Dehnung. Das spricht also doch eher für eine muskuläre Geschichte.

Habe heute von meiner Hausärztin nochmal eine Überweisung zur Physiotherapie bekommen und tatsächlich einen Termin in 1,5 Wochen erhalten. Das freut mich. Gehen wir es also noch mal an.

Ich genieße es gerade nicht zu laufen. Das tut mir gut. Aber so langsam hätte ich gerne wieder die Option dazu. Und wenn es nur mal 30 Minuten genußvolles rumgejoggel wäre...
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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nachtzeche hat geschrieben:Und was ist mit meiner Jagd auf die 2? 200 km am Stück laufen? Auch das habe ich hinterfragt. Ist es das wert? Muss das sein? ... Will ich das alles wirklich? Oder sollte ich nicht einfach wie oben beschrieben aus Spaß an der Freude unaufwendig Kurzultras laufen? Ich bin zum Ergebnis gekommen: ich will weiterjagen. Dafür schlägt mein Herz. Ich glaube, ich kann das, ich glaube, das steckt in mir drin - und ich will das schaffen. Aber nicht jetzt. Nicht in dieser Familienphase. Nicht 2023. Vielleicht 2024. Unwahrscheinlich. Vielleicht später.
Nach diesem Beitrag musste ich gleich mal schauen wie alt du eigentlich bist ... und hatte danach ein dickes Grinsen im Gesicht. Du junger Hüpfer! Du hast noch 20 Jahre um alle deine Ziel zu erreichen, vor allem im Ultrabereich. Du kannst auch ruhig mal 2-3 Jahre komplett aussetzen und es ändert sich rein gar nichts daran. :D

Thema Verletzungen. Hab mir Anfang Juli in Fröttstädt irgendwas im Oberschenkel gezerrt, ohne es beim Lauf zu merken. Das ist mir erst die Wochen danach aufgefallen. War nichts schmerzhaftes und hat auch beim Laufen nicht gestört, habe es aber bei spezieller leichter Belastung ordentlich gespürt. Merke ich auch heute noch leicht, nach 3,5 Monaten ... sowas kann dauern.
Bild
Bild

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ich habe vorgestern, nach 1,5 Monaten, zum ersten Mal wieder Sport getrieben. Ich stand vor meinem rudergerät und MUSSTE es einfach mal wieder versuchen. Und tatsächlich - ich konnte komplett schmerzfrei rudern. Das war großartig und hat sich richtig gut angefühlt.
Aber: war das immer schon so anstrengend? 10 Minuten, und ich war gut platt! :hihi:

Im Alltag wird es ganz, ganz langsam etwas besser - von beschwerdefrei bin ich weit entfernt. Physio läuft jetzt an, mal sehen was es bringt!
Alcx hat geschrieben:Nach diesem Beitrag musste ich gleich mal schauen wie alt du eigentlich bist ... und hatte danach ein dickes Grinsen im Gesicht. Du junger Hüpfer! Du hast noch 20 Jahre um alle deine Ziel zu erreichen, vor allem im Ultrabereich. Du kannst auch ruhig mal 2-3 Jahre komplett aussetzen und es ändert sich rein gar nichts daran. :D
Stimmt schon. Allerdings bin ich jetzt schon seit 2007 im Forum aktiv - 15 Jahre. Und irgendwie sind die verflogen! Da fühlen sich "noch 20 Jahre" gar nicht so viel an... :zwinker2:
Alcx hat geschrieben:Thema Verletzungen. Hab mir Anfang Juli in Fröttstädt irgendwas im Oberschenkel gezerrt, ohne es beim Lauf zu merken. Das ist mir erst die Wochen danach aufgefallen. War nichts schmerzhaftes und hat auch beim Laufen nicht gestört, habe es aber bei spezieller leichter Belastung ordentlich gespürt. Merke ich auch heute noch leicht, nach 3,5 Monaten ... sowas kann dauern.
Na, da machst du mir ja Mut! :zwinker5: Ich bleibe geduldig!

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Ein bisschen Werbung muss sein: "mein" LaufSPECKtakel geht in die 2. Runde. Die Homepage ist wieder aktuell, die Anmeldung ab sofort möglich und den Faden zum Lauf findet ihr hier!

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Es gibt nicht viel Neues - aber das berichte ich gerne! :zwinker2: :hallo:

Meinem Oberschenkel / Leiste / wasimmeresauchist geht es nicht wirklich besser. In vier Tagen mache ich seit 2 Monaten Laufpause. Das ist schon heftig, so langwierig war bisher noch keine Verletzung in meinem Läuferleben.

Die Physio-Behandlung ist okay, er nimmt sich Zeit, wirkt kompetent - aber es bleibt ein Fischen im Trüben.

Es scheint in ganz kleinen Schritten besser zu werden. ich rudere jetzt wieder regelmäßig alle zwei Tage, dabei mache ich durchaus auch intensive Einheiten. Das alles geht schmerz- und beschwerdefrei. Das ging vor 2 Monaten noch nicht. Von daher wird es besser. Aber eben nur ganz, ganz langsam.

Denn vom laufen bin ich noch weit entfernt. Jeder Trabversuch zeigt mir nach spätestens vier Schritten, dass da noch nichts im Lot ist. Auch im Alltag spüre ich die Stelle immer wieder - mal fast gar nicht, dann wieder sehr intensiv. Ich scheine da wirklich noch Geduld zu brauchen.

Das schöne ist, dass mich im Moment nichts treibt. Ich würde gerne beim LaufSPECKtakel mitmachen, egal auf welcher Distanz. Bis dahin ist es noch ein halbes Jahr. Und wenn es nicht wird, dann ist es halt so. Ich vermisse das Laufen aber schon zunehmend.
Allerdings muss ich doch, wie eben schon erwähnt, zugeben, dass es mir gut tut, dass jetzt ein Player weniger in meinem Leben ist. Die Akkus füllen sich so langsam, mir geht es mental deutlich besser. Das ist schön. Auch die Menschen um mich herum nehmen das wahr. Ich möchte wieder dahin kommen, dass mein Sport das ist, was er sein soll: Kraftgeber, nicht Krafträuber. Und da bin ich auf einem guten Weg.

So schön rudern auch ist, mir fehlt die Bewegung an der frischen Luft. Und da ich seit Jahren überlege, mir ein Rad anzuschaffen, bin ich jetzt hier aktiv geworden: heute Nachmittag hole ich mir leihweise ein Rennrad bei einem Bekannten ab, der es gerade nicht braucht. Und dann versuche ich mal, wie sich das so anfühlt. Ich freue mich auf einen größeren Radius als beim Laufen und hoffe darauf, dass ich mich nicht auf die Nase lege.

Wenn das Ganze Freude bereitet, kann ich überlegen, ob ich mir selber ein sportliches Rad zulege.

Liebe Grüße,
nachtzeche
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Es wird eine Revanche geben! HEIDI, zieh dich warm an!

Und sollte jetzt jemand innerlich die Augen verdrehen und sich (zu Recht) denken: "jetzt schwafelt der Typ doch von "langsamer machen" und plant doch schon wieder das nächste Mammut-Projekt" - nein, so ist es nicht.

Ich hatte vorgestern, aus dem Nichts, den Gedanken: das kann es noch nicht gewesen sein, mit HEIDI und mir! Ich bin mittlerweile sehr überzeugt, dass es nicht an meiner Vorbereitung und auch nicht an den Wegverhältnissen lag, dass ich nicht angekommen bin, sondern an meiner Verletzung, die ja wirklich hartnäckig ist. Ich kann das. Ich habe das drauf. Ich will das schaffen.

Darum habe ich beschlossen: ich werde HEIDI noch mal attackieren. Allerdings nicht nächstes Jahr. Und auch nicht übernächstes. Und sehr wahrscheinlich auch nicht in 5 Jahren. Vielleicht erst in 10! Die Kinder müssen deutlich älter sein. Das Leben ruhiger. Der Aufwand muss deutlich kleiner werden. Und: Ich will meine Frau dabei haben als Support. Und vielleicht auch eines oder zwei meiner Kinder. In 10 Jahren hätten schon drei den Führerschein. So eine Familienaktion fände ich ultracool.

Der Gedanke ist total schön. Ich werde wieder kommen. Wenn die Zeit gekommen ist. HEIDI, zieh dich warm an! :D
"Die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden!" (Die Bibel, Jesaja 40,31)

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Genau so soll es sein! :daumen:
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

332
Jawohlja,
ein guter Plan.....freut mich...

Grüße
Cornelius
Bestzeiten: 17.08.2019 Mauerweglauf 100 Meilen 19.36.35 Stunden. 08.09.2018 RUNWINSCHOTEN (Holland) 100 km 9:33.30. 16.06.2018 Karlsruher Nachtlauf 80 km 7:55:45. Marathon 3:22.10. HM 1:34:32. 10 KM 43:37
Laufberichte: www.corneliusrennt.de

Re: Die Jagd auf die "2"

333
Ich komme hier mit dem neuen Forum noch nicht wirklich zurecht und werde nicht recht warm. Darum mache ich mich gerade ein wenig rar. Mal sehen, ob ich hier wieder heimisch werde...

Sportlich gibt es nur wenig Neues. Laufen kann ich immer noch nicht, die Beschwerden sind unverändert. Damit muss auch mein geliebter Geburtstagslauf dieses Jahr ausfallen.

Rudern tue ich fleißig und infor miere mich immer aktiver zu einem neuen, sportlichen Fahhrad.

Und ich habe mir Turn-Ringe schenken lassen. Für Kraftübungen. und jetzt ist es amtlich: ich bin ein Lauch! Unfassbar. ich kann nix. Null Kraft. Und nach der ersten Einheit heute kann ich meine Arme kaum noch heben. Aber irgendwie schon geil...
Mein 16jähriger Sohn hat das Fitnessstudio für sich entdeckt und pumpt seit knapp einem Jahr. Echt krass, was der für eine Wandlung durchmacht. Und ich werde ihm heute einen Challenge anbieten: Wir schauen, wer im Sommer die meisten Klimmzüge kann. Stand heute führt er mit 4:0 (peinlich, peinlich). Das sollte dann für die nötige Motivation sorgen...

Mir fehlt das Laufen wirklich sehr. Frage mich schon immer wieder, ob das nie weggeht (Blödsinn, ich weiß, aber es zieht sich so...)

Liebe Grüße,
nachtzeche

Re: Die Jagd auf die "2"

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Hallo Chris

Zeit ist doch Schall und Rauch, sie kommt und geht.

BLEIB RUHIG!!!

Du bist noch jung und hast sicherlich noch einige Jahre mit Laufen vor dir.
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich im zarten Alter von 49 Jahren :-):-):-) (September 2012) wegen der Hüfte aufgehört zu Laufen. Die OP fand dann im Mai 2013 (siehe mein Tagebuch) statt und angefangen mit Laufen habe ich dann wieder September oder Oktober 2013, macht summasumarum ca.12 Monate Pause.

Gruss Stefan

Re: Die Jagd auf die "2"

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Mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

Mitte Dezember hat mich die zweite echte Influenza meines Lebens erwischt - und ich war wirklich 14 Tage am Ende. Völlig ko! Seit gestern darf ich wieder arbeiten, mein Krafttank ist aber noch sehr begrenzt. Heute werde ich vorsichtig wieder mit leichter körperlicher Belastung anfangen.

Die ersten 5 Tage lag ich im Delirium im Bett - und das hat meinem Oberschenkel echt gut getan - dachte ich. Ich war komplett beschwerdefrei, auch bei Bewegungen, wo ich ihn sonst im Alltag gespürt habe. Das hat mir echt Hoffnung gemacht.
Diese Hoffnung ist jetzt wieder passe. Sobald ich wieder etwas mobiler war, waren die Beschwerden wieder da. Seit 3 oder 4 Tagen habe ich einen nervigen Husten - und jedes mal zieht es mir in den Oberschenkel. Das legt die Vermutung nahe, dass da was mit der Symphyse ist. Aber eigentlich ist es auch egal, klar ist, dass ich daran noch länger leiden werde und ich noch viel Geduld brauche. An Laufen ist gerade nicht zu denken. Das macht mich mittlerweile wirklich traurig. Bald sind es vier (!) Monate ohne meinen geliebten Sport.

Zum Glück kann ich wieder rudern, Krafttraining machen - und ich habe mir ein neues Gravelbike gekauft. Das wird aber erst Ende März geliefert, aber ich freue mich auf die Erweiterung meines sportlichen Spektrums.
Kennt sich hier jemand mit Garmin-Fahrradcomputern aus? Eigentlich ist das Budget bereits ausgeschöpft, so dass ich dazu tendiere, meine Fenix 5x auch zum Radfahren zu nutzen. Meine einzige Sorge ist, dass das Display für die Navigation bei dem Tempo zu klein ist...

Liebe Grüße,
nachtzeche

Re: Die Jagd auf die "2"

336
Hallo Chris,

schön das es bei dir wieder aufwärts geht.

Das mit dem Gravel-Bike kommt mir irgendwie bekannt vor.

Da ich in dem Zeitraum wo das neue Rad angekommen ist eh nicht laufen konnte habe ich meine Fenix 6 Pro als Radcomputer mit Navi genutzt. Dafür gibt es Lenkerbefestigungen für ca 10 Euro die wirklich 100% halten.
Sollte ich irgendwann wieder längere Strecken laufen können (für kleine Runden würde auch meine alte Fenix 3 reichen) und ich die Fenix 6 Pro wieder als Laufuhr nutzen wird es bei mir wohl ein Garmin Edge 530.

Re: Die Jagd auf die "2"

337
Hallo Chris,

ich kann sehr gut verstehen, dass Dir die lange Laufpause zu schaffen macht, aber das wird schon wieder!!! Und dass Du Dir als Bewegungsmensch ein Bike zugelegt hast, kann ich ebenfalls sehr gut verstehen, denn das hatte ich Ende August, als ich die Diagnose wg. der Hüfte bekommen habe, auch gemacht. Bei mir war es jedoch ein klassisches Rennrad, und damit komme ich auch sehr gut zurecht. Noch besser komme ich jedoch damit zurecht, dass die Enttwicklung seit der Hüft-OP wirklich sehr gut war, so dass ich inzwischen auch wieder laufen darf. Noch sind es nur kleine Runden, aber das wird ... :zwinker4:

Entsprechend wünsche ich Dir alles Gute zum neuen Jahr, ich drück die Daumen für das Überwinden der Verletzung, und ich freue mich, wenn wir uns mal wieder irgendwo über den Weg und evtl. ein Stück zusammen laufen können. :hallo:
Tschüss, sportliche Grüße aus dem Bergischen Land

Eckhard :winken:

"Radsport ist Mannschaftssport, 60 km/h und 30 cm Abstand zum Vordermann" (Robert Bartko)

Auch 2014 und danach wird weitergelaufen! :zwinker2:

Re: Die Jagd auf die "2"

338
Hallo Chris,

hab längere Zeit nicht hier, auch ins "große Forum" nur wenig, reingeschaut und muss mit Erschrecken lesen, dass es bei dir auch so gar nicht läuft. Da bleibt mir erst einmal nur ein dickes Toi Toi Toi, dass es auch bei dir bald wieder mit dem Laufen klappt. Seit letzte Woche bin ich nach über 4 Monaten Laufpause auch endlich wieder laufend unterwegs, in der Hoffnung, dass dieser Neustart der Sehne besser tun wird.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Freude mit dem neuen Radel. Auch ich habe mein Radel sehr schätzen gelernt :)

Gruss Tommi

Re: Die Jagd auf die "2"

339
Hallo Tommi,
danke für deine lieben Zeilen!

Läuferisch gibt es noch immer nichts zu berichten. Außer dass es ganz. ganz langsam besser zu werden scheint mit meiner Leiste/Oberschenkel/wasauchimmer. Dinge, die vorher sehr weh getan haben, tun nur noch weh. Dinge, die weh getan haben, ziehen nur noch leicht. Und manches geht fast schon wieder beschwerdefrei. Aber es bleibt ein langer Weg...

Sportlich geht es mir aber gut. Die letzten zwei Wochen bin ich jeweils fast 100 km Rad gefahren und habe 3x Krafttraining an den Ringen gemacht. Dazu noch 2 Rudereinheiten. Das tut gut und fühlt sich gut an.

Also, ich übe mich weiter in Geduld - was mein neues Rad angeht und das Laufen auch!

Liebe Grüße,
nachtzeche

Re: Die Jagd auf die "2"

340
Heute vor einem halben Jahr bin ich zum letzten Mal gelaufen. ein halbes Jahr. Unglaublich. Und leider ist noch kein Ende der Laufpause in Sicht.

In den letzten Wochen wurde es deutlich besser. So gut, dass ich einige Tage fast völlig beschwerdefrei war. Und mit dem Gedanken gespielt habe, heute, nach genau einem halben Jahr, zum ersten Mal wieder die Laufschuhe zu schnüren.

Aber seid gestern sind die Schmerzen wieder da. Ohne Anlass. Einfach so. Als hätte es eine Besserung nie gegeben. Gerade frustriert es mich sehr. Ich vermisse mein Laufen. Meinen Ausgleich. Die Ruhe und den Frieden, die ich dabei habe. Werde wohl noch etwas Geduld brauchen.

Sportlich geht es mir eigentlich ganz gut. Ich rudere ab und an, ich fahre viel Fahrrad (mein neues Rad müsste jeden Tag kommen, bis dahin habe ich ein geliehenes Rennrad, mit dem ich mich schinde). Und vor allem habe ich Krafttraining für mich entdeckt.
Ich trainiere mir Ringen. Und bin begeistert, wie viel Freude mir das macht. Und was für Fortschritte ich mache - sowohl was die Kraft angeht (wobei ich von meinem Ziel noch sehr weit entfernt bin: mehrere saubere Klimmzüge aus dem freien Hang zu schaffen) , als auch was die Optik angeht. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen (im Ansatz) sichtbaren Sixpack, mein Bauch ist flacher, ich bin tatsächlich schon darauf angesprochen worden, dass man Veränderung sehen würde. Das ist schon cool.
Dazu mache ich noch Spagat-, Handstand- und Mobility-Training. 4-5x pro Woche, jeweils 45-75 Minuten. Das wird mir alles fürs Laufen sehr zu nutzen kommen, wenn ich irgendwann mal wieder laufen kann.

Liebe Grüße,
nachtzeche

Re: Die Jagd auf die "2"

341
Lieber Herr Nachtzeche
Oje das klingt gar nicht gut, tut mir leid, kenne ich das Gefühl ja nur zu genau. Zugleich super wie du mit der Situation umgehst und Ersatzsport suchst. Alles Gute dir, mögest du irgendwann in alter Frische gesund wieder laufen können.
Liebe Grüße

Cornelius
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