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Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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JoelH hat geschrieben: 12.03.2024, 16:21 Und ich habe mir heute gedacht, ich kann das mit dem Bienwald nicht einfach so stehen lassen. Das schreit nach Revange, erneut.
Hab nix anderes von dir erwartet. :daumen:
5 km - 21:44 (09.09.2023 - Tierparklauf)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:39:18 (28.08.2022 - Die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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heikchen007 hat geschrieben: 12.03.2024, 17:03
JoelH hat geschrieben: 12.03.2024, 16:21 Und ich habe mir heute gedacht, ich kann das mit dem Bienwald nicht einfach so stehen lassen. Das schreit nach Revange, erneut.
Hab nix anderes von dir erwartet. :daumen:
:danke: Hat mich dieser Thread wirklich so durchschaubar gemacht? Offensichtlich.

Tatsächlich habe ich bereits begonnen das Pfitzinger-Training zu vermissen. Ich muss sagen, trotz des immensen Aufwands, hat mir die Struktur sehr gefallen. Und jetzt ist mein Kalender einfach wieder leer und das lässt mich gerade auch etwas leer zurück. Klar, diese Woche ist noch etwas Piano, aber dann werde ich wohl nochmal einige gute Trainingskilometer investieren im Hinblick auf den 6-Std.-Lauf. Aber viel Zeit ist ja nicht, hoffe die Form, die definitiv da war (ist), hält bis dahin. Aber vier Wochen soll ja ein guter Zeitraum sein, um nochmal aus den Vollen schöpfen zu können.

Aber zurück zum Marathon. Ich glaube fest daran, dass ich es kann. Es lag m.E. lediglich an kleinen Details, die man aber besser machen kann. Und deshalb werde ich das nochmal tun müssen, befürchte ich. Ich kann das so nicht stehen lassen. Will ich nicht. Ich bin mir absolut sicher, dass ich diese Pace auch 42km gehen kann.

Und dann noch mal zurück zu km 41. Ich vermute mittlerweile, dass die :kotz: :kotz: Einlagen auf absolute Erschöpfung zurückzuführen sein könnten. Irgendwie das einzige was Sinn macht. Ich hatte schon häufiger dieses Brechgefühl, meistens allerdings nach 10ern. Nur kam es nie raus. Von daher erscheint mir das plausibel.
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wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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JoelH hat geschrieben: 13.03.2024, 10:10 Aber zurück zum Marathon. Ich glaube fest daran, dass ich es kann. Es lag m.E. lediglich an kleinen Details, die man aber besser machen kann. Und deshalb werde ich das nochmal tun müssen, befürchte ich. Ich kann das so nicht stehen lassen. Will ich nicht. Ich bin mir absolut sicher, dass ich diese Pace auch 42km gehen kann.
:respekt2: Top Einstellung! Finde ich super!

Ein Monat ist ins Land gegangen, ich laufe noch

1305
Hier mal wieder ein kurzes Update meiner läuferischen Missetaten. Nach dem Marathon war vor dem Ultra.

6 Stunden standen für den 7. April auf dem Programm und was soll ich sagen? Über Ostern erwischte mich erneut eine Erkältung. Wieder zur Unzeit, noch unzeitiger als die Erkältung nach Weihnachten.

Deshalb in der Woche vor dem 6-Stundenlauf nur die minimalen 2k Streakeinheiten. Bis zwei Tage vor dem Ultra immer noch leichter Husten, aber immerhin tropfte die Nase nicht mehr.

Und was kam dann? Die Sahara. Na toll! War ja klar, dass das Wochenende, welches ich mir ausgesucht habe, zum heißesten Frühaprilwochenende der Geschichte werden sollte.
Also noch schnell die Sonnencreme mit in die Tasche und ab nach Mörfelden.
Die Geschichte ist schnell erzählt, es ging richtig gut los. Und dann wurde es immer wärmer. Die ersten 20 Kilometer waren kein Problem und auch flockig und schnell. Aber dann setzte mir die Hitze immer mehr zu. Ich bin nicht der große Trinker unterwegs. Und das wurde dann irgendwann problematisch, denn mit zwei Zügen aus der Pulle, pro Runde, war es nicht getan, das war zuwenig. Deshalb musste ich Tempo rausnehmen, so bis Kilometer 40 plötzlich ein Einbruch kam. Ich hatte definitiv zu wenig zu mir genommen und die Sonne brannte weiter unerbittlich. Bei Marathondurchgang mit 3:48 Std. war ich dann schon einige Minuten hinter meiner geplanten Zeit. Aber ich musste eine Pause einlegen, um Wasser nach zu kippen. Das Problem, nachdem ich den Vorrat aufgefüllt hatte, war an rennen zunächst nicht zu denken. Die Flüssigkeit musste erst absorbiert werden, also war gehen angesagt. Daraus resultierte dann auch meine langsamste Runde (2815 m) von 25 Minuten, bei vorher konsequenten knapp unter 15 Minuten Runden.

Ich hatte geplant 4 Runden pro Stunde, was auf ca. 68 km gegangen wäre. Aber das war jetzt nicht mehr zu machen. Ich war heftig am strugglen. Musste mich zwingen nicht einfach aufzugeben. Etwas Auftrieb gab mir die Tatsache, dass ich in meiner AK von Platz sieben über Platz fünf mittlerweile auf Platz 4 geführt wurde. Ich war in diesem Drama also nicht alleine. Überhaupt waren sehr viele Läufer nur noch gehend oder langsamer laufend unterwegs. Das motivierte zumindest indirekt, man fühlte sich so zumindest nicht alleine in seinem Elend.

KM 50 passierte ich dann bei 4:38 irgendwas und musste an [mention]heikchen007[/mention] denken, deren 50k Zeit ich völlig verfehlt hatte. Ich sehe sie jetzt also wieder als Favoritin für den S25 im internen Duell :wink:

Die Gedanken an Aufgabe verschwanden dann irgendwann wieder. Denn die letzte Stunde rückte näher. Es ging wieder etwas besser. Kleine weiße Mohrenköpfe wurden zu meiner Hauptnahrungsquelle. Und ich begann wieder zu rechnen. Meine PB war noch in Reichweite. Dazu musste ich aber irgendwann wieder beginnen zu laufen. Ich fühlte mich Kreislauf technisch auch absolut unausgelastet, aber die Beine moserten konstant rum und waren mit der Idee absolut nicht einverstanden.

Aber es musste sein, der Ehrgeiz kehrte zurück. Für die letzte Runde hatte ich noch etwas mehr als 15 Minuten Zeit. Das ging noch Und so wurde die letzte Runde des Rennens tatsächlich noch die schnellste und die einzige unter 14 Minuten. Das Feuer war wieder da aber dann waren die sechs Stunden leider - zum Glück(!!) - vorbei.

Offiziell 62,101 km. Zwei Runden weniger als erhofft aber das war wirklich optimal gedacht und weder die Vorbereitung, noch das Wetter, waren optimal gewesen. Von daher bin ich vollumfänglich zufrieden. Abgesehen von der Flüssigkeitsaufnahme, das ist einfach nicht meins, ich bekomme da die richtige Menge und den richtigen Rhythmus einfach nicht hin.

Abgehakt. Nächstes Ziel ist der S25 in Berlin, das Wetter wird mich auch dort grillen, aber damit werde ich leben müssen. Ziel ist sub2. Das sollte machbar sein, schön wäre sub1:55 optimal irgendwas bei 1:52. Aber momentan sind die Beine von Optimal noch ein Stück weg. Auch wenn der Lauf am Tag danach anderes suggerieren könnte :gruebel: Es hat mich einfach getrieben, ich war mit dem Rebel v3 unterwegs und ich muss sagen, da habe ich ein echt gutes Schnäppchen getätigt. Der Schuh gefällt mir. Zumal es bei dem Lauf so war, dass mit unterwegs wirklich zum ersten Mal an diesem Tag nichts weh tat. Auch die Beine nicht. So ist es auch jetzt, drei Tage später, noch. Sitzen und Liegen lassen die Beine schmerzen, Bewegung eher nicht.

Nun ist dann wieder etwas Tempoarbeit angesagt, 4:30 Pace soll es in Berlin werden. Da muss ich mich wieder drauf eingrooven.
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Re: Ein Monat ist ins Land gegangen, ich laufe noch

1307
Auch hier nochmal Glückwünsche zur PB... :daumen: :respekt2:


JoelH hat geschrieben: 10.04.2024, 09:11 KM 50 passierte ich dann bei 4:38 irgendwas und musste an @heikchen007 denken, deren 50k Zeit ich völlig verfehlt hatte. Ich sehe sie jetzt also wieder als Favoritin für den S25 im internen Duell :wink:
:tocktock:

JoelH hat geschrieben: 10.04.2024, 09:11 Nächstes Ziel ist der S25 in Berlin, das Wetter wird mich auch dort grillen, aber damit werde ich leben müssen. Ziel ist sub2.

...4:30 Pace soll es in Berlin werden....
Finde den Fehler... Aber okay, ne 1:52 ist natürlich auch sub2. :hihi:
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50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Ein Monat ist ins Land gegangen, ich laufe noch

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heikchen007 hat geschrieben: 10.04.2024, 13:02 Auch hier nochmal Glückwünsche zur PB... :daumen: :respekt2:
JoelH hat geschrieben: 10.04.2024, 09:11 KM 50 passierte ich dann bei 4:38 irgendwas und musste an @heikchen007 denken, deren 50k Zeit ich völlig verfehlt hatte. Ich sehe sie jetzt also wieder als Favoritin für den S25 im internen Duell :wink:
:tocktock:
:baeh:
heikchen007 hat geschrieben: 10.04.2024, 13:02
JoelH hat geschrieben: 10.04.2024, 09:11 Nächstes Ziel ist der S25 in Berlin, das Wetter wird mich auch dort grillen, aber damit werde ich leben müssen. Ziel ist sub2.

...4:30 Pace soll es in Berlin werden....
Finde den Fehler... Aber okay, ne 1:52 ist natürlich auch sub2. :hihi:
Was planst du als Zielpace?
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1309
Was planst du als Zielpace?
Ich würde mich schon äußerst über eine knappe sub2 freuen... Werde daher mit 4:45 Pace anlaufen. Die ersten km etwas flotter, da viel bergab, um etwas Puffer für den "Anstieg" bei km 20/21 zu haben.
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1310
heikchen007 hat geschrieben: 11.04.2024, 09:09
Was planst du als Zielpace?
Ich würde mich schon äußerst über eine knappe sub2 freuen... Werde daher mit 4:45 Pace anlaufen. Die ersten km etwas flotter, da viel bergab, um etwas Puffer für den "Anstieg" bei km 20/21 zu haben.
:confused: :haeh: :abgelehn:

Ich dachte der Kurs ist flach?
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1311
Ist er die meiste Zeit ja auch... Geht aber relativ am Anfang mal ein längeres Stück runter und das muss man dann aufm Rückweg (aber andere Straße) wieder rauf. Ist dann ungefähr bei km 20/21. Zieht dann schon etwas Körner....

Hier mal meine Aufzeichnung von 2022....
Ist für Flachlandindianer wie mich halt schon "steil"...
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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:whythis: Da muss ich meinen Start nochmal überdenken :hihi:

Hab mal auf Strava geschaut, 20 hm auf fast 2 km. Okay, es ist eine visuell sichtbare Steigung. Und dann gibts da bestimmt auch noch Gegenwind :motz: Mal schauen, ob ich da hochkomme.

Aber naja, wird schon werden. Hab mich für Pfingsten beim Halden-Mohikaner angemeldet. Ist im Prinzip ein Backyard, allerdings ist die Runde nur 6,25 km lang. Dafür hat sie 148 hm, weitgehend auf einem Kilometer am Stück. Wird unrhythmisch werden. Fand ich zunächst gar nicht soviel. Aber wenn man das hochrechnet, dann ergeben das 2368 hm auf 100 km :tocktock: :klatsch: Bin gespannt. Zumindest muss man nicht darüber nachdenken wo man seine Gehpassagen einbaut :hihi:
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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JoelH hat geschrieben: 11.04.2024, 09:45 Aber naja, wird schon werden. Hab mich für Pfingsten beim Halden-Mohikaner angemeldet. Ist im Prinzip ein Backyard, allerdings ist die Runde nur 6,25 km lang. Dafür hat sie 148 hm, weitgehend auf einem Kilometer am Stück. Wird unrhythmisch werden. Fand ich zunächst gar nicht soviel. Aber wenn man das hochrechnet, dann ergeben das 2368 hm auf 100 km :tocktock: :klatsch: Bin gespannt. Zumindest muss man nicht darüber nachdenken wo man seine Gehpassagen einbaut :hihi:
Ich seh schon, du hast gestern den Artikel von DC Rainmaker gelesen und trainierst für den MIUT 115 nächstes Jahr :D

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

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Fjodoro hat geschrieben: 11.04.2024, 11:01
JoelH hat geschrieben: 11.04.2024, 09:45 Aber naja, wird schon werden. Hab mich für Pfingsten beim Halden-Mohikaner angemeldet. Ist im Prinzip ein Backyard, allerdings ist die Runde nur 6,25 km lang. Dafür hat sie 148 hm, weitgehend auf einem Kilometer am Stück. Wird unrhythmisch werden. Fand ich zunächst gar nicht soviel. Aber wenn man das hochrechnet, dann ergeben das 2368 hm auf 100 km :tocktock: :klatsch: Bin gespannt. Zumindest muss man nicht darüber nachdenken wo man seine Gehpassagen einbaut :hihi:
Ich seh schon, du hast gestern den Artikel von DC Rainmaker gelesen und trainierst für den MIUT 115 nächstes Jahr :D
hehe, nicht wirklich. Wobei ich letztes oder vorletztes Jahr über den Teneriffa Bluetrail nachgedacht hatte, allerdings nur HM-Länge oder so, also den Kindergartentrail.

Das Problem dabei bin allerdings ich. In meiner sehr optimistischen Pacegestaltung, gerade bei Trails, laufe ich da schnell Gefahr komplett einzugehen. Und wenn der Tank mal leer ist, dann ist der leer, dann hat man da keinen Spass mehr, selbst wenn es nur noch 10 km sind, von 50 will ich gar nicht reden. Wobei ... Spass hat man bei sowas sowieso nicht ... eher freudiges Leid.

Und da kommt jetzt die Backyard-Idee ins Spiel, die mir absolut in die Karte spielt, da sie meine Schwäche komplett aus dem Spiel nimmt. Für 100 km musst du beim Mohikaner 16 Runden laufen, das sind 16 Stunden. Egal wie schnell du läufst, es dauert immer 16 Stunden. Und da kann ich mich viel besser einteilen. Denn da laufe selbst ich relativ langsam und gehe zum Teil. Klar, irgendwann stirbt man trotzdem, aber das zieht sich und man genießt länger das freudige Leid.
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Die Woche der Rebellen.

1318
Normalerweise wechsele ich ja sehr oft die Schuhe. Denn ich habe einige und die will ich irgendwie schon mehr oder weniger gleich behandeln. Aber natürlich habe auch ich Favoriten. Und machmal ergeben sich einfach besondere Konstellationen und diese Woche war so eine Konstellation. Denn diese Woche bin ich nur einen Schuh gelaufen, allerdings in zwei Versionen. Und zwar den NB Rebel v3 bzw. v4
Ich mag beide Schuhe, muss ich sagen. Der v4 hat deutlich mehr Bounce, aber der v3 läuft sich auch sehr gut. Und so haben die beiden einige Kilometer auf die Karte bekommen.
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Sommersaison?

1319
Montag ist Lauftrefftag, langjährige Leser dieses Threads wissen das.

Für mich ist das dann immer so ein Ding mit dem Wetter. Denn zudem ist der Montag ein Homeoffice-Tag. Ich könnte also mehr oder weniger frei bestimmen, wann ich laufen gehe und nutzen was mir das Wetter bietet. Denn so schlecht die Wettervorhersage auch geworden ist, ab und an hat sie doch recht.

Und so hatte ich gestern, Streaktag #354 übrigens, mehr oder weniger den ganzen Tag die Sonne im Fenster stehen. Aber laufen konnte ich nicht, das wollte ich mir für unseren Lauftreff aufsparen. Auch wenn die Vorhersage keine gute war, und damit meine ich mal ausnahmsweise nicht die Qualität. Es war sehr viel Wind bis hin zum Sturm angesagt. Und natürlich Regen.

Und was soll ich sagen? Lauftreffbeginn ist 18:30 Uhr und pünktlich um 18:20 Uhr öffnete der Himmel seine Schleusen. Ich, natürlich noch bei Sonne und guten 15° C auf den Weg gemacht, logischerweise in kurz/kurz.

Also liefen wir los und es wurde echt stürmisch, zwischendurch hatten wir sogar das Gefühl es wäre Hagel, aber es waren wohl doch die kleinen Regentropfen, die vom Wind gepeitscht, ins ungeschützte Gesicht geschossen wurden.

Auf jeden Fall wurden wir richtig nass. Und auf der Höhe wurden wir auch Zeuge von mindestens einem umstürzenden Baum in Sichtweite. Not so funny, wenn man genau durch den Wald zurückmuss. Aber na ja, so schlimm war es dann auch nicht. Es waren nur Böen, kein durchgängiger Sturm. Unsere Gruppe war groß, die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst getroffen wird dadurch statistisch kleiner.

Sommerlauftreff ist dann aber doch etwas anderes und der Regen geht mir echt auf den Sack mittlerweile.

Zurück vom Lauf war es dann auch schön abgekühlt auf nur noch 5° C, nicht unbedingt die kurz/kurz-typische Wetterlage. Aber wer konnte ahnen, dass die Wettervorhersage tatsächlich stimmt? Wäre ja so, als ob ein Zug pünktlich angesagt wäre und dann auch wirklich kommen würde. Irgendwann glaubt man nicht mehr daran.
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Heatmaps sind was feines

1320
Ich bin ja Statistiknerd. Und gerade in der Statistik hat das Sprichwort: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte (oder Zahlen)" definitiv etwas für sich.

Wir planen mal wieder Urlaub und haben die Nordfriesischen Inseln im Visier. Im speziellen Amrum. Und aus nostalgischen Gründen habe ich mit das Laufgebiet angeschaut.
Zu sehen, meine Running-Heatmap, Amrum links und Föhr rechts. Auf Amrum waren wir 2016 im Dezember, also ganz zu Beginn meiner Laufkarriere. An 10 Tagen lief ich sechsmal für insgesamt 40,89 km. Damals war das für mich überragend, ich lief erst seit zwei Monaten und meist nur 2x die Woche. Auf Amrum überschritt ich zum ersten Mal die sieben Kilometermarke am Stück, wenn ich mich recht erinnere. Nahm sogar 'ne Abkürzung, weil ich mir nicht sicher war ob ich es sonst bis zurückschaffe.

Auf Föhr waren wir vier Jahre später. Während meiner ersten Streak, ich hatte gerade die 5000 Jahreskilometer überklettert und lief so viel wie nie zuvor. An fünfzehn Tagen auf Föhr gab es 22 Läufe mit insgesamt 258,39 km. Der längste davon war die Inselumrundung mit knapp über 38 km. Also in Dreieinhalbstunden fast so viele Kilometer wie insgesamt auf Amrum. Das war schon krass viel damals. Was die Heatmap eindrucksvoll zeigt, wie ich finde.

Mal sehen, vielleicht bekomme ich Amrum ja auch so abgelaufen, wenn wir wirklich dorthin fahren. Lust hätte ich, ich werde berichten.

Man kann auf der Karte auch versteckt "Ein Jahr" lesen, denn dort feierte die erste Streak das erste Jahr. Aktuell steuere ich erneut auf diesen Tag zu. Gestern war Lauftag #356 und Intervalle standen auf dem Programm.
schon lange nicht mehr so schnell gelaufen. Ich habe keine Ahnung wie ich das mal 10km am Stück laufen konnte, aber was nicht ist, kann ja wieder werden. Momentan würde es mir ja auch genügen mit 4:30 Pace 25km zu absolvieren. Am besten in zwei Wochen in Berlin. Wir werden sehen.
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#357 - Regeneration mit wilder Begleitung

1321
Ich bin ja kein Typ für Tiervideos. Aber dieses habe ich [mention]heikchen007[/mention] und [mention]dkf[/mention] versprochen, wenn ich die Gelegenheit dazu habe.

Das Video findet ihr hier https://www.strava.com/activities/11210794713

Ist schon witzig das Tier. Und nicht dumm, auf dem Singletrail passt es wirklich auf, dass es nicht auf dem Weg rum steht. Aber auf einem breiten Forstweg stellt es sich direkt in deine Füße und will spielen. Und wenn man daheim bei ihm ist, dann verteidigt es sein Revier und stubbt dich weg. Ist echt der Hammer.
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Millionär

1322
Ich habe festgestellt, dass ich Meter-Millionär bin, und das schon seit einer geraumen Weile, aber ich habe es erst gestern bemerkt. Ich hab das Stravasegment meiner "Heim"-Laufbahn mehr als 1000 Mal absolviert, genaugenommen 1284 Mal, das ergibt 1.113.600 m Distanz.

Liest sich im ersten Moment krass und ich dachte ich hätte mich verrechnet, aber es stimm. Und liest sich deutlich beeindruckender als 1113,6 km. :wink:

Wie viele ich davon im ersten Jahr der aktuellen Streak absolviert habe entzieht sich meiner Kenntnis. Da müsste ich nachrechnen. Es waren diesmal aber gar nicht so viele, glaube ich. Denn ich bin wohl irgendwie auf die Ultraschiene geschlittert.

Zunächst musste ich einen Tag mehr laufen um das Jahr voll zu bekommen, dank es Schalttages. :motz:

Und dann habe ich festgestellt, dass ich in diesem Zeitraum nur genau 2 Straßenzehner absolviert habe. Vor einigen Jahren war ich praktisch jedes Wochenende irgendwo unterwegs und bin 10k gerannt. Doch irgendwie bin ich völlig davon abgekommen. Ich glaube es hängt damit zusammen, dass ich die sub40 geknackt habe und dadurch eine ganze Menge Motivation verloren gegangen ist. Ich kann - oder will - mich nicht mehr so quälen. Und was macht man alternativ, wenn man sich nicht mehr quälen will? Man verlegt sich auf Ultras, natürlich! :hihi:
Da kamen immerhin zwei Sechs-Stunden-Läufe und ein Backyard zusammen. Dazu noch 3 Marathons und zwei 25k Trails.

Insgesamt legte ich im ersten Jahr der Streak 4005 km laufend zurück, dazu kamen noch 486 km an Spaziergängen.

Jetzt läuft also Jahr zwei, der aktuellen Streak Nr. 3. Geplant habe ich wieder eher längere Läufe, 2 Marathon (innerhalb von 10 Tagen :klatsch: ), dazu einen "Backyard", vom Format her. Aber los geht es am Sonntag mit dem S25 in Berlin. 25k sub2 sind das Ziel. Leider soll der Sommer kommen, die Woche hätte er doch auch noch warten können.
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Miniforistentreff mit überschaubaren Ergebnissen

1324
Und schon wieder ist Zeit ins Land gegangen und ich bin weiter gelaufen. Aktuell ist der Tag #381, noch zwanzig und ich habe die erste Streak egalisiert.

Aber zunächst mag ich zurückschauen auf die letzte Woche. Es ging bekanntlich zum S25 in Berlin. Zufällig verschlug es uns ins Trainingsgebiet von [mention]heikchen007[/mention]. Und ich muss sagen, ganzschön schön da um zu laufen.

Und so verschlug es mich schon bei meinem ersten Lauf am Teltow-Kanal entlang
Lilienthal-Denkmal
Gemeindepark Lankwitz und das deutlich weiter als ich geplant hatte. Aber die Sonne lachte und die Gegend war einfach lauffreudig.

Freitags verabredeten wir uns dann mit heikchen und [mention]klnonni[/mention] zu einem Lauf, doch leider musste Markus kurzfristig absagen, sodass nur wir in den Genuss einer persönlichen Führung kamen. Inklusive der Vorstellung des Hügelsprinthügels.

Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und so trafen wir dann Sonntags vor dem Lauf auch noch Markus und [mention]dkf[/Mention], die extra mit dem Zug angereist war um dann die gesamte Strecke mit dem Rad wieder zurückzufahren. Wir zu dritt also 75km vor der Brust, Kampfhoppel 200+ km :geil:

Die Geschichte des Rennens ist dann schnell erzählt. Insgesamt einmal weinte der Himmel in der Zeit als wir in Berlin waren. Und er weinte zurecht, dann schon nach der Hälfte der Strecke war irgendwie klar, dass keiner von uns dreien die sub2 machen würde. Es hatte zwar aufgehört zu regnen, aber das änderte nur wenig. Es lief nicht. Ich hätte auch fast die Katharina Steinruck gemacht und bin an einem Wasserstand fast in den Fangzaun für die Becher gelaufen. Ich hatte mich so darauf konzentriert, meinen Becher in eine kleine rote Kiste zu werfen, dass ich völlig übersah, dass direkt danach eine Absperrung war, mit einem Netz darin, in die man die Becher viel leichter hätte werfen können. Zum Glück warnte mich der Läufer neben mir noch und zog leicht an meinem Arm, sonst wäre ich da voll in die Barriere gerannt. Ich war völlig neben der Spur und die Form war weg. Ich zählte nur noch die Kilometer und erwartete, dass Heike und Markus an mir vorbeischießen würden. Aber es dauerte sehr lange bis Markus wieder aufschloss. So unterhielt er mich noch eine Weile bis ich ihn weiterschickte, da ich ihn offensichtlich aufhielt.
So war er dann der schnellste, ich war in 2:04.xx etwas langsamer, aber indiskutabel schlecht und Heike folgte noch etwas später, deutlich angefressen ob ihres Schuhwerks. Und wie das so ist, ich habe munkeln hören sie hat sich schon Ersatz beschafft :daumen:

Danach gab es noch ein paar lockere Läufe und auch ich gönnte mir noch einen Frustkauf, davon aber mehr im Schuhholics-Faden.
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1325
noch ein paar Bilder.

Und es kam dabei auch zur feierlichen Übergabe der weißen Handschuhe. Bedruckt mit dem Konterfei von Waldemar Cierpinski! Danke dafür. Ich muss jetzt echt mal schauen seit wann wir diese Übergabe geplant hatten.

Edit2:
tagebucher-blogs-rund-ums-laufen/joels- ... l#p2672239

Dezember 2020. Also fast 4 Jahre. Wie die Zeit vergeht. Ich hoffe bis zum nächsten Treffen dauert es nicht ganz so lang. Der Mitteldeutsche Marathon ruft ja schon bald.
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Halden-Mohikaner

1326
Wenn es schnell nicht funktioniert, dann vielleicht auf die Distanz? Nach den S25 ging es am letzten Wochenende ins Saarland an die Halde Göttelborn. Dorthin hatten die Hartfüssler geladen, ein sehr umtriebiger Verein, der sehr viel fürs Trailrunning macht.

Doch vor dem Pfingstwochenende kam noch der große Regen. Und ich hatte, ob der immer schlimmeren Meldungen, schon die Befürchtung, dass das Rennen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Doch die Halde liegt sebst auch noch auf der Höhe und so war es dort relativ ruhig geblieben und das Rennen fand statt.

Aufgrund der vielen Höhenmeter gestatten sich die Veranstalter die Backyrd-Regeln etwas aufzuweichen und die Rundenlänge auf 6,25 km zu reduzieren. Das führt dazu, dass alle 8 Runden 50km zurückgelegt werden dürfen.

Auf meiner Fahrt zum Start gab es noch extrem viel Regen unterwegs. Auch ein THW-Konvoi mit Blaulicht überholte ich auf der Autobahn. Aber dann kam die erste Startglocke und es war plötzlich trocken. Zumindest von oben. Und das hielt sich bis zu meinem Ausstieg.
Aber der Reihe nach. Etwa 120 Läufer begaben sich auf den Weg. Die meisten hatten 8 Runden, also 50 km gebucht. Es war gemütlich, wie immer beim Backyard, und es wurde viel gequatscht. Eine ganze Reihe Läufer nahmen das Rennen als Vorbereitung für den ZUT in vier Wochen.

Wie immer war ich viel zu schnell unterwegs, aber ich mag die paar Minuten Pause mehr einfach. 45er Runden hate ich mir vorgenommen, es
RundeZeitRundeZeit
1 43:052 41:22
3 41:224 40:53
5 40:106 34:46
7 43:358 43:41
9 43:3010 44:55
11 44:2112 44:42
13 44:3514 45:27
1546:2316 46:00
17 47:4418 45:54
Die schnelle sechste Runde legte ich ein, um schöne Bilder machen zu können, mit den Läufern verteilt auf der Halde. Und weil ich Bock drauf hatte. Ich seh das nicht so eng, gewinnen konnte ich wahrscheinlich eh nicht, also wofür die Körner sparen?

Was das Profil anging, die ersten 2,5 km waren das Stück um die Zeit für den Rest herauszuholen. Denn es war praktisch flach mit "etwas" Gefälle. Aber etwas ist natürlich immer relativ. Es waren 18% über einige hundert Meter. Jede Runde. Letztlich der eigentliche Killer. Wie ich finde.
Aber die ersten 50 km ließ sich das alles noch sehr gut laufen. Und die Bergan-Passagen wurden von Anfang an konsequent gegangen, auch die flacheren. So vergingen die Stunden doch recht schnell und die 50 km Läufer verabschiedeten sich. Was das Feld stark ausdünnte. Plötzlich waren nur noch 30 Leute unterwegs. Aber immer noch genug um sich mal mit diesem und mal mit jenem zu unterhalten. Denn die Luft dazu hat man. Hier stirbt man an wegen der Beine, nicht wegen des Kreislaufs. Ich malte mir schon ein Szenario aus, bei dem ich mit Wadenkrämpfen im Tal stehe und trotzdem auf irgendeiner Seite wieder hoch muss.
Aber so kam es nicht.
Dann ging es in die Nacht. Die Runde um 21 Uhr war noch hell, aber die ersten Stirnlampen waren schon montiert, so als Trockentest. Ab 22 Uhr war es dann dunkle Nacht. Problematisch war das nicht aber es wurde von Runde zu Runde tieferes Geläuf. Und die matschigen Stellen waren nicht mehr so gut zu erkennen. Trotzdem alles kein Problem, es war relativ klare Sicht und so konnte man sich die umliegenden Gemeinden anschauen, ein sehr stimmiges Ambiente. Allerdings wurde es auch merklich kälter und alles wurde klamm. Was die Pausen schwierig machte. Geschwitzt komplett einpacken und verpflegen wurde zeitaufwendiger. Aber ich hatte meine Routine entwickelt und es lief eigentlich wie am Schnürchen. Dachte ich am Anfang es wird sehr hart, so wusste ich mittlerweile, dass ich recht hatte. Die Oberschenkel schmerzten erheblich, das loslaufen wurde langsamer und jeder freute sich auf die erste Gehpassage. Hätte nie gedacht, dass 7er Pace leicht absteigend sich mal anfühlen könnten wie 4er Pace.
Aber das Zeitlimit war weiterhin kein Thema.
Als Leuchte kam übrigens meine neuen Petzl Swift RL zum Einsatz und sie hielt mit adaptivem Licht die ganze Nacht durch. Wenn man in der Gruppe läuft, dann bietet der adaptive Modus echt Sparpotenzial. Und die Lampeschaltet auch schnell wieder heller wenn man den Fokus ins Dunkle richtet. Nettes Teil.
Dann kam die 16. Runde. Die 100 km wurden erreicht und viele waren an ihrem Ziel. Was man daran merkte, dass nochmal richtig Gas gegeben wurde. Zumindest soviel wie noch im Tank war. Aber ich musste meinen ja schonen.
Einsam ging es den Singletrail entlang und gerade als ich mich wunderte, dass hier noch keiner (oder kaum einer) zu Fall gekommen war, haute es mich an der letzten Wurzel auf den Boden. Nicht schlimm, nur sehr matschig schlug ich mir aber doch die Hand blutig auf. Das musste ich in der Pause verarzten lassen und verpeilte deshalb mich zu verpflegen.

Des Weiteren dünnte das Feld nun nochmal merklich aus. Jetzt waren die Spezialisten unter sich. Und ich hatte unterwegs das Gefühl wie bei einem Hungerast. Ein schlimme Runde. Trotzdem noch recht schnell, aber eben nicht schön. Mental war das fordernd. Zurück im Camp dann erstmal Cola und Süßes aufgenommen. Und die nächste Runde auch wieder besser. Des Weiteren wurde es wieder hell, bzw. war schon wieder hell, es ging auf 6 Uhr morgens zu. Und ich stieg aus. Ich hatte mir 18 Runden vorgenommen, ich fühlte mich nicht mehr so gut und dachte in dem Moment es ist der richtige Move. Meine Begleiter wollten mich zwar noch bequatschen, aber ich wollte mir den Schmerz bei den 18% einfach nicht mehr antun. Es kam wieder das zum tragen, was mir ein weiser Ultraläufer mal gesagt hat, wenn man sein gestecktes Ziel erreicht hat, dann läuft man nicht mehr weiter. Darum sollte man sich kein solches setzen. Das nächste Mal dann.

Und so endete der Halden-Mohikaner für mich nach 112,5 km und weit mehr als 3000 hm. 13:02 Stunden reine Laufzeit standen immerhin etwa 4:30 Stunden Pause entgegen. Ich war mal wieder der schnellste auf der Strecke. Das nächste Mal versuch ich dann der längste zu werden.

Der Sieger hatte am Ende 33 Runden. Ein neuer Streckenrekord.

Am Montag war ich dann locker bei mir laufen, Streakrunner eben. Es wäre die Rennstunde 51 gewesen. Unterwegs dachte ich darüber nach, ob ich noch immer laufen könnte? Und ich konnte es mir nicht vorstellen. Meine Beine schmerzten noch immer. Flach bergab war nicht mehr als 7:10 er Pace drin, bis sich etwas ein Rhythmus einstellte. Am Ende wurden es 4,5 km in 6:32.

Mental bin ich also noch nicht bereit für 50 Stunden, aber 30 könnte ich mir vorstellen. Und wenn man es sich vorstellen kann, dann kann man das auch umsetzen. Zumindest kann man es versuchen. Mal sehen. Ich werde dazu weiter an meiner Vorbereitung arbeiten müssen. Leider ging mir schon nach etwa 60km der Sprit in den Armen aus, so, dass ich meine Stöcke nicht mehr sinnvoll nutzen konnte. Morgens um vier ging mir mein KH-Getränk aus, hatte nur 3 Liter dabei. Und diverse andere Stellschrauben kann ich noch optimieren. Mal sehen, Spass hat es gemacht, meine Oberschenkel schmerzen noch immer heftig und Treppen sind Gift. Aber na ja, nach 100 km darf man sicher merken, dass man was gemacht hat. Ansonsten wärs ja auch komisch.
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Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1327
"Es kam wieder das zum tragen, was mir ein weiser Ultraläufer mal gesagt hat, wenn man sein gestecktes Ziel erreicht hat, dann läuft man nicht mehr weiter."

Joel, ich weiß ja nicht ob ich denn kenne, aber als zwar nicht weiser - sondern oller Ultrajogger muss ich demjenigen Recht geben. Jetzt ohne Rumgelabber. Da entwickelt sich was bei dir. Du kannst dich noch so dagegen sträuben. Du bist auf dem Weg ein "verrückter Ultra" zu werden. Also nimm dich in Acht vor dir. Mir scheint du willst - genau wie ich vor etlichen Jahren - vom rechten Weg abkommen. Und einer dieser verrückten Ultras zu werden :nick: . Paß auf dich auf. Ich befürchte du bist auf dem besten Weg die "Kontrolle über dein Leben zu verlieren" (frei nach Karl Lagerfeld). Würde mich freuen wenn mit dir die nächste Generation der "gesetzten älteren Herrn die zu lahm sind richtig schnell zu laufen" :wink: heranwächst. Die Spaß dran haben, länger leiden zu wollen. :tocktock: :motz:

Und jetzt noch ohne Ironie. Bin beeindruckt von deiner Leistung. Hartfüssler ist klasse. Den Haldentrail habe ich schon machen dürfen, den Mohikaner oder das Halden Inferno hatte ich auch schon auf dem Zettel. Leider hat mir da die angeschlagene Pumpe zwischenzeitlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im nächsten Leben dann.
13.04. 12h Lauf Grüntal 53,55k
14.04. LIWA-Mara 04:56:44
27.04. Tri-speck 69 km 1100 hm
05.05. Trolli-Mara 04:35:12
18.05. Vaihingen Marathon 05:05:52
06.07. Heuchelbergtrail 50 k
28.07. Schönbuch Trophy 47, k 1300 hm
17.08. 100 M Berlin

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1328
[mention]schauläufer[/mention]
Du kennst ihn :wink: Er organisiert den Backyard den ich hier immer mitlaufen.
Ich finde es sehr nett jung genannt zu werden, ich fühle mich ja regelrecht geschmeichelt. Aber Alter schütz ja bekanntlich nicht vor Torheit und vielleicht gibts ja auch für dich einen gangbaren Weg zurück?

Wie ich ja schon sehr oft schrieb, Laufen ist m.E. vor allem ein mentales Ding und tatsächlich fällt es mir zunehmend schwerer mich für "schnelle" Sachen zu motivieren. Ich glaube einfach nicht mehr daran, dass ich über 5 oder 10k schneller werde. Und damit geht dann auch die Motivation verloren. Ist doch egal wie oft ich sub 20 laufe, ich glaube nicht, dass ich die sub 19 schaffen werde. In dieser Richtung ist der Ofen aus, der Zug abgefahren, die Lust verflogen.
Interessant ist aktuell echt so der Kram ab Marathon, sub 3:20 hab ich noch nicht aufgegeben, auch wenn ich da gerade etwas in einem mentalen Loch sitze. Ich müsste für Halle eigentlich in drei Wochen das Training schon wieder aufnehmen, aber der Gedanke daran fällt mir doch recht schwer.
Dafür mache ich mir gerade Gedanken darüber, ob ich im Juli nicht kurzerhand nach Bottrop fahren sollte zu DUV-24h-DM. Einfach nur um mitzulaufen, ohne konkretes Ziel. Scheint eine nette Parkrunde zu sein. Darauf hätte ich gerade besondere Lust. Und das obwohl ich auch heute noch keinen Meter schmerzfrei komplett gehen kann. Die Muskulatur in Hintern und Oberschenkel ist immer noch beleidigt. :motz: :hihi:
Tatsächlich sind das Läufe, die mir Freude bereiten, kleine Runden, die man sich noch viel leichter klein rechnen kann. Womit wir wieder beim mentalen sind. Unterwegs hat man ja extrem viel Zeit sich zu unterhalten und man trifft immer wieder jemanden anderen.

Und ein roter Faden ist tatsächlich das Herunterbrechen der Distanz auf kleine Einheiten. Beim Backyard so die Idee, eine Runde geht immer, sind ja nur 6 km. Völlig egal ob da schon 50km in den Beinen sind oder 100. Man darf einfach nur nicht den Fehler machen zu weit nach vorne blicken zu wollen. Keiner, der dort läuft, denkt: "Oh shit noch 150km zu gehen ...". Das ist Gift im Kopf.

Und auf der Runde ist es genauso. Die übliche Rechnung auf der Halde, wenn du die ersten 2,5km die flach und heruntergehen, in einer vernünftigen Zeit absolvieren kannst, dann kannst du den Rest relativ entspannt gehen und bleibst im Limit. Das sorgt für eine gewisse Ruhe im Kopf.

Was das "längere" Leiden angeht. Sagen wir mal so, Es gehört schon eine gewisse Schmerztoleranz dazu, sich immer wieder 18% den Weg hinunter zu wagen, wohl wissend, dass der Oberschenkel davon gar nichts hält und dies wieder mit einigen Minuten Schmerz zum Ausdruck bringen wird. Aber der Schmerz vergeht auch wieder, wenn es flach wird. Zudem ist es kein bleibender Schmerz, das ist wichtig zu wissen. Und mein Körper regeneriert verhältnismäßig gut, toi toi toi. Solange es nur Muskelkater gibt kann man weiter laufen. Man muss halt immer in sich reinhören. Aber das ist ja auch bei kurzen Läufen so.
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Muskelkater

1329
Das Katerchen hat sich weitestgehend in den Hintern verzogen, aber etwas spukt auch weiterhin noch im Oberschenkel rum. Aber das hält mich ja nicht von weiteren Schandtaten ab. Der nächste Monat wird wohl eher von langsamen, langen Einheiten geprägt werden. Denn ich hab mich tatsächlich angemeldet beim Bottroper-Ultralauf-Festival. Ist irgendwie genau mein Ding, kurze, übersichtliche Rundstrecke ohne großen Druck, einfach Erfahrungen sammeln und schauen ob 24h gehen.

Renntaktisch schwebt mir vor, es so zu machen wie beim Backyard. Also geregelt 50 Min. laufen und dann 10 Min. Pause. Das versaut zwar auf die Dauer den Schnitt, dafür befinde ich mich auf bekanntem Terrain und weiß, dass ich das zumindest schon 18 Stunden am Stück gemacht habe. Das gibt mir Sicherheit. Denn auf der anderen Seite steht da der 6 Std. Lauf in Mörfelden, wo das allzu optimistische Starttempo, gepaart mit den zu spärlichen Pausen, für heftige Einbrüche gesorgt hat. Und na ja, wenn man dann erst 1/4 der Strecke hat, dann wird es wahrscheinlich ziemlich unromantisch auf den letzten 3/4.

Schauen wir mal, ich werde dann berichten.

[mention]heikchen007[/mention]
Ist das nix für dich? Von deinem Club hab ich noch gar niemanden auf der Liste entdeckt.
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Re: Muskelkater

1330
JoelH hat geschrieben: 23.05.2024, 09:36 @heikchen007
Ist das nix für dich? Von deinem Club hab ich noch gar niemanden auf der Liste entdeckt.
Nöö, also 24 Stunden sind (noch?) nichts für mich... Mein nächster Haupt-WK ist der Berliner Marathon Ende September. Davor dann wohl im Juli einen 10er und Ende August ein HM.

Aber von den Laufpartnern werden bestimmt noch welche auf der Anmeldeliste auftauchen, sind ja auch die DUV Deutschen Meisterschaften im 24h-Lauf. 😉
5 km - 21:44 (09.09.2023 - Tierparklauf)
10 km - 44:40 (16.10.2022 - The Great 10K)
HM - 1:39:18 (28.08.2022 - Die Generalprobe)
25 km - 02:02:00 (15.05.2022 - S 25)
M - 03:38:13 (25.09.2022 - BM)
50 km - 04:32:07 (17.03.2024 - Werderseelauf)

Re: Joels Daily Challenge - Streakrunning

1331
JoelH hat geschrieben: 22.05.2024, 09:37
...Wie ich ja schon sehr oft schrieb, Laufen ist m.E. vor allem ein mentales Ding und tatsächlich fällt es mir zunehmend schwerer mich für "schnelle" Sachen zu motivieren. Ich glaube einfach nicht mehr daran, dass ich über 5 oder 10k schneller werde. Und damit geht dann auch die Motivation verloren. Ist doch egal wie oft ich sub 20 laufe, ich glaube nicht, dass ich die sub 19 schaffen werde. In dieser Richtung ist der Ofen aus, der Zug abgefahren, die Lust verflogen.
Abwarten, sowas kann auch wieder kommen. Ich hab gerade Bock nochmal meine 5er PB zu knacken - oder es zumindest nochmal zu versuchen. 2020 hatte ich schonmal eine Saison mit Fokus 5km und von damals stammen noch meine 5 besten Ergebnisse.
Nach meinen Fuß-Problemen nach dem Halbmarathon 2023 (mit PB) will ich dieses Jahr nicht übertreiben und versuche mich nochmal auf den kürzeren Distanzen.

Einen Marathon oder Ultra würd ich aktuell nur als "fun" mitnehmen und nicht mit Zeitziel, aber auch nix derzeit geplant.
Von "Umfängen" mag ich in diesem Jahr gar nicht sprechen. Ich bin gerade auf Kurs "wenigste Laufkilometer" seit 2015.
JoelH hat geschrieben: 22.05.2024, 09:37
Interessant ist aktuell echt so der Kram ab Marathon, sub 3:20 hab ich noch nicht aufgegeben, auch wenn ich da gerade etwas in einem mentalen Loch sitze. Ich müsste für Halle eigentlich in drei Wochen das Training schon wieder aufnehmen, aber der Gedanke daran fällt mir doch recht schwer.
Da muss ich allerdings auch nochmal ran. Meine Marathon PB ist wohl von denen in meiner Sig noch am einfachsten zu knacken.
Aber nicht mehr dieses Jahr. 2025 mache ich vielleicht wieder Marathon Jahr. Bin auch für den Berlin HM 2025 gemeldet.
Der passt zeitlich schonmal gut zu Frühlingsmarathons.
5000m: 19:54 | Mai 20 --- 7,33 km (Alsterrunde): 30:27 | Jun 20 --- 10 km: 42:35 | Mai 20 ---
10Meilen / 16,1 km: 1:12:52 | Okt 23 --- 21,1 km: 1:35:42 | Okt 23 --- 42,2 KM: 3:40:05 | Apr 19

#395

1332
Der erste komplett beschwerdefreie Lauf seit dem Mohikaner. Der hatte dann doch deutlich mehr Impact als ich zunächst gedacht habe. Mehr als 3000 negative Höhenmeter sich doch schon ziemlich krass. Das habe ich zwar gewusst, aber dass es so schlimm wird hätte ich trotzdem nicht gedacht.

Die Woche in Zahlen
48,41 km in 5:10:36 Std. bei einer durchschnittlichen Pace von 6:25/km und 564 hm, davon aber alleine gestern 15km, also gut ein Drittel. War schon ein krasses Ding, aber ich bin echt heiß darauf, es wieder zu tun. Es hat doch unglaublich viel Spass gemacht, denn letztlich war es ein ganz lockeres Ding irgendwie. 18 Std. mehr oder weniger Dauerquasseln. :nick: Okay, es wurde auch ein wenig gelaufen, aber von der Pumpe her war es immer ziemlich locker. Schon komisch irgendwie, gefühlt waren die letzten ernsthaften 400m deutlich härter gewesen, da dachte ich die Lunge fällt raus und die Beine explodieren, so dick waren die - gefühlt. Allerdings war da nach 30 Minuten alles wieder gut und nicht nach mehr als einer Woche. Und selbst gestern konnte ich zwar laufen, aber die 6:30er Pace kam mir irgendwie surreal schnell vor. Ganz komisch.

[mention]emel[/mention]
Klar, vielleicht komme ich auch wieder auf anaeroben Unsinn zurück, alles ist möglich, bin ja schon ein kleines Bahnkind, aber momentan kann ich es mir nicht vorstellen. Aktuell habe ich erheblichen Bock auf diesen mentalen Kick der Ultralangstrecke.

Ich meine ich werde da natürlich auch nix gewinnen, aber 100 Meilen sind einfach schonmal 100 Meilen die man auf der Habenseite hat und das schüttelt man im Normalfall nicht einfach so aus dem Ärmel. Und das schöne ist tatsächlich, dass der Weg das Ziel ist, bei dem 24h-Lauf. Ich weiss nur wann er endet, aber nicht wo. Das finde ich ungemein spannend.

[mention]heikchen007[/mention]
Aber vielleicht nächstes Jahr bei den 6-Std.?

Ich bin nun übrigens auch dem DUV (https://www.ultra-marathon.org) beigetreten. Einfach um die Leute zu unterstützen, die sich tatsächlich sehr viel Mühe geben übergreifende Dinge zu organisieren, die vom DLV noch nicht berücksichtigt werden. Und sowas ist m. E. stets unterstützenswert. Denn ohne Ehrenamt funktioniert Vereins- bzw. organisierter Individualsport nicht.
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