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HM 1:45h

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Ich kenne mehr Läufer, die es mit 40-50km versucht haben und aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen haben als welche, die diese Zeit mit 20-30km erreicht haben.
Sollte diese Aussage über eine Beobachtung einer wohl sehr kleinen Stichprobe ein Plädoyer für weniger Volumen sein, empfehle ich einen Logik-Check mittleren Umfangs.

Re: HM 1:45h

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LaufSteff hat geschrieben: 13.11.2023, 23:32 Sollte diese Aussage über eine Beobachtung einer wohl sehr kleinen Stichprobe ein Plädoyer für weniger Volumen sein, empfehle ich einen Logik-Check mittleren Umfangs.
Ich kenne mehr Leute meinen, dass die Erde Scheibe ist, als Leute die eine Kugel hinter ihrem Heimatplaneten vermuten. Eindeutiger Beweis, die Erde ist eine Scheibe.

Trump'sche Beweisführung.

:ironie:
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: HM 1:45h

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Ich kenne mehr Leute, die die Meinungsäußerungen nicht komplett und genau lesen und sich die Inhalte so hinbiegen, dass ein eigener Beitrag inhaltlich passt als Leute, die das nicht tun. Im Gegensatz zu meiner kleinen Stichprobe zur Laufüberlastung aus dem echten Leben ist diese Stichprobe bedeutend größer, glücklicherweise aber nur in den Weiten des Internets vorhanden.

Dass ich nirgends Allgemeingültigkeit beansprucht habe und stets offen von meiner eigenen Meinung und Erfahrung gesprochen habe, sollte hier eigentlich nicht erwähnt werden müssen, aber so isses halt, wenn Menschen dann ironischerweise auf trumpsche Weise mit der Trumpschen Argumentationsweise kommen.
Zuletzt geändert von agua am 14.11.2023, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Meiner Meinung nach ist 1:45 eine Zeit, die Leute laufen, die gerade einsteigen ins strukturiertere Laufen [...]
MS123 hat geschrieben: 13.11.2023, 18:11 Agua hat doch recht. 1:45 ist eine Einsteigerzeit für die man doch keinen Plan braucht.
Solche Aussagen erinnern mich an meine Kletterzeit.
Wolfgang Güllich hat damals in seinem Buch "Leben in der Senkrechten" die steile These vertreten, dass jeder normal sportliche Mensch eine "8" klettern könne.
Das hat mich damals unglaublich geärgert und gefrustet. Ich bin "normal sportlich" und habe Jahre gebraucht um auch nur an der 8 zu kratzen. Freunde von mir sind nie über eine 6 oder 7 hinausgekommen...die waren auch keine Sandsäcke.
Ich empfand eine solche Aussage als elitär und an der Realität vorbei.

Heute denke ich mir...ok, er ist damals die erste 11 der Welt geklettert, eine 8 war für ihn zum Finger "warmmachen".
Genau so ist es doch beim Laufen. Wenn jemand eine 1:20 im HM laufen kann, kommt ihm eine 1:45 wie ein lockeres Läufchen vor.
Dann jedoch davon auszugehen, dass die 1:45 eine Einsteigerzeit ist (weil sie sich für jemanden selber so einfach anfühlt), sollte mal von seinem Thron runterkommen.
Eine 1:45 bedeutet für die allermeisten Menschen viel Einsatz, auch Talent...und viele werden es nie schaffen.

Es wäre das Gleiche, wenn Kiplimo mit seiner <1:00 HM Zeit einem 1:20er Läufer sagen würde, dass die 1:20 doch eine Einsteigerzeit ist, für die es nur ein bisschen strukturiertes Training braucht.

Auf Grund der unterschiedlichen körperlichen und psychischen Voraussetzungen sollte sich niemand anmaßen, die Leistungen anderer zu bewerten. Ich freue mich für jeden, der seine Ziele mit seinen ihm/ihr zu Verfügung stehenden Mittel erreicht. Egal ob es "ankommen" ist, oder eine Wunschzeit.

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 14.11.2023, 09:27 Im Gegensatz zu meiner kleinen Stichprobe zur Laufüberlastung aus dem echten Leben.......
Wieviele Probanden haben denn an der Stichprobe teilgenommen? Hast Du eine explizite Befragung durchgeführt?
Ich habe im echten Leben seit vielen Jahren mit Läufern aller Alters- und Leistungsklassen zu tun, könnte aber keine Behauptung aufstellen, wer sich wann mit wievielen WKM bei welchem Leistungsziel verletzt hat.

Re: HM 1:45h

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Axel_rennt hat geschrieben: 14.11.2023, 09:45
agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Meiner Meinung nach ist 1:45 eine Zeit, die Leute laufen, die gerade einsteigen ins strukturiertere Laufen [...]
MS123 hat geschrieben: 13.11.2023, 18:11 Agua hat doch recht. 1:45 ist eine Einsteigerzeit für die man doch keinen Plan braucht.
Solche Aussagen erinnern mich an meine Kletterzeit.
Wolfgang Güllich hat damals in seinem Buch "Leben in der Senkrechten" die steile These vertreten, dass jeder normal sportliche Mensch eine "8" klettern könne.
Das hat mich damals unglaublich geärgert und gefrustet. Ich bin "normal sportlich" und habe Jahre gebraucht um auch nur an der 8 zu kratzen. Freunde von mir sind nie über eine 6 oder 7 hinausgekommen...die waren auch keine Sandsäcke.
Ich empfand eine solche Aussage als elitär und an der Realität vorbei.

Heute denke ich mir...ok, er ist damals die erste 11 der Welt geklettert, eine 8 war für ihn zum Finger "warmmachen".
Genau so ist es doch beim Laufen. Wenn jemand eine 1:20 im HM laufen kann, kommt ihm eine 1:45 wie ein lockeres Läufchen vor.
Dann jedoch davon auszugehen, dass die 1:45 eine Einsteigerzeit ist (weil sie sich für jemanden selber so einfach anfühlt), sollte mal von seinem Thron runterkommen.
Eine 1:45 bedeutet für die allermeisten Menschen viel Einsatz, auch Talent...und viele werden es nie schaffen.

Es wäre das Gleiche, wenn Kiplimo mit seiner <1:00 HM Zeit einem 1:20er Läufer sagen würde, dass die 1:20 doch eine Einsteigerzeit ist, für die es nur ein bisschen strukturiertes Training braucht.

Auf Grund der unterschiedlichen körperlichen und psychischen Voraussetzungen sollte sich niemand anmaßen, die Leistungen anderer zu bewerten. Ich freue mich für jeden, der seine Ziele mit seinen ihm/ihr zu Verfügung stehenden Mittel erreicht. Egal ob es "ankommen" ist, oder eine Wunschzeit.
Da bin ich absolut bei dir. Jeder hat andere Ziele Voraussetzungen. Von einer Einsteigerzeit habe ich nie gesprochen, sondern von einer Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen nach meiner Definition, und die ist eben, wie schon angegeben, dass alle sehr sportlichen Menschen aus meinem sportlichen Umfeld, die nebenher laufen gehen, z.B. um ihren Ballsport zu unterstützen, die 2:00-Marke im Halbmarathon erreichen konnten, ohne irgendwie nach Plan zu trainieren oder eben viele km zu machen. Das ist aber eben auch die Grenze gewesen, für schnellere Zeiten mussten sie alle anfangen, etwas Struktur reinzubringen. Deshalb bezeichnete ich das als "Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen". Schade, dass das sofort als "auf dem hohen Ross sitzen" interpretiert wird, aber so ist hier nunmal der Ton immer schon gewesen.

Die Größe der Stichprobe spielt bei all dem aus bereits mehrfach genannten Gründen keine Rolle, da ich ja ebenfalls nie irgendwelche KM-Angaben darüber gemacht habe, ab wann man sich verletzt etc. Ich sprach nur von "sehr viel KM" und "bedeutend weniger", also etwa von einer Verdopplung des Umfangs als Enden einer Skala.

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Von einer Einsteigerzeit habe ich nie gesprochen, sondern von einer Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen nach meiner Definition, und die ist eben, wie schon angegeben, dass alle sehr sportlichen Menschen aus meinem sportlichen Umfeld, die nebenher laufen gehen, z.B. um ihren Ballsport zu unterstützen, die 2:00-Marke im Halbmarathon erreichen konnten, ohne irgendwie nach Plan zu trainieren oder eben viele km zu machen. Das ist aber eben auch die Grenze gewesen, für schnellere Zeiten mussten sie alle anfangen, etwas Struktur reinzubringen. Deshalb bezeichnete ich das als "Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen".
Also ich habe aus Deinem Beitrag gelesen:
agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Meiner Meinung nach ist 1:45 eine Zeit, die Leute laufen, die gerade einsteigen ins strukturiertere Laufen, nachdem sie leistungstechnisch die 2h (oder vergleichbare Leistungen auf anderen Distanzen) geschafft haben.
Das liest sich für mich nicht wie "alle sehr sportlichen Menschen aus meinem sportlichen Umfeld."
Vermutlich einfach nur ein Missverständnis. Sehr sportliche Menschen kommen selbstverständlich aus einem anderen Grundsetup.
Es gibt auch Menschen, die eine 2:30 Zeit laufen und in ein strukturiertes Training einsteigen...was noch nicht bedeutet, dass sie die 1:45 jemals schaffen werden.
agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Schade, dass das sofort als "auf dem hohen Ross sitzen" interpretiert wird, aber so ist hier nunmal der Ton immer schon gewesen.
Wenn ich als 1:30 HM Läufer einem 2:00 Läufer vermittele, dass seine Zeit eine Einsteigerzeit ist (ohne seine Voraussetzungen zu kennen), würde ich mich definitiv auf dem Ross befinden. Das hat nichts mit Interpretation zu tun, das ist einfach schäbig und würde dem anderen sicher kein besonders gutes Gefühl geben. Vielleicht ist es für ihn die absolute Wunschzeit.
Kann man das anders sehen? Wenn ja, freue ich mich über die Argumente.
Zuletzt geändert von Axel_rennt am 14.11.2023, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Ich kenne mehr Läufer, die es mit 40-50km versucht haben und aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen haben als welche, die diese Zeit mit 20-30km erreicht haben.
agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Von einer Einsteigerzeit habe ich nie gesprochen, sondern von einer Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen nach meiner Definition, und die ist eben, wie schon angegeben, dass alle sehr sportlichen Menschen aus meinem sportlichen Umfeld, die nebenher laufen gehen, z.B. um ihren Ballsport zu unterstützen, die 2:00-Marke im Halbmarathon erreichen konnten, ohne irgendwie nach Plan zu trainieren oder eben viele km zu machen. Das ist aber eben auch die Grenze gewesen, für schnellere Zeiten mussten sie alle anfangen, etwas Struktur reinzubringen. Deshalb bezeichnete ich das als "Einsteigerzeit ins strukturierte Laufen". Schade, dass das sofort als "auf dem hohen Ross sitzen" interpretiert wird, aber so ist hier nunmal der Ton immer schon gewesen.
Wenn sportliche Menschen, die einen Ballsport betreiben, zusätzlich solch einen Trainingsplan mit gesteigerten WKM durchziehen, wundert mich eine Überlastung nicht. Die sollten darüber nachdenken, wie sie ihr Training in den 2 Sportarten koordinieren und nicht stumpf irgendwelche Vorgaben abarbeiten. Aber über Selbstwahrnehmung und Dummheit ging es schon im meinem 1.Post.

Re: HM 1:45h

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agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Ich sprach nur von "sehr viel KM" und "bedeutend weniger", also etwa von einer Verdopplung des Umfangs als Enden einer Skala.
Kannst du das konkret quantifizieren? Ansonsten ist es nämlich eine völlig irrelevante, weil absolut beliebige, Aussage ohne jedweden Informationsgehalt.

Ansonsten, nicht zu allem, zu dem man eine Meinung hat muss man diese auch kundtun. Das spart Speicherplatz im Netz.
Zuletzt geändert von JoelH am 14.11.2023, 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Über mich
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Re: HM 1:45h

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Bewapo hat geschrieben: 14.11.2023, 11:20 In einigen Ballsportarten nennt man sowas auch "Eigentor"! :hallo:
Jetzt könnte ich ja noch "im wahren Leben schlechter Umgang" schreiben - mache ich aber nicht, weil es den Slick Josef keine Sekunde schneller macht :zwinker2: :zwinker2: :zwinker2:

Der Sportkamerad Josef kann 13,5 km in 1:06:59 laufen. Mit 3 x Training in der Woche, wahrscheinlich mit einem längsten Lauf von 18 km. Also Eier festbinden, angemessen 4 x in der Woche trainieren und dann im März den HM in 1:44 Stunden - fertig.

Das habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, sondern mich an einem Glas Jack Daniels festgehalten. Wie viele VDOT Punkte wären das?

Knippi

Re: HM 1:45h

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JoelH hat geschrieben: 14.11.2023, 13:41 43,1 mag er erreichen.
Macht er! Und wenn er zum Schluß merkt, dass er 1:43 Stunden laufen kann, dann gibt er 1 Minuter her, um auf der Zielgeraden die hingehaltenen Kinderhände abzuklatschen.

Knippi

Re: HM 1:45h

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hardlooper hat geschrieben: 14.11.2023, 14:08
JoelH hat geschrieben: 14.11.2023, 13:41 43,1 mag er erreichen.
Macht er! Und wenn er zum Schluß merkt, dass er 1:43 Stunden laufen kann, dann gibt er 1 Minuter her, um auf der Zielgeraden die hingehaltenen Kinderhände abzuklatschen.

Knippi
Wenn de´ine Prognose genau so exakt (wenn ich auch ursprünglich nur hätte 13 und nicht 13,5km laufen müssen und damit sogar schneller als deine Prognose war :P), wie bei meinem ersten Lauf ist, dann nehm ich die 1:43 gerne :D. Über eine (noch) schnellere Zeit beschwere ich mich natürlich nicht. Wobei das wahrscheinlich eher unrealistisch ist haha.

Re: HM 1:45h

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JoelH hat geschrieben: 14.11.2023, 11:05
agua hat geschrieben: 14.11.2023, 10:26 Ich sprach nur von "sehr viel KM" und "bedeutend weniger", also etwa von einer Verdopplung des Umfangs als Enden einer Skala.
Kannst du das konkret quantifizieren? Ansonsten ist es nämlich eine völlig irrelevante, weil absolut beliebige, Aussage ohne jedweden Informationsgehalt.

Ansonsten, nicht zu allem, zu dem man eine Meinung hat muss man diese auch kundtun. Das spart Speicherplatz im Netz.
:traurig: Die üblichen Kommentare von den üblichen Verdächtigen in diesem Forum. In diesen wilden Zeiten zumindest eine Konstante. Wobei man sagen muss, dass der Umgangston hier drin tatsächlich den gesellschaftlichen Entwicklungen etwa 10 Jahre voraus war :daumen:

Re: HM 1:45h

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Axel_rennt hat geschrieben: 14.11.2023, 09:45
agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Meiner Meinung nach ist 1:45 eine Zeit, die Leute laufen, die gerade einsteigen ins strukturiertere Laufen [...]
MS123 hat geschrieben: 13.11.2023, 18:11 Agua hat doch recht. 1:45 ist eine Einsteigerzeit für die man doch keinen Plan braucht.
[...]
Dann jedoch davon auszugehen, dass die 1:45 eine Einsteigerzeit ist (weil sie sich für jemanden selber so einfach anfühlt), sollte mal von seinem Thron runterkommen.
Eine 1:45 bedeutet für die allermeisten Menschen viel Einsatz, auch Talent...und viele werden es nie schaffen.
[...]
Ich hoffe meine die anderen Sätze in meinem Post hast du auch gelesen, denn nur durch sie wurde meine Post zu einer ganzheitlichen Aussage :prost3:

Hat ja auch nicht lange gedauert bis Relativierung und Umgangston-Bashing losging :nono:

[Ontopic]
Ich selbst bin ja ein Freund der Philosophie "die Distanz die ich im Wettkampf laufe, will ich im Training auch draufhaben".

Der TE hat ja jetzt noch einige Zeit, die Grundlagen zu legen und auch einfach mal langsam (!) zu schauen, wie höhere Umfänge und längere Läufe sich so anfühlen, bevor er in den Plan einsteigt. Dann fallen auch die härteren Einheiten leichter, wenn bessere Grundlagen und damit auch bessere Regenerationszyklen vorhanden sind.
Mit einer vernünftigen Blockeinteilung (z.B. 3 Wochen normal : 1 Woche Rekom) kann sich auch die Orthopädie daran gewöhnen. Dazu unterstützend etwas Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstraining. Das kann man ja z.B. 2x pro Woche nach den Grundlagenläufen machen. So kann man langsam schauen, welche WKM einem am besten liegen.

Ich habe es so gehalten, am Anfang der Vorbereitung auch mal Peak-Wochen mit bis zu 70WKM einzusteuern und danach eher zu mischen, meist so 40-50 WKM mit abgespeckten Wochen zwischendrin.

Den Ansatz vor dem Einstieg in den Plan erstmal langsam die WKM und Wocheneinheiten zu steigern finde ich daher nicht verkehrt. :daumen:

Man kann am Anfang ruhig auch mal 2-3 Wochen die Methode "Spanische Bank" anwenden um die verschiedenen Längen mit lockerer Intensität anzutesten und erst danach das Zieltempo einbauen. Auch auf vereinzelte schnellere Einheiten, z.B. Wiederholungsläufe würde ich nicht verzichten, bei einer HM-Vorbereitung aber eher mit etwas höheren Umfängen und dafür etwas langsamer, z.B. 20x 300m in 10k-RT-10" (also 4:50/km wenn das 10k-RT 5:00/km ist) mit 1' P statt 10x 300m schneller als 5k-RT.

Knippis Ansatz trifft es da recht gut.

Re: HM 1:45h

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LaufSteff hat geschrieben: 13.11.2023, 23:32
agua hat geschrieben: 13.11.2023, 11:15 Ich kenne mehr Läufer, die es mit 40-50km versucht haben und aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen haben als welche, die diese Zeit mit 20-30km erreicht haben.
Sollte diese Aussage über eine Beobachtung einer wohl sehr kleinen Stichprobe ein Plädoyer für weniger Volumen sein, empfehle ich einen Logik-Check mittleren Umfangs.
In erster Linie zielte meine Bemerkung zu obiger Aussage darauf, dass diese wohl nicht den eigentlich beabsichtigten Sinn enthält.
Wenn du einen einzigen Läufer kennst, der sich bei einer Umfangssteigerung auf 40-50 Wochen-Kilometer verletzte, um einen HM in Sub 1:45 zu schaffen und keinen einzigen, der es mit 20-30 WKM geschafft hat, sind alle Wahrheitsbedingungen deines obigen Satzes erfüllt, ohne dass du damit ein Argument gegen eine Umfangserhöhung zur Erreichung eines bestimmten Zeitzieles angeführt hättest.

Vielleicht wolltest du aussagen:
1. Ich kenne mehr Läufer, die sich bei einer Umfangssteigerung auf 40-50WKM im Training verletzt haben, um einen HM unter 1:45 zu laufen, als welche, die es damit geschafft haben.
2. Ich kenne einige Läufer, die einen HM Sub 1:45 mit 20-30WKM im Training gelaufen sind.

1. halte ich für sehr ungewöhnlich, aber innerhalb einer gewissen Blase sicherlich möglich.

Ich finde es auch vollkommen in Ordnung, sich aus so einer persönlichen Beobachtung aus der eigenen Blase, möge sie sich noch so wenig zur Verallgemeinerung anbieten, des "echten Lebens" eine Meinung zu bilden und diese hier kundzutun.
Allerdings finde ich Teile der ursprünglichen Aussage, trotz der spät erfolgten Relativierung, nach wie vor despektierlich und überheblich.
@Dartan hat die Begründung für den despektierlichen Inhalt gegenüber großen Teilen der Läuferschaft schon zweimal anschaulich und höflich ausgeführt, wiederhole ich jetzt nicht.
Des Weiteren finde ich die Kritik an fast allen sehr erfolgreichen Trainern und Planschreibern ziemlich überheblich, aber ist natürlich eine legitime Meinung.

Apropos Meinung - lanzsche Überleitung - bei einer unkonventionellen Meinung herrscht hier schonmal ein rauher Wind, das stimmt.
Wenn man seine nicht mehrheitsfähige Meinung aber auf diese provokante Art und Weise äußert und sich dann über den Gegenwind ärgert und daraus eine generelle Gesellschaftskritik ableitet, birgt das meines Erachtens durchaus einer gewissen Ironie.
Fehlen nur noch ein paar populistische Plattitüden: "Nix darf man mehr sagen!" "Cancel Culture!"

Re: HM 1:45h

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MS123 hat geschrieben: 14.11.2023, 18:35
Axel_rennt hat geschrieben: 14.11.2023, 09:45
MS123 hat geschrieben: 13.11.2023, 18:11 Agua hat doch recht. 1:45 ist eine Einsteigerzeit für die man doch keinen Plan braucht.
[...]
Dann jedoch davon auszugehen, dass die 1:45 eine Einsteigerzeit ist (weil sie sich für jemanden selber so einfach anfühlt), sollte mal von seinem Thron runterkommen.
Eine 1:45 bedeutet für die allermeisten Menschen viel Einsatz, auch Talent...und viele werden es nie schaffen.
[...]
Ich hoffe meine die anderen Sätze in meinem Post hast du auch gelesen, denn nur durch sie wurde meine Post zu einer ganzheitlichen Aussage :prost3:
Hat ja auch nicht lange gedauert bis Relativierung und Umgangston-Bashing losging :nono:
Stimmt, durch Deinen ganzen Post wird Deine Sicht auf die Dinge "ganzheitlich"...aber in meinen Augen nicht besser:
MS123 hat geschrieben: 13.11.2023, 18:11 Agua hat doch recht. 1:45 ist eine Einsteigerzeit für die man doch keinen Plan braucht.
3 lockere Läufe so bei 65-70% HFmax in der Woche reichen da vollkommen aus.
Außerdem sollten man zuerst die Laufschnelligkeit / Mittelstrecke trainieren solange man noch kann. Langsame Halbmarathons oder Marathons schleichen kann man auch, wenn man älter ist.
Ansonsten ergänzendes Training nicht vergessen... Rudern soll z.B. da ganz gut sein. :daumen:
- 1:45 ist eine Einsteigerzeit
- Dafür braucht man keinen Plan
- 3 lockere Läufe mit 65-70% HFmax in der Woche reichen dafür aus
- Langsame HM kann man laufen, wenn man älter ist.

Merkst Du was?
Da kommt jemand hier ins Forum, bittet um Unterstützung um diese Zeit zu erreichen...und was bekommt er von Dir (mit diesem Post) als Antwort?! Genau, die o.a. Punkte. Sehr hilfreich und mit Sicherheit motivierend. "Mach Dir mal keine Gedanken, lauf 3 x locker die Woche...dann ist die 1:45 kein Problem, ist eine Einsteigerzeit". :whythis:

Da frage ich mich ganz ernsthaft, wer hier etwas "relativiert"...und ich sehe auch nicht, an welcher Stelle ich Dich heftig oder herabsetzend kritisiert (bashing) hätte oder mich heftig/herabsetzend im Umgangston vergriffen hätte. :noidea:

Aber gut...wie so oft ist es im Forum, nur mit Geschriebenem, für beide Seiten schwierig die Zwischentöne zu erfassen bzw. in welcher Art der Gegenüber seinen Post gemeint hat. Im direkten Gespräch würden viele Diskussionen gar nicht so laufen, wie hier im Forum.
:giveme5:

Re: HM 1:45h

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Axel_rennt hat geschrieben: 15.11.2023, 08:49 - 1:45 ist eine Einsteigerzeit
- Dafür braucht man keinen Plan
- 3 lockere Läufe mit 65-70% HFmax in der Woche reichen dafür aus
- Langsame HM kann man laufen, wenn man älter ist.
Die Aussagen von @MS123 sind ironisch.
Denke aber auch, dass viele das nicht wahrgenommen haben, sondern einfach von einer noch etwas extremeren Form der Arroganz ausgingen.
Die Überspitzung war zu gering.

So wäre es deutlich gewesen:
"1:45 ist eine absolute Einsteigerzeit. Wer zwei Mal in der Woche mit dem Hund Gassi geht, muss das eigentlich verkatert in ungeschnürten Wanderstiefeln laufen können! Wer dafür mehr als 20 Kilometer in der Woche trainieren muss, wird sich eh verletzen und sollte das mit dem Laufen besser gleich ganz sein lassen."

Die Kritik an der Kritik des Umgangstons und die Relativierungen bezogen sich auf"s Wasser.

Re: HM 1:45h

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LaufSteff hat geschrieben: 15.11.2023, 09:46 Die Aussagen von @MS123 sind ironisch.
Was man aber nur erkennen kann, wenn man ihn kennt und sein Posting deshalb in einen Kontext setzen kann. Eine KI oder Google-Suche kann das nicht. Das macht solche, nicht als Ironie gekennzeichnete Text, gefährlich. Denn wenn es in einer Google-Suche auftaucht, dann nehmen das die unreflektierten Leser als bare Münze. Und nicht mal die, die sich mit dem ganzen Thread befassen erkennen mitunter die Ironie. Was auch wenig wundert, gibt es daneben ja auch User, die solche Aussagen wahrhaftig ernst meinen.
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wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

Re: HM 1:45h

72
LaufSteff hat geschrieben: 15.11.2023, 09:46
Axel_rennt hat geschrieben: 15.11.2023, 08:49 - 1:45 ist eine Einsteigerzeit
- Dafür braucht man keinen Plan
- 3 lockere Läufe mit 65-70% HFmax in der Woche reichen dafür aus
- Langsame HM kann man laufen, wenn man älter ist.
Die Aussagen von @MS123 sind ironisch.
Denke aber auch, dass viele das nicht wahrgenommen haben, sondern einfach von einer noch etwas extremeren Form der Arroganz ausgingen.
Die Überspitzung war zu gering.

So wäre es deutlich gewesen:
"1:45 ist eine absolute Einsteigerzeit. Wer zwei Mal in der Woche mit dem Hund Gassi geht, muss das eigentlich verkatert in ungeschnürten Wanderstiefeln laufen können! Wer dafür mehr als 20 Kilometer in der Woche trainieren muss, wird sich eh verletzen und sollte das mit dem Laufen besser gleich ganz sein lassen."

Die Kritik an der Kritik des Umgangstons und die Relativierungen bezogen sich auf"s Wasser.
:hihi: Ok, auf den Verdacht, dass es ironisch gemeint sein könnte, bin ich wirklich nicht gekommen. :klatsch:

Da lag ich dann ja nicht falsch mit meiner Aussage "wie so oft ist es im Forum, nur mit Geschriebenem, für beide Seiten schwierig die Zwischentöne zu erfassen bzw. in welcher Art der Gegenüber seinen Post gemeint hat. Im direkten Gespräch würden viele Diskussionen gar nicht so laufen, wie hier im Forum."

Ein :wink: oder ein :ironie: in dem Post hätte zumindest mir geholfen.

Re: HM 1:45h

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Ok, mea culpa. Ich dachte es wäre unterschwellig genug und wollte es nicht hervorheben. :sorry:
...und ganz ehrlich, wer in heutigen Zeiten Suchergebnisse oder Kommentar in Foren ohne Gegenprüfung für bare Münze nimmt, muss sich nicht wundern, wenn auch mal Mist dabei ist.

Und ja @Axel_rennt der Bezug auf's Bashing war nicht auf dich bezogen.

Re: HM 1:45h

74
Hallo zusammen,

mal noch eine kleine Frage zur Aufteilung der Trainingspläne, die ich derzeit verfolge. Derzeit bereite ich mich ja noch auf die 10km in 47:30 bis Ende des Jahres vor. Läuft derzeit für mein Gefühl auch richtig gut. Jetzt müsste ich den 12 Wochen Plan für den HM allerdings schon Mitte Dezember starten, um pünktlich zum Termin durch zu sein. Macht es Sinn das dann so zu machen und dann sozusagen die Peakweek für den 10er zu verpassen? (Wobei die ersten 2 Wochen für den HM-Plan vermutlich ähnlich intensiv sind, wie die letzten des 10ers.) Oder ist es sinnvoller in Woche 3 des HM-Plans zu starten, wenn der 10km-Plan durch ist?
Vermutlich macht es ja auch gar keinen maßgeblichen Unterschied, wenn es sich nur um 2 Wochen handelt :gruebel: .

Danke Euch!

Re: HM 1:45h

76
JoelH hat geschrieben: 24.11.2023, 11:46
slickjosef hat geschrieben: 24.11.2023, 11:26 [..]ist es sinnvoller in Woche 3 des HM-Plans zu starten, wenn der 10km-Plan durch ist?
Definitiv.
+1

Üblicherweise haben Trainingspläne ihren Höhepunkt so 2-4 Wochen vor dem Zielwettkampf. Anschließend wird dann Umfang un Intensität wieder etwas zurückgefahren, um beim Wettkampf selbst dann schön frisch regeneriert an der Startlinie zu stehen, ohne Erschöpfung aus dem Training. (= "Tapering") Würdest du nun die letzten beiden Wochen aus den Plan streichen, würde exakt dieses Tapering wegfallen, du müsstest den Wettkampf voll aus dem härtesten Training heraus laufen und wärst vermutlich schon an der Startlinie total erschöpft.

Die ersten Wochen eines Trainingsplan hingegen sind meist dafür da, sich überhaupt erstmal an die Belastung zu gewöhnen und die Grundlagen für das spätere, intensiviere Training zu schaffen. Sofern diese Grundlagen eh schon vorhanden sind, kann man sich zu den Zeitpunkt deutlich mehr Freiheiten leisten, ohne damit gleich den kompletten Plan zu gefährden.

Re: HM 1:45h

78
Mal ein kleiner Zwischenbericht zur Vorbereitung auf die 10k in 47:30.

Inzwischen bin ich bei 4 Einheiten die Woche und bin sehr zufrieden. Regeneration läuft top, das erhöhte Pensum vertrage ich auch sehr gut. Eigentlich keinen Muskelkater, lediglich, wenn ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen trainiere, merke ich, dass die Beine doch noch schwer sind, da fühlen sich die langsamen 7km dann vielleicht sogar mal etwas schwerer an als die schnellen 11. Höchste Wochenkm lagen jetzt einmal bei 45.

Längste Distanz von knapp 18km liefen super easy durch, ich merke nur da echt, dass Rumpfstabilität ab gewissen Distanzen wirklich eine Sache ist. Mit zunehmender Strecke läuft man sich dann doch schon in eine gewisse Instabilität/Stauchungshaltung :D.
Auch die gefühlt etwas schnellen langen Läufe sind wirklich gar kein Problem.

Gestern hätten 10min Ein-, 10min Auslaufen und dazwischen 40min in 5:16 auf dem Tacho gestanden. Hab mich gestern aber ausgezeichnet gefühlt und hab einfach mal rollen lassen. Die 40min sinds dann in 4:50 geworden. War natürlich anstrengend, aber da wäre sogar noch mehr gegangen. Heute auch keinerlei "Beschwerden" in Form von Muskelkater o.ä.
Bin sehr guter Dinge die 47:30 zu schaffen, wenn ich sie nicht sogar schon schaffen würde, nach der Erfahrung gestern.

Freunde mich gerade auch sehr mit dem kalten Wetter an, wenn man da beim Laufen auf Temperatur kommt, fühlt sich das eher nach lauem Frühling an :D.

Re: HM 1:45h

79
In 2 Wochen würde ja dann der 12-Wochen-Plan für den HM im März starten?
Wenn du jetzt schon im Training die 40min im 4:50min/km laufen kannst, dann bin ich mir ziemlich sicher, daß du den HM in 1:45h hinbringst. Klar ist das immer etwas abhängig von der Tagesform, aber wenns regulär und verletzungsfrei läuft, dann wirst du das m.M. nach sogar relativ leicht schaffen. :hurra:
Im März ist auch trotz Klimaerwärmung die Gefahr, daß es plötzlich 30Grad im Schatten hat auch nicht besonders hoch und Regen, wenns nicht grad ein Wolkenbruch ist, ist i.d.R. auch nicht soooo schlimm.
Du rockst das easy. :nick:

Re: HM 1:45h

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Ganz genau, in 2 Wochen würde der HM-Plan starten. Ich werd jetzt aber den 10er natürlich einfah nach Plan zu Ende machen und dann frisch und fröhlich in den HM-Plan starten.
Danke Dir für die motivierenden Worte, ich bin da auch sehr guter Dinge :).

Re: HM 1:45h

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So, heute wars dann soweit. Allerdings war heute glaube ich auch einer dieser Tage. Die Bedingungen waren zusätzlich alles anderes als ideal: Regen, Matsch, enge Strecke mit vielen Leuten. Ausreden gibt es natürlich viele.

Ich denke am ausschlaggebendsten war allerdings, dass ich die zwei Wochen vor dem Lauf nicht mehr gelaufen bin. Sowohl aufgrund der Feiertage, persönlicher Umstände und zugegeben, auch etwas Unlust. Aber die bleibt wohl auch mal nicht aus. Viel Essen und rumliegen hat dann sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen :D.

Bis km 8 war ich perfekt auf Zielzeit, aber dann kam der Hammer bzw. die "Hügel". Bin km 3 zusätzlich noch in 4:38 gelaufen, das habe ich hinterher dann auch etwas gemerkt. Auf den letzten 3km habe ich dann 90 sec verloren und bin mit 49:05 durchs Ziel. Naja. Ich denke zumindest, dass ich die 47:30 irgendwo in mir habe, bin ich doch auch im Training schon (zumindest über 8km) besser gelaufen als das.

Jetzt startets in die HM-Vorbereitung und wir schauen was wird :).
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