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Mit Greif durchs Trainingsjahr

11901
In diesem Jahr kommen der Greifplan und ich nicht so recht zusammen. Nach der Regenerationsphase bin ich in den Plan wieder eingestiegen und konnte die - zugegebenermaßen am Anfang noch recht moderaten Vorgaben - problemlos erfüllen. Doch beim langen Lauf fuhr es mir irgendwie in den Rücken und ich bin nun zwei Wochen lauftechnisch außer Gefecht gewesen. Wärmepflaster und Rückengymnastik waren angesagt.

Nun geht es langsam wieder. Heute werde ich mal einen kleinen lockeren Lauf probieren. Wenn der Rücken sich nicht wieder meldet, werde ich endlich wieder regelmäßig laufen können. Die Frage ist nur, steige ich dann in den Plan ein, so wie er vorgegeben ist - gegebenenfalls mit Anpassung der Vorgaben? Oder fange ich einfach noch einmal von vorne an und starte mit der Einheit nach der Regenerationsphase?

Einen Joker habe ich erst für den Herbst gesetzt, wenn hoffentlich Berlin 2021 stattfinden darf. Die Wahrscheinlichkeit eines Frühjahrsmarathon ist ja derzeit eher gering. Wenn einer stattfinden sollte, der räumlich passt, würde ich eventuell ohne Zeitziel teilnehmen. Und nach Berlin werde ich dann auch aus dem Plan aussteigen. Eigentlich habe ich ja einen kompletten Jahresplan noch zur Verfügung, den ich nicht genutzt habe (November 2019 bis Oktober 2020). Den könnte ich quasi nutzen, sollte ich doch noch auf die Idee kommen, mir für 2022 Zeitziele zu setzen.

Richard
PB 5,2 km 20:36 (Gießener Firmenlauf 2019) 10 km 43:45 (Seligenstadt 2017) Halbmarathon 1:32:48 (Remstal 2019) Marathon 3:26:50 (Frankfurt 2019)

11902
Ich werde den Plan im Herbst nächstes Jahr auch auslaufen lassen. Ich mag die Greif Pläne wirklich, aber ich bin dafür nicht gemacht.
Sicher fehlt mir hier und da die Disziplin, insbesondere die nicht ganz unwichtigen Stabis und Lauf-ABC Übungen zu machen. Aber ohne diese ist die Verletzungsanfälligkeit einfach zu hoch für mich.

Zudem kommt Anfang 2021 der Nachwuchs zur Welt, was mir neben der beruflichen Situation noch mehr Aufmerksamkeit abverlangt.

Ich denke Dank des Greif-Plans konnte ich meine 10km Zeit auf knapp 48:30 verbessern, bei der HM Distanz war es wegen einer Verletzung nicht möglich, meine Zielzeit zu erreichen. Aber ich habe sehr viele tolle Trainingseinheiten kennengelernt die ich da sicher nach Bedarf abarbeiten kann wenn ich mal wieder ein Laufziel habe.

Ich laufe nun nach meiner Erkrankung 4-5km pro Einheit, auch nur ganz locker. Ich laufe auch nur noch wenn ich Lust dazu habe, meist nur 2x pro Woche, da ich recht früh im Büro bin und erst spät wieder zu Hause. Ich habe zwar ne ganz passabel ausgeleuchtete Strecke, aber nach 10 Stunden Büro ist die Motivation nicht so groß.

Euch noch viel Spaß mit den Plänen, wenn man den Greif-Plänen nachgeht, dann ist der Erfolg bzw. eine Verbesserung wirklich fast vorprogrammiert.

Ich wünsche den Mitschreibenden hier eine tolle Weihnachtszeit, in der man auch bei Tageslicht mal vor die Tür gehen kann.

Bleibt gesund.

11903
Rich-Ffm17 hat geschrieben: Die Frage ist nur, steige ich dann in den Plan ein, so wie er vorgegeben ist - gegebenenfalls mit Anpassung der Vorgaben? Oder fange ich einfach noch einmal von vorne an und starte mit der Einheit nach der Regenerationsphase?
Bin zwar kein "Greifianer", aber ich würde wohl noch mal von vorne starten, und sollte sich irgendwann im Frühjahr abzeichnen, dass es wettkampfmäßig interessant wird, nach Bedarf anpassen. Zum Beispiel würde ich dann einzelne Wochen auslassen, oder adaptieren, so dass es eben zu den Wettkämpfen passt.

Edit: also mit dem Einstieg nach der Regeneration.

11904
Moin zusammen, ich bin auch gerade wieder eingestiegen, Regeneration habe ich noch moduliert absolviert. Jetzt habe ich eine komplette Woche Plan nach Plan absolviert, Premiere! Bin zuversichtlich, noch mind. 2-3 weitere Trainings nach Plan zu schaffen. Im Verein bin ich nämlich zwischenzeitlich auch, und die haben natürlich ganz andere Umfänge. Allerdings findet da ja gerade nichts statt, daher ist Greif die goldene Rettung.
Dieses Jahr habe ich mich natürlich nicht auf mein Ziel (45/10k) konzentriert, brauche dafür Wettkämpfe. Aber nächstes Jahr traue ich es mir auch ohne WK zu. Dann ist der innere Druck groß genug, schätze ich. ;-)
Fit bin ich geblieben, habe aber teils intensiv andere Sportarten ausprobiert. War bestimmt auch nicht schlecht, so insgesamt. (Rad)
Bleibt gesund!

11905
Hallo Allerseits!

Habe nun nach sehr langer Laufpause und langsamen Einstieg wieder mit den Dezemberplänen begonnen. Allerdings habe ich mich aus den aktuellen Plänen verabschiedet und trainiere mit denen von 2017. 😉 Da war ich noch etwas langsamer als vor meiner Schleimbeutelentzündung im Fuß. Den langen Lauf werde ich nicht wieder mit 35km machen, bis keine Wettkämpfe in Sicht sind. Ich rechne nicht damit, dass das im Herbst klappt. Vorher auf keinen Fall. Bis dahin will ich vor allem die Freude am Laufen nicht verlieren, strukturiert trainieren, mir aber auch nicht zu viel Stress machen. Das wäre auch meine Empfehlung, solltet Ihr nicht in den Plan reinkommen.

Vor der Verletzung hatte ich mit dem Greifplan schon sehr viel Druck, vor schwierigen Einheiten war die Nervosität groß. Das führte im Nachhinein wohl auch zu kleinen Verletzungen, bis mich die Schleimbeutelentzündung für 7 Monate ganz außer Gefecht gesetzt hat. Wenn Ihr Ähnliches bemerkt, überlegt Euch, ob nicht auch der Stress zur Verletzungsanfälligkeit führt. Jens hat ja auch mal davon geschrieben. Ich will das nicht mehr erleben, daher will ich mal sehen, wie ich mit dem alten Plan zurechtkomme. Der macht ein bisschen Druck, aber eben auf einem Niveau, das ich gut verkrafte. Allerdings sind die Zeiten schon recht langsam. Ich mache alles etwa 5 sek schneller in der Pace.

Leider gesellt sich jetzt schon diese Entzündung an der Knochenhaut der Schienbeine dazu, vermutlich werde ich doch mal wieder pausieren müssen. Auf einen Besuch in einem geschlossenen Behandlungszimmer beim Physio habe ich in diesen Zeiten nicht so große Lust.

Tja, ansonsten kann ich Euch nur raten, lasst Euch den Spaß nicht nehmen, die Pläne können in der wettkampffreien Zeit auch mal nur zur etwas lockereren Orientierung dienen, als wenn Ihr einen Aprilmarathon planen würdet. Es gibt vor dem Herbst sowieso keinen Marathon, kein Grund, jetzt Druck aufzubauen. Für meinen Teil schließe ich auch nicht aus, dass die Jagd nach Bestzeiten irgendwann auch mal vorbei sein muss. Peter Greif hat stets betont, dass seine Pläne denen von Hochleistungssportlern ähneln, das muss jeder für sich entscheiden, wie lange er auf diesem Niveau trainieren will und kann. Aber gegenwärtig fühle ich mich wohl mit der Struktur, die die Pläne vorgeben, wenn ich den Leistungsdruck rausnehme.

Schöne Grüße!

11906
Hallo divy2,

schön mal wieder von Dir zu lesen. Ich sehe es ähnlich wie Du. Im Moment möchte ich vor allem den Spaß am Laufen nicht verlieren und ein wenig Struktur in die Läufe bekommen. Aber meine Steuerzeit von 43:00 ist nach dem letzten Jahr so weit weg von der Realität, dass ich mit Minimum sechs Sekunden Aufschlag rechne - eher neun. Aber die 35-km-Runde möchte ich im Frühjahr doch schon wieder angehen. Allerdings ohne Endbeschleunigung. Sollte dann Berlin nächstes Jahr wirklich stattfinden, möchte ich nicht erst im Sommer wieder die lange Runde angehen.

Noch habe ich die 3:25 nicht ganz aufgegeben, aber wenn die nicht spätestens April 2022 fällt, wird es wohl nix mehr. Das ist für mich sozusagen die Deadline für die Bestzeitenjagd - jedenfalls für die Marathondistanz. Mal sehen, wie gut mir dann die Umstellung auf "Dabeisein" bei Laufveranstaltungen gelingt.

Gestern bin ich endlich wieder gelaufen. Der Rücken hat sich auch nicht gemeldet. Und nach fast drei Wochen ohne Lauf tat es richtig gut. Da fiel es schon schwer, sich zu bremsen und nicht zu viel zu machen - sowohl was Tempo als auch was Länge angeht.

Aufgrund der Arbeitssituation werde ich allerdings erst im neuen Jahr wieder mit den Plänen beginnen. Bis Weihnachten geht es bei mir noch ordentlich zur Sache und zwischen den Jahren muss ich aufgrund Urlaubsvertretung länger in der Firma sein. Da weiß ich noch nicht, wie ich außerhalb der Feiertage Läufe unterbringe und werde wenn dann einfach locker laufen.

Euch allen und Euren Familien wünsche ich schon einmal ruhige und besinnliche Weihnachtstage - auch wenn sie unter Corona-Bedingungen stattfinden müssen.

Richard
PB 5,2 km 20:36 (Gießener Firmenlauf 2019) 10 km 43:45 (Seligenstadt 2017) Halbmarathon 1:32:48 (Remstal 2019) Marathon 3:26:50 (Frankfurt 2019)

11907
Nachdem offensichtlich Corona wohl die "Greifianer" reduziert hat - in diesem Jahr noch kein Beitrag hier - werde auch ich mich vom Greif Trainingsplan verabschieden. Ich habe den Jahresplan gekündigt. Ohne Ziel war es für mich schwer, mich für die ambitionierten Trainingseinheiten zu motivieren. Nun trainiere ich noch einmal nach dem Plan für den Berlin Marathon. Jedoch merke ich, dass mir viele Grundlagen der letzten zwei Jahre fehlen. Seitdem ich den Frankfurt Marathon 2019 mit neuer Bestzeit gelaufen hatte, brachen durch Corona alle Läufe und damit alle Ziele weg. Da ich im Apothekengroßhandel arbeite, war die Corona-Zeit zeitweise noch arbeitsintensiver als vorher. Da fielen dann viele Einheiten aus. Auch der Biss fehlte, jede Einheit auch wirklich voll durchzuziehen. Die langen Läufe wurden immer kürzer.
Nun also Berlin. Meine Steuerzeit habe ich schon um 5 Minuten nach oben gesetzt. Die 43 Minuten sind unvorstellbar und ich weiß im Moment nicht, wie ich es geschafft hatte, diese sogar bei den Testläufen im Training zu unterbieten. Die letzte Endbeschleunigung musste ich nach 2 Kilometern abbrechen. Es ging nichts mehr und ich quälte mich noch mit Gehpausen, so dass ich wenigstens 32 Kilometer am Ende gelaufen war. Eigentlich wollte ich wenigstens unter 4 Stunden bleiben, aber auch das sehe ich im Moment nicht.
Ob ich mich noch einmal motivieren kann, mich zu quälen, um meine Marathonzeit doch noch unter 3:25 zu drücken, weiß ich im Moment nicht. Ich hoffe nur, dass 2022 wieder Läufe stattfinden. Denn ich merke, ohne diese Zielpunkte ist es für mich schwer, den Schweinehund zu überwinden.

Ich möchte mich bei allen bedanken, dich mich hier mit Rat und Aufmunterungen unterstützt haben. Dieser Austausch hat mit dazu beigetragen, dass ich die 3:30 knacken konnte. Ich wünsche allen, die auch zukünftig nach Greif trainieren, weiterhin gute Trainingseinheiten und tolle Läufe. Bleibt gesund und verletzungsfrei.

Richard
PB 5,2 km 20:36 (Gießener Firmenlauf 2019) 10 km 43:45 (Seligenstadt 2017) Halbmarathon 1:32:48 (Remstal 2019) Marathon 3:26:50 (Frankfurt 2019)

11908
Lieber Richard!

Klar kannst Du nach praktisch zwei Jahren nicht mehr so ohne weiteres in den Plan zurück, den Du zuletzt abgearbeitest hast. Ich habe mir einfach Pläne von vor zwei Jahren mit langsameren Zeiten rausgesucht und begonnen, die abzuarbeiten. Blöderweise habe ich mir aber auch damit erst mal wieder die Muskeln überfordert und einen ruhigen Sommer verbringen müssen. Die Oktober- oder Novemberpläne sind aber ja die sanften Regenerationspläne, damit will ich versuchen, ein wenig wieder ins Training reinzukommen. Ich werde keine 35er laufen, das werden höchstens 25 km. Ich sehe das Ganze eher als strukturiertes Training als ein Ziel auf irgendwas. Vielleicht wird aber der Madrid-Marathin im April dann fällig. Ist aber nicht sicher.

Eins ins mir aber auch klargeworden: Erst wenn man sie nicht mehr hat, sieht man, dass die Pläne auch Abwechslung reinbringen und dieses einfach mal raus und die Hausrunde ohne Planvorgaben laufen ganz schon langweilig und unmotivierend ist. Da sind mir die alten Pläne mit langsameren Zeiten dann lieber. Vielleicht bestelle ich mir darum auch irgendwann wieder neue Pläne, sei es auch nur den Fitnessplan. Wenn ich mal gucke, was alleine die Premiumversion von Trainingpeaks kostet, sind die Greifpläne eher günstig.

Aber ich frage mich auch, ob vielleicht einfach die Zeit dieser doch sehr intensiven Trainings ein wenig vorbei ist, ein Abschnitt im Leben, ich aber mit einem etwas weniger ambitionierten Training vielleicht auch ein etwas längeres Läuferleben haben werde. Immerhin hat Peter Greif immer wieder betont, das er mit seiner Philosophie ein Training anbietet, das nicht weniger fordernd sein soll, als das von Elite-Athleten. Und die laufen ja auch nicht ihr ganzes Leben wie Verrückte über die Felder. ;-)

Nachdem ich derzeit nicht nach Greif trainiere, habe ich hier auch nichts reingeschrieben. Aber ich hätte nichts dagegen, wenn wir eine andere Plattform zum Austauschen finden, sozusagen einen Faden für alte Greifianer? Oder einfach hier weiterschreiben, so lange uns keine ehrgeizigen jungen Kollegen verscheuchen? Ein eigenes Tagebuch aufzumachen, habe ich bislang gescheut, da ist mir die gefühlte Verpflichtung, häufiger zu schreiben, zu groß. Jetzt wartet aber die Laufgruppe auf mich und ich möchte vorher noch ein paar km alleine machen, daher sag ich mal Tschüß!

Liebe Grüße!
Hans

PS: Abgesehen davon hat mir das Schwimmen noch nie so viel Freude bereitet, wie gegenwärtig.

11909
Geht mir ähnlich. Ich versuche auch die Kunst eines balancierten Aufbaus, diesmal mit sehr viel mehr (bzw. überhaupt :D ) Athletiktraining. Ich habe die erneute Anmeldung bei Greif zudem auch für den Kopf als Motivation gebraucht. Bin seit Anfang September mit +20kg Übergewicht eingestiegen. Lauftraining und Keto werden aber dafür sorgen, dass ich im Januar wieder bei meinen optimalen 73kg angekommen sein müsste.

Sicher werde ich bei der einen oder anderen Einheit in den kommenden Monaten Abstriche machen, bis sich mein Fahrwerk etwas eingewöhnt hat. Allerdings habe ich bei ruhigem Tempo diesmal selbst bei größeren Umfangssteigerungen keine Probleme. Meine Vermutung ist die Kombination aus Krafttraining und der Tatsache, dass meine Lauftechnik jetzt sicher sauberer ist als wie vor 6 Jahren bei meinem Laufeinstieg. Ich werde aber vermutlich die auch 35er Laufen. War ja eh meine Lieblingseinheit :D . Momentan bin ich aber erst bei ca. 20 km.

VG
Michael
[SUB]Bestzeiten: 10km - 38:46 (04/2017), HM - 1:24:28 (04/2017), M - 3:18:26 (09/2017)[/SUB]

11910
Ich weiß ja nicht, wie Euch es geht damit, aber auf mich wirken die Ernährungshinweise in Verbindung mit den Strunz-Produkten in den Newslettern eher abschreckend. Vielleicht ist es in den Anschreiben zu den Plänen ja anders.

11911
divy2 hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, wie Euch es geht damit, aber auf mich wirken die Ernährungshinweise in Verbindung mit den Strunz-Produkten in den Newslettern eher abschreckend. Vielleicht ist es in den Anschreiben zu den Plänen ja anders.
Ich überlese die einfach. Das ist ja auch ein wesentlicher Teil ihres Business, welches dafür sorgt, dass Arbeitsplätze erhalten werden können. Die Jahrespläne finde ich vom Preis angemessen und auch die Qualität gut. Da kann ich damit leben, dass auch mal Cross Selling betrieben wird.
[SUB]Bestzeiten: 10km - 38:46 (04/2017), HM - 1:24:28 (04/2017), M - 3:18:26 (09/2017)[/SUB]

11912
Wenn man sich mal ansieht, was ein coaching bei trainingspeaks kostet, sind die Pläne wirklich nicht teuer. Und notfalls kann man seinen Trainer sogar anrufen. Das ist wirklich gut. Unterm Strich habe ich mich tatsächlich jahrelang sehr gut gefühlt bei Peter und jetzt Jens, und ohne dieses Training hätte ich meine Ziele wohl auch nicht erreicht. Absolut grundlegend war für mich auch, dass es dem gesamten Jahrestraining eine Struktur gibt, nicht bloß der spezifischen Wettkampfvorbereitung. Abgesehen von den Zielzeiten bei Marathon und HM darf man nicht unterschätzen, dass das Training auch wirklich sehr abwechselnd ist, was man sonst nicht hat, wenn man in der Gruppe meist mehr oder weniger auf den selben Strecken die selben Einheiten absolviert.

Allerdings macht es auch ein wenig einsam. In den örtlichen Laufgruppen wird man meist für verrückt erklärt mit so einem strukturierten Jahresplan, da will keiner mitlaufen. :hihi:

11913
Ich bin schon seit jeher einsamer Wolf, der nur ab und zu bei nem langen Lauf mit nem Kumpel unterwegs war. Gruppendynamik ist mir daher fremd. Aber ich sehe es wie du: die Pläne sind schon interessant und vor allem ganzjährig. Wie gesagt, für mich ist es ein wichtiges Motivationsinstrument gewesen, weil ich mir damit die Ernshaftigkeit meiner Trainingsroutine verdeutlichen konnte. Sonst wäre ich wahrscheinlich nur irgendwie gelaufen. Wobei, das mache ich gerade eigentlich genau so 😁

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

11914
Wenn man sich den Verlauf dieses threads anschaut, war dies mal einer der aktvisten. Ist leider nicht mehr so, schade.. Ich versuch's mal mit der Reanimation: Mache nach nun fast drei Jahren rechtzeitig zum Saisonstart wieder bei Greif mit. Ich brauche einfach einen strukturierten Plan, sonst wird mir langweilig und außerdem wird der innere Schweinehund zu laut. Wäre schön, wenn es doch noch andere Greif-Jünger gäbe, mit denen man sich unterhalten kann.

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

11915
schön, mal wieder von dir zu lesen, divy2.

Ich hätte zwar den Greif-Jahresplan gekündigt, da ich in der Corona-Zeit ohne Wettkampf nie so richtig den Einstieg in den Plan fand. Nun habe ich inzwischen wieder drei Marathons absolviert. Aber durch das unstrukturierte Training gepaart mit zu vielen Kilos bin ich weit, weit weg von meinen Vor-Corona-Laufzeiten. Auch waren die Temperaturen bei den drei Läufen für meine Verhältnisse zu hoch, sogar beim diesjährigen Frankfurt Marathon Ende Oktober. Unter 4 Stunden will nicht mehr klappen, ganz zu schweigen von sub 3:30, was mir mit den Greifplänen 2019 gelang.
Eigentlich wollte ich meine alten Jahrespläne reaktivieren, schließlich sind die letzten beiden quasi noch ungenutzt. Aber nun halten mich seit anderthalb Wochen Rückenschmerzen vom Laufen ab. So eine lange Laufpause hatte ich noch nie, seitdem ich 2015 mit dem Laufen wieder angefangen hätte.
Ich hoffe, bald wieder starten zu können und möchte mich dann wieder an den Strukturen des Greifjahrexplans zu orientieren. Denn auch ich benötige ein strukturiertes Training und offenbar die großen Umfänge, um mich wieder zu verbessern.
Aber ich werde die Pacevorgaben anpassen müssen. Denn meine Steuerzeit liegt irgendwo bei 47 is 48 Minuten und nicht mehr bei 43 Minuten wie 2019. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, sind es drei Sekunden langsamere Pace pro 30 Sekunden langsamerer Steuerzeit.
Vielleicht klappt es ja 2023 dann endlich wieder mit sub 4.

Richard

Re: Mit Greif durchs Trainingsjahr

11916
Das ist ja schön, dass Du noch hier bist! Ich bin mit einem ziemlich chaotischen und unstrukturierten Training, bei dem ich mir so ein paar Einheiten aus alten Plänen rausgesucht hatte, im letzten April hier mit Ach und Krach bei den 3:59 gelandet. Eigentlich hatte ich vor, eine Freundin bei ihrem zweiten Marathon zum Ziel sub 4 zu helfen. Am Ende lief sie mir aber davon und mir war auf den letzten 10 km speiübel. Aber es war dennoch eine gute Erfahrung, ich wusste genau, was im Körper gerade abläuft, Zucker verbraucht, versucht, auf Fett umzustellen, doch dafür war ich zu untrainiert usw. usf.

Ich will keinesfalls mehr so stark fokusiert auf das Laufen leben, das war am Ende schon sehr stressig. Stress habe ich im Job schon genug. Auf der anderen Seite, ohne Plan läuft man halt unregelmäßiger und hat immer Gründe, daheim zu bleiben. Pläne disziplinieren und strukturieren das Training, wie verbissen wir das dann umsetzen, hängt von uns ab. Ich werde bspw. wohl keine 35er laufen, zumindest mache ich mir das nicht mehr zur Pflicht und werde häufiger einen Dauerlauf in der Woche durch Schwimmen ersetzen. Jens meinte auch, das Schwimmen sei kein Problem, ganz im Gegenteil.

Auf jeden Fall macht es derzeit viel Spaß. Es geht ja jetzt sehr langsam los und Jens' Appelle, jetzt nicht zu schnell anzufangen, hast Du sicher auch noch im Ohr. Aber bei meiner Steuerzeit von 47min habe ich jetzt tempi von 5:50-6:10 beim langen Lauf. Das muss man auch erst wieder lernen, langsam und geduldig zu trainieren. Morgen habe ich einen Tempowechsellauf auf dem Programm, 15x500m a 5:20 und 300m a 6:42! 6:42!!!! Aber gut, wir legen ja jetzt die Fundamente.

Vielleicht animmiert Dich das ja, auch wieder beim Greiftraining einzusteigen. Ich hoffe, Du bekommst Die Rückenschmerzen in den Griff!

Schöne Grüße!

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