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Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Liebe Leute,
wer glaubt, er läuft mal einfach 12 Wochen lang 20-25 km (120-180 min) pro Woche und noch zwei drei kürzere, intensive Einheiten - und kann dann schon einen Marathon laufen, der lässt sich an der Nase herumführen von utopischen Trainingsplänen, die so im Umlauf sind.

Die meisten Trainingspläne für Anfänger suggerieren so etwas!!!! Auf diese Weise kann kein Mensch das schaffen. Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km. Und selbst wenn man seit 5, 10, 15 Jahren regelmäßig läuft, genügt das auf keinen Fall!

Umso mehr ist es unverantwortlich, Anfängern so etwas zu suggerieren!!!

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Ich kenne keine in-12-Wochen-Anfänger-Pläne fur einen Marathon
In den Plänen stehen üblicherweise nur die letzten Wochen, es wird aber deutlich gemacht dass das nur bei entsprechenden Grundlage funktioniert, die man bereits vorher haben muss. Das ist also kein 12-Wochen-Plan sondern ein Plan für die letzten 12 Wochen. Ein kleiner aber feiner Unterschied.
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Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:34:25 (4/23), M: 3:30:35 (04/19) Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Endevour hat geschrieben: 02.06.2024, 08:05 Aber es passt zu Aussagen wie: Einmal im Leben muss man einen Marathon gelaufen sein.
Tja... Stell Dich mal nach 4 Stunden nach Start bei KM 35 an den Streckenrand und schau einfach nur zu. Da ist bei den Meisten nicht mehr viel mit Laufen.
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Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Wenn man sich bei lauftipps.ch einen M Plan mit Zielzeiz um 4h25m generieren lässt, spuckt er btw sowas in der o.g. Art aus - sprich Longruns zw. 20 und 25 Kilomter, dazu noch drei weitere kurze Daulerläufe und Wochenumfänge von maximal 55km…
Sicher gibts dazu aber noch ein paar Eingangsbemerkungen und Vorraussetzungen zur Erfüllung dieses „Plans“…
Ich hab hier einfach mal 55‘/10km als Kriterium gewählt…

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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https://lauftipps.ch/trainingsplaene/fl ... ningsplan/
Wenn du schon mindestens ein Jahr lang 3-4-mal die Woche läufst und regelmässig 40 oder mehr Kilometer pro Woche geschafft hast
Voraussetzungen: Marathon Trainingsplan
Dazu noch

https://lauftipps.ch/marathon-laufen/vo ... ntraining/

noch deutlicher geht es kaum.
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Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Läuft seit 1990 hat geschrieben: 01.06.2024, 23:57Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km. Und selbst wenn man seit 5, 10, 15 Jahren regelmäßig läuft, genügt das auf keinen Fall!
:gruebel: Was für ein Glück dass mich vor meinem ersten Marathon niemand darauf aufmerksam gemacht hat, sonst wäre das ja vermutlich auf gar keinen Fall irgendwas geworden. :uah: So bin ich leider einfach vollkommen ignorant die 42,195km trotzdem gelaufen und glücklich im Ziel angekommen! :klatsch:

(Und seitdem noch 18x weitere mal, ohne dabei im Training auch nur ein einziges mal über 35km gelaufen zu sein. :noidea:)

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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ruca hat geschrieben: 02.06.2024, 10:51 https://lauftipps.ch/trainingsplaene/fl ... ningsplan/
Wenn du schon mindestens ein Jahr lang 3-4-mal die Woche läufst und regelmässig 40 oder mehr Kilometer pro Woche geschafft hast
Voraussetzungen: Marathon Trainingsplan
Dazu noch

https://lauftipps.ch/marathon-laufen/vo ... ntraining/

noch deutlicher geht es kaum.
Wobei das ja vom TO in Abrede gestellt wird…
Läuft seit 1990 hat geschrieben: Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km. Und selbst wenn man seit 5, 10, 15 Jahren regelmäßig läuft, genügt das auf keinen Fall!
Schon ne ziemlich steile These…

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Mein erster Marathon 1992 alle 4 Tage 27 km normaler Dauerlauf GA1 über 3,5 Monate und dann den Marathon.in 3:36:36.
Und nur ein paar Schuhe gehabt. Splitzeiten unbekannt.
Uhr irgendeine Casio und bei km 40 noch getrunken und stehengeblieben am Verpflegungsstand, was fast noch das Finish verhindert hätte, weil das Anlaufen mega Überwindung gekostet hat.
Will sagen, viele Wege führen nach Rom

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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JoelH hat geschrieben: 02.06.2024, 18:06 Dein KM-Output über alles ist so hoch, da kommt es darauf nicht unbedingt an. 😉
Macht die zitierte Aussage aber trotzdem nicht richtiger. :wink:

Und in den Wochen vor meinem ersten Marathon war mein KM-Output noch extrem unbeständig, die unmittelbaren Wochen davor im Schnitt vielleicht 60 WKM, davor sogar oft eher Richtung 30 WKM. :noidea:


Ansonsten liest sich das Eröffnungspost einfach so, als hätte jemand kürzlich probiert seinen ersten Marathon zu laufen, dabei ist irgendwas fürchterlich schief gelaufen und jetzt wird komplett frustriert im Trainingsplan jemand Schuldiges gesucht. :noidea: Einerseits schon irgendwie verständlich, aber in diesem Fall hier imho vollkommen über das Ziel hinaus geschossen. Es wird sicherlich den einen oder anderen Trainingsplan geben, der etwas sehr optimistisch an das ganze heran geht. Aber die aller meisten Pläne – vorausgesetzt man hält sich auch wirklich dran, inklusive Eingangs-Voraussetzungen, und betriebt nicht nur willkürliche Rosinenpickerei – sind grundlegend schon irgendwie sinnvoll und werden die meisten irgendwie ins Ziel bringen. Vielleicht nicht immer perfekt zur angestrebten Zielzeit, aber zumindest schon irgendwie halbwegs "in Würde".

Und spätestens Aussagen wie "Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km." sind einfach nur nachweislich falsch. :nene: Ich stelle sogar die These auf, dass die ganz große Mehrheit der erfolgreichen Marathon-Debütanten im Training zuvor noch niemals länger als 35km gelaufen ist, bei vielen war der längste Lauf wahrscheinlich sogar noch deutlich kürzer.

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Dartan hat geschrieben: 02.06.2024, 18:33
Und spätestens Aussagen wie "Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km." sind einfach nur nachweislich falsch. :nene: Ich stelle sogar die These auf, dass die ganz große Mehrheit der erfolgreichen Marathon-Debütanten im Training zuvor noch niemals länger als 35km gelaufen ist, bei vielen war der längste Lauf wahrscheinlich sogar noch deutlich kürzer.
Bei sowas fehlt mir der konstruktive Vorschlag, was man denn laufen soll. Wenn man um einen Marathon laufen zu können, bereits einen im Training gelaufen sein muss - wie kann man denn einen im Training laufen, ohne vorher einen Marathon gelaufen zu sein?
Oder was ist die mindeste Distanz? Wenn 35km nicht reichen - tun es dann 38? Oder 40? Oder dann doch die volle Distanz, womit wir wieder bei meiner vorherigen Frage wären. :P
Oder 37? Wenn die reichen, dann nicht auch 36? Und was wenn die GPS-Uhr zuviel anzeigt?
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Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Läuft seit 1990 hat geschrieben: 01.06.2024, 23:57 Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km. Und selbst wenn man seit 5, 10, 15 Jahren regelmäßig läuft, genügt das auf keinen Fall!
Warum?

Jeder gesunde Mensch schafft igendwie 42 km zu "laufen".
Die Frage ist bloß in welche Zeit der Marathon gefinisht wird.


Von daher sollte jeder, der vor hat einen Marathon zu Laufen, sich seiner gesund sicher sein - am besten medizinisch bestätigt.
Wer gesund ist aber schlecht trainiert, der wird seinen Marathon sehr lange und schmerzhaft in Erinnerung behalten - aber bleibende Folgeschäden sind meist nicht zu erwarten.
Für viele gilt aber der Spruch: "der Schmerz vergeht - der Stolz bleibt!"

Aber warum soll ich mich über die Dummheiten anderer aufregen? Wir sind doch in einem freien Land.
Es gibt soviel "unverantwortliche Tätigkeiten und Gewohnheiten ...
- Rauchen
- Alkohol/Drogen
- Energie Drinks, Fast food, hochkomplexe industrielle Süßigkeiten
...

Warum sollte ich mich über Menschen aufregen, die sich schlecht vorbereitet über eine längere Distanz bewegen wollen?

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Läuft seit 1990 hat geschrieben: 01.06.2024, 23:57 Liebe Leute,
wer glaubt, er läuft mal einfach 12 Wochen lang 20-25 km (120-180 min) pro Woche und noch zwei drei kürzere, intensive Einheiten - und kann dann schon einen Marathon laufen, der lässt sich an der Nase herumführen von utopischen Trainingsplänen, die so im Umlauf sind.

Die meisten Trainingspläne für Anfänger suggerieren so etwas!!!! Auf diese Weise kann kein Mensch das schaffen. Selbst wenn man 35 km läuft im Training, schafft man keine 42,195 km. Und selbst wenn man seit 5, 10, 15 Jahren regelmäßig läuft, genügt das auf keinen Fall!

Umso mehr ist es unverantwortlich, Anfängern so etwas zu suggerieren!!!
Ich kenne keinen Marathontrainingsplan, der nicht bestimmte Eingangsvoraussetzungen hat.
"mindestens ein Jahr regelmäßiges Training", "eine Stunde am Stück laufen können" oder "10.000 m Bestzeit von xx Minuten" sind hierfür einige Beispiele.

Ansonsten: warum diese Angstparolen? Es gibt nicht einen einzigen Sport, in dem man so schnell und sicher Fortschritte erzielen kann wie im Dauerlauf.

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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ruca hat geschrieben: 02.06.2024, 08:45
Endevour hat geschrieben: 02.06.2024, 08:05 Aber es passt zu Aussagen wie: Einmal im Leben muss man einen Marathon gelaufen sein.
Tja... Stell Dich mal nach 4 Stunden nach Start bei KM 35 an den Streckenrand und schau einfach nur zu. Da ist bei den Meisten nicht mehr viel mit Laufen.
Falsche Vorbereitung, zu wenig lange Läufe, die ersten Kilometer zu schnell, etc.
Ist uns allen doch auch schon passiert. Warum sollte es den anderen Novizen besser ergehen?

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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hardlooper hat geschrieben: 03.06.2024, 08:58 Den geilsten Trainingsplan hat hier seinerzeit der User CarstenS wiederholt niedergeschrieben; "Angemessen trainieren". Ich hätte ihn dafür jedes Mal knuddeln mögen. Der hat mich auch in die Richtung
Trainiere, was Du aktuell kannst. Und weil Du trainierst, wirst Du besser.
geführt.

Sozusagen "unter dem Strich" von allem, was er hier so gepostet hat.

Knippi
Unser "Plan" in den frühen Achtzigern ohne Ahnung, ohne Internet, ohne GPS, ohne Pulsdingens etc.:
"Der Klaus (damals regionaler Laufpromi) ist schon mehrfach Marathon gelaufen. Der läuft immer so weit und so schnell, bis er Schaum vorm Mund hat. Mach das auch so......"

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Santander hat geschrieben: 03.06.2024, 09:37 Falsche Vorbereitung, zu wenig lange Läufe, die ersten Kilometer zu schnell, etc.
Ist uns allen doch auch schon passiert. Warum sollte es den anderen Novizen besser ergehen?
An einem schlechten Tag kann das sogar dem ein oder anderen fortgeschrittenen Läufer passieren.

@Läuft seit 1990

Ich bin mir nicht sicher, ob dein Post Sarkasmus sein soll. Es scheint hier keiner so aufzufassen.

Aber 3 bis 4 Einheiten pro Woche samt einem Langen Lauf von 20-25 km und sogar in Spitze mit 35 km klingt für mich nach einem ganz guten Plan für einen Marathon, sofern die Eingangsbedingungen für den Plan erfüllt waren. Eigentlich klingt das für mich nach so ziemlich jeden Marathon-Plan. Für ambitionierte Zeiten kommen eventuell noch Crescendo-Läufe oder lange Tempodauerläufe hinzu.

Was ist denn bitte deine Vorstellung von einem Marathon-Training?

Re: Unverantwortliche Trainingspläne für Marathon!

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Läuft seit 1990 hat geschrieben: 01.06.2024, 23:57[...] Die meisten Trainingspläne für Anfänger suggerieren so etwas!!!! [...]
Umso mehr ist es unverantwortlich, Anfängern so etwas zu suggerieren!!!
Du läufst vielleicht seit 1990, scheinst dich in dieser langen Zeit aber nie ernsthaft mit Trainingsplänen beschäftigt zu haben. Schon gar nicht mit Marathontrainingsplänen. Sonst würdest du nicht behaupten "die meisten" Trainingspläne legten es darauf an Anfänger auf unverantwortliche Weise anzuleiten. Es gehört allerhand Ignoranz dazu, einen solchen Beitrag zu posten.
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