Banner

Kolenhydrate satt. In welchem Rhythmus versorgen? Und ab welchem Zeitpunkt?

51
Die original Maurten Produkte habe ich nicht ausprobiert, mir jedoch das Gel mit Natriumalginat selber zusammen gebastelt. :D
Das Ergebnis war mir bei 2 Marathons gut verträglich. Werde ich also weiter nutzen. Die gute Verträglichkeit für den Magen liegt eben am Natriumalginat, das auch in einigen Arzneimittel gegen Sodbrennen enthalten ist -> https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.ph ... iumalginat
Gegen die Unverträglichkeit von Fructose hilft das Gel vermutlich auch nicht.

52
Catch-22 hat geschrieben:Die original Maurten Produkte habe ich nicht ausprobiert, mir jedoch das Gel mit Natriumalginat selber zusammen gebastelt. :D
Das Ergebnis war mir bei 2 Marathons gut verträglich. Werde ich also weiter nutzen. Die gute Verträglichkeit für den Magen liegt eben am Natriumalginat, das auch in einigen Arzneimittel gegen Sodbrennen enthalten ist -> https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.ph ... iumalginat
Gegen die Unverträglichkeit von Fructose hilft das Gel vermutlich auch nicht.
Schön zu hören! Ich habe damit auch experimentiert (HydroGel à la Maurten 320).
Hast Du vielleicht eine Antwort darauf, wozu das Pektin ist? Außerdem: welche Menge Pektin (dazu findet man in der Zutatenliste nichts).
Bei meinen Experimenten habe ich festgestellt, dass ich fast die doppelte Menge Alginat verwenden musste wie in der Rezeptur angegeben, damit es genauso geliert wie das Original. War das bei dir auch so?

Das Gel von Maurten fand ich nicht gut. Viel zu zäh, auch wenn man es anwärmt.
Bild
10 km: 48:00 (04/2018) | HM: 1:47:59 (05/2018); 09/2018 eigentlich sub 1:45, aber die Strecke war 1,2 km zu lang :klatsch:| M: 3:51:26 (10/2018)

53
Ich habe gar kein Pektin genommen, da ich nicht das Getränk sondern das Gel 100 nachgebaut habe. Im Gel ist kein Pektin drin. Pektin ist jedoch ein Geliermittel, hat also eine ähnliche Eigenschaft wie das Natriumalginat. Im Maurten 320 ist Maltrodextrin drin, im Gel 100 jedoch auch nicht.
Durch Maltrodextrin wird das Gel instabil (siehe https://forschung.hswt.de/forschungspro ... rmembranen ziemlich weit unten, über den Grafiken). Vermutlich soll Pektin es wieder stabilisieren. Ist aber eben nur eine Vermutung. Auch dass du mehr Alginat benötigt hast kann daran liegen. Kann mir jedoch auch vorstellen, dass die Qualität des Alginats eine Rolle spielt und würde daher ehr so dosieren, dass es die gewünschte Konsistenz hat.

Ich fand gerade das zähe Gel gut, da bei Belastung mein Magen krampft sobald ich Wasser trinke. Da reicht bei mir schon ein kleiner Schluck. Das dicke Gel geht aber sehr sanft runter und bereitet quasi den Magen auf das folgende Wasser vor. In einer GU Gel Flask ist es dann auch im Wettkampf gut zu konsumieren, ohne nervtötende Gelverpackungen, die ich in den seltensten Fällen ordentlich auf bekomme. :klatsch:


Edit: mir fällt gerade ein, dass es Maltrodextrin in verschiedenen Formen gibt, ist oft als Ziffer angegeben. (siehe http://www.maltodextrin.info/maltodextrin-12/) Vermutlich stören unterschiedliche Maltrodextrin Arten die Gelierung unterschiedlich stark. Ich würde mal tippen, je näher an Zucker desto weniger. :gruebel:

54
Lilly* hat geschrieben:Gibt bestimmt auch noch andere Gründe: Ich persönlich bin z.B. jemand, der nicht gern anhält. Durchlaufen ist für mich u.U. bei langen Distanzen angenehmer, als stoppen und wieder anlaufen. Also, vermutlich gibt es da zig Gründe.
Hallo,

da die Fragestellerin mit Rundkursen und Stundenläufen keine Erfahrung zu haben scheint, möchte ich diese Aussage doch etwas relativieren. Als vielfacher Teilnehmer an solchen Läufen weiß ich, dass das Tragen eines Laufrucksacks selten bis gar nicht praktiziert wird. Eben weil Essen und Trinken, wie auch der eigene "Claim" nach jeder Runde verfügbar sind. Vorteile ergeben sich allenfalls - so wie es Lilly dargestellt hat - subjektiv. Zeitvorteile allenfalls noch auf 6h-Kursen, aber nur wenn man wirklich kontinuierlich durchläuft. Auch das relativiert sich jedoch, da Getränke auch im Vorbeilaufen gegriffen und im - etwas verlangsamten - Trab getrunken werden können. Objektiv besehen gibt es nicht nur keine zig Gründe sich mit einem Rucksack zu belasten, sondern gar keinen.

Ab 12-Stundenläufen ist der Rucksack nur noch hinderlich, weil er irgendwann, lange vor Zielschluss leer sein wird und nachgefüllt werden muss. Ein Procedere, das je nach Rucksacktyp durchaus einiges an Zeit erfordert.

Wie dem auch sei: Die meisten Stundenläufer genießen die Tatsache frei und unbepackt laufen zu können. Das ist einer von wenigen Vorteilen, wenn man alle paar Minuten wieder denselben Boden mit Füßen tritt :wink:

Gruß Udo

PS: Beim 6h-Lauf in Nürnberg fielen mir vor ein paar Jahren zwei Frauen und ein Mann auf, die mit einem gewaltigen Rucksack bepackt waren. Meist liefen die drei zusammen, so dass offensichtlich war, dass ihre Rucksack-Taktik irgendwie verabredet war, ihr zumindest dieselben Überlegungen zugrunde liegen mussten. Nach Zielschluss klärte sich das Rätsel: Die drei hatten sich aus Trainingsgründen so bepackt. Sie planten eine noch längere Unternehmung mit teilweiser Selbstversorgung und wollten sich an den Rucksack gewöhnen. :)
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

55
Danke! Da fällt mir auf: Es könnte auch die Konzentration von Calcium sein.
Das muss ich mal experimentell abklären :D
Bild
10 km: 48:00 (04/2018) | HM: 1:47:59 (05/2018); 09/2018 eigentlich sub 1:45, aber die Strecke war 1,2 km zu lang :klatsch:| M: 3:51:26 (10/2018)

56
ja, Calcium ist auf jeden Fall auch wichtig für das Gelieren von Alginat. Wobei es bei dem Maurten Drink den Job wohl das Magensaft erfüllen soll, da es erst im Magen ganz duchgelieren muss. Wie arg ist denn das original Drink vorgeliert? Auf YT Videos sah es mir noch recht flüssig aus...
Für das Gel 100 nehme ich eine Calciumlaktat Lösung (also mit Wasser) und spritze dann dann die Sirup-Alginat Lösung da rein. Also wie in der Molekularküche. Vermutlich kann man auch das Calcium auch gleich in den Sirup geben, da aber auf der Maurten Seite was von einem besonderen Mischverfahren stand mach ich es so :D

57
lazydaisy hat geschrieben:Nochmals zur Ernährung, die Maurten Produkte werden ja sehr gelobt, ich werde sie auch testen
Kann mir jemand was in Richtung Verträglichkeit sagen, hat jemand wie ich das Gefühl der Magen dreht sich bei Gels? War es bei Maurten Gels besser?
Hallo lazydaisy,

Maurten kenne ich nicht. Im Grunde könnte ich jedes Gel nehmen, vertrage alle gut. Hab da schon eine ziemliche Markenpalette durch. Mit einer Ausnahme verspürte ich auch noch nie eine negative Reaktion meines Magens auf eine Gelgabe. Und so viel wie ich von dem Zeug für gewöhnlich auf langen Distanzen schlucke, mutet sich vermutlich sonst niemand zu (alle 20 min eins, wenn es hart wird nach zig Stunden oder vor einem gewaltigen Anstieg, wenn ich schon müde bin aber auch mal punktuell 2 oder 3 auf einmal).

Das eine Mal, bei dem mir übel wurde, spielte sich beim Spartathlon ab. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits etwa 20 Stunden und mehr als 150 km unterwegs. Weil der Aufstieg zum Sangaspass unmittelbar bevorstand schluckte ich 2 Gels auf einmal. Allerdings war eins von meiner Standardmarke (Marke: Dextro), also ziemlich flüssig und gut zu schlucken. Das zweite war noch "Restbestand" (Marke: Sponsor) und zäh. Außerdem schmeckte das zweite Gel nach dem fruchtigen Orange des Dextro-Gels absolut widerlich. Da die Übelkeit aber erst in dem Moment explodierte (so war es wirklich) als das Zeug runter rutschte und den Magen erreichte, habe ich eher die cremige Konsistenz als den Geschmack als auslösend in Verdacht. Ich musste augenblicklich stehenbleiben, bis der Anfall von Übelkeit vorbei war - vielleicht eine halbe Minute. Ich schalt mich einen ziemlichen Narren, weil ich vorher noch nie zwei Gels unterschiedlicher Marken gleichzeitig geschluckt hatte. Und dann mache ich sowas in einer kritischen Situation, ausgerechnet beim härtesten Ultra meines Lebens.
:klatsch:

Gruß Udo
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

58
Catch-22 hat geschrieben:ja, Calcium ist auf jeden Fall auch wichtig für das Gelieren von Alginat. Wobei es bei dem Maurten Drink den Job wohl das Magensaft erfüllen soll, da es erst im Magen ganz duchgelieren muss. Wie arg ist denn das original Drink vorgeliert? Auf YT Videos sah es mir noch recht flüssig aus...
Für das Gel 100 nehme ich eine Calciumlaktat Lösung (also mit Wasser) und spritze dann dann die Sirup-Alginat Lösung da rein. Also wie in der Molekularküche. Vermutlich kann man auch das Calcium auch gleich in den Sirup geben, da aber auf der Maurten Seite was von einem besonderen Mischverfahren stand mach ich es so :D
Der Drink hat eine Konsistenz wie Sirup.
Für Hydrogel-Drink mischt man kein Calcium bei. Aber der Calcium-Gehalt des Wassers wird einen Einfluss haben.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich bei meinem Vergleich zwischen Original und meinem Nachbau wirklich das gleiche Wasser verwendet hatte.
Bild
10 km: 48:00 (04/2018) | HM: 1:47:59 (05/2018); 09/2018 eigentlich sub 1:45, aber die Strecke war 1,2 km zu lang :klatsch:| M: 3:51:26 (10/2018)

59
Auf YT gibt es Videos bei denen der Magensaft mit Zitronensaft (wenn ich mich richtig erinnere) simuliert wird. Wäre eigentlich auch eine guter Test für deinen Drink. Wenn es bei Zugabe von Zitronensaft geliert, dann hast du genug Alginat drin.
Wie ich aber gestern schon schrieb, das Alginat sorgt auch dafür, dass es bekömmlicher als andere Gels für den Magen ist. Ich würde also nicht unbedingt am Alginat sparen (soll aber nicht "viel hilf viel" heißen)

Hier schnell einen Link rausgesucht, ist jedoch mit dem 160er -> https://www.youtube.com/watch?v=FhyoEPbM88Y

60
Ja, genau den Test habe ich gemacht.
Wenn Alginat nicht schädlich ist, kann man den Anteil ruhig erhöhen.
Allerdings ist Alginat der größte Kostenfaktor. Nimmt man zu viel, kann man auch gleich das Original kaufen.
Bild
10 km: 48:00 (04/2018) | HM: 1:47:59 (05/2018); 09/2018 eigentlich sub 1:45, aber die Strecke war 1,2 km zu lang :klatsch:| M: 3:51:26 (10/2018)

61
Was hast du denn dafür gezahlt und wie viel tust du rein?


Edit: ich mach 3gr Natriumalginat in 150gr Sirup rein, das sind 2%. Die Kosten halte ich dabei überschaubar.

62
U_d_o hat geschrieben:(Marke: Sponsor) und zäh absolut widerlich.
Hallo Udo,

ich bin ja auch so ein bekennendes Gelmonster und habe mit dem o.g. Zeugs identische Erfahrungen gemacht, echt widerlich :nick:
Mein Magen verträgt alle 30min so ziemlich alles an käuflichen Gels, aber das Zeugs hat mir 2x den Magen umgedreht, danach nie wieder.

63
So unterschiedlich sind die Erfahrungen
Bei mir ist bisher Sponser das einzige was ich einigermaßen vertrage. Und da dieses Gel ja schon sehr zäh ist werde ich das Maurten Produkt tatsächlich mal probieren
So ein selfmade hat aber auch was..danke Catch.
Ich hab ja noch ausreichend Zeit zum Testen.

64
Wenn es dich und villeicht auch andere interessiert, das Rezept ist relativ einfach. Kann ich veröffentlichen. :) Ich stelle das immer in 2 Etappen her, einmal nur den Zuckersirup, der ist im Kühlschrank ca. 6 - 12 Monate haltbar. Zu Gel weiterverarbeiten tue ich es dann immer zeitnah.
Alternativ zum selbstgemachten Zuckersirup kann man vermutlich auch Invertzucker nehmen, der hat dann jedoch ein 1:1 Verhältnis von Frukose zu Glukose. Bei Maurten ist es ein Verhältnis von 0,8:1, daran ist auch mein Sirup angelehnt. Wer Fruktose nicht verträgt, kann natürlich auch anders mischen.

Zutaten Zuckersirup
270ml Wasser
200gr Fruchtzucker
250gr Traubenzucker

Bei schwacher Hitze den Zucker unter rühren im Wasser auflösen bis ein klarer Sirup entsteht. Möglichst nicht kochen lassen. Sirup abkühlen lassen und in Flasche abfüllen. Kühl gelagert 6 - 12 Monate haltbar.
Man sollte bedenken, dass beim Erhitzen etwas Wasser verdampft. Ich wiege daher den Topf samt Inhalt vor dem Erhitzen. Wenn der Zucker aufgelöst ist, wiege ich nochmal und gebe die Differenz als Wasser dazu und erhitze noch mal kurz. Der Sirup hat bei mir immer einen gelbgrünen Stich, das liegt am Traubezucker (aus dem REWE).

Zutaten Hydrogel
150ml Zuckersirup
150ml Wasser
1,5 gr Natriumalginat
1,5 gr Calciumlactat

Das Natriumalginat mit dem Stabmixer in den Zuckersirup einrühren bis es vollständig aufgelöst ist und die Masse anfängt leicht zu gelieren. Ca. 30 Minuten ruhen lassen (kann man jedoch auch verkürzen/überspringen)
In einem anderen Behälter Calciumlactat im Wasser auflösen. Zuckersirup-Alginat Masse in einen Spritzbehälter füllen (ich nehme da eine Softflask und drücke zum Spritzen das Mündstück dann zusammen). Nun die Sirupmasse in die Calciumlactat Lösung hineinspritzen. So bald der Sirup die Lösung berührt geliert er. Durch das Spritzen entstehen dünne Gelfäden, die man dann raussieben kann. Im klaren Wasser abschrecken und in eine Gel Flask füllen. Ich nehmen dafür die hier, die normalen Softflask Kappen sind mir für das Gel zu eng, kommt zu wenig raus/muss man deutlich kräftiger drücken.

Natiumalginat und Calciumlactat
habe ich im Netz gekauft, einfach mal in Verbindung mit Molekularküche suchen. Gibt es auch beim großen Fluß.
Der Schritt mit dem Hineinspritzen ist vermutlich überflüssig. Höchstwahrscheinlich kann man das Calciumlactat auch direkt in die Sirupalginat Masse geben. Auf der Maurten Seite stand jedoch was von einem besonderen Mischverfahren(o.ä.). In der Molekularküche (siehe https://www.youtube.com/watch?v=cfVFwX1LY-A) werden die Zutaten so verarbeitet also habe ich es auch so gemacht und gar nicht erst direkt hineinmischen ausprobiert.
Wie man der Zutatenliste entnehmen kann mach ich doch nur 1% Natriumalginat in den Zuckersirup. Wobei es bei mir ehr Pi mal Daumen ist, da meine Waage nicht so fein abmessen kann. Ich nehme also einen halben gestrichenen Teelöffel, wenn es beim Einrühren nicht angeliert tue ich noch ein bisschen rein. Bei der Calciumlactatlösung ist es ähnlich, wenn da der erste Spritzer Sirup nicht gleich geliert tue ich noch ein bisschen Calciumlactat in die Lösung. Ich gehe also mehr nach Augenmaß.

Wenn man mehr Geschmack drin hat, kann man den Sirup mit Flavor Drops pimpen. Mit etwas Matcha rein, hat man Geschmack und Koffein. (sofern man den Grüntee Geschmack mag)
Hoffentlich habe ich jetzt nichts vergessen :D

65
Glückwunsch noch zu deinem ersten Ultra Joel! :daumen: Natürlich sollte die Bestzeitenjagd bei dir erst mal im Vordergrund stehen, wenn du dann dort alle Ziele erreicht hast, kommt wahrscheinlich die Ultrazeit. :wink: Dir läuft nichts weg.

Zum Thema Gels habe ich eine ganz klare Meinung ... :kotz2: :D
Bild
Bild

66
Alcx hat geschrieben:Glückwunsch noch zu deinem ersten Ultra Joel! :daumen: Natürlich sollte die Bestzeitenjagd bei dir erst mal im Vordergrund stehen, wenn du dann dort alle Ziele erreicht hast, kommt wahrscheinlich die Ultrazeit. :wink: Dir läuft nichts weg.
Danke :)
Was die Ultrazeit angeht, ich weiß nicht so recht. Das Ganze ist gerade so am sacken und eigentlich ist das völlig irre, so weit zu laufen. Luftlinie ist das von mir bis nach Mainz oder Karlsruhe. Das ist total schräg. Je mehr man darüber nachdenkt umso verrückter kommt es einem vor. Ich weiß echt nicht was ich davon halten soll. Ich könnte die Frage, ob es Spass gemacht hat, momentan nicht eindeutig beantworten. Irgendwie zwar schon, aber zwischendurch hat es auch weh getan. K.A. ob ich solche Situationen immer wieder haben möchte. Also schauen wir mal.

Deshalb freue ich mich heute umso mehr auf die Intervalleinheit auf der Bahn (wo sonst :geil: ). Einfach ballern und schon nach 1000m denken: "Alter, ist das weit" :hihi: :hihi: :hihi:

btw. das Fahrgestell ist dementsprechend wieder komplett schmerzfrei und auch nicht mehr erschöpft. Na ja, zumindest fühlt es sich so an, also Regenerieren geht ganz gut. Gestern meinte meine Frau ja noch scherzhaft, dass ich nach der 50%-Regel ja eigentlich 30 Tage Pause machen müsste :hihi: :hihi: :nick: Verrückte Regeln gibts.
:hallo:
Bild
:hallo:
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

67
@Catch: Kannst Du grob abschätzen, was Dich die Zutaten für eine "Maurten 100-Tüte" kosten?
JoelH hat geschrieben:
btw. das Fahrgestell ist dementsprechend wieder komplett schmerzfrei und auch nicht mehr erschöpft. Na ja, zumindest fühlt es sich so an, also Regenerieren geht ganz gut. Gestern meinte meine Frau ja noch scherzhaft, dass ich nach der 50%-Regel ja eigentlich 30 Tage Pause machen müsste :hihi: :hihi: :nick: Verrückte Regeln gibts.
Auch von mir nochmal ganz herzlichen Glückwunsch zur Punktlandung. Ja, es ist erstaunlich, wie sich ein Körper während eines Ultras erholen kann. Ich hatte es ja auch, nur nicht ganz so heftig wie Du (keine Gehpausen, nur gezielt Anstiege gegangen).

Auf den Punkt, wie es direkt weitergeht, bin ich bei Dir extrem gespannt, da Du auf den kürzeren Distanzen ja eher heimisch bist und gerne Tempo ballerst. Bei mir war es so, dass ich am Donnerstag nach dem 72km / 7:30h-Ultra zwar richtig Lust auf Laufen hatte, auch keine direkten Beschwerden es sich unterwegs aber einfach fies anfühlte und ich nach schnarchlangsamen 4km wieder zuhause war.
Eine Woche später hatte ich dann aber auch richtig Lust auf 1000er Intervalle und bin einfach welche außer der Reihe gelaufen.
Richtig rund lief es dann etwa 4 Wochen nach dem Ultra mit einer "Formexplosion".
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

68
ruca hat geschrieben:Auch von mir nochmal ganz herzlichen Glückwunsch zur Punktlandung. Ja, es ist erstaunlich, wie sich ein Körper während eines Ultras erholen kann. Ich hatte es ja auch, nur nicht ganz so heftig wie Du (keine Gehpausen, nur gezielt Anstiege gegangen).
Ich bin mir auch noch völlig im unklaren wie das alles abgelaufen ist. Irgendwie wollte ich gar nicht mehr, aber irgendjemand sagte: "Komm geh wenigstens noch weiter". Also bin ich einige Runden gegangen und dann waren die Oberschenkel wieder "normal". Sehr seltsam war das. Und auch beim zweiten Mal war es so. Da kam sogar noch mal so was wie ein Runnershigh. Irgendwie hat es klick gemacht, ich hab eine schnelle Runde drehen können, dann noch eine und plötzlich war die 60 wieder in Reichweite, allerdings auch noch eine gute Stunde zu gehen. Aber das hat ungemein gepusht.

ruca hat geschrieben: Auf den Punkt, wie es direkt weitergeht, bin ich bei Dir extrem gespannt, da Du auf den kürzeren Distanzen ja eher heimisch bist und gerne Tempo ballerst.
[..]
Richtig rund lief es dann etwa 4 Wochen nach dem Ultra mit einer "Formexplosion".
Das wäre ziemlich genial, denn da stehen meine ersten 10er an.
ruca hat geschrieben: Bei mir war es so, dass ich am Donnerstag nach dem 72km / 7:30h-Ultra zwar richtig Lust auf Laufen hatte, auch keine direkten Beschwerden es sich unterwegs aber einfach fies anfühlte und ich nach schnarchlangsamen 4km wieder zuhause war.
Das kann mir heute Abend natürlich auch passieren. Dann lauf ich halt aus. Aber momentan hab ich total Bock auf schnell laufen. Überhaupt habe ich Bock auf laufen. Hab es mir jetzt zwei Tage verkniffen, das ist so die Maximaldauer die ohne Laufen geht. Danach wirds kribbelig. :peinlich:
:hallo:
Bild
:hallo:
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

69
Sorry, JoelH, dass ich deinen Thread etwas gekapert habe :peinlich: Natürlich auch von mir Glückwunsch zu dem tollen Lauf. Wenn ich bedenke, dass du Marathons mal ablehntest. Hast dich gut entwickelt :daumen:

ruca hat geschrieben:@Catch: Kannst Du grob abschätzen, was Dich die Zutaten für eine "Maurten 100-Tüte" kosten?
Ich hatte mal unter 10 Cent pro Portion errechnet. Ich kann die Kosten aufführen, habe gerade nur keine Zeit. Morgen. :)

70
Catch-22 hat geschrieben:Ich hatte mal unter 10 Cent pro Portion errechnet. Ich kann die Kosten aufführen, habe gerade nur keine Zeit. Morgen. :)
Danke, das ist mehr als genau genug und bringt einen schon ins Grübeln, es evtl. dann doch mal zu probieren...
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

71
ruca hat geschrieben:Danke, das ist mehr als genau genug und bringt einen schon ins Grübeln, es evtl. dann doch mal zu probieren...
Catch-22 hat geschrieben:Sorry, JoelH, dass ich deinen Thread etwas gekapert habe :peinlich: Natürlich auch von mir Glückwunsch zu dem tollen Lauf. Wenn ich bedenke, dass du Marathons mal ablehntest. Hast dich gut entwickelt :daumen:



Ich hatte mal unter 10 Cent pro Portion errechnet. Ich kann die Kosten aufführen, habe gerade nur keine Zeit. Morgen. :)
Ihr Giftmischer :P

@Catch-22
Passt schon, eigentlich hab ich ja den Thread im nachhinein OT weitergeführt, ihr seid ja Ontopic wenn man so will.

Was Marathon angeht, der wird garantiert nicht mein Liebling und 6 Std.-Lauf ist auch was komplett anderes. Liest man ja oft hier im Forum und es stimmt schon, es ist viel gechillter.

Machen wir also einfach parallel weiter. :nick:

------

Noch ein paar Statistiken zu meinem Lauf.

Bezüglich meinem virtuellen Pacer (6 Min. Pace) hatte ich mir bis km 38,5 einen maximalen Vorsprung von 13:21 Minuten rausgelaufen. Und die hab ich dann auch gebraucht, wie sich herausstellte.

Marathon ging ich bei etwas 4:01 Std. durch, also noch ziemlich genau wie geplant, immer noch gut 12Minuten vor dem Pacer.

Doch dann kam es ziemlich Dicke, bei km 51 war ich plötzlich schon hinter dem Pacer und bei Km 53,5 hatte ich bereits 1:11 Min. Rückstand. So schnell kann es gehen. Zumal ich nur noch gut 35 Min. hatte um diese Minuten wieder raus zu laufen.

Da sah es wirklich nicht gut aus. Aber dann kam die zweite, dritte oder was weiß ich wie vielte Luft und ich wurde wirklich wieder schneller. :geil:
Bei km 55,5 hatte ich den Pacer wieder, legte aber noch mal 15 Sekunden für einen Blitzboxenstopp ein um ein letztes Mal Energie nach zu tanken.

Bei km 56,3 war ich dann wieder vor meinem Pacebunny und konnte den Vorsprung auf den letzten 3,5km sogar wieder auf unfassbare 3:18 Minuten ausbauen.

Das war wohl das was man ein Runnershigh nennt. Ich hatte das Gefühl zu fliegen, die Zeit schien still zu stehen. Gut, im Nachhinein sprechen wir hier über eine Pace um die 5 Min., aber im Rausch hatte ich das Gefühl deutlich schneller zu sein, es war Gänsehaut pur.

Doch geschafft. :party4: :party:
:hallo:
Bild
:hallo:
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

72
Catch-22 hat geschrieben:Die original Maurten Produkte habe ich nicht ausprobiert, mir jedoch das Gel mit Natriumalginat selber zusammen gebastelt. :D
... Gegen die Unverträglichkeit von Fructose hilft das Gel vermutlich auch nicht.
Catch-22 hat geschrieben:...
Zutaten Zuckersirup
270ml Wasser
200gr Fruchtzucker
250gr Traubenzucker
...

Ich habe keine richtige Ahnung von Ernährung(soptimierung) und Gels, aber habe letztens etwas gelesen, was mich in Hinblick auf Zucker doch zum Nachdenken gebracht hat. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann besteht weißer Haushaltszucker aus einem Molekül aus Glucose und Fructose. Glucose geht ins Blut und wird von den Körperteilen rausgefischt, wo Energie gebraucht wird, und kann da direkt "verbrannt" werden. Fructose wird größtenteils von der Leber abgefangen und dort in Fett umgewandet und erstmal gelagert und dann nach und nach und wieder ins Blut abgegeben und bei Bedarf an den entsprechenden Stellen eingelagert. Bei ständiger "Überzuckerung" führt dies zur Leberverfettung bzw. insgesamt zur Verfettung der inneren Organe. So habe ich das zumindest verstanden. Oder ist das zu sehr vereinfacht?

Jetzt zu deinem Rezept, da wundert mich die explizite Zugabe von Fructose an sich. Wo ist der Sinn? Und wenn schon Glucose und Fructose im Verhältnis 1:1 zugegeben wird, warum nimmt man dann nicht direkt Zucker? Ich hätte jetzt erwartet, dass in einem Gel kurze (Traubenzucker) und lange Glucoseketten (Maltodextrin, bis Stärke) gemischt verwendet sind. Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung. Ich hatte nur aus den obigen Überlegungen, die mir einleutend erscheinen, für mich gerade den Schluss gezogen, dass meine Ernährung beim langen Laufen via Colahydrate (Cola, also Zucker) dann doch eher suboptimal ist, wenn dabei nur die Hälfte der Energie/Kalorien direkt nutzbar ist?!

:confused: :confused: :confused:
2022: erledigt: G1-Grüngürtel, Kölnpfad 100k, Burginsellauf Delmenhorst 24h Staffel(!), Mega Marsch Köln (63k) ... geplant: nix

74
@Fred
Wie geschrieben, bin heute knapp an Zeit, daher in aller kürzer.
Grob betrachtet stimmt dein Einwand, mit Zucker, vor allem auch Fruchtzucker, sollte man vorsichtig sein. Das Gel ist auch nicht für die tägliche Ernährung gedacht sondern für Wettkämpfe :D
Bei Fruktose wird jedoch nicht alles in der Leber gelagert, bei niedrigen Dosen werden 1 gr/kg Körpergewicht schon im Dünndarm verstoffwechselt. (siehe Wiki dazu) Fruktose braucht jedoch auch immer Glukose um transportiert zu werden. Wenn man die Dosis erhöht und dabei inaktiv ist, dann wird es in der Leber gespeichert. Beim Marathon ist hoffentlich keiner von uns inaktiv :D

Das Verhältnis 0,8:1 von Fruktose zu Glukose wurde wohl als optimal für den Transport/Verstoffwechslung ermittelt. Das ist auch das Verhältnis in meinem Rezept. 1:1 wäre wenn man statt Fruchtzucker und Traubenzucker Haushaltzucker nimmt, würde das ganze natürlich noch günstiger machen. Zuckersirup aus Haushaltszucker ist jedoch nicht lange haltbar und kristallisiert irgendwann. Man müsste für die Haltbarkeit Invertzucker herstellen, dazu kocht man den Sirup mit Zitronensaft auf und neutralisiert später mit Natron. Zitronensaft und Natron könnten jedoch die Gelierung beeinflussen, daher habe ich mich dagegen entschieden.

Natürlich wäre es schön mit Maltrodextrin noch einen langkettigen KH hineinzugeben, jedoch wird durch Maltrodextrin das Gel instabil bzw. geliert vermutlich nicht. Siehe Link von weiter oben: https://forschung.hswt.de/forschungspro ... rmembranen (unten über den Grafik) Ich habe es daher nicht mit Maltrodextrin versucht, beantwortet auch die Frage warum im Drink Maltrodextrin drin ist und im Gel nicht. (bin auf der Suche nach einer Antwort darauf auf den Link gestoßen)

Ich hoffe, es ist alles beantwortet. :)

76
@Catch, danke für die Antwort. Dass es hier nur um die Wettkampfsituation geht, ist schon klar. Die Rolle von Fructose bzw. den Grund weshalb man überhaupt Fructose dazu tut und nicht nur auf Glucose(ketten) setzt, ist mir immer noch nicht klar geworden, von der Theorie her. Offenbar macht Fructose als Energielieferant in der Praxis dann doch einen Sinn (unter Belastung, im Wettkampf), sonst würde das ja nicht so gemischt und verkauft, die Hersteller sind ja nicht doof. Da kann ich mit leben. Danke. :daumen:

Wobei, das würde dann ja doch bedeuten, dass auch Zucker (Colahydrate) gar nicht sooo schlecht ist beim Laufen. :gruebel:
2022: erledigt: G1-Grüngürtel, Kölnpfad 100k, Burginsellauf Delmenhorst 24h Staffel(!), Mega Marsch Köln (63k) ... geplant: nix

77
Man muss halt unterscheiden, zwischen Nachteile als Genussmittel und Vorzüge als Energie Lieferanten. Uns interessieren hier nur die Vorzüge von Zucker und das ist sofort verfügbare Energie im Wettkampf.

Jedoch habe auch die Vorzüge ihre Nachteile, bei Fructose ist es die Aufnahmefähigkeit. Der Körper kann eigentlich nur eine sehr geringe Menge Fructose aufnehmen, der Rest wird ausgeschieden.In Verbindung mit Glukose können wir jedoch den Körper überlisten und mehr Fructose aufnehmen. Das ist der Nachteil von Fruktose, funktioniert auch nicht bei jedem, dann hat man eine Fructoseintoleranz, kann z.B. zu Durchfall führen. Es kann auch sein, dass man im Alltag keine Probleme mit Fructose hat, unter Wettkampfbelastung es trotzdem nicht verträgt. Das Verhältnis der Zucker ändern zu können war für mich daher auch der Hauptgrund das Gel nachzubauen.
Wir brauchen also immer auch Glucose um Fructose verarbeiten zu können. Nun,könnte man sagen, dann verzichte doch ganz auf Fructose und nimm nur Glucose. Nachteil der Glucose ist, dass es den Insulinspiegel ansteigen lässt und man später dann in ein Loch fällt. Fructose hat deutlich weniger Auswirkungen auf den Insulinspiegel und ist uns daher als Energiequelle interessant, in ein Loch will schließlich keiner fallen.
Das sind die Gründe auf unterschiedliche Zucker zu setzten, um so viel Energie wie möglich aufnehmen zu können und dabei die Nachteile so klein wie möglich zu halten.

Dein Colahydrate ist sicher auch nicht ganz verkehrt, so lang du es verträgst und damit zufrieden bist. Zu sehr optimieren ist, wenn ich mich nicht täusche, eh nicht ganz dein Ding :D

78
Ich habe glaube ich im Internet eine Antwort gefunden zu meinem Verständnisproblem:
Pro Stunde kann der Körper etwa ein Gramm Glukose pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Mehr geht nicht und lässt sich auch nicht trainieren. Das entspricht einer Energiemenge von etwa 240 Kilokalorien (kcal). Der Einfachzucker Fruktose (Fruchtzucker) gelangt allerdings über einen anderen Transportweg ins Blut. Damit ließe sich die Kohlenhydrataufnahme verdoppeln.

Zumindest theoretisch ... . Grundsätzlich wird Fruktose sogar nie vollständig vom Körper aufgenommen. (Anmerkung von mir: Man braucht ein Konzentrationsgefälle) ...

... Fruktose gelangt direkt in die Leber und wird nur hier weiterverarbeitet. Ein Teil des Fruchtzuckers wird zur direkten Energiegewinnung in die Glykolyse geschleust, teilweise wird Fruktose in der Leber zu Glukose umgebaut (Glukoneogenese) oder in Fett umgewandelt.
Demnach kann Fructose in Mengen in Bewegung ebenfalls zur "Energiegewinnung" genutzt werden und auf dem Sofa führt das zur "Leberverfettung", weil dann kein Brennstoff benötigt wird. Der erste Teil hatte mir zum Verständnis gefehlt.

Und ja, zwei Äpfel am Tag sind auch auf dem Sofa kein Problem, sondern gesund. 2 Liter Apfelsaft ist aber genauso ungesund wie 2 Liter Cola.

Und Catch, ja, das stimmt, zu optimalistisch gehe ich meine Läufe eh nicht an. Ein Eis oder ein Salamibrötchen unterwegs sind auch mal ganz lecker. :D
2022: erledigt: G1-Grüngürtel, Kölnpfad 100k, Burginsellauf Delmenhorst 24h Staffel(!), Mega Marsch Köln (63k) ... geplant: nix

80
@Fred
Ja, genau auch das. Ist mir nur in der Eile entfallen. Der Körper kann eben auch nur bestimmte Mengen verheizen, auch deswegen das Mischen der Unterschiedlichen KH. Gibt sicher auch noch weitere Gründe.

@ruca
Jetzt kann ich auch die Kosten aufzählen:
Fruchtzucker 1,80 € für 500gr
Traubenzucker 1,50 € für 500gr (gibt es beides im Supermarkt)
Leitungswasser kostet 0,2 Cent, da ich die beiden oben aufgerundet habe, ignoriere ich die Kosten für das Wasser (wer abgefülltes Wasser nimmt, muss es natürlich dazu rechnen)
Natriumalginat und Calciumlactat habe ich zusammen für knapp 10,90 € gekauft beide je 100gr, inkl. Versand. (Runde ich für die Rechnung auf 11€) (vom großen Fluß, Stichwort Molekularküche)
Natriumalginat kann man evtl. auch über die Apotheke beziehen (die Apotheken bei uns hatten nichts da und konnten auch nichts bestellen) , dort kostet es aber wohl um die 20€ für 25 gr (oder umgekehrt, Preis von vor über 10 Jahren) Die Apotheker Qualität soll jedoch oft nicht sonderlich gut sein, da nicht für die Küche gedacht sondern zum erstellen von Zahn abdrücken u. co.

Für 720gr Sirup benötigen wir somit Fruchtzucker für 72 Cent, Traubenzucker für 75 Cent. Vom Natriumalginat und Calciumlactat brauchen wir jeweils ca. 7 gr, das entspricht 77 Cent.
Ich runde hier mal auf 730gr Gel, da dass Calciumlactat nicht wirklich im Gel drin ist sondern nur ein Teil davon. 730gr sind 18,25 Portionen à 40gr für insgesamt 2,24 €. Macht je Portion 12,27 Cent. Also doch mehr und nicht weniger als 10 Cent. Ich würde jedoch sagen, immer noch mehr als genug Ersparnis. :D

Im Original wird statt Calciumlactat Calciumcarbonat und Gluconsäure genommen, so steht es zu mindest in den Inhaltsstoffen. Ich gehe davon aus, dass es dabei um Calciumgluconat geht (oder eben um es herzustellen). Calciumgluconat und Calciumlactat haben ähnliche Eigenschaften und werden beide genutzt um das Alginat zu gelieren. Calciumlactat ist wohl geschmacksneutrale und wird dadurch ehr in der Molekularküche empfohlen. Ich habe mich daher für das Calciumlactat entschieden. mit Calciumgluconat ist man näher am Original, was jedoch nach meiner Ansicht gehüpft wie gesprungen ist.

81
@Catch: Super, danke. Du hast natürlich noch einen großen Kostenfaktor vergessen, das Marketing. :D

Was kommt als Versandkosten oben drauf? Ich nehme erstmal 20 Päckchen. :D

82
Fred128 hat geschrieben:@Catch: Super, danke. Du hast natürlich noch einen großen Kostenfaktor vergessen, das Marketing. :D
Und Arbeitszeit, Entwicklung, Miete, Strom, Arbeitsequipment usw. usw. usw.
Ja, 13 Cent Materialkosten (in Großmengen wird es günstiger, da kann man auch unter den Tisch fallen lassen, dass hier die Verpackung nicht mitgezählt wurde) zu 3€ Endkundenpreis ist schon heftigst.

Was kommt als Versandkosten oben drauf? Ich nehme erstmal 20 Päckchen. :D
War da nicht irgendwas mit "Patent pending"?

Laut deren Website:
IST DIE TECHNOLOGIE PATENTIERT?
Ja, wir haben bereits verschiedene Patentanträge gestellt, um unsere Technologie zu schützen.
Eher also "Noch nicht, wir hoffen aber, dass unserere entsprechenden Anträge durchgehen".
Irgendwie schwer vorstellbar, dass so eine -zumindest für Catch- triviale Mischung patentierbar ist.
Aber offensichtlich haben die anderen Hersteller trotzdem "Bammel", denn echte Konkurrenz scheint ja noch nicht auf dem Markt zu sein.

Bin ich froh, dass ich sowas nicht beruflich mache. :wink:
Bild

Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

85
ruca hat geschrieben:Zu Deinem Lauf: Wow, Deine Muskeln scheinen sich ja wirklich flott erholt zu haben. :daumen:
Erschreckend, nicht? Hat mich auch überrascht. Es war nicht mal sonderlich anstrengender als sonst, nichts hat gezwickt oder gezickt. Die vielen Grundlagenkilometer scheinen also zumindest orthopädisch voll angeschlagen zu haben.
:hallo:
Bild
:hallo:
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

87
ruca hat geschrieben:Oder Du hast beim Ultra einfach nicht alles gegeben. :teufel:
Hab mein Ziel für 2020 vollumfänglich erreicht, von daher kann ich nicht viel falsch gemacht haben. :P

Aber in der Tat habe ich mir auch schon Gedanken gemacht für 2021, da mein 2020 Kalender bereits komplett voll ist. Also doch wieder Ultra. Stand jetzt will ich die 50km von Rodgau gerne unter 4:10 Std. (5:00 Pace) beenden. Dafür müsste ich dann im nächsten Winter etwas gezielter draufhin trainieren, aber das sollte machbar sein, denke ich. Mal schauen wie die Marathons dieses Jahr laufen.
:hallo:
Bild
:hallo:
Bild
Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

88
Fred128 hat geschrieben:@Catch: Super, danke. Du hast natürlich noch einen großen Kostenfaktor vergessen, das Marketing. :D
Nein, hab ich nicht. War ja nicht die Rede von "es ist 13 Cent wert" sondern wie viel die Zutaten pro Portion kosten. Außerdem vergisst du meine Arbeitskraft, die ist, wie du dir sicher denken kannst, unbezahlbar :zwinker2:

Das Gel ist vom Inhalt vermutlich das billigste auf dem Markt. Industrielle Herstellungskosten werden sicher noch geringer sein. Vom Preis jedoch mit das teuerste. Da wird auch klar, warum sie so viel Geld für Marketing übrig haben.

Ich kann mir ehrlich auch nicht vorstellen, dass die dafür das Patent bekommen. Im Grunde ist es nur abgepacktes Bubble Tea ->https://www.chemiedidaktik.uni-hannover ... nnover.pdf Vermutlich sassen die bei einem Glas und dachten sich "Hey, lass uns das doch an Sportler verkaufen!"

90
Catch-22 hat geschrieben: Ich kann mir ehrlich auch nicht vorstellen, dass die dafür das Patent bekommen. Im Grunde ist es nur abgepacktes Bubble Tea ->https://www.chemiedidaktik.uni-hannover ... nnover.pdf Vermutlich sassen die bei einem Glas und dachten sich "Hey, lass uns das doch an Sportler verkaufen!"
Ein Patent für das Prinzip hinter den Gels und Drinks sicher nicht. Das ist ein alter Hut und nicht nur in der Molekularküche genutzt, sondern auch bei Medikamenten (siehe Magenschutz).
Vielleicht bekommen sie ein Patent für die Herstellung des Granulats für den Hydrogel-Drink. Wobei ich mir das technisch nicht so kompliziert vorstelle; außerdem ist die Technologie längst bei anderen Produkten im Einsatz. Die Granulierung sorgt meiner Meinung nach für das gleichbleibende Mischungsverhältnis der Zutaten. Das wird man in der häuslichen Küche nämlich nicht nachmachen können. Ich jedenfalls kann nicht garantieren, dass sich 10g Natriumalginat in einer riesigen Menge Maltodextrin gleichmäßig verteilen. Deshalb muss ich mit dem Nachteil leben, die Mischung immer frisch zu machen zu müssen.
Bild
10 km: 48:00 (04/2018) | HM: 1:47:59 (05/2018); 09/2018 eigentlich sub 1:45, aber die Strecke war 1,2 km zu lang :klatsch:| M: 3:51:26 (10/2018)

91
Catch-22 hat geschrieben:Wie geschrieben, bin heute knapp an Zeit, daher in aller kürzer.
Grob betrachtet stimmt dein Einwand, mit Zucker, vor allem auch Fruchtzucker, sollte man vorsichtig sein. Das Gel ist auch nicht für die tägliche Ernährung gedacht sondern für Wettkämpfe :D
Das ist hier ja ein Unterforum für gewisse Freaks/Laufjunkies. Ich gehe nun einfach mal davon aus, dass solche Typen und Typinnen sich nicht in Trainingsläufen bis hin zu "kurzen" laLas mit dem synthetischen Zuckerzeugs füttern. Gels habe ich immer nur in Wettkämpfen verwendet. Vor noch nicht allzu langer Zeit verzichtete ich sogar in (erträglich weiten) Aufbauwettkämpfen komplett auf Kalorien, um die kalorische Tiefenentladung zu maximieren. Das mute ich mir heute nicht mehr zu. Allerdings weniger aus Angst vor der Erschöpfung als der Absicht und Notwendigkeit baldmöglichst nach einem Wettkampf wieder trainieren zu wollen.

@Catch-22: Dass du knapp an Zeit bist glaube ich gerne, wenn du der Chemieindustrie Konkurrenz machst und in deiner Hexenküche eigene Präparate herstellst. Ich lasse mich lieber von Dextro & Co. vergiften :D

Macht's gut

Gruß Udo
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

92
Das Fernsehen ist schuld, bin mit der Hobbythek aufgewachsen.
:D

Konkurrenz will ich jedoch keinen machen. Ich stell lieber mein Rezept online. Open Source und so. :zwinker2:

94
Catch-22 hat geschrieben:... Konkurrenz will ich jedoch keinen machen. Ich stell lieber mein Rezept online. Open Source und so. :zwinker2:
Ja klar. Ich hätte da schonmal einen Produktnamen: Qelly-Jelly. :tuschel: Firmenname: Maur(TM) :tuschel:
Catch-22 hat geschrieben:Das Fernsehen ist schuld, bin mit der Hobbythek aufgewachsen. :D ...
Der Jean Pütz hat inzwischen auch einen eigenen Online-Shop. Der Weg ist vorgezeichent. :daumen:
2022: erledigt: G1-Grüngürtel, Kölnpfad 100k, Burginsellauf Delmenhorst 24h Staffel(!), Mega Marsch Köln (63k) ... geplant: nix
Antworten

Zurück zu „Ultralauf“