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Ziel 65km mit 3000hm

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cleese hat geschrieben:... Vor 15 Jahren hab ich mit Kraftsport angefangen und das die letzten 10 Jahre durchaus ambitioniert betrieben. Hatte idR 6 Kraft- und 3 Cardioeinheiten. Cardio war 60 min Crosstrainer im niedrigen Pulsbereich. Flankiert hab ich dies mit entsprechender Ernährung. Das war bis Mitte 2020 mein Ding und hat mir beruflich den Ausgleich gegeben, der mir gut tat. Arbeite sehr gern und auch nicht wenig und kam damit immer gut runter. Vom Körperbau her bin ich kein Hardcorepumper, würd mich als athletisch bezeichnen. Ob ich jetzt „orthopädische Grundlagen“ durch Squats/Deadlifts etc hab kann ich nicht einschätzen. Dehneinheiten und blackrolls wurden jedenfalls benutzt.
Wie schon erwähnt: Weder Kraftsport noch Bergwandern machen Dich zu einem guten Läufer. Beim Bergwandern ist der Reiz zu gering, Kraftsport hat im allgemeinen einen negativen Effekt auf die Ausdauer Leistung. Wegen der schweren Muskeln und der gegenseitigen Hemmung von Muskelwachstum und Ausdauer- Anpassung.

Nichts desto Trotz gibt es Leute die beides machen: Marathon (Ironman) und Kraftsport.

https://www.youtube.com/watch?v=ZSbxbdpoogg


.....aber Ausnahmen bestätigen lediglich die Regel, das kann man mit dem berühmten Helmut- Schmidt- Beispiel (Hohes Alter trotz Kettentauchen) vergleichen.
Zum Thema Erfahrung mit hm.
Mache im Jahr 3-4 Mehr-Tagestouren (4-8 Tage) durch die Berge. Klettersteig, Höhentour, .. je nachdem worauf wir Lust haben. Eine sehr ausgedehnte Tour in diesem Jahr war auch der Auslöser für den Gedanken bzgl Ultra Trail.
Training ist spezifisch.
Du hast somit KEINE Erfahrungen mit HM.
Hatte heute ja keine Laufeinheit und musste mich wirklich überwinden nicht raus zu gehen. Fühle mich wirklich fit. Verspüre keine Müdigkeit und hab keine Schmerzen, was mir zur Zeit noch die Überzeugung gibt das Pensum ohne „Anfängerfundament“ zu laufen.


Ich denke Dir ist mittlerweile klar, dass Deine Chance, Dein o.g. Ziel zu erreichen nicht gut und der Weg dahin riskant ist.
Trotzdem kannst Du es natürlich versuchen: schlimmer als eine dicke Verletzung kann es nicht kommen und das überlebst Du auch.

Warum also nicht einfach mal ein riskantes Abenteuer eingehen?
No risk no fun. :D
Meine Voraussetztungen für das laufen sind auch nicht gut und trotzdem laufe ich schon fast 40 Jahre.

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Hallo Cleese,

Training für Ultra setzt normalerweise "Marathonform" voraus, also mindestens 2-3 Jahre zielgerichtetes und (erfolgreiches!) Training. (Mindestens!) Und erst dann kommt die weitere Stufe "Ultratraining", die wieder 1-2 Jahre dauert.

Selbst ein Vorhaben "Von 0 auf 42" innerhalb eines Jahres verkraften die meisten nicht.

Die Gefahr ist weniger das Scheitern im Wettkampf. Sondern es geht darum, den Weg dahin nicht zu schaffen. Wie hier schon geschrieben wurde: Der Dickkopf ist im Wettkampf äußerst hilfreich. Im Training ist er schädlich. Da ist Köpfchen gefragt.
Ich rate Dir daher dringend, das Vorhaben zu überdenken und den Beitrag von Bernd/burny ernstzunehmen.

Gerade auch, weil du ja Gefallen am Laufen gefunden hast. Es wäre schade, wegen eines zu hoch gesetzten Ziels monatelang pausieren zu müssen. Bevor es richtig losgeht.
Ich denke, die allermeisten hier im Forum haben Lehrgeld gezahlt, mich inbegriffen. Man fühlt sich super, der Körper schreit: Geh Laufen, ich will, ich will und ich kann. Und dann zwickt es. Man macht den 25er trotzdem. Es zwickt mehr. Und dann kann man monatelang gar nichts machen, außer Fahrrad und Blackroll. Die Überlastung kommt selten mit einem Knall. Die kommt meist schleichend.
Du wirst diese Erfahrung wahrscheinlich machen, wenn du beim Laufen bleibst. Aber provoziere es nicht mit aller Gewalt gleich in den ersten Monaten.

Wenn Du gerne liest, schaff dir ein Grundlagenbuch an. Das Große Laufbuch von Steffny oder die Laufbibel von Marquard. Oder Born to run von Mc Dougall). Oder um im Thema zu bleiben, "Wege zum Ultralauf" von Werner Sonntag.
Garmin

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cleese hat geschrieben: @Rennschnecke, Thema Essen lernen während der Belastung.. ab wann macht es Sinn dies in einer normalen Trainingseinheit zu testen? Gefühlt wird bei den 60min GA1 Läufen ja der Körper nicht sonderlich gestresst?
Normale Trainingseinheit heißt bei dir was und wie lange?
Bei meinem normalen Training bis 25/28 km nehme ich gar nix mit. Ich frühstücke ca 1-1,5 Stunden vor einem längeren Lauf und bis ich dann die Zeitung durch habe und angezogen bin, kann ich gut laufen. Ich bin am 13.12. im Rahmen meines Adventskalenderlaufens 24 km gelaufen, da brauche ich nichts, weder essen noch bei den jetzigen Temperaturen auch nichts zu trinken.
Wenns bei Marathontraining 30 km werden sollen, eine kleine Tüte Gummibärchen oder ein paar salzige Kekse wie TUC in die Jackentasche, das reicht mir.

Bei einem Ultra weiss ich nie, worauf es mich gerade gelüstet, süss oder salzig. Wenn du einen halben Tag nur klebrige Gels zu dir genommen hast, wirst du vielleicht gierig nach was herzhaftem sein und alles geben für eine Scheibe trocken Brot.
Wenn du mal en einem 24-Stunden-Lauf teilgenommen hast, wirst du staunen, was auf den Tischchen am Rande der Strecke für variantenreiche Schmankerl zu sehen sind: vom Wurstbrot über süsse Kekse zum Bananenbrot und über Landjäger zur Roten Wurst - alles in kleine Häppchen geschnitten, dass man es beim Vorbeilaufen leicht greifen und mit ein paar Bissen zu sich nehmen kann.

Probieren geht über studieren. Und wenn bei einem Lauf alles glatt geht, heißt es nicht, daß es beim nächsten Lauf genauso funktioniert.
Gruß RS

Gerade noch eingefallen: teste mal aus, ob du beim schnellen Bergablaufen zu Krämpfen neigst. Die können dich ganz schnell aus dem Wettkampf katapultieren

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Mit dem Essen beschäftigen ist schon richtig. Nur reagiert der Körper nach 1 Stunde völlig anders als nach 10 Stunden. Ergo findet das Essenstraining erst später im Vorbereitungsprozess statt.

Gruss Tommi

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cleese hat geschrieben:Bin überrascht und find es ehrlich gesagt schade, dass hier ausschließlich getrollt/überheblich geschrieben wird und null konstruktiv was bei rumkommt.
Hallo,

schon aus deiner ursprünglichen Anfrage spricht völlige Unerfahrenheit in läuferischen Dingen gepaart mit grober Unwissenheit. Wenn man dir dann sagt, dass deine Vorstellungen illusorisch sind, zeigst du dich grob uneinsichtig und anwortest lediglich mit "ich werde davon nicht abweichen". Ähnliches gilt für deine Technikgläubigkeit. Deine Uhr nimmt nicht deine Gesundheitsdaten auf. Sie misst deine Herzfrequenz und dein Tempo über GPS. Das kann sie. Sonst kann sie nichts. Die Programmierer des Herstellers gaukeln dann hörigen Läufern vor, dass dieser kleine Computer noch anderes Hellsehen drauf hat. Hat er aber nicht. Er stellt auf Grund von Annahmen und den ermittelten Grunddaten (sh. oben) Hochrechnungen an.

Einem wie dir kann man nicht raten. Es ist besser dich Erfahrungen sammeln zu lassen. Dein Körper und die Strecken, die du mit ihm laufen willst, werden dir dann zeigen, was geht und was nicht.

Viel Erfolg

Gruß Udo
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

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U_d_o hat geschrieben:Hallo,

schon aus deiner ursprünglichen Anfrage spricht völlige Unerfahrenheit in läuferischen Dingen gepaart mit grober Unwissenheit. Wenn man dir dann sagt, dass deine Vorstellungen illusorisch sind, zeigst du dich grob uneinsichtig und anwortest lediglich mit "ich werde davon nicht abweichen". Ähnliches gilt für deine Technikgläubigkeit. Deine Uhr nimmt nicht deine Gesundheitsdaten auf. Sie misst deine Herzfrequenz und dein Tempo über GPS. Das kann sie. Sonst kann sie nichts. Die Programmierer des Herstellers gaukeln dann hörigen Läufern vor, dass dieser kleine Computer noch anderes Hellsehen drauf hat. Hat er aber nicht. Er stellt auf Grund von Annahmen und den ermittelten Grunddaten (sh. oben) Hochrechnungen an.

Einem wie dir kann man nicht raten. Es ist besser dich Erfahrungen sammeln zu lassen. Dein Körper und die Strecken, die du mit ihm laufen willst, werden dir dann zeigen, was geht und was nicht.

Viel Erfolg

Gruß Udo
:danke: Bravo für diesen treffenden Post!
:hallo:
Bild
:hallo:
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Über mich
wo ich herkomme Am Anfang war da der Bauchspeck und wo ich zuletzt gelaufen bin Joels Daily Challenge - Streakrunning

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Hallo zusammen,

wollte euch mal hier ein kleines Update geben.
Bin am 22.01. meinen „10k WK“ gelaufen. 2km aufwärmen und dann ging es los. Hab im Vorfeld keine pace angepeilt, was sich als großer Fehler herausgestellt hat :-)
Erster Kilometer in ca 4:00, zweiter auch und dritter dann 4:10. Hatte dann leider die Erkenntnis, dass ich den Schnitt niemals komplett durchhalten werde. Wurde dann kontinuierlich langsamer, bis ich den letzen km mit 6:20 und meiner HFmax abschloss 😁
Kam auf eine Zielzeit von 50:27 bei 80hm. Danach ging wirklich nichts mehr..
Mit besserer Planung wäre womöglich mehr drin gewesen, aber als Referenz für mein weiteres Training ist das eine gute Orientierung.
Hatte mich anschließend an HM Trainingspläne gesetzt und wollte mir da einen raussuchen. Bin jedoch beruflich aktuell vermehrt bei Kunden und möchte auch langsam ein paar hm bei unwegsamen Gelände mit einbauen, weswegen ich -orientiert an dem Vorschlag von Markus- meinen Trainingsplan etwas angepasst habe. Bin hier auch erst in der dritten Trainingswoche.

Mo Pause
Di-Do mache ich einen GA1 Lauf (90min) und -wenn es zeitlich klappt- 1x Intervalltraining. Kann mir da leider keine festen Tage vornehmen.
Fr Pause
Sa GA1 60 min
So Trailrun ca. 15km bei 350hm

Bis jetzt klappt das gut, aber mal schauen wie/wann/ob mein Einbruch kommt :-)

@Udo, zum Thema Uhr. Denke es ist wie bei jeder Analyse/Auswertung. Je genauer die Messung und einem das Bewusstsein für Toleranzen/Messunsicherheiten sind, desto einfacher fällt einem hier die Interpretation. Nach dem Motto, habe ich eine Wetterstation, nem Wetterhahn oder spuck ich in die Luft :-)

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JoelH hat geschrieben:Laufen ist eben kein Wunschkonzert.
Ich wünsche mir ständig irgendwas ... mental könnte ich Berge versetzen. Blöderweise fehlen mir die physischen Voraussetzungen, um auch nur die Bergspitzen abzutragen :hihi:
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h

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RunningPotatoe hat geschrieben:Am präzisesten ist immer noch der krähende Hahn auf dem Mist - hab' noch nicht einmal erlebt, dass der falsch lag. :D
:daumen:
"Faszination Marathon", die Laufseite von Ines und Udo auch für Einsteiger. :hallo:
Mit Trainingsplänen für 10 km, Halbmarathon, Marathon und Ultraläufe

PB: HM: 1:25:53 / M: 3:01:50 / 6h-Lauf: 70,568 km / 100 km: 9:07:42 / 100 Meilen: 17:18:55 / 24h-Lauf: 219,273 km
Deutsche Meisterschaft im 24h-Lauf 2015: 10. Gesamtplatz, Deutscher Meister in AK M60 (200,720 km) / Spartathlon 2016: 34:47:53 h
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