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Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Gibt es einen Marathon in Deutschland, bei dem man wärend dem Lauf auf einen HM wechseln kann, wenn man merkt dass man den Marathon nicht schafft?
Machen kann man das natürlich immer, aber ich meine mit Zeitauswertung etc., als ob man für den Halbmarathon angemeldet gewesen wäre.
Ich wollte nächstes Jahr meinen ersten Marathonversuch wagen, dafür wäre das ideal.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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In Würzburg geht das, wenn man zur HM-Marke aussteigt. Dann wird das gewertet. Steigt man später aus, gilt das als DNF.
Für sinnvoll halte ich das nicht. Entweder bin ich für einen Marathon vorbereitet und laufe den im Marathontempo durch oder ich lasse es sein. Was nützt mir dann eine HM-Zeit, die unter meinen Möglichkeiten ist?

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Steffen42 hat geschrieben: 25.02.2024, 23:33In Würzburg geht das, wenn man zur HM-Marke aussteigt.
Interessant! Ich weiß es nicht genau, aber ich könnte mir vorstellen dass das auf einer Veranstaltung die einen Ultra-Lauf beinhaltet auch möglich ist. Wie z.B. dem Königsforst Marathon. Da wird in kleinen Gruppen gestartet. Ob es dort auch tatsächlich möglich ist "abzukürzen" könnte eine Anfrage beim Veranstalter klären. Knackpunkt: das geht natürlich nur bei Events wo M und HM die gleiche Startzeit haben, oder in mehreren Gruppen unabhängig von der Distanz gestartet wird.

https://koenigsforst-marathon.de/infos- ... ds-laufen/

Dass diese Überlegung allein schon durch die sehr unterschiedliche Vorbereitung nicht ganz ausgereift erscheint steht natürlich auf einem anderen Blatt!

Viele Grüße!

Karl

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Hefeteilchen hat geschrieben: 25.02.2024, 23:48 Interessant! Ich weiß es nicht genau, aber ich könnte mir vorstellen dass das auf einer Veranstaltung die einen Ultra-Lauf beinhaltet auch möglich ist.
Hmm. Dazu müsste dann die HM-Marke vermessen sein und der Lauf bestlistenfähig.
Aber wie gesagt, für mich ergibt das nicht viel Sinn. Die meisten, die überpacen, steigen eher so ab km 25 aus. Da ist der Drops für die HM-Zeit schon gelutscht.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Steffen42 hat geschrieben: 26.02.2024, 00:04Hmm. Dazu müsste dann die HM-Marke vermessen sein und der Lauf bestlistenfähig. Aber wie gesagt, für mich ergibt das nicht viel Sinn.
Ja das gehört wohl auch zu den Kriterien dazu, und die erfüllt der Königsforst. Andersrum wäre auch lustig - bei der HM-Marke einfach weiterlaufen! :teufel:

Dass die Spezialisten hier ein wenig die Nase rümpfen war mir klar. :wink:

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Hefeteilchen hat geschrieben: 26.02.2024, 00:31
Steffen42 hat geschrieben: 26.02.2024, 00:04Hmm. Dazu müsste dann die HM-Marke vermessen sein und der Lauf bestlistenfähig. Aber wie gesagt, für mich ergibt das nicht viel Sinn.
Ja das gehört wohl auch zu den Kriterien dazu, und die erfüllt der Königsforst. Andersrum wäre auch lustig - bei der HM-Marke einfach weiterlaufen! :teufel:

Dass die Spezialisten hier ein wenig die Nase rümpfen war mir klar. :wink:
Ich bin 1x einen Marathon gewertet gelaufen. Hatte, außer wirklich das Training diszipliniert durchgezogen zu haben, keine guten Vorraussetzungen einen Marathon überhaupt anzugehen. Zu Übergewichtig, zu viele körperliche Baustellen + Alter für den 1. M.
Dann war es Mitte Oktober auch noch plötzlich heiß.
Wenn ich die Möglichkeit einer Wertung in einem HM gehabt hätte - ich hätte meine Durchbeißmentalität für diesen Marathon verloren.
Und hätte damit sehr viel für mich verloren
12.05.2007 / 12.05.2012 / 09.04.2013 / 27.05.2017
...an Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns soviel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
(Toten Hosen)
__________________________________________

BIG 25 Berlin 2015 HM 2:14:xx

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Für die Teilnehmer ist sowas auch Mist, man weiß nie, was die um einen herum vorhaben und dann lässt man sich womöglich von einer falschen Gruppe "mitziehen" und steht nach HM-Ziel auf einmal ziemlich alleine da. Zudem geht motivationstechnisch ein "der schafft, das, also sollte ich es auch schaffen" deutlich besser, wenn man weiß, dass der andere die gleiche Distanz wie man selbst vor hat. Aus dem Grund liebe ich Wettkämpfe, bei denen es nur einen Wettbewerb gibt, der gleichzeitig auf der Strecke ist.
Dazu dann an der "Weiche" auch noch das Chaos, wer jetzt nach links und wer nach rechts will...

Zweitbeste Möglichkeit ist, dass man sicher erkennen kann, wer zu welchem Wettbewerb gehört - das geht bei spontanem Umentscheiden nicht.
Aus dem Grund nerven auch in HH Staffelteilnehmer unfassbar, die sich zu "fein" sind, ihr zusätzliches Staffelschild auf den Rücken zu hängen, die Startnummer vorne sieht man als Läufer nur, wenn man sich umdreht.

Als Tipp: Es gibt viele Läufe, bei denen man noch am Morgen des Marathons kostenlos auf Halbmarathon ummelden kann (Lübeck war bisher dafür ein Beispiel, ich gehe davon aus, dass es beim neuen Veranstalter so bleibt). Nach einer Marathon-Vorbereitung sollte man wissen, ob man über 30km schaffen kann/will (die letzten 10 kann man notfalls auch latschen) oder ob ein HM eher angebracht ist.
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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d'Oma joggt hat geschrieben: 26.02.2024, 00:51 Wenn ich die Möglichkeit einer Wertung in einem HM gehabt hätte - ich hätte meine Durchbeißmentalität für diesen Marathon verloren.
Und hätte damit sehr viel für mich verloren
Ja, das süße Gift des DNF. Bei keiner anderen Distanz so gefährlich wie beim Marathon.

Aussteigen aus gesundheitlichen Gründen ist natürlich nicht gemeint. Das ist aber auch jederzeit möglich.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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ruca hat geschrieben: 26.02.2024, 06:11 Für die Teilnehmer ist sowas auch Mist, man weiß nie, was die um einen herum vorhaben und dann lässt man sich womöglich von einer falschen Gruppe "mitziehen" und steht nach HM-Ziel auf einmal ziemlich alleine da.
Ja, ich mag diese gemischten Wettkämpfe auch nicht. Habe ein einziges Mal von Marathon auf Halbmarathon verkürzt, das stand aber schon bei der Anmeldung fest. War beim Marathon Deutsche Weinstraße in der Pfalz. Wollte dort Halbmarathon laufen, der war aber schon lange vorher ausverkauft. Für den Marathon gab es noch Startplätze. Dort bestand auch die Verkürzungsoption. Habe dann nochmal Rücksprache mit dem Veranstalter gehalten, ob das wirklich OK ist, wenn ich mich für einen Marathon anmelde, aber nur HM laufe - war kein Problem.

Die Weiche war dann ca. bei km 10 rum. Bin dann ein paar Mal von Ordnern angesprochen worden, dass ich doch zum Marathon abbiegen muss… War schon ein komisches Gefühl einen HM mit Marathon Startnummer zu laufen…

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Steffen42 hat geschrieben: 25.02.2024, 23:33In Würzburg geht das, wenn man zur HM-Marke aussteigt. Dann wird das gewertet. Steigt man später aus, gilt das als DNF.
Ja, Würzburg bietet das an. Nur um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen, das bedeutet: Du hast kurz vor Ende der ersten Runde die Möglichkeit, statt in die zweite Runde in das Ziel abzubiegen und dann offiziell als HM-Finisher gewertet zu werden. Solltest du die zweite Runde aber beginnen und dann z.B. nach 30km aussteigen, dann gilt als offiziell als Marathon DNF und wird nicht als HM gewertet.

Ob das sinnvoll ist oder nicht muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. In persönlich tendiere auch eher zu negativ, da jede "Versuchung" während des Marathons, den nicht bis zum Ende durch zu ziehen die Gefahr massiv erhöht, dann auch tatsächlich abzubrechen, obwohl es evt. gar nicht nötig gewesen wäre. :peinlich:

Das mit den gemischten Startfelder sehe ich auch zwiegespalten. Ja, es ist doof wenn man nicht genau weiß wer um einen herum das selbe Rennen wie man selbst läuft. Und es ist ziemlich demotivierend, wenn dann gegen Ende aufeinmal fast alle Mitläufer schon ins Ziel abgebogen sind, man sich selbst aber noch weiter "quälen" muss. Aber anderseits muss man fairerweise sagen, dass – außerhalb der paar wenigen richtig großen Marathons – die meisten Marathons so wenig Teilnehmer haben, dass es komplett ohne die Läufer der kürzeren Distanzen ein sehr einsames Rennen wäre. So hat man zumindest abschnittsweise noch ein paar mehr Mitläufer (+ zugehörige Zuschauer).

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Julian10 hat geschrieben: 25.02.2024, 22:48 Gibt es einen Marathon in Deutschland, bei dem man wärend dem Lauf auf einen HM wechseln kann, wenn man merkt dass man den Marathon nicht schafft?
Machen kann man das natürlich immer, aber ich meine mit Zeitauswertung etc., als ob man für den Halbmarathon angemeldet gewesen wäre.
Ich wollte nächstes Jahr meinen ersten Marathonversuch wagen, dafür wäre das ideal.
Marathon (das Rennen wie auch das Training) ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine mentale Herausforderung. Wen du jetzt schon eine Exit Strategie suchst, liegen deine Defizite klar im mentalen Bereich. Ich würde das Jahr bis zum Start nutzen, um diese Defizite auszugleichen.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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sehe das ähnlich wie @Dartan

Es kommt darauf an, denn letztlich ist man selbst für seine Pace verantwortlich und nicht die anderen. Ich finde es eigentlich eher angenehm, wenn man Mitläufer hat, egal welches deren Motivation ist. Immerhin ist man dann vielleicht zumindest auf der Hälfte der Strecke nicht ganz so einsam.

Von daher tendiere ich eher dazu das gut zu finden. Zumindest, wenn man gemeinsam startet.

Was ich relativ sinnfrei finde ist allerdings, überhaupt in Erwägung zuziehen, sich unterwegs umzuentscheiden. MRT ist im Verhältnis zur HMRT doch so viel langsamer, dass da doch eh nur Schrott rauskommt. Dann doch lieber den Marathon langsamer zuende laufen.
Von der Blockade im Kopf ganz abgesehen. Ich würde dann schon beim Start an den "Notausgang" denken. Ein recht schlechtes psychologisches Unterfangen im Bezug auf einen Marathon, da dieser auf jeden Fall hart wird, so oder so. Da schon beim Start an die Möglichkeit des Aufgebens zu denken, nicht mein Ding. Dann brauche ich erst gar nicht anzufangen.
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Dartan hat geschrieben: 26.02.2024, 08:44 Das mit den gemischten Startfelder sehe ich auch zwiegespalten. Ja, es ist doof wenn man nicht genau weiß wer um einen herum das selbe Rennen wie man selbst läuft.
Hier wäre es sehr schön, wenn es sich durchsetzen würde, dass die Läufer deutlich gekennzeichnet werden, zu welchem Lauf sie gehören. Und das bitte nicht nur auf der für "Hinterherläufer" unsichtbaren Startnummer. (Das ist aber besser als nix, also bitte gut unterscheidbar).

Muss ja kein Schild auf dem Rücken sein, auch ein farbiges Armbändchen o.ä. ginge.
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Julian10 hat geschrieben: 25.02.2024, 23:10 Weil es strategisch klüger wäre, das zu machen, wenn es das gibt. :hihi:
Strategisch klug wäre es sich ordentlich auf den Wettkampf vorzubereiten.
Wenn man beim Marathon bereits nach der Hälfte das Gefühl hat aussteigen zu müssen, ist man entweder deutlich zu schnell angelaufen oder schlecht vorbereitet...
(Wetterkapriolen und gesundheitliche Einschränkungen mal außer Acht gelassen...)

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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ruca hat geschrieben: 26.02.2024, 09:27
Dartan hat geschrieben: 26.02.2024, 08:44 Das mit den gemischten Startfelder sehe ich auch zwiegespalten. Ja, es ist doof wenn man nicht genau weiß wer um einen herum das selbe Rennen wie man selbst läuft.
Hier wäre es sehr schön, wenn es sich durchsetzen würde, dass die Läufer deutlich gekennzeichnet werden, zu welchem Lauf sie gehören. Und das bitte nicht nur auf der für "Hinterherläufer" unsichtbaren Startnummer. (Das ist aber besser als nix, also bitte gut unterscheidbar).

Muss ja kein Schild auf dem Rücken sein, auch ein farbiges Armbändchen o.ä. ginge.
Beim Marathon hatte ich genug mit mir selbst zu tun, da wäre es mir egal gewesen. Aber bei kleineren Veranstaltungen, wo 5 und 10KM oder 10KM und 10 Meilen (praktische Erfahrung) gemeinsam starten, wäre eine Kennung hilfreich.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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bones hat geschrieben: 26.02.2024, 12:19bei kleineren Veranstaltungen, wo 5 und 10KM oder 10KM und 10 Meilen (praktische Erfahrung) gemeinsam starten, wäre eine Kennung hilfreich.
Am Wochenende starte ich bei einem Lauf mit ca. 1.000 Teilnehmern - es gibt 5 Streckenlängen von 10km bis 50km.
Gelaufen wir auf einer 10km Runde, der Start ist für alle zeitgleich.
Ich frage mich grad was es an meiner Renneinteilung ändern würde, wenn ich Kenntnis darüber habe wer nun welche Disziplin läuft...
Nach einigen Hundert Metern hat sich das ganze Feld bereits einigermaßen entzerrt, jeder läuft fortan in seiner Pace/Gruppe und ca. alle 10km werden es weniger Läufer...
Okay, mir geht's natürlich vorrangig auch um ne Zeit und keine Platzierung...

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Albatros hat geschrieben: 26.02.2024, 12:36
bones hat geschrieben: 26.02.2024, 12:19bei kleineren Veranstaltungen, wo 5 und 10KM oder 10KM und 10 Meilen (praktische Erfahrung) gemeinsam starten, wäre eine Kennung hilfreich.
Am Wochenende starte ich bei einem Lauf mit ca. 1.000 Teilnehmern - es gibt 5 Streckenlängen von 10km bis 50km.
Gelaufen wir auf einer 10km Runde, der Start ist für alle zeitgleich.
Ich frage mich grad was es an meiner Renneinteilung ändern würde, wenn ich Kenntnis darüber habe wer nun welche Disziplin läuft...
Nach einigen Hundert Metern hat sich das ganze Feld bereits einigermaßen entzerrt, jeder läuft fortan in seiner Pace/Gruppe und ca. alle 10km werden es weniger Läufer...
Okay, mir geht's natürlich vorrangig auch um ne Zeit und keine Platzierung...
Bei mir war dabeisein alles. :wink: Aber mit ein bißchen Übersicht, wer welches Rennen läuft, wäre es einfacher gewesen.
Allerdings waren bei dem 5/10KM Lauf nach der Trennung des Feldes überraschenderweise nur noch 2 Läufer auf der 5KM Strecke vor mir (im Ziel hinter mir).
Bei dem 10KM/10M Lauf war nach der Trennung fast keiner mehr in meiner Nähe. Die meisten bogen plötzlich ab und liefen die kürzere Distanz. Bei so einem Wald- und Wiesenlauf wußte man auch nicht, wieviele Teilnehmer eigentlich noch vor einem liegen. Vor mir erkannte ich in 100 Meter Entfernung einen Läufer, an dem ich sonst orientieren konnte, der aber immer etwas schneller war. Diesmal nicht. :hurra: Am Ende war es der überraschende 5.Platz......die Zeit war nicht doll, mir aber auch egal.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Ich kann den Einwand von ruca schon ein bisschen verstehen, wenn man die Wahl hat zwischen alleine oder einer Gruppe, die einen ticken zu schnell ist, dann im Zweifel doch eher zunächst die Gruppe. Kommt halt auf die Pace an, sind es wirklich nur 1-2 Sekunden oder 5 und mehr, dann wird das kritisch. Aber alleine will keiner gerne im Wind sterben.

Wenn die Gruppe dann aber plötzlich weg ist und man doch alleine sterben muss, dann ist es eben schon eine Frage ob man die Sterbephase dadurch verlängert hat, dass man denen gefolgt ist.

War bei mir in Ulm letztes Jahr ähnlich, Gruppe bis km 19 und plötzlich war ich komplett alleine, weil die anderen alle HM gelaufen sind. Vor mit keiner und hinter mir zunächst ein keiner. Letztlich blieb das auch so für den Rest des Marathons. Einige überholten mich, andere wurden von mir überholt, aber eine Gruppe kam, ob des ausgedünnten Feldes keine mehr zustande.

Bei 5er und 10er ist die Sache ja nochmal etwas anders, da kann das schon interessant sein, wenn es um AK-Platzierungen geht. Da ist das durchaus gut wenn man weiss ob man dem anderen folgen muss oder ob er eh eine andere Distanz läuft.
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Es gibt ja noch einen weiteren Punkt. Manche bekommen es ja tatsächlich dann doch hin, auf dem letzten KM das Tempo hochzuziehen. Blöd nur, wenn man mit denen im Tran in einer Gruppe läuft...
Und genauso welche, die auf dem letzten KM einbrechen. Ich wüsste einfach gerne, wen ich "ernstnehmen" kann und wen nicht.
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Solange alle gleichzeitig starten und die selbe Strecke laufen, finde ich persönlich das tatsächlich auch alles halb so wild, da sich das Feld ja trotzdem schnell nach Pace sortieren wird und unabhängig von der Distanz die meisten schon halbwegs gleichmäßig laufen. Wirklich um Platzierungen geht es ja nur bei den wenigsten, und beim Pacing ist eben auch ein bisschen Selbstverantwortung angesagt. :wink:

Was ich aber richtig störend, nervig und teils sogar gefährlich finde, ist wenn durch unterschiedliche Startzeiten und/oder unterschiedliche Streckenführung irgendwann später Teilnehmerfelder mit massiv unterschiedlicher Pace kollidieren und sich dann die flotteren Läufer durch das komplette Feld einer anderen Distanz durchpflügen müssen. :nene: Das ist dann einfach für alle Beteiligten doof. Für die Slalom-laufenden schnellen Läufer sowieso. Aber auch für die langsameren Läufer, die zu der Situation ja auch nichts können, einfach nur eigenes Rennen laufen und man schwerlich von denen erwarten kann, dass sie da immer sofort Platz machen und dabei potentiell ihre eigene Zeit für opfern. Sofern sie überhaupt kapieren was überhaupt los ist, wenn eigentlich fast alle um sie herum im selben Tempo laufen, dann aber auf einmal "aus dem nichts" viel schnellere Läufer auftauchen...

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Hier ist ja besonders der Frankfurt-Marathon ein Negativbeispiel.

10:00 Uhr erste Welle
10:10 Uhr zweite Welle
10:35 Uhr Staffeln.

Eine Staffel, die 35 Minuten schneller als der durchschnittliche Läufer ist, pflügt sich also durch die komplette zweite und noch einen großen Teil der ersten Welle. Dabei aber in Extremslalom und viel Kantstein rauf und runter - so habe ich es zumindest erlebt (2. Welle, 3:45).
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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ruca hat geschrieben: 26.02.2024, 14:43Hier ist ja besonders der Frankfurt-Marathon ein Negativbeispiel.
Da hatte ich zumindest das letzte mal das Glück, schnell genug zu sein um den Staffel zu entgehen. (Gerade mal aus Neugierde geschaut, exakt eine Staffel kam vor mir im Ziel an :zwinker2:)

Aber ja, für die Staffelläufer selbst und für die Marathon-Läufer weiter hinten kann das dort recht nervig werden. Vor ein paar Jahren wurde ich dort z.B. mal von Sabrina Mockenhaupt samt Fahrrad-Begleittross (!!!) überholt, die da irgendeine Charity-Staffel oder so was gelaufen ist. Das war schon ziemlich übel und für beide Seiten doof. Da hatte die sich im Nachhinein glaub ich sogar für entschuldigt und hatte wohl auch nicht mit gerechnet, dass sie sich durchs Hauptfeld durchpflügen muss...

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Beim letztjährigen Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg wo sich die Marathoni und Halbmarathoni die Strecke auch geteilt haben hat das der Veranstalter cleverer gemacht. Bei km 8 lief die Spitze des Marathons auf uns Halbmaratonis :teufel: auf, und die Rennleitung im Führungsfahrzeug bat ganz höflich darum Platz zu machen. Aufgrund der an dieser Stelle breiten Straße war das überhaupt kein Problem, im Gegenteil! Für mich als Hobbylusche war es faszinierend dabei zuzuschauen, in welchem unfassbaren Tempo die Spitze an uns bei 30°C vorbeimarschierte. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit mit der Prominenz für einen kurzen Augenblick auf gleicher Höhe zu sein? Trotz der brutalen Hitze war die Veranstaltung von vorne bis hinten stimmig und sehr entspannt. Der Druck kommt beim Laufen so oder so von innen. :wink: Was ich in den Wettkämpfen bei denen ich teilgenommen habe kritischer sehe ist die Startphase des eigenen Rennens. Bis das freie Laufen möglich wird vergeht da schon einmal der ein oder andere Kilometer. Ist aber letzten Endes auch jammern auf "hohem" Niveau.

my2cents

Karl

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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JoelH hat geschrieben: 26.02.2024, 14:55 Sowas hatte ich beim Münchenmarathon. Plötzlich hupt es hinter mir und das Führungsfahrzeug des 10ers quält sich durch das Marathonfeld. :tocktock: :tocktock: Wer sowas plant, der hat echt keine Ahnung.
Dieses „Vergnügen“ hatte ich bei meinem München-Marathon auch. Auf der Leopoldstrasse, wo es ohnehin schon eng war, ist der Marathon mit den 10er-Läufern zusammengetroffen. Mich haben die langsamen 10er Läufer ziemlich ausgebremst. Den Teilnehmern kann man hier keinen Vorwurf machen, das ist einfach grottig organisiert gewesen.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Hefeteilchen hat geschrieben: 26.02.2024, 16:03Bis das freie Laufen möglich wird vergeht da schon einmal der ein oder andere Kilometer.
Und auch das kann der Veranstalter ziemlich simpel steuern: Durch die Breite des Starttors.

Zurück zum Thema Zusammentreffen von unterschiedlichen Wettbewerben:
Hier finde ich Hamburg ganz witzig, hier startet der HM 1:05h vor dem M und nimmt auf identischer Strecke 2 Abkürzungen.
Theoretisch gibt es eine Überschneidung:
https://haspa-marathon-hamburg.de/wp-co ... abelle.pdf
Bei Km 19,9. Letzer HM-Läufer um 10:31 Uhr, erster M-Läufer um 10:28.
Praktische Auswirkung dicht bei null.
Einerseits ist das Läuferfeld am Ende sehr dünn, andererseits würden auch 5 Minuten mehr Abstand nichts Entscheidendes ändern, denn auch HM-Läufer, die das Zeitlimit überschreiten, werden nicht von der Strecke geholt, der letzte Finisher von 2023 war schon bei KM 10 etwa 10 Minuten hinter dem Zeitplan, der vorletzte etwa 5...
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Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Danke für eure vielen Antworten.
Ich hab irgendwie das Gefühl, wir sind nicht so auf einer Wellenlänge. Ich muss zudem annehmen, dass ich auf der kürzeren Wellenlänge surfe. 😁 Ihr habt natürlich viel mehr Erfahrung, das steht außer Frage.
Für mich stellt sich die Situation folgendermaßen dar.
Ich möchte meinen ersten Marathon laufen und mich bestmöglich darauf vorbereiten.
Ein wichtiger Punkt für mich persönlich ist, dass ich sehr gerne laufen gehe und mich dazu nicht zwingen muss.
Ich habe das bisher einfach immer weiter gemacht und es wurden immer längere Distanzen.
Die Pace wurde zwar auch immer besser, darauf kam es mir aber nie wirklich an. Ich muss zugeben, dass ich beim letzten HM für meine Verhältnisse auch etwas schneller gelaufen bin, würde aber nicht sagen dass ich am max. gelaufen bin oder wie ihr sagen würdet HMRT? Ich möchte ohne Verletzungen ankommen, zur Not breche ich ab, was solls. Also die Geschwindigkeit / die Platzierung ist mir egal.
So soll das auch bei dem ersten Marathon laufen. Ich hab einen groben Plan, steigere die Langdistanzen wochenweise bis auf 32km, Tempoläufe brauche ich nicht da mein Renntempo meinem normalen Tempo entspricht und denke dass ich damit dann gut durch den Marathon kommen werde mit einer Zeit von um die 4:30.
Es ist aber dann am Marathontag nicht so, dass ich mich dazu zwinge die 42km auf biegen und brechen zu schaffen...
Wenn ich so Leute auf Youtube sehe die ganz ohne Training einen Marathon laufen und hinterm Ziel zusammenbrechen, dann Frage ich mich ob denen die Gesundheit überhaupt etwas wert ist.
Wenn ich zur Hälfte keine Lust/Energie mehr habe, dann möchte ich die Möglichkeit haben, "nur" einen HM gewertet zu bekommen, für ein kleines Erfolgserlebnis. Mit einer Medaille bin ich z.B. auch schon glücklich. Außer es handelt sich um eine Holzmedaille... :rolleyes:
So viel zu meinen Vorstellungen der Veranstaltung.

Selbst wenn ich erst ab km 25 merke, dass ich überpacet habe, so habe ich mich dann verzockt aber hatte bis km 21 trotzdem die Möglichkeit, beim HM auszusteigen. Ist doch für meinen Fall ein Vorteil?

Ich hab jetzt offline noch den Tipp bekommen dass in Mainz die Wechselmöglichkeit bestanden hat... Anscheinend hat aber der Veranstalter gewechselt und es gibt nur noch einen Halbmathon in Mainz... Schade.

Re: Marathon mit HM-Wechselmöglichkeit

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Julian10 hat geschrieben: 28.02.2024, 23:46
Es ist aber dann am Marathontag nicht so, dass ich mich dazu zwinge die 42km auf biegen und brechen zu schaffen...
Wenn ich so Leute auf Youtube sehe die ganz ohne Training einen Marathon laufen und hinterm Ziel zusammenbrechen, dann Frage ich mich ob denen die Gesundheit überhaupt etwas wert ist.
Leide gibt es viele Menschen die unvorbereitet oder ungenügend vorbereitet versuchen einen Marathon zu Laufen.
Diese Menschen verbreiten dann den Mythos eine Teilnahme an einem Marathon wäre brutal, gefährlich und nur was für Profis.

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch einen Marathon in seiner Zeit schaffen.
Auch gesundheitlich muss ein Marathon nicht belastend sein.
Wichtig ist meiner Meinung nach neben der unmittelbaren Marathonvorbereitung, ca. 16 Wochen vorm WK, dass man seinen Körper über mehrere Monate durch regelmäßigem Training an die längeren Läufe gewöhnt hat.

Wenn man über mehrere Jahre wöchentlich um die 40km/Woche gelaufen ist und dabei regelmäßig auch Distanzen um die 20km gelaufen ist, dann kann man beruhigt in die finale Marathonvorbereitung gehen.
Wenn ein Körper gewohnt ist regelmäßig >40 WKM zu Laufen, dann hat er auch kein Problem diese ~40 km auch an einem Tag zu Laufen. Natürlich braucht er danach ausreichend Regeneration aber Grundsätzlich baut der Körper Reserven auf für den "Notfall", falls es mal weiter gehen muss.

Meinen ersten Marathon habe ich nach 5 Jahren Lauftraining absolviert.
In dem Jahr wo ich den Marathon laufen wollte, ging gesundheitlich alles schief was schief gehen konnte.
Letztlich wurde ich zwar 16 Wochen vor dem Marathon wieder gesund aber hatte in dem Jahr sowenig Laufkilometer in den Beinen wie seit dem Jahr meines Beginn des Laufsportes nicht mehr.
Dem entsprechend vorsichtig musste ich in die Marathonvorbereitung einsteigen.
Es wurde zwar keine Traumzeit, aber ich erreichte mein minimal Ziel mit einem lächeln im Gesicht.
Ich bin mir sicher das ich diesen 1. Marathon nur geschafft habe, weil ich schon viele Jahre zuvor gelaufen bin.

Ich will dir damit nur sagen, dass du keine Angst haben musst dich bei einem vollen Marathon zu verausgaben oder gar zu verletzen.
Wenn du kein Problem hast jederzeit eine HM-Distanz durchlaufen zu können und schon viele Monate läufst,
dann schaffst du auch die volle Distanz eines Marathons.
In welcher Zeit du deinen Marathon läufst, dass hängt natürlich von deiner Vorbereitung ab - aber mit erhobenen Hauptes durch Ziel kommst du auf jedenfall.

Von daher würde ich dir raten vertraue auf dein Training und verzichte auf eine Wahlmöglichkeit, auf die HM-Distanz wechseln zu können.
1. Kommt der "Mann mit dem Hammer" sowieso erst nach km 35 und dann bist du ja schon fast im Ziel ...
2. Bekommt man häufig auf halber Strecke den Gedanken: "Warum tu ich mir das an ..." - im Ziel kann man dann seine Zweifel die man einige km vorm Ziel hatte nicht mehr nachvollziehen.
Antworten

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