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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundlagentraining



Newstart
09.06.2009, 15:23
Hallo
Habe mal eine Frage an euch erfahrene Läufer. Im Moment komme ich nicht dazu, mehr als 2 Mal laufen zu gehen in der Woche. Deshalb nutze ich meinen Arbeitsweg zum Training und radle die 40 km (hin und zurück) 2 Mal pro Woche mit dem Fahrrad. Kann ich dies als Grundlagentraining rechnen auch fürs Laufen? ich habe das Gefühl, wenn ich dann zum Laufen komme, müsste ich eher Intervall Training und solche Sachen machen. Mein Ziel ist übrigens im Herbst 2010 einen Halbmarathon zu laufen. Im Moment schaffe ich es, eine Stunde am Stück zu laufen, aber ganz langsam.
Bringt das Fahrradfahren etwas fürs Laufen:confused:

liebe Grüsse
Newstart

U_d_o
09.06.2009, 18:51
Hallo Newstart,
herzlich willkommen im Forum :winken:


Bringt das Fahrradfahren etwas fürs LaufenGrundausdauer ist von einer Ausdauersportart auf die andere übertragbar. Damit ist deine Frage eigentlich schon positiv beantwortet. Vielen Organen ist "egal" für welche Bewegungsart sie arbeiten. Herz- und Kreislauf werden zum Beispiel vom Radfahren ähnlich gefordert wie vom Laufen. Mischtraining ist sogar wesentlich gesünder, als nur zu laufen, was man sicher nicht näher zu begründen braucht. Dass Schwimmen und Radfahren auch zu guten Laufleistungen beitragen beweisen Triathleten, wenn man ihre erstaunlichen Laufzeiten zum reinen Lauftrainingsaufwand in Beziehung setzt.

Du solltest allerdings keinesfalls Rad- und Lauftraining an einem Tag durchführen. Bei vier Trainingseinheiten bleiben dir drei Ruhetage. Die sollten sich so verteilen, dass du nur einmal pro Woche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen trainierst. Rad und Lauf sollten dabei alternieren. Also vielleicht so:

Mo:Rad
Di: ---
Mi:Lauf
Do: ---
Fr:Rad
Sa: ---
So:Lauf

Die Inhalte deines Lauftrainings hängen davon ab wie lange du bereits läufst. Tempotraining (Intervalle, Fahrtspiele, schnelle Dauerläufe) erfordert gute Grundlagen. Zum einen bereits vorhandene Ausdauer (erworben durch viele langsame, in der Dauer gesteigerte Läufe), dazu die fortgeschrittene Anpassung des Bewegungsapparates. Dazu kann ich nichts sagen, da Angaben von dir fehlen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Radeln und Laufen :daumen:

Gruß Udo

Newstart
10.06.2009, 12:11
Lieber Udo
Herzlichen Dank für deine schnelle Antwort! Da kann ich ja beruhigt weiter machen. Fahrradfahren zur Arbeit mache ich seit einem Jahr (2 Mal pro Woche) mit Schnee bedingten Pausen im Winter. Regelmässig laufen gehe ich seit letzten September. Ich mache auch nicht wirklich Intervalltraining bisher. Aber ich laufe in sehr hügeligem Gelände (bin im Jura zu Hause). Da war es am Anfang schwierig, die Strecke durchzulaufen. Was ich aber mittlerweile schaffe.
Deine Laufseite werde ich mir mal in einer ruhigen Minute zu Gemüte führen.
Liebe Grüsse
Newstart

Überläufer
10.06.2009, 12:20
Die Herzkreislaufausdauer kannst Du mit Radfahren oder Laufen trainieren. Die peripheren Systeme (sprich: Muskeln) sind aber jeweils andere (sonst wäre Triathlon auch nicht möglich).
Ich selbst hab das mit dem Radfahren eine Zeitlang auch so gemacht und bin anschließend noch laufen gegangen (allerdings trainierte ich da 7 x pro Woche). Wenn Du insgesamt nur 4 x trainierst, dann ist eine Aufteilung, wie Udo sie beschrieben hat wahrscheinlich sinnvoll, damit die Reizdichte annähernd konstant verteilt ist, zumindest die für das Herzkreislaufsystem.

0815Runner
10.06.2009, 17:48
2 mal pro Woche Laufen und 2 mal Radfahren. Um einen Marathon zu absolvieren, erscheint mir das als zu geringer Trainingsumfang. Natürlich unterstützt das Radfahren das Laufen, aber es fehlt einfach die Belastung, um den körper an die Belastungen eines Marathons anzupassen. Das Radfahren sehe ich eher als Crosstraining oder als Ersatz für einen Regenerationslauf.

Newstart
12.06.2009, 15:39
Vielen Dank für eure Meinungen. Ich werde es bis August so halten, wie von Udo beschrieben. Dann reduziert sich mein Arbeitspensum ein wenig und ich kann sicher noch ein drittes Mal laufen gehen :daumen: . Mal sehen, was dann daraus wird.
Danke euch allen
Newstart

U_d_o
14.06.2009, 18:11
2 mal pro Woche Laufen und 2 mal Radfahren. Um einen Marathon zu absolvieren, erscheint mir das als zu geringer Trainingsumfang. Natürlich unterstützt das Radfahren das Laufen, aber es fehlt einfach die Belastung, um den körper an die Belastungen eines Marathons anzupassen. Das Radfahren sehe ich eher als Crosstraining oder als Ersatz für einen Regenerationslauf.Hallo,

wo bitte ist im Posting von 0815Runner die Rede von einem Marathon? Und seine HM-Absicht hat er auf 2010 datiert.

Im übrigen ist durch die Sportpraxis (nicht nur im Triathlon) und diverse Untersuchungen klar festgestellt, dass alternative Ausdauertrainingseinheiten (z.B. Rad, Schwimmen, Langlauf), so lange ihr Beanspruchsgrad einen überschwelligen Reiz darstellt, auch dem Laufen zu Gute kommen. Wer einen Marathon laufen möchte, kann dazu eine der Trainingseinheiten mittellang-mittelschnell durchaus alternativ per Rad (oder sonstwie) absolvieren. Die marathonspezifische Anpassung des Bewegungsapparates, wie auch das Training des Langzeitausdauerstoffwechsels, geschieht über eine ausreichende Anzahl von langen Läufen. Um die laufspezifische Ausdauer zu schulen - was in der Tat nur laufend geht - müssen nicht alle Einheiten gelaufen werden.

Gruß Udo

PS: Ohne für den Sponsor dieses Forums Werbung machen zu wollen: In einer Nummer der Laufzeitschrift in 2007/8 wurde ein (Lauf-) Trainingsplan veröffentlicht, der auf der Basis von alternativen Ausdauereinheiten (Rad und Schwimmen glaube ich) funktioniert. Leider weiß ich weder welche Nummer das war, noch, ob es dabei um 10km oder HM als Trainingsziel ging. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran.

erwin82
15.06.2009, 15:51
Hallo,

wo bitte ist im Posting von 0815Runner die Rede von einem Marathon? Und seine HM-Absicht hat er auf 2010 datiert.

Im übrigen ist durch die Sportpraxis (nicht nur im Triathlon) und diverse Untersuchungen klar festgestellt, dass alternative Ausdauertrainingseinheiten (z.B. Rad, Schwimmen, Langlauf), so lange ihr Beanspruchsgrad einen überschwelligen Reiz darstellt, auch dem Laufen zu Gute kommen. Wer einen Marathon laufen möchte, kann dazu eine der Trainingseinheiten mittellang-mittelschnell durchaus alternativ per Rad (oder sonstwie) absolvieren. Die marathonspezifische Anpassung des Bewegungsapparates, wie auch das Training des Langzeitausdauerstoffwechsels, geschieht über eine ausreichende Anzahl von langen Läufen. Um die laufspezifische Ausdauer zu schulen - was in der Tat nur laufend geht - müssen nicht alle Einheiten gelaufen werden.

Gruß Udo

PS: Ohne für den Sponsor dieses Forums Werbung machen zu wollen: In einer Nummer der Laufzeitschrift in 2007/8 wurde ein (Lauf-) Trainingsplan veröffentlicht, der auf der Basis von alternativen Ausdauereinheiten (Rad und Schwimmen glaube ich) funktioniert. Leider weiß ich weder welche Nummer das war, noch, ob es dabei um 10km oder HM als Trainingsziel ging. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran.

Kann Udo nur Recht geben! Ich trainiere auch für Triathlon und ich laufe momentan ca. 30km in der Woche! vorher bei reinem Lauftraining habe ich so ca. 50km pro Woche absolviert. Seit ich meine Trainingszeit auf Schwimmen, Radeln, Laufen aufgeteilt habe, bin ich trotzdem schneller geworden! Insgesamt ist das Ausdauertraining mehr geworden, nur halt auf 3 Sportarten aufgeteilt. Da ich im Radln noch schwächer bin, trainiere ich beim Radln eher im unteren Pulsbereich. Lauftraining ist meist so im mittleren Pulsbereich und wenn keine Laufwettkämpfe am Wochenende anstehen baue ich Intervall oder Tempolauf ein!
Habe mit den 3 Sportarten 7kg verloren, meinen Blutdruck auf 125/72 gesenkt. Meinen Tagespuls von ca. 85bpm auf 62bpm gesenkt, meinen Cholesterin unter 200 gebracht! Ausserdem habe ich noch Spass am Multisport!
Wie Udo sagt, glaube ich auch das es dich einfach ausgewogener trainiert...
Vor dem HM (ca. 12 Wochen vorher) trainierst du dann laufspeziefischer mit einem Plan und baust auf deine Grundlagenausdauer auf!
Du schaffst das sicher! :daumen:

snoodog
15.06.2009, 16:33
Ich kann aus eigener Erfahrung auch nur bestätigen, dass das Radfahren zwischen den Läufen ein sehr gutes Ergebnis bringt. Ich trete mit dem Radfahren nur unmittelbar vor Laufwettkämpfen kürzer, halte es aber ansonsten auch so, dass zweimal die Woche mit dem Rad zur Arbeitgefahren wird, was bei 35 km Entfernung auch 70 Tageskilometer gibt.