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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umstellung Ferse -> Mittelfuß - wie schnell darf man?



Kullino
04.07.2012, 21:05
Hallo,

ich bin eigentlich immer nur Ferse gelaufen, bei schnellen Läufen dann teils auch in den Bereich Mittelfuß. Daß ganze laut einem VK der meine Billigadidaslaufschuhe sah "die haben ja gar keine Dämpfung :D ", recht direkten Schuhen(falls das für gleich wichtig ist). Nun hab ich mir die PureCadence geholt mit 4mm Sprenung und moderater Dämpfung, da ich mich in den Bereich Minimalschuhe vorarbeiten will; Ziel Schuhe mit möglichs dünner Sohle, vielleicht auch nur Laufsocken. Und halt weg vom Fersenlauf.

So denn bisher bin ich die Schuhe zweimal gelaufen, 3km und 5km. Bewußt vorsichtig, weil ich gelesen habe daß sich die die untrainierten Muskeln recht schnell melden sollen. Aber wieder erwarten spüre ich keinen Muskelkater oder Schmerzen. :confused:
Da ich aber definitiv Mittelfuß in den Schuhen laufe(mal danach die anderen Schuhe angezogen, daß ging gar nicht mehr. :hihi: ), frage ich mich jetzt was ich mir selbst zumuten darf, wann schlägt die Achilissehne auf einmal zurück?

Strecke abermals erhöhen, wenn ich mich gut fühle?
Will da nix verbocken.

Gruß Kullino

RunRideSwin95
04.07.2012, 21:12
Hallo,

ich bin gerade auch dabei auf Vor-/Mittelfuß umzustellen, hab dazu halt auch nun passende Schuhe.
Nur bei mir ging das halt alles etwas zu schnell.
Ich habe mein Training ganz normal weiter gemacht, also täglich um die 10km und ein Ruhetag in der Woche. Keine gute Idee.
Meine Achilessehne meldet sich nun langsam. Vielleicht solltest du das folgendermaßen machen, wie ich es nun auch tun werde:
Training zwar normal weiter machen, allerdings immer mal wieder von Mittelfuß auf Ferse wechseln. Also 1 km Mittelfuß und dann 1km auf Ferse.
Dann bei den nächsten Trainings langsam steigern, so dass du immer mehr auf Mittelfuß läufst.
Ich würde das Wochenweise erhöhen.

Kullino
04.07.2012, 21:49
Hi,

das Problem ist daß ich mit den Adidas nicht sauber Mittelfuß laufen kann. Denke mal viel zuviel Sprengung drin. Da muß ich schon sehr schnell laufen um in den Mittelfuß zu kommen, bei langsamem Lauf die Füße ziemlich abknicken um nicht mit der Ferse zuerst auf zu setzen. Ist dann unangenehm.
Die Pure möchte ich ungern Ferse laufen, sind zum einen nicht dafür gedacht und zum anderen läßt sich mit denen Mittelfuß total einfach laufen, als hätte ich noch nie was anderes gemacht. :daumen:

orbis
04.07.2012, 23:36
ich laufe gezwungenermasen seit ca einem halben jahr nur noch mittel/vorfuss. bei mir wars umgekehrt, hat sich automatisch so eingestellt. ich hab mir aber auch minimalisten gekauft und nutze sie 1-2 mal in der woche im training bis maximal 30 km. mit minimalisten hat man sehr gute kontrolle über seinen laufstil und fördert auch stark die fähigkeit den laufstiel zu spüren und zu kontrollieren.

ich würde euch empfehlen in normalen laufschuhen weiter zu trainieren und nur 1-2 mal in der woche minimalisten zu nutzen. ihr könnt dabei langsam die streckenlänge erhöhen und euch an das thema rantasten.

bei mir ist das mittel/vorfuss laufen mittlerweile sehr dominant. ich laufe in jedem schuh sauber den stil und mittlerweile auch eigentlich bei jedem tempo.

ach ja. ich laufe einen new balance minimus road (null spreizung) und gelegentlich einen saucony kinvara2 (4mm spreizung) als minimalisten. ansonsten normale sauconys, brooks und einen lunge. bin neutralläufer

wsabg
08.07.2012, 13:14
ansonsten normale sauconys, brooks und einen lunge. bin neutralläufer

Sorry für ein wenig OT - könntest Du mir Deine Erfahrungen mit dem Lunge mal schildern, gern per PN, da es hier nicht in den Thread gehört? Ich liebäugele schon seit einiger Zeit mit denen, scheue aber den Preis noch.

Lieben Dank und happy trails,

Wolfgang

GeorgSchoenegger
08.07.2012, 14:54
Die Frage kommt jetzt vielleicht schon ein bisschen spät, aber: Gibt es einen bestimmten Grund, warum du deinen Stil umstellst? Weil man kann durchaus verschiedene Laufstile nebeneinander pflegen. Du kannst mit Sicherheit auch jetzt schon einiges tun indem du komplett barfuß läufst, aber wenn du ein geborener "Fersenläufer" bist würde ich das nicht komplett aufgeben sondern nebenher weiter betreiben. Außer du hast eben irgendwelche Probleme damit.

runst
21.08.2012, 17:58
..sehe ich auch so. Wollte mir 2011 neue Schuhe zulegen und dachte als bis dahin Fersenläufer & Überpronierer an Schuhe mit entspr. Dämpfung. Dann las ich von Barfußlauf, anderer Lauftechnik und Minimalschuhen.
Mein erstes Barfuß- Modell (Nimbletoes Speedster) zeigte mir, daß ich Laufen komplett neu lernen müßte (->Wade/Achillessehne). Ich durfte sie zurückgeben und bin durch Zufall auf inov-8 XTalon gestoßen - für mich DER Kompromiß! VF/MF Lauf kann ich nach Belieben mit Fersenlauf abwechseln und so das Training variieren. Bin inzwischen auch etwas schneller geworden wobei ich bei unsrem Altstadtlauf kaum über Ferse abgerollt bin.
Das wiederum bestätigt mir, was man so lesen kann: Je höher das Tempo, umso mehr ergibt sich das Laufen über VF/MF. Wenn man das dann als ursprünglich Fersenläufer gezielt trainiert, ist man also auf einem guten Weg.
Und zur eigentlichen Frage: Als Einstieg ins VF/MF- Laufen nur soviel davon, wie Du es im Rahmen Deines normalen Trainingspensums verkraften kannst. Notfalls auf der Strecke die Schuhe wechseln!

afuerst89
23.08.2012, 10:55
Wieso willst du umstellen, die besten Läufer sind "Fersenläufer", wenn man das so nennen darf:
Runtasia - Haile Gebreselassie und der perfekte Laufstil - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=kxtvN0GxPtA)
Patrick Makau running technique - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=1FlnQzPzS2Q)

Oder ist die Definition von Fersenläufer für mich eine andere?

Mfg

aBo
25.08.2012, 10:03
Wenn man sehr, sehr genau hinschaut sieht man das er nicht auf der Ferse landet, sondern kurz vor dem Aufsetzten den Fuß absenkt und mit der Mitte aufsetzt. Ist aber auch verdammt schwer zu erkennen.

@Kullino :

Schwer dir von den Umfängen her was zu raten. Wie du ja weisst, hat jeder andere Voraussetzungen. Ich mache es recht simpel, ich höre auf meinen Körper. In den letzten Monaten hatte ich es schon das ein oder andere mal übertrieben und kleinere Wehwehchen.
Die, nach reduzierung des Trainings mit minimalistischen Schuhen oder Barfuß, von alleine wieder verschwanden ohne auf ärztliche Hilfe zurück zu greifen.
Dein Bewegungsapparat sagt dir schon wann es zu viel ist.

Alex

Maverick81
27.08.2012, 12:58
Hi.

Nach einer langen Rückenleidensgeschichte habe ich eine Bewegungsanalyse gemacht (KEINE Laufbandanalyse bei RunnersPoint, sondern eine "richtige"). Mir wurde nahegelegt, ebenfalls auf dem Mittelfuß zu laufen.

Was soll ich sagen? Gesagt, getan. Von heute auf morgen. Ohne langsames rantasten, ohne "hin und wieder" mal.
Sofort und gleich. Die ersten zwei, drei Läufe musste ich noch etwas ... wie soll ich es nennen... "üben"....
Meine Erfahrung: Es geht!!

Ich laufe zwischen 20 und 40 km die Woche, je nach Laune.
Ach ja, und meine Rückenprobleme habe ich u.a. (!) mit der Umstellung ebenfalls in den Griff bekommen.

Gruß
Maverick

Kullino
28.08.2012, 18:34
Hallo,

hier hat sich ja doch was getan. hatte die letzten tage gar nicht mehr reingeschaut. :peinlich:

Die Umstellung kommt von meinen Knie problemen her die ich seit Anfang Februar hatte, mit Hoffnung auf Besserung. Ingesamt sei gesagt, daß die jetzt fast komplett verschwunden sind. Auch nach größeren Entfernungen (HM) keine Beschwerden mehr. Nur noch bei starker Beugung einseitig(einsitige Kniebeuge, bzw.blöde Arbeitsbewegung die mal vorkommt) merke ich noch etwas. Aber laut 3 Ärzten angeblich alles i.O., MRT zur letzten Abklärung ist die Tage, laut Doc nur um Sciher zu gehen, ne OP wär auch bei leichtem Befund? nicht nötig.
Zum anderen seh ichs an meinem Sohn wie er natürlich läuft. Es ist einfach was anderes als in normalen Schuhen. Es soll ja recht Gelenkschonend(und Achilessehnenbelastend ;) ) sein, dazu dem Gefühl das es sich gut anfühlt, daher stelle ich langsam um.
@Georg,
beim Fersenlauf werde ich aber vorraussichtlich doch noch eine zeitlang oder sagen wir weiterhin treu bleiben. Ob jetzt mit den Adidas oder anderen. Abwecshelung ist das Wort, wie du schon schreibst.

Momentan laufe ich so max.10km mit den Mittelfuß Schuhen. Hier ud da merke ich nachher oder auch mal beim laufen ein zwicken und zwacken. Mal die patellasehne, mal Wadenbeinknöchelchen, aber nur ein wenig und ist Ok für mich. Sowas geht ja eh über zig Monate.
Ansonsten laufe ich bei schnellen oder langen Runden bzw. WK die Adidas. Hier merke ich daß es langsam autoamtisch ein Mix aus Ferse und Mittelfuß wird. Also Mittel, aber die Fersen setzt doch leicht vorher auf. :haeh: :hihi:

So gehts nun langsam weiter. Als nächste Schuhe schweben mir Fivefingers o.ä. vor, zudem Kinvara 2 oder 3 als Wk Schuhe(sind vom Gefühl wie die Adidas, tut sich nicht viel) Aber das hat noch Zeit. Vielleicht anfang nächsten jahres( oder zu Weihnachten. :) )

Gruß Kullino

Parg
29.08.2012, 12:05
Hi,

ich kann dir aus persönlicher Erfahrung nur raten die Sache langsam anzugehen und dich nur in kleinen Schritten zu steigern.
Ca. vor einem Jahr habe ich hin uns wieder mal einen kurzen Barfußlauf eingelegt und Gefallen an dem Laufstil gefunden. Bis Weihnachten bin ich dann noch ganz normal mit "Fernsenschuhen" gelaufen, bis dann meine Vibrams kamen. Durch die neu entdeckte Lauffreude habe ich völlig übertrieben und habe mir dann im März Shin Splints eingefangen, die ich erst seit kurzem im Griff habe. Nun laufe ich alle 4 Tage mit einer Steigerung von je 100 Metern. Bin i.M. bei 800. Dafür aber schmerzfrei.

Man liest zwar immer nur davon, dass man der Umgewöhnung des Körpers genügend Zeit geben soll, aber ich habe das erst begriffen als mich die Verletzung erwischt hat,. Ich kann dir also nur den Rat geben: Take it slow! Kleine Distanzsteigerungen und auch Tempo raus nehmen.