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Knochenhautentzündung/Shinsplint

Knochenhautentzündung/Shinsplint

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Hallo liebe Community,


ich bin 21 Jahre halt und spiele seit über 15 Jahren Fußball. Nie eine größere Verletzung gehabt und immer fit unterwegs gewesen.
Vor über einem Jahr hat es mich aber erwischt. Typische Schmerzen in mittlerweile beiden Schienbeinen und trotzdem den Ehrgeiz immer weiter zu machen. Jedoch wurde natürlich irgendwann doch die Reißleine gezogen.

Mittlerweile war ich bei drei verschiedenen Orthopäden, wobei mir der erste Einlagen verschrieben hat —> keine Besserung.

Beim dritten Orthopäden und Sportmediziner wurde ich dann zum MRT geschickt wobei keinerlei Knochenhautentzündung oder Ermüdungsbruch festgestellt werden konnte. Seine Diagnose lautete also chronische Knochenhautentzündung. Er spritzte mir direkt Kortison mit Schmerzmittel gemischt in beide Schienbeine/Muskeln und empfahl nun eine Eigenbluttherapie an beiden Schienbeinen. Kostenpunkt knappe 600€.

Hier ist der Punkt an dem ich hadere und nicht weiter weiß in wie weit mir das wirklich helfen soll (ist ja schon eine Menge Geld). Mittlerweile war ich auch bei einer Heilpraktikerin, welche mir Akupunktur empfohlen hat und ich dazu morgen einen Termin habe.

Gibt es zur chronischen Knochenhautentzündung hier überhaupt Erfahrungsberichte und wenn ja könnte mir hierzu jemand helfen und evtl seinen Stand der Dinge bzw. seine Therapiemethoden aufzeigen?

Vielen Dank. Ich bin schon fast am verzweifeln.

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Was heißt "Reißleine gezogen" konkret?

Simpelste und billigste Therapie ist erstmal Pause bis zur kompletten Beschwerdefreiheit (ja, das kann viele Wochen dauern) und dann ganz vorsichtiger Wiedereinstieg.
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Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

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Chronisch ist erstmal immer schlecht, weil sich dann das Problem manifestiert hat. Und bei was auch immer du da jetzt an Hokuspokus machst, selbst wenn es hilft (was ich bezweifle), warum sollte das Problem danach nicht wieder zurück kommen?

Erstmal muss man unterscheiden ob es die äußere oder die innere Schienbeinkante ist. Recherchiere dann mal ein wenig, hier kann ich auch den ein oder anderen Hinweis geben.

Grundsätzlich hilft bei der Schienbeinkante eher Wärme als Kälte. Kälte betäubt zwar den Schmerz hilft aber nicht gegen die Ursache. Und dann gibt es (je nachdem ob außen oder innen) ein paar Übungen die helfen können die entsprechende Muskulatur und Strukturen zu verbessern.

Daneben kann es Ursachen im "Laufstil" geben. Beiuspielsweise wird die äußere Schienbeinkante beansprucht wenn man beim Laufen den Vorfuß versucht anzuziehen. Also wie gesagt, wenn du weißt was du genau hast gibt es schon noch ein paar Möglichkeiten bevor man es mit Eigenblut und Pferdeplazenta versucht.

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Mir hat das sehr schmerzhafte Rollen auf der Faszienrolle über die muskulöse Seite der Schienbeinkante geholfen. Zentimeter für Zentimeter... Schmerz für Schmerz...

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colinhck hat geschrieben:
Beim dritten Orthopäden und Sportmediziner wurde ich dann zum MRT geschickt wobei keinerlei Knochenhautentzündung oder Ermüdungsbruch festgestellt werden konnte. Seine Diagnose lautete also chronische Knochenhautentzündung.
Wie passt das zusammen? Ob akut oder chronisch, die Entzündung müsste sich ja feststellen lassen.
Hatte mal eine KHE im Daumen, das hat etliche Wochen gedauert, bis es weg war. Am besten half: nicht belasten bis zur absoluten Schmerzfreiheit(wie ein Vorredner schon anmerkte).
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Traurig, dass der TE keinerlei Rückmeldung oder Antwort auf die gestellten Fragen gibt.

Scheint dann ja doch nicht so wichtig.
Im Forum dabei seit 28.06.2022 Letzte Aktivität Gestern 12:02
"Fire and forget"?
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Mein Lauftagebuch "Ausgerechnet ich laufe"
PBs: 10k: 44:27 (3/18), HM: 1:37:59 (9/18), M: 3:30:35 (04/19)
Ultra: 72,3km in 7:28h (12/19), 110km in 24h (6/19)

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Sorry,
Emails über Benachrichtigungen landeten im Spamordner.🙈
Pause hatte ich zwischenzeitlich nun schon 6 Monate.
Nachdem der Arzt auf dem MRT nichts erkennen konnte sagte er: „also ist die KNH chronisch“.
Daraufhin spritzte er wie gesagt Kortison und empfahl besagte Eigenbluttherapie.

Betroffen sind die inneren Kanten an beiden Beinen. Orthopädische Einlagen trage in ich Freizeit-, sowie Fußball- und Laufschuhen (Adidas UltraBoost). Hatte auch schon den Gedanken auf Schuhe mit niedrigerer Sprengung umzusteigen.

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Neues Update:

Zur Zeit nehme ich die Triggerpunkt-Akupunktur in Anspruch und bin letzte Woche einmal auf der Tartanbahn laufen gewesen (Adidas Ultra Boost). Langsames Tempo und ohne hohe Erwartungen.
Naja das Ergebnis war niederschmetternd. Nach bereits drei Runden schmerzten beide Schienbeine wieder.

Gestern, nach ca. einer Woche Pause, massierte ich selbst die betroffenen Stellen mit den Händen und nutzte zudem danach die Blackroll für die Waden.
Danach mit den Nike Free auf dem Kunstrasen einen Laufversuch um meine trainierende Mannschaft unternommen.
Und was soll ich sagen: ich bin mindestens zehn Runden locker gejoggt, ohne Schmerzen beim sowie nach dem laufen. Das Tempo war zwar langsam, aber es ist mal ein Anfang gewesen und definitiv der Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe es geht bergauf mit mir.

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colinhck hat geschrieben: und nutzte zudem danach die Blackroll für die Waden.
Schön das du auf dem Wege der Besserung bist :daumen:
Nimm sie fürs Schienbein. Tut zwar in der ersten Zeit höllisch weh, brachte mir aber letztendlich Schmerzfreiheit beim Laufen.

Bei mir war es damals so schlimm, dass ich nach 1km laufen nicht mal mehr sicher war im Schritt nach Hause zu kommen....

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Maartin hat geschrieben:Schön das du auf dem Wege der Besserung bist :daumen:
Nimm sie fürs Schienbein. Tut zwar in der ersten Zeit höllisch weh, brachte mir aber letztendlich Schmerzfreiheit beim Laufen.
Bei mir ebenso. Zusätzlich noch den Span rollen wirkte bei mir Wunder.
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