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Proximale Hamstring Tendinopathie

Proximale Hamstring Tendinopathie

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Hallo liebe Community, vielleicht weiss jemand im Forum mehr über diese Art und Dauer der Verletzung:
Kurz die Basics: 52a, männlich, seit 20 Jahren Wettkämpfläufer, bis vor 10a regelmässige Marathonteilnahmen, seither Laufdistanzen bis max. 21km,
bisher immer ohne Verletzungen "durchgekommen", letzte Bestzeiten aus dem Jahr 2020 (10k 38:00, HM 1:23)
über den Winter üblicher Trainingsumfang mit 200 bis 250 Monatskilometern.
seit Anfang März nun "Stechen, Ziehen" im Gesäss am Ansatz der 3 wichtigen rückseitigen Oberschenkelmuskeln (biceps femoris, semitendinosus, semimembranosus) am Tuber ischiadicum, also dem Sitzbein des Beckens. Verschlimmerung beim Laufen.
Seither Laufpause (knapp 8 Wochen), in der Zwischenzeit MRT-Befund (obere Hamstring tendinopathie mit geringer Flüssigskeitsansammlung)
Physiotherapie mit Massage, Strom- und Ultraschallanwendung, vor 2 Wochen auch Beginn mit Stosswellentherapie (bisher 2 Sitzungen)
Gestern erster Laufversuch: anfangs alles bestens, mit jedem Zusatzkilometer im für mich moderaten Tempo dann wieder zunehmendes Stechen und nach 8km die restlichen 3km nach Hause "getrabt".
Werde Stosswellentherapie weitermachen, aber hat ev. jemand Erfahrungen mit Osteopathie.
Klammere mich an jeden Strohhalm!

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Bis jetzt wurdest Du durch die Ärzte und Physiotherapeuten abgezockt.
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau):frown:

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Von Abzocke kann bisher keine Rede sein. Immerhin braucht man mal eine exakte Diagnose und die hat das MRT geliefert. Laut Physiotherapeut sind für mich auch regelmässige "Dehnübungen" wichtig. Diesem Umstand habe ich ehrlicherweise bisher immer zu wenig Bedeutung beigmessen. Da bin ich jedenfalls dran. Über die "Hartnäckigkeit" dieser Verletzung bin ich aber doch erstaunt.

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Genau. Ein Physiotherapeut wird Dir immer davon erzählen, wie wichtig eine Massage und das Dehnen ist. Bestimmt hast Du dadurch deutlich besseres Gefühl, keine Schmerzen und bist super entspannt... leider sind am nächsten Tag die Schmerzen wieder da und Laufen funktioniert nicht, oder?
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau):frown:

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Korrekt, aber das klingt sehr fatalistisch, so als ob man ohnehin nichts tun könnte.
Die Zeit ist der wohl wichtigste Parameter, bis so eine Verletzung wieder abklingt, aber vielleicht können Betroffene über ihre Erfahrungen berichten.

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Tendinopathien sind meines Wissens degenerative Veränderungen an überlasteten Sehnen - Probleme an Achilles- oder Patellasehne sind da wohl die breiter bekannten Beispiele. Und über deren Hartnäckigkeit wundert sich niemand, der's mal hatte. Da gelten ja exzentrische Belastungen (also das Dehnen unter gleichzeitig streckender Belastung) als Königsweg. Hat dein Physio dir sowas auch verordnet? Ich könnte mir vorstellen, dass das in deinem Fall z.B. Kniebeugen sein könnten.

LG Christoph

mein Blog: Die Rennkartoffel will's nochmal wissen.

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Spekulation auf Basis meiner Achilles-Erfahrungen: Eine komplette Laufpause bringt's selten wirklich. In der Pause fühlt sich irgendwann alles gut an und wenn man dann wieder anfängt zu trainieren, ist man sehr bald wieder genau da, wo man aufgehört hat. Deshalb fahre ich mit leichtem Training (joggen) fort, natürlich ohne Belastungsspitzen wie Tempo oder Bergläufe. Hat man dir Ähnliches mit auf den Weg gegeben?

Ja, viel Geduld ist gefragt und auch eisernes Durchhalten des exzentrischen Trainings. Glaubst du, mir macht es Spaß, jeden Tag an die 60 min. auf ein und derselben Treppenstufe zu verbringen und dort meine Fersen exzentrisch abzusenken?

Aber was wäre denn die Alternative, nie mehr laufen?

:dagegen: :dagegen: :dagegen:

LG Christoph

mein Blog: Die Rennkartoffel will's nochmal wissen.

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RunningPotatoe hat geschrieben:Tendinopathien sind meines Wissens degenerative Veränderungen an überlasteten Sehnen - Probleme an Achilles- oder Patellasehne sind da wohl die breiter bekannten Beispiele. Und über deren Hartnäckigkeit wundert sich niemand, der's mal hatte. Da gelten ja exzentrische Belastungen (also das Dehnen unter gleichzeitig streckender Belastung) als Königsweg. Hat dein Physio dir sowas auch verordnet? Ich könnte mir vorstellen, dass das in deinem Fall z.B. Kniebeugen sein könnten.
Kniebeuge kann die Verletzung am Hamstring verschlimmern.

Morgen schicke ich etwas dazu. Stichwort ist Nordic Lower.
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau):frown:

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RunningPotatoe hat geschrieben:Wie wir nun wissen, hat er hat ja seine Übungen bekommen. Klar sollte er die befolgen und nicht meine Spekulationen... :wink:
Die vorgeschlagene Übungen scheinen kein Erfolg zu bringen. Auch die physiotherapeutische Maßnahmen nicht.
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau):frown:

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RunningPotatoe hat geschrieben:Liegt das an den Übungen selbst oder eher hieran:

Das deute ich mal freiweg als "Da ist noch Luft nach oben bei der Regelmäßigkeit der Ausführung."

Sehnengeschichten dauern halt sehr lange. :noidea:
Sehr lange. Aber manchmal nur 3 Wochen.
"Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." AE.
...vom Training hast du sowieso keine Ahnung! (Zitat: meine Frau):frown:

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Hallo

Ich habe in etwa die selbe DIagnose. Insertionstendinopathie Oberschenkelmuskulatur/Ansatz/Gluteal Muskulatur re. mit leichter Flüssigkeitsansammlung
Ich habe die Bechwerden seit 10/2018. Bisher hatte ich
MRT Becken
MRT Hüfte
Röntgen
Ultraschall
2 x 10 Einheiten Physio (auch die Übungen aus Rolli´s link mache ich-geht klasse an einem Türgriff mit Theraband)
Elektrotherapie
Stosswellentherapie
Schalltherapie
Massagen
Laufanalyse
FMS Muskeltest

Ohne grossen Erfolg. Vielleicht kannst du mich über deinen weiteren Verlauf informieren.

Lg
Michael

Stoßwelle

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Ich hatte über Weihnachten den Sehnenansatz der Hamstrings entzunden. Schmerzen genau am Sitzbeinknochen und in der Bewegung beim Stiegensteigen bergauf und vor allem bei Berganläufen.

Das Positive: ich hatte es nach ca. 6 Wochen überwunden.

Meine Behandlung war folgende: ersten 2 Wochen Laufpause, jedoch tägliche Spaziergänge mit dem Hund und mein übliches Radtraining (ca. 3-4 mal pro Woche)
Nach ca. 2 Wochen konnte ich mit Stoßwellentherapie anfangen (vorher hab ich keinen Termin bekommen) - insgesamt 3 Sitzungen alle 2 Wochen.

Und jetzt etwas zur Stoßwelle (hier gebe ich nur die Infos weiter die mir mein Arzt gegeben hat - vielleicht zum Nachdenken und Nachfragen!):
Niemanden in meinem Bekanntenkreis hat je Stoßwelle geholfen - mir bei meinem Arzt jedoch immer - mein Arzt meinte, dass die Hersteller emfehlen 2000 (oder 3000? weiß ich gar nicht mehr genau) Stöße zu geben - die Wartung des Gerätes ist nämlich sehr teuer und so kann man diese hinauszögern und die Ärzte mehr verdienen. Mein Arzt hat gemeint, er schießt mir auch 5000 bis 6000 Stöße ins Gewebe, sonst hilft das nichts.

Heute gehe ich übrigens wieder das erste Mal zur Stoßwelle - leider mit einem neuen Problem.

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An den Autor des Threads: Wie ging das für Dich aus? Hoff gut! Bist Du die Beschwerden ganz los geworden und was wäre Deine Empfehlung.

Hintergrund: Ich habe quasi genau dem gleichen Befund. Auch die Ausgangslage ist nahezu identisch, nur dass ich 8 Monate von Arzt zur Arzt rennen musste um eine eindeutige Diagnose zu erhalten.
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