29. EBM-Papstmarathon 13.09.2026
Die wöchentliche Taktung hat mich wieder - nach FS-MA am So. geht
es diesen So. nach Niedernhall zum Papst-MA (meine 3.Teilnahme).
In einer guten Autostunde bin ich vor Ort und weil ich zeitig da bin,
finde ich auch einen nahen Parkplatz. Schon auf dem Weg zur Abholung
läuft mir Ulli über den Weg, Er ist hier vor 2Jahren bereits seinen 800.MA
gelaufen - dagegen bin ich ja ein "Waisenknabe".
Ich gucke mir nochmals die Streckenübersicht in der Turnhalle an:
Wäre nicht die Benennung nach dem Hauptsponsor so könnte dieser
MA auch Kocher(tal)-MA heißen. Der Fluss Kocher ist allgegenwärtig, wir
laufen praktisch immer in seiner Nähe, direkt am Ufer, etwas entfernt
aber im entsprechenden Tal und wenn wir weiter oben in den Weinbergen
laufen ist er sehr häufig zu sehen.
Das Wetter scheint heute keine entscheidende Rolle zu spielen, es
ist am Morgen ein klein wenig kühl, dafür soll es höchstens um die
23Grad bekommen, bei bedeckten Himmel mit wenig direkten Sonnen-
schein. Laut Wettervorhersage könnte es ab Mittag eventuell etwas
regnen.
Ich begrüße ein paar weitere Laufkollegen(innen) und schaue mich im
Start-/Zielbereich etwas um, dann wird es langsam Zeit und ich gebe
meinen Kleiderbeutel in der Turnhalle ab.
Ich stelle mich relativ nah an die Startlinie, bei ca. 200 Starter(innen)
ist das kein Problem. Schon geht's los mit einer kleinen Schleife durch
Niedernhall - das bedeutet nach etwa 1,3KM laufen wir von der anderen
Seite wiederum durchs Startbanner und nun südlich der Kocher nach
Osten in Richtung Ingelfingen das vornehmlich nördlich des Flusses liegt.
Noch überqueren wir ihn noch nicht - bei KM4 der 1.VP, erstmal nur ein
Becher Iso. Wenige Hundert Meter später über die Brücke und trotzdem
ist da noch ein Gewässer, Kocher rechts, EVS-Kanal links - so die nächsten
1,5KM, dann weiter nördlich nun auch über den Kanal drüber. Neben der
B19 entlang, ich sehe schon in einiger Entfernung die Läufer vor mir nach
einer Schleife einige HM über mir. Es ist soweit: nach genau 7KM geht's
rein in die angrenzenden Weinberge, d.h. jetzt erst mal richtig nach oben.
Zum Glück ist bei KM8 der 2.VP - der ist jetzt bitter nötig, nach einigen HM
brauche ich dringend 2xIso. Es geht noch einen knappen KM aufwärts, als
die Kuppe erreiche - ein schöner Blick ins Kochertal auf Niedernhall: ein Foto
vom Weinberg runter - das muss schon sein, denke ich mir und stoppe kurz.
Immer wieder wechseln wir den Weg der hochführt, da wir erst mal oben
weiterlaufen mit leichten Auf-/Abstieg.
Die Pace leidet natürlich unter den Bedingungen - da ist aufwärts mit VP
schon mal ein KM über 7min. drin. Oberhalb von Criesbach VP3 (KM12).
Bei KM15 geht es endlich dauerhaft runter, trotz VP eine KM unter 5:30.
Da gucke ich verwundert zur Uhr - Staffelwechselzone am VP und weiter
leicht abwärts, der nächste KM geht unter 6min. weg.
An Niederhall sind wir schon wieder vorbei und laufen nahe der Landstraße,
weiter im Flusstal auf Weißbach zu. An den VP's habe ich mich auf zwei
Becher meist Iso (bzw. Cola) eingependelt. Durch den Ort gibt es
Hotspots und Streckenposten mit Anfeuerung... das finde ich natürlich
klasse!
Ich war mir nicht ganz sicher, dachte aber die steilen Anstiege sind
geschafft... doch da lag ich nicht ganz richtig. Eine erwartete Steigung
ist natürlich weniger schlimm als Eine die "hinterrücks" auftaucht. Das
genau war hier der Fall und sie war langgezogen und heftig - bei Forch-
tenberg geht es über einen KM langgezogen nach oben. Ich bin sicher
nicht der Einzige den es beeindruckt - davon zeugen jede Menge Durch-
halteparolen (a' la' Du schaffst das noch bzw. gleich bist Du oben) die
auf den Asphalt aufgesprüht sind. Für mich ist das gerade so noch laufbar..
für viele Andere nicht, was mir dazu verhilft einige Plätze gut zu machen.
Was sehe ich da vorne - Läufer, einer mit Flagge am Rücken... kann doch
nicht der 4:30 Zielläufer sein, der mich schon vor einiger Zeit überholt hat,
denke ich mir. Ist Er auch nicht, da laufen Drei in orangen Trikots, auch die
Flagge entsprechend - es entpuppt sich als Laufteam: irgendwas mit MA-
Team 42 steht auf Flagge bzw. Shirts - juckt mich eigentlich nicht weiter,
aber es spielt laute Musik bei Ihnen und entsprechend laut unterhalten Sie
sich auch... das nervt mich auf Dauer - nur gut das ich bald an Ihnen vorbei
bin.
Das Problem mit der "orangen Meute" holt mich jedoch bald wieder
ein - im wahrsten Sinne des Wortes. Auf gerade Strecke sind Sie wohl
schneller unterwegs und damit nähern Sie sich... ich will bewusst mein
Tempo nicht erhöhen, um Ihnen davonzulaufen. Das würde mir nicht
bekommen, vermute ich - so quäkt als die Musik wieder an mein Ohr,
in einer gewissen Entfernung ist es echt schlimm für mich, als Sie ganz
nah bei mir sind ist es halbwegs erträglich, als Sie weiter vorn laufen...
es wird wieder schlimm - dazu die ständige Quasselei. Ich wünschte mir
Ohrstöpsel, obwohl ich weiß ich könnte nicht damit laufen... ich habe das
paarmal ausprobiert - nicht meins!
Nun geht es etwas bergab, die eben gewonnen HM bekommen wir fast
komplett zurück - downhill ist angesagt... ich stelle fest, hier bin ich auch
wieder wesentlich schneller als die "orange Meute" - und wieder muss ich
das Gequake ertragen.
Nun geht es direkt auf der abgesperrten Landstraße "Kochertalstraße"
entlang - wieder eben... und das Procedere von eben wiederholt sich
erneut... das kann ja noch heiter werden. Wir überqueren bei Forchten-
berg auf einer Brücke die Kocher, hier kommen wir später nochmals vor-
bei - ich erkenne ein KM-Schild 35. Hier befindet sich gleichzeitig die
Wechselzone 2+3 für die MA-Staffeln. Wir erreichen gleich KM23, da es
nun wieder mal etwas bergauf geht, überhole ich die lärmende Meute er-
neut. Einige Auf- und Abwärtsintervalle folgen - es hat den Vorteil, ich
kann mich etwas absetzen... und bin Sie tatsächlich los.
Meine Pace geht auf 6:20 - 6:30min. zu, später dann auch darüber, ich
kann dauerhaft durchlaufen... das wird wie oft - gerade im letzten Drittel
ein Plus gegenüber einigen Konkurrenten.
Die Strecke führt weiter nach Westen und auf den Weg dorthin laufen wir
südlich vom Fluss, zurück dann nördlich.
Auf den Weg zur Wende bei ca. 29,5KM erreichen wir den Ort Ernsbach,
incl. VP (KM27), eine stimmungsvolle Trommelgruppe begrüßt mich mit
viel Schwung/Elan - hier wechseln wir die Flußseite. Ab hier ist es eine
Begegnungstrecke, auf ca. 2KM kann ich Mitläufer(innen) sehen die vor
mir laufen, nach der Wende die nach mir kommen - u.a. die orange Meute,
Sie scheint sich in Auflösung zu befinden.
Bald ist wieder Ernsbach erreicht, jetzt also die letzten 10KM, auch wenn
ich genügend schwitze (eben sogar 3Becher am VP reingeschüttet), wirk-
lich heiß ist es zum Glück nicht, die Bewölkung nimmt eher zu.
Ohne große Höhendifferenz geht es nun bis ins Ziel, doch zuerst die Unter-
führung unter der Kochertalstraße und Überquerung des Flusses nach Süden,
die KM35-Marke hatte ich ja vorhin schon gesehen. Es folgt eine Schleife
durch Forchtenberg, beginnend mit kurzen Anstieg durch eine Fachwerk-
gasse. Kehre am Bahnhof und dann sind wir ganz nah am Kocherufer -
fast genau beim KM36 beginnt es zu regnen, erst leicht, dann etwas
stärker - wirklich störend war es für mich kaum. Sogar etwas erfrisch-
end, aber auch hier und dort etwas rutschig... kein echtes Handicap.
Es geht rein nach Niedernhall, wir laufen auf einen Wendepfosten zu,
der gilt doch nicht für uns denke ich mir und sehe ein Gewusel dort
wo der Pfosten steht, es ist die Wende für einen Mini/Bambini-MA
mit entsprechend kurzer Strecke... ein etwas größerer Läufer biegt
gerade mit mir auf die Strecke ein... Er blickt mich mehrfach von
der Seite an... traut sich aber noch nicht...
Als wir nebeneinander den KM41 (für MA) passiert haben, blickt Er
nochmals zu mir rüber... Du bist ziemlich lang unterwegs, sagt Er -
nun ja 41KM eben und gut einen KM habe ich noch... Er sagt erstmal
nix mehr - kurz darauf: wie kann man dann immer noch so schnell
laufen - ich gucke Ihn an... das nennt man Ausdauer sage ich. Kopf-
schütteln/Achselzucken ist seine Antwort... dann trennen sich unsere
Wege, Er direkt zum Ziel, wir Marathonis müssen noch einen Bogen
laufen, dann ins Ziel. Noch einen Konkurrenten überholt und endlich
über die Ziellinie. Die Zeit erwartbar klar über 4:30Std, aber noch
etwas unter 4:40Std - 4:38 ist für mich absolut in Ordnung, 6min
langsamer als in der Fränkischen Schweiz.
Finisherbier, schöne heiße Dusche in der Turnhalle, anschließend
eine Bratwurst und Kaffee an der Tanke. Dann geht's auf die Auto-
bahn nach Hause.
Gruß Roland
Zu den Fotos:
1. Aufsteller EBM-Papst-MA
2. Streckenplan mit Höhenprofil
3. Von den Parkplätzen am Kocherufer kommen Läufer(innen) und Besucher zum Start/Ziel
Re: Im Kochertal - mit Weinbergen - ohne Hitze
2Weitere Fotos:
1. In der Turnhalle werden die Kleiderbeutel abgegeben
2. Gleich geht es los zum 29.EBM-Papst-MA
3. Aus den Weinbergen ins Kochertal und Niedernhall
1. In der Turnhalle werden die Kleiderbeutel abgegeben
2. Gleich geht es los zum 29.EBM-Papst-MA
3. Aus den Weinbergen ins Kochertal und Niedernhall
runners.high - Nomen est omen 
Re: Im Kochertal - mit Weinbergen - ohne Hitze
3Weitere Fotos:
1. Glücklich im Ziel - der Regen ist bald wieder vorbei
2. Mitbringsel: Eventshirt, Urkunde, Start-Nr., Medaille
3. Gamindaten
1. Glücklich im Ziel - der Regen ist bald wieder vorbei
2. Mitbringsel: Eventshirt, Urkunde, Start-Nr., Medaille
3. Gamindaten
runners.high - Nomen est omen 