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Raschelndes Herbstlaub und quasselndes Läufertrio

Raschelndes Herbstlaub und quasselndes Läufertrio

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2.Erlangener-MA: Herbststimmung im Wiesengrund der Regnitz
 
Überpünktlich bin ich da, am 01.11.2026 zum Start am Großparkplatz in
Erlangen um 8Uhr für die zweite Ausgabe des Erlangen-MA/Ultra. Ulli ist
mit Frühstart schon vor 1Stunde gestartet. Udo kommt später dazu, ab-
solviert ebenfalls die MA-Doppelrunde. Auf die 50KM-Strecke werden sich
heute weitere 10 Läufer(innen) machen, u.a. die Veranstalterin Evi Köppe-
Neeb.
Sie gibt das Kommando zum gemeinsamen Start, los geht's gleich unter die
Brücke hindurch (A73) und an der Wöhrmühle über die Regnitz nach einer
kurzen Strecke südwestlich durch den Wiesengrund erreichen wir die Stadt-
randsiedlung und hoch zum Main-Donau-Kanal (KM3). Nun erstmal gut 2KM
schnurgerade am Uferweg entlang nach Norden.
Das zusammen Laufen mit Frank war abgesprochen - doch bald findet sich
ein weiterer Läufer: Michael Hegenauer, der in etwa unser Tempo läuft,
auch Er schließt sich mit den Worten an: ich versuche mal die 1.Runde mit
Euch zu laufen - dann sehen wir weiter...  Er blieb bis zuletzt bei uns.
Wir verlassen den Kanal um ihn gleich danach in westlicher Richtung zu
überqueren und nach KM6 weicht die 50er-Strecke auf eine zusätzliche ca.
4KM-Schleife ab. Für uns weiter durch herrlichen Herbstwald mit viel bunten
Laub, dazu taucht Sonnenlicht das Ganze in eine geradezu sprichwörtliche
Idylle... wie stimmungsvoll kann ein Herbstlauf nur sein...
Nördlich sind wir bald bei KM10 am Ort Dechsendorf mit gleichnamigen
Weiher, da ist aber fast kein Wasser zu sehen, er wird ja auch als Badesee
genutzt... um diese Jahreszeit nimmer. Jetzt wurde er abgefischt und die 
Fische darin landen, vor allem als fränkische Spezialität: "gebackener Karpfen"
auf vielen Tellern der Gasthöfe und Restaurants. Typischerweise gibt es dieses
"fränkische Nationalgericht" (das zweite seiner Art ist das "Schäufele") nur
in den Monaten mit den Buchstaben "R"
Nun umlaufen wir den See im Uhrzeigersinn fast komplett - dafür reichen
3Km, durch ein weiteres Waldstück nun nach Osten, ein Stück auf dem Radweg,
schon sind wir wieder am Kanal. Jetzt wesentlich nördlicher und darum führt
uns nun die Laufstrecke nach Süden. Nach nicht mal einem Km wechseln
wir an der Erlangener Kanalschleuse von der West- auf die Ostseite. Die
ursprüngliche weitere Waldschleife ist für längere Zeit nicht möglich. Hier
entsteht eine Großbaustelle die bisher nur zu erahnen ist. Die eben passierte
Schleuse muss neu gebaut/verlegt werden - bis zu 500 Millionen Euro
werden veranschlagt, da es sich auch noch um eine Trinkwasserschutzzone
handelt werden in der Zeit die Brunnen stillgelegt, das Wasser aus der Ferne
zugeleitet. Die Bauzeit ist fürs Erste mal bis 2033 festgelegt - wir werden
also die nächsten Erlangen-MA auch so laufen.
Schon längst sind wir vom Kanal wieder abgebogen (KM18) und laufen am
Rande von Alterlangen durch einen Fuß-/Radtunnel wieder auf den Rednitz-
grund zu. Nun von Norden kommend kurz vor der Wöhrmühle wieder die
ersten paar hundert Meter, die nun die letzten dieser Runde sind. Durch die
A73-Brücke auf den Großparkplatz, hier sind unsere Autos und somit Pausen-
VP. Einige Minuten später machen wir uns auf die 2.Runde, ich sehe auch Udo
muss schon unterwegs sein, sein Auto steht hier.
Auch wenn die Sonne uns nicht mehr so intensiv begleitet, es bleibt trocken
und das leuchtende Herbstlaub begleitet uns auf den zweiten 21,1Km auch.
Wir unterhalten uns über Dies und Das... Läuferlatein könnte man respekt-
los sagen, aber Jeder hatte ein paar Highlights aus seiner "Läuferkariere"
zu erzählen. U.a. erzählte Michael das Er bereits die "World Marathon Majors"
gelaufen ist - noch die Version mit den 6.Starts - übrigens hat auch unser Mit-
starter Ulli (Tomaschewski) diese Auszeichnung und das entsprechende Shirt
in seiner Sammlung. Erstens ist nun die Inflation über die World Marathon Major
hereingebrochen - es sind längst sieben MA geworden die man laufen muss, um
dabei zu sein... und eine Erweiterung auf acht oder mehr ist längst geplant.
Der Kuchen der verteilt werden soll - er wird immer größer und damit der
Aufwand (auch der finanzielle) wird immer größer...wenn man dabei sein will!
Für mich war das nie ein wirkliches Ziel, wenn gleich es natürlich schon "etwas
Besonderes" ist.
Frank erzählt von seinen Ultra-Trails im Gebirge, drohenden CutOffs, widrigen
Bedingungen und ich trage mit ein paar Geschichten vom Spartathlon zur
Unterhaltung bei. So verfliegt mancher KM viel schneller als gedacht und 
lässt uns als Trio munter weiter laufen.
Einige KM später lässt der Redefluss naturgemäß nach - ich schiele immer
wieder mal zu Uhr, wie weit ist es denn noch? Bei KM33/34 denke ich mir
die Pace hat etwas arg nachgelassen und austrudeln lassen liegt mir auch
nicht so... also das Tempo wieder etwas anziehen. Mal sehen was meine Mit-
läufer dazu sagen... nichts - Sie schließen sich "ohne murren" an und so 
geht es die letzten 6-7KM wieder etwas flotter voran. Frank wundert sich 
noch woher ich nach meiner (für mich) relativ guten Frankfurt-MA-Zeit schon
wieder die Kraft und Motivation hernehme um noch etwas "Gas zu geben" -
der Laufspaß ist eben nach wie vor da und treibt mich weiter an....
Wir laufen auf Ulli auf, grüßen Ihn herzlich und wünschen Ihm viel Glück
für den Rest.
Nach 5:02Std erreicht das Läufertrio wieder den Start-/Zielbereich - wir
werden erwartet, eine Bekannte von Evi notiert unsere Namen und Zeit.
Nach ein paar gemeinsamen Finisherfotos und Verabschieden geht's noch
nebenan zum Bäcker und bald sitze ich mit Kaffee und Kuchen im Auto auf
dem Nachhauseweg.
Nach dem Auslaufen morgen werde ich mich auf die nächste Laufaufgabe
vorbereiten.
Grüße Roland 

Zu den Fotos:
1. Am Rande des Großparkplatz starten wir
2. Morgensonne im Rednitzgrund
3. Pures Herbstlaufvergnügen
runners.high - Nomen est omen :logik:
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